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[ujb]   Nutzer

04.03.2010, 10:06 Uhr

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Thema: Die Kosten des Autofahrens - erstaunlich gering!
Brett: Get a Life

@dandy:

Okay, die Wartung/Reparatur ist evtl. ein wenig zu gering angesetzt. Wenn man annimmt, dass die Karre nach 8 Jharen abgeschrieben ist (ich denke, nach 8 Jahren bekommt man noch mehr als 500 EUR und das Reparaturrisiko ist pro Jahr den Jahren 1-8 statistisch geringer als in den Jahren 9-10), dann erhöhen sich die jährlichen Kosten um 250 EUR und man kommt auf einen Preis von 27 ct/km.
Mein Beispiel mit der Kombination ÖPNV/Carsharing/Bahn ist mit den dort genannten Zahlen jedenfalls nur geringfügig wirtschaftlicher als eine PKW-Lösung. Und das hätte ich so aus dem Bauch heraus nicht angenommen. Das Carsharing macht die ganze Geschichte unattraktiv. Man kann (Fahrrad/Fuß mal außen vorgelassen) also nur deutlich güstiger von A nach B gelangen wenn einem der ÖPNV/Bahnfernverkehr für alle Fahrleistungen adäquate Angebote bietet.


[ Dieser Beitrag wurde von [ujb] am 04.03.2010 um 10:09 Uhr geändert. ]
 
[ujb]   Nutzer

04.03.2010, 01:50 Uhr

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Thema: Die Kosten des Autofahrens - erstaunlich gering!
Brett: Get a Life

ÖPNV+Carsharing im Ballungsraum mit ÖPNV-Anbindung Wohnort/Arbeitsstätte) im 10 Min-Takt folgende Rechnung für einen 1 P-Haushalt:

1 Aboticket übertragbar und Wochenendmitfahrer (der sechser): 46,5 EUR (35 Hin-Rückfahren á 4 km - 280 km gesamt)

Carsharing (Cambio)

Carsharing mon. Grundgebühr: 10 EUR
Carsharing 4 monatliche 2-Stunden-Fahrten á 15km: 30 EUR
Carsharing 1 monatliche Ganztagesmiete 150km: 50 EUR

2 x monatlich Taxi á 5km: 18 EUR

350 km Bahn: 50 EUR


Macht 204,5 EUR/Monat für 850 km/Monat. Mit diesem Rechenbeispiel kommt man auf 24 ct/km. Also etwa der gleiche Finanzaufwand (wniger als 5% Abweichung) wie für den Fox. Das hätte ich nicht gedacht!


[ Dieser Beitrag wurde von [ujb] am 04.03.2010 um 02:01 Uhr geändert. ]
 
[ujb]   Nutzer

04.03.2010, 00:31 Uhr

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Thema: Die Kosten des Autofahrens - erstaunlich gering!
Brett: Get a Life

@hjoerg:

Wenn die S-Bahnen wieder ordentlich fahren, bekommt man in Berlin recht viel für's Geld. Man hätte dort als Einzelperson (oder ist das ein Familienticket?) in diesem Rechenbeispiel noch gut 1.800 EUR für Bahn/ÖPNV außerhalb des BVG-Gebietes. Kommt bei alleiniger Nutzung wahrscheinlich deutlich günstiger als ein PKW.

Mir geht es bei diesen Überlegungen in erster Linie darum den Preis für PKW-Mobilität in Realtion zu anderen Angeboten stellen zu können.
Jede Verkehrsleistung hat Vor- und Nachteile. Und der Preis ist nur eine Facette davon.

Mir ist z. B. die Bahn auf längerer Streche gewöhnlich deutlich lieber als ein Auto. Und das hat primär wenig mit dem Preis oder der Ökobilanz zu tun. Ich kann im Zug (gleich ob ICE ode RE6) entspannen oder lesen/arbeiten - jedenfalls wenn nicht gerade Bundesliga ist oder man in einen "Tuppentransporter (ICE Ruhrgebiet-Siegburg am So-Abend) gerät. Manche haben aber auch einfach Freude am Fahren (nein, nicht nur BMW-Fahrer).
Auf manchen Strecken ist die Bahn aber auch einfach Mist. Fahr z. B. mal von OWL ins Hochsauerland, das macht keinen Spaß (und noch weniger wenn man dann am WE in einen Zug gerät in dem "lustige Kegelclubs" mit Piccolöchen (sic!) und Käsewürfeln und Motto T-Shirts unterwegs zum Sauerlandstern sind). Dauert lang eund kostet wegen großer Umwege viel zu viel wenn man die Punkt-zu-Punkt Distanz betrachtet. Auf manchen Strecken ist die Bahn aber super und das Auto kommt nicht mit (Bielefeld-Berlin in 2:30 Stunden, Köln-Frankfurt 1:04 Stunden).

Das wirtschaftlich Vernüftigste für die meisten Menschen in Ballungsgebieten wäre wahrscheinlich eine Kombination von Car-Sharing und ÖPNV und ggf. Fuß-/Radwegen. Sagt aber vielen u.a auch deshalb nicht zu, weil sie ein Auto als Privatbesitz haben wollen. Sei es aus Bequemlichkeitsaspekten (man kann Dinge drin liegen lassen, es sich persönlich einrichten) oder Statusgründen (ist *meine* Karre).
 
[ujb]   Nutzer

03.03.2010, 22:22 Uhr

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Thema: Die Kosten des Autofahrens - erstaunlich gering!
Brett: Get a Life

@Wolfman:
Es geht mir in diesem Thread *nicht* um die Umwelt, sondern ausschließlich um die Kosten - völlig wertneutral. Nur um Wissensgewinn.
 
[ujb]   Nutzer

03.03.2010, 21:02 Uhr

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Thema: Die Kosten des Autofahrens - erstaunlich gering!
Brett: Get a Life

Noch eine Ergänzung zu den km-Preisen beim Fahrrad:
Das Fahrradfahren benötigt ja auch Kraftstoff. Die Kosten dafür sind aber schwierig zu bemessen, da viele über den Kalorienumsatz ganz froh sind und den "Kraftstoff" nicht aus der Notwendigkeit des von A nach B Kommens aufnehmen, sondern aus Freude an der "Kraftstoffaufnahme" (lecker!) und dieses evtl. im gleichen Maße auch ohne das Fahren machten.
Wenn ich aber bei Extremdistanzen das auf 100 km runterbreche, so ergibt sich da für 100 km etwa folgender Bedarf: 1-2 l Getränk (Maltopülverchen, etwa 50 -80 ct; feste Kalorien in Form von (langkettigen) Kohlehydraten und ein wenig Protein - etwa ein Schokobrötchen, ein Käsebrötchen und eine Banane ein dünnes Würstchen, 30g Schokolade - gut 2 EUR). Also etwa 2,50 - 3,00 EUR/100 km. Macht also streng genommen etwa 2,5-3 ct/km. Man kommt mit dem Rad also auf Gesamtkosten von 5-6 ct/km. Ist aber eine etwas fischige Kalkulation, weil bei Nichtlangstrecken (d.h. kürzer als 150 km) man die Treibstoffkosten nicht so gut extrahieren kann. Bei wirklichen Langstrecken merkt man allerdings, dass man isst um von A nach B zu kommen.

[ Dieser Beitrag wurde von [ujb] am 03.03.2010 um 21:05 Uhr geändert. ]
 
[ujb]   Nutzer

03.03.2010, 20:39 Uhr

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Thema: Die Kosten des Autofahrens - erstaunlich gering!
Brett: Get a Life

@DrZarkov:

30.000km/Jahr ist schon extrem - aber interessant. Da wird der Einzelkilometer tatsächlich recht billig. Ob ich aber 30.000/Jahr im Logan abfahren wollte - keine Ahnung, bin noch nie einen gefahren.
Mit dem Rad kommt man, wie ich oben schreib gewöhnlich, auf gute 3 ct/km bei einer Abschreibefahrleistung von 80.000 km (wenn nach 80 000 km der Rahmen nicht gebrochen ist, wird es sowieso geklaut ;-) ): in etwa 1-1,5 ct Abschreibung, 2 ct für Verschleißteile wie Bremsbeläge, Laufradabnutzung, Bereifung, Antrieb. Das gilt für ein sportliches Rad. mit einem Hollandrad kannst du den Verschleiß praktisch vernachlässigen Kettenkasten, Stahlfelgen), allerdings kommt man mit diesem auch kaum auf 10.000 km/Jahr. Von 30.000 erst gar nicht zu sprechen (ich kenne aber Leute die diese Fahrleistung auf dem Rennrad erreichen).
Dennoch scheint bei durchschnittlicher Nutzung ein km-Preis um die 25-30 Ct/km für einen Kleinwagen realistisch zu sein. Bei einem Mittelklasse PKW (20 000 - 25 000 EUR, höhere Versicherung & Wartungskosten) und gleicher Fahrleistung erscheinen somit gute 40 ct/km nicht realitätsfern.
Interessant ist, dass bei meinem obigen Beispiel die Kraftstoffkosten etwa ein 1/3 der Gesamtkosten betragen. D.h. ein Aufschlag beim Benzin von 50% bei obigen Beispielverteuert den km-Preis in der Gesamtbilanz um 17%.

@ PAB

Ich bleibe derweil sowieso beim Rad & Bahn/ÖPNV. Gefällt mir besser. Und es geht ja auch nicht nur um die Kosten. Carsharing könnte für mich Wenigfahrer in Betracht kommen (mein Autobedarf (d.h. Mobilitätsleistungen bei denen ein Auto Komfort/Praxis-Vorteile hätte) liegt wohl bei etwa 1000km/Jahr.Die Züge und die Straßenbahn hier fahren gut, das Rad fährt sowieso gut (aber zugegebenermaßen hat mich der Schnee in den letzten Wochen ein wenig eingeschränkt).




edit:

Noch als Einwurf: Taxifahrten kosten hier in der Gegend (OWL) etwa 1,5 -1,8 EUR/km. Ist in den meistem anderen Gegenden wohl tendenziell etwas teurer.

[ Dieser Beitrag wurde von [ujb] am 03.03.2010 um 20:48 Uhr geändert. ]
 
[ujb]   Nutzer

03.03.2010, 13:20 Uhr

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Thema: Die Kosten des Autofahrens - erstaunlich gering!
Brett: Get a Life

Ich habe mal überschlagen was Autofahren denn tatsächlich kostet. Es ist billiger als angenommen wenn man ein billiges Auto nimmt. Bei einem Kleinstwagen wie dem VW Fox kommt man bei jährlicher Nutzung von 10.000 km und einer vollständigen Abschreibung des Kaufwertes über 10 Jahre (nicht kreditfinanziert) und minimalen Instandhaltungskosten dafür aber einer Vernachlässigung von Reparatur/Inspektionskosten (werden mit einem evtl. Verkauf des Farzeugs nach 10 Jahren verrechnet) auf etwa 24 ct/km.
Ich finde das erstaunlich gering. Habe ich mich völlig verrechnet?

F Fahrzeugpreis: 10.000 EUR
V Versicherung: 300 EUR/Jahr
S Steuer: 85 EUR/Jahr
F Fahrleistung 10.000 km/Jahr
V Verbrauch: 6l/100 km (Superbenzin: 1,38 EUR/l)
W Wartung (Ölwechsel/TÜV/Kleinkram) 250 EUR/Jahr


ergibt

1000 (F) + 300 (V) + 85 (S) + 828 (B) + 250 (W) = 2463 EUR/Jahr

Macht knapp 25 ct/km.

Außen vorgelassen sind Parkplatzgebühren (das ist sehr unterschiedlich: von gar nichts bis hin zu den Ksoten der Garage des trauten Eigenheims). APrkhausgebühren sind auch nicht enthalten. Wenn man etwa 300 EUR/Jahr dafür annimmt, erhöht sich der km-Preis auf 27 ct.

Ebenfalls außen vor sind Reparaturkosten. Die verrechne ich hier mal einfach mit einem Verkaufserlös für das Fahrzeug nach 10 Jahren. Könnte wohl knapp hinkommen. Ich denke die 250 EUR/Wartungskosten sind estwas gering angesetzt (wie gesagt ich bin keinAutofahrer - was ist da realistisch).

Ich bin überrascht, dass das so wenig ist. Die Bahn kostet mit BC 25 etwa 15 ct/km (man kann aber mit BC 50 oder Sparpreisen diese kosten noch einmal um gut 13 drücken). Im verkehrsverbund ist es mit Zeitkarten günstiger.

Habe ich mich bei meiner 20 minütigen Überschlagsrechnung völlig vertan (bin kein Autofahrer, kenne die Preise nicht so gut)? Die Steuerangaben und Versicherungskosten habe ich mir ohne tiefgehende Recherche ergooglt.

Mit dem Fahrrad komme ich auf etwa 3 ct/km (Abschreibung/Verschleiß) bei 10.000km/Jahr.



[ Dieser Beitrag wurde von [ujb] am 03.03.2010 um 13:33 Uhr geändert. ]
 
[ujb]   Nutzer

19.02.2010, 02:38 Uhr

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Thema: Wo sind die FDP Wähler?
Brett: Get a Life

Zitat:
Original von CarstenS:
@[ujb]:
> Das ist die Gebühr die die deutsche Bank im Fillialgeschäft nimmt.

Okay, aber das hat ja nichts mit einer "Broker-Einnahme" zu tun. Der Filialmitarbeiter wird über irgendein Handelssystem deine Order aufgeben - und mehr als 90 Prozent der Gebühren wird die Deutsche Bank einstreichen...

Wertpapiertransaktionen über Filialbanken sind i.d.R. sehr teuer und daher nicht empfehlenswert. Online-Broker sind drastisch günstiger.


Gewiss. Der Broker persönlich kassiert natürlich nicht 1%. Und dass das Filialgeschäft teuer ist, hat schon System. Aktive Kunden sollen bewusst in den online Handel getrieben werden. Wer aber auf Filialhandel besteht (sind wohl nicht mehr viele, keine Ahnung, ich war schon länger nicht mehr *in* einer Bank), muss halt latzen. Ist prinzipiell okay, war aber eigentlich nicht mein Hauptkritikpunkt. Der liegt eher bei den Fonds, bzw. einigen Aspekten derer. Obschon ich grundsätzlich ein großer Befürworter des Finazhandels bin. Nur nicht in der Form wie es derzeit läuft. Eine Steuer nach Tobin könnte evtl. als starkes Korrektiv wirken. Ist aber auch nicht gerade unproblematisch.
 
[ujb]   Nutzer

19.02.2010, 02:08 Uhr

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Thema: Wo sind die FDP Wähler?
Brett: Get a Life

@Maja:
Zitat:
Natürlich? Dann erzähl doch mal. Was kann man sich von den durchschnittlich ca. 20% Mehr an Einkommen für den gleichen Job in der Schweiz denn mehr kaufen?

Ich habe vor einer Weile in Freiburg/Breisgau gearbeitet und durchaus einen ganz guten, aktuellen Einblick in die Schweiz gewinnen können. Die Preise im Migros in Freiburg sind sowohl in EUR (D) als auch in SFR (CH) ausgezeichnet, da sie über eine Logistik verwaltet werden. Diese Preise unterscheiden sich nur geringfügig (gibt natürlich Währungsschwankungen).
Und auch wenn man durchschnittlich im Südwesten schon meist deutlich besser dasteht als z.B. in der Mecklenburger Provinz, dann gibt es jenseits der Schweizer Grenze noch einmal einen ordentlichen Sprung. Oder schau nach Luxemburg oder Dänemark und vergleiche diese Länder mit Polen oder Kroatien. Meinst du wirklich es gäbe da keine Unterschiede in der Kaufkraft (ich habe eine kroatische Freundin, die seit gut 1 Jahr wieder in Zagreb ist. Sie wäre froh wenn es so wäre)?

Zitat:
Das Geld virtuell wäre, kann übrigens nur jemand von sich geben, dem real noch nie aus Geldmangel der Magen geknurrt hat. Doch wenn man schon so redet, sollte man wenigstens wissen, dass Geld nur so lange etwas wert ist, wie der Geldmenge im Umlauf eine adäquate Menge an produzierten Waren gegenübersteht.

Du weißt nichts über meine wirtschaftliche Situation. Aber wie passt deine Annahme, dass ich offensichtlich recht gut situiert sein muss dazu dass ich "den Reichen" alles nehmen will? Komisch, nicht? Aber vielleicht bin ich auch ein "fauler Hartzer", der sich auf Kosten der Allgemeinheit einen lauen Lenz machen will...

Zitat:
Ein Mittelstand, der keine Gewinne mehr erziehlt, muss über kurz oder lang Insolvenz anmelden und dann sind alle Arbeitsplätze eines Unternehmens futsch. Beim Mittelstand kommt auch kein Staat und pumpt Milliarden in finanzschwache Betriebe.

Wo liest du heraus, dass ein Mittelstand keine Gewinne erzielen muss. Natürlich muss das *jede* Firma in einer Marktwirtschaft. Aber Marktwirtschaft heißt nicht unbedingt "Manchester-Kapitalismus". Dieser ist nicht nachhaltig und führt zu Extrembildungen. Diese müssen eingedämmt werden, wenn man keine böse Überraschung erleben will. Und in der Richtung gibt es deutliche Defizite die seit Jahren eklatanter werden.


Und: Beschäftige dich noch einmal eingehend mit Volatilität des Geldes und dem Zusammenhang der Wertschaffung. Modernes Geld ist virtuell. Es hat keinen realen Gegenwert, es ensteht durch Kredite und ist eigentlich nur eine Verbriefung von Vertrauen. Das ist auch der eigentliche Job der Banken: Vertrauen managen und Geld (vertaruen) ausgeben.
Investmentbanking, das den heutigen Kapitalmarkt dominiert, ist eigentlich ein Nebenprodukt und hat sich u.a. (aber nicht nur!) durch den modernen Handel (z.B. Xetra) massiv geändert. Die ursprüngliche (gute) Idee des Aktien-/Couponhandels ist massiv pervertiert worden.


[ Dieser Beitrag wurde von [ujb] am 19.02.2010 um 02:23 Uhr geändert. ]
 
[ujb]   Nutzer

19.02.2010, 01:33 Uhr

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Thema: Wo sind die FDP Wähler?
Brett: Get a Life

@CarstenS:


Das ist die Gebühr die die deutsche Bank im Fillialgeschäft nimmt. Habe ich vor Jahren so gemacht als ich meine ersten Aktienorders aufgab. Ist aber meines Wissens noch immer gültige Gebührenhöhe der dt. Bank. Ich habe aber selber schon lange keine Order mehr in der Filliale abgegeben.
 
[ujb]   Nutzer

18.02.2010, 21:57 Uhr

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Thema: Wo sind die FDP Wähler?
Brett: Get a Life

Zitat:
Original von Maja:


Es würde aber schon helfen, endlich mal Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen, wenn man mal von börsennotierten (ausländischen) Großkonzernen als Standardfeindbild vom pösen Arbeitgeber wegkommen würde, die ihr Wachstum längst nicht mehr in Deutschland, sondern im Ausland erzielen und Standorte in Deutschland zunehmend unverhohlen nur schließen, um im Ausland noch höherer Gewinne erzielen zu können. Das Gros der Arbeitplätze in diesem Land befindet sich bei mittelständigschen und kleinen Unternehmen, Betriebe mit 250 und weniger Beschäftigten, Unternehmen, die nichts mit der Börse zu tun haben, keine global Player sind und für die schon Wachstumsraten oberhalb von 1% oft nurmehr ein schöner Traum bleibt.

Sicher ist das Gros der Arbeitsplätze im Mittelstand. Und das ist auch sehr gut so. Denn dort herrscht gewöhnlich keine kapitöistische Maxime, sondern häufig ein nachhaltig-marktwirtschaftlicher Führungsstil. Die Firmeninhabe identifizieren sich meist mit der Firma und sind darauf bedacht auch morgen noch profitabel zu arbeiten. Bei Firmen die Investoren verpfichtet sind, liegen die Ziele meist wo anders...
Der Mittelstand ist allerdings sehr häufig im Zulieferbereich angesiedelt und damit meist direkt von den Finanzmarkt getriebenen Großfirmen.


 
[ujb]   Nutzer

18.02.2010, 21:43 Uhr

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Thema: Wo sind die FDP Wähler?
Brett: Get a Life

[quote]
Original von Maja:
Zitat:
Na ja, und wer, wie auch immer, aus einer finanziell prekären Situation heraus tatsächlich zu Vermögen kommt, für den werden dann auch recht bald Banker und Broker systemrelvant, dieses Vermögen verwalten, halten und mehren zu können, um sich irgendwann von den Kapitalerträgen vielleicht auch mal eine Yacht kaufen zu können. Denn vom Geld-ausgeben wird niemand reich. ;)
Sicherlich benötigt man auch Broker (war übrigens mein erster Berufswunsch), aber diese sollten martgerecht entlohnt werden. Nur um meinen Xetra-Auftrag zu bearbeiten sehe ich nicht ein, einen Umsatz von 1% an den Broker zu zahlen (Gebührenkatalog der deutsche Bank Private Invest). Das ist kein marktgerechter Lohn. Das geht durch direct trading einfacher, dabei werden aber keine Broker reich.
Für Investmentbanker/Fondsmanager, die du vermutlich eher meinst, sollte es meiner Meinung nach eine Erfolgsprämie geben. Etwa 5% des erwirtschafteten *Gewinns* erschiene mir eine vernüftig Größenordnung. Aber keine relative Umsatzvergütung wie derzeit üblich.


Zitat:
Höhere Löhne jenseits von Grenzen bedeuten dort nicht mehr Kaufkraft. Und auch in Deutschland bedeuten Lohnerhöhungen nur vorübergehend Kaufkraftsteierung.
Das ist Bullshit. Natürlich hat man in der Schweiz mit dem dortigen Durchschnittseinkommen eine höhere KAufkraft als in D. mit dem deutsche Durchschnittseinkommen. Dass das nicht linear skaliert ist klar.

Zitat:
Ein wie auch immer geartetes, steuerfinanziertes pro Kopf Grundeinkommen wäre kein Lohn und würde auch nicht den Wert von Löhnen steigern. Indes würde jede Lohnerhöhung in anderen Bereichen der Wirtschaft (Dienstleistungen) die Kaufkraft dieses Grundeinkommens und die Kaufkraft der Löhne insgesamt negativ beeinflussen.

Beschäftige dich mal mit Geldtheorien. Um die Produktivwirtschaft zu steigern bedarf es Volatilität. Geld schafft genau dann Produktivkraft wenn es gebucht wird. Bei jedem Geldtransfer werden Werte gehandelt. Wenn möglichst viele Transfers in der Konsumwirtschaft stattfinden, wird dort mehr Produktivkraft geschaffen. Geld ist virtuell. Geld ist Vertrauen. Nichts anderes.
Das beste Krisenprogramm ist/war, dass die breite Menge den Konsum nicht einstellte. Das hat Volatilität geschaffen. Die Banken hingegen verweigern weiterhin liquide Mittel und begrenzen die Volatilität und Liquidität. Sie verstärken somit die Krise. Betriebswirtschaftlich sinnvoll aus der einzelnen Bankensicht, volkswirtschaftlich äußerst fatal.

Zitat:
Natürlich wäre es schön, wenn man das Ruder herumreißen könnte, zu allgemeinem Wohlstand und Vollbeschäftigung über Binnekonsum zurückfinden könnte.

Vollbeschäftigung wird es bei der gegebenen Produktivität nicht mehr geben. Mehr Volatilität im Geldmarkt kann aber die Nachfrage erhöhen. Nicht unbedingt in erster Linie nach Konsum*gütern*, aber nach Konsumleistungen.

[ Dieser Beitrag wurde von [ujb] am 18.02.2010 um 21:46 Uhr geändert. ]
 
[ujb]   Nutzer

18.02.2010, 14:43 Uhr

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Thema: Wo sind die FDP Wähler?
Brett: Get a Life

@Dr_Dom:

Ich mache das zunächste einmal einfach nur für mich, weil ich

a) nachhaltige Modelle mag
b) annehme, dass die gegenwärtige Inkarnation des Kapitalismus¹ nicht dauerhaft tragfähig ist
c) ich mal wieder mit etwas volkswirtschaftlichem befassen möchte.

Evtl. kann daraus auch ein Buch oder wiss. Artiklel werden. Aber das steht eher hinten an.

--
1) Kapitalismus im Sinne er kapitalistischen Marktwirtschaft. Diese hat aber Tendenzen zur Extremwertbildung. Als großer Anhänger nachhaltiger Entwicklung (was ich lustigerweise u. a. in Manchester(!) an der Uni gelernt habe), strebe ich ein System ohne Extremwert/Senkenbildung an. Dazu muss eine gewisse Dynamik gewährleistet bleiben und Extremwerte abgefedert werden. Das geht am besten mit einer gedämpften Markrtwirtschaft (mit der Dämpfung mildert man ein Schwingen des Systems ab). Nach meiner Annahme kann ein bedingungsloses GE mit einem deutlich vereinfachten und progessiven Steuersystem ein geeignetes Mittel darstellen indem gleichzeitig Kapitalsenken geschwächt werden (Steuern) und die Volatilität (bei etwa gleichbleibender Liquidität) am Gesamtmarkt erhöht wird.

[ Dieser Beitrag wurde von [ujb] am 18.02.2010 um 14:59 Uhr geändert. ]
 
[ujb]   Nutzer

18.02.2010, 14:36 Uhr

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Thema: Wo sind die FDP Wähler?
Brett: Get a Life

@Maja:

ich glaube du verwechselst das GE mit einem "verkappten Sozialismus". Es hat jedoch keinerlei sozialistischen Ideen (es gibt auch GE-Theorien die sozialistisch geprägt sind, "meine" aber nicht), sondern basiert auf vor allem auf Nachhaltigkeit und sozialer Marktwirtschaft.
Das Hauptanliegen der GE ist mitnichten "die Reichen" zu enteignen (Enteignung lehne ich *strikt* ab), sondern die Mittelschicht zu sichern und zu vergrößern und dem bestehenden, riesigen Einkommensgradienten entgegen zu wirken. Gleichzeitig wird soziale Sicherheit geschaffen. Volkswirtschaftlich und sozialpolitisch ist es für einen stabilen Staat oberstes Interesse eine möglichst große Mittelschicht zu haben. Diese muss gefördert werden!
Gleichzeitig ist es einigermaßen unbestritten, dass wir keine Vollbeschäftigung sehen werden - zumindest nicht in dem Maße, dass alle einer Beschäftigung nachgehen können (die Produktivkraft ist größer als der Marktbedarf - das ist das Hauptdilemma des 21. Jhs), die ein vernüftigen Lebensstandard sichern kann. Diese Menschen müssen von der Sozialgemeinschaft aufgefangen werden. Das jedenfalls impliziert erstens das westliche Wertebild und zweitens der Wunsch nach sozialem Frieden (warst du z.B. schon einmal in Indien? Ich ja, und ich habe dort interessantes erlebt. Seit dem weiß ich was sozialer Friede wert ist) und drittens die Hoffnung auf einen *nachhaltigen* Markt (ich sehe das ganze vor allem aus einr volkswirtschaftlichen und systemischen Perspektive).
Ein GE bietet natürlich das Potenzial des "Missbrauchs". Aber das gibt es mit ALG II ebenfalls. Wer heute nicht arbeiten *will* und mit wenig zufrieden ist, kann das bereits jetzt schon haben. Aber wieviele machen das wirklich? Es gibt dazu keine all zu verlässlichen Schätzungen, aber es sind evtl. 10-20% der ALG II -Empfänger, macht also etwa 1-2% der Gesamtbevölkerung aus. Selbst wenn diese Quote auf 5-10% stiege, wäre das durchaus finazierbar. Ich sehe aber mit dem GE eher das Gegenteil eintreten. Gegenwärtig lohnt die Aufnahme einer Teilzeitarbeit oder gering entlohnten Arbeit kaum, da ist der alleinige Bezug von Transferlesitungen häufig attraktiver. Wenn aber das GE bedingungslos ist und Hinzuverdienste sich ab dem ersten Euro lohnt und dadurch auch kein Behördenmarathon beginnt, dann sehen auch die "dosenbiersaufenden Couchpotatoes", dass Arbeit sich lohnt.
Und es geht eben nicht darum, dass es ein GE gibt welches *Luxus* für alle ermöglicht, aber ein anständiges Auskommen für alle. Und das ist finanzierbar.
Ein Unterschied des GEs zur Sozialhilfe/ALGII ist, dass eben nicht nur in erster Linie die Nichtverdiener davon profitieren, sondern auch alle Verdiener. Die steuerliche Belastung der Bürger steigt aber strikt progressiv mit dem Einkommen.
In Kurzform: Jeder hinzuverdiente Euro zahlt sich netto aus, der erste jedoch mehr als der millionste.

Und den Arbeitslohnmarkt beflügelt es, da niemand "gezwungen" wird zu arbeiten, sondern die Arbeit sich sich für den Arbeitnehmer lohnen muss. Und wenn eine Reinigungsfirma nur 3,50 EUR/h zahlen will, hat sie es bei einem GE eben deutlich schwerer Arbeitskräfte zu finden, die bereit sind sich dafür krumm zu machen. Das GE muss dabei nicht einmal zwingend zu hohen Löhnen führen, der Markt wird es richten. Es müssen *marktgerechte* Löhne gezahlt werden. Wenn die Reinigungsfirma keine Arbitsplätze für 3,50 EUR/h füllen kann, dann müssen die Reinigungskosten eben so lang steigen bis ein marktgerechter Preis gezahlt wird. Es mag durchaus zu Preisveränderungen am markt kommen, aber die Preise würden den Markt dann besser widerspiegeln. Und es ist eben eine interssante Frage wie der Marktwirtschaftliche Preis eines Investmentbankers, eines Autoschraubers, eines Arztes oder einer Putzkraft ist. Allgemein würde evtl. Auch könnte das GE beitragen, dass die Bedeutung des Geldes ein wenig abnehmen würde. So habe ich mich bei der Aufnahme meines Studiums in erster Linie für das Interesse am Fach entschieden, weniger nach Verdienstmöglichkeiten. Ich habe aber zusätzlich zu meinem Erststudium auch noch ein paar Semester VWL/BWL studiert und habe dort erstens fachlich interessante Dinge gelernt, aber auch bezüglich der Motivation vieler Studenten (und das *B*WL-Cliché ist *häufig* (sic!) sehr zutreffend).

[ Dieser Beitrag wurde von [ujb] am 18.02.2010 um 14:45 Uhr geändert. ]
 
[ujb]   Nutzer

16.02.2010, 17:25 Uhr

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Thema: Wo sind die FDP Wähler?
Brett: Get a Life

@Maja:
Du verstehst das System falsch. Arbeit lohnt sich bei meinem Modell (eigentlich bei jedem GE-Modell) ab dem ersten hinzuverdienten Cent. *Jedes* individuelle Einkommen steigert die Nettoverfügbarkeit. Aber *jedes* Einkommen muss ab dem ersten Cent versteuert werden.
Es geht eben nicht darum "Reiche" massiv zu schröpfen und den Sozialstaat finanzieren zu lassen, sondern *alle* finazieren diesen. Wer ein hohes Einkommen hat muss sich auch gegenwärtig stärker im Sozialstaat engagieren (wir haben schließlich ein progressives Steuermodell). Es geht vor allem darum eine wirklich breite Mittelschicht zu festigen und zu stärken. Das schafft ein angenehmes Sozialklima: weg von der Neiddebatte, weg von den Existenzängsten. Nebenbei schafft das aber auch eine Menge Arbeit, da eine breite Mittelschicht konsumieren will. Enige Jobs allerdings würden/müssten eine deutliche Lohnumschichtung erfahren.
Und was Spitzensteuersätze betrifft: Sind als der Spitzensteuersatz 53% betrug alle Topverdiener abgewandert? Oder was ist in England wo es eine deutliche Extrabesteuerung von Spitzenverdiensten gibt? Verlassen die alle die Insel?
Vor allem aber: Was ist das alternative Modell in einer Gesellschaft die nicht hinreichend Arbeitsplätze in der Produktivwirtschaft hat um Vollbeschäftigung zu erzielen? Die Produktivkraft des Landes ist bei weitem groß genug um einen hinreichenden Wohlstand für alle zu ermöglichen. Wer mehr als die Basisversorgung will, muss auch mehr leisten (was aber nicht jeder kann oder/und will). Und ob das mehr leisten nun darin besteht im Krankenhaus die Patienten zu pflegen, Autos zusammenzuschrauben, Bücher zu schreiben oder aber EUR-Beträge auf dem Börsenparkett hin und herzu schubsen ist letztlich egal. Mit dem GE allerdings wäre eine Menge Druck vom Arbeitsmarkt genommen und es die Arbeitslöhne würden den gesellschaftlichen Wert eher widerspiegeln als jetzt. Denn derzeit liegt bei der Entlohnung definitiv eniges im Argen.
 
[ujb]   Nutzer

16.02.2010, 14:14 Uhr

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Thema: Wo sind die FDP Wähler?
Brett: Get a Life

Zitat:
Original von MaikG:

Wer legt das Fest das einer bei einer Bank der ständig scheisse
baut wichtiger ist als einer der die Mülltonnen abholt?
Dann stell dir mal vor die würden ein halbes Jahr nicht kommen :D


Das ist ein wichtiger Punkt! Die aktulle Lohnvergütung ist häufig verzerrt.
 
[ujb]   Nutzer

16.02.2010, 14:07 Uhr

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Thema: Wo sind die FDP Wähler?
Brett: Get a Life

G.W. hat in einem Punkt sogar recht: Arbeit sollte sich lohnen. Nur sind seine Ansätze nicht sehr konstruktiv. Letztlich wiegelt er Geringverdiener gegen H4ler auf. Geringverdienern und H4lern (un dem Markt!) wäre gedient, wenn es einen vernüftigen Anreiz gäbe durch Zuverdienst das Einkommen signifikant zu erhöhen. Da dieses aber dann zu Ungerechtigkeiten in der Mittelschicht führen würde, gibt es eigentlich nur eine vernüftiuge Konsequenz: Ein bedingungsloses Grundeinkommen.
Das klingt immer sehr utopisch und unfinazierbar, manche scheien auch "Sozialismus". Dem ist aber nicht so, es ist vor allem alles andere als sozialistisch. Es kann sogar die Marktwirtschaft stärken (durch Eleminierung von Existenzängsten können und müssen am Arbeitsmarkt marktgerechte Löhne gezahlt werden!)

Die übergeordnete Frage ist, was das Ziel das Staates sein sollte. Ich würde sagen, es sollte das Ziel sein, dass es möglichst vielen Menschen möglichst gut gehen sollte. Und das erreicht man durch eine maximal breite Mittelschicht. Das bedingungslose GE kann dazu deutlich beitragen. Denn richtig ausgeführt ist es nicht eine Einladung zum Nichtsmachen, sondern eine Dämpfung der Einkommensunterschiede. Im Gegensatz zu manchen anderen prominenten Fürsprechern gehe ich mit dem Modell, das ich derzeit entwickle und berechne nicht allein von einer erhöhten Mehrwertsteuer (diese aber ebenfalls, jedoch nicht so drastisch, Hausnummer: ~30%), sondern von einer *ausnahmelosen*, gestaffelten Versteuerung aller (!) weiteren Einkommens aus (der Spitzensteuersatz läge irgendwo zwischen 53% (hatten wir schon) und 67%). Das Ziel des Modells ist, dass die aktuelle Mittelschicht als Referenz herangezogen wird. Diese sollten im Endeffekt eine mindestens gleiche Kaufkraft haben wie zuvor. Geringverdiener weden profitieren. Nicht Beschäftigte etwa auf ähnlichem Kaufkraftniveau wie jetzt H4ler verbleiben (aber mit gravierenden Änderungen und Verschiebungen (die hier nicht aufgeführt sind) und einer deutlichen Kinderförderung), Spitzenverdiener werden sich ein wenig mehr am Ausgleich beteiligen müssen. Aber: Wer reich ist (bzw. ein hohes Einkommen hat), bleibt auch mit meinem Modell reich (bzw. behält ein hohes Einkommen). Besondere Leistung muss auch entsprechend vergütet werden und auch volkswirtschaftlich ist es sehr sinnvoll, wenn es auch Vermögende gibt (wer kauft sonst Zuffenhausener Sportwagen oder Yachten und sichert somit Arbeitsplätze?). Für Vermögende muss es aber attraktiver sein das Geld rauszuhauen anstatt es als Passiva zu akkumulieren. Das Geld muss im Produktivmarkt umlaufen und nicht in Senken/Geldmarktgeschäften verschwinden.
Ein Aspket hierbei wäre, dass *alle* Einkünfte (aus Arbeit oder Kapitalvermögen oder sonstigen Anlagen) steuerlich gleich behandelt werden, die Tobin-Steuer könnte ebenfalls hilfreich sein. Ich bin aber nur ein mittlerer Fan dieser Steuer (sie ist aber im internationalen Zusammenspiel interessant) und denke, dass durch die Gleichbehandlung von Kapitalertägen und sonstigen Einkünften bei einem reativ hohen Spitzensteuersatz diese nicht unbedingt notwendig ist.

Ein solches System führt zu einem gewissen Overhead an Geldbewegungen (alle empfangen Leistungen), aber da das System sehr einfach ist, ist dieser Overhead mit minimaler Verwaltung zu bewältigen.

Ein bedingungsloses GE ist insgesamt ein mutiger und großer Schritt. Letztlich weiß auch niemand, *ob* es im großen Stil funktioniert (aber es weiß auch niemand das Gegenteil). Jedoch gehe ich davon aus, dass dieses System den Sozialstaat stärken kann und einen alternativen, mittleren Weg (kein Kapitalismus, kein Sozialismus) darstellen kann. "Mein" Modell ist bei weitem noch nicht fertig, sondern befindet sich in der Entwicklung. Es umfasst natürlich einige weitere Komponenten mehr als nur das GE und ein verändertes Steuersystem, aber das bildet die Grundlage. Es soll auch nicht "die unbedingte Wahrheit" (oder ein Parteiprogramm) darstellen, sondern eher als Denkanstoß fungieren.
 
[ujb]   Nutzer

09.02.2010, 00:36 Uhr

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Thema: Windows 7 cooler als der Mac...
Brett: Get a Life

Tipp: Auch Rechthaber und Diskussionsnotoriker nicht antworten wenn man nicht will. Dann versandet das ganz von allein.
Wer "spammt" sollte verwarnt werden, da dieses gemäß der Nutzungsbedingungen unerwünscht ist.
 
[ujb]   Nutzer

25.01.2010, 18:38 Uhr

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Thema: Amiga X1000 bei golem.de
Brett: Amiga, AmigaOS 4

@Doc:

Der XMOS Chip ist ein Mikrocontroller. Er kann 8 Prozesse gleichzeitig ausführen und garantiert dabei jedem Prozess garntierte Antwortzeiten. D.h. er ist hardwareseitig echtzeitfähig. Das hat wenig mit absoluter Rechenpower zu tun (der XMOS kommt bei 8 Prozessen auf 400 MIPS, ein 1,5 GHz G4 auf etwa das 10fache (ohne Altivec)). D.h. der Chip arbeitet nicht besonders schnell, sondern man kann ihn so programmieren, dass er unabhängig von der Last immer zu bestimmten Ereignissen/Zeiten definiert reagiert. Das ist z.B. für alle Dinge gut die mit Kommunikation zu tun haben, das heißt Prozesse die Eingang und Ausgang (I/O Input/Output)zu Peripherie haben zu Peripherie haben.
Die große Frage ist was man nun sinnvolles mit den Chip machen will - und das hängt zum einen ganz wesentlich davon ab wie er hardwareseitig in das System integriert ist und zum anderen wie die softwareseitige Integration aussieht. Interessant ist das schon, aber meiner Meinung nach nichts besonderes. Ein XMOS über usb angeschlossen hat bereits diese Echtzeitfähigkeit, oder aber ein System das von vornherein mit einem Echtzeitbetriebssystem wie z.B. QNX arbeitet. Die Echtzeiteigenschaften des XMOS Chips sind in erster Linie bei Lösungen *ohne* Echtzeitsystem und/oder ohne extra Hostprozessor relevant.
Der Xorro-Port hat die Anschllüsse des XMOS-Chips nach außen geführt, man kann so z.B. mehrere XMOS-Chips clustern oder Preipherie an den XMOS anschließen (was aber bei den XMOS usb Kits natürlich auch geht).
 
[ujb]   Nutzer

23.01.2010, 11:53 Uhr

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Thema: Amiga X1000 bei golem.de
Brett: Amiga, AmigaOS 4

@Maja:
Ich habe nicht geschrieben,dass die Kampagne bereitszu Ende wäre. Aber Hyperion/A-eon haben diese Kampagne einigermaßen verbockt. Nachdem sie zunächst Interesse geweckt haben, stellen sie sich nun durch Ausbleiben von Details und einer Webseite in der Qualität eines Schülerpraktikantenin in ein nicht sehr seriöses Licht. Und sollte da irgendwas hinter den Kulissen laufen, dann sollte man das klären *bevor* man an die Öffentlichkeit geht.
Und warum ist es so schwierig die angekündigte vorläufige Webseite auf http://www.a-eon.com online zu stellen? Der derzeitige Inhalt wirkt auf mich im höchsten Maße unprofessionell. Daher auch meine harschen Vergleiche mit Troika oder Ack oder vielleicht auch Merlancia...
 
[ujb]   Nutzer

23.01.2010, 11:40 Uhr

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Thema: Amiga X1000 bei golem.de
Brett: Amiga, AmigaOS 4

Zitat:
Original von Andreas_Wolf:

> Nur iWin wird wohl auf alle Zeit unerreicht sein ;-)
> [...]
> iWin hatten immerhin eine (für die damalige Zeit) aufwändige Seite und haben
> sogar Merchandising betrieben.

Dazu demnächst mehr von mir. AndreasM wollte die Story komischerweise nicht bringen, wie mir mitgeteilt wurde.


Bleib mal an der Story dran. Denn auch nach all den Jahren finde ich die iWin-Geschichte noch interessant.
 
[ujb]   Nutzer

23.01.2010, 01:10 Uhr

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Thema: Amiga X1000 bei golem.de
Brett: Amiga, AmigaOS 4

@Maja:

Wenn Hyperion/a-eon sich dazu entschließen so eine Teaserkampage anzustoßen, dann sollten sie diese Kampagne auch so zu Ende führen, wie es dessen Start implizierte.
D.h. sie haben einen Spannungsbogen aufgebaut, aber am Ende nicht aufgelöst. Etwa so als sähe ma einen Tatort, bei dem zunächst der Mord gezeigt würde, dier Ermittler Indizien aufnehmen, ein paar Verdächtige ins Spiel kämen, aber dann, statt im Finale preiszugeben wer es war, würde dieser Tatort einfach kurz vor Ende einen harten Cut machen und man würde im Abspann mitgeteilt bekommen, dass der Täter gefasst und verurteilt wurde und dieses oder jenes Motiv auch zutraf (welches aber genau kann leider nicht gesagt werden), aber die identität des Täters erst im Sommer preisgegeben werden kann, weil der Drehbuchautor das so verlangte.
Wäre das ein geglückter Tatort? Wahrscheinlich nicht. Entweder man macht es spannend und löst nachher auf, oder man lässt es bleiben. Bei solchen halbgaren Vorgängen muss man dann akzeptieren, wenn man vorwirft, dass das ganze einen faden (Vapour)geschmack hat.
Ich will den X1000 (noch!) nicht in die Reihe von Ack oder Troika stellen, aber bisher ist außer einer schlechten Webseite mit unkonkreten Informationen nichts gezeigt worden - und das hatte Troika auch. Ack jedoch nicht mal das. iWin hatten immerhin eine (für die damalige Zeit) aufwändige Seite und haben sogar Merchandising betrieben.
 
[ujb]   Nutzer

21.01.2010, 22:00 Uhr

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Thema: Amiga X1000 bei golem.de
Brett: Amiga, AmigaOS 4

Zitat:
Original von AP:
Ich wünsche mir generell mehr Informationen, seit der Teaserkampagne ist es leider wieder sehr ruhig um den X1000 geworden.


Ich fand die Teasergeschichte durchaus recht kurzweilig und ich denke, wenn dessen Ende nicht so im Sande verlaufen wäre, wie sie ist, sondern es eine ordentliche Wesbseite mit konkreter Informatioon gegeben hätte, dann hätte das tatsächlich Potenzial gehabt. Aber so ist es eben doch nur wieder die Ankündigung einer Ankündigung.
Und was dein "Abwandern zum Mac" betrifft. Du musst das ja nicht so entweder oder sehen. Du hast doch deinen MicroA1 und damit die Möglichkeit OS4 aktiv weiterzuverfolgen und zu unterstützen. Amiga oder MorphOS stecken eh beide in einer ähnlichen Sackgasse. Und ich nehme nicht an, dass der X1000 daran groß was ändern wird. Ich mache es so, dass ich immer das nehme was mir gerade am besten passt. Jedenfalls fange ich nicht wegen irgendeiner Ankündigung an, auf etwas zu verzichten. Meine Amigageschichte hat mir gezeigt, dass man nur dem trauen kann, was tatsächlich verfügbar ist. Passt es dann, wird nicht lang gefackelt.
Wenn (konditional & temporal) der X1000 rauskommt, dann muss man neu entscheiden, ob das Konto belastet wird, ob irgendein anderer Rechner rausfliegt, ob man noch Platz hat, etc.. Aber bevor das ganze nicht wirkklich greifbar ist, verschwende ich daran nur wenige Gedanken (außer in Foren ;-) ).


[ Dieser Beitrag wurde von [ujb] am 21.01.2010 um 22:01 Uhr geändert. ]
 
[ujb]   Nutzer

21.01.2010, 15:16 Uhr

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Thema: Amiga X1000 bei golem.de
Brett: Amiga, AmigaOS 4

@AndreasM:

An sich ist es ja schön, dasss Golem das bringt. Aber IMHO wäre es weiser gewesen damit zu warten, bis es etwas konkretere Infos gibt. Wenigstens bis die Webseite von a-eon etwas mehr Information enthält. Angekündigt war ja bereits, dass da eine neue vorläufige Seite aufgesetzt werden soll. Aber nicht einmal das ist bislang geschehen. Wirft nicht das beste Licht auf das Projekt. Wenn da nicht bald was kommt, fängt es langsam an ein wenig nach Troika, Elbox, oder Ack zu schmecken. Nur iWin wird wohl auf alle Zeit unerreicht sein ;-).
 
[ujb]   Nutzer

15.01.2010, 12:34 Uhr

[ - Direktlink - ]
Thema: Emulation auf dem Atom 330
Brett: AROS und Amiga-Emulatoren

@Joesmithmo:
Als sparsamer Rachner ist auch ein Mac mini G4 gut geeignet (ähnliche Leistung wie ein Atom). Ein SSD-Atom-Netbook ist z.Zt. wohl das Sparsamste (ein headless Efika kann das allerdings locker unterbieten).
Ein paar Verbrauchswerte für ein wenig Hardware: http://via.i-networx.de/bench.html#uptake
 
[ujb]   Nutzer

13.01.2010, 14:06 Uhr

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Thema: Frage: Was kann AmigaOS&Kompatible was Windowas nicht kann ?
Brett: Get a Life

@Holger:
Ich weiß ja nicht ob man VisualStudio für vernüftig hält, aber da hat mich das gehörig genervt, dass das Fenster der IDE immer in den Vordergrund springt, sobald man da rein klickt... Naja, damit arbeite ich z. zt. nicht mehr.
Vor allem stört mich das Windowsfenstermanagement bei Matlab. Ich benötigte gewöhnlich ein großes Matlab-Fenster um den Workspace zu überblicken. D.h mein Gesamt Matlab-Fenster ist groß, wenn ích in der Datenbearbeitung aber viele Plots erstelle und diese gleichzeitig nutze (d.h. vergleiche) und dazu auch noch parallel im Commandwindow neue Parameter oder Funktionen teste wird das eine wilde Rumklickerei und ein vernünftiges Arrangieren der Fenster ist kaum möglich. Mit einem aktiven Fenster im Hintergrund wäre das *sehr* viel angenehmer. Ich könnte bestimmt oft 20% schneller arbeiten (keine Klickorgien und weniger Verwechslungsgefahr).
Will man dazu noch die Hilfe, einen Webbrowser, einen Editor (für Dump oder Notizen) und Illustrator offen haben (ein typischer Arbeitssetup von mir) wird es wirklich brenzlig, Alt-Tab hift schon ein wenig, leider aber auch nur eingeschränkt. Expose wäre schon besser, aber ein amigaartiges Fenstermangement wäre IMHO am praktischsten.
 
[ujb]   Nutzer

24.11.2009, 18:05 Uhr

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Thema: Hollywood: Wo findet man den Applet-Player & prob mit win Executables
Brett: Programmierung

@Thore:

Ah ja, die @Display-Direktive kann ein mode-Argumnet übernehmen, mit dem man FullScreen erzwingen kann.
Schön!
 
[ujb]   Nutzer

23.11.2009, 23:04 Uhr

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Thema: Hollywood: Wo findet man den Applet-Player & prob mit win Executables
Brett: Programmierung

Und ein weiteres Problemchen mit Hollywood:
Ist es normal, dass Fullscreen-Anwendungen unter Win im Fesnter laufen?
Ich habe ein Programm, das für die 800x600 Auflösung bestimmt ist und würde das gern Fullscreen haben.
Wähle ich aber beim Compilieren Full-Screen wird das Prog unter Win dennoch im Fenster geöffnet.
Als halben Workaround habe ich unter Win (xp) die Auflösung auf 800x600 gestellt, aber ich habe noch störende fensterreste.
Kann man Win notfalls beibringen auf Fensterelemente zu verzichten?
 
[ujb]   Nutzer

13.11.2009, 12:06 Uhr

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Thema: Verschwörungstheoretiker alles Spinner oder träumen wir nur von der...
Brett: Get a Life

Zitat:
Original von Han_Omag:

ich bin schon da :D


Als Bielefelder ist man natürlich ganz vorn dabei, manchmal allerdings frage ich mich, kontrollieren SIE mich jetzt, oder gehöre ich bereits zu IHNEN. Und täglich kann ich aus meiner Wohnung beobachten wie SIE neuen Nachwuchs rekrutieren und Gehirnwäsche betreiben. SIE nennen es Grundschule.
Doch wrum es sich dabei handelt erkenne ich nicht nur an der schönen Fassade (Froebelschule), sondern dort wird ganz klar an den Strippen der Macht gezogen. MEHRFACH bereits konnte mich dort bei *GEHEIMEN* Abstimmungen einschleichen und Zettel ausfüllen, die kaum verständliche Abkürzungen enhielten und auf Grund dessen Top-Posten vergeben werden!
Und denkt nur an die Kinder! Auch die Veränderunegn an diesen sind frappiernd. Nicht nur, dass sie gehirngewaschen werden (z.B. werden Texte diktiert, bis sie feherfrei übernommen werden), auch habe ich beobachtet, dass bei diesen Kindern eien erhebliches Lägenwachstum fetszustellen ist. In vier Jahren um bis zu 50 cm! Das muss man sich mal vorstellen! Wozu SIE alles fähig sind!
 
[ujb]   Nutzer

12.11.2009, 23:43 Uhr

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Thema: Verschwörungstheoretiker alles Spinner oder träumen wir nur von der...
Brett: Get a Life

Zitat:
Original von schluckebier:
Zitat:
Original von Maja:
Und woran erkennst Du, dass es funktioniert?


Ist doch logisch: Allein die Tatsache, dass ich mir IHRER Existenz bewusst bin, zeigt doch deutlich, dass SIE mich nicht beeinflussen können. Denn wenn SIE es noch könnten, hätte ich ja keine Ahnung mehr, dass SIE es versuchen, eben weil SIE es dann geschafft hätten und ich mir über alles Mögliche Gedanken machen würde (natürlich nur im Rahmen dessen, was von IHNEN gestattet wird), nur nicht über SIE.

Jetzt klar?


Komm du mir mal nach Bielefeld...
 
 
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