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amiga-news.de Forum > Get a Life > Finanzkrise die Deutschland trifft. Dein Sparguthaben [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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25.10.2008, 22:54 Uhr

DrNOP
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Zitat:
Original von Maja:
Ich habe eine Aversion gegen Aktien weil es möglich ist, mit Personalfreisetzungen in großem Stil den Kurz einer Aktie kurzfristig nach oben zu treiben -> die Nachfrage zu steigern. Die Verlierer dieses "Spiels" waren für meinen Geschmack zu oft nicht Aktionäre.

Doch, die Verlierer sind (ein Jahr nach den Ex-Angestellten) die Aktionäre, die dann noch Aktien dieses Unternehmens besitzen. Dann geht's nämlich üblicherweie abwärts...
Inzwischen hat sich das ja aber rumgesprochen, und es gibt genügend Unternehmen, die einigen Aufwand betreiben um nicht von Heuschrecken aufgekauft zu werden bzw. sich eben gut aussuchen, wem sie eine Teilhaberschaft ermöglichen wollen.
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25.10.2008, 22:57 Uhr

_PAB_
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@Maja:
> Ich beobachte die Börse seit über 20 Jahren sehr genau.

Dann dürfte Dir aufgefallen sein, dass die Volatilität nach kurzer Zeit immer exponentiell zerfällt.
Diese extreme Volatilität kann also nicht monatelang so weitergehen.
Zwar ist die Volatilität so hoch wie nie zuvor und auch grundsätzlich seit den frühen 90ern in den Spitzen immer weiter angestiegen, aber ich denke nicht, dass sie jetzt "in der Spitze" stehenbleibt.

> Panikverkäufe dieser Art scheinen das Bild zu bestimmen.

Ja, aber das Volumen hat abgenommen - was sagt einem das ? (Die jetzige Entwicklung geht ihrem Ende zu).

> Ich habe eine Aversion gegen Aktien weil es möglich ist, mit Personalfreisetzungen in großem Stil [...]

Nun, das ist nicht die Schuld der Aktien oder der Aktionäre, sondern der Unternehmensführung.

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25.10.2008, 23:12 Uhr

Maja
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Zitat:
Original von DrNOP:
WAT!?

Zum Kaufen, Verkaufen und wieder Kaufen, usw., usw., sprich Handel. Wer? Alle die halt beruflich mit Aktien handeln. Fondsverwalter, etc..
Zitat:
Inzwischen hat sich das ja aber rumgesprochen, und es gibt genügend Unternehmen, die einigen Aufwand betreiben um nicht von Heuschrecken aufgekauft zu werden bzw. sich eben gut aussuchen, wem sie eine Teilhaberschaft ermöglichen wollen.
Was hat das mit Massenentlassungen zum kurzfristigen Aufpolieren des eigenen Börsenwertes zu tun? Es sind nicht die "Heuschrecken", die sich so verhalten. Die zerkrümeln den Kuchen gleich ganz und suchen sich die Rosinen raus.
Zitat:
Original von _PAB_:
> Ich habe eine Aversion gegen Aktien weil es möglich ist, mit Personalfreisetzungen in großem Stil [...]

Nun, das ist nicht die Schuld der Aktien oder der Aktionäre, sondern der Unternehmensführung.

Ach ja? Wer sorgt denn dafür, dass der Kurs nach Entlassungswellen erst mal steigt? Und warum funktionierte das lange derart zuverlässig, dass Unternehmensführungen überhaupt in die Versuchung gerieten, auf diese perfide Art mit einem Federstrich ihre Quartalszahlen zu beschönigen?




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26.10.2008, 10:22 Uhr

DrNOP
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Ich hab' deinen einleitenden Satz mal wieder mitgequotet...
Zitat:
Original von Maja:
Zitat:
Original von DrNOP:
Zitat:
Original von Maja:
Es gibt Berufsgruppen, die sind auf Gedeih und Verderb zum Verkaufen gezwungen.

WAT!?
Zum Kaufen, Verkaufen und wieder Kaufen, usw., usw., sprich Handel. Wer? Alle die halt beruflich mit Aktien handeln. Fondsverwalter, etc..
Also wenn die auf Gedeih und Verderb gezwungen sind zu verkaufen (wohlgemerkt nur verkaufen... :P ), dann würde ich doch großen Abstand davon nehmen, mit denen Geschäfte zu machen!

Nachdem die, die du hier aufzählst für mich als Mittelsmänner tätig sind, würde ich doch lieber mit (bzw. über) jemanden Geschäfte machen, der dazu nicht gezwungen ist und den passenden Zeitpunkt abwarten kann anstatt einfach nur irgendwas zu tun weil's halt jetzt sofort sein muß ...
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26.10.2008, 11:58 Uhr

Alchemy
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[Benutzer gesperrt]
Der Bund macht ne 400 Milliarden Bürgschaft, aber die Länder dürfen mit 80 Milliarden den Banken eine sofort Finanzspritze verleihen, und nebenbei haben die nicht zu melden.

In der Not zeigt sich doch das wahre Gesicht der Regierung.

Die CDU Spizte entpupt sich als die schwarzen Scherifs (Robin Hood), die SPD hat die Nase gestrichen voll von der CDU, und sogar die CSU will mit den Neoliberalen der FDP Koalieren.

Die Grünen und Die Linke sind nicht der Rede wert.
Also was bleibt den Geneigten Wähler in diesem Lande an Parteien?

Das ist eine ernste sache Leute. Früher konnte man einfach aus lust und laune ne Partei wählen. Aber heute geht es um das Überleben jeden einzelnen von uns.
Hier in Deutschland scheinen viele nicht zu verstehen wie bedrohlich die Lage ist. Die Kriese ist nicht vorbei.

Ein teil der Italiener haben wenigstens Eier in der Hose, und gehen zu Hunderttausenden gegen "Verbreckoloni" Berlusconi Protestieren.
Die haben den ernst der Lage erkannt.

Was meint ihr was die Banken jetzt machen?
Sicher, sie haben jetzt Auflagen zu erfüllen, aber mal erlich, es gibt doch immer einen Weg die Auflagen zu umgehen.

Oder anders herum, hat je was Funktioniert, was die Deutsche Regierung sich vorgenommen hat?

Was übrig bleibt sind mehr Kredite aufnehmen, weil wenn man schon unkreativ im Kopf ist, dann hilft immer noch das Geld um kurzeitig mich, dich und alle anderen Honig ums Maul zu Schmieren damit wir alle ruhig bleiben und unser Weg in die Gosse der Verarmung gelassen sehen.

PS: Ihr seht das als Spaß zur Unterhaltung. Aber was jetzt passiert ist toternst, und geht uns alle an. Wenn die Banken Kippen dann ist Schluß mit dem Dolce Vita im diesem Land. Aber auch wenn die Rechten wieder das Land Regieren. Einen dritten Weltkrieg wird es nicht geben.
Womit auch? :lach:


--
Man sollte weniger labern, dafür mehr die Verantwortung selbst in die Hand nehmen.

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26.10.2008, 18:47 Uhr

Maja
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@DrNOP:

Ich wünsche dir einen Fondsverwalter, der gerade jetzt mal die Füße still halten kann. :)

@Alchemy

Warum regst Du dich eigentlich über etwas auf, was dich persönlich überhaupt nicht tangiert? Hand aufs Herz. Du ärgerst dich doch nur, dass keiner dir etwas von den 480 Milliarden in den Hintern bläst. :P

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27.10.2008, 09:56 Uhr

Alchemy
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@Maja:

Ich würde sofort mit weniger als eine Million Euro eine Firma gründen und Leute einstellen.

Aber wie gut das Du mich so genau kennst. ;)

Ich habe mich auch mal eine gewisse Zeit mit der Börse beschäftigt.
Nur habe ich es aufgegeben, da es mich zu deprimiert hat.
Gut für Leute die richtig profit mit machen, aber auch diese Leute beschweren sich über die ungerechtigkeit die da vorherrscht.

Die Aktien sind nur für Banken und Großaktionäre Interessant, für Kleinaktionäre ist es ein Zeitintensiver Aktien Poker.


--
Man sollte weniger labern, dafür mehr die Verantwortung selbst in die Hand nehmen.

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27.10.2008, 12:22 Uhr

[ujb]
Posts: 423
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Zitat:
Original von Alchemy:

Ein teil der Italiener haben wenigstens Eier in der Hose, und gehen zu Hunderttausenden gegen "Verbreckoloni" Berlusconi Protestieren.
Die haben den ernst der Lage erkannt.


Was bringt es wenn viele gegen Berlosconi demonstrieren, aber dennoch die *Mehrheit* der Italiener Berlusconi wählt (was ich für das von mir sehr geschätzte Italien zwar an sich traurig finde, aber immerhin ist Berlusconi ein "großartiger" Entertainer ;-)).
In Italien ist die Politik doch noch viel tiefer im Sumpf als hier. Das macht die Misstände hier zwar nicht besser, aber Italien ist *politisch* wahrlich kein Vorbild.


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27.10.2008, 12:38 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
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Italien ...

die zeigen doch schon seit Jahren, daß sie weder den einen noch den anderen wollen:
Der eine wird mit knapper Mehrheit gewählt, seine Regierung zerbricht aber schon nach der Hälfte der Amtszeit, vorgezogene Neuwahlen spülen den anderen ans Ruder, der aber nur verschlimmbessert, weshalb seine Regierung nach der Hälfte der Amtszeit zerbricht, was Neuwahlen nach sich zieht ...

Also deutlicher kann das Volk meiner Meinung nach nicht zeigen, daß es von beiden Kandidaten die Nase voll hat. :shock2:
--
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27.10.2008, 12:44 Uhr

_PAB_
Posts: 3016
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@Maja:
> Wer sorgt denn dafür, dass der Kurs nach Entlassungswellen erst mal steigt?

Nun, der Aktien kurs muss nach einer Entlassungswelle steigen, weil sich die Gewinn-Situation des Unternehmen verbessert hat, was in einem fair bewerteten Aktenpreis natürlich sofort Berücksichtigung findet.

WIE die Vorstände aber zu dieser Verbesserung gelangt sind, ist nicht die Schuld oder Verantwortung der Aktionäre, denn die haben auf die Art und Weise keinen Einfluss (jedenfalls nicht die Kleinaktionäre und Kleinstaktionäre wie ich).

[ Dieser Beitrag wurde von _PAB_ am 27.10.2008 um 12:45 Uhr geändert. ]

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27.10.2008, 14:48 Uhr

Alchemy
Posts: 784
[Benutzer gesperrt]
Hier kann sich jeder mal einen schnellen überblick verschaffen, wie es mit der Wirtschaft aktuell steht.

http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_318666

Noch ist es nicht tötlich, weil bei einer so einer Größenordnung naturgemäß die sache seine Zeit braucht.

Die Tendenz ist eine Stagnierende und abwartende Haltung.
Eigentlich ist diese Haltung kontraproduktiv, besser wäre genau in Kriesenzeiten zu Investieren und die Konjungtur zu beleben.

Im grunde brauchen die Industrie Staaten für die nächsten 5 Jahre ein Wunder, aber wer fängt damit an?
Jeder zeigt doch mit den Finger auf den anderen, um zu sehen ob es was bringt oder nicht.

Erst die allgemein schwere Wirtschaftliche Lage wegen der Globalisierung, und nun haben sich die Banken in ihrer unermeslichen Gier Verspekuliert.

Was bleibt einen da noch übrig als nach vorne zu blicken?
Vor allem wenn man nichts mehr zu verlieren hat?

PS: Anderseits bin ich auch ein wenig froh darüber, das dies so passiert ist. Der Mensch reagiert doch immer am besten, wenn es ans Eingemachte geht.

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27.10.2008, 15:11 Uhr

Han_Omag
Posts: 1458
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Zitat:
Original von _PAB_:
Nun, der Aktien kurs muss nach einer Entlassungswelle steigen, weil sich die Gewinn-Situation des Unternehmen verbessert hat, was in einem fair bewerteten Aktenpreis natürlich sofort Berücksichtigung findet.


Wenn es denn so wäre ...
Warum aber steigt der Kurs häufig schon kurz nach der bloßen Ankündigung von Personalabbau?
Noch dazu ohne konkrete Zahlen vorliegen zu haben, wie teuer dieser Abbau wird?
Die Kosten für einen solchen Abbau können bei "ungünstiger Personalstruktur" nämlich die Gewinnprognose kräftig verhageln, so das eine verbesserte Gewinn-Situation bestenfalls mittelfristig erreicht wird.

Wenn ich nur dran denke, das mein Ex-Arbeitgeber nur für mich einen kleinen sechs-stelligen Betrag rausrücken durfte, um mich sozialverträgllich zu entsorgen. Das sind zwar nur Peanuts, aber wenn man auf diese Weise nur genug MA abzubauen hat,zwickts doch schon kräftig.

--
Wir haben Augen, doch wir schauen nicht hin.
Wir haben Ohren, doch wir hören nicht zu.
Wir haben einen Mund. Damit reden wir ohne Unterlass
und doch sagen wir nichts.

Der Zeitreisende

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27.10.2008, 16:55 Uhr

Maja
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Zitat:
Original von Alchemy:
@Maja:

Ich würde sofort mit weniger als eine Million Euro eine Firma gründen und Leute einstellen.

Ist zwar ganz und gar nicht meine Art, aber den Job bei dir würde ich ablehnen. Warum? Das wäre wie russisches Roulette. Die Frage wäre nicht ob, sondern wann der Knall kommt. Du bist mir zu depressiv und zu lethargisch. Zum Unternehmertum braucht es Aufbruchstimmung und typsich deutsche Arbeitswut. :P

Zitat:
Aber wie gut das Du mich so genau kennst. ;)
Ich kenne von dir nur, was Du von dir hier preis gibst. Du hast dich schlecht verkauft. Gib dafür nicht mir die Schuld. Jeder ist das, was er aus sich macht. Du kannst das ändern. Gib etwas mehr Mühe. Vor allem beim Argumentieren. Frontalangriffe sind die schlechteste Strategie.
Zitat:
Die Aktien sind nur für Banken und Großaktionäre Interessant, für Kleinaktionäre ist es ein Zeitintensiver Aktien Poker.
Die können auch für Kleinanleger interessant sein. Allerdings nicht, um damit stinkreich zu werden. Es fängt damit an, dass in Aktien nur Geld investiert werden sollte, das man zum Leben nicht braucht. Ein Motor dieser Krise sind Aktienkäufe und Fondgeschäfte auf Kredit. Man will es gerade in Deutschland zwar kaum glauben, doch in anderen Ländern ist es üblich, Aktien von geliehenem Geld zu kaufen.

Übrigens erweist sich in Zeiten wie diesen der "Perfektionswahn" von uns Deutschen als besonders Vorteilhaft. Wir neigen eher dazu, weniger Geld auszugeben als rein kommt. "Spare bei Zeiten, dann hast Du in der Not." Ja, wir nehmen alles sehr genau... ;)

Zitat:
Original von Han_Omag:
Zitat:
Original von _PAB_:
Nun, der Aktien kurs muss nach einer Entlassungswelle steigen, weil sich die Gewinn-Situation des Unternehmen verbessert hat, was in einem fair bewerteten Aktenpreis natürlich sofort Berücksichtigung findet.


Wenn es denn so wäre ...
Warum aber steigt der Kurs häufig schon kurz nach der bloßen Ankündigung von Personalabbau?
Noch dazu ohne konkrete Zahlen vorliegen zu haben, wie teuer dieser Abbau wird?

Eben. Genau das frage ich mich auch. Es ist keineswegs so, dass Peronalabbau automatisch den Wert eines Unternehmens steigern würde. Beim nächsten Quartalsergebnis ist das genaue Gegenteil der Fall. So was kostet erst mal eine Menge Geld. Oft sogar über mehrere Jahre.
Zitat:
Die Kosten für einen solchen Abbau können bei "ungünstiger Personalstruktur" nämlich die Gewinnprognose kräftig verhageln, so das eine verbesserte Gewinn-Situation bestenfalls mittelfristig erreicht wird.
Von dem oft unwiederbringlichen Verlust an Know-How ganz zu schweigen. Da von Sozialplänen aufgrund der sozialen Auswahl oft ältere Arbeitnehmer betroffen sind, verlässt auch Wissen das Unternehmen, das nirgendwo dokumentiert ist. Die Folgen werden trotz einschläiger Erfahrungswerte immer noch verkannt. "Auf einmal" ist keiner mehr da der weiß, aus was genau Mischung xy zusammengesetzt und wie sie zubereitet wird. So sind schon ganze Produktreihen vom Markt verschwunden. Was bei den Kunden wiederum zu Problemen in der Fertigung führt.
Zitat:
Wenn ich nur dran denke, das mein Ex-Arbeitgeber nur für mich einen kleinen sechs-stelligen Betrag rausrücken durfte, um mich sozialverträgllich zu entsorgen. Das sind zwar nur Peanuts, aber wenn man auf diese Weise nur genug MA abzubauen hat,zwickts doch schon kräftig.
Der Sozialplan für Nokia Bochum hat IIRC ein Volumen von 220 Mio. Euro. Nokia zahlt das zwar quasi aus der Kaffeekasse, aber die Frage, ob der neue Standort in Rumänien mit gleicher Produktivität und Qualität arbeiten wird wie Bochum, ist längst nicht geklärt. Bochum wurde abgewickelt, bevor mit der Produktion in Rumänien begonnen wurde. Da lief gerade mal ein erster Testlauf.

Bei Nokia weiß man genau, warum handverlesenen Mitarbeitern aus Bochum ein Job in Rumänien angeboten wurde.... ;)


[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 27.10.2008 um 17:05 Uhr geändert. ]

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27.10.2008, 21:19 Uhr

Maja
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@_PAB_

Das ist jetzt aber blöd. Hättest besser VW Aktien kaufen sollen. Dann hätte das Warten schon heute ein Ende. ;) Heute +146,62% (XETRA) bzw. +123,73% (Frankfurt). Ein einziger Wert rettet den DAX. Das hat es so wohl auch noch nie gegeben. 8o

Der Wiedeking geht um. ;)

http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_318640

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27.10.2008, 23:31 Uhr

Alchemy
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[quote]
Original von Maja:
Zitat:
Übrigens erweist sich in Zeiten wie diesen der "Perfektionswahn" von uns Deutschen als besonders Vorteilhaft. Wir neigen eher dazu, weniger Geld auszugeben als rein kommt. "Spare bei Zeiten, dann hast Du in der Not." Ja, wir nehmen alles sehr genau... ;)

Pünktlichkeit, Fleiss, Erfinderreichtum, Qualität, Demokratie, zweiter bei der Europa Fussball Meisterschaft (hehe), und das bei dem oft schlechten Wetter hier, das ist schon etwas, worauf man stolz sein kann.

Ich will nicht schreiben das ich generell unglücklich bin in diesem Land, ich Ärgere mich nur über mich selbst, das ich die möglichkeiten nicht voll ausgeschöpft habe.

Andere Länder träumen nicht mal von den möglichkeiten, die hier geboten werden.

Das kommt davon wenn man sich voll in die Deutsche Gesellschaft Integriert. Man nimmt auch die schlechten eigenschaften an. :D
Dieser ganze Luxus, diese Ablenkungen, diese Bequemlichkeit..... ich habe für 5 Jahre als Kind in ein Land gelebt, wo das alles was hier ist, nicht einmal in meinen Träumen exitierte. Ich habe Taback eingefädelt, bei den Bauern mit geholfen, ich konnte mir nicht mal ein Füller leisten.

PS: Naja, heute habe ich mich gehen lassen. Ich werde aber nicht weiter nerven, ich möchte weiter Lernen. Bis irgend wann mal.....

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28.10.2008, 00:53 Uhr

_PAB_
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@Maja:
Ja, das ist wirklich ein Knaller und zeigt, dass derzeit die Ratio komplett ausgesetzt ist.
VW wird auch wieder runterkommen - da bin ich sicher.

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28.10.2008, 04:32 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von Alchemy:
Pünktlichkeit, Fleiss, Erfinderreichtum, Qualität, Demokratie, zweiter bei der Europa Fussball Meisterschaft (hehe), und das bei dem oft schlechten Wetter hier, das ist schon etwas, worauf man stolz sein kann.

Ich bin auf nichts davon stolz, denn nichts davon habe ich geschaffen. Stolz kann man auf etwas sein, das man selbst gemacht hat. Ich bin nur dankbar, dass ich hier und nicht z. B. im Senegal geboren wurde. Allerdings weiß ich auch, dass nicht alles in bester Ordnung ist. So etwas gibt es auch gar nicht. Kein Paradies auf Erden. Hier wird einem nichts geschenkt. Wo solls denn auch herkommen?
Zitat:
Ich will nicht schreiben das ich generell unglücklich bin in diesem Land, ich Ärgere mich nur über mich selbst, das ich die möglichkeiten nicht voll ausgeschöpft habe.
Da geht es mir nicht anders als dir. Ich hatte mal alle Chancen. Mir standen alle Türen offen. Ich habs vermasselt. Doch gerade deswegen setze ich nun alles daran, wenigstens den Job so lange wie möglich zu behalten, den ich nun habe. Auch wenn es so gar nicht das ist, wovon ich mal geträumt habe und meine Gesundheit dabei drauf geht. Es hat keinen Sinn, ewig seinen Fehlern nach zu trauern. Man muss nach vorne schauen und das Bestmögliche draus machen. Aufgeben und einfach nur von der Stütze "leben"? Nicht, so lange ich das irgendwie verhindern kann. Das ist mein Verständnis von Selbstwertgefühl und Stolz. Natürlich sind diese Leistungen ein gesetzlicher Anspruch. Für mich aber das allerletzte Mittel. Nur, wenn es gar nicht anders geht. So lange ich mich noch bewegen und klar denken kann, geht was. Und sei es nur, dazu verdienen. Wenigstens ein bisschen eigenes Geld für das ich nicht fragen, mich nirgendwo melden muss.
Zitat:
Andere Länder träumen nicht mal von den möglichkeiten, die hier geboten werden.
Wenn ich nach Asien blicke, scheint mir das Gegenteil der Fall zu sein. Sogar das kommunistische China hat den pösen Kapitalismus für sich entdeckt. Nur, dass man dort ohne Arbeit kein Geld bekommt.
Zitat:
Das kommt davon wenn man sich voll in die Deutsche Gesellschaft Integriert. Man nimmt auch die schlechten eigenschaften an. :D
Immer nur den vermeintlich bequemsten Weg zu gehen, rächt sich immer irgenwann. Im Rentenalter wirst Du es merken. Doch dann wird es zu späte sein.
Zitat:
Dieser ganze Luxus, diese Ablenkungen, diese Bequemlichkeit..... ich habe für 5 Jahre als Kind in ein Land gelebt, wo das alles was hier ist, nicht einmal in meinen Träumen exitierte. Ich habe Taback eingefädelt, bei den Bauern mit geholfen, ich konnte mir nicht mal ein Füller leisten.
Ich habe immer nur in Deutschland gelebt. Mein Füller war gebraucht. Ich ging in ausgeschenen Kleidchen zur Schule, die mit Stoffresten verlängert wurden und Schuhen, aus denen die vorderen Kappen herausgschnitten waren weil sie sonst zu klein gewesen wären. Dazu trug ich die Kleidung auf, aus der meine Schwester hrausgewachsen war. Sonntags. Geld für alle paar Monate neue Kleidung für mich war nicht da. Ich hatte noch einen Bruder. Der ging als einziger Junge vor. Dafür hatten wir aber immer genug zu Essen. Man muss halt Prioritäten setzen. Auch hier gab und gibt es Armut. Ich bin nach der Ernte noch über die Felder gelaufen, Kartoffel, Kohl und Rüben sammeln, die liegen geblieben waren. Trotzdem erinnere ich mich gern an diese Zeit zurück. Wir hatten nicht viel, aber wir waren wesentlich zufriedener. Heute gilt schon als Armut, wenn kein Geld für Markenklmotten und Handy da ist. Schon dabei läuft was schief. Wir rennen den falschen Werten nach. Nicht nur in Deutschland.
Zitat:
PS: Naja, heute habe ich mich gehen lassen. Ich werde aber nicht weiter nerven, ich möchte weiter Lernen. Bis irgend wann mal.....
Erst mal dafür sorgen, dass Du nicht für alles eine Behörde fragen musst. Alles weitere ergibt sich dann.

Zitat:
Original von _PAB_:
@Maja:
Ja, das ist wirklich ein Knaller und zeigt, dass derzeit die Ratio komplett ausgesetzt ist.

Das wird größtenteils mit den nun getätigten Käufen durch Porsche und dem Sinken der Kurse während der letzten Tage zusammen hängen. Porsche will die Mehrheit an VW, das ist klar.
Zitat:
VW wird auch wieder runterkommen - da bin ich sicher.
Wenn jetzt genug den Rahm abschöpfen wollen, könnte das noch diese Woche kräftig wieder nach unten gehen. Zumindest wird kaum jemand davon ausgehen, dass da noch mal ein Schub kommt oder das die lange so weit oben bleiben. Also, "zuschlagen".



[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 28.10.2008 um 04:37 Uhr geändert. ]

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28.10.2008, 11:52 Uhr

[ujb]
Posts: 423
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Zitat:
Das wird größtenteils mit den nun getätigten Käufen durch Porsche und dem Sinken der Kurse während der letzten Tage zusammen hängen. Porsche will die Mehrheit an VW, das ist klar.
Indirekt. Porsche ist nicht die treibende Karft, aber ein limitierender Faktor. Porsche limitiert die Volatilität der Aktie.(d.h. Porsche kauft derzeit zwar nicht, *verkauft* aber auch nicht (Das Land niedersachen übrigens auch nicht)). Einige Spekulanten haben sich wohl im Punkte Volatilität sehr verschätzt und müssen nun sehr teuer dafür bezahlen. Mein Mitleid hält dafür sich in Grenzen, denn wer um das Risiko eiens Leerverkaufs nicht weiß, der sollte die finger davon lassen, wer das Risiko kennt, sollte später nicht lamentieren. Und Leerverkäufe haben prinzipiell schon ihren Sinn (ähnlich wie Warentermingeschäfte), nur sollte man ursprünglich sinnvolle Instrumente nicht zum Selbstzweck der Spekulation missbrauchen.


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28.10.2008, 13:24 Uhr

_PAB_
Posts: 3016
Nutzer
@[ujb]:
Ganz richtig.
Eine klassische Corner-Strategie.
Habe gelesen, dass einige Short-Positionen von Hedge-Fonds noch offen sind/waren und dass diese glattstellen müssen, koste es was es wolle. Im Gegenzug würden zur Finanzierung der Verluste andere DAX-Titel verkauft.

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28.10.2008, 13:30 Uhr

Alchemy
Posts: 784
[Benutzer gesperrt]
Zitat:
Original von Maja:

Der Wiedeking geht um. ;)

http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_318640


Das ist ja wie der Herr der Ringe.
Porsche Manager die Arbeitnehmer mit Füßen treten, .....sie zu Knechten und an sich zu binden.

Aber da kommen die Dunklen Reiter (EU) um das siegel des VW-Gesetzes zu brechen.

Da kann man mal sehen wieviel Macht so ein Großbetrieb? gegenüber ein Großkonzern ausüben kann.

Ohne "Kolatheralschaden" geht so eine Bankenkriese ja nicht vorrüber.
Am schlimsten trifft es immer die Arbeitnehmer.

Schwächen werden Ausgenutzt, da zeigt sich wieder das wahre Gesicht des Kapitalismus.

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29.10.2008, 00:35 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von Alchemy:
Porsche Manager die Arbeitnehmer mit Füßen treten, .....sie zu Knechten und an sich zu binden.

Ah ja. Und was geschieht da Grausames?
Zitat:
Aber da kommen die Dunklen Reiter (EU) um das siegel des VW-Gesetzes zu brechen.
Weißt Du, was das VW-Gesetzt regelt?
Zitat:
Ohne "Kolatheralschaden" geht so eine Bankenkriese ja nicht vorrüber. Am schlimsten trifft es immer die Arbeitnehmer.
Was hat Porsche bei VW mit der Bankenkrise zu tun?
Zitat:
Schwächen werden Ausgenutzt, da zeigt sich wieder das wahre Gesicht des Kapitalismus.
Immerhin hat Porsche noch keine Arbeitnehmer auf dem Aktienaltar geopfert.

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29.10.2008, 00:37 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von _PAB_:
@[ujb]:
Ganz richtig.
Eine klassische Corner-Strategie.

Sorry, aber da ist nichts mehr "klassisch". Derzeit wird überlegt, VW aus dem DAX heraus zu nehmen.

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29.10.2008, 13:09 Uhr

_PAB_
Posts: 3016
Nutzer
@Maja:
Nein, diese Überlegung gibt es (bei den Verantwortiliche, Dt. Börse AG) nicht, nur die Gewichtung wird vorerst auf maximal 10% begrenzt.
Anteressanter Artikel dazu: https://www.cortalconsors.de/News/CNIDis6042401-DJ-UPDATE2:-EINGREIFEN-VON-PORSCHE-UND-BOERSE-LAESST-VW-AKTIE-FALLEN

Und hier ein Nachtrag zu Daimler:
"Die DAX-Schwergewichte wie BASF, E.ON, Siemens und Allianz steigen zwischen 16% und 22%. Diese stark am Verlauf des DAX orientierten Werte waren von Hedge Fonds in den vergangenen Tagen leerverkauft worden, um die Käufe in VW stemmen zu können. Mit dem Einbruch von VW werden diese Geschäfte nun rückabgewickelt - massive Käufe in den Indexschwergewichten sind nun die Folge. Ebenfalls steil nach oben geht es mit Daimler, die um 21,4% auf 23,50 EUR zulegen. Merrill Lynch hat die Aktie auf "Buy" hochgestuft und sehen kurzfristig ein Aufwärtspotenzial von 25%."
(Quelle)

[ Dieser Beitrag wurde von _PAB_ am 29.10.2008 um 14:59 Uhr geändert. ]

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29.10.2008, 20:31 Uhr

Wolfman
Posts: 3666
Nutzer
Von mir aus könnte man VW auch aus der Automobil- oder noch besser der Weltgeschichte nehmen :D
--
God forgives - who forgives God ?

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30.10.2008, 12:27 Uhr

Alchemy
Posts: 784
[Benutzer gesperrt]
@Wolfman:

Aber nur dann, wenn der Porsche zu den preis verkauft wird, was ein mittelklasse VW gekostet hätte. :D



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30.10.2008, 21:17 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von Wolfman:
Von mir aus könnte man VW auch aus der Automobil- oder noch besser der Weltgeschichte nehmen :D

Und BMW!!! Bild: http://www.smilies.4-user.de/include/Frech/smilie_frech_018.gif ;)

@_PAB_

So oder so. VW mal mal ganz außen vor gelassen. Das hat alles nichts mehr mit der realen wirtschaftlichen Situation der Unternehmen zu tun. Der rasante Absturz aller Werte war genauso irrational wie der nun erfolgte Anstieg. Woran, bitte, soll sich denn ein Anleger der nicht Insider ist, angesichts dieser für ihn undurchsichtigen Vorgänge noch orientieren? Das ist nichts weiter mehr als eine reine Zocker-Börse.


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30.10.2008, 23:10 Uhr

Alchemy
Posts: 784
[Benutzer gesperrt]
Ich finde Bayern, sollte ein eigenständiger Staat, wie die Schweiz und Österreich werden.

Das ist nicht Böse gemeint.

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30.10.2008, 23:21 Uhr

Wolfman
Posts: 3666
Nutzer
@Maja:
>und BMW
Von mir aus - dann kaufe ich mir halt wieder einen Daimler oder probiers mal mit Audi - aber den nur als Quattro :P
--
God forgives - who forgives God ?

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