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amiga-news.de Forum > Get a Life > Die Mär von der GPL [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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06.01.2006, 11:29 Uhr

Solar
Posts: 3674
Nutzer
Aus diesem Thread in den Kleinanzeigen, weil dort nicht diskutiert werden soll und mir eben genau dieses Argument immer wieder fürchterlich auf den Zeiger geht:

Zitat:
Original von VMC:
Zitat:
Original von Helmut:
(fs1541 steht unter der GPL, ich darf und kann also damit nichts verdienen!)


Hallo :)

wer erzählt dir denn so ein Märchen das du mit GPL Software
nicht verdienen kannst oder darfst?


Tatsache ist, das - selbst wenn Helmut für seine Software Geld verlangen würde - es jedem freisteht, die gekaufte Software z.B. ins Aminet hochzuladen.

Somit könnte Helmut zwar um Spenden für seine GPL-Software bitten, oder auch darauf hoffen das es niemand ins Aminet stellt, aber es stünde jedem frei, die Software auch umsonst zu benutzen.

Zitat:
Oder verschenkt der Handel nun schon SUSE professional Soft
nur weil Linux unter der GPL liegt?


Völlig anderer Punkt. Distributoren verkaufen mitnichten die Software, sondern die Arbeit, diese aus tausenden unabhängiger Pakete zu einem lauffähigen Ganzen zusammenzustellen und vorzucompilieren. Dazu kommen Handbücher und Support, der Name (sehr wichtig - die meisten reden von der "Linux-Version 10"...), und das sie Dir die Mühe abnehmen, ein ISO herunterzuladen und brennen zu müssen.

Solange Helmut sein Tool nicht so umständlich macht, das man ohne gekauftes Handbuch oder gekauften Support von Helmut gar nicht damit umgehen kann - und somit mit dem Handbuch bzw. dem Support Geld macht, nicht aber mit der Software - werden wohl nur echte Enthusiasten ihm dafür Geld geben.

Gerade die Free Software Foundation erzählt den Leuten immer wieder davon, wie toll manch eine Firma doch mit der GPL Geld verdient.

Tatsächlich handelt es sich dabei immer um Mischunternehmen: Das Geld verdienen Consultants, Supporter, Handbuchschreiber. Aus deren Gewinnen wird evtl. eine Softwareentwicklung bezahlt, oder die Softwareentwicklung fällt "nebenher" bei der Arbeit der Consultants und Supporter an. Und wäre die Software intuitiv zu verwenden und gut dokumentiert, bräuchte niemand die Consultants, Supporter, und Handbuchschreiber...

Mit der GPL gibt man seine Software de facto "für umsonst" weg, genauso als würde man sie BSD oder Public Domain machen. (Auch da könnte man consulten, supporten, dokumentieren...) Mit dem feinen Unterschied, das GPL-Code nur in weiteren GPL-Projekten verwendet werden kann, während BSD und PD tatsächlich frei sind...

Mußte mal von der Seele. Flame away.

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06.01.2006, 12:08 Uhr

Holger
Posts: 8090
Nutzer
Zitat:
Original von Solar:
Somit könnte Helmut zwar um Spenden für seine GPL-Software bitten, oder auch darauf hoffen das es niemand ins Aminet stellt, aber es stünde jedem frei, die Software auch umsonst zu benutzen.

Klar, denn genau dieses Recht räumt er dem Benutzer ja mit der GPL ein. Allerdings bedeutet ja auch ein Veröffentlichen im Aminet noc nicht das Aus.
Zitat:
Solange Helmut sein Tool nicht so umständlich macht, das man ohne gekauftes Handbuch oder gekauften Support von Helmut gar nicht damit umgehen kann - und somit mit dem Handbuch bzw. dem Support Geld macht, nicht aber mit der Software - werden wohl nur echte Enthusiasten ihm dafür Geld geben. ...
Und wäre die Software intuitiv zu verwenden und gut dokumentiert, bräuchte niemand die Consultants, Supporter, und Handbuchschreiber...

Mit CD-Hülle und Handbuch versehen kann man jede Software. Daß dieser Mehrwehrt in diesem Fall vielleicht nicht ausreicht, mag ja sein. Aber behaupte bitte nicht, daß Software in jedem Fall zu umständlich wäre, wenn man Handbuch oder Support braucht. Manche Software ist einfach nicht trivial.
Zitat:
Mit der GPL gibt man seine Software de facto "für umsonst" weg, genauso als würde man sie BSD oder Public Domain machen. (Auch da könnte man consulten, supporten, dokumentieren...) Mit dem feinen Unterschied, das GPL-Code nur in weiteren GPL-Projekten verwendet werden kann, während BSD und PD tatsächlich frei sind...

Mußte mal von der Seele. Flame away.


Das stimmt nur halb. Man kann die GPL durchaus an bestimmte Bedingungen knüpfen, um anderweitig Geld zu machen, so wie es z.B. Trolltech macht. Allerdings kann das nur der Urheber, weshalb das bei Software, die man weiterentwickelt oder die andere GPL-Module benutzt, sprich immer dann, wenn man die GPL aufgezwungen bekommt, nicht möglich ist.
Deshalb ist die GPL immer toll für Entwickler, die Kernkomponenten ohne Abhängigkeiten schreiben, nach dem Motto: "ihr wollt meine Software? Dann arbeitet in Zukunft für lau. Ich behalte meine Rechte."
So wie eben bei Trolltech. KDE ist "frei", soll heißen, niemand (außer Trolltech, wenn Qt auf einer anderen Plattform laufen soll) kann damit Geld verdienen.

mfg
--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

[ Dieser Beitrag wurde von Holger am 06.01.2006 um 12:08 Uhr editiert. ]

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06.01.2006, 13:07 Uhr

Solar
Posts: 3674
Nutzer
Zitat:
Original von Holger:

Aber behaupte bitte nicht, daß Software in jedem Fall zu umständlich wäre, wenn man Handbuch oder Support braucht. Manche Software ist einfach nicht trivial.


Das behaupte ich auch gar nicht. Aber wenn man ein Handbuch braucht, um die Software sinnvoll zu benutzen, gehört dieses Handbuch meiner unbescheidenen Meinung nach zum Lieferumfang der Software, und nicht unabhängig davon verkauft.

Zitat:
Das stimmt nur halb...

Deine Einschränkungen sind korrekt. (Siehe der JIT in UAE / Amithlon. Bernie hat ihn für UAE geschrieben, deshalb konnte er ihn unter kommerzieller Lizenz in Amithlon einbauen ohne die GPL zu verletzen.)

Die meisten GPL-Maintainer sind sich allerdings nicht im Klaren darüber, das sie diese Möglichkeit verlieren, sobald sie den ersten Patch für ihren Code unter der GPL annehmen. (Weswegen die FSF auch verlangt, Patches für GNU-Projekte entweder als PD einzureichen oder das Copyright an die FSF zu überschreiben...)

[ Dieser Beitrag wurde von Solar am 06.01.2006 um 15:11 Uhr editiert. ]

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06.01.2006, 14:48 Uhr

Docki
Posts: 783
Nutzer
Zitat:
Original von VMC:
Oder verschenkt der Handel nun schon SUSE professional Soft
nur weil Linux unter der GPL liegt?


Der Handel nicht, aber Suse selber (bzw. Novell). Suse Linux (die 9erPro und auch die 10er) ist zum Download kostenlos, dann allerdings ohne Support.
Guckst du hier
--
es gibt Computer .. und es gibt AMIGA

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06.01.2006, 16:58 Uhr

Holger
Posts: 8090
Nutzer
Zitat:
Original von Solar:
Das behaupte ich auch gar nicht. Aber wenn man ein Handbuch braucht, um die Software sinnvoll zu benutzen, gehört dieses Handbuch meiner unbescheidenen Meinung nach zum Lieferumfang der Software, und nicht unabhängig davon verkauft.


Ach so, jetzt wird mir klarer, was Du meinst. Wenn das Handbuch nicht mal als pdf sondern nur als käufliches Produkt verfügbar ist. Und man den Eindruck gewinnt, daß genau deshalb die spärliche online-Dokumentation besonders schlecht gehalten wird, ja solche GPL-Software habe ich auch schon gesehen.

mfg
--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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25.01.2006, 19:02 Uhr

gunatm
Posts: 1418
Nutzer
Alle kommerziellen Programme sind der OpenSuse entnommen worden. wer nix zahlt, bekommt auch nicht mehr. ;)

@Helmut Mein Angebot steht! ;)
--
g.a.c. - german amiga community

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21.02.2006, 19:10 Uhr

Flinx
Posts: 1073
Nutzer
Sagt mal, wenn es hier Leute gibt, die für das Guru Book 50 Euro bezahlen, dann könnte man doch mal Ralph Babel fragen, ob er mit einer Mini-Auflage als Print-On-Demand einverstanden wäre. Mit Vorbestellung und diesem Preis sollte das ohne Risiko möglich sein, und das ist ohne weiteres so hinzubekommen, daß der Autor durchaus einen brauchbaren Betrag bekommen kann, vorausgesetzt, daß sich mehr als 10 Leute bei solch einem Preis beteiligen.
Wenn die Daten in einem geeigneten Format vorliegen - die Print-On-Demand-Druckereien nehmen beispielsweise PDF - müßte Ralph dann nur noch auf solch eine Anfrage antworten. Das könnte allerdings auch das Hauptproblem an so einem Projekt werden...

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21.02.2006, 20:02 Uhr

AndreasM
Posts: 2476
Nutzer
Über das Thema wird gerade geredet.

Die Fage ist wieviele User bekommt man für das Buch auf einer CD zusammen und wieviel wären sie bereit zu zahlen...
--
Andreas Magerl
http://www.kolonialkampf.de

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26.02.2006, 10:17 Uhr

Flinx
Posts: 1073
Nutzer
@AndreasM:

Print-On-Demand ist aber was anderes als eine CD-Ausgabe.
Ich würde aber in beiden Fällen einfach eine Vorbestellaktion machen und dann das 1,5-fache produzieren.

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26.02.2006, 13:49 Uhr

AndreasM
Posts: 2476
Nutzer
Schon klar.

Jo, ne Art Vorbestellung werden wir machen. Das Problem ist das so ne Wiederauflage nicht gerade billig ist in ner kleinen Auflage :(
--
Andreas Magerl
APC&TCP
Amiga Future

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26.02.2006, 17:01 Uhr

mact
Posts: 102
Nutzer
Moin,

> Jo, ne Art Vorbestellung werden wir machen. Das Problem ist das so ne Wiederauflage nicht gerade billig ist in ner kleinen Auflage

Hmm ... was hältst Du von "kostenlos"?

Ich produziere im Rahmen meines Druckdienstes 1-2-buch.de Auflagen ab 1 Exemplar. Ein Buch ohne ISBN lege ich ohne Nebenkosten auf.

Marc Albrecht

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17.03.2006, 17:13 Uhr

AndreasM
Posts: 2476
Nutzer
Danke

Nur die Page bzw. der Rechner mag IBrwose nicht :(
--
Andreas Magerl
APC&TCP
Amiga Future

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