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amiga-news.de Forum > Get a Life > Verbot von Scientology... Wird es kommen? [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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17.12.2007, 07:12 Uhr

Solar
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Zitat:
Original von DrNOP:

Hätt'ste nur die folgenden Verse auch zitiert:

...

Abgesehen davon, daß das altes Testament ist, was für Christen nur noch dort von Belang ist wozu Jesus nichts gesagt hat - und der hat viel gesagt! ;)


Ändert nichts daran, daß auch in der heiligen Schrift der Christen zum Töten Andersgläubiger aufgerufen wird und es der Interpretation bedarf, "gültige" Anweisung von veraltetem Glauben zu trennen.

Wieso also sollte man eben dieses den Lesern des Koran nicht auch zutrauen?

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17.12.2007, 11:55 Uhr

DrNOP
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Zitat:
Original von Solar:
Ändert nichts daran, daß auch in der heiligen Schrift der Christen zum Töten Andersgläubiger aufgerufen wird

Es ändert insofern was, daß nur einen Vers später demjenigen ebenfalls mit dem Tode gedroht wird, der einen anderen tötet.

Du muß also nicht das alte Testament erst auswendig lernen um dir zu überlegen, ob du einen Andersgläubigen töten willst und dich damit des Tötens schuldig machst, woraufhin du selbst getötet werden sollst ...
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17.12.2007, 14:15 Uhr

Solar
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Zitat:
Original von DrNOP:

Es ändert insofern was, daß nur einen Vers später demjenigen ebenfalls mit dem Tode gedroht wird, der einen anderen tötet.


Fangen wir jetzt mit Bibelforschung an? Es gibt im AT ein gutes Dutzend Stellen, wo das "Volk Gottes" direkt aufgefordert wird, die Ungläubigen zu töten.

Oder, wenn Du tatsächlich nur die Worte Jesu (bzw. NT) gelten lassen willst:

Matthäus 6:5ff. - bete allein und im Stillen.

1. Korinther 11:14-15 - das Haar einer Frau sei lang, weil es ihr als Schleier gegeben ist.

Römer 1:26ff. - Homosexualität ist "nach Gottes Recht" mit dem Tode zu bestrafen (obwohl "Gott sie dahingegeben hat in verkehrten Sinn").

So geht es weiter.

Was ich sagen will, ist, das jede "heilige Schrift" auch eine Menge Kokolores enthält. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Ich urteile nicht über den Islam anhand des Koran, und ich urteile nicht über das Christentum anhand der Bibel.

Quellen:

Donald Morgan auf indifels.org

Bibelserver

[ Dieser Beitrag wurde von Solar am 17.12.2007 um 14:17 Uhr geändert. ]

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17.12.2007, 14:24 Uhr

AceOfWands
Posts: 102
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Ihr seid ja anscheinend alle recht clever, aber den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe habt ihr anscheinend verschlafen...

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17.12.2007, 14:39 Uhr

Solar
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...meinst Du weshalb beurteilen zu können?

Interessiert mich nur, weil ich Religion sogar als Abiturfach hatte. 8)

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17.12.2007, 16:46 Uhr

DrNOP
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Zitat:
Original von Solar:
Was ich sagen will, ist, das jede "heilige Schrift" auch eine Menge Kokolores enthält.

Und du hast natürlich jede heilige Schrift gelesen um das beurteilen zu können - oder vielleicht doch nur die Bibel und ansatzweise den Koran?

Die Geschichten dieser beiden Bücher spielen schließlich auch in der gleichen Ecke der Welt. Vielleicht liegt es einfach an der Mentalität der damaligen Einwohner dieser Region, daß diese beiden Bücher stellenweise so aggressiv ausgefallen sind?
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18.12.2007, 12:03 Uhr

mk
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Zitat:
Original von Cego:
... Das heutige Deutschland zählt da aber leider nicht wirklich dazu.

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Dein Link macht sich mit IBrowse sehr gut. 8)
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so long Mario

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18.12.2007, 12:44 Uhr

Solar
Posts: 3674
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Zitat:
Original von DrNOP:
Zitat:
Original von Solar:
Was ich sagen will, ist, das jede "heilige Schrift" auch eine Menge Kokolores enthält.

Und du hast natürlich jede heilige Schrift gelesen um das beurteilen zu können - oder vielleicht doch nur die Bibel und ansatzweise den Koran?

Siehe die Erwähnung meines "schulischen Werdegangs". Das Unterrichtsfach "Religion" beschränkt sich nicht ausschließlich auf das Christentum, zumindest nicht, wenn es von einem kompetenten Lehrer unterrichtet wird.

"Jede" Schrift kann man natürlich nicht gelesen haben, aber man kann entsprechende Sekundär- und Tertiärliteratur gelesen haben. Und im Hinblick auf meine "Kokolores"-Aussage erlaube ich mir eine grobe Zweiteilung: In die "traditionellen" (Bibel, Koran, Pali-Kanon, Tanach, ...), die alleine durch ihr hohes Alter an einigen Stellen halt einfach nicht mehr "passen". Und in die "modernen" (Crowley, Osho, Gardner, ...), die... na, sagen wir, die "alten" Religionen mögen zu Anfang genauso "neumodisch" und "Möchtegern" gewirkt haben, bevor die Patina des Alters ihnen Autorität verlieh.

Zitat:
Vielleicht liegt es einfach an der Mentalität der damaligen Einwohner dieser Region, daß diese beiden Bücher stellenweise so aggressiv ausgefallen sind?

Es gab (und gibt) auch anderswo "missionierende" Religionen, die zu der Überzeugung kamen, anderen den "wahren Glauben" näherbringen zu müssen.

[ Dieser Beitrag wurde von Solar am 18.12.2007 um 12:45 Uhr geändert. ]

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18.12.2007, 12:48 Uhr

Cego
Posts: 1559
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Zitat:
Original von mk:
Zitat:
Original von Cego:
... Das heutige Deutschland zählt da aber leider nicht wirklich dazu.

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Dein Link macht sich mit IBrowse sehr gut. 8)
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so long Mario


ups, hab ich gar nicht gesehen. I-)
Außerdem war das zitat von robin :)
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18.12.2007, 13:16 Uhr

mk
Posts: 611
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Zitat:
Original von Cego:
Zitat:
Original von mk:
Zitat:
Original von Cego:
... Das heutige Deutschland zählt da aber leider nicht wirklich dazu.
Link

Dein Link macht sich mit IBrowse sehr gut. 8)
ups, hab ich gar nicht gesehen. I-) Außerdem war das zitat von robin :)
Stimmt -> Robin wars :shock2:
--
so long Mario

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18.12.2007, 13:26 Uhr

Maja
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Nutzer
Zitat:
Original von DrNOP:
Vielleicht liegt es einfach an der Mentalität der damaligen Einwohner dieser Region, daß diese beiden Bücher stellenweise so aggressiv ausgefallen sind?


Da magst Du recht haben. Würde das NT heute in Europa geschrieben, Jesus wäre womöglich homosexuell oder sogar eine Frau, ganz bestimmt aber emanzipiert und absolut gleichberechtigter Mindestlohnempfänger und militanter Ex-Raucher. ;)

Zum Topic:
Ich möchte dazu anmerken, dass es noch andere "religiöse Vereinigungen" gibt, die einen starken Sektenkarakter aufweisen und ihre Mitglieder quasi versklaven und emotional und finanzell ausbeuten, allerdings ohne Auswirkungen auf Unternehmen und Konzerne, aber unbehelligt von Staat und Verfassungsschutz, trotz höchst beunruhigender Berichte von ehemaligen Mitgliedern, denen wegen ihres Wegganges massiv nachgestellt wurde und wird, bis hin zu Morddrohungen. Offenbar muss sich die Wirtschaft bedroht fühlen, damit etwas geschieht. Das Leiden vieler "kleiner Leute" wiegt scheinbar nicht stark genug.

Sorry, falls das schon durchgekaut wurde. Ich habe den Thread nicht verfolgt.

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20.12.2007, 17:46 Uhr

Rj1976
Posts:
[Ex-Mitglied]
@aPEX:

Die ZJ sind eine riesigen orgisanation. Habe viele hier in der klinik die da raus wollen. Dreht sich für die "ältesten" nur um Geld macherei, und die normalos sind die verdrehten arbeits und zahlungs willige...

Ich bin hammer unkristlich :-) ... Gott ist schwull :-) <- Würde keiner von den waagen zu sagen :-)
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20.12.2007, 17:48 Uhr

Rj1976
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[Ex-Mitglied]
@Jinx:
Also.. Wenn dus mal objektiv betrachtest, tun die Zeugen Jehovas nichts anderes als jede andere Religion auch: Sie missionieren. Und so sehr es auch nerven mag, wenn sie an der Tür klingeln, sie sind wesentlich "vorsichtiger" als es die "Großen" wie Christentum oder Islam sind und/oder waren. Oder hast du schonmal nen Zeugen gesehen, der mit der Waffe in der Hand vor deiner Tür steht?

Citat Ende.:

Meine Frau war als kind in so eine familie - Glaube mir.! Die leute SIND gefährlich und tun nur so nett... Möchte keine details hier schildern, aber böse böse ...
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20.12.2007, 18:21 Uhr

bruZard
Posts: 304
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Des aufgeklärten Liberalen Antwort auf die Frage ob etwas verboten werden sollte, ist stets die Gegenfrage die tausende andere, beinahe gleichwertige Verbote beinhaltet.

Vielleicht sollten wir mehr an der Bildung des Volkes arbeiten, als ihm Dinge zu verbieten die seine mangelnde Bildung durch Glauben zu kompensieren versuchen.
--
Wer glaubt dass Volksvertreter das Volk vertreten, der glaubt auch dass Zitronenfalter Zitronen falten

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21.12.2007, 00:00 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Rj1976:

Ich kenne niemanden, bei dem jemals ein Christ oder Muslim geklingelt hätte um zu missionieren. Weder mit noch ohne Waffe in der Hand. Die Christen und Muslime die bei mir klingeln, kommen ohne Waffe zum gemütlichen Beisammensein. Wobei die Muslime eigentlich immer was Leckeres dabei haben und die Christen lieber meinen Kühlschrank plündern.

@bruZard

Dass Totschlag im Affekt ebenfalls eine Straftat ist, würde wohl kaum jemand zum Anlass nehmen Mord ungesühnt zu lassen.

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21.12.2007, 07:42 Uhr

Jinx
Posts: 2077
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@Rj1976:
Naja, du wirst sicher verstehen, dass ich meine eignen Erfahrungen nicht über Bord werfe, nur weil jemand "böse böse" ruft.
Wie geschrieben, ich kenne 2 persönlich und hatte während meiner Lehre auch mit einem Aussteiger zu tun. Der meinte, es sei überhaupt kein Problem gewesen da rauszukommen.
Meine Schlussfolgerung daraus ist, dass diese Dinge in verschiedenen Gruppen der Zeugen SEHR unterschiedlich gehandhabt werden oder die negativen Berichte sind Einzelfälle, die von den betreffenden Personen und / oder der Presse noch übertrieben dargestellt werden. Vermutlich liegt die Wahrheit wie üblich irgendwo in der Mitte.

@Maja:
Also.. dass die Kirche hierzulande kaum (noch) missioniert ist wohl kaum verwunderlich. Immerhin hat sie sich hier seit Jahrhunderten etabliert. Die Missionierungstätigkeit kannst du aber nicht abstreiten.. Was meinst du, warum wir nicht mehr zum Druiden gehen mit unseren Wehwehchen, oder nach unserem Tod nicht mehr von Walküren vom Schlachtfeld des Lebens geführt werden ;) Und auch in jüngerer Zeit lässt sich die Missionierung in vielen Teilen der Welt belegen.
Wie sich das beim Islam verhält, ist mir im Detail nicht bekannt, aber auch der musste sich irgendwie verbreiten und zumindest von der Anfangszeit weiß ich, dass dies eher durch militärische Maßnahmen gewährleistet wurde. Und selbst heute rufen Fanatiker noch zum Töten Andersgläubiger auf (nach dem Motto: konvertiere oder stirb). Dabei gehe ich jede Wette ein, dass es solche Extrembeispiele in beinahe jeder Religion gibt.
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21.12.2007, 08:21 Uhr

Rj1976
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[Ex-Mitglied]
@Jinx:

Das sollst du auch nicht ! ... Immer selber eine meinung bilden ! Kann es aber sein das du selber Zeugen Jehovas ist ? ... Nur ne' Frage ...


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21.12.2007, 08:58 Uhr

Jinx
Posts: 2077
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@Rj1976:
Scherzkeks! Nein :) Ich mags nur nicht wenn gegen Hinz und Kunz gewettert wird, ohne dass mal Fakten auf den Tisch gebracht werden.

Meine persönliche Meinung ist, dass es überhaupt keine Rolle spielt, woran ein Mensch glaubt. Kritisch wirds erst, wenn dieser Glaube als Instrument benutzt wird, um anderen etwas aufzuzwingen oder sie anderweitig zu beeinflussen. Dazu zähle ich im Übrigen auch schon die Missionarstätigkeit vieler Zeugen, aber auch die anderer Religionen, wobei das einfache Missionieren ja noch relativ harmlos ist.. Leider wird mit dem Glauben immernoch viel zu oft Schindluder getrieben und leider sind dafür noch immer zu viele Menschen empfänglich.
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21.12.2007, 09:59 Uhr

aPEX
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Zitat:
Original von Jinx:
Naja, du wirst sicher verstehen, dass ich meine eignen Erfahrungen nicht über Bord werfe, nur weil jemand "böse böse" ruft.


Dann musst du ja schöne Erfahrungen mit den Scientologen gesammelt haben, von meinen erzähle ich lieber nicht im Detail. Die Scientologen sind wie eine graue Emminenz, überall in Film und Wirtschaft machen sie sich langsam breit wie ein gedeihendes Krebsgeschwür. Es werden Familien zerstört, Leute die eh kein Geld haben werden ausgeplündert und dazu bewegt Kredite aufzunehmen damit Leute wie Tom Cruse (und bald auch Will Smith und andere) ein noch besseres Leben führen können, denn die Oberschicht profitiert ja von den Konnektion die ihnen Scientology bieten... (oder Rate mal wie Tom Cruse dann doch noch an die Drehgenehmigung in Berlin kam).

Ich bleibe bei meiner heftigen Meinung: Die gehören ins letzte Loch ohne Licht gesperrt, oder einfach an die Wand gestellt. Organisationen die sich auf dem Rücken anderer wie ein Parasit nähren kann man nicht mit rechtsstaatlichkeit entgegenkommen.

In diesem Sinne, frohe Weihnachten!

Und falls ihr mal einen Scientologen seht, raufhauen und wegrennen... :D :P

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21.12.2007, 11:17 Uhr

Jinx
Posts: 2077
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@aPEX:

Ähm.. Das missverstehst du. Mit Scientology habe ich zum Glück noch keine Erfahrungen machen müssen. Allerdings kann ich deine Meinung dazu nicht teilen - Trotz allem handelt es sich um Menschen, wenn du ihnen ihre (staatlich garantierten) Rechte nimmst und einfach wegsperrst oder gar "an die Wand stellst", dann begibst du dich in meinen Augen auf eine mindestens ebenso tiefe Stufe. Ich frage mich, wer dich dann alles an die Wand stellen will?
Und nach wie vor ist mir eine solche Organisation, ebenso wie z.B. die NPD nicht verboten, aber überwacht 3x lieber, als wenn sie völlig im Dunkeln operieren.
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21.12.2007, 11:28 Uhr

Cego
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edit

[ Dieser Beitrag wurde von Cego am 21.12.2007 um 11:28 Uhr geändert. ]

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21.12.2007, 11:29 Uhr

Cego
Posts: 1559
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Zitat:
Original von Jinx:

@Maja:
Also.. dass die Kirche hierzulande kaum (noch) missioniert ist wohl kaum verwunderlich. Immerhin hat sie sich hier seit Jahrhunderten etabliert. Die Missionierungstätigkeit kannst du aber nicht abstreiten.. Was meinst du, warum wir nicht mehr zum Druiden gehen mit unseren Wehwehchen, oder nach unserem Tod nicht mehr von Walküren vom Schlachtfeld des Lebens geführt werden ;) Und auch in jüngerer Zeit lässt sich die Missionierung in vielen Teilen der Welt belegen.
Wie sich das beim Islam verhält, ist mir im Detail nicht bekannt, aber auch der musste sich irgendwie verbreiten und zumindest von der Anfangszeit weiß ich, dass dies eher durch militärische Maßnahmen gewährleistet wurde. Und selbst heute rufen Fanatiker noch zum Töten Andersgläubiger auf (nach dem Motto: konvertiere oder stirb). Dabei gehe ich jede Wette ein, dass es solche Extrembeispiele in beinahe jeder Religion gibt.
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der islam hat sich nicht durch gewalt verbreitet... nur mal so als richtigstellung der tatsachen.
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21.12.2007, 11:31 Uhr

Cego
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Zitat:
Original von aPEX:
Zitat:
Original von Jinx:
Naja, du wirst sicher verstehen, dass ich meine eignen Erfahrungen nicht über Bord werfe, nur weil jemand "böse böse" ruft.


Dann musst du ja schöne Erfahrungen mit den Scientologen gesammelt haben, von meinen erzähle ich lieber nicht im Detail. Die Scientologen sind wie eine graue Emminenz, überall in Film und Wirtschaft machen sie sich langsam breit wie ein gedeihendes Krebsgeschwür. Es werden Familien zerstört, Leute die eh kein Geld haben werden ausgeplündert und dazu bewegt Kredite aufzunehmen damit Leute wie Tom Cruse (und bald auch Will Smith und andere) ein noch besseres Leben führen können, denn die Oberschicht profitiert ja von den Konnektion die ihnen Scientology bieten... (oder Rate mal wie Tom Cruse dann doch noch an die Drehgenehmigung in Berlin kam).

Ich bleibe bei meiner heftigen Meinung: Die gehören ins letzte Loch ohne Licht gesperrt, oder einfach an die Wand gestellt. Organisationen die sich auf dem Rücken anderer wie ein Parasit nähren kann man nicht mit rechtsstaatlichkeit entgegenkommen.

In diesem Sinne, frohe Weihnachten!

Und falls ihr mal einen Scientologen seht, raufhauen und wegrennen... :D :P

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also das mit Will Smith stimmt nicht :)
Da hab ich vertrauliche Quellen :smokin:
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21.12.2007, 12:06 Uhr

Lemmink
Posts: 2343
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Zitat:
Original von Cego:

der islam hat sich nicht durch gewalt verbreitet... nur mal so als richtigstellung der tatsachen.

Wenn wir mal von der Eroberung Mekkas duch Muhammads Truppen um 630 absehen. Und vielleicht noch von den Eroberungsfeldzügen seines Schwiegervaters Abu Bakr, der nach dem Tod Muhammads am 8 Juni 632, schließlich sein Nachfolger wurde.
Er eroberte große Gebiete Palästina, Syriens und Ägyptens für den Islam.

Nur weil das lange her ist, ist es nicht automatisch nie geschehen. Wenn dem so wäre könnte man auch die Kreuzzüge auf christilicher Seite rausstreichen.

Es geht mir nicht darum, mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen "Die waren aber auch böse", sondern darum das es mich ein wenig befremdet, wenn jemand "seine Seite" als makellose Saubermänner hinstellen will.
Oder ist es doch nur mangelnde Kenntnis der Geschichte ??

Ich meine, ich als Deutscher habe auch meine "Vergangenheit" Das ich mich für die Fehler meines Urgroßvaters nicht verantwortlich fühle oder gar identifiziere ist eine Sache, zu leugnen daß es sie je gegeben hat eine ganz andere.

--
Das Grauen hat viele Gesichter und mein Spiegel zeigt mir jeden Morgen ein neues.

Jetzt neuer, aber immer noch nicht interessanter: http://www.lemmink.joice.net

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21.12.2007, 12:19 Uhr

Jinx
Posts: 2077
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Zitat:
Original von Cego:
der islam hat sich nicht durch gewalt verbreitet... nur mal so als richtigstellung der tatsachen.


Ich verweise dazu nur mal auf die Wikipedia. Geschichtliche Tatsachen zu leugnen ist btw. ein ziemlich übles Ding, was Leuten mit einer gewissen Gesinnung und wenig Haaren auf dem Kopf hier in Deutschland besonders oft (und zu Recht) vorgeworfen wird. Statt die Geschichte zu leugnen sollte man aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Sei dir versichert, dass ich nicht gegen den Islam schießen will, ich denke die Mehrzahl der Muslime sieht die Machenschaften der Extremisten mit den gleichen Bauchschmerzen wie ich.
--
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21.12.2007, 12:32 Uhr

Maja
Posts: 15429
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@Jinx:

Die Mitgliederzahl der beiden großen christlichen Kirchen im Land stagniert seit Jahren. Sie hätten durchaus Anlass dazu, auch hier wieder verstärkt zu missionieren, denn für sie bedeuten sinkende Mitgliederzahlen hierzulande auch sinkende Einnahmen. Einnahmen aus denen nicht nur ihre Würdenträger finanziert werden. Sie missionieren weiterhin in anderen Ländern, das jedoch schon lange nicht mehr auf militante Weise. Die Aktivitäten bestehen in Krisenregionen aus caritativen Einrichtungen. Die Verkündung des Evangeliums ist dabei heute eher ein "Nebeneffekt", den man ihnen angesichts der humanistischen Hilfe dort ruhig "gönnen" darf. In anderen Gebieten verbreitet sich das Christentum heute ebenfalls auf friedliche Weise. Die Zeiten, als das Christentum mit dem Schwert verbreitet wurde, sind lange vorbei.

Wie beeinflussbar Menschen sind, hat natürlich etwas mit dem Intellekt des Individuums und dessen Bildungsstand zu tun. Beides existiert unabhängig voneinander. Und wie man am Zulauf einiger extremer Gruppen sehen kann, ist ein hoher Bildungsgrad allein noch kein zuverlässiger Schutz vor extremistischen Denkweisen. So wie ein niedrigerer Bildungsgrad pausschal kein Hinweis auf Leichtgläubigkeit oder Dummheit darstellt, ist ein hoher Bildungsgrad allein kein Beweis für einen ebenso hohen Intellekt, wie man manchen Beiträgen hier unschwer entnehmen kann.

Der Islam hat das Problem, anhand einer extremistischen Minderheit beurteilt zu werden, in der charismatische Gewaltprediger den Koran für ihre Zwecke auslegen. Die Mehrheit der Muslime setzt sich aus Menschen wie Du und ich zusammen, die einfach nur in Frieden ein möglichst angenehmes Leben führen möchten. Das einzige Problem, dass wir Westeuropäer mit diesen Menschen haben ist die Tatsache, dass diese Menschen ihr Leben nach ihrer Religion ausrichten. Das befremdet uns, weil die Mehrheit von uns das Christentum höchstens noch als für zusätzliche Urlaubstage und willkommene Gelegenheit für verlängerte Wochenenden zu gebrauchen begreift.
Wer dabei zu bedauern wäre, wäre eine neue Diskussion wert. Der Mangel an festen Regeln und Werten in unserer westlichen Gesellschaft kann bei weniger gefestigten Karakteren zu Orientierungslosigkeit führen. Die suchen sich dann den fehlenden Halt an anderer Stelle. Religiösität bedeutet nicht nur Regeln oder "Fesseln", sondern auch Orientierung und Geborgenheit in einer Gemeinschaft. Eine Religionsgemeinschaft die keine Gemeinschaft mehr ist, lässt Suchende allein, die dann schnell zu willkommenen Opfern extremistischer "Rattenfänger" werden können. Dazu zählen nicht nur religiöse Gruppierungen.

Ich halte es für gefährlich, wie die sogenannte aufgeklärte Welt mit dem Thema Religion umgeht. Wer als Christ sein Christsein offen lebt, läuft Gefahr von anderen "Christen" mitleidig belächelt zu werden. Wir leben in einem Land, im dem Kirche und Staat getrennt sind. Das ist gut so. Doch in den Köpfen vollzieht sich auch eine Trennung von Kirche und Mensch, die Religiösität zu menschlicher Schwäche abwertet. Da darf man sich nicht wundern, wenn weniger gefestigte Individuen sich in Gruppen flüchten, die ihnen das geben, was sie unter "Christen" vermissen.


[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 21.12.2007 um 12:36 Uhr geändert. ]

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21.12.2007, 12:37 Uhr

Solar
Posts: 3674
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Zitat:
Original von Jinx:

Was meinst du, warum wir nicht mehr zum Druiden gehen mit unseren Wehwehchen, oder nach unserem Tod nicht mehr von Walküren vom Schlachtfeld des Lebens geführt werden ;)



Ööööhhhhhhhmmmmm....



:look:

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21.12.2007, 13:01 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von Cego:
der islam hat sich nicht durch gewalt verbreitet... nur mal so als richtigstellung der tatsachen.


Der Islam wurde in früheren Jahrhunderten, ebenso wie das Christentum, über kriegerische Aktivitäten in die Welt getragen. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Man darf dabei nur nicht den Fehler machen, die Religion nach dem Handeln von Menschen zu beurteilen. Wie die Schriften von machthungrigen Herrschern oder solche die es werden wollen ausgelegt und verwendet wurden und zum Teil noch werden, hat nicht so unbedingt etwas damit zu tun, was tatsächlich damit bezweckt werden sollte. Dass der Missbrauch von Koran und Bibel früher wie heute durchaus möglich ist, hat etwas mit der bildhaften Sprache darin zu tun, die viel Interpretationspielraum lässt.
Ein großes Problem dabei: Die verwendeten Synonyme gründen in der Mentaltiät der Zeit, in der sie niedergeschrieben wurden. Zudem wird das Verständis dieser Literatur heute durch Übersetzungsfehler stark beeinflusst. Am Beispiel der Bibel. Da ich des Hebräischen nicht Mächtig bin, muss ich mich auf die deutsche Übersetzung verlassen, die ihrerseits schon keine absolute Sprache spricht, sondern aus Gleichnisssen besteht. Doch selbst wenn ich Hebräisch lesen könnte, zu vielen Begriffen und Formulierungen würde mir die wahre Bedeutung aus der Zeit fehlen, in der die Texte geschrieben wurden.

Klartext in Koran und Bibel hätte über die Jahrtausende viel unnötiges Leid verhindern können. ;)


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21.12.2007, 13:12 Uhr

Jinx
Posts: 2077
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
[...] In anderen Gebieten verbreitet sich das Christentum heute ebenfalls auf friedliche Weise.


Da geb ich dir Recht.

Zitat:
Original von Maja:
Die Zeiten, als das Christentum mit dem Schwert verbreitet wurde, sind lange vorbei.


Ich hoffe doch stark, dass ich nichts Gegenteiliges geschrieben habe, bzw. das so verstanden wurde.

Zitat:
Original von Maja:
[...] So wie ein niedrigerer Bildungsgrad pausschal kein Hinweis auf Leichtgläubigkeit oder Dummheit darstellt, ist ein hoher Bildungsgrad allein kein Beweis für einen ebenso hohen Intellekt, wie man manchen Beiträgen hier unschwer entnehmen kann.


Ebenso: Zustimmung.

Zitat:
Original von Maja:
Der Islam hat das Problem, anhand einer extremistischen Minderheit beurteilt zu werden, in der charismatische Gewaltprediger den Koran für ihre Zwecke auslegen. Die Mehrheit der Muslime setzt sich aus Menschen wie Du und ich zusammen, die einfach nur in Frieden ein möglichst angenehmes Leben führen möchten.


Und wieder: Zustimmung.

Zitat:
Original von Maja:
[...] Dazu zählen nicht nur religiöse Gruppierungen.


Nicht nur weniger gefestigte Charaktere. Ich glaube, dass niemand wirklich gegen solche Giftschleudern gefeit ist. Das große Problem dabei ist, dass gebildete und in sich stabile Menschen wahrscheinlich dann eine größere Bedrohung darstellen, da sie - imho - ihre Ziele weitaus aggressiver anstreben (wobei ich aggressiv jetzt nicht nur im Sinne von gewalttätig verstanden wissen möchte).

Zitat:
Original von Maja:
Ich halte es für gefährlich, wie die sogenannte aufgeklärte Welt mit dem Thema Religion umgeht. Wer als Christ sein Christsein offen lebt, läuft Gefahr von anderen "Christen" mitleidig belächelt zu werden. Wir leben in einem Land, im dem Kirche und Staat getrennt sind. Das ist gut so. Doch in den Köpfen vollzieht sich auch eine Trennung von Kirche und Mensch, die Religiösität zu menschlicher Schwäche abwertet. Da darf man sich nicht wundern, wenn weniger gefestigte Individuen sich in Gruppen flüchten, die ihnen das geben, was sie unter "Christen" vermissen.


Auch hier kann ich dir leider nur zustimmen. Ich glaube aber, dass die Kirche selbst zu einem nicht unerheblichen Teil dazu beiträgt. Die Institution passt sich der Zeit einfach zu wenig an. Traditionen sind schön und gut, aber irgendwo muss man auch mal Altes über Bord werfen. Aber das zu diskutieren würde hier eher zu weit führen, wir gleiten ja jetzt schon vom hundertsten ins tausendste.
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21.12.2007, 13:14 Uhr

Jinx
Posts: 2077
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@Solar:

Der Smiley ist hier mit voller Absicht gesetzt worden ;) Also nicht gaaaar so ernst nehmen *g*
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