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amiga-news.de Forum > Get a Life > Normale Glühbirnen, Halogen, Sparlampen und LED Leuchten [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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12.09.2008, 23:09 Uhr

Wolfman
Posts: 3666
Nutzer
Bei Rückleuchten gibts ja schon länger LEDs (hat z.B. mein Mopped Bj. 2005 auch), aber die müssen natürlich auch weniger hell leuchten.
--
God forgives - who forgives God ?

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13.09.2008, 00:13 Uhr

[ujb]
Posts: 423
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Zitat:
Original von MaikG:
@Francis:

Da wirst du keine Freude dran haben, tausch 2 Stück von den vieren aus.
Die LED teile in der Form erreichen nie die Helligkeit.

Ich hab jetzt eine LED Leuchte gebaut, 76 LEDs a 5 lm.
Also das Beste was man bei Ebay bekommen kann an LEDs.
Die Helligkeit liegt etwa bei einer 7 Watt Energiespaarlampe also
ca. 25 Watt Glühbirne.
In der Massenproduktion werden meist LEDs mit 1lm oder weniger
verwendet. Da hat es auch keinen nutzten wenn man 60 3mm LEDs nimmt.
Die Größe liegt unter der einer ES-Lampe, allerdings ist vorne natürlich eine Tellerförmige Platine mit Platz für 76 LEDs, die
ist im durchmesser so wie eine Classicform ES-Lampe(11W E27).
Eine gute Küchentischbeleuchtung, Farbe ist auch besser als das
warmweiss was mehr gelblich ist bei den GX53 aus Reichelt. Heller
ist die sowieso. Kosten liegt bei etwa 20 Euro wenn man die Elektronik
defekter ES-Lampen recycled.


Für eine Raumbelechtung sind LEDs der klassisch bedrahteten Bauform auch Mist, bzw nicht gedacht (und ebay auch nicht gerade der betse Einkaufsplatz).
High Power LEDs von Seoul Semiconductor, Cree oder Osram spielen in einer ganz andere Liga. Die sind dummerweise aber auch teuer und benötigen eine Kühlung.
Außer in Bereichen wo minimale Bauform und maximale Lichtausbeute eine große Bedeutung haben sind sie *noch* nicht die Ideallösung.
Wo aber Größe, Zuverlässigkeit und Lichtausbeute eine Rolle spielensind sie mittlerweile führend. Z.B. Fahrradlampem, da aber nicht der Baumarktkram, sondern vernünftige Lampen wie z.B. die Ixon IQ von Busch und Müller.
1 Hochleistungs-LED, ausgeklügelter Reflektor, gute Kühlung -> viel Licht, hat aber auch ihren Preis (60-80 EUR).

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13.09.2008, 00:29 Uhr

[ujb]
Posts: 423
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Zitat:
Original von Maja:

....Beim Start verbrauchen diese Lampen verhältnismäßig viel Strom. Der Spareffekt ergibt sich erst im Dauerbetrieb. Außerdem verkürzt sich deren Lebensdauer enorm durch allzu häufiges Ein- und wieder Ausschalten in kurzer Folge....


Das ist ein Gerücht - beinahe jedenfalls. Bei Energgiesparlampen fließen in der Tat bem Einschalten recht große Ströme.
Bei klassischen Glühbirnen allerdings auch.
Tatsache ist, dass der Einschaltstrom einer Energiesparlampe den einer Glühbirne tatsächlich übertrifft.
Allerdings fällt die Stromflusskurve bei Energiesparlampen deutlich schneller ab, als bei Glühbirnen.
Summa summarum ergibt sich bei einer Energiesparlampe schon nach weniger als einer Sekunde ein Stromspareffekt.
Im Stroboskop würde eine Glühlampe aber tatsächlich besser abschneiden, als eine Energiesparlampe (für ein Stroboskop wäre eine Glühlampe aber natürlich auch ziemlichr Quatsch...)

Meine Prognose lautet, dass in gut 5 Jahren High Power LEDs für die Wohnraumbeleuchtung massiv auf de Markt dringen werden. Spätetens dann gibt es überhaupt kein valides Argument mehr für Glühdrahtbirnen.

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13.09.2008, 00:30 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von NoImag:
Ein, höchstens zwei Jahre. Autoscheinwerfer sind bereits verfügbar (für Audi R8).

Da hab ich dann doch so meine Zweifel. Palgucker hats ja schon beschrieben. Das muss ich nicht wiederholen.

Ausserdem würde zur Problembeseitigung im Sinne von signifikanter Energieeinsparung eine massenhafte Verbreitung gehören. Dazu braucht es eine Standardisierung. Für jeden Zweck ein anderes Leutmittel ist bei Haushaltsbeleuchtung eher nicht massentauglich.

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13.09.2008, 00:46 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von [ujb]:
Meine Prognose lautet, dass in gut 5 Jahren High Power LEDs für die Wohnraumbeleuchtung massiv auf de Markt dringen werden. Spätetens dann gibt es überhaupt kein valides Argument mehr für Glühdrahtbirnen.

Das klingt schon wahrscheinlicher als eine Lösung des Problems binnen 2 Jahren. Wenn diese Lampen dann noch ohne "Umwege" einsetzbar wären, könnten sie sich auch tatsächlich relativ rasch massenhaft durchsetzen. Am meisten erfolgversprechend dürfte wohl sein, solche LED-Lampen mit den bisher üblichen Sockeln (E27 und E14) auf den Markt zu bringen. Dann braucht sich keiner dafür eine neue Leuchte zu kaufen, was den Kaufwiderstand verringern würde.

Obwohl. Solange es noch Glühlampen gibt, werden sie vermutlich immer einen viel niedrigeren Anschaffungspreis haben als alle anderen Leuchtmittel. Was für viele leider das einzige Argument bei der Anschaffung ist. Weshalb die EU es der Glühlampe wohl auch schwer machen will.

Danke übrigens, für die Erkläuterungen zum Thema Stromverbrauch beim Einschalten.

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13.09.2008, 10:54 Uhr

Flinx
Posts: 1073
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Zitat:
Original von Maja:
Danke übrigens, für die Erläuterungen zum Thema Stromverbrauch beim Einschalten.


Das ist übrigens eines der Gerüchte, die mir immer wieder klarmachen, wie wenig naturwissenschaftliche Kenntnisse überhaupt in der Bevölkerung verbreitet sind. Es gab sogar Fälle, wo ich (vor Jahren, da ging es noch ausschließlich um klassische Leuchtstofflampen) derartige Auseinandersetzungen mit Kommilitonen hatte, und das waren auch noch E-Technik-Studenten kurz vor dem Abschluß...

Warum die Vorstellung völlig absurd ist, daß der Energieverbrauch beim Einschalten überhaupt einen Einfluß haben könnte, liegt übrigens daran, daß wir Sicherungen in den Stromleitungen haben, und die Zusammenhänge zwischen fließendem Strom, der Zeit, die die Lampe leuchtet, und der verbrauchten Energie ganz linear sind. Man braucht immer nur zu multiplizieren.
Wenn also der Einschaltstrom einer beliebige Lampe einen merkbaren Einfluß auf den Gesamtverbrauch haben sollte, müßte er entsprechend viele Male höher sein als der danach fließende.

Kurzes Beispiel: 50W-Lampe, braucht ca. ein Viertelampere und bleibt 50 Min. eingeschaltet.
Damit sich der Gesamtverbrauch nur um ein Zehntel erhöht, müßte die Lampe beim Einschalten (das, sagen wir mal, drei Sekunden dauert), den hundertfachen Strom verbrauchen (weil ja 3000 Sekunden das Tausendfache von den drei Einschaltsekunden sind).
Schon das würde also mit 25 Ampere zum sofortigen Rausfliegen der Sicherung führen, und eigentlich habe ich noch gemäßigte Werte angenommen. Bei den dramatischen Behauptungen über den ach so riesigen Verbrauch beim Einschalten würde wahrscheinlich die nächste Umspannstation verdampfen...

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13.09.2008, 11:04 Uhr

MaikG
Posts: 5172
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>High Power LEDs von Seoul Semiconductor, Cree oder Osram spielen in >einer ganz andere Liga. Die sind dummerweise aber auch teuer und >benötigen eine Kühlung.

Das was du meinst ist Müll hoch 10.
Es sind keine Echten LEDs! Die gehn nach 1000 Stunden kaputt und
haben eine geringere Effizienz.
Beim Wartungsaufwand wäre man dann wieder bei der Glühlampe angelangt
und die Kosten sind Astronomisch gegen ES/GL/LED.

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13.09.2008, 13:38 Uhr

[ujb]
Posts: 423
Nutzer
Zitat:
Original von MaikG:
>High Power LEDs von Seoul Semiconductor, Cree oder Osram spielen in >einer ganz andere Liga. Die sind dummerweise aber auch teuer und >benötigen eine Kühlung.

Das was du meinst ist Müll hoch 10.
Es sind keine Echten LEDs! Die gehn nach 1000 Stunden kaputt und
haben eine geringere Effizienz.
Beim Wartungsaufwand wäre man dann wieder bei der Glühlampe angelangt
und die Kosten sind Astronomisch gegen ES/GL/LED.


Die gehen eigentlich nur kaputt wenn man sie unsachgemäß einsetzt (Kühlung, Imax nicht überschreiten).
LEDs mit einem höheren Wirkungsgrad als die Topmodelle von Seoul Semiconductor gibt es derzeit nicht.
Das heißt nicht, dass die klassisch bedrahteten Versionen mit mittleren Wirkungsgarden Müll wären, ich habe von diesen selbst einige in meiner Wohnung verbaut, die mir als prima Nachtlicht dienen.
Wirklich beachtlich, und von mr bis vor einer Weile recht unterschätzt, ist die Rolle des richtige Reflektors. Das habe ich erst durch das Beispiel der B&M Ixon IQ gelernt (die dennoch leider überteuert ist (aber Arbeitsplätze in NRW sichert) und wenn man Zeit und Muße hat, kann man sich bessere und günstigere Lösungen (die dann aber nicht StVZO zugelassen sind) basteln).

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13.09.2008, 13:48 Uhr

Palgucker
Posts: 1341
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@MaikG:

Zitat:
Es sind keine Echten LEDs!

Naja, die Definition von "Lichtaussendenden Geräten" auf Halbleiterbasis wurde aber nicht dir überlassen.

Zitat:
Die gehn nach 1000 Stunden kaputt und
haben eine geringere Effizienz.


Die Datenblätter sagen aber was anderes! Das mit den 1000 h kommt aber vor allen bei Leuten wie auch Firmen hin, die, sei es um die Kundschaft oder auch sich selbst zu beeindrucken, diese LEDs kurz vor Vtot betreiben. Selbiges erlebt man bei käuflichen Produkten mit "normalen" LEDs ja auch nicht selten.
Das man heute größere Mengen an Geld für Forschung und Entwicklung steckt, um "endlich" mit einem weniger effizienten Produkt den Markt zu erobern - sehr interessant Theorie!

Gruß Palgucker

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13.09.2008, 17:06 Uhr

MaikG
Posts: 5172
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Okay, sorry waren die Daten von früher.
1000 h stand direkt in Reichelt und konsorten drin.
Seid dem habe ich es ebend deswegen nicht weiter verfolgt, jetzt gibt es tatsächlich welche mit einer Lebensdauer von bis zu 60000 Stunden (LED = 100000 Stunden).

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13.09.2008, 21:57 Uhr

NoImag
Posts: 1049
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Zitat:
Original von Palgucker:
@ NoImag

Zitat:
Ein, höchstens zwei Jahre. Autoscheinwerfer sind bereits verfügbar (für Audi R8).

Dein Wort in Gottes Ohr. Die LEDs beim A8 stellen aber nur das Tagfahrlicht!


Du hast nicht richtig gelesen. Ich meine nicht den A8 sondern den R8! Und ich meine nicht das Tagfahrlicht sondern das Abblendlicht und Fernlicht!

Tschüß




[ Dieser Beitrag wurde von NoImag am 13.09.2008 um 22:37 Uhr geändert. ]

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13.09.2008, 22:04 Uhr

NoImag
Posts: 1049
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Zitat:
Original von Maja:
Zitat:
Original von NoImag:
Ein, höchstens zwei Jahre. Autoscheinwerfer sind bereits verfügbar (für Audi R8).

Da hab ich dann doch so meine Zweifel. Palgucker hats ja schon beschrieben. Das muss ich nicht wiederholen.

Ausserdem würde zur Problembeseitigung im Sinne von signifikanter Energieeinsparung eine massenhafte Verbreitung gehören. Dazu braucht es eine Standardisierung. Für jeden Zweck ein anderes Leutmittel ist bei Haushaltsbeleuchtung eher nicht massentauglich.


Palgucker hat nicht richtig gelesen, s.o.

LEDs sind in Zukunft für jeden Beleuchtungszweck geeignet! Zurzeit gibt es aber noch keine geeigneten Lampen zur Raumbeleuchtung zu kaufen. Ich habe aber auch von ein bis zwei Jahren und nicht von jetzt geschrieben. Wie ujb bereits erwähnt hat: Die LEDs gibt es schon, nur die Lampen noch nicht, da auch Hochleistungs-LEDs gekühlt werden müssen. Lampenhersteller haben aber auf Messen bereits Prototypen vorgestellt.

Tschüß



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13.09.2008, 22:13 Uhr

NoImag
Posts: 1049
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Zitat:
Original von Maja:
Das klingt schon wahrscheinlicher als eine Lösung des Problems binnen 2 Jahren.


Mein Problem ist dann gelöst, weil ich dann eine Alternative zu Glühlampen und Energiesparlampen haben werde. Die wenigsten werden in den nächsten 10 Jahren umsteigen, wenn sie nicht gezwungen werden.

Zitat:
Wenn diese Lampen dann noch ohne "Umwege" einsetzbar wären, könnten sie sich auch tatsächlich relativ rasch massenhaft durchsetzen. Am meisten erfolgversprechend dürfte wohl sein, solche LED-Lampen mit den bisher üblichen Sockeln (E27 und E14) auf den Markt zu bringen. Dann braucht sich keiner dafür eine neue Leuchte zu kaufen, was den Kaufwiderstand verringern würde.

Das wäre zwar am günstigsten, ist aber selbst in 5 Jahren unwahrscheinlich. Die LEDs müssen effizient entwärmt werden, da für sie Wärme Gift ist. Der übliche Sockel ist aber gerade so designt, dass möglichst wenig Wärme abgeführt wird (was bei Glühlampen auch sinnvoll ist). Ohne neue Lampen wird es daher wahrscheinlich nicht gehen.

Zitat:
Obwohl. Solange es noch Glühlampen gibt, werden sie vermutlich immer einen viel niedrigeren Anschaffungspreis haben als alle anderen Leuchtmittel. Was für viele leider das einzige Argument bei der Anschaffung ist. Weshalb die EU es der Glühlampe wohl auch schwer machen will.

Leider hast Du damit vollkommen recht.

Tschüß



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13.09.2008, 22:32 Uhr

NoImag
Posts: 1049
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Zitat:
Original von MaikG:
>High Power LEDs von Seoul Semiconductor, Cree oder Osram spielen in >einer ganz andere Liga. Die sind dummerweise aber auch teuer und >benötigen eine Kühlung.

Das was du meinst ist Müll hoch 10.
Es sind keine Echten LEDs! Die gehn nach 1000 Stunden kaputt und
haben eine geringere Effizienz.
Beim Wartungsaufwand wäre man dann wieder bei der Glühlampe angelangt
und die Kosten sind Astronomisch gegen ES/GL/LED.


Kennst Du die dieses Jahr auf den Markt gebrachte Osram Ostar LEDs schon? Wenn ja, dann hast Du beim thermischen Management Mist gebaut.

Tschüß



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13.09.2008, 23:03 Uhr

MaikG
Posts: 5172
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Zitat:
Original von NoImag:
Zitat:
Original von MaikG:
>High Power LEDs von Seoul Semiconductor, Cree oder Osram spielen in >einer ganz andere Liga. Die sind dummerweise aber auch teuer und >benötigen eine Kühlung.

Das was du meinst ist Müll hoch 10.
Es sind keine Echten LEDs! Die gehn nach 1000 Stunden kaputt und
haben eine geringere Effizienz.
Beim Wartungsaufwand wäre man dann wieder bei der Glühlampe angelangt
und die Kosten sind Astronomisch gegen ES/GL/LED.


Kennst Du die dieses Jahr auf den Markt gebrachte Osram Ostar LEDs schon? Wenn ja, dann hast Du beim thermischen Management Mist gebaut.

Tschüß

Ja.
37,50 Euro / 6 Chips 22,5V/ 700mA 300 lm
Entspricht in der Leuchtstärke etwa meiner zuletzt gebaute LED Lampe.
Meine hält länger, Kühlung unnötig und incl. "Netzteil" habe ich nur
ca. 20 Euro bezahlt.
Dann Rechnen wir mal 22,5Vx0,7A= 15,75 Watt?! Da kann was nicht stimmen
bei 300lm ist das wesentlich schlechter als eine Energiespaarlampe.
Meine 243Vx0,02A= 4,86 Watt bei 380lm.
Meine läuft mit einem Hocheffizienten C-Netzteil.
Die OSStar müsste mit einem teuren, weniger Effizienten Schaltnetzteil
betrieben werden. Im Sockel passt das kaum bei der Leistung.

[ Dieser Beitrag wurde von MaikG am 13.09.2008 um 23:06 Uhr geändert. ]

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13.09.2008, 23:38 Uhr

[ujb]
Posts: 423
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Nur als Beispiel wie schnell ein Markt von einer Technik auf eine andere schwenken kann:

Bei anspruchsvoller Fahrradbeleuchtung ist seit ein paar Jahren eine rasante Entwicklung zu beobachten.
Seit mittlerweile vielen Jahren dominieren LEDs die Rückbeleuchtung (ich glaube seit Cateye Ende der 80er gezeigt hat wie man eine gute LED-rückleuchte baut).
Bei Frontleuchten ist die Entwicklung gerade in den letzten fünf Jahren dramatisch in Fahrt gekommen
und seit ca. 1 Jahr ist auch bei anspruchsvoller Frontbeleuchtung die LED führend.
Vor knapp 3 Jahren beeindruckte mich noch die Cateye EL-300 mit 5 weißen LEDs und einer Leuchtdauer von ca. 10 Stunden (mit 4 Alkaline Batterien). Diese Lampe war vor drei Jahren zwar auch nicht grade das beste am Markt, aber doch ein *damals* gutes und typisches Produkt (hat mich auch durch manche Nacht begleitet).
Aber Halogenlampen waren insgesamt doch noch weiter verbreitet und heller.
Heute ist eine Lampe wie die EL-300 schon völlig indiskutabel und entspricht von der Leuchtkraft den jetzigen (überraschend guten) kleinen Funzeln aus dem Baumarkt oder vom Ramscher für ca. 10-20 EUR (die Cateye kostete vor 3 Jahren 50 EUR).
Halogen ist dabei out zu werden. Ich prognostiziere, dass es in 1 Jahr im Bereich der anspruchsvollen Fahrradleuchten kein Halogen mehr geben wird.
Ein guter Indikator ist auch das Angebot von Schmitt Original, diese Firma baut *die* Referenz aller Nabendynamos und ist eher technikkonservativ (im Sinne von "keine kurzfristigen Experimente machen"). Schmitt Original bietet mittlerweile - in Kooperation mit BuM - ebenfalls LED-Leuchten an (und die Lampe ist trotz des 150 EUR Preises vergriffen).

Leider sind LED-Lampen nicht billiger geworden, aber viel, viel besser. Lampen wie die Busch und Müller Ixon Serie (oder Lumotec) ebnen den Weg der LEDs als allgemeine Lichtquelle.
Neben der besseren Lichtausbeute istnatürlich auch die höhere Verlässlichkeit ein Pluspunkt:
Bei Langstreckenradfahrten (also die wirklich langen meine ich), wurde bei Halogen bislang auch immer eine Ersatzlampe verlangt, bei LED wird man ohne Ersatz zugelassen, sie fallen nicht plötzlich aus.

Die Referenz aller Fahrradlampen ist derzeit aber tatsächlich eine Gasentladungslampe: die "Big Bang" von BuM, kostet schlappe 700 EUR...

[ Dieser Beitrag wurde von [ujb] am 13.09.2008 um 23:44 Uhr geändert. ]

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14.09.2008, 00:06 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von NoImag:
Palgucker hat nicht richtig gelesen, s.o.

Ja, das fällt mir auch jetzt erst auf. Ein R ist eigentlich nicht so schnell mit eine A zu verwechseln. Aber was solls. Passiert ist passiert. Sorry dafür.

Zitat:
Die wenigsten werden in den nächsten 10 Jahren umsteigen, wenn sie nicht gezwungen werden.
Ich schon. Wenn es mir Vorteile bringt (weniger Stromverbrauch) und keinen erhöhten Aufwand erfordert (man sollte nicht extra ein Seminar besuchen müssen). Energiesparlampen nutzen wir schon seit mehr als 20 Jahren. Damals waren die Teile noch richtig teuer und mächtig vulominös.

Zitat:
Die LEDs müssen effizient entwärmt werden, da für sie Wärme Gift ist. Der übliche Sockel ist aber gerade so designt, dass möglichst wenig Wärme abgeführt wird (was bei Glühlampen auch sinnvoll ist). Ohne neue Lampen wird es daher wahrscheinlich nicht gehen.
Warten wir mal ab, was die Tüfftler der Branche sich da einfallen lassen. Vielleicht gibt es ja doch noch welche in den Forschungsabteilungen, die sich mit "geht nicht" nicht so einfach zufrieden geben. Eine "Neonröhre" mit Glühlampensockel hätte sich vor 30 Jahren auch keiner vorstellen können.

In 5 Jahren wird die Welt wohl noch nicht mit LEDs beleuchtet sein. Davon wird sie aber bestimmt nicht unter gehen. Wir haben ja bereits die bekannten Energiesparlampen. Wenn ich mir die heute so begucke und mit damals vergleiche. Da hat sich eine Menge zum Positiven hin getan. Sind halt nur leider auch giftige Substanzen enthalten. Entsorgung und Recyling sind problematisch und teuer. Und leider landen viele davon auch einfach im Hausmüll. Nicht aus Absicht, sondern aus Unwissenheit.

[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 14.09.2008 um 00:09 Uhr geändert. ]

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14.09.2008, 00:07 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von Flinx:
Das ist übrigens eines der Gerüchte, die mir immer wieder klarmachen, wie wenig naturwissenschaftliche Kenntnisse überhaupt in der Bevölkerung verbreitet sind.

Kann ja nicht jeder ein diplomierter Physiker sein. Ich war zwar nicht schlecht in Physik. Bei meiner schulischen Ausbilung lag der Schwerpunkt allerdings auf Betriebswirtschaft. Dass ich dann beruflich nichts draus gemacht hatte, war die Folge diverser familärer Zwänge, die sich weitestgehend meinem Einfluss entzogen, und eher pragmatischen als wissenschaftlich fundierten Entscheidungen meinerseits. Und nu hab ich den Salat. Wenig naturwissenschaftliche Kenntnisse. ;)


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14.09.2008, 01:10 Uhr

Palgucker
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@ NoImage

Zitat:
Du hast nicht richtig gelesen. Ich meine nicht den A8 sondern den R8! Und ich meine nicht das Tagfahrlicht sondern das Abblendlicht und Fernlicht!

Hast recht - da war ich arg unaufmerksam. Muss ich jetzt 1000 Rrrr's schreiben?
Habe mir mal dieses PDF durchgelesen, und eigentlich ist es schon beeindruckend, das man mehrere 100W Xenon-Beleuchtung durch LED-Technologie auch heute schon ersetzen kann - und dieses in einem käuflichen Industrieprodukt!
Da habe ich echt meine Zweifel gehabt.

Gruß Palgucker

P.S. Diese ganze Diskussion um das bevorzugte Leuchtmittel, und speziell dem Verbot von Glühlampen von "oben" finde ich arg scheinheilig, wenn nicht sogar diktatorisch.
Ich habe z.B. in der Küche nach Umbau die "übliche" 100W Glühbirne durch 2x58W Leuchtstoffröhren getauscht, die aber einschließlich Vorschaltgerät mehr als 100W "verbraten". Vielleicht werde ich dadurch als "Umweltheld" gefeiern? Nein! Ich habe noch 4 "Glühbirnen" konventioneller Bauart im Haushalt - Kühlschrank, Backofen und Nachttischlampen - und wenn das 'rauskommt ohoh!!! ;)

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14.09.2008, 01:28 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von Palgucker:
Ich habe z.B. in der Küche nach Umbau die "übliche" 100W Glühbirne durch 2x58W Leuchtstoffröhren getauscht,

Alter Schwede. Spielst Du in der Küche Fussball oder wozu diese Flutlichtanlage? ;)




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14.09.2008, 02:50 Uhr

Palgucker
Posts: 1341
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@ Maja

Zitat:
Alter Schwede. Spielst Du in der Küche Fussball oder wozu diese Flutlichtanlage? ;)

Nö, aber es ist ein sehr angenehmes und recht schattenfreies Arbeitslicht. Das ist aber auch nur die halbe Wahrheit, eigentlich kommen noch die seperat schaltbaren 5x50W Halogenlampen dazu - dann wirds wirklich hell.
Aber meistens ist nur die 13W Sparlampe, die in der Lüftungshaube verbaut ist, im Einsatz. Aber wenn Licht gebraucht wird, dann ist es auch da - mehr ist es dann auch nicht.

Gruß Palgucker

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14.09.2008, 22:01 Uhr

NoImag
Posts: 1049
Nutzer
Zitat:
Original von Palgucker:
Hast recht - da war ich arg unaufmerksam. Muss ich jetzt 1000 Rrrr's schreiben?


Ich denke wir können es bei 4 belassen ;)

Tschüß



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14.09.2008, 22:34 Uhr

NoImag
Posts: 1049
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@MaikG:
Ich weiß nicht wo Du Deine Zahlen her hast. Es gibt verschiedene Typen. Ich habe mal bei zweien (6 LEDs) ins Datenblatt geschaut:
LE-W-E3B: bei 700 mA 390-970 lm, macht 20-50 lm/W
LE-UW-E3B: bei 700 mA 610-1120 lm, macht 32-59 lm/W

Über den Preis reden wir hier nicht.

Tschüß



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15.09.2008, 11:00 Uhr

MaikG
Posts: 5172
Nutzer
>Ich weiß nicht wo Du Deine Zahlen her hast.

Aktueller Reichelt Kathalog.


>Es gibt verschiedene Typen. Ich habe mal bei zweien (6 LEDs) ins Datenblatt geschaut:
>LE-W-E3B: bei 700 mA 390-970 lm, macht 20-50 lm/W
>LE-UW-E3B: bei 700 mA 610-1120 lm, macht 32-59 lm/W

Ist schon klar das es etliche Sorten gibt.
Selbst wenn deine Angaben Stimmen(Voltzahl wäre gut)
meine hat >78lm/W.

Eine ES lampe kommt schon auf ca. 40-50lm/W.

Vergiss nicht das erfordliche Netzteil.
Nochmal gut 20% Schaltnetzteil, bzw. 40% beim Normaltrafo verlust.

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15.09.2008, 23:48 Uhr

NoImag
Posts: 1049
Nutzer
@MaikG:

Die Effizienz von weißen LEDs hängt sehr stark von der Stromstärke ab. Die LE-UW-E3B hat bei 350 mA 72 lm/W bei ca. 400 lm. Die Ostar-LEDs zeichnen sich dadurch aus, dass mit einem Modul mehr als 1000 lm möglich sind. Das geht aber natürlich auf die Effizienz. Im Labor hat Osram bereits bei 350 mA 155 lm mit 136 lm/W für eine LED gezeigt (das ist Weltrekord). Die LEDs sind jetzt gerade soweit, an die Energiesparlampen heranzukommen. In einem Jahr sind sie klar besser.

Tschüß



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16.09.2008, 10:51 Uhr

MaikG
Posts: 5172
Nutzer
Im Labor usw. Irgendwo gibts auch schon echte LEDs mit mehr als 5lm/Stück.
Wie gesagt, Preis, Netzteilverlust, geringere Lebensdauer und Endgröße sprechen gegen diese Art von "LED".
In einem Jahr ist die Echten LED auch schon wieder weiter.

Womit ich nicht sagen will das es keine sinnvolle Anwendung für diese
Art LED gibt.

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16.09.2008, 20:04 Uhr

NoImag
Posts: 1049
Nutzer
@MaikG:

Was verstehst Du unter echten LEDs?

Tschüß



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16.09.2008, 21:45 Uhr

MaikG
Posts: 5172
Nutzer
Die welche mit 20mA funktionieren und keine Kühlung brauchen.

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19.09.2008, 22:38 Uhr

NoImag
Posts: 1049
Nutzer
@MaikG:
Das ist völliger Quatsch! LEDs die für 20 mA ausgelegt sind, sind ca. 300 µm * 300 µm groß. LEDs, die für höhere Ströme ausgelegt sind, sind 1 mm2 groß. Aktuelle LEDs haben einen thermischen Widerstand von 4K/W, das bedeutet, dass sie auch bei höheren Stromdichten betrieben werden können, sofern Du in deinem Aufbau die Wärme auch abführst. Aktive Kühlung ist nicht erforderlich! Die Abnahme der Effizienz von LEDs bei hohen Strömen ist kein Wärmeproblem, sondern eine Eigenschaft von InGaN/GaN (was für weiße LEDs verwendet werden muss). Es gibt aber schon vielversprechende Ansätze, auch dieses Problem zu lösen.

Tschüß



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20.09.2008, 10:58 Uhr

MaikG
Posts: 5172
Nutzer
Hä? Keiner hat von aktiver Kühlung geredet.

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