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amiga-news.de Forum > Get a Life > Aktion "Lebendiges Deutsch" [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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15.01.2008, 17:43 Uhr

Wolfman
Posts: 3664
Nutzer
Zitat:
Original von BoeserOnkel:


So bleibe ich Geldarm, aber Glücklich und "Gesund". :D


oder anders gesagt:

arbeitslos und Spaß dabei I-) (und da Du darauf dasselbe antworten wirst wie vorher bereits VIP und Neologic, werde ich es ignorieren :lach: )
--
God forgives - who forgives God ?

[ Dieser Beitrag wurde von Wolfman am 15.01.2008 um 17:45 Uhr geändert. ]

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15.01.2008, 21:15 Uhr

_PAB_
Posts: 3016
Nutzer
Habe Glückspott und Gewinntopf vorgeschlagen - mal sehen...

PS:
"Thread" heißt bei uns durchgängig "Thema".
"Board" ist bei und das Brett.
Und der "Post" ist ein Beitrag, sowie "Reply" eine Antwort.
...hat mich seinerzeit viel Arbeit gekostet, das überall umzustellen... ;-)

Eine Übersetzung für "Smilie" fehlt mir noch, aber das ist nicht so dringend.

[ Dieser Beitrag wurde von _PAB_ am 15.01.2008 um 21:18 Uhr geändert. ]

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15.01.2008, 22:26 Uhr

harryfisch
Posts: 927
Nutzer
In der Tat alles sehr lobenswert aber solange die Leute weiterhin: "Sinn machen" ergibt das alles keinen Sinn :D

>In der Computerei geht's in vielen Bereichen nicht anders, weil es eben keine deutschen Begriffe gibt - da macht es auch keinen Sinn,
>krampfhaft welche erfinden zu wollen.

--
A500 68010 1MB Chip 8MB Fast, Alfa Power 3.2GB IDE; OS 3.1 HD (OS 1.3)

A2000 GVP 68030/50/FPU/50 1MB Chip, 16MB Fast, SCSI 1.2GB & 3.2GB, Picasso II,
X-Surf

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16.01.2008, 01:23 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von Flinx:
Topf? Nicht daß ich das jetzt ersthaft vorschlagen will, aber den Zweck erfüllen könnte das schon, da Jackpot eigentlich immer im passenden Kontext benutzt wird.


"43 Millionen Euro im Lotto-Topf!"

Hm... Ne. Vergiss es. Das trifft es nicht. Deutsch ist für solche Summen viel zu bescheiden. ;)

Liege für Sofa geht nicht. Eine Chaiselongue ist das, was man auf Anhieb auf Deutsch als Liege bezeichnen würde. Beim Anblick eines Sofas würde wohl kaum jemandem spontan der Begriff Liege in den Sinn kommen. Das schafft nur jemand, dem nach angestrengem Nachdenken nichts Besseres eingefallen ist. :)

Zitat:
Lehnwörter zählen aber auch als deutsch. Und Fremdwörter genaugenommen auch.

Das ist ja nun kein Naturgesetzt. Der Punkt ist, dass es kaum eine Sprache gibt, die ohne Einflüsse aus anderen Sprachen auskommt.

Zitat:
Die These, daß Deutsch ohne sie wortkarg sei, halte ich im übrigen für recht gewagt.

Versuch einfach mal, völlig ohne Lehnwörter und Fremdwörter auszukommen. Nur einen Tag lang. Aber nimm Dir viel Zeit. Du wirst vieles umständlich umschreiben müssen.

Zitat:
Es geht meiner Meinung nach auch weniger um das Abschaffen der etablierten Fremdwörter, sondern darum, daß regelmäßig neue englische Begriffe eingeführt werden, um irgendwie modern zu klingen, oder im Fall der Werbeindustrie, das Denken der Zuhörer zu vernebeln.

Es ist nicht unbedingt so viel besser, altmodisch zu sein, oder? ;)

Du hattest oben was über "voten" geschrieben. Das ist, wie "downloaden" kein Wort mehr, sondern die Verunglimpfung von Sprache. Das ist das Einzige, was ich eigentlich ablehne, obwohl es auch mir ab und an passiert, dass ich solche "Worte" verwende. Kommt drauf an, mit wem ich mich gerade unterhalte.

Zitat:
Besonders ärgerlich finde ich die Dummheit, englische Grammatik zu benutzen (weil ohne nachfolgenden Nebensatz), wofür eindeutig das Fernsehen verantwortlich ist.

Ach na ja, so lange keiner dran stirbt. ;)

@DaxB

Mir scheint, Du hast Holger nicht ganz richtig verstanden.

Das Wort Thread kann im Englischen die unterschiedlichsten Bedeutungen annehmen. Das stimmt. Doch das hängt vom Zusammenhang ab, in dem es verwendet wird. Ich traue jedem, der ein bisschen was von Englisch versteht, dass er nicht unbedingt anfängt ein Gewinde zu schneiden, wenn er in einem deutschsprachigen Forum einen Link "Thread erstellen" sieht.

@AmigaPapst

Zitat:
Ich glaube diese Aktion wird von vielen hier missverstanden. Schaut euch mal die Titelseite durch, da steht auch folgendes:
"Wir sind keine Puristen, keine Fremdwort-Jäger, keine Bilderstürmer. Wir bejahen die Bereicherung des Deutschen durch fremde Sprachen; und manche Importe gerade aus dem Englischen begrüßen wir. Unsere Initiative richtet sich allein gegen die schiere Anglomanie, gegen das Übermaß."


Hehe, ja. George W. Bush hat auch immer betont, nur gegen die "Achse des Bösen" zu kämpfen. Dass sich längs dieser Achse zufällig nur Länder befinden, die über Ölvorkommen verfügen, dafür kann er ja nichts.... ;)

Aber zurück zum Thema. Wer, bitte, definiert dabei was Übermaß ist? Lass mich raten. Diese Stiftung? Nur mal so am Rande. Ausgerechnet Jackpot steht seit Langem im Duden ("Das Fremdwörterbuch"). Eben weil es inzwischen fester Bestandteil unserer Sprache geworden ist. Da kann von Übermaß wohl kaum die Rede sein.


[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 16.01.2008 um 01:24 Uhr geändert. ]

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16.01.2008, 02:36 Uhr

CASSIUS1999
Posts: 918
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:

Es gibt viel Unsinniges in dieser Welt. Die Stiftung der deutschen Sprache ist eines davon. Ich finde es auch ziemlich unglücklich, downloaden statt herunterladen zu sagen/schreiben (oder muss man jetzt herunter laden schreiben?). Doch geht davon weder Deutschland, noch die deutsche Sprache, noch die Welt unter. Wer sich über so was wirklich aufregen kann, der darf sich glücklich schätzen, keine echten Probleme zu haben.


Soso. Unsinnig. Du scheinst Dich ja wirklich umfassend informiert zu haben, was diese Stiftung überhaupt ist und wofür sie steht...

Zitat:
Übrigens ist die "deutsche" Sprache durchzogen von Begriffen aus dem Lateinischen, aus dem Griechischen, aus dem Französischen, aus dem Flämischen, aus nordischen Sprachen, dem Arabischen, etc.. Was auf das Englische gleichermaßen zutrifft. Also viel Spaß beim eindeutschen der "deutschen" Sprache.

Ich würde mich mal wirklich mit der Stiftung oder der Aktion lebendiges Deutsch auseinandersetzen. Dann hättest Du Dir diese Passage genau, wie die anderen Infos über die Einflüsse in die Deutsche Sprache sparen können. Das ist denen nämlich durchaus bewusst. Und "Couch" oder "Sofa" wirst Du garantiert dort nicht finden.

Zitat:
Wenn man schon gegen Anglizismen ist, dann sollte man auch konsequent gegen alles sein, was nicht rein deutsch ist. Man streiche all das aus dem deutschen Wortschatz und es wird nicht viel übrig bleiben, bzw. man wird zu langatmigen Umschreibungen für Dinge greifen müssen, für die es kein Wort mit Ursprung im Deutschen gibt. Das rein Deutsche ist ziemlich wortkarg. Fangen wird doch mal in der heimischen Wohnung an. Ich saß eben noch auf dem Sofa. Sofa leitet sich vom arabischen Suffa für, sinngemäß, Ruhebank ab. Alternativ hätten wir noch Couch zur Verfügung, was wieder ein Anglizismus ist. Oder Kanapee, was aus dem Französischen kommt. Also was tun? Setzen wir uns fortan auf die "gepolstere Ruhebank", um korrekt deutsch zu Sitzen?

Alleine dieser Absatz ist im Grunde nur polemisch, trifft allerdings nicht den Kern der Diskussion. Um diese Beispiele ging es nie und wird es auch nie gehen. Und so wie Du das hier zuspitzt wäre es, als wenn man sagen würde. "Wenn schon Rosen schneiden, dann bitteschön gleich den Garten umgraben!"

Sicherlich kann man über einige Stilblüten wunderbar streiten, und ich bin auch kein Freund vom Eindeutschen gängiger und prägnanter Begriffe aber im Kern finde ich die Stiftung sinnvoll und notwendig. Weil das "Denglisch" in vielen Bereichen sinnlos überhand nimmt. Und ich finde es ziemlich nervig, wenn einem in vielen Bereichen Anglizismen um die Ohren gehauen werden, obwohl es gleichwertige, gängigere deutsche Begriffe gibt.

Wenn man die gleichen engstirnigen Maßstäbe setzt, wie Du das hier tust, müsste man einen Großteil sämtlicher Stiftungen für "unsinnig" halten.

Ach ja, zum Thema Einfluß: Dir dürfte hoffentlich auch bekannt sein, dass Englisch zu den germanischen Sprachen gezählt wird.
Überspitzt gesagt ist Englisch eine norddeutsch-Skandinavische Sprachform.

Grüße aus Hannover, der Wiege des Hochdeutschen, allerdings auch "englischste Stadt Deutschlands". 8)
--

Kabelfreak
--
Der Amiga jedenfalls war 1985 etwa wie ein Stück Hardware,
das man der Wüste von Nevada aus
einem abgestürzten UFO geborgen hatte.

joek_de im heiseforum

[ Dieser Beitrag wurde von CASSIUS1999 am 16.01.2008 um 02:37 Uhr geändert. ]

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16.01.2008, 03:08 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@CASSIUS1999:

Na, Klugscheißer. Auch noch hier? :D

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16.01.2008, 07:52 Uhr

Flinx
Posts: 1072
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Es ist nicht unbedingt so viel besser, altmodisch zu sein, oder? ;)


Das ist kein Widerspruch. Wer nicht diesem künstlichen Modern-klingen-wollen der Medien folgen möchte, ist noch lange nicht altmodisch.
Oder findest Du es wirklich normal, wenn in bestimmten Zeitschriften von Nannys, Daylys, Handyscouts, Ermittler-Soaps usw. geredet wird? (Das war jetzt nur eine einminütige Suche...)

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16.01.2008, 08:02 Uhr

BoeserOnkel
Posts:
[Ex-Mitglied]
Die Sprache ist wie ein Fluss, manche Wörter bleiben oben andere wiederum gehen für immer unter.
Ich fände es schade die Deutsche Sprache "einzutüten" und einen Deutsch stempel zu verpassen.

Da können wir gleich die Deutsche Mark wieder zurückfordern.
Wo ich voll dafür wäre, aber Gesamtwirtschaftlich zur Katastrophe führen würde.

Wir als Industrieland sind vom Ausland abhängig, und gelten als Exportweltmeister.

Und die Deutsche Sprache geht nicht unter, wenn die Deutsche ursuppe mit paar Fremdwörtern Gewürzt wird.

Heute sollte man Global Denken. Und in diesem Lande muss man das sogar.
Hier sind nun mal keine zig Ölfelder wie in den Arabischen Ländern.
Wir können es uns nicht leisten, rund um Deutschland eine Mauer zu bauen und
ein "reines" Deutschtum zu leben..

Deswegen ist dieses sogenannte "Denglisch" nicht aus Spaß an der Freude entstanden, sondern bildet sich aus Wirtschaftlichem interesse.

Und Amerika hatte schon immer einen großen einfluss in Deutschland gehabt.

Deswegen werden auch viele Englische Wörter verwendet, und nicht Indische oder Chinesische.

Ich denke mal, das bei einigen hier jetzt der Groschen gefallen ist.


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16.01.2008, 08:10 Uhr

Solar
Posts: 3674
Nutzer
Zitat:
Original von harryfisch:
In der Tat alles sehr lobenswert aber solange die Leute weiterhin: "Sinn machen" ergibt das alles keinen Sinn :D


Eieiei... erwischt. Das kann ich erinnern, daß da was war. I-) :D

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16.01.2008, 09:01 Uhr

BoeserOnkel
Posts:
[Ex-Mitglied]
@Wolfman

Ich denke mal das das Arbeitslos sein in Deutschland keinen Spaß mehr macht.
Das war früher etwas besser, als heute.

Mit den paar "Kröten" in ein reiches Industrieland zu Spazieren, wo man den Konsum nur so um die Ohren gehauen bekommt, ist wahrlich keine Freude.

Für jede kleine Anschaffung muss man hart sparen, und größere Sachen bleiben ein Traum.

Vor allem in eine Großstadt merkt man, wie schnell das Geld in der Tasche davon schmilzt. Wie Eiswürfel in der prallen Sonne.

Urlaub? Auto? Veranstaltungen?

Arbeitslos sein ist ein Leben ohne Glanz.
Es fehlt an jeder ecke und ende das Geld.

Aber niemand ist gezwungen Arbeiten zu gehen.
Einfach die Brocken hinwerfen und ab zum Arbeitsamt.
Nach einem Jahr Arbeitslosengeld, rutscht man in Hartz IV.
Dann hat man viel Zeit aber kaum Geld.

Dann steht man ganz toll da bei seinen Freunden und verwandten.
Mal eben 20 Euro einen Samstag in der Disko verzechen hört sich nicht viel an. Aber alle vier Wochenenden? Benzinkosten? Neue Klamotten? Computer?

Vor allem wenn man ein Hobby hat, tut das wenige Geld richtig weh.

Ich würde ja gerne mit einem Auto jede SceneDemo Party besuchen.
Tja, nur ohne Geld?

Wenn man Geld und Arbeit hat, kommt einem das Geld ausgeben selbstverständlich vor. Man denkt nicht darüber nach.

Aber wenn man plötzlich nicht mehr das gewohnte "Große" Geld hat, dann kommt ganz schell auf den Gedanken, das Arbeitslos sein doch nicht so toll ist.

Man verhungert nicht, aber das ist auch alles.

Das Thema ist schon reichlich abgekaut, das muss man wohl nicht weiter belabern.

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16.01.2008, 09:02 Uhr

CASSIUS1999
Posts: 918
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
@CASSIUS1999:

Na, Klugscheißer. Auch noch hier? :D


Na, da nehmen wir beide uns doch nicht viel. ;) Schön dass Du wieder da bist. :)
--

Kabelfreak
--
Der Amiga jedenfalls war 1985 etwa wie ein Stück Hardware,
das man der Wüste von Nevada aus
einem abgestürzten UFO geborgen hatte.

joek_de im heiseforum

[ Dieser Beitrag wurde von CASSIUS1999 am 16.01.2008 um 09:41 Uhr geändert. ]

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16.01.2008, 09:21 Uhr

CASSIUS1999
Posts: 918
Nutzer
Zitat:
Original von BoeserOnkel:
Die Sprache ist wie ein Fluss, manche Wörter bleiben oben andere wiederum gehen für immer unter.

Richtig.

Zitat:
Ich fände es schade die Deutsche Sprache "einzutüten" und einen Deutsch stempel zu verpassen.
Das verlangt auch niemand.

Zitat:
Da können wir gleich die Deutsche Mark wieder zurückfordern.
Wo ich voll dafür wäre, aber Gesamtwirtschaftlich zur Katastrophe führen würde.

Da kann man dann auch gleich die Grenzkontrollen wieder einführen.

Zitat:
Wir als Industrieland sind vom Ausland abhängig, und gelten als Exportweltmeister.
Kooorekt.

Zitat:
Und die Deutsche Sprache geht nicht unter, wenn die Deutsche ursuppe mit paar Fremdwörtern Gewürzt wird.
Nochmal: Darum geht es doch auch gar nicht. Niemand schreit wegen Couch oder ähnlichem. Es geht hauptsächlich um die Schwemme von englischen Begriffen, die ohne Sinn und verstand eingesetzt werden.
Wenn ältere Menschen ihre Telefonrechnung nicht mehr verstehen oder bei englischen Werbesprüchen deutscher Firmen nur von den Wenigsten
der Sinn richtig verstanden wird, dann wird man sich doch Fragen dürfen, was diese Anbiederei für einen Sinn macht?

Zitat:
Heute sollte man Global Denken. Und in diesem Lande muss man das sogar.
Hier sind nun mal keine zig Ölfelder wie in den Arabischen Ländern.
Wir können es uns nicht leisten, rund um Deutschland eine Mauer zu bauen und
ein "reines" Deutschtum zu leben..

Nochmal - Hier geht es nicht um Deutschtümelei, schon gar nicht um Nationalismus.
Zitat:
Deswegen ist dieses sogenannte "Denglisch" nicht aus Spaß an der Freude entstanden, sondern bildet sich aus Wirtschaftlichem interesse.
Das ist Unsinn.
Kein Auto verkauft sich mehr, weil man deutsche Sätze sinnfrei mit englischen Wörtern verbindet. Im Gegenteil, die Amerikaner lachen sich über so viel voreilendem Gehorsam kaputt.

Zitat:
Und Amerika hatte schon immer einen großen einfluss in Deutschland gehabt.

Deswegen werden auch viele Englische Wörter verwendet, und nicht Indische oder Chinesische.

Ich denke mal, das bei einigen hier jetzt der Groschen gefallen ist.

Also wenn es hier um Antiamerikanismus ginge, würde ich Dir Recht geben. Aber darum gehts hier nicht. ;)

--

Kabelfreak
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Der Amiga jedenfalls war 1985 etwa wie ein Stück Hardware,
das man der Wüste von Nevada aus
einem abgestürzten UFO geborgen hatte.

joek_de im heiseforum

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16.01.2008, 09:32 Uhr

Jinx
Posts: 2077
Nutzer
Zitat:
Original von _PAB_:

Eine Übersetzung für "Smilie" fehlt mir noch, aber das ist nicht so dringend.


Wie wärs mit "Grinser"? :D
--
eMail: TheJinx@web.de
Homepage: http://www.TheJinx.de
Tales of Tamar-Seite: http://www.eonwes-halle.de

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16.01.2008, 09:42 Uhr

Solar
Posts: 3674
Nutzer
Zitat:
Original von CASSIUS1999:
Zitat:
Original von BoeserOnkel:

Deswegen ist dieses sogenannte "Denglisch" nicht aus Spaß an der Freude entstanden, sondern bildet sich aus Wirtschaftlichem interesse.

Das ist Unsinn.
Kein Auto verkauft sich mehr, weil man deutsche Sätze sinnfrei mit englischen Wörtern verbindet. Im Gegenteil, die Amerikaner lachen sich über so viel voreilendem Gehorsam kaputt.


Andersherum wird ein Schuh daraus. Die BMW-Werbung in den USA lief jahrelang unter dem Slogan "Fahrvergnügen".

Es schreit in den USA auch niemand auf, wenn einzelne Worte übernommen werden, weil sie etwas ausdrücken, was im Englischen so nicht auf den Punkt zu bringen ist - oder vom Klangbild besser passen. "Angst" oder "Gestalt" z.B. haben längst ihren Weg ins Englische gefunden.

Wogegen auch ich mich aber verwehre, ist das mehrwertfreie "Zukleistern" der Sprache, insbesondere durch "Manager" (Unternehmer? Führungskräfte?) und die Werbeindustrie.

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16.01.2008, 12:11 Uhr

DaxB
Posts: 1392
Nutzer
@Maja:
Das liegt wohl daran, dass wir aneinander vorbei reden.

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16.01.2008, 17:00 Uhr

Holger
Posts: 8050
Nutzer
Zitat:
Das ist Unsinn.
Kein Auto verkauft sich mehr, weil man deutsche Sätze sinnfrei mit englischen Wörtern verbindet.

Im englischsprachigen Raum nicht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die "Generation Handy" in D durchaus darauf reagiert. Irgendeinen Grund muss das ganze ja haben.
Zitat:
Im Gegenteil, die Amerikaner lachen sich über so viel voreilendem Gehorsam kaputt.
Manchmal vielleicht. Andererseits dürften sie oft auch einfach nur verwirrt sein, wie im Fall "Handy". Und seit in einigen deutschen Supermärkten keine Rucksäcke mehr verkauft werden, sondern "body bags" dürften sie sogar entsetzt sein.
Als "voreilendem Gehorsam" empfinden sie das wohl nicht. Dazu müsste ihnen ja erst mal jemand sagen, dass das ihnen zuliebe gemacht wird. Ob sie es dann glauben, sei dahingestellt.

mfg

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Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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16.01.2008, 17:40 Uhr

Wolfman
Posts: 3664
Nutzer
@BoeserOnkel:

okay, klingt vernünftig - hab dein anderes Posting vielleicht doch missverstanden :) (und ich fand arbeitslos sein vor 23 Jahren auch nur solange lustig, bis mir das Geld ausging :( )
--
God forgives - who forgives God ?

[ Dieser Beitrag wurde von Wolfman am 16.01.2008 um 17:42 Uhr geändert. ]

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16.01.2008, 18:10 Uhr

schluckebier
Posts: 1059
Nutzer
Zitat:
Original von Holger:
Und seit in einigen deutschen Supermärkten keine Rucksäcke mehr verkauft werden, sondern "body bags" dürften sie sogar entsetzt sein.


Vielleicht waren's ja gar keine Rucksäcke? Wenn's z.B. in der Haustierabteilung rumlag, könnte es durchaus auch was anderes gewesen sein...

"Guten Tag, ich hätte gerne einen Boddibäg für meinen Pudel, der hustet verdächtig und ich wäre gerne auf alles vorbereitet." ;)

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17.01.2008, 00:14 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von DaxB:
@Maja:
Das liegt wohl daran, dass wir aneinander vorbei reden.


Das kann natürlich sein.

@Cassius

Schön, dass Du deinen Humor nicht verloren hast. :)

Zitat:
Original von FischX:
Thread finde ich zum Kotzen,
es ist ein wirklich hässliches Wort, mit unangenehmer Aussprache.


Sags ruhig, wie es ist. Es klingt wie ausgekotzt. Könnte aber sein, dass wir das nur mit unseren deutschen Ohren so empfinden. I-)

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17.01.2008, 12:17 Uhr

Flinx
Posts: 1072
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Sags ruhig, wie es ist. Es klingt wie ausgekotzt.


In de.etc.sprache.deutsch wird etwas spöttisch des öfteren dazu Faden gesagt. Das ist eigentlich auch eine treffende und sogar wörtliche Übersetzung.

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17.01.2008, 13:26 Uhr

_PAB_
Posts: 3016
Nutzer
@Flinx, Maja:
Ich denke (und stimmte damals mit Petras Meinung überein), daß "Thema" hier in Diskussionsforen die richtige, wohlklingende und sinngemäße Übersetzung ist.

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17.01.2008, 13:46 Uhr

Holger
Posts: 8050
Nutzer
Zitat:
Original von Flinx:
In de.etc.sprache.deutsch wird etwas spöttisch des öfteren dazu Faden gesagt. Das ist eigentlich auch eine treffende und sogar wörtliche Übersetzung.

Dazu passend übersetzt man "Off-Topic" mit "Faden verloren" ;)

Wobei ja manche User regelmäßig wirre Knäuel ausspucken...

mfg

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Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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17.01.2008, 23:55 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von _PAB_:
@Flinx, Maja:
Ich denke (und stimmte damals mit Petras Meinung überein), daß "Thema" hier in Diskussionsforen die richtige, wohlklingende und sinngemäße Übersetzung ist.


Dagegen ist nichs einzuwenden.

Zitat:
Original von Holger:
Wobei ja manche User regelmäßig wirre Knäuel ausspucken...


In der Tierwelt spricht man von Gewölle, wenn bündelweise Unverdauliches hervorgewürgt wird. ;)


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18.01.2008, 11:11 Uhr

Solar
Posts: 3674
Nutzer
Zitat:
Original von Flinx:

In de.etc.sprache.deutsch wird etwas spöttisch des öfteren dazu Faden gesagt. Das ist eigentlich auch eine treffende und sogar wörtliche Übersetzung.


Was ist spöttisch an "Gesprächsfaden"? I-)

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19.01.2008, 10:29 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
Nutzer
Zitat:
Original von Solar:
Was ist spöttisch an "Gesprächsfaden"? I-)

Daß man es lieber beenden sollte, wenn es bereits Fäden zieht ... I-)
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Signaturen mit mehr als zwei Zeilen gehen mir auf den Wecker

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20.01.2008, 17:46 Uhr

Andreas_Wolf
Posts: 2980
Nutzer
> ne Homepage ist, aus welchen Gründen auch immer, eine Startseite

...was auch völlig korrekt ist. "Homepage", "Webseite" und "Website" sind nicht nur verschiedene Wörter, sondern bezeichnen auch verschiedene (wenngleich natürlich semantisch verbundene) Dinge.


> für Pay-TV gibt es einen gängigen deutschen Begriff [...] -
> Bezahl-Fernsehen. Also die direkte Übersetzung. Warum man da noch ein
> neues Wort einführen will ist mir nicht klar.

Eben gerade weil es die direkte Übersetzung ist, und damit ein Anglizismus. Anglizismen müssen nicht englisch "klingen".


> Airbag = Prallkissen.
> Warum nicht Aufprallschutzluftkissen/tasche oder sack?

Weil da wohl keine Luft drin ist ...und weil das Wort zu lang ist.

> cursor = Blinker.
> Warum nicht Zeichensatzstartbalken? Oder Zeichensatzmarkierbalken?

Weil es mit dem Zeichensatz nichts zu tun hat ...und weil das Wort zu lang ist.

> homepage = Startseite.
> Warum nicht Private Hausseite?

Weil eine Homepage nicht privat sein muß.

> spam - E-Müll. [...] Warum nicht Werbenachrichten. Oder
> Werbezettel/Briefe?

Weil man das dann sprachlich nicht von der Werbung im echten Briefkasten unterscheiden würde.

> standby = Standstrom (Was soll das sein?)
> Warum nicht Sparstromruhezustand?

Weil das Wort zu lang ist.

> Es ist also nicht immer gut sich Stur auf sein Deutschsein zu
> besinnen, nur weil man zufällig in Deutschland geboren wurde.
> Ich halte dieses Landestolz sowieso als den größten Blödsinn.

Falscher Thread?

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20.01.2008, 18:24 Uhr

Andreas_Wolf
Posts: 2980
Nutzer
> Ich denke (und stimmte damals mit Petras Meinung überein), daß "Thema"
> hier in Diskussionsforen die richtige, wohlklingende und sinngemäße
> Übersetzung ist.

Ohne das jetzt hier geändert wissen zu wollen, würde ich da widersprechen. "Thema" bezeichnet nur "das, worum es geht", meinetwegen auch im formulierten Wortlaut. "Thread" hingegen bezeichnet den konkreten Diskussionsverlauf zum Thema. Dementsprechend können zwei verschiedene Threads dasselbe Thema haben, und das sogar im Wortlaut.

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20.01.2008, 18:43 Uhr

Wolfman
Posts: 3664
Nutzer
Bevor man sich um Anglizismen o.ä. kümmert, sollte erst mal darauf geachtet werden, dass es "Hähnchen" (oder noch besser "Gockel" ;) ) und nicht "Broiler" heißt, ein "Berliner" kein "Pfannkuchen" ist etc. :lach:
--
God forgives - who forgives God ?

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20.01.2008, 20:02 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@Andreas_Wolf:

Rein sachlich hast Du mit dem, was Du über Thread und Thema geschrieben hast, ja völlig Recht. Aber machs doch nicht so furchtbar kompliziert.... ;)

@Wolfman

Yoh, und wer als "Ausländer" im Reihnland "ne halve Hahn" bestellt, ist erstaunt und enttäuscht, eine mit Käse belegte Hälfte eines Roggenbrötchens zu bekommen. Oder sollte ich Schrippe sagen? Oder doch besser Rundstück? Und warum heißen Amerikaner eigentlich Amerikaner? Wir sind doch hier in Deutschland. :D

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23.01.2008, 01:57 Uhr

[ujb]
Posts: 422
Nutzer
Das wirklich besondere an der deutschen Sprache, und eines der Dinge die ich besonders an ihr schätze, ist, dass sie offen für Wörter anderer Sprachen ist.
Es ist mit der deutschen Sprache möglich Wörter unterschiedlichster Herkunft zu nutzen und die deutsche Grammatik auf diese anzuwenden.
Bei Verben wird dann allerdings eine "Verdachtsgrammatik" angewendet, d.h. es wird so gebeugt wie ähnlich klingende etablierte Worte (bzw. Wortstämme).
Schwierig wird es z.B. bei Partizipien von fremdsprachlichen Komposita wie z.B. "downloaden". Ist das Partizip nun "gedownloadet" oder "downgeloadet".
Betrachtet man "downloaden" als Einheit, wäre als Partizip "gedownloadet" richtig, betrachtet man es als Kompositum bildet sich das Partizip aus dem Verbstamm -loaden zu -geloadet, also zu "downgeloadet".
Nicht akzeptabel ist aber die Anwendung englischer Grammatik innerhalb eines Satzes der als zum deutschen Sprachraum zugehörig gelten soll (d.h. ein deutscher Satz; deutsch ist hierbei nicht als national, sondern als Sprachtypus zu verstehen). Neben der in diesm Thread bereits erwähnten falschen Satzstellung, sorgt bei mir vor allem die falsche Beugung von fremdsprachlichen Verben im deutschen Sprachgebrauch für Unbehagen. Es handelt sich dabei um eine Art Hyperkorrektur. Am häufigsten findet sich hier sicherlich das englische Partizip -ed. Also "downloaded" (hyperkorrekt, aber dennoch falsch), "gedownloaded" oder gar "downgeloaded" (Mixturen aus deutschen Partizipien und englischen Partizipien).

Insgesamt finde ich die Initiative recht gelungen, denn es geht in erster Linie darum die Sparchwahrnehmung zu schärfen.
Englisch mag ich übrignes auch recht gern, aber im Gegensatz zu Deutsch ist man in dieser Sprache nicht so frei fremde Wörter einfach zu integrieren. Englisch ist sehr viel mehr auf die Feinheit der Wortbedeutung ausgelegt, während man im Deutschen durch die Sprachkonstruktion die Nuancen gestalten kann (vereinfacht (und nicht ganz richtig): Wortvielfalt <-> Grammatik).

[ Dieser Beitrag wurde von [ujb] am 23.01.2008 um 02:04 Uhr geändert. ]

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1 -2- 3 [ - Beitrag schreiben - ]


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