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amiga-news.de Forum > MorphOS > Pegasos wir "Open Hardware" [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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20.11.2005, 21:08 Uhr

Holger
Posts: 8081
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
@zacman:

> Ich glaube Du übersiehst dabei, dass es sich beim Pegasos
> praktisch um 4-5 Jahre alte Technologie handelt.

Vielleicht ist das ja noch die einzige Möglichkeit, diese überhaupt noch zu vermarkten? Oder: Genesi will vom Entwicklerpotential Dritter profitieren?


Wer weiß, vielleicht reicht es schon, wenn mehr Firmen ppc's bestellen und deren Produktion angekurbelt und effektiver wird, sprich die Prozessoren im Endeffekt auch für Genesi billiger werden. (Gilt natürlich für andere verbaute Chips genauso...)
Wenn jemand die Boards nachbaut, der eh nie Kunde von Genesi geworden wäre, entgeht Genesi auch nichts.

mfg
--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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20.11.2005, 23:19 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@Holger:

So könnte ein Schuh draus werden. Allerdings wird niemand PPCs nachbauen können, nur weil das Hardware-Design des Mainboards offen gelegt wird. Gleiches gilt für die restlichen Bauteile. Darauf würde sicherlich nicht nur IBM "leicht verstimmt" reagieren.

Die Boards könnte man nachbauen. Zumindest so lange es die aufgelisteten Bauteile noch käuflich zu erwerben gibt. Wenn nun aber genug diese Board in Eigenregie nachbauen, könnte es in der Tat passieren, dass die im Preis günstiger werden.

Nur, wo bleibt bplan in dem Spiel? Ich meine: Wer hat die Boards denn nun entwickelt und bei wem liegen die Urheberrechte?

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22.11.2005, 13:02 Uhr

Eule
Posts: 1607
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
@Holger:

So könnte ein Schuh draus werden. Allerdings wird niemand PPCs nachbauen können, nur weil das Hardware-Design des Mainboards offen gelegt wird. Gleiches gilt für die restlichen Bauteile. Darauf würde sicherlich nicht nur IBM "leicht verstimmt" reagieren.


Stimmt doch gar nicht: http://www-128.ibm.com/developerworks/power/pek/

Die Unterlagen zum Entwurf eines eigenen PPCs sind erhältlich: http://www.power.org/resources/downloads/

[ Dieser Beitrag wurde von Eule am 22.11.2005 um 13:07 Uhr editiert. ]

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22.11.2005, 17:28 Uhr

JoBBo
Posts: 26
Nutzer
Zitat:
Original von CarstenS:
Okay, mal ein konkretes Beispiel. Angenommen, ein Hersteller von Set-Top-Boxen findet das Board ganz gut und ist in der Lage, es millionenfach und damit zu einem ziemlich günstigen Preis herzustellen und in seine Set-Top-Box zu integrieren. Was hindert ihn, nicht den HAL zu lizenzieren und für jede verkaufte Set-Top-Box eine Gebühr an Genesi zu zahlen, sondern sich diese Gebühr zu sparen und die für das Produkt vorgesehene Betriebssoftware direkt an die Hardware anzupassen, so dass Genesi leer ausgeht?


Eine Firma, die die finanziellen Mittel hat, um die Produktion von Millionen von STBs vorzufinanzieren, kann sich mit Sicherheit die Entwicklung eines eigenes Boards leisten, das zudem perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Oder wenn es wirklich schnell gehen muss, wird sofort zum Festpreis ein Komplettpaket lizenziert und garnicht erst die eigene Entwicklungsabteilung bemüht. Es gibt mehrere Firmen, die in diesem Bereich Lösungen anbieten. Das sollte also kein Problem sein.

Attraktiv ist das ganze also vor allem für kleinere Firmen, die kein unerschöpflich großes Budget haben. Und genau die werden wohl eine gewinnbeteilungsbasierte OpenFirmware-Lösung präferieren... Denn das Anpassen einer eigenen Firmware-Lösung würde ein bedeutend höheres Risiko (hohe Einmalinvestition) bedeuten, das bei einem Misserfolg entsprechend höhere Verluste zur Folge hätte. Die OpenFirmware repräsentiert zudem eine feste Kostengröße, was die kurz- bis mittelfristige Preiskalkulation doch stark erleichtert. Bei einer eigenen Firmware-Anpassung weiss man nie, ob da nicht noch enorme Zusatzkosten durch unvorhergesehene Probleme in Zukunft anfallen, usw. usf.

Abgesehen davon darf man natürlich nicht das Publicity-Potenzial der ganzen Aktion unterschätzen. Ein weiterer möglicher positiver Effekt wäre, dass Genesi bei einem neuen CHRP-Ersatzstandard durch das Zeigen von Eigeninitiative eine Vorreiterrolle einnehmen kann, was der Firma eine entsprechende Machtposition als auch verkaufsförderndes Prestige sichern würde.

Wie realistisch und überzeugend diese potenziellen Vorteile sind, kann Basis für umfangreiche Diskussionen sein. Tatsache bleibt, dass die Risiken der Aktion sich für Genesi doch arg in Grenzen halten. Warum also nicht einen Versuch starten? Wirtschaft besteht zu einem weitaus höheren Anteil aus "Experimenten" in Relation zu "als Erfolg durchgeplante und quasi unscheiterbaren Projekten" als sich das wohl die Mehrheit der Menschen vorstellen...


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22.11.2005, 18:52 Uhr

ylf
Posts: 4089
Nutzer
Zitat:
Original von JoBBo:
Zitat:
Original von CarstenS:
Okay, mal ein konkretes Beispiel. Angenommen, ein Hersteller von Set-Top-Boxen findet das Board ganz gut und ist in der Lage, es millionenfach und damit zu einem ziemlich günstigen Preis herzustellen und in seine Set-Top-Box zu integrieren. Was hindert ihn, nicht den HAL zu lizenzieren und für jede verkaufte Set-Top-Box eine Gebühr an Genesi zu zahlen, sondern sich diese Gebühr zu sparen und die für das Produkt vorgesehene Betriebssoftware direkt an die Hardware anzupassen, so dass Genesi leer ausgeht?


Eine Firma, die die finanziellen Mittel hat, um die Produktion von Millionen von STBs vorzufinanzieren, kann sich mit Sicherheit die Entwicklung eines eigenes Boards leisten, das zudem perfekt auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Oder wenn es wirklich schnell gehen muss, wird sofort zum Festpreis ein Komplettpaket lizenziert und garnicht erst die eigene Entwicklungsabteilung bemüht. Es gibt mehrere Firmen, die in diesem Bereich Lösungen anbieten. Das sollte also kein Problem sein.

Attraktiv ist das ganze also vor allem für kleinere Firmen, die kein unerschöpflich großes Budget haben. Und genau die werden wohl eine gewinnbeteilungsbasierte OpenFirmware-Lösung präferieren... Denn das Anpassen einer eigenen Firmware-Lösung würde ein bedeutend höheres Risiko (hohe Einmalinvestition) bedeuten, das bei einem Misserfolg entsprechend höhere Verluste zur Folge hätte. Die OpenFirmware repräsentiert zudem eine feste Kostengröße, was die kurz- bis mittelfristige Preiskalkulation doch stark erleichtert. Bei einer eigenen Firmware-Anpassung weiss man nie, ob da nicht noch enorme Zusatzkosten durch unvorhergesehene Probleme in Zukunft anfallen, usw. usf.

Abgesehen davon darf man natürlich nicht das Publicity-Potenzial der ganzen Aktion unterschätzen. Ein weiterer möglicher positiver Effekt wäre, dass Genesi bei einem neuen CHRP-Ersatzstandard durch das Zeigen von Eigeninitiative eine Vorreiterrolle einnehmen kann, was der Firma eine entsprechende Machtposition als auch verkaufsförderndes Prestige sichern würde.

Wie realistisch und überzeugend diese potenziellen Vorteile sind, kann Basis für umfangreiche Diskussionen sein. Tatsache bleibt, dass die Risiken der Aktion sich für Genesi doch arg in Grenzen halten. Warum also nicht einen Versuch starten? Wirtschaft besteht zu einem weitaus höheren Anteil aus "Experimenten" in Relation zu "als Erfolg durchgeplante und quasi unscheiterbaren Projekten" als sich das wohl die Mehrheit der Menschen vorstellen...


Wobei der Faktor Zeit ja auch immer eine Rolle spielt. So hat man bei überschaubaren Kosten sofort eine funktionierende Lösung.
Bei Bedarf kann dann später immer noch eine Eigenentwicklung folgen.

bye, ylf

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22.11.2005, 19:14 Uhr

CarstenS
Posts: 5566
Nutzer
@JoBBo:
> Attraktiv ist das ganze also vor allem für kleinere Firmen, die
> kein unerschöpflich großes Budget haben. Und genau die werden wohl
> eine gewinnbeteilungsbasierte OpenFirmware-Lösung präferieren...

Ein Konzept, das Genesi bislang auch schon angeboten hat - anscheinend ohne Erfolg.

> Abgesehen davon darf man natürlich nicht das Publicity-Potenzial
> der ganzen Aktion unterschätzen.

Das wird's wohl sein. Vielleicht hoffen BBRV ja, dass das Board von Firmen "entdeckt" wird, bei denen das bislang nicht der Fall war.

[ Dieser Beitrag wurde von CarstenS am 22.11.2005 um 19:18 Uhr editiert. ]

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22.11.2005, 20:21 Uhr

JoBBo
Posts: 26
Nutzer
Zitat:
Original von CarstenS:
@JoBBo:
> Attraktiv ist das ganze also vor allem für kleinere Firmen, die
> kein unerschöpflich großes Budget haben. Und genau die werden wohl
> eine gewinnbeteilungsbasierte OpenFirmware-Lösung präferieren...

Ein Konzept, das Genesi bislang auch schon angeboten hat - anscheinend ohne Erfolg.


Bisher wurde das von Genesi nicht forciert, oder findest Du Informationen darüber auf http://www.pegasosppc.com? Bisher gab es vor allem Absichtsbekundungen im Blog von Herrn Buck. Außerdem gibt es keine öffentlichen Informationen darüber, dass die Hardware in der Vergangenheit über ein reines Gewinnbeteiligungssystem lizenzierbar war, falls die Lizenzierung überhaupt Firmen aktiv angeboten wurde.

Ansonsten kann man das jetzige Konzept mit einem Mobiltelefonvertrag vergleichen. Das Mobiltelefon gibt es gratis. Um telefonieren zu können, muss aber ein kleiner monatlicher Betrag gezahlt werden. Nur die wenigsten kaufen sich ein Mobiltelefon zum teuren Neupreis and suchen sich dann einen eigenen Tarif aus. Vielleicht funktioniert das Konzept ja ähnlich erfolgreich im Bereich für PowerPC-Hardware...

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30.11.2005, 10:42 Uhr

Eule
Posts: 1607
Nutzer
Zitat:
Original von JoBBo:


Ansonsten kann man das jetzige Konzept mit einem Mobiltelefonvertrag vergleichen.

...


Vielleicht funktioniert das Konzept ja ähnlich erfolgreich im Bereich für PowerPC-Hardware...


'Vielleicht' oder 'ganz bestimmt' du solltest dich entscheiden.




[ Dieser Beitrag wurde von Eule am 30.11.2005 um 11:09 Uhr editiert. ]

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30.11.2005, 11:08 Uhr

JoBBo
Posts: 26
Nutzer
Zitat:
Original von Eule:
Zitat:
Original von JoBBo:


Ansonsten kann man das jetzige Konzept mit einem Mobiltelefonvertrag vergleichen. Das Mobiltelefon gibt es gratis. Um telefonieren zu können, muss aber ein kleiner monatlicher Betrag gezahlt werden. Nur die wenigsten kaufen sich ein Mobiltelefon zum teuren Neupreis and suchen sich dann einen eigenen Tarif aus. Vielleicht funktioniert das Konzept ja ähnlich erfolgreich im Bereich für PowerPC-Hardware...


Das ist ja eine sehr interessante Information, ich bin mir sicher dass du die von dir erwähnten Vetragsbedingungen ( Gebühren ) genau kennst und den Wahrheitsgehalt deiner Aussage mit ein paar Links betonen wirst.


Zitat: "We do offer for a nominal per unit fee our Pegasos HAL/OF."

Quelle: http://bbrv.blogspot.com/2005/11/open-source-hardware.html


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30.11.2005, 11:48 Uhr

Eule
Posts: 1607
Nutzer
@JoBBo:

aha "per unit fee" dachte ich mir doch, dein Vergleich mit dem Handy Vertrag "monatlicher Betrag" ist demnach völlig aus der Luft gegriffen.


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30.11.2005, 12:19 Uhr

JoBBo
Posts: 26
Nutzer
Zitat:
Original von Eule:
@JoBBo:
aha "per unit fee" dachte ich mir doch, dein Vergleich mit dem Handy Vertrag "monatlicher Betrag" ist demnach völlig aus der Luft gegriffen.


Wenn jeden Monat hypothetisch x Boards mit lizenzierter Firmware verkauft werden müssen, heisst das, es fliessen monatlich (oder zumindest vierteljährlich) entsprechende Gebühren an Genesi.

Genau wie bei einem Mobiltelefonvertrag bezahlt man also nicht am Anfang einen hohen Preis und danach nichts mehr, sondern stottert über einen längeren Zeitraum die Kosten ab. Diese Parallele sollte unübersehbar sein.

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