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amiga-news.de Forum > Get a Life > grosse Koalition? [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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28.09.2005, 14:38 Uhr

NoImag
Posts: 1039
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Zitat:
Original von CarstenS:
@NoImag:
> Ich hoffe, dass erkennt auch noch unsere zukünftige
> Bundeskanzlerin noch rechtzeitig.

Wer soll das sein? ?(


Hast du die Hoffnung, dass Frau Merkel nicht Bundeskanzlerin wird, immer noch nicht aufgegeben?

Tschüß,


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28.09.2005, 15:07 Uhr

Solar
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Merkel ist eine Frau? 8o :lach: :rotate:

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28.09.2005, 15:23 Uhr

NoImag
Posts: 1039
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Zitat:
Original von Holger:
Die Bereitschaft, für eine Gemeinschaft aufzukommen, sinkt dramatisch, wenn man sieht, daß 90% dieser Gemeinschaft eine "mir egal, die Krankenkasse zahlt ja" oder "wie kann ich das System austricksen, um für mich nochmehr Zuzahlungen rauszuholen" Mentalität haben.
Es ist ja nicht so, als ob die, die die Möglichkeit zum Austritt aus der gKV haben und nutzen, per se gesünder wären als andere Menschen.


Das was du hier beschreibst ist eine Folge der fehlenden Mitverantwortung in unserer Gesellschaft und nicht ihre Ursache. Es hat immer Schmarotzer gegeben und es wird auch immer Schmarotzer geben. Diese sind aber kein Problem, solange nicht Politiker und Wirtschaftsverteter daher kommen und behaupten, die Ursache für die hohen Krankenversicherungsbeiträge seien Schmarotzer und diesem sei nur beizukommen, indem in Zukunft jeder selbst für seine Krankheitskosten aufkommen muss. Dann fangen nämlich Leute, die diese Lüge nicht durchschauen, an, sich ebenfalls wie ein Schmarotzer zu verhalten. Wenn dann immer wieder die Selbstbedienung von Politikern und Vorständen großer Unternehmen in den Medien thematisiert werden, dann fangen noch mehr an zu schauen, wo sie denn für sich selbst ein Stück vom Kuchen legal (und teilweise auch illegal) klauen können. Als Folge steigen dann die Krankenversicherungsbeiträge noch weiter und die Verursacher der Misäre haben endlich recht.

Tatsächlich haben wir sowohl ein Ausgaben- als auch ein Einnahmenproblem. Das Ausgabenproblem hat verschiedene Ursachen, unter anderem das zunehmende Alter der Menschen, die medizinische Innovation, die eine bessere medizinische Versorgung ermöglicht, die aber auch finanziert werden will sowie ein Überangebot an Medikamenten. Private Vorsorge hilft beim Punkt 1 überhaupt nichts, bei Punkt zwei hilft nur die Zweiklassenmedizin und Änderungen bei Punkt drei werden von Union und FDP seit Jahren blockiert.
Auf die Ursache für das Einnahmenproblem hat Maja schon hingewiesen. Wenn man alle in Deutschland erwirtschafteten Einkünfte heranzieht, dann ist Deutschland keineswegs zu arm für unsere Krankenversicherung. Die ständig abnehmenden Einkünfte aus abhängiger Beschäftigung können die Krankenversicherung allerdings nicht mehr lange finanzieren. Die einzige Lösung für dieses Problem ist die Bürgerversicherung. Die anscheinend auch von dir favorisierte Alternative, die Privatisierung des Krankheitsrisikos, führt nur dazu, dass in Zukunft in Deutschland wieder Menschen an Lungenentzündung sterben müssen, weil sich viele Menschen dann keine Krankenversicherung mehr leisten könnten. Und an dieser Stelle sollte nun auch klar sein, was die Finanzierung der Krankenversicherung mit sozialer Mitverantwortung zu tun hat.

Zitat:
Warum wird dann ständig über Reformen diskutiert, wenn dieses System so gut funktioniert?
Ich dachte immer, es ginge genau darum, daß die Kosten explodieren.


Nein, tatsächlich geht es ausschließlich darum, dass die Lohnnebenkosten steigen.
Wenn Politiker und Wirtschaftsfunktionäre Verantwortungsbewusstsein hätten, dann würde es auch darum gehen, dass geringe und mittlere Einkommen Netto belastet werden, was wiederum schlecht für die Binnenkonjunktur ist.

Tschüß,


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28.09.2005, 15:29 Uhr

NoImag
Posts: 1039
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Zitat:
Original von Holger:
Trotzdem fangen alle Kosten immer damit an, daß jemand zum Arzt geht.


Und wenn jemand zu spät zum Arzt geht, dann sind die Kosten noch viel höher.

Tschüß,


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28.09.2005, 20:04 Uhr

Holger
Posts: 8059
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Zitat:
Original von NoImag:
Das was du hier beschreibst ist eine Folge der fehlenden Mitverantwortung in unserer Gesellschaft und nicht ihre Ursache.

Ursache-Wirkung spielt in einem Kreislauf nur eine Nebenrolle.
Zitat:
Tatsächlich haben wir sowohl ein Ausgaben- als auch ein Einnahmenproblem. Das Ausgabenproblem hat verschiedene Ursachen, unter anderem das zunehmende Alter der Menschen, die medizinische Innovation, die eine bessere medizinische Versorgung ermöglicht, die aber auch finanziert werden will sowie ein Überangebot an Medikamenten.
Und einer neueren Definition von Krankheit, die aber oftmals auch aus dem Überangebot (nicht nur von Medikamenten) herrührt.
Setzen wir noch systembedingte Ausgaben mit auf die Liste, dann haben wir fast alles erfaßt.
Zitat:
Auf die Ursache für das Einnahmenproblem hat Maja schon hingewiesen. Wenn man alle in Deutschland erwirtschafteten Einkünfte heranzieht, dann ist Deutschland keineswegs zu arm für unsere Krankenversicherung. Die ständig abnehmenden Einkünfte aus abhängiger Beschäftigung können die Krankenversicherung allerdings nicht mehr lange finanzieren.
Mir kommt das zu pauschalisiert vor, aber vielleicht ist es tatsächlich so einfach.
Zitat:
Die einzige Lösung für dieses Problem ist die Bürgerversicherung.
Das halte ich schonmal für eine sehr gefährliche Einstellung. Auch unabhängig vom Problem und der einen Lösung, ist dies die falsche Herangehensweise.
Zitat:
Die anscheinend auch von dir favorisierte Alternative, die Privatisierung des Krankheitsrisikos, führt nur dazu, dass in Zukunft in Deutschland wieder Menschen an Lungenentzündung sterben müssen, weil sich viele Menschen dann keine Krankenversicherung mehr leisten könnten.
Ich favorisiere keinesfalls eine Privatisierungslösung. Ich sehe nur, daß eine Institution wie die Bürgerversicherung einige der heutigen Probleme dramatisch verschärft, und befürchte, daß die Mehreinnahmen dies nicht kompensieren werden.
Ich glaube, daß man sich mit der Problematik noch nicht ausreichend auseinandergesetzt hat, um jetzt schon mit Patenlösungen hausieren zu gehen. Und man sollte schon gar nicht so tun, als wäre eine dieser Lösungen die einzige Alternative.
Zitat:
Nein, tatsächlich geht es ausschließlich darum, dass die Lohnnebenkosten steigen.
Wenn ich sehe, was teilweise im Gesundheitswesen abgebaut wurde, bzw. daß man ohne Zivi's gar nicht auskommen kann, und trotzdem die Kosten immer weiter steigen, dann glaube ich, daß es einen grundsätzlichen Fehler im System gibt, der über Lohnnebenkosten weit hinausgeht.

mfg
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Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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28.09.2005, 21:06 Uhr

gunatm
Posts: 1354
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Lustigerweise kann man mit Krankenhäusern, die privatisiert wurden plötzlich Geld verdienen. Zufall?
--
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28.09.2005, 22:45 Uhr

NoImag
Posts: 1039
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@Holger:

Ich sage ja gar nicht, dass nicht auch auf der Ausgabenseite etwas getan werden muss. Die einzige bisher angebotene Lösung lautet aber, dass die Kosten nicht mehr die gKV trägt, sondern dass ich die Kosten aus meiner Portokasse bezahlen soll. Auch eine Umstellung auf die pKV (wie von der FDP gewünscht) ändert nichts, das System bleibt dasselbe, nur dass die Verwaltungskosten höher als bei der gKV sind und Menschen mit geringeren Einkünften höhere Beiträge zu zahlen haben.

Wenn du Vorschläge hast, wie man Scheininnovationen und neu erfundene Krankheiten bekämpfen kann, dann lass hören.

Tschüß,


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29.09.2005, 01:56 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@Holger:

Interessant was dir so alles einfällt, nicht mitverantwortlich sein zu müssen. Fast schon lachen musste ich, als du dich darüber aufregtest, du würdest in der gKV für Leistungen bezahlen, auf die du verzichten würdest. Und das auch noch unabhängig vom Schadenfall. Was immer du damit auch meinem magst. In einer privaten Krankenversicherung ist es ganz sicher nicht anderes. Auch wenn man dir das glauben machen will.

Ich möchte auf die weiteren Details nicht näher eingehen. Mir fällt nur auf, dass du, wie leider die Mehrheit der Bevölkerung, glaubst, die Wurzel der Glückseligkeit würde darin liegen, sich einzig und allein um seinen eigenen Kram zu kümmern. Jeder Ansatz, der dich mit anderen in einen Topf steckt, scheint bei dir schon fast existenzbedrohende Panik auszulösen.

Wahrscheinlich glaubst du auch, in privaten Versicherungen würde es keinen Leistungsmissbrauch geben, der auch deinen höchst persönlichen und rein indiviuellen Beitrag in die Höhe treibt. Patienten würden sich immer absolut korrekt verhalten und nur die Leistungen in Anspruch nehmen, die sie auch tatsächlich brauchen. Ärzte und Krankenhäuser würden immer absolut korrekt abrechnen. Und du hast bei den Rechnungen natürlich den totalen Durchblick und kannst diese bist auf den Cent genau nachvollziehen.

Wie dem auch sei. Dieses Inseldenken ist das eigentliche Kernproblem unserer modernen Gesellschaft. Eigentlich ist es schon keine Gesellschaft mehr, sondern ein Ansammlung von introvertierten Individuen.

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29.09.2005, 01:58 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zurück zum Topic:

Auf ein mal sind dem lieben Gerhard allein die Sachfragen wichtig. Die K-Frage stellt er ganz hinten an. Sogar eine große Koalition kann er sich jetzt vorstellen. Es bleibt also spannend.

Danke Doris. ;)

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29.09.2005, 10:03 Uhr

CarstenS
Posts: 5566
Nutzer
@gunatm:
> Lustigerweise kann man mit Krankenhäusern, die privatisiert wurden
> plötzlich Geld verdienen. Zufall?

Keineswegs. Das ist immer mit drastischem Personalabbau und oftmals auch niedrigeren Tarifen zu erklären. Ich habe jahrelang in einem städtischen Alten- und Pflegeheim gearbeitet, das gerade zu der Zeit "flott" gemacht wurde für die Privatisierung. Die Personalstärke wurde innerhalb von ca. fünf Jahren in etwa halbiert. Nur in der Verwaltung nicht, die wurde eher noch aufgestockt...

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29.09.2005, 10:11 Uhr

Solar
Posts: 3674
Nutzer
"Flott" machen einer Pflegeeinrichtung... da stellt sich bei mir dasselbe Gefühl ein, wie wenn Mercedes die Entlassung von 8500 Mitarbeitern ankündigt und als nächstes erstmal der Aktienkurs steil nach oben geht...

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29.09.2005, 11:35 Uhr

Holger
Posts: 8059
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Fast schon lachen musste ich, als du dich darüber aufregtest, du würdest in der gKV für Leistungen bezahlen, auf die du verzichten würdest. Und das auch noch unabhängig vom Schadenfall. Was immer du damit auch meinem magst.

So so.
Du reagierst also mit Lachen, wenn Du etwas nicht verstehst? Gute Einstellung.
Möchtest Du ein konkretes Beispiel? Ich will nicht, daß meine Krankenkasse Viagra auf Rezept bezahlt, auch dann nicht, wenn ich es persönlich brauchen würde. Jetzt klar?
Ich will auch nicht, daß meine Krankenkasse cholesterin-senkende Mittel bezahlt oder Therapien für "ADS-geschädigte" Kinder. Und unabhängig davon, ob ich auf diese Leistung verzichte, muß ich ich in einer gKV diese Leistungen für andere bezahlen.

Anderes Beispiel: wenn jemand aufgrund seiner Religion Operationen ablehnt, muß er trotzdem dafür aufkommen, wenn sich andere unters Messer legen.

Daß geht über einen Solidaritätsgedanken weit hinaus.
Zitat:
In einer privaten Krankenversicherung ist es ganz sicher nicht anderes. Auch wenn man dir das glauben machen will.
Offenbar hast Du noch nie einen Tarifrechner ausprobiert. Da kann man sehr wohl auswählen, für welche Leistungen man versichert sein will, und ob man "Chefarztbehandlung" oder "Einzelzimmer" braucht.
Wie auch immer. Die andere Alternative heißt gar nicht versichern.
Und bei Dir wird offensichtlich, daß Du zu denen gehörst, die ein sehr einseitiges Verständnis von "Verantwortung" oder "Solidarität" haben.
Zitat:
Mir fällt nur auf, dass du, wie leider die Mehrheit der Bevölkerung, glaubst, die Wurzel der Glückseligkeit würde darin liegen, sich einzig und allein um seinen eigenen Kram zu kümmern. Jeder Ansatz, der dich mit anderen in einen Topf steckt, scheint bei dir schon fast existenzbedrohende Panik auszulösen.
Man merkt, daß Du meine Postings entweder nicht richtig gelesen oder eine sehr selektive Wahrnehmung hast. Zum Glück haben mich andere doch verstanden, sonst würde Deine Einschätzung glatt noch glauben.
Zitat:
Wahrscheinlich glaubst du auch, in privaten Versicherungen würde es keinen Leistungsmissbrauch geben, ...
Tja, Deine Fixierung auf privaten Versicherungen spricht für sich...
Zitat:
Wie dem auch sei. Dieses Inseldenken ist das eigentliche Kernproblem unserer modernen Gesellschaft. Eigentlich ist es schon keine Gesellschaft mehr, sondern ein Ansammlung von introvertierten Individuen.
Ja, dafür sind die Menschen ja auch 1989 auf die Straße gegangen, um Individuen sein zu dürfen. Weil sie die permanenten Beschwörungsformeln, daß man persönliche Abstriche machen müsse, für die "Gesellschaft", "Solidarität" oder einfach nur weil's so sein soll, satt hatten.
Aber Bitte, führen wir die "Bürgerversicherung" ein, war ja nicht alles schlecht im Osten. Und da wir in Sachen Überwachungsstaat ja auch schon bald DDR-Niveau erreicht haben, vom Zustand der Wirtschaft brauchen wir gar nicht zu reden, da ist wieder alles wie früher.
Mal sehen, ob's diesmal besser funktioniert.

mfg
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29.09.2005, 12:59 Uhr

Solar
Posts: 3674
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Zitat:
Original von Holger:
Zitat:
Eigentlich ist es schon keine Gesellschaft mehr, sondern ein Ansammlung von introvertierten Individuen.
Ja, dafür sind die Menschen ja auch 1989 auf die Straße gegangen, um Individuen sein zu dürfen. Weil sie die permanenten Beschwörungsformeln, daß man persönliche Abstriche machen müsse, für die "Gesellschaft", "Solidarität" oder einfach nur weil's so sein soll, satt hatten.

Also Artikel 20, Absatz 1 des Grundgesetzes abändern und freie Fahrt für Egoismus, Manchester-Kapitalismus und Sozialdarwinismus?

Eben das stört mich an Vertretern der als "Eigenverantwortung" getarnten Ellenbogenmentalität. "Ich bin groß und stark, was kümmern mich die Schwachen." Da bin ich auf Majas Seite...


[ Dieser Beitrag wurde von Solar am 29.09.2005 um 13:00 Uhr editiert. ]

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29.09.2005, 13:57 Uhr

Schaumstofflumpi
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Ich sag euch Leute...wenn wir so weiter machen toppen wir den Phönix-Thread noch :lach:
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29.09.2005, 14:06 Uhr

Holger
Posts: 8059
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Zitat:
Original von Solar:
Also Artikel 20, Absatz 1 des Grundgesetzes abändern und freie Fahrt für Egoismus, Manchester-Kapitalismus und Sozialdarwinismus?

Vielleicht gibt es ja zwischen Diktatur des Proletariats und Manchester- Kapitalismus noch ein paar andere Optionen.
Zitat:
Eben das stört mich an Vertretern der als "Eigenverantwortung" getarnten Ellenbogenmentalität. "Ich bin groß und stark, was kümmern mich die Schwachen." Da bin ich auf Majas Seite...
Mir fällt nur auf, daß immer nur dann von Verantwortung oder gar Gemeinschaft die Rede ist, wenn man etwas von jemanden haben will.

Und wenn ich sehe, wie schnell man hier in eine bestimmte Ecke gedrängt wird, nur weil man es wagt, an der ultimativen Einheitlösung ein paar Zweifel zu äußern, fühle ich mich wirklich an alte Zeiten erinnert, wo jedwede Kritik sofort als "Propaganda des Klassenfeinds" deklariert wurde.
Einer solchen Gemeinschaft entziehe ich mich schon aus Prinzip, mit der Finanzierung hat das gar nichts mehr zu tun. Dann bin ich halt der "böse Kapitalist".

mfg
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29.09.2005, 14:15 Uhr

Schaumstofflumpi
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Was sollen eigentlich diese Kindergartenaussagen wie "Was interessieren mich die Schwachen ich bin groß und stark!"

Keiner hier in diesem Forum hat jemals solch eine Aussage getroffen!

Ich denke, wir sind uns alle einig das den Schwachen geholfen werden muß und auch sollte. Die Frage ist nur wie und in welchem Umfang man das tut.

Es gibt genug schwachsinnige Ausgaben, die wir der Staat Tag für Tag tätigen. Würde man Teilgelder davon für Schwächere aufbringen und mit Köpfchen einsetzten, wäre denen schon sehr sehr viel geholfen. Und es würde dann immer noch etwas übrigbleiben um alle weiter zu entlasten. So würde es sogar noch regelrecht leichter fallen auch Schwache zusätzlich noch mit Spenden zu unterstützen.

Denkt bitte mal so...und nicht in solch festgefahrenen Politbahnen.

Das nenne ich Mut! Und dann gehts auch wieder bergauf! Abbau von Bürpkratie! Famielien freundliche Politik! Der Arbeitnehmer darf nicht schlechter als der Arbeitgeber behandelt werden! Kaufkräfte stärken! Mehr Geld in den Taschen jedes einzelnen! Weg von der Qucik and Dirty Methodik! Tante-Emma-Läden unterstützen!!! Backautomatikläden boikotieren!!! Den echten Bäcker unterstützen...ich geb gern 20 Cent mehr fürs Brötchen aus!

Wählt mich zum Kanzler!

Gruß,
Schaumstoffpolitiker




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29.09.2005, 14:21 Uhr

Holger
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Zitat:
Original von Schaumstofflumpi:
Tante-Emma-Läden unterstützen!!! Backautomatikläden boikotieren!!! Den echten Bäcker unterstützen...ich geb gern 20 Cent mehr fürs Brötchen aus!

Du kannst ihn noch besser unterstützen, wenn Du bei ihm Kuchen kaufst. Mehr Umsatz bei ihm und gleichzeitig ein stärkeres Gefühl von Luxus bei Dir. Und die Automaten können da eh nicht mithalten.
Zitat:
Wählt mich zum Kanzler!
Ok, schlimmer kanns ja eh nicht werden. Mußt Dich halt nur zur Wahl stellen, bist Du denn schon über 18? :D

mfg
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29.09.2005, 14:23 Uhr

Schaumstofflumpi
Posts: 1292
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Die Wehrpflicht gehört längst abgeschafft!!! Sie kostet nur Geld und das nciht zu knapp!!!! Und ich kanns nicht mehr hören...."Wir können doch nicht die Wehrpflicht abschaffen....weil es ist doch wichtig das die BW von außen kontrolliert und einzusehen ist." Die Wehrpflicht gehört abgeschafft! Was meint ihr was wir dadurch jährlich einsparen würden. Sicher würden dadurch auch wieder Arbeitsplätze kaputt gemacht werden. Aber ich meine trotzdem, das es der wirtschaft Deutschlands einen erheblichen Auftrieb geben würde. Es steht mehr GEld zur Verfügung um neues zu schaffen...auch Arbeitsplätze!!!
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29.09.2005, 14:25 Uhr

Schaumstofflumpi
Posts: 1292
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@Holger

Auch wenn du es nicht glauben magst, ich habe schon 4 Bundestagswahlen mitgemacht als Wähler ;) und ja...ich war bei der Bundeswehr und ja ich habe ABI .

Und noch eins....

Kanzler sein, dass ist nicht schwer...aber ein guter Kanzler zu sein das ist schwer!


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[ Dieser Beitrag wurde von Schaumstofflumpi am 29.09.2005 um 14:26 Uhr editiert. ]

[ Dieser Beitrag wurde von Schaumstofflumpi am 29.09.2005 um 14:27 Uhr editiert. ]

[ Dieser Beitrag wurde von Schaumstofflumpi am 29.09.2005 um 14:29 Uhr editiert. ]

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29.09.2005, 15:09 Uhr

Schaumstofflumpi
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Solange ein Land sich selbst nicht wirklich wohl fühlt, muß es erst mal die internen Probleme beseitigen...UND ERST DANN kann ich mich um andere Länder kümmern. Auch wenn es uns im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut geht, sind die meisten in unserem Land nicht gerade zufrieden mit der Situation...zu recht! Denn wer möchte schon von einem guten Standard runtergelevelt werden auf einen mittelmäßigen Standard?! Das sehen die Menschen nicht ein. Und wenn die Politiker ihre Arbeit gut machen würden, dann würde es überhaupt nicht nötig sein unseren Standard runterzuleveln. Die Probleme in unserem Land müssen über den globalen Weltproblemen stehen. Europa ist eine nette Idee! Aber die rasche Ausweitung Europas tut meistens anderen Ländern gut aber nicht uns. Zumindest sollten die Länder nicht mit irgendwelchen Geldgeschenken überhäuft werden wenn sie Europa beitreten.

Helfen ist schön! Aber vorerst sollten wir uns in unserem Land gegenseitig helfen, bevor wir unsere Hilfe globalisieren. Nur ein wirklich starkes und zufriedenes Land kann Helfen! Und noch eins, ich habe kein Verständniss dafür, daß wir heute noch für das was unsere Großeltern verbockt haben bezahlen sollen. Das ist nicht gerechtfertigt!
Aber unsere Politiker wollen überall Sonnenschein machen. Deutschland bringt Wohlstand...nur in Deutschland wird Wohlstand immer seltener.

Gruß,
Schaumstoffglobalisierer

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[ Dieser Beitrag wurde von Schaumstofflumpi am 29.09.2005 um 15:10 Uhr editiert. ]

[ Dieser Beitrag wurde von Schaumstofflumpi am 29.09.2005 um 15:11 Uhr editiert. ]

[ Dieser Beitrag wurde von Schaumstofflumpi am 29.09.2005 um 15:16 Uhr editiert. ]

[ Dieser Beitrag wurde von Schaumstofflumpi am 29.09.2005 um 15:18 Uhr editiert. ]

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29.09.2005, 15:15 Uhr

Solar
Posts: 3674
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Zitat:
Original von Holger:

Mir fällt nur auf, daß immer nur dann von Verantwortung oder gar Gemeinschaft die Rede ist, wenn man etwas von jemanden haben will.


Welche Verantwortung haben denn "die Kleinen" gegenüber "den Großen", daß Du sie dem gegenüberstellen möchtest?

Ich für meinen Teil will nicht haben. Ich bin in der glücklichen Position, das es mir ziemlich gut geht in meinem Leben. Ich sehe nur, wie auf der einen Seite Menschen auf die Kosten des Systems schimpfen und sich auf vielerlei Weise daraus ausklinken, aber auf der anderen Seite die vielen netten Nebeneffekte eben dieses Systems genießen. Und ich sehe auch, wie schlecht es Menschen in diesem Land gehen kann. (Frankfurt ist eine tolle Stadt...)

Zitat:
Und wenn ich sehe, wie schnell man hier in eine bestimmte Ecke gedrängt wird, nur weil man es wagt, an der ultimativen Einheitlösung ein paar Zweifel zu äußern...

Rechts und Links ist eine Frage der Definition von "Mitte".

Zitat:
Einer solchen Gemeinschaft entziehe ich mich schon aus Prinzip...

Merkt man.

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29.09.2005, 15:47 Uhr

Holger
Posts: 8059
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Zitat:
Original von Solar:
Welche Verantwortung haben denn "die Kleinen" gegenüber "den Großen", daß Du sie dem gegenüberstellen möchtest?

Das würde ich ja gerne mal wissen. Wenn es, so wie Du andeutest, gar keine solche Verantwortung für alle gibt, dann nennen wir besser das Kind beim richtigen Namen, "haben-wollen-Prinzip" und vermeiden blumige Umschreibungen ala "Verantwortung".
Zitat:
Zitat:
Und wenn ich sehe, wie schnell man hier in eine bestimmte Ecke gedrängt wird, nur weil man es wagt, an der ultimativen Einheitlösung ein paar Zweifel zu äußern...
Rechts und Links ist eine Frage der Definition von "Mitte".
Was hat das mit rechts oder links zu tun? Kannst Du nur in Schubladen denken? Soweit ich erkennen kann, werde ich von Dir in die "Machester-Kaptialismus" oder gar "Sozialdarwinismus"-Schublade gesteckt, nur weil ich es gewagt haben, Kritik an einer allgemeinen Bürgerversicherung anzumelden, die nicht zu Ende gedacht wurde.
Stell Dich meinetwegen rechts oder links hin oder auch mitten auf eine Autobahn, wenn es Dir gefällt, für mich hat das nichts mit einer ernsthaften Diskussion über politische Sachfragen zu tun.
Zitat:
Zitat:
Einer solchen Gemeinschaft entziehe ich mich schon aus Prinzip...
Merkt man.
Woran?
Echt unglaublich, was ein bißchen Kritik so bewirken kann. Was glaubst Du über mich und mein Handeln zu wissen?

mfg
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29.09.2005, 15:51 Uhr

Holger
Posts: 8059
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Zitat:
Original von Schaumstofflumpi:
Auch wenn du es nicht glauben magst, ich habe schon 4 Bundestagswahlen mitgemacht als Wähler ;)

Dann hast Du auch genug Erfahrung für's Kanzleramt. :D
Zitat:
Kanzler sein, dass ist nicht schwer...aber ein guter Kanzler zu sein das ist schwer!
...oder Du tritt's in die Fußstapfen des Dalei Lama und veröffentlichst gesammelte Weisheiten. :lach:

mfg
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29.09.2005, 15:54 Uhr

Schaumstofflumpi
Posts: 1292
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@Holger

:lach: :lach: :lach: Ich werds mir überlegen...ich stoiber mir einen :lach: :lach: :lach:
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29.09.2005, 16:32 Uhr

Solar
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Zitat:
Original von Holger:

Wenn es, so wie Du andeutest, gar keine solche Verantwortung für alle gibt, dann nennen wir besser das Kind beim richtigen Namen, "haben-wollen-Prinzip" und vermeiden blumige Umschreibungen ala "Verantwortung".


Die Verantwortung des Starken gegenüber dem Schwachen, des Gesunden gegenüber dem Kranken, des Reichen gegenüber dem Armen.

Du siehst, wie in einer Nebengasse eine Frau offensichtlich belästigt wird. Was erwartest Du zu bekommen? Du siehst einen Epileptiker in der Fußgängerzone zusammenbrechen. Was erwartest Du zu bekommen? Du siehst einen hungernden Menschen. Was erwartest Du zu bekommen?

Alles andere ist dann nur noch eine Abstufung von grau, wo die drei Beispiele oben schwarz / weiß sind. Aber wenn Du nicht willst, das man Dich "in eine Ecke" stellt, solltest Du mal darauf achten, wie Du klingst.

Ich habe seinerzeit das Arbeitsamt eine Menge Geld gekostet, als mir Umschulung und Unterhalt gezahlt wurden, statt mich einfach als "arbeitslos" abzuhaken. (Zumal ich einen festen Job hatte, und mich habe kündigen lassen, um eben diese Umschulung zu machen.) Heute werde ich ungleich besser bezahlt, und zahle nun diese Schuld zurück, und bin verdammt dankbar dafür, das ich diese Chance hatte.

Wenn sich dann jemand aufbaut und sagt, "was habe ich davon, den Schwachen zu helfen", dann stelle ich mir vor, wie ich als Kraftfahrer wohl Steuern zahlen und eine Familie ernähren könnte. Und dann bekomme ich ein ganz, ganz komisches Gefühl im Bauch. X(

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Und wenn ich sehe, wie schnell man hier in eine bestimmte Ecke gedrängt wird, nur weil man es wagt, an der ultimativen Einheitlösung ein paar Zweifel zu äußern...
Rechts und Links ist eine Frage der Definition von "Mitte".
Was hat das mit rechts oder links zu tun? Kannst Du nur in Schubladen denken?

Die Schublade mit der Aufschrift "ultimative Einheitslösung" war schon offen, ich dachte ich mach' einfach mal noch ein paar auf.

Für Dich mag mein Standpunkt "links" wirken, oder "übersozial" oder "rot" oder was auch immer Dir einfällt. Aber so ist das nun einmal bei den meisten Menschen: Man wertet den anderen immer von der eigenen Position aus gemessen. Wo ich bin, ist "normal"...

Zitat:
Stell Dich meinetwegen rechts oder links hin oder auch mitten auf eine Autobahn, wenn es Dir gefällt, für mich hat das nichts mit einer ernsthaften Diskussion über politische Sachfragen zu tun.

Ich zielte hier weniger auf die Bürgerversicherung, als vielmehr auf Dein Menschenbild.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Einer solchen Gemeinschaft entziehe ich mich schon aus Prinzip...
Merkt man.
Woran?
Echt unglaublich, was ein bißchen Kritik so bewirken kann. Was glaubst Du über mich und mein Handeln zu wissen?


Ach komm schon. Ließ' doch Deine eigenen Postings mal durch...

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29.09.2005, 19:11 Uhr

Holger
Posts: 8059
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Zitat:
Original von Solar:
Die Verantwortung des Starken gegenüber dem Schwachen, des Gesunden gegenüber dem Kranken, des Reichen gegenüber dem Armen.

Danke für die Bestätigung Deine Schubladendenkens. Schwarz und weiß, die da oder wir hier, und wem es gut geht, der soll sich gefälligst immer schuldig fühlen.
Zitat:
Alles andere ist dann nur noch eine Abstufung von grau, wo die drei Beispiele oben schwarz / weiß sind.
Aha.
In der Theorie hast Du mal was von Grau gehört.
Zitat:
Aber wenn Du nicht willst, das man Dich "in eine Ecke" stellt, solltest Du mal darauf achten, wie Du klingst.
Wie jemand, der den realen Sozialismus live erlebt hat und sich nicht im Namen des Märchens von der sozialen Gerechtigkeit verbieten läßt, Kritik an bestimmten Konzepten zu üben.
Zitat:
Wenn sich dann jemand aufbaut und sagt, "was habe ich davon, den Schwachen zu helfen", ...
WO VERDAMMT NOCHMAL HAT DAS JEMAND GESAGT, außer Dir natürlich??
Hör endlich auf, auf irgendwelche Reizworte anzuspringen und dabei Deinen Verstand auszuschalten. Wenn ein System Schwächen hat, darf man das auch kritisieren, ohne daß einem gleich unterstellt wird, daß System abschaffen zu wollen.
Zitat:
dann stelle ich mir vor, wie ich als Kraftfahrer wohl Steuern zahlen und eine Familie ernähren könnte.
Es gibt Leute, die können und müssen das.
Zitat:
Und dann bekomme ich ein ganz, ganz komisches Gefühl im Bauch. X(
Das es nichts mehr mit dem Kopf zu tun hat, ist offensichtlich.
Zitat:
Ich zielte hier weniger auf die Bürgerversicherung, als vielmehr auf Dein Menschenbild.
Mein Menschenbild ist nicht das Thema, aber bitte schön: ich bin der Meinung, das jeder Mensch dazu neigt, Geld zu sparen, wenn er die Möglichkeit dazu hat und Geld zu verschwenden, wenn es nicht seines ist. Und ein System, das diese Eigenarten nicht berücksichtigt, wird immer im Kollaps enden.
Du kannst Dir ja meinetwegen ein anderes Menschenbild zurechtlegen, aber hör auf durchzudrehen, sobald jemand nicht Deinem illusorischen Bild entspricht.

Zitat:
Ach komm schon. Ließ' doch Deine eigenen Postings mal durch...
Hab ich nochmal, extra für Dich. Vielleicht solltest Du sie auch mal lesen, statt nur ein paar Reizwörter aufzunehmen.

mfg
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30.09.2005, 01:26 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@Holger:

Ich verstehe sehr wohl was du sagen willst. Ich lache nur, damit ich darüber nich weinen muss.

Viagra ist Bestandteil des gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskataloges. Da kann und darf sich auch eine private Krankenversicherung nicht von ausnehmen. Verweigert sie bei ärztlicher Indikation dennoch die Bezahlung dieses Medikamentes, verstößt sie gegen geltendes Recht. Also ein schlechtes Beispiel. Nicht zuletzt, weil Viagra für Männer mit Erektionsschwäche ein durchaus sinn- und wertvolles Medikament ist.

Dass du aber ausgerechnet dieses Medikament als negativ Beispiel gewählt hast, zeigt mir nur zu deutlich, dass Diskutieren mit dir hier keinen Sinn hat. Du strotzt offenbar nur so von Vorurteilen. Mir fehlen sowohl Zeit als auch Lust, diesen allen auf den Grund zu gehen und zu versuchen sie auszuräumen.

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30.09.2005, 08:18 Uhr

Solar
Posts: 3674
Nutzer
Zitat:
Original von Holger:
Zitat:
Original von Solar:
Die Verantwortung des Starken gegenüber dem Schwachen, des Gesunden gegenüber dem Kranken, des Reichen gegenüber dem Armen.

Danke für die Bestätigung Deine Schubladendenkens. Schwarz und weiß, die da oder wir hier, und wem es gut geht, der soll sich gefälligst immer schuldig fühlen.

Wenn man versucht, einen Punkt klar zu machen, bedient man sich in der Regel deutlicher Beispiele. Wenn Du daraus "Schubladendenken" fabrizierst, kann ich dafür nichts. Ich hatte schon erwähnt, das die Schublade "Sozialisten" (bzw. "Befürworter der ultimativen Einheitslösung" oder wie Du das auch immer gerade bezeichnet hast) hast Du aufgemacht. Wundere Dich nicht, wenn Deine "Gesprächs"-partner da verschnupft reagieren.

Und es geht nicht um "schuldig" fühlen, sondern um Mitverantwortung.

Auch hier gibt es eine Grauskala zwischen Schwarz und Weiß. Ich vertrete hier genausowenig den "realen Sozialismus", wie Du die Euthanasie.

Zitat:
In der Theorie hast Du mal was von Grau gehört.

Solche persönlichen Angriffe kannst Du Dir schenken.

Zitat:
Zitat:
Aber wenn Du nicht willst, das man Dich "in eine Ecke" stellt, solltest Du mal darauf achten, wie Du klingst.
Wie jemand, der den realen Sozialismus live erlebt hat und sich nicht im Namen des Märchens von der sozialen Gerechtigkeit verbieten läßt, Kritik an bestimmten Konzepten zu üben.

Kritik an Konzepten ist eine Sache. Aber Du wirst Dir gefallen lassen müssen, das Andere nicht Deiner Meinung sind, und da Du Dich einer extremen Ausdrucksweise bedienst ("Märchen von der sozialen Gerechtigkeit"), darfst Du Dich über entsprechendes Echo nicht wundern.

Zitat:
Zitat:
Wenn sich dann jemand aufbaut und sagt, "was habe ich davon, den Schwachen zu helfen", ...
WO VERDAMMT NOCHMAL HAT DAS JEMAND GESAGT, außer Dir natürlich??

Nochmal, die persönlichen Angriffe, die Du zugegebenermaßen virtuos beherrschst, kannst Du Dir schenken.

Und um Deinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen:

Maja und Du:

> > Stört es dich, dass ich nicht über die Beträge
> > schimpfe?
>
> Nö, Du kannst ja zahlen, was Du willst, mich
> stört's eher, wenn man von mir verlangt, die
> gleichen Beiträge zu zahlen.

Du und ich:

> Mir fällt nur auf, daß immer nur dann von
> Verantwortung oder gar Gemeinschaft die Rede
> ist, wenn man etwas von jemanden haben will.
>
> > Welche Verantwortung haben denn "die Kleinen"
> > gegenüber "den Großen", daß Du sie dem gegen-
> > überstellen möchtest?
>
> Das würde ich ja gerne mal wissen. Wenn es, so
> wie Du andeutest, gar keine solche Verantwortung
> für alle gibt, dann nennen wir besser das Kind
> beim richtigen Namen, "haben-wollen-Prinzip" und
> vermeiden blumige Umschreibungen ala "Verantwortung".

Zitat:
Hör endlich auf, auf irgendwelche Reizworte anzuspringen und dabei Deinen Verstand auszuschalten.

Hier über jeden, der nicht Deiner Meinung ist, als Sozialisten zu reden, ist auch nicht gerade zielführend.

Zitat:
Zitat:
dann stelle ich mir vor, wie ich als Kraftfahrer wohl Steuern zahlen und eine Familie ernähren könnte.
Es gibt Leute, die können und müssen das.

Das weiß ich. Unter anderem aus Erfahrung. Schön, daß Du mir meine ganz persönliche Dankbarkeit für das soziale System gleich wieder als Hochmut auslegst. X(

Zitat:
Zitat:
Und dann bekomme ich ein ganz, ganz komisches Gefühl im Bauch. X(
Das es nichts mehr mit dem Kopf zu tun hat, ist offensichtlich.

{ Ursprüngliche Reaktion gelöscht wegen Verstoß gegen die Netiquette. Ende der Unterhaltung. }

[ Dieser Beitrag wurde von Solar am 30.09.2005 um 08:21 Uhr editiert. ]

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30.09.2005, 12:10 Uhr

Holger
Posts: 8059
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Viagra ist Bestandteil des gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskataloges. Da kann und darf sich auch eine private Krankenversicherung nicht von ausnehmen. Verweigert sie bei ärztlicher Indikation dennoch die Bezahlung dieses Medikamentes, verstößt sie gegen geltendes Recht. Also ein schlechtes Beispiel.

Es ist und bleibt ein sehr gutes Beispiel. Liest Dir Dein Posting durch und stelle Dir dann nochmal selbst die Frage, warum es Leute gibt, die mit diesem System unzufrieden sind.
Weil ein gesetzlicher Leistungskatalog darüber bestimmt, was Gesundheit ist, welche dann im Endeffekt darüber bestimmt, was man in einem solidarischen System für alle bezahlen soll.
Und hör endlich auf, Dich an der Privatversicherung hochzuziehen. Ich habe es jetzt oft genug geasgt, ich halte sich nicht für per se besser und nebenbei gesagt, ich bin überhaupt nicht privat versichert. Nur weil ich einmal für ein Argument einen Vergleich herangezogen habe, machst Du ständig eine gKV<->pKV Diskussion daraus.
Kann es sein, daß Du auch hin und wieder auf bestimmte Schlüsselreize anspringst?
Zitat:
Nicht zuletzt, weil Viagra für Männer mit Erektionsschwäche ein durchaus sinn- und wertvolles Medikament ist.
Und die Welt auch vor der Entdeckung dieser tollen Chemikalie funktioniert hat. Die Frage, die man sich irgendwann einmal stellen muß, ist, ob wirklich alles medizinische, das jemals erfunden wurde, und noch erfunden wird, tatsächlich zu den Grundrechten der Menschen gezählt werden soll.
Und man kommt um diese Frage nicht herum, denn da kontinuierlich immer mehr erfunden/entdeckt wird, die menschliche Leistungsfähigkeit aber endlich bleibt, wird dieser Wust irgendwann absolut unbezahlbar werden, unabhängig vom gewählten Finazierungssystem.
Weil dann einfach mehr Behandlungsmöglichkeiten erfunden/endeckt wurden, als man jemals durch Arbeit finanzieren könnte. Abgesehen davon, daß durch die Behandlungszeiten immer mehr Arbeitszeit verloren gehen wird.
Zitat:
Dass du aber ausgerechnet dieses Medikament als negativ Beispiel gewählt hast, zeigt mir nur zu deutlich, dass Diskutieren mit dir hier keinen Sinn hat.
Ich hätte auch die Pille auswählen können. Das steigert dann wahrscheinlich Deine Vorurteile, weil ich ein Medikament auswähle, daß ich persönlich nie brauche.
Aber Fakt ist: in 99% der Fälle ist dieses Medikament medizinisch nicht notwendig.

Und diese Frage, so unbequem sie auch ist, darf man stellen: ist unser Gesundheitswesen eine medizinische Grundversorgung oder ein Garant für Lebensqualität für alle.

Letzteres wird auf Dauer nicht bezahlbar bleiben. Dann wird diese Horrorvision, die hier von einem schon gezeichnet wurde, in der bestimmte Personen "nur das was nötig ist" erhalten, wahr.

Das kannst Du aber nicht verstehen, wenn Du ständig alles ausblendest, was nicht wie eine gKV vs. pKV Diskussion für Dich aussieht.

mfg
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[ Dieser Beitrag wurde von Holger am 30.09.2005 um 13:02 Uhr editiert. ]

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30.09.2005, 12:48 Uhr

Holger
Posts: 8059
Nutzer
Zitat:
Original von Solar:
Wenn man versucht, einen Punkt klar zu machen, bedient man sich in der Regel deutlicher Beispiele. Wenn Du daraus "Schubladendenken" fabrizierst, kann ich dafür nichts. Ich hatte schon erwähnt, das die Schublade "Sozialisten" (bzw. "Befürworter der ultimativen Einheitslösung" oder wie Du das auch immer gerade bezeichnet hast) hast Du aufgemacht. Wundere Dich nicht, wenn Deine "Gesprächs"-partner da verschnupft reagieren.

Entschuldigung.
Dir ist nur eine Sache entgangen. Die Schublade "Einheitslösung" wurde nicht von mir aufgemacht, sondern sie war das Thema, auf das die Diskussion vom orginalen Thema "große Koalition" abgedriftet war.
Deshalb wurde auch nur diese "Schublade" von mir angesprochen, weil es nämlich auch nur genau darum ging. Und weil ich es wagte, einige eklatante Schwächen dieser Lösung anzusprechen, wurde mir auch gleich unterstellt, daß ich sie grundsätzlich ablehnen würde, und am besten die Krankenkassen überhaupt, weil diese die gleichen Schwächen zeigen (wenn auch meist in schwächerer Form).
Erst dann wurde eine "Verantwortung"-Grundsatzdiskussion und sogar "rechts gegen links" daraus gemacht. Ich hätte vielleicht versuchen sollen, darauf nicht einzugehen, konnte ich aber irgendwie nicht. Weil es einfach sehr auffällig ist, daß wenn jemand über Finanzierbarkeit oder grundsätzliche Schwächen des jetzigen (oder des möglichen zukünftigen) System spricht, ihm sofort mit der "stiehl Dich nicht aus Deiner Verantwortung"-Keule eins übergezogen wird.
Zitat:
Und es geht nicht um "schuldig" fühlen, sondern um Mitverantwortung.
Wenn es darum ginge, würde ja jeder über seine eigene Varantwortung nachdenken. Hat aber irgenwie nicht funktioniert. Als ich fragte "welche Verantowrtung haben den die anderen [ die, die nicht auf der Geberseite sind]", konntest Du noch nicht einmal ernsthaft darüber nachdenken.

Aber ich will es Dir sagen: jemand, der Leistungen bezieht, weil es ihm selber schlechter als anderen geht, muß sorgfältig damit umgehen, nicht verschwenden und mit dem Bezug aufhören, sobald er ihn nicht mehr benötigt. Das ist seine Verantwortung.
Und früher hätte ich gedacht, daß selbst ein Kind darauf kommen würde. Diese Blockade, die bei erwachsenen Menschen dazu führt, diese einfache Frage nicht beantworten zu können, ist die "haben-wollen" Mentalität.

Und ich unterstelle solchen Menschen eben, daß sie zumindest in ihrer derzeitigen Verfassung genausowenig soziale Verantwortung besitzen, wie die, die sich aus dem Sozialversicherungssystem ausklinken wollen, um Geld zu sparen.
Zitat:
Kritik an Konzepten ist eine Sache. Aber Du wirst Dir gefallen lassen müssen, das Andere nicht Deiner Meinung sind, und da Du Dich einer extremen Ausdrucksweise bedienst ("Märchen von der sozialen Gerechtigkeit"), darfst Du Dich über entsprechendes Echo nicht wundern.
Soziale Gerechtigkeit ist nunmal ein nicht wirklich erreichbares Ideal. Und in 90% der Fälle stellt sich nunmal heraus, daß das Abfordern von Gelder oder Leistungen in deren Namen nicht zu einer Annäherung an das Ideal der soziale Gerechtigkeit geführt hat. Und wenn dann noch jede Kritik an der Vorgehensweise verboten wird, handelt es sich im Endeffekt bei dem Ideal nur um ein Märchen.
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Wenn sich dann jemand aufbaut und sagt, "was habe ich davon, den Schwachen zu helfen", ...
WO VERDAMMT NOCHMAL HAT DAS JEMAND GESAGT, außer Dir natürlich??

Nochmal, die persönlichen Angriffe, die Du zugegebenermaßen virtuos beherrschst, kannst Du Dir schenken.

Und um Deinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen:

Maja und Du:

> > Stört es dich, dass ich nicht über die Beträge
> > schimpfe?
>
> Nö, Du kannst ja zahlen, was Du willst, mich
> stört's eher, wenn man von mir verlangt, die
> gleichen Beiträge zu zahlen.

Und nirgendwo steht dort eine Summe und va nicht die Frage "was habe ich davon". Es ging ausschließlich um die Frage, ob das, was der eine kritiklos bezahlt, aus Sicht eines anderen trotzdem zuviel sein kann. In meinen Augen ja. Nur, weil der eine sich kategorisch weigert, nachzurechen, weil das prinzipielle Kritik bedeutet, steht der andere nicht automatisch in der Pflicht, genauso kritiklos zu zahlen.
Ja, da fehlen Smilies, pffffffff
Zitat:
Du und ich:

> Mir fällt nur auf, daß immer nur dann von
> Verantwortung oder gar Gemeinschaft die Rede
> ist, wenn man etwas von jemanden haben will.
>
> > Welche Verantwortung haben denn "die Kleinen"
> > gegenüber "den Großen", daß Du sie dem gegen-
> > überstellen möchtest?
>
> Das würde ich ja gerne mal wissen. Wenn es, so
> wie Du andeutest, gar keine solche Verantwortung
> für alle gibt, dann nennen wir besser das Kind
> beim richtigen Namen, "haben-wollen-Prinzip" und

> vermeiden blumige Umschreibungen ala "Verantwortung".

genau, oben kannst Du jetzt nachlesen, was Verantwortung der "Kleinen" bedeutet. Ich hätte es da auch schon schreiben können, aber ich wollte ja wissen, ob Du, der Du mit dem großen Begriff "soziale Verantwortung" herumschwingst, auch darauf kommen kannst.
Daß Du darauf nicht gekommen bist, sagt viel aus.
Zitat:
Hier über jeden, der nicht Deiner Meinung ist, als Sozialisten zu reden, ist auch nicht gerade zielführend.
Du hast Dich selbst so bezeichnet. Ich habe lediglich die Bürgerversicherung mit dem Sozialsystem der DDR verglichen, was absolut naheliegend ist.
Zitat:
Zitat:
Es gibt Leute, die können und müssen das.
Das weiß ich. Unter anderem aus Erfahrung. Schön, daß Du mir meine ganz persönliche Dankbarkeit für das soziale System gleich wieder als Hochmut auslegst. X(
So war es nicht gemeint.
Die Frage ist, ob das zu den notwendigen sozialen Maßnahmen gehört. Um die typischen Mißverständnisse diesmal im Vorfeld zu vermeiden: ich persönlich befürworte solche Maßnahmen.
Es geht einzig darum, zu begreifen, welche Leistungen das System heute tatsächlich umfaßt, und welchen Fragen man sich in diesem Zusammenhang stellen muß. Stell ich sie nicht, stellt sie womöglich ein anderer. Und der würde vielleicht nicht so lange mitdiskutieren, wenn man ihm mit solchen Schlagworten kommt, der schließt sich irgendeiner extremen politischen Partei aus der Ecke, in die man ihn drängt, an, die ihm einfach zustimmt.

Unser System geht über die Grundversorgung weit hinaus.
Wer das abstreitet, begräbt das System. Die Frage, welche Leistungen es in Zukunft umfassen soll, muß es sich gefallen lassen.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Und dann bekomme ich ein ganz, ganz komisches Gefühl im Bauch. X(
Das es nichts mehr mit dem Kopf zu tun hat, ist offensichtlich.
{ Ursprüngliche Reaktion gelöscht wegen Verstoß gegen die Netiquette. Ende der Unterhaltung. }

Willst Du abstreiten, daß Du emotional reagiert hast? Daß Du aufgrund Deiner persönlichen Befangenheit nur noch selektiv liest?

Meine Güte, es gibt schlimmeres.

mfg
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[ Dieser Beitrag wurde von Holger am 30.09.2005 um 13:09 Uhr editiert. ]

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