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amiga-news.de Forum > Get a Life > Scheiss Manager, jetzt ist NOKIA dran... [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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22.01.2008, 18:11 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von AndreasM:
[wenn man schon bei den Lohnkosten selbst nichts machen kann.


Das könnte man auch was tun. Man könnte z.B. damit aufhören so zu tun, als würden Lohnerhöhungen oberhalb der Infaltionsrate irgendwas Gutes für die Beschäftigten bringen.

[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 22.01.2008 um 18:11 Uhr geändert. ]

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22.01.2008, 18:12 Uhr

AndreasM
Posts: 2476
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Zitat:
Original von CASSIUS1999:
Außerdem muss man auch sagen, dass wir einer der Staaten sind, die seit Jahrzehnten von der Globalisierung am meisten Profitieren.


... und am meisten wegen ihr jammern :)

Aber stimmt schon. Die Exportzahlen sind sehr gut (wenn auch nur auf dem ersten Blick) und speziell wir Amiga User hätten ein gewaltiges Problem ohne Globalisierung.


--
Andreas Magerl
APC&TCP
Amiga Future, Big Book of Amiga Hardware, AmiATLAS, CygnusEd, DigiBoosterPro, Med Soundstudio 2, Amiga Guru Book, Flyin High, Pinball Brain Damage...

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22.01.2008, 18:16 Uhr

AndreasM
Posts: 2476
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Zitat:
Original von Maja:
Zitat:
Original von AndreasM:
[wenn man schon bei den Lohnkosten selbst nichts machen kann.


Das könnte man auch was tun. Man könnte z.B. damit aufhören so zu tun, als würden Lohnerhöhungen oberhalb der Infaltionsrate irgendwas Gutes für die Beschäftigten bringen.


Ist mir schon klar. Aber das sind im Endeffekt Peanuts.

Auf ein Lohnniveau wie in vielen anderen Ländern werden wir niemals kommen. Also sollte man sich andere Gebiete suchen wo man besser als die anderen sein kann.

Problem ist nur das die Deutschen GLAUBEN das wir gut sind und andere Länder holen gewaltig auf bzw. haben schon längst überholt.

Fachkräfte ist da nen trauriges Beispiel dafür...

--
Andreas Magerl
APC&TCP
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22.01.2008, 18:25 Uhr

CASSIUS1999
Posts: 918
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Zitat:
Original von AndreasM:
Zitat:
Original von CASSIUS1999:
Außerdem muss man auch sagen, dass wir einer der Staaten sind, die seit Jahrzehnten von der Globalisierung am meisten Profitieren.


... und am meisten wegen ihr jammern :)

Aber stimmt schon. Die Exportzahlen sind sehr gut (wenn auch nur auf dem ersten Blick) und speziell wir Amiga User hätten ein gewaltiges Problem ohne Globalisierung.


Und wir hätten ein gewaltiges Problem gehabt, wenn alle Amigas sofort nach der Garantiezeit abgeraucht wären. Aber hätten uns nicht beschweren dürfen. ;) :P :D

--

Kabelfreak
--
Der Amiga jedenfalls war 1985 etwa wie ein Stück Hardware,
das man der Wüste von Nevada aus
einem abgestürzten UFO geborgen hatte.

joek_de im heiseforum

[ Dieser Beitrag wurde von CASSIUS1999 am 22.01.2008 um 18:26 Uhr geändert. ]

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22.01.2008, 18:39 Uhr

AndreasM
Posts: 2476
Nutzer
[quote]
Original von CASSIUS1999:

Und wir hätten ein gewaltiges Problem gehabt, wenn alle Amigas sofort nach der Garantiezeit abgeraucht wären. Aber hätten uns nicht beschweren dürfen. ;) :P :D
[/quote

Nur dann nicht wenn Du tatsächlich einen Vertrag über eine Mindestlaufzeit gehabt hättest (oder nenns MHD ;) ), und das ist was ganz anderes als ne Garantiezeit :)


--
Andreas Magerl
APC&TCP
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22.01.2008, 19:18 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von AndreasM:
Aber das sind im Endeffekt Peanuts.

Seit Gründung der Republik ist da eine Menge zusammen gekommen. Das durchschnittliche Einkommen liegt heute um ein vielfaches Höher als das unserer Großeltern. Und jetzt wirds "ulkig". Ausgerechnet ohne Globalisierung hätten wir heute mit diesem großen Mehr an Einkommen keine höhere Kaufkraft als sie.
Zitat:
Auf ein Lohnniveau wie in vielen anderen Ländern werden wir niemals kommen.
Es geht nicht um ein Absenken des Lohnniveaus. Es geht darum, das Realeinkommen zu halten, ohne Personalkosten unerwartet explodieren zu lassen, weil eine Gewerkschaft ihr Image aufpolieren möchte. Planungssicherheit.
Zitat:
Also sollte man sich andere Gebiete suchen wo man besser als die anderen sein kann.
Ja. Auch das ist wichtig. Im Bereich Effektivität gibt es noch viel Potential. Oft mit ganz banalen Mitteln umzusetzen. Und das muss keine Arbeitsplätze vernichten. Forschung und Entwicklung sind noch Bereiche, wo was zu reissen wäre. Aber nur, wenn das Endprodukt dann nicht wieder im Ausland vergoldet wird. Ansonsten ist auch das nur ein Export von Arbeitsplätzen.

Das Bildungssystem aufpolieren ist meiner Ansicht nach nicht der Weißheit letzter Schluss. Es wird immer Menschen geben, die durch das Raster fallen. Auch für die muss es gut bezahlte Arbeitsplätze geben. Die gibt es in Dienstleistung und Handel leider nicht. Diese Aufgabe hatte die Industrie erfüllt. Da entsteht eine große Lücke. Das ist ein großes Problem. Kaum noch lukrative Jobs für Geringqualifizierte.

Zitat:
Problem ist nur das die Deutschen GLAUBEN das wir gut sind und andere Länder holen gewaltig auf bzw. haben schon längst überholt.
Es ist schockierend, nicht wahr? ;) In anderen Ländern gibt es auch kluge Köpfe. Und sie sind extrem einfallsreich und innovativ. Und sie trauen sich was. Wir sind inzwischen leider ziemlich betriebsblind geworden. Wer kennt nicht den Satz: "Das haben wir schon immer so gemacht."?

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22.01.2008, 20:24 Uhr

Motorolajunky
Posts: 485
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okay okay ich sehe schon Globalisierung ist spitze und eh nicht zu verhindern und Deutschland ist Scheiße und soll endlich mal aufwachen und blablabla..

Mir Wurst mir kann keiner erzählen das Globalisierung gut für Deutschland ist. Ich klinke mich hier jetzt auch aus.


--
A4000T-Amiga Technologies Risc604e/225/060+Voodoo4500+A2065+40GBUW15000rpm+OS4.0Classic

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22.01.2008, 20:43 Uhr

CASSIUS1999
Posts: 918
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Zitat:
Original von AndreasM:
Zitat:
Original von CASSIUS1999:

Und wir hätten ein gewaltiges Problem gehabt, wenn alle Amigas sofort nach der Garantiezeit abgeraucht wären. Aber hätten uns nicht beschweren dürfen. ;) :P :D


Nur dann nicht wenn Du tatsächlich einen Vertrag über eine Mindestlaufzeit gehabt hättest (oder nenns MHD ;) ), und das ist was ganz anderes als ne Garantiezeit :)

Dann hätte ich meinen 1200er Brunsbüttel genannt. :D :D :D

--

Kabelfreak
--
Der Amiga jedenfalls war 1985 etwa wie ein Stück Hardware,
das man der Wüste von Nevada aus
einem abgestürzten UFO geborgen hatte.

joek_de im heiseforum

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22.01.2008, 23:34 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@Motorolajunky

Ich weiß nicht, was Du beruflich machst. Aber egal was es auch ist. Deutschlands Wirtschaft wird vom Export getragen. Das erfreulich hohe Wachstum des vergangenen Jahres gründet auf dem Export von Produkten aus deutscher Herstellung. Und den Löwenanteil daran machte der Export von Investitionsgütern aus. Grob gesagt Maschinen und Anlagen für Industrien in anderen Ländern. Ohne Globalisierung hätte es 2007 dieses hohe Wirtschaftswachtum in Deutschland nicht gegeben.

Du glaubst, Du persönlich hast nichts davon? Glauben heißt, nicht wissen. Wenn Du mit deinem Leben nicht zufrieden bist, muss das nicht an der Globalisierung liegen.

Und nun hoffen wir mal, dass die Geschehnisse an den Börsen kein Zeichen einer weltweiten Rezession sind. Dann wäre Nokia Bochum wohl noch das geringste aller Probleme, die auf uns warten.

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24.01.2008, 11:37 Uhr

Holger
Posts: 8093
Nutzer
Zitat:
Original von Motorolajunky:
also erstens bin ich absolut nicht der Meinung das man die Globalisierung als Gottgegeben hinnehmen muss ...

Dass die Affen irgendwann mal von den Bäumen runtergeklettert sind, auch nicht.
Aber wenn man damit erst einmal angefangen hat, geht es halt immer weiter. Klar hätten die Menschen in Ostafrika oder im Zweistromland bleiben können. Aber sie haben sich nun mal in der gesamten Welt ausgebreitet.
Zitat:
Was soll mir dann eigentlich die Globalisierung bringen?
Vielleicht solltest Du die Globalisierung besser doch als Gottgegeben hinnehmen. Nicht als etwas, dass gerade Dir etwas bringen soll. Sie bringt Dir zwar etwas, schließlich ermöglicht sie überhaupt erst, dass Du am Computer sitzen und über ein weltweites Netzwerk auf hohem Niveau über die Globalisierung jammern kannst, aber das nur am Rande.
Die Globalisierung existiert nicht zu diesem Zweck. Sie ist einfach da.
Zitat:
Original von AndreasM:
Zitat:
Original von CASSIUS1999:
Außerdem muss man auch sagen, dass wir einer der Staaten sind, die seit Jahrzehnten von der Globalisierung am meisten Profitieren.

... und am meisten wegen ihr jammern :)
Ich weiß nicht, ob das nun speziell deutsch ist. Es scheint allgemein so zu sein, dass die größten Globalisierungsgegner zu ihren größten Profiteuren gehören. Wer sonst könnte sich im Internet organisieren und aus allen Teilen der Welt zu einem G8-Gipfel reisen und dort öffentlichkeitswirksam seinen Protest zur Schau stellen?

mfg

--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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24.01.2008, 17:05 Uhr

Andreas_Wolf
Posts: 2980
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> Das die Kunden BenQ gemieden haben (ich auch) lag daran das eine
> Pleite absehbar war. Und wer will von ner Firma nen [...] Monitor
> wenn man davon ausgehen kann das es die Firma in ein paar Monaten
> nicht mehr gibt.

BenQ Mobile stellten gar keine Monitore her. Oder falls du BenQ Corp. meinst: Wie kommst du darauf, daß eine Pleite absehbar gewesen sein soll (zumal es gar keine Pleite gab)? Wieso hätte irgendjemand davon ausgehen sollen, daß es BenQ Corp. ein paar Monate später nicht mehr gibt (zumal die Firma nach wie vor existiert)?

> Und die Kurse sind gefallen weil der Börse sehr schnell klar war das
> BenQ einfach Pleite ist.

Nur BenQ Mobile (eine GmbH & Co. OHG und demzufolge nicht börsennotiert) waren insolvent, nicht die börsennotierte BenQ Corp.

> Mit Boykott usw. hatte das ganzs sicher nichts zu tun.

Doch, der Verzicht auf BenQ-Produkte jenseits der Mobilfunksparte kann nur durch Boykottbestrebungen erklärt werden. Oder warum sonst sollte auf den Kauf von Produkten, die von der Insolvenz von BenQ Mobile überhaupt nicht betroffen waren, verzichtet worden sein?

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24.01.2008, 17:17 Uhr

Solar
Posts: 3674
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Zitat:
Original von Holger:

Es scheint allgemein so zu sein, dass die größten Globalisierungsgegner zu ihren größten Profiteuren gehören. Wer sonst könnte sich im Internet organisieren und aus allen Teilen der Welt zu einem G8-Gipfel reisen und dort öffentlichkeitswirksam seinen Protest zur Schau stellen?


Komischerweise sind es die Globalisierungsbefürworter, die steif und fest behaupten, die Armen dieser Welt würden am meisten profitieren, weil sie endlich Arbeit kriegen...

Das es uns heute so gut geht, liegt nicht an der Globalisierung, sondern im Gegenteil an Kolonialismus, Ausbeutung und Protektionismus. Nur war damit spätestens nach der Rationalisierungswelle nicht mehr das große Geld zu machen...

(Das meine ich jetzt nicht so wirklich ernst. Feierabend. ;) )

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24.01.2008, 20:58 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von Solar:
Das es uns heute so gut geht, liegt nicht an der Globalisierung, sondern im Gegenteil an Kolonialismus, Ausbeutung und Protektionismus. Nur war damit spätestens nach der Rationalisierungswelle nicht mehr das große Geld zu machen...


Nein. Das liegt an der Ausbeutung des Kapitals durch die Arbeiterbewegung, genannt Gewerkschaften, während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zumindest sehen das Gewerkschaften so. Wenn sie es auch nicht so formulieren. ;)

Zitat:
(Das meine ich jetzt nicht so wirklich ernst.
Ich auch nicht. :)


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24.01.2008, 21:12 Uhr

Wolfman
Posts: 3666
Nutzer
btw -ich glaube, dass Nokia bei einem Gewinn von über 7 Milliarden Euro so ein paar Boykotteure am Allerwertesten vorbeigehen :lach:
(ich lache hier nicht über die, die den Job verlieren, sondern über die weltfremden Gutmenschen im allgemeinen und besonderen)
--
God forgives - who forgives God ?

edit - aus Millionen Milliarden gemacht ;)

[ Dieser Beitrag wurde von Wolfman am 25.01.2008 um 19:48 Uhr geändert. ]

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24.01.2008, 21:31 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@Wolfman:

Es sind 7,2 Milliarden Nettogewinn.

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24.01.2008, 22:20 Uhr

Wolfman
Posts: 3666
Nutzer
@Maja:
das hatte ich sogar zuerst geschrieben, dachte aber dann, ich hätte mich verhört und fand nach kurzem Googeln Mio.. ;)
--
God forgives - who forgives God ?

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24.01.2008, 23:06 Uhr

ylf
Posts: 4101
Nutzer
Was ich noch zum Thema ergänzen wollte:
Im Falle von Nokia trifft dies zwar nicht zu, aber im Falle einer Teilschließung oder sonstigen massiven Personalabbau trifft ein Boykott die verbleibenden Mitarbeiter.


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24.01.2008, 23:21 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@Wolfman

Hast dich nicht verhört. Die treibende Kraft dieses Rekordergebnisses soll die steigende Nachfrage in Schwellenländern gewesen sein. Angesichts der Preise dort verwundert das Thema Bochum überhaupt nicht mehr. Nun wollen sie offenbar mit Geld nur so um sich werfen. Ausschüttung 0,53 je Aktie und Rückkäufe in Höhe von bis zu 1 Mrd. angekündigt. Der Marktanteil soll bei 40% liegen, weltweit. Damit sollte Nokia Marktführer sein. Der Rest verteilt sich auf die anderen Hersteller.

Ich hoffe mal, sie werden in Bochum ähnlich freigiebig sein. Der Big-Boss will möglichst bald höchst persönlich nach Deutschland kommen, um mit den Sozialplanverhandlungen zu beginnen. Man sei bereit, mit allen betroffenen Parteien "gemeinsam nachzudenken". Scheinbar hat Nokia selbst noch keine konkreten Vorstellungen. Über die Ausgetaltung. Über die maximalen Kosten sicherlich schon.

Sagst Du mir, wo Du beim Googlen Mio gefunden hast? Vieleicht ist noch was davon übrig. ;)

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24.01.2008, 23:36 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@ylf

Jeder Boykott trifft - so oder so - die Falschen. Hierbei wären es z.B. die Beschäftigten des neuen Werkes in Rumänien. Und die können nichts für das, was in Bochum abläuft.

BTW: Die IGM verteilt auf einer Aktions-Webseite "Solidaritäts-Klingeltöne". Das nimmt langsam Volksfeststimmung an. Ich weiß nicht, was ich von sowas halten soll. Für mich überschreitet das die Grenze zur Lächerlichkeit.


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25.01.2008, 01:09 Uhr

Wolfman
Posts: 3666
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:


Sagst Du mir, wo Du beim Googlen Mio gefunden hast? Vieleicht ist noch was davon übrig. ;)


Ich dachte, für Haarspaltereien sei ich hier zuständig ;)

--
God forgives - who forgives God ?

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25.01.2008, 11:11 Uhr

aPEX
Posts: 4692
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Jeder Boykott trifft - so oder so - die Falschen. Hierbei wären es z.B. die Beschäftigten des neuen Werkes in Rumänien. Und die können nichts für das, was in Bochum abläuft.


Das ist mir doch egal, genauso wie es den Rumänen egal ist was in Deutschland passiert. Wir müssen nach uns schauen und nicht immer nach den anderen Ländern, ob wir das auch noch eines Tages lernen?

Das Schlimme an Nokia ist nicht das sie jetzt gehen, sondern wie sie gehen. :( Das Letzte aus den Mitarbeitern rauspressen, Gewinne ohne Ende einfahren und dann denken man macht sie klammheimlich aus den Staub und es reicht kurz Tschüss zu sagen.
Jetzt sind die Gewerkschaften und die Politik gefragt aus Nokia das Letzte rauszupressen und ihnen ihren Abgang so teuer wie nur möglich zu machen...

--
The dark side of amiga computing

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25.01.2008, 12:09 Uhr

Holger
Posts: 8093
Nutzer
Zitat:
Original von Solar:
Komischerweise sind es die Globalisierungsbefürworter, die steif und fest behaupten, die Armen dieser Welt würden am meisten profitieren, weil sie endlich Arbeit kriegen...

So wie die Bochumer dagegen sind, weil sie ihre Arbeit verlieren. Wenn man tatsächlich glaubt, Arbeit zu haben wäre das wichtigste auf der Welt und würde für sich alleine schon glücklich machen, dann müsste das wohl stimmen.

Ich weiß gar nicht, ob es richtige Globalisierungsbefürworter im Sinne des Wortes überhaupt gibt. Es gibt wohl hauptsächlich Leute, die die Globalisierung als unabwendbare Entwicklung ansehen, die man versuchen sollte, möglichst human zu gestalten, statt sie aufhalten zu wollen.

Aber das ist in diesem Fall hier ja kein Problem. Laut Nachrichten können die Bochumer Nokia-Mitarbeiter mit umziehen und somit ihre Arbeit behalten. (Wenn das alles ist, um das es ihnen geht)
Zitat:
(Das meine ich jetzt nicht so wirklich ernst. Feierabend. ;) )
...

mfg

--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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25.01.2008, 13:35 Uhr

BoeserOnkel
Posts:
[Ex-Mitglied]
Hallo Apex,

und warum machen die Deutschen nicht eine Handy Produktions Firma auf?
Mit den Löhnen die hier Standard sind?
Warum müssen erst die Finnen kommen?

Hier wird also produziert, entwickelt und zusammengebaut.

Die Leute hier in Deutschland, werden sicher sehr gerne 50% mehr fürs Handy zahlen wollen, schließlich muss man ja Deutschland unterstützen und, bla, bla bla...

Ich finde das Nokia das recht hat zu entscheiden, wie sie ihren Konzern zu führen haben.

Und die Fördergelder waren eine freiwillige Angelegenheit, die Nokia halt angenommen hat.

Und die Deutschen können froh sein, das sie über einen langen Zeitraum in Brot und Lohn standen. Scheinbar bekommen die Deutschen ein Konzern wie Nokia nicht auf die reihe.

Und ob jetzt die Nokia Mitarbeiter Sonderschichten und Sonntagsarbeit geleistet. Oder Nokia soviel Gewinn macht, das sie auch für einen längeren Zeitraum hier Handys produziert hätte können.

Bei allem Verständnis für die Nokia Mitarbeiter, aber dieses Hassgetue gegenüber Nokia, finde ich wirklich langsam unverschämt.

Wir leben in einen Demokratischen Staat mit freier Marktwirtschaft.
Und niemand hat das Recht, Nokias Entscheidungen in frage zu stellen, auch wenn sie Hart und Unsozial sein mögen.

Ich denke mal, das dies wieder der Typisch Deutsche Neid ist, der da zu Tage
kommt.
Warum stehen wir auf die Straße, und die anderen da haben Arbeit und Brot und steigen in ihren Wohlstand auf?


PS: Ich persönlich würde die Entscheidung Akzeptieren, und zusehen das ich eine neue Arbeitsstelle finde. Bevor mir mein ehemaliger Nokia Arbeitskollege die freie Arbeitsstelle vor der Nase wegschnappt. Da fragt auch niemand, ob der Papa mit drei Kindern die freie Arbeitsstelle eher verdient hätte, als der Alleinstehende junge Mann.

So sieht das aus! Und nicht anders!

PPS: Wenn man gegen jemanden einen Groll hegen sollte, dann ist es die Politik hier im Lande, die ausnahmslos versagt hat.

Ich werde weiterhin Nokia Produkte Kaufen. Und mein Nokia Handy, und mein Nokia N700 werfe ich nicht weg. Warum auch?

Und noch was:

Da jetzt eh die anderen Konzerne mitbekommen haben, wie es in Deutschland läuft, wird sich sicher kein Konzern hier ansiedeln wollen.

Das ist doch genau was man will, oder?

Kein Konzern, keine Arbeit, niemand wird entlassen. Niemand braucht sich aufzuregen. Nur noch herumgejammere weil in Deutschland es mit der Wirtschaft bergab geht.

Das ist doch genau das was wir alle wollen. Oder?



[ Dieser Beitrag wurde von BoeserOnkel am 25.01.2008 um 13:45 Uhr geändert. ]

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25.01.2008, 14:10 Uhr

[ujb]
Posts: 423
Nutzer
Zitat:
Original von aPEX:

Das ist mir doch egal, genauso wie es den Rumänen egal ist was in Deutschland passiert. Wir müssen nach uns schauen und nicht immer nach den anderen Ländern, ob wir das auch noch eines Tages lernen?


Na Prost! Das was du da forderst (zumindest in dieser Formulierung) klingt aber arg nach einem national-protektionistischen Kapitalismus. Das Konzept kannst du so der NPD vorschlagen, die werden begeistert sein.
OMG!

[ - Antworten - Zitieren - Direktlink - ]

25.01.2008, 15:00 Uhr

BoeserOnkel
Posts:
[Ex-Mitglied]
Übrigens wird die Produktion in drei Ländern verteilt.

Rumänien, Ungarn und Finnland.

Wenn in Deutschland nicht langsam die hohen Preise sinken, dann spüre ich ernsthaft einen Frostigen Wind, der uns allen heftig ins Gesicht wehen wird.

Mal sehen wie lange es der kleine Deutsche Bürger hinnimmt, jedes Jahr seinen Gürtel enger schnallen zu müssen.

Wenn man eines Tages kein "Opferlamm" findet den man alles in die schuhe schieben kann, dann wird man merken wer für die Misere hauptverantwortlich ist.

Ich schreib nur soviel: "Die Politik hier im Lande wird sich ziemlich warm anziehen müssen."






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25.01.2008, 16:24 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von Holger:
So wie die Bochumer dagegen sind, weil sie ihre Arbeit verlieren. Wenn man tatsächlich glaubt, Arbeit zu haben wäre das wichtigste auf der Welt und würde für sich alleine schon glücklich machen, dann müsste das wohl stimmen.


Was den Verlust des Arbeitsplatzes gibt, existieren in Deutschland zwei Probleme. Das eine ist ein Mentales. Über 2 Generationen - viel älter ist diese Republik nicht, war es selbstverständlich, von der Lehre bis zur Rente in ein und demselben Unternehmen zu arbeiten. Lebenslange Arbeitsplatzsicherheit wurde infolge dessen zu einem Anspruchsdenken.

Das andere ist ein Existenzielles. Wer durchscnittlich oder gar überdurchschnittlich entlohnte Arbeit verliert, hat hierzulande begrenzte Chancen, eine gleichwertige Folgebeschäftigung zu gleichen Vertragsbedingungen zu finden. Das gilt insbesondere für Personen ab 40 Jahren und/oder Gerinqualifizierte aus der Industrie. Deren Alternativen verlagern sich zunehmend in den Bereich Dienstleistung und Einzelhandel oder gar Zeitarbeit, wo schon die tarifliche Bezahlung signifikant niedriger ausfällt.

Somit ist primär nicht die Furcht vor langfristiger Arbeitlosigkeit der erste Panikfaktor, sondern die durchaus berechtigte Angst vor einer Reduzierung des gewohnten Lebenstandards und die Furcht davor, in eine finanzielle Abwärtsspirale zu geraten. Dabei ist es nicht mal so sehr drohende Armut, die die Menschen umtreibt, sondern es fängt bei der Vorstellung an, sich beim Konsum von Dingen einschränken zu müssen, die zum Leben nicht unabdingbar sind. Zu guter Letzt bedeutet Arbeitsplatzverlust eine dramatische Veränderung des gewohnten Tagesablaufes. Regelmäßige Arbeit bedeutet periodisch wiederkehrende "Rituale". Diese Kontinuität vermittelt eine Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Die Regelmäßigkeit halt, die schon für die gesunde, psychische Entwicklung von Kindern so wichtig ist. Wer nach langer Zeit der Beschäftigung seinen Job verliert, dem fehlt nicht nur die Zuverlässigkeit der monatlichen Lohnzahlungen. Dessen Leben ändert sich komplett. Schon allein der Gedanke daran versetzt die meisten erst mal in Panik. Je länger jemand am selben Arbeitsplatz beschäfigt war, desto größer die Verunsicherung.

@aPEX

Bauchgefühl ist ja okay. Immer nur mit dem Bauch denken führt allerdings auf Irrwege. Es hat Gründe, dass all die wunderbar erscheinenden Gesellschaftsmodelle, in denen keiner Mangel leiden und alle nur glücklich und zufrieden sein sollen, mit Pauken und Trompeten an der Praxis gescheitert sind.

Du meist also, wir müssen nach uns schauen. Dann lass uns das mal mit Inhalt füllen. Es wird suggeriert, ein Boykott von Nokia-Produkten in Deuschland könnte das Unternehmen zum Nachdenken bringen. Wenn das stimmen würde, müsste Nokia im Umkehrschluss doch dazu zu bewegen sein, den Standort Bochum zu erhalten, wenn ab morgen ausnahmslos alle Deutschen nur noch Nokia-Handys kaufen würden. Und nun sage mir: Für wie wahrscheinlich hälst Du das unter Beibehaltung der aktuellen Preise?

[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 25.01.2008 um 16:25 Uhr geändert. ]

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25.01.2008, 17:26 Uhr

t2skynet
Posts: 63
Nutzer
Zitat:
Original von aPEX:

Das ist mir doch egal, genauso wie es den Rumänen egal ist was in Deutschland passiert. Wir müssen nach uns schauen und nicht immer nach den anderen Ländern, ob wir das auch noch eines Tages lernen?


Hallo Apex,

ich sehe das genau so. Mir ist Rumänien auch Scheiß egal!!! Es geht hier um UNSER Land , UNSERE Arbeit & Qualität ! Das wir vernünftig leben können , UNS unterm Strich nicht immer mehr der Existenzminimum Grenze nähern und nicht ständig Angst um UNSEREN Arbeitsplatz haben müssen...
Aber diese Heuschrecken Investoren interessiert das nicht die Bohne! Hauptsache die Milliarden Gewinne fließen in ihre Taschen...
Das schlimmste ist allerdings , das Sie die Subventionen schlucken und nichts passiert wenn sie sich aus dem Staub machen. Das klingt so harmlos: "Subventionen von Bund & Ländern" . Aber mal ganz einfach gefragt: Wo hat Bund & Länder dieses Geld wohl her? Natürlich von uns allen Steuerzahlern ! Bund & Länder sind im Grunde genommen ohne Steuer Einnahmen eine Bank ohne einen einzigen Cent in der Tasche! Normalerweise müßten solche Heuschrecken Investoren wie der aktuelle Fall 'Nokia' diese Subventionen zurück zahlen. Aber Deutschland ist ja soooooo großzügig.... Als ob wir was zu verschenken hätten. Aber Bund & Länder & Regierung sind in meinen Augen eh nur Marionetten der Wirtschaft. Die haben im Grunde genommen Überhaupt nix zu melden.
Bleibt mir nur zu wünschen übrig das solche in Deutschland ansässige Firmen die Ost-wärt's verlagern noch öfters auf die Schn..ze fallen! Anders begreift das kein Manager. "Lernen durch schmerzen!" Und Gewinneinbußen tuen denen am meisten weh......
In meinem Unternehmen ist das vergangenes Jahr so schon passiert. Erst ging der Auftrag nach Spanien weil die Konzern Spitze in England das so wollte. Und nach nicht mal 1 Jahr hatten wir den Auftrag wieder... Weil Die Spanier es einfach nicht 'gebacken' bekommen haben! Irgendwann waren die Reklamationen so teuer das der Profit dahin schmelzte... Jetzt gibt's wieder Qualität 'Made in Germany' anstatt 'Spain' . Und auch da sage ich: Was interessieren mich die Paella-Kocher! Hauptsache ich , meine Freunde und Kollegen haben Arbeit und ein gesichertes Einkommen!!!

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25.01.2008, 17:51 Uhr

Dr_Dom
Posts: 655
Nutzer
Das mit Nokia finde ich auch schlimm, vor allem die älteren Menschen, welche jetzt ihren Job verloren haben tun mir leid. So schnell werden die nicht wieder in Lohn und Brot kommen!

Wesentlich bedenklicher finde ich, was unseren Volksvertreter so verzapfen „ von den Aktuellen Handy zurückgeben Aktionen mal abgesehen!“:

_et_wasOo0f_t0pi_c … sorry!

Bundeswehr rüstet sich für Kampfeinsätze :

http://www.focus.de/politik/ausland/afghanistan_aid_233859.html

merken die noch was?

Das Regional Politiker etwas bewegen möchten glaube ich gern, aber was uns alle da im Bundestag vertreten soll, sind in aus meiner Sicht : Berufspolitiker!

Das schlimmste was einem Volk passieren kann!

Wann saß noch der Letzte Arbeiter im Bundestag ??? 1991 glaube ich! Weil eben nicht das Volksinteresse vertreten wird, sondern das Politikerinteresse. Deshalb geht es dem Volk so scheiße! Und unseren Jungs und Deerns im Bundestag geht es blendend.

Nicht Geiz, Macht „ Kohle“ ist geil!

--

wenn Dein Rechner defekt ist, funktioniert der Ersatzrechner erst recht nicht

Murphy


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25.01.2008, 22:22 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von Dr_Dom:
Deshalb geht es dem Volk so scheiße!


Und alle Katzen sind schwarz...

Zitat:
Und unseren Jungs und Deerns im Bundestag geht es blendend.

Nicht Geiz, Macht „ Kohle“ ist geil!


Warum bist Du dann nicht Politiker geworden?

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26.01.2008, 00:12 Uhr

Dr_Dom
Posts: 655
Nutzer
Zitat:
Warum bist Du dann nicht Politiker geworden?

im nächsten Leben! I-)
--

wenn Dein Rechner defekt ist, funktioniert der Ersatzrechner erst recht nicht

Murphy


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