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November   Nutzer

20.02.2018, 19:29 Uhr

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Thema: Die Lügenbande, Teil zwo ! ;-)
Brett: Get a Life

@_PAB_:

Ernstgemeinte Frage: Stammen Deine Erkenntnisse bezüglich der AfD und namentlich deren Bundestagsfraktion bloß aus den "Qualitätsmedien" oder hast Du Dich Deinem beruflichen Hintergrund entsprechend auch mal an den Primärquellen versucht und Dir die eine oder andere Bundestagsrede angeschaut (auf Phoenix oder YouTube bspw.)?

Meiner persönlichen Meinung nach sind die nämlich großenteils das beste und sachlichste, was man in unserem Parlament seit langem gehört hat, und bringen in das Einerlei der "ganz großen Koalition" endlich wieder den demokratischen Wind einer Opposition.
 
November   Nutzer

05.02.2018, 20:04 Uhr

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Thema: Internet-Zensur - jetzt auch in Deutschland!
Brett: Get a Life

*** gelöscht (cg) ***

[ Dieser Beitrag wurde von cgutjahr am 06.02.2018 um 16:34 Uhr geändert. ]
 
November   Nutzer

31.12.2015, 10:12 Uhr

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Thema: Fröhliche Weihnachten allen PEGIDA-Teilnehmern!
Brett: Get a Life

@cgutjahr

Nein, es ging nur darum, den möglichen Eindruck durch den Wikipedia-Artikel etwas zu berichtigen, die angeführte Tabelle sei völlig aus der Luft gegriffen bzw. Propaganda.

Umgekehrt könnte ich, bezogen auf Presse und Wikipedia, genauso den Vorwurf in den Raum stellen: "Auf präzise Begriffe kommt's doch nicht so an, wenn es um die gute Sache geht."

@jochen22:

Das ist doch kein Argument. Selbst wenn mein Wohnort nicht überdurchschnittlich kulturell bereichert wäre (was er allerdings schon lange ist, aktuell ergänzt um eine Einwandererunterkunft in Sichtweite, und ich zudem beruflich mit vielen Migranten zu tun habe), leben doch bspw. die Sachsen (da Du offensichtlich ja auf die Bürger der neuen Länder anspielst) heutzutage überhaupt nicht mehr im "Tal der Ahnungslosen", sondern können sich sowohl über die diversen Medien sowie ggf. durch die dank überwundenem Sozialismus erlangte Reisefreiheit durchaus auch aus erster Hand ein Bild von den Zuständen in Berlin-Neukölln, Bonn-Bad Godesberg, Bremerhaven, Dortmund-Nord, Duisburg-Marxloh, Essen-Katernberg, Hamburg-Veddel, Kiel-Gaarden, Köln-Mülheim, Ludwigshafen, Mannheim, Offenbach, Solingen, Wiesbaden oder anderen Städten machen und für sich zu dem Schluss kommen, sich diese für ihre Heimatorte eher nicht zu wünschen. Zumal die dortigen Verhältnisse bloß das Ergebnis schrittweiser Veränderungen durch Zuzüge und Folgegenerationen sind, während aktuell die Zahl der zu uns kommenden Menschen aus anderen Kulturkreisen pro Zeiteinheit völlig neue Dimensionen angenommen hat.

@Cego

Bzgl. des "diese Menschen ausweisen zu wollen" (ich nehme an, Du meinst die aktuellen Einwanderer) bleibt festzuhalten, dass die allermeisten gemäß Recht und Gesetz gar nicht erst hätten einreisen dürfen. Aber auch hier, s.o., fehlt es zufälligerweise in den Medien ja ebenfalls an begrifflicher Präzision, weshalb zumeist alle unter "Flüchtlinge" subsumiert werden.
 
November   Nutzer

30.12.2015, 08:03 Uhr

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Thema: Fröhliche Weihnachten allen PEGIDA-Teilnehmern!
Brett: Get a Life

@Cego:

Danke, mir ist mein Alltag auch ohne nahöstlich-afrikanische Verhältnisse spannend genug, und auch wenn 90% der Wahlgänger das offensichtlich anders sehen, ist diese Haltung mein gutes Recht, ohne mich dafür beleidigen lassen zu müssen - auch das sollte eine Demokratie ausmachen.
 
November   Nutzer

30.12.2015, 07:59 Uhr

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Thema: Fröhliche Weihnachten allen PEGIDA-Teilnehmern!
Brett: Get a Life

Dem Rechercheur ist nichts zu schwör... - wie erwartet, sind "Anschläge" ungleich Brände, jeder an die Wand gesprayte Spruch zählt dazu. Musste leider etwas suchen, denn Wikipedia beruft sich ja bloß auf den Spiegel, der sich dann aber ohne Quellenlink aufs BKA beruft, während auf den Seiten des BKA selbst nüscht zu finden ist.

Ansonsten verweist der Spiegel nur auf einen Artikel beim Netz-gegen-Nazis-Betreiber Zeit, der auch nicht schlauer macht. Dennoch findet sich die Aufklärung in einem anderen Beitrag just dort:

"In Deutschland hat sich die Zahl der Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte dieses Jahr im Vergleich zu 2014 bereits mehr als vervierfacht. Bis Anfang Dezember seien 817 Delikte gezählt worden, darunter 130 Gewalttaten, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden mit. [...] Beim Großteil der Straftaten handelte es sich demnach um Sachbeschädigung, Propaganda und Volksverhetzung. Außerdem registrierten die Kriminalbeamten in 68 Fällen Brandstiftung – gegenüber sechs Fällen im vergangenen Jahr."

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-12/bundeskriminalamt-fluechtlinge-gewalt-straftaten
 
November   Nutzer

29.12.2015, 18:21 Uhr

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Thema: Fröhliche Weihnachten allen PEGIDA-Teilnehmern!
Brett: Get a Life

Der pöhse Link enthielt lediglich eine Auflistung mit Bränden und Ursachen... (häufig fahrlässig verursacht durch die Bewohner, zum Teil allerdings auch mutwillig, und zum Teil natürlich auch durch Einwanderungsgegner)
 
November   Nutzer

29.12.2015, 18:09 Uhr

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Thema: Fröhliche Weihnachten allen PEGIDA-Teilnehmern!
Brett: Get a Life

Da zu diskutieren wenig sinnvoll erscheint, hier bloß kommentarlos eine Tabelle zum Thema Brände und Verursacher:

*** Link gelöscht (cg) ***

[ Dieser Beitrag wurde von cgutjahr am 29.12.2015 um 18:11 Uhr geändert. ]
 
November   Nutzer

15.03.2015, 06:10 Uhr

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Thema: Wo sind die Nazis?
Brett: Get a Life

Bei allem Für und Wider zur "political correctness" in diesem Thread - wenn sie zum Wegschauen führt, um nicht als vermeintlicher Rassist sozial ausgegrenzt und beruflich vernichtet zu werden, bedarf es eindeutig einer Korrektur. Und deshalb ist PEGIDA für die sonst immer so hochgehaltene (und grundgesetzlich verankerte) Meinungsfreiheit so wichtig.

Anlass für diese Zeilen ist folgender aktueller Kommentar von Thorsten Hinz:


http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/der-englische-patient/

*** Zitierten Artikel durch Link ersetzt (cg) ***

[ Dieser Beitrag wurde von cgutjahr am 15.03.2015 um 18:53 Uhr geändert. ]
 
November   Nutzer

15.01.2015, 20:48 Uhr

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Thema: Wo sind die Nazis?
Brett: Get a Life

Zitat:
Ich hab mit vielen schon diskutiert, 100% waren ausländerfeindlich bzw. Nazis...

Radiomeldung: "...kommt Ihnen auf Ihrer Fahrbahn ein Geisterfahrer entgegen..."
Autofahrer: "Einer? Hunderte!"

SCNR ;-)
 
November   Nutzer

15.01.2015, 20:05 Uhr

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Thema: Wo sind die Nazis?
Brett: Get a Life

Hier sind die "Nazis":

Studie widerlegt Vorurteile über Pegida-Demonstranten
http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/studie-widerlegt-vorurteile-ueber-pegida-demonstranten/
 
November   Nutzer

08.01.2015, 17:15 Uhr

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Thema: Wo sind die Nazis?
Brett: Get a Life

Zitat:
1. In Dresden leben 0,2% Muslime

Und in der BRD haben 0% aller Tsunamis zum Austritt von Radioaktivität geführt, dennoch wurde den diffusen Ängsten der Grünen nachgegeben. :-P
 
November   Nutzer

07.01.2015, 18:46 Uhr

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Thema: Wo sind die Nazis?
Brett: Get a Life

@Dr_Dom:

Recht hast Du. Und wer die Punkte der PEGIDA-Demonstranten liest, kann sie nicht ernsthaft als fremdenfeindlich bezeichnen:

http://www.menschen-in-dresden.de/wp-content/uploads/2014/12/pegida-positionspapier.pdf

Aber solange die Politiker und Schreiberlinge in den Speckgürteln um die Großstädte wohnen und nicht in den Brennpunkten in Berlin, Mannheim, Frankfurt, Offenbach, Köln etc. bekommt man halt die gutmenschliche Nazi-Keule um die Ohren gehauen und riskiert seine berufliche und soziale Ausgrenzung. Hierzu ein treffliches Zitat:

"Bezeichnend: Einige meiner gleichgesinnten Freunde, die 1989 mit mir gegen die Zustände in der DDR auf die Straße gingen, bleiben heute aus Angst zu Hause. Diese ist wohl nicht unbegründet. Eine erstaunliche Entwicklung in 25 Jahren Demokratie..."

Hans-Georg K., Dresdener PEGIDA-Teilnehmer, in einem Leserbrief in der Wochenzeitung "Junge Freiheit", Ausgabe 2/2015
 
November   Nutzer

09.10.2013, 16:54 Uhr

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Thema: Die Lügenbande, Teil zwo ! ;-)
Brett: Get a Life

Für diese "reaktionär-chauvinistische" AfD hätten sicherlich weitaus mehr Wähler gestimmt, wenn sie auch nur einen Hauch von Ahnung davon hätten, wie sehr man in Berlin alleine in der Euro-Politik gegen die Interessen des angeblichen Souveräns, des deutschen Volkes, agiert.

Aber "zum Glück", jedenfalls aus Sicht der Herrschenden, schreitet die Verdummung ebenjenen Volkes ja munter voran - siehe aktuell in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/pisa-studie-fuer-erwachsene-deutsche-beim-lesen-nur-mittelmass-12608656.html

Wenn ich aber doch von jener Fähigkeit des Lesens Gebrauch mache, dann erfahre ich alleine aus den untenstehenden drei Artikeln von nur einer einzigen Zeitungsseite, die ich gerade gelesen habe, daß:

a) Im Nicht-Euro-Land Schweiz das Nettogeldvermögen pro Kopf mit 141.900 Euro exakt hunderttausend Euro über dem unseren rangiert, wobei nicht nur die potentiellen Pleitekandidaten Frankreich und Belgien noch vor uns rangieren, sondern selbst Italien;

b) Nicht nur Griechenland getrickst hat, um in den Euro zu kommen, sondern z.B. auch Frankreich, Italien, Spanien und Belgien;

c) Die durch die Rettungsfonds ins Ausland abgeflossenen Kredite sämtlichen Bankregeln widersprechen - dort werden nach dem Motto "je schlechter es läuft, desto mehr Milliarden" absolut unvertretbare Risiken eingegangen.

Aber die kaum noch unterscheidbaren Bundestagsparteien haben all dies ja gekonnt aus dem Wahlkampf herausgehalten. Nur, wie schon Altkanzler Helmut Schmidt vor wenigen Wochen sagte:

»Die Zukunft der Europäischen Union und unserer gemeinsamen Währungsgruppe aus 17 Staaten ist höchst zweifelhaft. Spätestens im Laufe des Jahres 2014 werden wir Deutschen – vor allem wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Griechenland, in Portugal und in anderen Ländern Südeuropas – von allen Seiten zur Kasse gebeten. Und das, obwohl Frau Merkel das Volk darauf eingestimmt hat, dass wir nicht zahlen werden. Das ist eine sehr unerfreuliche Situation und viele werden das nicht gerne hören. Aber es wird sich schon in wenigen Monaten herausstellen, dass es die Wahrheit ist.«



Nachfolgend die erwähnten drei Zeitungsartikel:



Wohlstand zunehmend ungleicher verteilt

Allianz-Report: Deutsche haben weniger Vermögen als Eurokrisengeplagte Franzosen oder Italiener

Christian Schreiber

Nicht nur die Entwicklung der durchschnittlichen Geldvermögen wird durch Krise und Niedrigzinsen in Mitleidenschaft gezogen. Auch die Verteilung der Vermögen verändert sich – zum Schlechteren.“ Diese Feststellung stammt weder von der Linkspartei noch der Alternative für Deutschland (AfD), sondern aus dem „Global Wealth Report 2013“ des Allianz-Konzerns, der jeder System- oder Euro-Kritik unverdächtig ist.

Seit Beginn des Jahrtausends gibt es markante Verschiebungen: „In den USA und im Euro-Raum ist die Zahl der Mitglieder der globalen Vermögensoberklasse sowohl absolut als auch relativ (Anteil an der jeweiligen Gesamtbevölkerung) zurückgegangen“, heißt es in der Studie über die weltweite Wohlstandsentwicklung. Gleichzeitig wuchs die „Low wealth“-Klasse: Die Zahl der Personen mit einem Netto-Geldvermögen von unter 4.900 Euro stieg um 67 Millionen.

Daß das Bruttogeldvermögen der Deutschen voriges Jahr um 4,9 Prozent auf 4.939 Milliarden Euro stieg, klingt gut. Doch weltweit kletterte das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Bankeinlagen, Aktien oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen um stolze 8,1 Prozent. Wertgegenstände wie Autos oder Kunstwerke fanden dabei keine Berücksichtigung. Der globale Vermögensbestand von Geld summierte sich auf ein Rekordniveau von 111,2 Billionen Euro. Ausschlaggebend war insbesondere der Anstieg an den Aktienmärkten. Das in Wertpapieren gehaltene Vermögen erreichte mit einem Plus von 10,4 Prozent das beste Ergebnis seit der Finanzkrise. Auch die Ansprüche gegenüber Versicherungen oder Pensionsfonds stiegen 2012 um 7,4 Prozent.

Für die Studie wurde die Vermögens- und Schuldenlage der privaten Haushalte in über 50 Ländern analysiert. Die dramatischen Folgen der Finanz- und Euro-Krise sind unübersehbar: In Griechenland liegt das durchschnittliche Nettovermögen nur noch bei 28 Prozent des Euro-Raums. Vor der Krise waren es über 50 Prozent. In Spanien sind es jetzt 44 statt 61 Prozent. „Die wachsenden Vermögensunterschiede im Euro-Raum sind ein Resultat der Krise. Geht diese Schere zwischen Nord und Süd weiter auf, kann dies den Zusammenhalt in Europa untergraben“, warnt Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise.

Zum Zuwachs der globalen Geldvermögen trug mit knapp 16 Prozent vor allem Asien bei. Auch Lateinamerika und Osteuropa wuchsen im zweistelligen Bereich. Dank starker Börsenkurse waren es in Nordamerika immerhin noch 8,3 Prozent. Westeuropa mußte sich mit 5,3 Prozent begnügen. Während die Vermögen global wieder schneller wuchsen, stiegen die Schulden langsamer an: Im Verlauf des Jahres kletterte die Schuldenlast weltweit nur um 2,9 Prozent. In den zehn Jahren vorher betrug der Anstieg durchschnittlich 5,5 Prozent pro Jahr.

Daß die Schweiz weder Mitglied der EU noch des Euro ist, bleibt offenbar ein Vorteil: „Mit einem Nettogeldvermögen pro Kopf von 141.900 Euro führen die Eidgenossen nicht nur die regionale, sondern auch die globale Rangliste an – mit deutlichem Abstand zu den zweitplazierten US-Amerikanern (100.710 Euro)“. Die sozialdemokratisch geprägten Hochsteuer- und Wohlfahrtsstaaten Dänemark und Schweden liegen mit 53.374 bzw. 54.065 auf dem Niveau des von der Finanzindustrie beherrschten Großbritannien (58.905). Obwohl die Deutschen im Rahmen der Euro-Rettung und Bankenunion für die größten Summen haften müssen, liegt ihr Netto-Geldvermögen mit 41.954 Euro pro Kopf nur im Mittelfeld. Potentielle Pleitekandidaten wie Belgien, mit einer Staatsschuld von fast 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), glänzen mit 73.523 Euro pro Kopf. Die Franzosen (90 Prozent Staatsschuld) liegen mit 44.306 Euro ebenfalls vor den Deutschen. Besonders eklatant ist die Kluft zwischen privatem Reichtum und staatlicher Armut in Italien: Dort verfügt jeder im Schnitt – nach Abzug aller Verbindlichkeiten – netto über 45.770 Euro. Der italienische Staat steht hingegen mit bald 2,1 Billionen Euro (127 Prozent des BIP) in der Kreide. Das private Nettovermögen der Italiener ist demnach immer noch einige hundert Milliarden Euro höher als die öffentlichen Schulden.

In Griechenland haben die Euro-Rettungshilfen pro Kopf hingegen schon die Höhe des Nettovermögens von knapp 11.000 Euro erreicht. Brisant sind die Auswirkungen der krisenbedingten Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB): „In Deutschland war der Saldo aus Zinsverlusten und -gewinnen der privaten Haushalte 2012 negativ, im übrigen Euro-Raum dagegen positiv“, konstatiert der Allianz-Report. „Während in Deutschland die Sparer/Kreditnehmer insgesamt 5,8 Milliarden Euro verloren (pro Kopf: 71 Euro), wurden die Bürger im übrigen Euro-Raum per Saldo um knapp 34 Milliarden Euro entlastet (134 Euro pro Kopf ).“ Besonders hoch fielen die Nettozinsgewinne mit 11,5 bzw. 12,5 Milliarden Euro in Spanien und Italien aus.

Die statistischen Mittelwerte im Allianz-Report haben allerdings eine Schwäche: Die Daten über das Geldvermögen messen lediglich das Wachstum der Geldmengen insgesamt. Über die tatsächliche Verteilung des Vermögens innerhalb der Bevölkerung sagen sie nichts aus. Diese Schwachstelle soll dadurch ausgeglichen werden, daß die Situation der Armen (low wealth), der Mittelklasse (middle wealth, 4.900 bis 29.200 Euro Nettovermögen) und der Reichen (high wealth, über 29.200 Euro) gesondert ausgewiesen wird. Wie kommt die Allianz auf diese Einteilung? Man habe sich an der der Weltbank orientiert, heißt es lapidar zur Erklärung.
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„Allianz Global Wealth Report 2013“: http://www.allianz.com/de/presse/news/studien/news_2013-09-24.html

Wochenzeitung "Junge Freiheit", Ausgabe 41/2013



Mit Manipulationen und neuen Tricks gegen die Euro-Krise?

Geschönte Bilanzen

Dirk Meyer

Die Hilfsprogramme für Portugal und Irland enden 2014. Da der Kapitalmarktzugang unsicher ist, werden Kreditlinien des Rettungsfonds ESM ins Spiel gebracht. Aber auch Frankreich und Italien kranken an Verkrustungen im Arbeits- und Sozialbereich. Die Ratings weisen in eine negative Richtung. Vor welchen Alternativen stehen diese Staaten? Sie könnten ihre Arbeitsmärkte flexibilisieren und so ungenutzte Potentiale heben. Doch was in Irland funktioniert, scheitert in den mediterranen Ländern an Mentalität und Strukturen, in Portugal sogar am Verfassungsgericht.

Kurzfristige Opfer sichern zwar langfristig Unabhängigkeit und Wohlstand. Doch durch Druck auf die Euro-Geberstaaten und Nachverhandlungen können kurzfristige Opfer vermieden werden – allerdings zu Lasten langfristiger Abhängigkeiten. So hat Griechenland trotz Schuldenschnitt eine Zinssenkung und eine Verlängerung der Kredite bis 2041 erwirkt. Auflösen ließe sich das Dilemma auch durch eine Fiskal- und Transferunion. So lautet ein Vorschlag aus dem Währungsfonds IWF, der eine EU-Arbeitslosenversicherung, ein zentrales Budget der Euro-Zone sowie einen weiteren Hilfsfonds – neben EFSF und ESM – vorsieht. Solange dieser Schritt jedoch aussteht, begleiten Methoden der kreativen Buchführung den Euro-Rettungsweg.

Die offensichtlichen und fortgesetzten Manipulationen in Griechenland sind bekannt. Weniger bekannt sind die Tricks verschiedener Euro-Staaten im Jahr vor Eintritt in die Währungsunion. Italien erhob eine einmalige Europasteuer mit Rückzahlungsverpflichtung an seine Bürger. Privatisierungserlöse und der Verkauf von Goldbeständen drückten in Spanien und Belgien die Staatsschulden. Gewinnabführungen der belgischen Staatslotterie für sieben Jahre im voraus und Einmalzahlungen der France Telecom gegen die staatliche Übernahme von Pensionslasten schönten die Pariser Zahlen.

Im Gespräch ist die Neuberechnung des strukturellen Defizits, das lediglich 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen darf. Dabei wäre die Unterscheidung zwischen strukturellem und konjunkturellem Defizitteil durchaus sinnvoll. Schließlich ist der Teufelskreis aus bloßem Sparen ohne hinreichende Reformen, sinkendem BIP, steigender Arbeitslosenzahlen und Soziallasten deutlich spürbar. Mit einer geänderten Berechnungsmethode, wie sie etwa Nobelpreisträger Paul Krugman vorschlägt, würde die negative Konjunktur stärker berücksichtigt. Die Folge wären verminderte Sparauflagen. Voraussetzung bleibt aber, daß man eindeutig zwischen unterlassenen Strukturreformen und rein konjunkturellauslastungsbedingten Wirkungen unterscheiden kann. Wer könnte dabei böse Absicht erahnen?
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Prof. Dr. Dirk Meyer lehrt Ökonomie an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.

Wochenzeitung "Junge Freiheit", Ausgabe 41/2013



Kredite für Zahlungsunfähige

Euro-Rettungsfonds: Wie die Veruntreuung des Vermögens der Steuerzahler vonstatten geht

Wolfgang Philipp

„Wenn ein Unternehmer immer neue Schulden macht, um damit eine Zahlungsfähigkeit vorzutäuschen, die es längst nicht mehr gibt, dann nennt man das im realen Leben Konkursverschleppung. Wer einen Konkurs verschleppt, der macht sich strafbar“, sagte Sahra Wagenknecht in der Bundestagsdebatte zum zweiten Griechenlandpaket. „Jeder weiß, daß Griechenland zahlungsunfähig ist und den riesigen Schuldenberg unmöglich aus eigener Kraft bedienen kann“, so die Linken-Vizechefin. „Deshalb weiß auch jeder, daß es am Ende einen Schuldenschnitt geben wird und daß dieser Schuldenschnitt für Deutschland sehr teuer sein wird.“

Aus den Reihen der Regierungsparteien gab es während der Rede nur hämische Zwischenrufe, dabei hatte Sahra Wagenknecht eher noch untertrieben. Denn Konkursverschleppung prägt das gesamte System der Euro-Rettungsfonds. Ein Geldgeber gibt Darlehen in der Erwartung, daß der Schuldner sie verzinst und bei Fälligkeit zurückzahlt. Banken vergeben Kredit gegen Sicherheitsleistung. Wird der Schuldner zahlungsunfähig, wird der Gläubiger ihm nicht neues Geld geben, sondern ihn verklagen und die Sicherheiten verwerten. Handelt es sich um eine juristische Person, muß diese Insolvenz anmelden. Zahlungsunfähig ist, wer fällige Zahlungen nicht erfüllen kann. Gewährt ein Bankvorstand einem solchen Schuldner zusätzliche Kredite und riskiert deren Ausfall, wird er wegen Untreue zum Nachteil der eigenen Bank strafrechtlich verfolgt. Auch kann die Bank anderen Gläubigern, die weiterhin etwa Lieferantenkredite gewähren, schadensersatzpflichtig werden.

Die Euro-Politiker stellen diese Grundsätze auf den Kopf, wobei sie nie selbst haften (JF 20/13). Während im Wirtschaftsleben die Kreditwürdigkeit eines Schuldners sinkt, je schlechter seine wirtschaftliche Lage wird, gilt innerhalb der Euro-Zone das Gegenteil: Je schlechter es läuft, desto kreditwürdiger wird er von den übrigen Staaten beurteilt. Mit der Folge, daß diese ihm über die Rettungsschirme EFSF und ESM Milliardenkredite gewähren. Diese Euro-Rettungsfonds verlangen keine Sicherheiten, selbst dann nicht, wenn solche zur Verfügung stünden: So ist Griechenland und Spanien Geld zur Rekapitalisierung von Banken zugeflossen. Die daraus entstehenden Aktien hätten diese Staaten an die Rettungsschirme verpfänden können, doch wurde dies nicht einmal verlangt (JF 36/13).

Ist eine Forderung gefährdet, muß der Gläubiger entsprechend abschreiben, damit er nicht in seinen Bilanzen Vermögen ausweist, das nicht mehr vorhanden ist. Das internationale Bilanzrecht verlangt einen „Impairment Test“, wenn Forderungen bewertet werden müssen. EFSF und ESM müßten also Darlehen ganz oder teilweise abschreiben. Soweit noch griechische Staatsanleihen im Markt umlaufen, werden sie nur noch mit 44 Prozent ihres Wertes gehandelt. In den Abschlüssen per 31. Dezember 2012 und 30. Juni 2013 erfolgten aber keine entsprechenden Abschreibungen. Die Fonds und das Bundesfinanzministerium argumentieren, Abschreibungsbedarf bestehe nicht, weil man diese Forderungen bis zur Endfälligkeit halten werde – obwohl Forderungen gegen Griechenland ausweislich des eigenen Jahresabschlußberichts der EFSF von Ratingagenturen als voraussichtlich nicht eintreibbar bewertet werden. Der erste Rettungsfonds EFSF ist zudem nur eine kleine luxemburgische Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 38 Millionen. Schon geringe Abschreibungen würden deren Eigenkapital aufzehren und die Insolvenz auslösen (JF 29/13).

Gleichwohl halten die Euro-Retter an ihrer These fest: Sie lassen die „Endfälligkeit“ einfach nicht eintreten, indem sie solche Forderungen immer weiter verlängern: Die Laufzeit von Forderungen gegen Griechenland ist inzwischen um 15 Jahre bis 2042 aufgestockt worden. Die „Verlängerung“ ist aber gerade der Beweis dafür, daß das Empfängerland gegenwärtig zahlungsunfähig ist. Es ist ein Gangsterstück, die Abschreibung uneintreibbarer Forderungen auf diese Weise zu vermeiden und dadurch die eigene Bilanz zu fälschen mit entsprechenden Folgen auch für die Landeshaushalte. Griechenland wurden außerdem Zinsen für EFSF-Kredite auf zehn Jahre gestundet. Das ist ebenfalls ein Beweis dafür, daß Griechenland insolvent ist.

Auch die Refinanzierung der Rettungsfonds widerspricht allen Bankregeln. Ihre kurze Laufzeit widerspricht der langen Laufzeit der herausgegebenen Kredite, was zur plötzlichen Zahlungsunfähigkeit von EFSF und ESM führen kann, wenn sie keine Anschlußfinanzierung finden. Solche Situationen waren die Mitursache der jüngsten Weltfinanzkrise. Weil sie schon jetzt nicht mehr ausreichend Kreditgeber finden, sind die Fonds dazu übergegangen, den Pleitestaaten nicht Euro zu überweisen, sondern ihnen selbstgeschaffene „Schuldverschreibungen“ als „Darlehen“ zur Verfügung zu stellen, aus denen sie dann aber schließlich selbst haften.

Es kommt aber noch schlimmer: Die Rettungsfonds verschieben nicht nur die Fälligkeit gewährter Darlehen, sondern sie gewähren weiter zusätzliche Darlehen. Das dürfte sich niemand, der fremdes Geld verwaltet, erlauben. Griechenland wurde von der EFSF sogar das Geld geliehen, um dessen Beiträge zum ESM-Rettungsfonds zu finanzieren. Die Euro-Rettungspolitik besteht daher vor allem darin, alle für Kredite geltenden Grundsätze auf den Kopf zu stellen und so absolut unvertretbare Risiken einzugehen, wobei das Ganze auch noch einen Bruch des Lissabon-Vertrages darstellt. Der Wahlsieg von Angela Merkel ist deshalb nur dadurch zu erklären, daß diese von ihr betriebene Politik aus dem Wahlkampf herausgehalten wurde. Es ist ihr buchstäblich gelungen, Millionen von Wählern davon zu „überzeugen“, daß zwei mal zwei fünf ist. In den kommenden Monaten wird sich allerdings herausstellen, daß diese Art „demokratischen Mathematikunterrichts“ verheerende Folgen haben wird.

Wochenzeitung "Junge Freiheit", Ausgabe 41/2013
 
November   Nutzer

15.06.2013, 17:39 Uhr

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Thema: Die Lügenbande, Teil zwo ! ;-)
Brett: Get a Life

Zitat:
Original von Dr_Dom:
Jeder Arbeiter, Angestellte, Arbeitslose, ALGII Empfänger und Rentner der nicht Die Linke wählt, hat den Schuss nicht gehört!

Leute wacht auf, die ganz große Volksverarschung ist schon am laufen, nennt sich ¤uroRettung und EU!

Was hat euch der ¤ und die EU gebracht? außer das euch der Lohn halbiert wurde? Richtig.....NICHTS!


Tja, entgegen Deiner Empfehlung bleibt dann doch einzig die Alternative für Deutschland:

Linkspartei-Führung bekennt sich zum Euro
http://www.tagesschau.de/inland/linkenparteitag106.html
 
November   Nutzer

12.05.2013, 07:38 Uhr

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Thema: Studie: Südstaaten-Insolvenz belastet BRD nur um 0,5 Promille
Brett: Get a Life

@Robin:

Ja, radikal betrachtet ist der Sprengsatz ja systemimmanent, wenn wir hier sowieso gerade Videos verlinken:

"Goldschmied Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent"

https://www.youtube.com/watch?v=_h0ozLvUTb0
 
November   Nutzer

05.05.2013, 10:52 Uhr

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Thema: Studie: Südstaaten-Insolvenz belastet BRD nur um 0,5 Promille
Brett: Get a Life

Das ist ja gerade der Gag: Diese (letztlich eben in der Tat unseriöse) Studie wurde von einem DER Strippenzieher in der BRD, der Bertelsmann-Stiftung, gerade deshalb in Auftrag gegeben, um die ständigen Euro-Rettungsmaßnahmen zu verteidigen - zeigt unbeabsichtigt aber auf, dass es sooo schlimm eben doch nicht käme, selbst wenn alle vier Staaten insolvent würden.
 
November   Nutzer

03.05.2013, 14:19 Uhr

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Thema: Studie: Südstaaten-Insolvenz belastet BRD nur um 0,5 Promille
Brett: Get a Life

Das ist doch jetzt mal der Hammer angesichts hunderter Milliarden für die Euro-Rettung:

Da hat die Bertelsmann-Stiftung eine Studie in Auftrag gegeben, die zeigen soll, wie fatal der Ausstieg einzelner Staaten aus dem Euro wäre - und kommt dann doch zu dem Schluß, daß sich selbst bei einer Insolvenz gleich aller vier Südstaaten (Griechenland, Spanien, Portugal und auch Italien) das deutsche Wirtschaftswachstum gerade einmal um 0,5 Promille verringern würde...

http://tinyurl.com/AfD-Prognos
 
November   Nutzer

08.07.2012, 17:16 Uhr

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Thema: Na, heute schon über den Tisch gezogen worden, Nein? ... Doch ..! :-)
Brett: Get a Life

Nettes Interview mit dem Erfinder der Bundesschatzbriefe zu deren Ende in der Frankfurter Allgemeinen. Prof. Dr. Wilhelm Hankel ist auch einer der wiederholten Anti-Euro-Kläger vor dem BVerfG, z.Zt. gegen den ESM.
 
November   Nutzer

30.06.2012, 09:47 Uhr

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Thema: Na, heute schon über den Tisch gezogen worden, Nein? ... Doch ..! :-)
Brett: Get a Life

Keine Sorge, wenn man bedenkt, mit welchen Unmengen von Euro die EZB den Markt geflutet hat (allein eine Billion binnen eines Vierteljahres seit Ende Dezember), dann wird diese Blase billigen Geldes schon noch früh genug (wie die Immobilien- und ähnliche Blasen) auch noch auf den Endverbraucher inflatorisch durchschlagen. Bislang finanzieren drei Bundesländer die auf Pump lebenden übrigen 13 Bundesländer. Dank EUdSSR müssen die Bayern, Baden-Württemberger und Hessen eben zunehmend noch für ein "paar" Länder mehr ackern... Die unbekümmerte Annnahme, daß eine Handvoll Nordstaaten ohne Wohlstandsverlust die Zeche für die notorisch mißwirtschaftenden Südstaaten zahlen könnten (bspw. zahlt kein griechischer Reeder steuern), ist schwer nachvollziehbar.

Aber wie auch immer: nachfolgend die Erklärung eines der wenigen Aufrechten, des CDU-MdB Klaus-Peter Willsch, zur gestrigen Abstimmung.
 
November   Nutzer

29.06.2012, 20:38 Uhr

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Thema: Na, heute schon über den Tisch gezogen worden, Nein? ... Doch ..! :-)
Brett: Get a Life

Wem das zu weit geht:
http://www.verfassungsbeschwerde.eu/
 
November   Nutzer

29.06.2012, 20:14 Uhr

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Thema: Na, heute schon über den Tisch gezogen worden, Nein? ... Doch ..! :-)
Brett: Get a Life

Letzte Warnung

Von Michael Paulwitz

1 Der ESM institutionalisiert den Vertragsbruch, will ökonomische Gesetze mit Milliardenfluten außer Kraft setzen und macht die politisch abgesegnete Konkursverschleppung der gescheiterten „Rettungsschirme“ zur Dauereinrichtung.

2 Der ESM zementiert die Transfer- und Schuldenunion und führt europäische Gemeinschaftsanleihen durch die Hintertüre ein. Art. 21: Der ESM kann Anleihen aufnehmen „zur Erfüllung seiner Aufgaben“, nämlich überschuldete Länder und ihre Banken auf Kosten der solideren zu finanzieren. Der deutsch-französische Schaufensterstreit um Euro-Bonds ist nur Ablenkungsgeplänkel. Fakt ist:

3 Der ESM hebelt das Verbot der Zentralbankfinanzierung von Staatsschulden aus, das durch die Billionentender und Anleihenkäufe der EZB schon jetzt durchlöchert ist wie ein Schweizer Käse: Der ESM wird zur Schatten-Zentralbank, die alles darf, was der Europäischen Zentralbank formal noch verboten ist. Die EZB wird zur reinen Gelddruckmaschine degradiert. Grund:

4 Der ESM kann wie eine Super-Staatsbank operieren: Er kann Euro-Ländern Darlehen geben (Art. 16), Anleihen von Euro-Ländern zeichnen (Art. 17), mit Staatsanleihen handeln (Art. 18), Banken rekapitalisieren (Art. 15), Euro-Länder mit Kreditlinien ausstatten (Art. 14), Zinsen festsetzen (Art. 20) und Euro-Bonds ausgeben (Art. 21). Die Banklizenz, die Frankreich und Italien ihm zuschustern wollen, wäre die Sahnehaube: Dann könnte der ESM sich, mit Schrottanleihen als „Sicherheit“, direkt und unbegrenzt mit Geld von der EZB versorgen, um Anleihen zu kaufen, diese als Sicherheit einzureichen… ein Perpetuum mobile. Oder anders:

5 Der ESM ist Mega-„Bad Bank“ und Super-Hedgefonds in einem. Er kann Staatsanleihen kaufen, die niemand sonst haben will, faule Kredite an Staaten ausreichen, denen keiner mehr etwas leihen möchte, und er kann nach Zockerart durch „Hebelung“ das Ausleihvolumen vervielfachen. Und:

6 Der ESM kann sein Stammkapital jederzeit selbst erhöhen. Und zwar – Art. 10 – durch Beschluß des „Gouverneursrats“, also der Euro-Finanzminister. Wolfgang Schäubles Beschwichtigung, das deutsche Haftungsrisiko sei gedeckelt, ist glatt gelogen. Er kann einfach überstimmt werden, der Bundestag darf sowieso nur noch ja und amen sagen. Denn:

7 Der ESM annulliert das Budgetrecht der Parlamente mit einem Federstrich: Wenn die „Gouverneure“ beschließen, daß sie Geld brauchen, müssen die Staaten binnen sieben Tagen zahlen. Fällt einer aus, müssen die anderen einspringen. Am Ende bleibt Deutschland als Zahlmeister der letzten Instanz. Wenn die Rechnung kommt, ist es zu spät:

8 Der ESM enthält keine Auflösungs- oder Austrittsklauseln. Wir, unsere Kinder und Kindeskinder haften auf Gedeih und Verderb für die Schulden anderer. Das Karussell dreht sich so lange weiter, bis auch Deutschland pleite ist. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen:

9 Der ESM steht über Recht und Gesetz. Staatliche Normen, Aufsichts- und Kontrollvorschriften gelten für ihn weder jetzt noch in Zukunft, er ist von den Regulierungs- und Lizenzierungspflichten für Kreditinstitute befreit (Art. 32), kein Gericht kann ihn belangen oder pfänden. Dafür hat er selbst volles Klagerecht gegen jeden. Nicht einmal Staatsoberhäupter genießen solche Privilegien. Kein Wunder, daß Schäuble Finanzminister bleiben will, wenn er Chef der „Euro-Gruppe“ werden sollte. Grund:

10 Der ESM wird ein Selbstbedienungsladen – nicht nur für überschuldete Euro-Länder, sondern auch für seine „Gouverneure“ und sein Personal: Ihre Bezüge setzen sie selbst fest, natürlich ebenfalls geheim, sie sind von staatlichen Steuern und Abgaben befreit (Art. 36) und genießen Immunität vor gerichtlicher Verfolgung (Art. 35), selbst wenn sie mutwillig Gelder verzocken. Fazit:

11 Das Geheimkabinett ESM ist ein Putsch gegen Gewaltenteilung und Volkssouveränität. Um Volksabstimmungen zu vermeiden, wird im „vereinfachten Vertragsänderungsverfahren“ durch einen „Zusatz“ zu Art. 136 des Lissabon-Vertrags das Kollektivhaftungsverbot („no bail out“) in Art. 125 aufgehoben. Konsequenz:

12 Der ESM stellt die Rechtsgrundlage der EU auf den Kopf und verstößt gegen das Grundgesetz und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom September 2011. Das ESM-Gesetz überträgt nationale Kompetenzen in nie dagewesener Dimension an eine unkontrollierbare europäische Mega-Institution. Diese Selbstkastrierung des Parlaments kann niemals legitim beschlossen werden, ohne das Volk zu befragen, ob es der Abschaffung seines demokratischen Nationalstaats zustimmt.

JF 22/12
 
November   Nutzer

22.11.2011, 09:34 Uhr

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Thema: Revolution
Brett: Get a Life

@Lippi:

Ob es tatsächlich bloß Inkompetenz ist oder schlicht dem Umstand geschuldet, daß die BRD zu keinem Zeitpunkt ein souveräner Staat gewesen ist (Wolfgang Schäuble), wäre noch die andere Frage.

http://tinyurl.com/souveraen
 
November   Nutzer

20.11.2011, 14:32 Uhr

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Thema: Kann man Öffentlich Rechtliche Medien noch trauen
Brett: Get a Life

@_PAB_:

Keine Sorge, von Allwissenheit halte auch ich selbst mich denkbar weit entfernt. ;-) Insofern weise ich eben auf Aspekte hin, die nicht dem gegenwärtigen Mainstream entsprechen - alles andere hieße schließlich Eulen nach Athen tragen, siehe auch die reflexhaften Reaktionen (Dich also dabei ausklammernd) hier. Oder heute in "Bild": 70% für NPD-Verbot (was für mich in die gleiche Kategorie wie obiges Hauptschule-Abschaffen fiele).
 
November   Nutzer

20.11.2011, 13:05 Uhr

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Thema: Kann man Öffentlich Rechtliche Medien noch trauen
Brett: Get a Life

@_PAB_:

Keine Frage, jegliche Kriminalität ist mit den gebotenen rechtsstaatlichen Mitteln zu ahnden - idealerweise durch eine Justitia mit verbundenen Augen, also auch die 285 "rechts"-extremen Gewaltdelikte im Verfassungsschutzbericht 2010 und die 2803 linksextremen. Was den aktuellen "Terror, den niemand als solchen wahrgenommen hat" angeht, bestehen jedoch dermaßen viele Ungereimtheiten, daß ich mich damit vorerst noch nicht weiter auseinandersetze.

Bezüglich der Hauptschulen - aber die werden als BRD-typische Adressierung evidenter Probleme ja ohnedies abgeschafft, eine geniale Lösung der Schwierigkeiten zur "Freude" der bisherigen Realschüler - erscheint mir Dein Vorschlag, bei allem Verständnis der gutgemeinten Intention und ausdrücklicher Wahrnehmung, daß Du explizit bloß von den "Details" sprichst, als ein Ansatz, der bei Weiterverfolgung nicht bloß ein wenig herablassend diesem Teil der Bevölkerung gegenüber wirken könnte, sondern auch als ein gefährlicher Einstieg in eine "von oben" vorgenommene Einteilung, wer denn jeweils privilegiert ist, was und wieviel davon zu wissen. Getreu dem Motto, daß "gut gemeint" oftmals das Gegenteil von gut bedeute.

Ansonsten aber gehe ich wie gesagt ganz d'accord mit Dir, natürlich bedarf es für alles entsprechender Belege, etc. Also Wissenschaftlichkeit anstelle dumpfer Propaganda, ob nun von der einen oder anderen Seite.
 
November   Nutzer

20.11.2011, 11:53 Uhr

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Thema: Kann man Öffentlich Rechtliche Medien noch trauen
Brett: Get a Life

@AndreasM:

Falls sich Dein Schmerzenslaut darauf bezieht, was ich befürchte, so hatte ich beim Tippen noch überlegt, ob man womöglich niveauangepaßt trotz Offensichtlichkeit nochmal zusätzlich extra betonen müsse, daß sich mein Beitrag nicht speziell auf den vorgebrachten Artikel bezieht, sondern als Einstieg für einseitig unterrichtete Personen, sich der Komplexität beider Kriege (so ja auch meine Worte) anzunähern.

Der Fall Barbarossa wäre hierfür zu umfangreich, zumal verschiedenste Aspekte einfließen - d.h. z.B. Stalins Angriffsvorbereitungen einerseits (die in der Folge den deutschen Truppen, anders als eine defensive Truppenaufstellung, den erfolgreichen Durchmarsch bis kurz vor Moskau erlaubten), aber auch die enorme Bedrohung, die für das kriegführende Reich durch den drohenden sowjetischen Zugriff auf Ressourcen wie das rumänische Öl bestand.

Während jedenfalls der deutsche "Überfall auf die friedliebende Sowjetunion" nach dem DDR-Sprachgebrauch nun konsequenterweise längst auch hier offizielle Redewendung ist, publizieren in Rußland mehr und mehr Historiker (vor allem dank der temporären Archivzugänglichkeit unter Jelzin) ein differenzierteres Geschichtsbild. Wie auch angelsächsische Historiker aufgrund geringerer Gefahr für die eigene Karriere freier und damit differenzierter zu schreiben pflegen als die hiesigen, bei denen das eine oder andere Detail dann unerwähnt bleibt. Auch und gerade in Schulbüchern. Mit der vielzitierten "Freiheit der Wissenschaft" ist es hierzulande nämlich nicht gar so weit her wie man gerne glauben würde, gerade wenn es um Drittmittel und Dauerstellen geht.
 
November   Nutzer

20.11.2011, 11:06 Uhr

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Thema: Kann man Öffentlich Rechtliche Medien noch trauen
Brett: Get a Life

@AndreasM:

Ohne damit umgekehrt den ungeheuerlichen Verbrechen des national-sozialistischen Regimes auch nur um ein Jota Entlastung widerfahren lassen zu wollen (weshalb sollte ich auch, bewege ich mich als Konservativer doch am anderen Ende der politischen "Gesäßhälftengeographie"), so ist durchaus festzuhalten, daß die beiden Weltkriege bei weitem keine solchen Schwarzweißgeschichten waren, wie der BRD-Unterricht sie lehrt.

Wer kein Geld für soloch "faschistische Hetzbücher" wie jene von Walter Post, Gerd Schultze-Rhonhoff oder Stefan Scheil ausgeben möchte, kann sich übrigens auch kostenlos ganz diskret online einlesen:

http://www.vorkriegsgeschichte.de/

Alleine der "Überfall auf den Sender Gleiwitz" als auch nur einigermaßen plausible Begründung einer Kriegserklärung müßte Dich doch bei einem absolut friedfertigen Polen (das tatsächlich mit allen Nachbarn im Clinch lag) eigentlich stutzig machen, oder?

http://www.stefanscheil.gmxhome.de/Gleiwitz.htm
http://www.sezession.de/6979/ein-paar-polnische-grenzverletzungen.html
 
November   Nutzer

17.11.2011, 12:11 Uhr

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Thema: Kann man Öffentlich Rechtliche Medien noch trauen
Brett: Get a Life

@DrZarkov:

Wie gut, daß im Internet-Zeitalter - als zweiter diesbezüglicher Revolution seit dem Buchdruck bzw. deutscher Bibelübersetzung - ein jeder sich unabhängig von exklusivem Herrschaftswissen schnell und ungehindert selbst ein Bild machen kann.
 
November   Nutzer

15.11.2011, 09:22 Uhr

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Thema: Kann man Öffentlich Rechtliche Medien noch trauen
Brett: Get a Life

@Archeon:

Daß so maches faul ist im Staate BRD sowie daß die meisten Medien ziemlich (selbst-) gleichgeschaltet sind, steht außer Frage. Wobei letzteren Aspekt betreffend mir das größte Rätsel ist, daß sie das - wenn ich an den Zeitungsmarkt denke - selbst sinkenden Auflagenzahlen zum Trotz tapfer durchhalten, während beispielsweise die JF beständig zulegt, wie die IVW-Zahlen Quartal für Quartal belegen:

"Die Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT hat ihre Auflage erneut deutlich gesteigert. Laut der „Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern“ (IVW) stieg die verkaufte Auflage der JF im dritten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17,6 Prozent auf 20.652 Exemplare."

Was YouTube-Videos betrifft, so findet man dort naturgemäß in der Tat auch allerlei fragwürdiges. Eine Empfehlung wert hingegen sind die dort zu findenden Videos von "Die Clown Union".

Ansonsten aber gibt es, um Deine Eingangsfrage zu beantworten, zwar in der Glotze hierzulande keine Alternativen, aber als Informationsergänzung zu den Mainstream-Medien doch das eine oder andere Druckerzeugnis:

- Junge Freiheit (konservative Wochenzeitung)
- eigentümlich frei (Monatsmagazin, liberal im besten Sinne)
- Zuerst (monatliches Nachrichtenmagazin)
 
November   Nutzer

20.07.2011, 22:00 Uhr

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Thema: Die Lügenbande, Teil zwo ! ;-)
Brett: Get a Life

Zitat:
Original von Dr_Dom:
ich lach mich schlapp, bald können sie die ganze Regierung nach Hause schicken, was für Blender!


Nur traurig, daß sich keiner an den dicksten Fisch herantraut - schließlich gilt die Doktorarbeit unserer Physikerin im Kanzlerbunker sogar als unauffindbar. Sehr seltsam...

Edit: Habe mich geirrt, Angela Merkels Dissertation ist doch nicht verschollen, sondern auch online einsehbar. Verschollen ist bspw. nur ihre dazugehörige Arbeit zum ML. Pardon!

Wer sich ein wenig für ihren Lebenslauf interessiert: in den vergangenen Wochen gab es eine Serie hierzu in der konservativen Wochenzeitung Junge Freiheit.

06.05.11
http://jf-archiv.de/archiv11/201119050624.htm

13.05.11
http://jf-archiv.de/archiv11/201120051336.htm

22.05.11
http://jf-archiv.de/archiv11/201121052020.htm

27.05.11
http://jf-archiv.de/archiv11/201122052712.htm

03.06.11
http://jf-archiv.de/archiv11/201123060312.htm

10.06.11
http://jf-archiv.de/archiv11/201124061038.htm

17.06.11
http://jf-archiv.de/archiv11/201125061737.htm

24.06.11
http://jf-archiv.de/archiv11/201126062437.htm

Googelt man nach den drei Begriffen Merkel IM Erika, so findet man auch diverse noch weitergehende, aber spekulativere Artikel, u.a. aus dem Schweizmagazin.

[ Dieser Beitrag wurde von November am 20.07.2011 um 22:24 Uhr geändert. ]
 
November   Nutzer

20.11.2010, 08:06 Uhr

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Thema: 25 Jahre Windows
Brett: Andere Systeme

Spätestens wenn man diesen Tagesschau-Beitrag zu einem Thema liest, bei dem sich unsereins immerhin etwas auskennt, bekommt man eine Ahnung davon, was einem die Qualitätsmedien in Bereichen, in welche man selbst weniger Einblick hat, sonst noch so alles unterjubeln... :-(
 
 
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