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amiga-news.de Forum > Get a Life > grosse Koalition? [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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21.09.2005, 14:04 Uhr

CASSIUS1999
Posts: 918
Nutzer
Bild: http://www.aktive-fans.de/images/showracismtheredcard.jpg

Das wollte ich hier mal zu manchen rechten Verniedlichungen betonen.

--
"Das war nicht nur der Sprung vom Käfer zum Golf, sondern gleich zum schnellen BMW" S. Slabihoud, Computerhistoriker über den Amiga Start
20 Jahre Amiga


[ Dieser Beitrag wurde von CASSIUS1999 am 21.09.2005 um 14:27 Uhr editiert. ]

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21.09.2005, 14:30 Uhr

Solar
Posts: 3674
Nutzer
Zitat:
Original von CASSIUS1999:

Das wollte ich hier mal zu manchen rechten Verniedlichungen hier mal betonen.


Falls Du damit mich meinst: Ich verniedliche gar nichts.

Allerdings reduziert man rechte Ansichten zu schnell auf "Rassismus" oder "Judenhaß". Eine sachliche Betrachtung des Konzepts "National-Sozialismus" fördert einiges mehr an Inhalten zutage, die auf den ersten Blick gar nicht so abstoßend wirken mögen (Volksgemeinschaft), die aber so weder wirtschaftlich noch sozial funktionieren, und leider Hand in Hand mit Rassismus und anderem wenig wünschenswerten Gedankengut einhergehen.

Erst, wer "Rechts" aus dieser Betrachtung heraus ablehnt und diskutiert, statt einfach nur auf das Reizwort "Rechts!" zu reagieren, hat aufgehört, eben diesen Rechten und ihren genauso abzulehnenden radikalen Gegenspielern (AntiFa) in die Hände zu spielen.

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21.09.2005, 14:30 Uhr

Schaumstofflumpi
Posts: 1292
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Wie wäre es mit der TCP :lach:
--
<<<~~~| Schaumstofflumpi |~~~>>>

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21.09.2005, 14:34 Uhr

CASSIUS1999
Posts: 918
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@Solar: Du warst auch nicht gemeint.

--
"Das war nicht nur der Sprung vom Käfer zum Golf, sondern gleich zum schnellen BMW" S. Slabihoud, Computerhistoriker über den Amiga Start
20 Jahre Amiga

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21.09.2005, 14:47 Uhr

Holger
Posts: 8059
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Zitat:
Original von Solar:
Gerade weil nur die im Bundestag vertretenen Parteien von der breiten Öffentlichkeit wirklich wahrgenommen werden, wäre ich im Gegenteil für eine Senkung der Eingangshürde, z.B. auf 2%.

Da wäre ich sofort mit dabei, insbesondere weil die aktuelle Lage bewiesen hat, daß die weitläufig vertretene Lehrmeinung, eine 5%-Klauel würde eine stabile Regierung garantieren, offensichlich falsch ist.

Ich würde die Hürde sogar ganz abschaffen, bzw. auf Sitzgröße reduzieren, d.h. ein Sitz reicht aus, bei 2% wären ja immer noch über 10 Sitze erforderlich. Die PDS war in der letzten Periode mit zwei Sitzen vertreten und es hat der Demokratie nicht geschadet.

Und warum muß man bei der Verhältniswahl etwas erreichen, daß man bei der Direktwahl nicht braucht?

mfg
--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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21.09.2005, 14:56 Uhr

Solar
Posts: 3674
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Zitat:
Original von Holger:

Ich würde die Hürde sogar ganz abschaffen, bzw. auf Sitzgröße reduzieren, d.h. ein Sitz reicht aus, bei 2% wären ja immer noch über 10 Sitze erforderlich. Die PDS war in der letzten Periode mit zwei Sitzen vertreten und es hat der Demokratie nicht geschadet.


Zu viele Splittergruppen erschweren die Entschlußbildung aber erheblich. U.a. daran ist die Weimarer Republik gescheitert.

Zitat:
Und warum muß man bei der Verhältniswahl etwas erreichen, daß man bei der Direktwahl nicht braucht?

Direktwahl ermöglicht es z.B. parteilosen Volksvertretern, in den Bundestag zu kommen. Davon haben wir ohnehin viel zu wenig. Eigentlich müßte man zu einer reinen Direktwahl übergehen, und das Parteiprinzip komplett knicken. Dafür ist Bundespolitik aber zu weit weg vom Bürger, um entscheiden zu können, wer für den Bundestag der geeignete Kandidat ist.

Eine blöde Zwickmühle. Denn der ganze Klumpatsch mit Überhangmandaten und negativen Stimmen (d.h. das man als SPD-Anhänger in Dresden I am besten CDU wählt)... da blickt doch keiner wirklich durch. Ein reines Verhältniswahlsystem bedeutet aber, nur wer sich in seiner Partei anbiedert und einen guten Listenplatz bekommt, auch in den Bundestag kommt...


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21.09.2005, 15:55 Uhr

Schaumstofflumpi
Posts: 1292
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Leute...
es scheint spannend zu werden. Soeben lese ich, dass Gerhard SChröder jetzt doch zu Gesprächen mit der UNION bereit ist. Auf Anraten von Franz Müntefering wird Schröder an den Sondierungsgesprächen mit der UNION teilnehmen.

Gruß,
Schaumstoffspd
--
<<<~~~| Schaumstofflumpi |~~~>>>

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21.09.2005, 16:13 Uhr

Schaumstofflumpi
Posts: 1292
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Lest euch bitte mal folgenden interessanten Artikel der FTD durch:

http://www.ftd.de/me/cl/23099.html


Ich kann dem Autor nur zustimmen.

Gruß,
Schaumi
--
<<<~~~| Schaumstofflumpi |~~~>>>


[ Dieser Beitrag wurde von Schaumstofflumpi am 21.09.2005 um 16:14 Uhr editiert. ]

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21.09.2005, 16:24 Uhr

Dr_Dom
Posts: 655
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Vielleicht bringt uns eine große Koalition ja doch etwas gutes, ich glaube das dann viel mehr entschieden werden kann und kein reines blocken mehr stattfindet. Die SPD zusammen mit der CDU könnte doch viel mehr bewirken, oder liege ich da falsch?

Mit denn gegebenen Wahlergebnis ist doch keiner wirklich in der Lage etwas zu bewegen, nur wen die beiden Großen sich zusammenschließen könnte doch richtig Bewegung in die Geschichte kommen.

Gab es eigentlich mal eine Koalition von SPD und CDU?


--
Bild: http://i11.photobucket.com/albums/a166/docdom/DOC_1.jpgcu. Doc_Dom

wenn Dein Rechner defekt ist, funktioniert der Ersatzrechner erst recht nicht

Murphy


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21.09.2005, 16:37 Uhr

CASSIUS1999
Posts: 918
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Zitat:
Original von Dr_Dom:
Gab es eigentlich mal eine Koalition von SPD und CDU?


Klar! Ende der 60er.
--
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20 Jahre Amiga

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21.09.2005, 17:38 Uhr

NoImag
Posts: 1039
Nutzer
Zitat:
Original von Dr_Dom:
Vielleicht bringt uns eine große Koalition ja doch etwas gutes, ich glaube das dann viel mehr entschieden werden kann und kein reines blocken mehr stattfindet. Die SPD zusammen mit der CDU könnte doch viel mehr bewirken, oder liege ich da falsch?


Das ist der alte Streit: Ist die große Koalition notwendig, um schmerzhafte Reformen umzusetzen oder wird bei der großen Koalition nur Politik auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner gemacht? Der Bundesrat wäre bei einer großen Koalition natürlich kein Problem mehr, aber ich befürchte, die Konzepte von CDU und SPD liegen zu weit auseinander. Allerdings könnte ich mir eine SPD/CSU-Koalition durchaus vorstellen, sofern die CSU bereit wäre mit der CDU zu brechen.

Tschüß,


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21.09.2005, 17:46 Uhr

CarstenS
Posts: 5566
Nutzer
Angesichts des aktuellen Machtkampfs zwischen Westerwelle und Gerhardt um das Amt des FDP-Fraktionsvorsitzenden frage ich mich, ob Westerwelle vielleicht nur deshalb eine Ampel so vehement ausgeschlossen hat, um seine Chancen bei der Wahl zu verbessern? Denn Gerhardt sehe ich klar "rechts" von Westerwelle (auch wenn man davon in letzter Zeit nicht viel gemerkt hat), auch der Großteil der Fraktion dürfte eher national- und wirtschafsliberal eingestellt sein. Na mal schauen...

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21.09.2005, 18:51 Uhr

ylf
Posts: 4077
Nutzer
Zitat:
Original von NoImag:
Allerdings könnte ich mir eine SPD/CSU-Koalition durchaus vorstellen, sofern die CSU bereit wäre mit der CDU zu brechen.


Das glaube ich nicht. Bevor das passiert, sitzt der Westerwelle beim Gysi auf'm Schoß. :D

bye, ylf

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21.09.2005, 18:56 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von Solar:
Allerdings reduziert man rechte Ansichten zu schnell auf "Rassismus" oder "Judenhaß".


Wenn hier von den "echten" Rechten gesprochen wird und sich jemand damit brüstet, "wirklich" rechts zu sein, dann weißt du so gut wie ich, was dahinter steckt. Dass die "echten" Rechten Kreide gefressen und gelernt haben, sich hinter fadenscheinigen Formulierungen zu verbergen, ändert nicht daran, dass Fremdenfreindlichkeit zu den Kernpunkten von REP, DVU und NPD Gesinnung gehört. Wer auch nur den Anschein erweckt, das politische Programm dieser Parteien sei auch nur im Ansatz diskutabel, spielt ihnen in die Hände.

Zitat:
Eine sachliche Betrachtung des Konzepts "National-Sozialismus" fördert einiges mehr an Inhalten zutage, die auf den ersten Blick gar nicht so abstoßend wirken mögen (Volksgemeinschaft),

Lasse "National" und "Volk" weg. Ich lasse mich ungern beschränken. Auch nicht auf meine, in meinem Ausweis vermerkte, Nationalität.

Zitat:
(Inhalte) die aber so weder wirtschaftlich noch sozial funktionieren, und leider Hand in Hand mit Rassismus und anderem wenig wünschenswerten Gedankengut einhergehen.

Womit das Programm als Ganzes völlig inakzeptabel ist. Doch auch im Detail betrachtet, kann ich an diesen Inhalten nichts Anziehendes entdecken. Spätestens dann nicht, wenn ich mich sachlich und in der Tiefe mit den Formulierungen befasse, bei denen für meinen Geschmack zu viel zwischen den Zeilen steht, was in einem demokratischen Staat mit einem Anspruch auf soziale Politik nichts zu suchen hat.

Zitat:
Erst, wer "Rechts" aus dieser Betrachtung heraus ablehnt und diskutiert, statt einfach nur auf das Reizwort "Rechts!" zu reagieren, hat aufgehört, eben diesen Rechten und ihren genauso abzulehnenden radikalen Gegenspielern (AntiFa) in die Hände zu spielen.

"Rechts" abzulehnen, aus welcher Betrachtung heraus auch immer, bedeutet nicht, automatisch "Links" zu aktzeptieren. Es geht dabei nicht um Reizworte, sondern darum, dass Extreme in jeder Erscheinungsform nicht tolerierbar sind. Weder die extreme Rechte noch die extreme Linke stehen für Demokratie.

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21.09.2005, 19:36 Uhr

CASSIUS1999
Posts: 918
Nutzer
Maja, ich ziehe meinen virtuellen Hut. Der beste Beitrag in diesem Thread seit langem!

Schlimm ist es vor allem, dass die einschlägigen Parteien vor allem die Jugend unterwandern will.

Und das sie permanent ihre wirklichen Ziele unter dem Deckmantel der "sozial Engagierten" verbergen.

Sie wollen eben zeigen "so schlimm sind wir doch gar nicht!"
- Das sie zum Teil Straftäter in ihren Reihen haben und das die NPD nur wegen Formfehlern nicht verboten wurde, dass wird gern verschwiegen.


--
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21.09.2005, 19:36 Uhr

pixl
Posts: 2581
Nutzer
@Dr_Dom:
ja die gab es das war so ende der 60ger bis anfang der 70ger,
diese Grosse Koaltion, war mit Usache der stdentenbewegen ( Vietnam mal abgesehen) und brachte die APO (Ausserparalmentarische opposition) mit.
Der Hauptredelsführer war Rudi Dutschke, der kurz vor seinem Tode bevor er an den Verletzungen eines attentats in den späten Sechzigern strab, an der Gründung der Grünen maßgeblich beteiligt war, weshalb einige die Grünen als Nachfolgepartei der APO ansehen, aber das tiefe dunkle Vergangenheit und davon möchte so mancher Grüner nichts mehr wissen.
Damals bedeutet die grosse Koalition eher einen parlamnetarischen stillstand und ich denke das wird auch heute so sein, wenn es dazu kommen würde.
Von bewegung werden wir da wohl wenig spüren.
Mit den Unterschied das die ausserparlamentarische Opposition diesmal im Paralament sitzen wird.


" wer aus seiner vergangeheit nicht lernt ist verdammt sie wiederholen" Christa Wolff
Ich denke das eher so sein wie Carsten in seinem Scebnario sehr eindrucksvoll geschildert hat, und das er mit seinem Vermutungen auch in der Vergangehit nicht so weit daneben lag bedeutet das die Chancen nicht schlecht stehen daß er recht behält.
@Solar::
Kann es sein daß man Dich als liberal im eigentlichen Sinne bezeichnen könnte ?
( NICHT im Sinne der FDP, was die darunter versteht weiss der geier ))


--
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mfg Pixl

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21.09.2005, 20:07 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@CarstenS:

> Denn Gerhardt sehe ich klar "rechts" von Westerwelle (auch wenn
> man davon in letzter Zeit nicht viel gemerkt hat),

Hm, ich hatte in der Tat in letzter Zeit verstärkt den Eindruck, Gerhardt wäre der falschen Partei beigetreten. So recht glauben wollte ich es dann doch nicht. Also muss eine Taktik dahinter stecken....

Aber was Anderes. Glaubst du, Neuwahlen würden ein so gravierend anderes Ergebnis zutage bringen, dass die Regierungsbildung dann einfacher wäre? Zudem kann der Wählerauftrag wohl klarer nicht sein: Große Koaliton. Dass dies nun abermals (2002 sah es nicht anders aus) an persönlichen Eitelkeiten zu scheitern droht, liegt allein an den persönlichen Eitelkeiten und nicht daran, dass die beiden großen Parteien sich in der Sache so grundsätzlich unterscheiden würden.

Es ist in meinen Augen nur noch ein blamables Trauerspiel, was da abgeht. Zuerst blockiert man sich jahrelang im Bundesrat. Nicht, weil es gar nicht möglich gewesen wäre gangbare Kompromisse zu finden, sondern weil es ein paar Spitzenpolitikern ausschließlich um die alleinige Macht geht. Dann ist man nicht willens, den Wählerauftrag zu respektieren und umzusetzen.

Wenn es auch nur einem von Beiden, Schröder oder Merkel, so ausschließlich um das Wohl des Landes gehen würde wie sie es vorgeben; einer würde aus freien Stücken seinen Hut nehmen und den Weg frei machen. Leider hat keiner von Beiden genug Größe, diesen Schritt zu wählen.

Zu viel Personenkult ist nicht gut für Politik, nicht gut für freie Wahlen. Die liebe Angela ist enttäuscht, dass sie nun nicht mit der Wetterfahne FDP im Rücken Königin von Deutschland spielen kann. Der gute Gerhard ist überzeugt, die Wähler hätten allein ihn und nicht die Partei gewählt. Das sehe ich als das eigentliche Problem. Nicht die überwiegend marginalen Differenzen in den Programmen beider Parteien. Wo der Wille vorhanden ist, ist es immer möglich mehrheitlich akzeptable Kompromisse zu finden. Und das ist es, woraus demokratische Politik ausschließlich besteht: Kompromisse. Und das schleißt nun mal ein, dass niemals Alle glücklich sind.

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21.09.2005, 20:51 Uhr

Archeon
Posts: 1786
Nutzer
Besser wenn beide gehen würden und frischen Leute die Kanzlerschaft überließen!
z.B Mir :lach:

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21.09.2005, 21:33 Uhr

CarstenS
Posts: 5566
Nutzer
@Maja:
> Aber was Anderes. Glaubst du, Neuwahlen würden ein so gravierend
> anderes Ergebnis zutage bringen, dass die Regierungsbildung dann
> einfacher wäre?

Das ist m.E. derzeit unprognostizierbar. Wenn es Neuwahlen gäbe, würde das auf jeden Fall noch einige Monate dauern - und bis dahin können sich ja durchaus Dinge verändern. Nur in einem Punkt bin ich mir wie gesagt sicher: Dass die FDP deutlich schlechter abschneiden würde, weil sie wesentlich weniger Leihstimmen bekäme als diesmal.

> Zudem kann der Wählerauftrag wohl klarer nicht sein: Große
> Koaliton.

Genauso gut kann man argumentieren, dass der Wählerauftrag eine Ampel oder Schwampel ist. :) Warum soll man nicht mal Neuland (auf Bundesebene) betreten? Vielleicht würde das Deutschland ganz gut tun.

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21.09.2005, 22:11 Uhr

amigolas
Posts: 202
[Ex-Mitglied]
Was der Souverän mit seinen Stimmen vielleicht irgendwie erreichen wollte, kann man aus diesem Wahlergebnis nicht ableiten, ich zumindest nicht.

Das Wahlergebnis ist aber ziemlich eindeutig (für mich): Der Souverän interessiert sich einen Dreck für die Ziele der Parteien, sondern erwartet von allen Parteien, dass sie nun GEMEINSAM Politk FÜR den Souverän machen.

DIE Botschaft ist m.E. ziemlich eindeutig, wird aber wie immer von denen, die gemeint sind, nicht verstanden werden/bewusst ignoriert werden.

...wieder wird der Souverän verlieren.

Grüße,
amigolas

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22.09.2005, 00:08 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@amigolas:

> Das Wahlergebnis ist aber ziemlich eindeutig (für mich): Der
> Souverän interessiert sich einen Dreck für die Ziele der Parteien,
> sondern erwartet von allen Parteien, dass sie nun GEMEINSAM Politk
> FÜR den Souverän machen.

Na, sag ich doch. :look:

Und gemäß der nun mal geltenden und allseits bekannten Regeln liegt die Sitzmehrheit jetzt bei Schwarz-Rot. Ob das nun vom nicht so ganz so souveränen Individuum in Einzelfall genau so beabsichtigt war, spielt dabei im Endergebnis keine Rolle mehr. So ist das in dieser parlamentarischen Demokratie. Das Ergebnis ist das Ergebnis und es ist die Aufgabe der Parteien, dieses Ergebnis zu akzeptieren und gemäß diesem Ergenis zu agieren. Es ist nicht ihre Aufgabe, sich das Ergebnis so lange schön zu rechnen und zurecht zu reden, bis es in ihrer Wunschvorstellung passt.

Im übrigen ist es auch die Aufgabe der Wähler, Wahlergebnisse zu akzeptieren. Auch wir sollten nicht versuchen, uns das jetzt zurecht zu klopfen oder Neuwahlen favorisieren, nur weils dummerweise nicht so ausgegangen ist, wie wir uns das jeweils vorgestellt hatten. :P

Ich will jetzt keine Neuwahlen mehr. Ich will, dass die endlich wieder anfangen zu regieren. Noch ein paar Monate absoluter Stillstand in Dauerwahlkampf werden dieser Republik noch mehr schaden, als jede noch so schlechte aktive Regierung das vermag. Derweil lacht man sich im Rest der Welt über uns kaputt und die hiesige Wirtschaft verharrt in Erwartungsstarre ob der politischen Maßnahmen die da kommen mögen. So kann und darf das nicht noch länger weiter gehen.

@CastenS

Schwampel? :lach:

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22.09.2005, 00:38 Uhr

CarstenS
Posts: 5566
Nutzer
@Maja:
> Und gemäß der nun mal geltenden und allseits bekannten Regeln
> liegt die Sitzmehrheit jetzt bei Schwarz-Rot.

Oder bei Rot-Schwarz-Blau... http://www.n-tv.de/582641.html

[ Dieser Beitrag wurde von CarstenS am 22.09.2005 um 00:39 Uhr editiert. ]

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22.09.2005, 00:43 Uhr

NoImag
Posts: 1039
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Aber was Anderes. Glaubst du, Neuwahlen würden ein so gravierend anderes Ergebnis zutage bringen, dass die Regierungsbildung dann einfacher wäre?


Ich bezweifel, dass Neuwahlen ein grundsätzlich anderes Ergebnis bringen werden. SPD/PDS/Grüne und Union/FDP werden jeweils soviel Stimmen bekommen wie jetzt auch. Nur innerhalb dieser Lager wird es Verschiebungen geben. Die FDP wird klar an die Union abgeben. Vielleicht bekommt die SPD 1-2 Prozent mehr, vielleicht auch nicht. Jedenfalls werden sowohl Union/FDP als auch SPD/Grüne weiterhin keine Mehrheit haben. Ich erwarte allerdings einen etwas größeren Vorsprung der Union vor der SPD.

Zitat:
Zudem kann der Wählerauftrag wohl klarer nicht sein: Große Koaliton. Dass dies nun abermals (2002 sah es nicht anders aus) an persönlichen Eitelkeiten zu scheitern droht, liegt allein an den persönlichen Eitelkeiten und nicht daran, dass die beiden großen Parteien sich in der Sache so grundsätzlich unterscheiden würden.

Es gibt keinen klaren Wählerauftrag. Es sind zwei Lager angetreten, beide Lager haben keine Mehrheit bekommen. Der einzige Wählerauftrag, der daraus abzuleiten ist, lautet: Rauft euch zusammen. Wie ist egal. Auch Union/FDP/PDS würde dem Wählerauftrag entsprechen. 2002 gab es einen klaren Wählerauftrag: Fortsetzung der SPD/Grünen-Koalition. Auch was die Einigungsfähigkeit von Union und SPD betrifft: Erläutere mir doch mal den Kompromiss zwischen Kopfpauschale und Bürgerversicherung oder den zwischen Stärkung/Schwächung von Arbeitnehmerrechten, oder den zwischen Türkei aus der EU ausschließen/Türkei in die EU aufnehmen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Zitat:
Es ist in meinen Augen nur noch ein blamables Trauerspiel, was da abgeht. Zuerst blockiert man sich jahrelang im Bundesrat. Nicht, weil es gar nicht möglich gewesen wäre gangbare Kompromisse zu finden, sondern weil es ein paar Spitzenpolitikern ausschließlich um die alleinige Macht geht. Dann ist man nicht willens, den Wählerauftrag zu respektieren und umzusetzen.

Es gibt Punkte, wo ein Kompromiss möglich ist, dies gilt aber nicht auf allen Gebieten (s.o.).

Zitat:
Wenn es auch nur einem von Beiden, Schröder oder Merkel, so ausschließlich um das Wohl des Landes gehen würde wie sie es vorgeben; einer würde aus freien Stücken seinen Hut nehmen und den Weg frei machen. Leider hat keiner von Beiden genug Größe, diesen Schritt zu wählen.

Hier stimme ich dir allerdings zu.

Zitat:
Zu viel Personenkult ist nicht gut für Politik, nicht gut für freie Wahlen. Die liebe Angela ist enttäuscht, dass sie nun nicht mit der Wetterfahne FDP im Rücken Königin von Deutschland spielen kann. Der gute Gerhard ist überzeugt, die Wähler hätten allein ihn und nicht die Partei gewählt. Das sehe ich als das eigentliche Problem. Nicht die überwiegend marginalen Differenzen in den Programmen beider Parteien. Wo der Wille vorhanden ist, ist es immer möglich mehrheitlich akzeptable Kompromisse zu finden. Und das ist es, woraus demokratische Politik ausschließlich besteht: Kompromisse. Und das schleißt nun mal ein, dass niemals Alle glücklich sind.

Die Differenzen in den Programmen sind nicht marginal. Natürlich kann man sich immer einigen, wenn man dies wirklich möchte. Aber das Ergebnis wäre eine Stillstandskoalition.

Tschüß,


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22.09.2005, 00:48 Uhr

CarstenS
Posts: 5566
Nutzer
@NoImag:
> Es gibt keinen klaren Wählerauftrag. Es sind zwei Lager
> angetreten, beide Lager haben keine Mehrheit bekommen. Der einzige
> Wählerauftrag, der daraus abzuleiten ist, lautet: Rauft euch
> zusammen. Wie ist egal.

Genau so sehe ich das auch.

[ Dieser Beitrag wurde von CarstenS am 22.09.2005 um 00:48 Uhr editiert. ]

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22.09.2005, 00:54 Uhr

NoImag
Posts: 1039
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Und gemäß der nun mal geltenden und allseits bekannten Regeln liegt die Sitzmehrheit jetzt bei Schwarz-Rot. Ob das nun vom nicht so ganz so souveränen Individuum in Einzelfall genau so beabsichtigt war, spielt dabei im Endergebnis keine Rolle mehr. So ist das in dieser parlamentarischen Demokratie. Das Ergebnis ist das Ergebnis und es ist die Aufgabe der Parteien, dieses Ergebnis zu akzeptieren und gemäß diesem Ergenis zu agieren. Es ist nicht ihre Aufgabe, sich das Ergebnis so lange schön zu rechnen und zurecht zu reden, bis es in ihrer Wunschvorstellung passt.

Im übrigen ist es auch die Aufgabe der Wähler, Wahlergebnisse zu akzeptieren. Auch wir sollten nicht versuchen, uns das jetzt zurecht zu klopfen oder Neuwahlen favorisieren, nur weils dummerweise nicht so ausgegangen ist, wie wir uns das jeweils vorgestellt hatten. :P


Indem du aber ausschließlich die große Koalition als Möglichkeit hinstellst, machst du genau das, was du hier anprangerst.

Zitat:
Ich will jetzt keine Neuwahlen mehr. Ich will, dass die endlich wieder anfangen zu regieren. Noch ein paar Monate absoluter Stillstand in Dauerwahlkampf werden dieser Republik noch mehr schaden, als jede noch so schlechte aktive Regierung das vermag. Derweil lacht man sich im Rest der Welt über uns kaputt und die hiesige Wirtschaft verharrt in Erwartungsstarre ob der politischen Maßnahmen die da kommen mögen. So kann und darf das nicht noch länger weiter gehen.

Lieber die nächsten vier Jahre Dauerwahlkampf als eine Regierung aus Union und FDP.

Tschüß,


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22.09.2005, 00:57 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von CarstenS:
@NoImag:
> Es gibt keinen klaren Wählerauftrag. Es sind zwei Lager
> angetreten, beide Lager haben keine Mehrheit bekommen. Der einzige
> Wählerauftrag, der daraus abzuleiten ist, lautet: Rauft euch
> zusammen. Wie ist egal.

Genau so sehe ich das auch.


Nett, wie ihr erst drumrum manöviert, um meine anfängliche Aussage am Ende doch zu bestätigen. Menschenskinder, das sag ich doch die ganze Zeit! Ich sollte mir vielleicht angewöhnen, direkter zu formulieren. :lach:


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22.09.2005, 01:03 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@NoImag:

> Indem du aber ausschließlich die große Koalition als Möglichkeit
> hinstellst, machst du genau das, was du hier anprangerst.

Ich habe nie eine andere Koalition kategorisch ausgeschlossen. Ich habe lediglich die zunächst einzig logische Schlussfolgerung aus dem Wahlergebnis gezogen. Rein mathematisch ohne jede Emotion und ohne jede taktische Überlegung. Einfach nur nach Sitzverteilung auf Basis der Stimmenverteilung ohne Spekulationen über evtl. Überhangmandate das Wahlergebnis akzeptiert. Bumms. Politik könnte so einfach sein. :rotate: ;)

> Lieber die nächsten vier Jahre Dauerwahlkampf als eine Regierung
> aus Union und FDP.

Ich wage zu bezweifeln, dass das wünschenswert wäre. Ich sage, lieber eine für mich persönlich weniger angenehme Regierung als gar keine.


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22.09.2005, 01:50 Uhr

pixl
Posts: 2581
Nutzer
Wählerauftrag.
Na wenn Wort nicht gute Chancen hat neben Jamicakoaltion zum (un)Wort des jahres gewählt zu werden.
Für mich ist das Wählerauftrag m.E. ein Un wort also ein Begriff der von Politikern besonders anch der Wahl in den Mund genommen wird um die eigene Postion zu rechtfertigen, oder was Demoskopen gerne verwenden weil es Ihr Job ist alles kaputt zu analysieren, aber gar keinen sinn macht weil eine Sache beschrieben wird die es gar nicht gibt.

Im Grunde genommen gab es und gibt es keinen Wählerauftrag, ich kann mich nicht entsinnen das auf es meinem Wahlzettel noch eine dritte Stimme für Wunschkoaltionen gegebn hat.
es gab da zwei Stimmen eine für den direkten Kandiadten der mich im Bundestag vertreten soll, ( was er niemals tun wird weil mich ja nicht mal persönlich kennt und ich ihn auch nicht) [satire..... deshalb bin ich dafür das jeder direktkandiat verpflichet werden muss an jede Tür zu gehen und sich persönlcih veostellen muss]
und einmal die zweitstimme wo eine Liste von Leuten einer Fraktion in den Bundestga wähle.
Mehr nicht.
Ich habe niemanden einen auftrag erteilt irgendeine Koalition einzugehen, und tue das auch jetzt nicht.
Was jetzt dort abläuft ist reines kasperle theater , jetzt will die SPD auch rückwirkend die Geschäftsordnung ändern um stärkste partei zu werden, was ich vollkommen daneben finde.
ich dachte immer das sind erwachsen leute die uns regieren wollen.
Faksch gedacht.

--
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22.09.2005, 06:52 Uhr

amigolas
Posts: 202
[Ex-Mitglied]
Zitat:
Original von Maja:
Zitat:
Original von CarstenS:
@NoImag:
> Es gibt keinen klaren Wählerauftrag. Es sind zwei Lager
> angetreten, beide Lager haben keine Mehrheit bekommen. Der einzige
> Wählerauftrag, der daraus abzuleiten ist, lautet: Rauft euch
> zusammen. Wie ist egal.

Genau so sehe ich das auch.


Nett, wie ihr erst drumrum manöviert, um meine anfängliche Aussage am Ende doch zu bestätigen.
...


Nichts anderes passiert nun eigentlich überall. Der Wählerauftrag ist immer eindeutig und "farblos": MACHEN!

Grüße,
amigolas

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22.09.2005, 09:09 Uhr

Schaumstofflumpi
Posts: 1292
Nutzer
Ich bin der Meinung, dass unser Bundespräsident dem Rumgehampel der Parteien ein Ende setzen sollte. Er soll einfach im Bundestag abstimmen lassen wer Bundeskanzler werden soll. Aus dem Ergebnis würde sich dann alles weitere ergeben. Auch eine Aufstellung neuer Kandidaten fürs Kanzleramt würde ich nicht schlecht dinden.
--
<<<~~~| Schaumstofflumpi |~~~>>>


[ Dieser Beitrag wurde von Schaumstofflumpi am 22.09.2005 um 09:10 Uhr editiert. ]

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