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amiga-news.de Forum > Get a Life > Eine reine Herzensangelegenheit...warum Amiga? [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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06.04.2008, 21:43 Uhr

schluckebier
Posts: 1059
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Ich weiß nur, dass ich mit FFS Probleme hatte, die auf demselben Rechner mit PFS nicht auftraten. Das kannst Du gern ignorieren oder in das Reich der Märchen verbannen, wenn es nicht in dein Weltbild passt.


Der Kandidat entscheidet sich für Möglichkeit 2, verzichtet allerdings auf den Nebensatz.

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07.04.2008, 08:15 Uhr

Flinx
Posts: 1073
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Wenn hier ein versierter Elektroniker mitliest, der erkären kann wie das mit dem Reset per Reset-Taster auf x86/x64 Mainboards funktioniert, wäre ich für eine für Laien verständliche Erklärung dankbar.

Vielleicht weiß der auch, wie das Ausschalten einer Steckdosenleiste zu einem defekten MBR führen kann.


Zwar bin ich betreffend aktueller Mainboards nicht so versiert, aber viel kann sich da schon prinzipbedingt nicht geändert haben. Die Resetlogik ist hauptsächlich dafür nötig, um beim Einschalten in allen betreffenden Schaltungen einen definierten Zustand zu bekommen, weil es sonst zu allerlei Konflikten käme und das Verhalten bestimmter Baugruppen nicht mehr vorherzusehen wäre. (Am PCI-Bus müssen beispielsweise alle Geräte ihre Ausgänge hochohmig schalten.) Deshalb wird die Resetleitung beim Einschalten für eine Weile aktiv gehalten und erst, wenn alle Bauelemente sicher mit Betriebsspannung versorgt sind, kann es losgehen.
Einfach weil das Resetsignal gibt, und die Software früherer PCs ja oft genug zum Totalversagen geneigt hat, hat man die Möglichkeit vorgesehen, das Signal auch durch Drücken einer Taste zu aktivieren.
Auf das Beenden irgendwelcher Schreibvorgänge kann dabei niemand warten, weil jede beliebige Weise, das Reset zu verhindern, auch dessen Funktion nach dem Einschalten zunichte machen könnte.
Aber eigentlich ist sowas auch nicht nötig, weil aktuelle Festplatten sowieso immer das Schreiben des aktuellen Blocks abschließen, bevor sie auf Reset oder das Entfernen der Betriebsspannung reagieren.

Was übrigens Eueren Streit FFS/PFS betrifft, halte ich FFS auch für wesentlich robuster als PFS. Ich hatte eine Zeitlang einen Amiga mit einem unzuverlässigen SCSI-Adapter, der ab und zu während der Datenübertragung eingefroren ist. Das war praktisch ein Härtetest für die Dateisysteme, und ich hatte PFS extra gekauft, weil es angeblich zuverlässiger sein sollte. In der Praxis hat sich aber das Gegenteil gezeigt. Wo FFS bei Problemen ab und zu mal den Validator gebraucht hat und im schlimmsten Fall der Validator mal die Struktur nicht mehr erkennen konnte und deshalb die Daten per Umkopieren und Neuformatieren weiterbenutzbar gemacht werden mußten, hat es bei PFS mehrfach Totalausfälle gegeben, bei denen mit einem Schlag überhaupt keine Daten mehr da waren.
Selbst die angeblichen Vorteile beim Datenzugriff waren nur bedingt vorhanden, weil die CPU-Last zu hoch war. PFS war zwar beim Anzeigen von Verzeichnisinhalten schneller, hat aber beim Harddiskrecording versagt, was mit FFS problemlos lief.

Edit: Ach so, die Steckdosenleiste: Ich hätte das ja für ziemlich unwahrscheinlich gehalten; aber wenn gerade ein Schreibvorgang eingeleitet worden ist, die Platte die Sektornummer vom Bus lesen wollte, um danach das DMA zu starten; die Sektornummer nicht mehr gekommen ist, so daß daraus möglicherweise für die Platte ein Schreibzugriff auf einen der ersten Sektoren geworden ist, und dann noch zufällig das Signal für die Datenfreigabe zustandegekommen ist, dann könnte das schon passieren. Klingt aber trotzdem etwas konstruiert.


[ Dieser Beitrag wurde von Flinx am 07.04.2008 um 08:26 Uhr geändert. ]

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07.04.2008, 11:18 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von Flinx:
Aber eigentlich ist sowas auch nicht nötig, weil aktuelle Festplatten sowieso immer das Schreiben des aktuellen Blocks abschließen, bevor sie auf Reset oder das Entfernen der Betriebsspannung reagieren.


Also hat Carsten mit seiner Vermutung einer Schutzeinrichtung bei Festplatten recht.

Zitat:
Edit: Ach so, die Steckdosenleiste: Ich hätte das ja für ziemlich unwahrscheinlich gehalten; aber wenn gerade ein Schreibvorgang eingeleitet worden ist, die Platte die Sektornummer vom Bus lesen wollte, um danach das DMA zu starten; die Sektornummer nicht mehr gekommen ist, so daß daraus möglicherweise für die Platte ein Schreibzugriff auf einen der ersten Sektoren geworden ist, und dann noch zufällig das Signal für die Datenfreigabe zustandegekommen ist, dann könnte das schon passieren. Klingt aber trotzdem etwas konstruiert.

Wenn das so zumindest theoretisch möglich ist, wäre es doch durchaus ein Fall für "shit happens". Würde Freund Murphy ähnlich sehen. Wenns dumm läuft, dann richtig.

Ich danke Dir für deine Ausführungen. Auch bezüglich PFS. Ich habs andersrum erlebt, allerdings war der Controller afaik i.O.. Der Teufel liegt oft im Detail.

Ich lasse mich nur nicht gern der Lüge bezichtigen, bloß weil jemand sich was nicht vorstellen kann. Einen völligen Datenverlust mit PFS habe ich nie erlebt. Das heißt aber nicht, dass es das gar nicht geben kann.

Danke jedenfalls. Wieder was gelernt. :)

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07.04.2008, 11:23 Uhr

Andreas_B
Posts: 3121
Nutzer
@Maja:
> Also hat Carsten mit seiner Vermutung einer
> Schutzeinrichtung bei Festplatten recht.

Wenn Flinx richtig liegt, dann aber offenbar nicht damit, dass es einen Unterschied zwischen "Steckdosenleiste aus" und "Resetschalter drücken" gibt. Allerdings nur unter der Voraussetzung, das Flinx richtig liegt mit "bevor sie auf Reset _oder_ das Entfernen der Betriebsspannung reagieren". Oder ist "Entfernen der Betriebsspannung" nicht gleichbedeutend mit Steckdosenleiste ausschalten?

Ciao,
Andreas.

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07.04.2008, 11:39 Uhr

Holger
Posts: 8090
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Zitat:
Es geht darum, dass meinem Eindruck nach bei einem Reset ein Schutzmechanismus greift, der bei einem Stromausfall nicht greift.
Wenn Du damit meinst, dass erst alle HD-Operationen abgebrochen werden, bevor der Neustart durchgeführt wird: Dafür geht das meiner Ansicht nach viel zu schnell.
Was verstehst Du unter einer "HD-Operation"? Das Lesen oder Schreiben eines Blocks oder etwas auf höherer Ebene? Und was verstehst Du unter "zu schnell"? In ein paar Millisekunden kann ein Rechner eine ganze Menge machen.
Zitat:
Außerdem würde auch das fehlerhafte bzw. fehlende Dateien zur Folge haben.
Da muss ich noch mal fragen, was Du unter einer "HD-Operation" verstehst. Je nach Betrachtungsweise gibt es für jede Art der Operation auch einen sauberen Zustand, den man wiederherstellen kann. ntfs besitzt solche Fähigkeiten. ffs soll ja für den Amiga auch ähnliches können, pfs hatte es offenbar nur versprochen...

Zitat:
Original von Flinx:
Zwar bin ich betreffend aktueller Mainboards nicht so versiert, aber viel kann sich da schon prinzipbedingt nicht geändert haben. Die Resetlogik ist hauptsächlich dafür nötig, um beim Einschalten in allen betreffenden Schaltungen einen definierten Zustand zu bekommen, weil es sonst zu allerlei Konflikten käme und das Verhalten bestimmter Baugruppen nicht mehr vorherzusehen wäre.

Meines Wissens hat sich da durchaus etwas geändert. (Siehe unten)
Zitat:
Auf das Beenden irgendwelcher Schreibvorgänge kann dabei niemand warten, weil jede beliebige Weise, das Reset zu verhindern, auch dessen Funktion nach dem Einschalten zunichte machen könnte.
Nur, wenn es wie bei alten PCs exakt das gleiche Signal ist, das ausgelöst wird. Aber imho löst die Reset-Taste nicht mehr das gleiche Signal aus. Bzw. erst mit einer gewissen Verzögerung, die ein Mensch kaum wahrnimmt, der Hardware aber diversen Spielraum gibt, Dinge zu tun, die sie beim Einschalten nicht tun muss.
Zitat:
Edit: Ach so, die Steckdosenleiste: ...
Ach so, die Steckdosenleiste...
Wenn ich so sehe, was für ein Funkenflug bei billigen (in der Herstellung, nicht zwangsläufig im Laden) Steckdosenleisten am Schalter in der Ein-/Ausschaltephase mitunter zu sehen ist, wundern mich Schäden im Rechner überhaupt nicht. Selbst ohne ist ein Stromausfall logischerweise etwas völlig anderes als ein Reset, bei dem die Spannungsversorgung erhalten bleibt.

mfg

--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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07.04.2008, 12:13 Uhr

CarstenS
Posts: 5566
Nutzer
@Andreas_B:
> Wenn Flinx richtig liegt, dann aber offenbar nicht damit, dass es
> einen Unterschied zwischen "Steckdosenleiste aus" und "Resetschalter
> drücken" gibt.

Na dass es da einen gravierenden Unterschied gibt, ist doch wohl unstrittig: Vom Reset ist nur das Mainboard betroffen, während die separat mit Strom versorgten Geräte (Festplatte, optische Laufwerke, etc.) weiterhin mit Strom versorgt werden, was bei einem Stromausfall logischerweise nicht der Fall ist.

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07.04.2008, 12:18 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von Holger:
Was verstehst Du unter einer "HD-Operation"?

Lesen/Schreiben. Im Kontext konkret Schreiben, weil nur das m.W. im Falle z.B. eines Stromausfalls zur selben Zeit fatale Folgen haben kann.
Zitat:
Und was verstehst Du unter "zu schnell"? In ein paar Millisekunden kann ein Rechner eine ganze Menge machen.
Alles was man als Mensch nicht wahrnimmt. Ich stellte mir dabei das Abmelden vor, was für mich gefühlt doch deutlich länger dauert als ein Reset per Taster. Vermutlich ist das nicht mal verlgleichbar. Ist aber der einzige Anhaltspunkt der mir zur Verfügung steht. Ich bin kein Profi in diesen Dingen. Weiß daher auch nicht, wie lange es dauert, einen Schreibvorgang sauber zu beenden, so dass es nachher keine Probleme gibt.
Zitat:
Je nach Betrachtungsweise gibt es für jede Art der Operation auch einen sauberen Zustand, den man wiederherstellen kann.
Interessant. Das hätte ich im Bezug auf Schreibvorgänge gern etwas genauer, wenns nicht zu viel Aufwand macht.
Zitat:
Aber imho löst die Reset-Taste nicht mehr das gleiche Signal aus. Bzw. erst mit einer gewissen Verzögerung, die ein Mensch kaum wahrnimmt, der Hardware aber diversen Spielraum gibt, Dinge zu tun, die sie beim Einschalten nicht tun muss.
Du meinst, der Festplatte genug Zeit lässt, einen..., ich nenne es mal "sicheren Zustand", herzustellen? Oder sind wir hier schon beim FS? Aber das ist ja keine Hardware.
Zitat:
Wenn ich so sehe, was für ein Funkenflug bei billigen (in der Herstellung, nicht zwangsläufig im Laden) Steckdosenleisten am Schalter in der Ein-/Ausschaltephase mitunter zu sehen ist, wundern mich Schäden im Rechner überhaupt nicht.
Verstehe ich das richtig? Eine Überspannung im Moment des Ausschaltens wäre denkbar? Könnte das auch den MBR schreddern?

@Andreas_B

Ich habe von den Tiefen der Technik keine Ahnung. Darum hab ich ja gefragt. Aber drück mal den Reset-Taster und schalte zum Vergleich mal einfach das Netzteil ab. Der deutlich wahrnehmbare Unterschied ist schon, dass nach dem Drücken des Reset-Tasters Lüfter und HDD weiterlaufen.

Wenn das nichts Anderes als Strom aus ist, fress ich einen Besen samt Putzfrau, erhm..., Raumpflegerin. ;)

[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 07.04.2008 um 12:24 Uhr geändert. ]

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07.04.2008, 13:06 Uhr

Andreas_B
Posts: 3121
Nutzer
@CarstenS:
> Na dass es da einen gravierenden Unterschied gibt, ist
> doch wohl unstrittig:

OK, ich hätte schreiben sollen, "dann aber offenbar nicht damit, dass es
in Bezug auf Dein Problem einen Unterschied zwischen "Steckdosenleiste aus" und "Resetschalter drücken" gibt."

Flinx meinte, dass der Schutzmechanismus auch beim "Entfernen der Betriebsspannung" aktiv wird, was ja bei einem Ausschalten der Steckdosenleiste der Fall ist.

Meine aus reiner Neugier motivierte Frage ist daher einfach, ob ich das richtig verstanden habe: Haben Festplatten einen "Notmechanismus" der auch aktiv wird, wenn der Stecker gezogen wird?

Ciao,
Andreas.

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07.04.2008, 13:26 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@Andreas_B:

Mit dem bisschen Restspannung? Das wäre (für Laien wie mich) erstaunlich. Ich bin auf die Antwort auf deine Frage sehr gespannt.

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07.04.2008, 13:57 Uhr

Flinx
Posts: 1073
Nutzer
Ja sicher gibt es diesen Mechanismus, aber nur innerhalb der Platte. Das heißt, bei Reset oder Ausschalten während eines Schreibvorgangs wird nur der bereits in den Plattencache übertragene Sektor fertiggeschrieben (dafür reicht der Reststrom noch) und dann die Platte geparkt (dafür reicht der Strom eigentlich nicht mehr, aber der Motor läuft dann kurz als Generator und setzt die restliche Rotationsenergie um).
Das Fertigschreiben des Blocks muß auch sein, weil sonst intern Fehler entstünden, die nur durch das Benutzen von Reserveblöcken umgangen werden könnten (oder Low-Level-Formatierung).
Das Dateisystem ist damit natürlich noch lange nicht in einem sicheren Zustand, weil für dieses der Schreibvorgang einfach abgebrochen wurde. Das heißt, entweder führt es ein Journal, so daß es beim nächsten Mal weiß, was in Ordnung zu bringen ist, oder es muß seine Überprüfungsfunktion aktivieren (fsck, chkdsk/ScanDisk oder den Diskvalidator).

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07.04.2008, 19:13 Uhr

Holger
Posts: 8090
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Alles was man als Mensch nicht wahrnimmt. Ich stellte mir dabei das Abmelden vor, was für mich gefühlt doch deutlich länger dauert als ein Reset per Taster. Vermutlich ist das nicht mal verlgleichbar.

Nun, man kann es direkt vergleichen, wenn man auf einem PC, bei dem die ACPI-Treiber alle korrekt installiert sind, den Aus Schalter drückt. Dann sieht man ziemlich leicht, dass Abmelden deutlich länger dauert...
Zitat:
Weiß daher auch nicht, wie lange es dauert, einen Schreibvorgang sauber zu beenden, so dass es nachher keine Probleme gibt.
Ob es danach Probleme gibt, hängt vom Dateisystem ab. Zur Verfügung steht nur so viel Zeit, dass ein Hardwareschaden verhindert werden kann. Für alles andere muss also das Dateisystem schon vor dem Ausschalten, bzw. nach dem Einschalten sorgen.
Zitat:
Interessant. Das hätte ich im Bezug auf Schreibvorgänge gern etwas genauer, wenns nicht zu viel Aufwand macht.
Gut.
Die Betrachtungsweise variiert z.B. darin, ob nur die Struktur des Dateisystems fehlerfrei, bzw. in einem konsistenten Zustand sein muss, das heißt, alle Dateien, die aufgelistet werden, existieren auch, es gibt keine Leichen, also Dateien, die Platz belegen, aber gar nicht mehr aufgelistet werden, es gibt keine Verzeichnisse, die direkt oder indirekt in sich selbst enthalten sind, etc.
Oder, ob auch die Dateien konsistent sein müssen, d.h. wenn ich eine mp3-Datei kopieren, soll am Zielort entweder eine mp3-Datei oder gar keine Datei sein. Keinesfalls aber eine beschädigte Datei. Das wird dann wichtig, wenn ich Dateien verschiebe, also erst dann das Original löschen darf, wenn die Zieldatei definitiv existiert.

Für das normale Überschreiben eines Blockes innerhalb einer Datei muss somit gar kein Aufwand betrieben werden, da dort entweder der alte oder der neue Wert steht. Selbst wenn der Mechanismus, den Flinx schon beschrieben hat, nicht funktionieren würde, wäre das Dateisystem an sich in Ordnung, weil zwar der Inhalt der Datei nicht mehr stimmt, die Struktur aber fehlerfrei ist (ein "disk-validator" würde sich nicht dran stören).

Für andere Operationen muss das Dateisystem, wie Flinx schon sagte, dafür ein Journal führen, das aber je nach Operation oder Definition von Konsistenz gar nicht so aufwendig sein muss.

Daten an eine Datei anhängen funktioniert dann so: erst die Daten schreiben -- passiert in einem vorher unbenutzten Bereich, kein Problem bei Fehler. Dann müssen die Blöcke sowohl der Datei zugeordnet als auch als benutzt markiert werden. Diese Operationen dürfen nicht getrennt werden. Also wird an dafür vorgesehener Stelle auf der Platte festgehalten, dass eine Zuordnung der Blöcke erfolgen soll, und auch ein Verweis auf die betroffene Datei.
Ab diesem Moment führt ein Abbruch der Operation nur noch dazu, dass sie halt später beendet wird, ist also problemlos (Weil im Gegensatz zum FFS auch die betroffene Datei festgehalten wurde dauert das "Validieren" auch nur wenige Millisekunden). Das "Validieren" besteht aus den gleichen Schritten wie die eigentliche Operation: Blöcke der Datei zuordnen (falls sie es nicht schon sind) und Blöcke als benutzt markieren. Und natürlich die Aktion aus dem Journal entfernen.

Aber natürlich stellt das nur sicher, dass das Dateisystem selbst konsistent ist, nicht, dass die Datei stimmig ist (die im ID3-Header gespeicherte Länge muss nicht mit der tatsächlichen Spielzeit übereinstimmen...), oder gar die Beziehung der Dateien zueinander. Aber dafür gibt es Features wie die Systemwiederherstellung, die tatsächlich den Gesamtzustand festhalten kann. Aber das erledigt zumindest bei Windows nicht mehr das Dateisystem...
Zitat:
Du meinst, der Festplatte genug Zeit lässt, einen..., ich nenne es mal "sicheren Zustand", herzustellen? Oder sind wir hier schon beim FS? Aber das ist ja keine Hardware.
Nicht das FS. Das FS löst das Problem eben dadurch, das es vor einer Aktion alles abspeichert, was es zum Wiederherstellen eines gültigen Zustands wissen muss.
Zitat:
Verstehe ich das richtig? Eine Überspannung im Moment des Ausschaltens wäre denkbar? Könnte das auch den MBR schreddern?
Eigentlich steht in jeder Anleitung eines Computer, dass man ihn keinesfalls sofort nach dem Ausschalten wieder Einschalten soll. Ein wackliger Schalter tut genau das in extremen Maße. Da braucht es nicht mal eine Überspannung.
In wieweit die Empfindlichkeit des Rechners von der Qualität oder dem Baujahr des Netzteils abhängt, weiß ich allerdings nicht. Ich hatte ja noch nie das Problem. (Ich würde allerdings auch eher Steckerleisten mit Überspannungsschutz und Notstrom-Versorgung als eine mit Sofort-Aus-Schalter verwenden)...

mfg

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Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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07.04.2008, 23:34 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Flinx, Holger, ich danke Euch für eure Mühe. Das war sehr aufschlussreich.

Bei mistral möchte ich mich für den OT-Verlauf des Threads entschuldigen. Vielleicht schreibt ja der Eine oder Andere noch was dazu, warum er den Amiga benutzt.

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20.04.2008, 01:05 Uhr

17
Posts: 454
[Benutzer gesperrt]
hallo :-)

ich habe den Amiga als Spielecomputer kennenen- und schätzen gelernt,womit ich die zumindest für die damalige Zeit herausragenden anderen Fähigen der Commodore Recher nicht kleinreden möchte.

Es waren unzählige Stunden Spielspass bei Lemmings ,Flippern ,Turrican und CO.
Ich komme mit Joysticks besser zurecht als mit Joypads von daher habe ich mir auch später nie eine Konsole zugelegt.


Meine Rechnerhardware ist deswegen auch sehr gering im Vergeleich zu den meisten Eurer.
Ich besitze einen 500 er und einen 1200 er mit externem CD Laufwerk

Zu einem Windwos (XP) bin ich erst vor eingen Jahren gekommen

Die Amigas nutze ich momentar nicht,
werde sicher aberwiedermal zum Zocken hervorholen.

Ich überlege mir auch mal die nächste Cloanto - Distribution zu holen ,
und dann mit dem Emulator vielleicht auch andere Sachen zu machen ,als nur zu daddeln.





[ Dieser Beitrag wurde von 17 am 20.04.2008 um 08:14 Uhr geändert. ]

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25.04.2008, 16:24 Uhr

Alchemy
Posts: 784
[Benutzer gesperrt]
mistral

"Ich empfinde da etwas persönliches und nicht etwas "leeres" wie am Pc."

Dann hast Du nie einen richtig guten PC gehabt. :)

Mich haben zwei grundlegende sachen am AMIGA fasziniert:

Die CustomChip Architektur und die 68000er CPU.
Danach habe ich gezockt wie Blöde, und mir viele SceneDemos reingezogen.

Tja, das war echt toll...... Früher.

Aber ein PC mit VistaUltimate, mit fett Graka, fett 64 Bit CPU, fett RAM ,fett SATA HD, fett Widescreen 20" TFT mit fett 3D Spiele und fett SceneDemos.

Also das hat auch was. :D

Dann kommen noch so tolle Lappys, oder mein Nokia N700 Wlan Surf Ding.

Da sieht der AMIGA mit der reichlich altbackenen Hardware und der Steinzeit Software doch ganz schön alt gegen aus.

Du kannst dir ein Sauteueren oder ein saugünstigen PC zusammenstecken. Ein reiner Spiele PC oder nur ein Arbeits PC. Oder als reiner Server.
Ein mini Cube PC. Oder ein Multimedia PC. Oder du moddest dir ein PC zusammen... oder, oder, oder.

Alles soweit das man zufrieden mit ist.

Am AMIGA gibt es vieles nicht, oder man Frikelt es sich mühsam aber wackelig zurecht, bis man es halbwegs so hin bekommt wie man es sich vorgestellt hat.

Am PC gibt es keine grenzen mehr. Im grunde ist es ein PC-X, wie Generation X.

Das ist so viel, da kommt der AMIGA nicht mehr mit.

Die meisten die ein AMIGA haben sind schon weit über 30 und wollen einfach nur die schöne Kindheit wiederbeleben. Eine schöner heile Welt traum.



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26.04.2008, 12:42 Uhr

mistral
Posts: 423
Nutzer
@Alchemy:

Hallo !

Naja, ich hab ja ein tolles Notebook, ist up to date, ich schalte es nur nicht so gerne ein wie meinen Amiga. Es ist einfach ein anderes Gefühl und es ist doch schön, wenn man in der heutigen Zeit noch aus dem Herzen entscheiden kann und darf. Noch bietet sich für uns ja noch die ALternative mit den Amigas, auch mit abstrichen aber dafür ist es jeden Tag aufs Neue ein schönes Gefühl mit dem Amiga zu arbeiten ! Ich hoffe es geht nicht nur mir so....

Liebe Grüße !

Nico

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26.04.2008, 17:00 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@mistral:

Du verbindest mit dem Amiga vielleicht eine besondere Phase in deinem Leben, in der mal alles gestimmt und der Amiga halt dazu gehört hat. Eventuell war das deine Jugend, die Zeit, als Du ein Teenager warst. Als ich in dem Alter war, gab es noch keinen Amiga, auch keine anderen Home Computer. Vermutlich ist mein Blick dafür deswegen nicht so emotional.

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27.04.2008, 08:49 Uhr

Alchemy
Posts: 784
[Benutzer gesperrt]
Die erste Liebe, er erste Kuss, der erste Sex. Das erste Süsse, das erste Alkohol.

Und für uns Nerds, der erste Computer. ;)

Meiner war ja der C=64 II, und danach kam ja der Hammer A500.
Ein anderer hat mit Apple angefangen, ein anderer mit ATARIiiiii. hehe
Ein andere mit PCeeeee. ;)

Schön das es das Internet gibt, so sammeln sich die Leute denen das erste mal am Computer noch heute was bedeutet.

PS: Ich persöhnlich bin im grunde ein Geek, der sich für die Informations Technologie Interessiert. Ich bin da nicht so festgefahren.


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