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01.02.2008, 15:28 Uhr

Solar
Posts: 3674
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Und wieder hat es Mad_Dog geschafft, daß hier über Psychologie und Elektroschocktherapie geredet wird statt über Scientology...

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01.02.2008, 18:26 Uhr

Jinx
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Erinnert mich stark an die Diskussion über Religionen letztens.. Nur weil ich nicht mit gegen alles gewettert habe, sondern meinte, dass die Zeugen, die ich kenne, ganz normale Leute sind, wurde mir gleich unterstellt, ich würde dazugehören. Jaja.. die bösen Abweichler...

Zum Thema Elektroschocks.. Evtl. führt der Begriff selbst hier zu Missverständnissen. "Elektroschock" assoziiere ich persönlich mit ziemlich hochvoltigen Stromschlägen.
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02.02.2008, 02:12 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Ein Beispiel von vielen:
http://www.sektenberatung.ch/texte/91.pdf

Es gibt zudem eine Reihe von Büchern, geschrieben von ehemaligen Mitgiedern dieser Sekte, oder basierend auf deren Aussagen. Darunter Wilfried Handls "Scientology: Wahn und Wirklichkeit" und Norbert Potthoffs "Im Labyrinth der Scientology". Beide ehemals langjährige Mitglieder von hohem Rang und somit mit den internen Strukturen, Vorgehensweisen und Praktiken bestens vertraut gewesen. Wer ihnen nicht glaubt, dem kann man alles weißmachen....

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02.02.2008, 16:47 Uhr

Maja
Posts: 15429
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@Jinx:

Geschätzte 80% der Mitglieder sind ganz normale Leute, die keine Ahnung haben, was hinter den Kulissen passiert. Bei den Zeugen ist das nicht anders. Darum geht es nicht. Niemand greift ganz normale Leute an. Es geht um die internen Strukturen dieser Organisationen, deren Zielen und das, was die restlichen 20% machen bzw. was mit ihnen geschieht.

Um mal die Nebelgranaten-Taktik aufzugreifen. Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen dürfte unter Hitlers Schreckensregime tatsächlich nichts von Massenerschießungen, Ghettos und Konzentrationslagern gewusst haben, weil sie ganz normale Leute waren. Davon werden aus dem Holocaust und dem 2. Weltkrieg keine Kaffekränzchen.

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03.02.2008, 11:44 Uhr

Jinx
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Zitat:
Original von Maja:
Geschätzte 80% der Mitglieder sind ganz normale Leute, die keine Ahnung haben, was hinter den Kulissen passiert. Bei den Zeugen ist das nicht anders. Darum geht es nicht. Niemand greift ganz normale Leute an. Es geht um die internen Strukturen dieser Organisationen, deren Zielen und das, was die restlichen 20% machen bzw. was mit ihnen geschieht.


Das ist mal ein Statement, mit dem man leben kann. Alle bisherigen Äußerungen klangen eher danach, dass jeder, der in so einer Organisation / Sekte / wasauchimmer ist, automatisch auf die dunkle Seite der Macht gezogen wurde. Dass sich einige vielleicht einfach mit den dort gelehrten Dingen identifizieren können und versuchen, ihr Leben danach zu leben, ohne andere zu belästigen, wurde völlig unter den Teppich gekehrt. Genau das stieß mir aber sehr unangenehm auf.

Zitat:
Original von Maja:
Um mal die Nebelgranaten-Taktik aufzugreifen. Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen dürfte unter Hitlers Schreckensregime tatsächlich nichts von Massenerschießungen, Ghettos und Konzentrationslagern gewusst haben, weil sie ganz normale Leute waren. Davon werden aus dem Holocaust und dem 2. Weltkrieg keine Kaffekränzchen.


Ich weiß nicht, inwiefern man davon nichts gewusst haben kann. Die Nazis stellten ihre Ideologien nicht gerade zimperlich zur Schau und nach allem, was wir z.B. in der Schule gelernt haben, wussten die Leute durchaus, dass Juden, Zigeuner und Regimekritiker bei Nacht und Nebel einfach verschwanden. Ich denke, es braucht nur wenig Phantasie um sich auszumalen, was mit denen passierte. Aber das ist mein ganz persönliches Bild zu der Situation, ich war damals nicht dabei und will daher niemandem etwas unterstellen.
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03.02.2008, 14:23 Uhr

Holger
Posts: 8050
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Zitat:
Original von Jinx:
Ich weiß nicht, inwiefern man davon nichts gewusst haben kann. Die Nazis stellten ihre Ideologien nicht gerade zimperlich zur Schau und nach allem, was wir z.B. in der Schule gelernt haben, wussten die Leute durchaus, dass Juden, Zigeuner und Regimekritiker bei Nacht und Nebel einfach verschwanden. Ich denke, es braucht nur wenig Phantasie um sich auszumalen, was mit denen passierte.

Wenn man es sich denn ausmalen will. Eine nicht unübliche Einstellung war bestimmt, dass man es nicht so genau wissen wollte. Andererseits hieße, es sich denken zu können, noch lange nicht wissen, sondern nur vermuten, bzw. zusammenreimen. Wobei in diesem Fall wohl die Wahrheit tendenziell eher noch schlimmer gewesen sein dürfte, als das, was man hätte vermuten können. Irgendwie wussten die damaligen Zeitzeugen zumindest instinktiv, dass es ungesund gewesen wäre, zu genau nachzufragen. Also, völlig unwissend war wohl niemand.

mfg

--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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03.02.2008, 14:51 Uhr

Jinx
Posts: 2077
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Zitat:
Original von Holger:
Wenn man es sich denn ausmalen will. Eine nicht unübliche Einstellung war bestimmt, dass man es nicht so genau wissen wollte. Andererseits hieße, es sich denken zu können, noch lange nicht wissen, sondern nur vermuten, bzw. zusammenreimen. Wobei in diesem Fall wohl die Wahrheit tendenziell eher noch schlimmer gewesen sein dürfte, als das, was man hätte vermuten können. Irgendwie wussten die damaligen Zeitzeugen zumindest instinktiv, dass es ungesund gewesen wäre, zu genau nachzufragen. Also, völlig unwissend war wohl niemand.


Genau das mein ich..
--
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03.02.2008, 16:05 Uhr

Maja
Posts: 15429
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@Jinx:

Es ist anmaßend, so zu tun, als könne man sich als vom informationellen Overflow verwöhnten Menschen des 21. Jahrhunderts vorstellen, wie es ist, in einer Gesellschaft zu leben, in der alles von einer einzigen Person kontrolliert wird und jedes Abweichen von der von dieser Person aufdiktierten Norm drakonisch bestraft wird.
Was genau geschah, das wussten die Wenigsten. Die Landbevölkerung (Kleinstädte und Dörfer), und das war damals die Mehrheit, wird nicht mal was geahnt haben. Die waren, wie alle normalen Leute, die Du in Schutz genommen wissen möchtest, wenn es um Sekten geht, froh, wenn sie unbehelligt von Behörden ihrem Alltag nachgehen konnten. Wer den Verdacht hegte, dass Unrecht geschah, hat sich nicht getraut nachzufragen, weil schon allein das zu Repressalien geführt hätte. Das Alles vermindert jedoch nicht die Schwere der Taten. Und nur darum geht es!

Wir sind aber immer noch bei Scientology. Auch dort verschwinden Menschen von der Bildfläche, die sich nicht bedingungslos den Regeln der Organisation unterordnen. Auch dort kann das kaum allen verborgen bleiben. Wer ernsthaft glaubt, im Dritten Reich hätte niemand völlig unwissend gewesen sein können, der kann nicht davon ausgehen, dass das bei Scientology anders wäre.

Doch auch das ist nicht das Thema. Denn ob es völlig Unwissende gibt oder es an vermeintlichen "Helden" mangelt, die gegen augenscheinliches Unrecht auzubegehren den Mut haben. Verbrechen bleiben Verbrechen. Nur darum geht es. Scientology verstößt zum Erreichen seiner Ziele gegen eine Vielzahl von Gesetzen. Ist Täter an Gesellschaft und Individuen. Wie viele davon wissen, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Weder Wissen noch Unwissen mindert die Schwere der Taten. Allein das ist der Punkt.

Oder würdest Du behaupten wollen, der Mord an 6 Mio. Menschen sei weniger schlimm, umso mehr davon gewusst haben? Zumindest scheinst Du mit deiner Vermutung (und das bleibt eine Vermutung), es könne niemand nichts gewusst haben, auf genau diese Vernebelungsstrategie von Scientologen hereinzufallen. Es wird immer versucht, die Aufmerksamkeit auf andere Täter und unwesentliche Details zu lenken.

Es ist wichtig, sich auf des Wesentliche zu konzentrieren. Und das sind in dieser Diskussion die Taten, die Scientology an demokratischen Grundwerten und der Menschlichkeit begeht. Deren Gewicht ändert sich nicht mit der Zahl der duldenden Mitwisser oder ahnenden Schweiger.

In welcher Sprache muss man das ausrücken, damit es in die Köpfe geht und sich niemand mehr mit Metadiskussionen einlullen lässt?


[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 03.02.2008 um 16:07 Uhr geändert. ]

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04.02.2008, 08:22 Uhr

BoeserOnkel
Posts:
[Ex-Mitglied]
Ihr mit Euren Gesülze. :D

In den so genannten Familien gibt es ziemlich viel an Abhängigkeiten.
Viele Frauen stürzen sich da rein, aber es gibt auch Männer.

Es ist erstaunlich wie viele Menschen es gibt, die sehr wenig über sich selbst und ihre Umwelt nachdenken.

Ok, das ist ja auch bequemer so, wenn man das Denken und das Handeln anderen überlässt.Was natürlich nicht ungefährlich ist.

Ich bin Atheist, das leben ist der Weg, und der Tot das Ziel. (gut was?) :D

Ich brauche ein Dach über den Kopf, was zu Beissen und liebe Menschen.

Was ich nicht brauche, sind irgendwelche Fantasien die sich irgendwo in anderen "Psähren" abspielen könnten. Mein gesunder Menschen Verstand verbietet mir daran zu glauben.

Das Leben ist im grunde ganz einfach: Leben, Leben lassen und Sterben. Dabei sein ist alles, es gibt keine Gewinner.

Menschen haben Angst vor dem Tot, deshalb verstricken die sich in Sekten, Okkulten und Religionen. Und merken nicht das sie im Grunde damit ihre Kostbare Zeit verbrennen. Für irgendwelche alten Geschichten und Erzählungen. Für nichts!

Aber opfer muss es halt auch geben, das ist die "natürliche" Auslese.
Das ist die Natur in der wir Leben müssen.

Niemand von uns ist was besonderes. Es gibt Unterschiede im Denken. Der eine begreift schneller, der andere mehr, viele jedoch begreifen wenig, begreifen langsam.

Diese vielen Menschen, das ist die graue masse, die Krabben, die angelockt werden um deren Geld aus der Tasche zu ziehen. :D

Kann man was daran ändern? Vielleicht. Aber nicht heute, und auch nicht in den nächsten Jahren.

Man kann zur Zeit nur zusehen, das man nicht selbst zu der Krabbe wird. :glow:

-------------------------------------------------------------------->
Hardcore, Hardstyle, Hard Dance.... so hart wie das Leben. :D :dance2: :bounce: :itchy:

[ Dieser Beitrag wurde von BoeserOnkel am 04.02.2008 um 08:28 Uhr geändert. ]

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04.02.2008, 13:36 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von BoeserOnkel:
Ihr mit Euren Gesülze. :D


Schreibt der größte Schwätzer in diesem Forum.


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04.02.2008, 15:52 Uhr

_PAB_
Posts: 3016
Nutzer
@BoeserOnkel:
> Ich bin Atheist, das leben ist der Weg, und der Tot das Ziel. (gut was?)

Nee Du, damit bist Du kein Atheist.
Ein Atheist *verneint*, daß es einen Gott geben kann.
Du bist einfach nur ungläubig - Du glaubst nicht an einen Gott.
Das ist ein gravierender Unterschied, denn Atheisten können nicht "leben lassen" was auch heißt, die anderen "glauben lassen". Atheisten mischen sich aktiv bei den Gläubigen ein und wollen deren Glauben vernichten, da sie aktiv sagen: Gott existieren nicht.

PS: der Tod, nicht der Tot.

[ Dieser Beitrag wurde von _PAB_ am 04.02.2008 um 15:52 Uhr geändert. ]

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04.02.2008, 21:49 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@_PAB_:

Nicht ablenken lassen. ;)

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05.02.2008, 08:29 Uhr

Solar
Posts: 3674
Nutzer
Zitat:
Original von _PAB_:

Nee Du, damit bist Du kein Atheist.
Ein Atheist *verneint*, daß es einen Gott geben kann.
Du bist einfach nur ungläubig - Du glaubst nicht an einen Gott.


Agnostiker.

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