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29.01.2009, 00:09 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von _PAB_:
Hat sich eigentlich noch kein Hellseher gefunden, der jetzt behauptet, er habe die ganze Entwicklung bei der Finanzkrise schon vor Jahren vorausgesehen...?

Und da sind sie auch schon -> http://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaftsforum106.html :D

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26.02.2009, 17:35 Uhr

CarstenS
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> Jo, 20 % an einem Tag - echt fett !

Und heute immerhin 14,3 Prozent. :D
--
http://www.tippderwoche.eu

[ Dieser Beitrag wurde von CarstenS am 26.02.2009 um 17:36 Uhr geändert. ]

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03.03.2009, 10:13 Uhr

TerAtoM
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Tjo... wer gerne wissen will wie es weitergeht :)

http://www.headbangersworld.de/TerA/AmigaJoker/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&p=10076

CU TerA
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Bild: http://img.photobucket.com/albums/v283/TerAtoM/TeratomLogo.jpg
A4K 604e/233MHz 060/50MHz 146MB CV64_3D+SD & CVPPC
Amiga: http://www.AmigaJoker.de - http://www.AmigaProject.de.vu
Service: http://www.NTComp.de - Profession: http://www.Logisma.de

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03.03.2009, 14:27 Uhr

CarstenS
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Die relative Stärke der Deutschen Bank überrascht sogar mich. Wenn der Markt steigt, ist sie meistens weit vorn zu finden, wenn der Markt fällt, dann meistens nicht ganz hinten - und das als Bank. Hoffentlich bleibt das so. :)
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http://www.tippderwoche.eu

[ Dieser Beitrag wurde von CarstenS am 03.03.2009 um 14:30 Uhr geändert. ]

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13.03.2009, 18:35 Uhr

_PAB_
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Wer Lust hat, kann hier etwas lesen:
"Macher der Finanzkiese" kaufen toxische Wertpapiere

Ich kann nur sagen: rein in die (großen deutschen) Banken-Aktien, hier läuft gerade eine Riesen-Abzocke der Volkswirtschaften, ohne dass diejenigen, die sie durchführen (Banken), es überhaupt wirklich mitkriegen. Genausowenig, wie sie die Verlustmöglichkeiten ihrer "toxischen" Wertpapiere verstanden hatten, als sie sie kauften, scheinen sie jetzt die Gewinnmöglichkeiten auch nicht zu verstehen, wo viele Banken versuchen, diese zu verkaufen.

Insgesamt sind wir hier in Deutschland aber noch auf relativ gutem Terrain, weil die Banken hier größtenteils nur Bürgschaften und Kredite bekommen, an denen der Bund überdies noch verdient, anstatt Steuergelder zu verschenken, wie das in vielen anderen Ländern passiert ist.

Das "Lustige" ist, wenn die Rechnung der Abzocker aufgeht, werden die Banken wieder große Buchgewinne aufweisen und die Politiker, die die Abzocke unterstützt haben, können sich am Ende noch rühmen "die Finanzkriese abgewendet" zu haben.



[ Dieser Beitrag wurde von _PAB_ am 13.03.2009 um 18:42 Uhr geändert. ]

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13.03.2009, 20:33 Uhr

Maja
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Na, dann ist doch alles in bester Ordnung. ;)

Wir dürfen uns als Verbraucher derweil auf eine prächtige Inflationsrate freuen, wenn der nächste Aufschwung kommt.

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13.03.2009, 23:58 Uhr

CarstenS
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@_PAB_:
> Ich kann nur sagen: rein in die (großen deutschen) Banken-Aktien

Na wenigstens sagst du nicht mehr Commerzbank. ;) Der "Kurzfrist-Punkt" geht ja wohl an mich, oder? :D
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14.03.2009, 00:04 Uhr

CarstenS
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@Maja:
> Wir dürfen uns als Verbraucher derweil auf eine prächtige
> Inflationsrate freuen, wenn der nächste Aufschwung kommt.

Das sieht Prof. Walter etwas anders: http://www.boerse-go.de/nachricht/Gelddrucken-ohne-Ende-Inflation-unvermeidlich,a1185669.html


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09.09.2009, 14:09 Uhr

_PAB_
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So, ich hoffe, jemand ist in die Commerzbank eingestiegen...
Habe bei Dow Jones Newswires heute das gelesen und mit meiner ursprünglichen Schätzung von 50% Gewinn pro Jahr verglichen:
"Commerzbank setzen ihre Rally fort, nachdem CEO Blessing eine Rückkehr in die Profitabilität möglicherweise bereits im kommenden Jahr bekräftigt hatte. Die Aktien legen um 4,8% auf 7,96 EUR zu."
Ich habe also deutlich zu tief geschätzt, denn allein dieses Jahr hätte man schon locker 100% Gewinn mitnehmen können.
Naja, ich stecke gerade in Daimler mit 80% Gewinn drinnen... :-)
Vielen Dank, liebe Panik-Macher und Spekulanten!

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09.09.2009, 14:44 Uhr

Maja
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Was die wachsenden Gewinnerwartungen bei Banken angeht, ist eher der EZB zu danken. Unsere Währungshüter haben den Leitzins auf historisch niedrige 1% gesenkt. Commerzbank und Co. bekommen spottbilliges Geld, haben ihre Kreditzinsen jedoch nicht entsprechend angepasst und kassieren jetzt bei ihren Kunden so fett ab, wie noch nie.

In diesem Sinne, geh zur Commerzbank und nehme einen möglichst hohen Kredit auf. Und schicke auch Deine Verwandten, Freunde, Bekannten, Kollegen und Nachbarn hin, es Dir nachzutun. Dann sind auch noch 70% Gewinn auf Deine Commerzbankaktien drin. Davon kannst Du dann auch locker die Wucherzinsen für den Kredit bezahlen.

Das Fatale ist. Auch Unternehmen müssen diese Zinsen zahlen. Dabei brauchen die das Geld doch eigentlich für etwas anderes. Zum Beispiel, um ihre Mitarbeiter zu bezahlen und dabei trotzdem noch schwarze Zahlen schreiben zu können. Falls die Bank überhaupt noch einen Kredit gewährt.
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10.09.2009, 13:49 Uhr

_PAB_
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Meine Hausbank hat die weiter gesunkenen Zinsen gerade vorgestern wieder an die Kunden weitergegeben.

Es geht mir aber nicht darum, die große Spanne zwischen Refinanzierung und Kreditzinsen zu rechtfertigen.
Auch ist diese Spanne nicht der treibende Faktor für die plötzlich finanziell sehr viel bessere Situation der Commerzbank.

Ich bin viel mehr der Meinung, dass an der Finanzkriese vieles nur ein großer Zock gewesen ist/weiterhin ist.

Deshalb habe ich dazu geraten, die Nerven zu behalten und in billigste Aktienkurse hinein zu investieren, so wie es viele der "großen Privat-Fische" auch gemacht haben und die sich gerade eine weitere Goldschicht auf ihrer ohnehin schon goldenen Nase verdienen.

Schön zu sehen, dass ich Recht behalten habe - und dass das Weltuntergangs-Gefasel (wie in jeder Krise) übertrieben war. Es wurde lediglich dazu benutzt, die kleinen Leute (=Steuerzahler und panikbesessene Kleinaktionäre) um ihr Geld zu erleichtern.

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10.09.2009, 17:48 Uhr

Maja
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Zitat:
Original von _PAB_:
Meine Hausbank hat die weiter gesunkenen Zinsen gerade vorgestern wieder an die Kunden weitergegeben.


Ich weiß nicht, wer Deine Hausbank ist. Dem aktuellen Webangebot der Commerzbank ist z. B. Folgendes zu entnehmen: Kreditsumme 10.000 Euro, Laufzeit 36 Monate, monatliche Rate 323 Euro, Nominalzins 10,71%.

Über die Zinsen für Dispokredite - ganz gleich bei welcher Bank - lass uns lieber gar nicht erst reden.

Zitat:
Es geht mir aber nicht darum, die große Spanne zwischen Refinanzierung und Kreditzinsen zu rechtfertigen.

Das kann und will niemand von Dir verlangen. Ich erwarte aber, dass Du auch nicht versuchst, zu Relativieren.

Zitat:
Auch ist diese Spanne nicht der treibende Faktor für die plötzlich finanziell sehr viel bessere Situation der Commerzbank.

Sicher, ob diese "plötzliche" Gesundung auch auf gesunden Beinen steht? Auch die Commerzbank Bank hat staatliche Hilfen in Milliardenhöhe in Anspruch genommen. Unter anderem weil sie sich beim Kauf der Dresdener Bank verkalkuliert hatten. Nach herausradender Sachkompetenz riecht das nicht gerade.

Und wieso eingentlich "plötzlich"? Du hattest die Genesung der Commerzbank doch vohergesehen, oder? ;)

Zitat:
Ich bin viel mehr der Meinung, dass an der Finanzkriese vieles nur ein großer Zock gewesen ist/weiterhin ist.

Richtig. Vor allem Zocker im Bankengewerbe.

Zitat:
Deshalb habe ich dazu geraten, die Nerven zu behalten und in billigste Aktienkurse hinein zu investieren, so wie es viele der "großen Privat-Fische" auch gemacht haben und die sich gerade eine weitere Goldschicht auf ihrer ohnehin schon goldenen Nase verdienen.

Das Vertrauen in die Blindheit der Geldgier. Die Situation nach dem Crash hat die Zocker erst richtig angelockt. Das vorherszusehen, musste man kein Finanzgenie sein.

Zitat:
Schön zu sehen, dass ich Recht behalten habe - und dass das Weltuntergangs-Gefasel (wie in jeder Krise) übertrieben war.

Es waren ganz andere Übertreibungen, die zu dieser Krise geführt haben. Und scheinbar hat kaum jemand etwas daraus gelernt.

Zitat:
Es wurde lediglich dazu benutzt, die kleinen Leute (=Steuerzahler und panikbesessene Kleinaktionäre) um ihr Geld zu erleichtern.

Würdest Du das bitte den ehemaligen Kleinaktionären persönlich sagen, die ihre Ersparnisse verloren haben, nachdem sie ihre Hausbank bis zum Knall beschwichtigten, es gebe keinen Grund zur Aufregung?
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11.09.2009, 11:28 Uhr

_PAB_
Posts: 3016
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@Maja:
Nur um das klarzustellen: ein Zocker agiert immer nur kurzfristig. Ich tue das nicht.

> Würdest Du das bitte den ehemaligen Kleinaktionären persönlich sagen, die ihre Ersparnisse verloren haben

Du mischt da etwas durcheinander: Ursache und Wirkung.
Was ich meinte, was die Wirkung der beiden hier relevanten Banken-Insolvenzen (Lehman & HRE) betrifft, wurde viel Stuss erzählt, damit Kleinaktionäre so richtig Angst bekommen und in der tiefsten Krise zu Spottpreisen verkaufen.

Über die Ursache der "Finanzkrise" habe ich nichts positives, relativierendes oder verharmlosendes gesagt. Die wurde durch Zocker bei Banken ausgelöst.

Übrigens hat in Deutschland hat kein Kunde der HRE seine Einlagen durch die Insolvenz der HRE verloren, denn die Einlagen waren durch den Einlagensicherungsfonds geschützt. Auf Lehman trifft das natürlich nicht zu, aber da ist ja auch noch nicht das letzte Wort gesprochen. Einlagen, die nicht in Form von hochspekulativen Wertpapieren dort gelegen haben, haben auch Deutsche Anleger wieder zurück erhalten (wie zB. die Stadtkasse der Stadt Freiburg, wie ich zufällig weiß).

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11.09.2009, 12:05 Uhr

analogkid
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Bei der Gelegenheit kann ich den Bericht im STERN über AIG und die Tochterfirma AIGFP sowie der beteiligten Akteure empfehlen. Sehr interessant und haarsträubend, was da so alles passiert ist.

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11.09.2009, 14:07 Uhr

Holger
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Zitat:
Original von _PAB_:
Übrigens hat in Deutschland hat kein Kunde der HRE seine Einlagen durch die Insolvenz der HRE verloren, denn die Einlagen waren durch den Einlagensicherungsfonds geschützt.

Ich dachte, es hätte vor allem deshalb keiner seine Einlagen durch die Insolvenz der HRE verloren, weil die HRE ja gar nicht in Insolvenz ging.

Bezüglich des Einlagensicherungsfonds hätte ich aber gerne noch etwas genauere Informationen. In welchem Fond/Verband ist die HRE und bis zu welcher Einlagenhöhe?

mfg

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11.09.2009, 19:08 Uhr

Maja
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@_PAB_:

Ich greife nicht Dich persönlich an. Du kannst so viel in Aktien investieren, wie Du willst und auf welche Weise Du willst. Das ist Deine Privatsache. Und ich will Dir ganz sicher auch nicht zu nahe treten, sehe aber nicht, weshalb ich von der Annahme ausgehen sollte, dass Du einen besseren Durchblick hast, als jene, die Deiner Ansicht nach in dieser oder jener Weise "viel Stuss" erzählten. Wie so oft im Leben, wird es auch bei dem Thema keine einzig wahre Wahrheit geben. Zumal das ein extrem komplexes Thema ist. Mir ist durchaus auch bewusst, was diese Krise ausgelöst hat, hochriskante Kreditgeschäfte insbesondere mit Privatkunden. Und es ist mir auch nicht neu, dass auf dieser Welt sehr gern übertrieben und Panik verbreitet wird. Deshalb hatte ich angesichts dieser Krise auch nie den Eindruck, die Welt würde untergehen.

Wie dem auch sei. Die, die durch diese Krise aufgrund falscher Beratung ihre Ersparnisse verloren haben, werden eine andere Sichtweise haben, als jene, die schadlos blieben. Und damit meine ich nicht die Börsenzocker, die auf kurzfristige Gewinne aus sind, sondern ahnungslose Ottonormalverbraucher, die von ihren Hausbanken bis zum Schluss hingehalten wurden. Wider besseren Wissens, behaupte ich. Denn ich kann mir schlichweg nicht vorstellen, dass es auch nur einen Banker gab, der überhaupt nichts von den hochriskanten Finanzgeschäften wusste. Eher liegt der Verdacht nahe, dass diese Banken, selbst in Schieflage geraten, ihre eigene Haut retten wollten, indem sie besorgte Anleger bei Anfrage beschwichtigten, um so eine Panik zu verhindern, die Massenverkäufe hätte auslösen können. Derweil hofften sie auf den US-amerikanischen Staat, sprich, amerikanische Steuerzahler, Lehman zu retten. Doch die USA hat ihnen und den Anlgern was gehustet. Diese Variante wurde im Bankenwesen insgesamt nicht mal Ansatzweise in Betracht gezogen. Woher diese Mentalität kommt, möge jeder für sich beurteilen.

Die HRE ist zu keiner Zeit in Isolvenz gewesen, da nie ein solcher Antrag gestellt wurde. Nur deshalb haben deren Kunden nichts von ihren Einlagen verloren.

Was den Einlagensicherungsfonds betrifft, das wäre ein schwacher Trost gewesen, wenn die HRE Insolvenz angemeldet hätte:
http://www.bankenverband.de/einlagensicherung
Abgesehen davon ist die Sicherung privater Einlagen nicht der Hauptgrund für die außerordentlichen Rettungsbemühungen des Bundes für diese Bank.
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[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 11.09.2009 um 19:10 Uhr geändert. ]

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14.09.2009, 21:44 Uhr

Holger
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Zitat:
Original von Maja:
Was den Einlagensicherungsfonds betrifft, das wäre ein schwacher Trost gewesen, wenn die HRE Insolvenz angemeldet hätte:
http://www.bankenverband.de/einlagensicherung

Das ist die Sicherung des Bankenverbandes. Aber ich konnte die HRE nicht bei den Mitgliedern finden.
Die gesetzliche Einlagensicherung beträgt maximal 50.000 EUR pro Einleger, aber auch erst seit 1.Juli dieses Jahres. Davor waren es höchstens 20.000 EUR.
Deshalb hatte ich nach Details zur Einlagensicherung der HRE gefragt. Bank ist nicht gleich Bank.

mfg

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15.09.2009, 14:56 Uhr

Maja
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Hypo Real Estate AG ist eine Holding. Deren 100%ige Tochter Deutsche Pfandbriefbank AG ist Mitglied des Bundesverband Deutscher Banken. Die zweite 100%ige Tochter der HRE ist die in Dublin ansässige Depfa Bank plc.

Was die (verbal) erhöhte, staatliche Einlagensicherung betrifft, halte ich das eher für ein gewagtes Lippenbekenntnis, Anleger und Sparer zu beruhigen, damit die nicht haufenweise ihre Konten plündern, was die Probleme der Banken nur verschärft hätte. Was wir uns im Übrigen wohl alle erhoffen sollten.
Wie dem auch sei. Politik sagt halt auch gern, was der Wähler hören möchte. ;)
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15.09.2009, 18:55 Uhr

Mr_Blues
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Zitat:
Original von _PAB_:
Hat sich eigentlich noch kein Hellseher gefunden, der jetzt behauptet, er habe die ganze Entwicklung bei der Finanzkrise schon vor Jahren vorausgesehen...?

[ Dieser Beitrag wurde von _PAB_ am 16.01.2009 um 12:27 Uhr geändert. ]


Doch der hieß Karl Marx und er schrieb "das Kapital" und hat wunderbar die Krisenhaftigkeit (eine Krise kommt ja nicht aus Zufall wie man uns glauben lassen mag) des Systemes beschrieben.


[ Dieser Beitrag wurde von Mr_Blues am 15.09.2009 um 18:59 Uhr geändert. ]

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15.09.2009, 19:19 Uhr

Maja
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Zitat:
Original von Mr_Blues:
Doch der hieß Karl Marx und er schrieb "das Kapital" und hat wunderbar die Krisenhaftigkeit (eine Krise kommt ja nicht aus Zufall wie man uns glauben lassen mag) des Systemes beschrieben.


Wer will uns denn Glauben machen, Krisen wären ein Produkt des Zufalls? Mal abgesehen von Dir in diesem Satz da oben.
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15.09.2009, 19:48 Uhr

DrZarkov
Posts: 702
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Dass mit Karl Marx wollte ich auch gerade schreiben! Als Einstieglektüre empfehle ich "das kommunistische Manifest", das sind nur rund 100 Seiten und gibt es zur Zeit im Buchhandel für rund 3 EUR. Ist gut geschrieben und auch mal eben so lesbar. Im Gegensatz zum "Kapital", was nicht nur im Wortsinne eher schwere Kost ist.

Aber auch eher kapitalistische Volkswirtschaftler haben speziell die anstehende "Mutter aller Krisen" durchaus vorhergesagt: Im Antiquariat gibt es noch von Walter Wannenmacher "Der zerdachte Staat" aus dem Jahr 1976. Übrigens sagte er auch das Ende des Ostblocks in der alten Form für ca. 20 Jahre vor dem Zusammenbruch des kapitalistischen Systems voraus. Danach werden wir eine Mischform bekommen: Eine gesteuerte Marktwirtschaft mit strenger Kontrolle von jeder Art von Monopolen und der Finanzwirtschaft, s. wieder bei Karl Marx oder auch in China, wo sich gerade so eine Mischform entwickelt. Alternativ könnten uns auch jahrzehnte Depression mit anschließendem Weitermachen wie bisher bevorstehen, aber da glaube ich eigentlich nicht dran. Wäre jedenfalls ein Grund chinesisch zu lernen...
--
Dr. Zarkov

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15.09.2009, 20:40 Uhr

Maja
Posts: 15429
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@DrZarkov:

Seltsam. Ausgerechnet China zeigt sich seit geraumer Zeit kapitalistischer, um nicht zu sagen raubtierkapitalistischer als jedes andere Land. Kann Dich aber gern dort als Wanderarbeiter bewerben. Nur wirst Du dort dann nicht mehr offen Kritik an der Politik des Landes üben dürfen.

Was mich betrifft. Ich habe etwas dagegen, wenn hier darüber schwadroniert wird, Unternehmen wie BMW zu verstaatlichen. DIE LINKE? Nein danke!


[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 16.09.2009 um 13:29 Uhr geändert. ]

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17.09.2009, 15:45 Uhr

DrZarkov
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China ist ein Entwicklungsland, welches aus eigener Kraft von einer rein kommunistischen (maoistischen) Wirtschaftsform versucht, eine Marktwirtschaft überhaupt erst einzuführen, gleichzeitig aber noch den Daumen drauf hält. Mit allen Fehlern, wie sie hier in der Urzeit des Kapitalismus passiert sind, und glücklicherweise auch Gegenmaßnahmen. Wie gesagt: wir reden von einem Land in der Entwicklung, hinzu noch mit mehr als 1 Mrd Einwohner. Keineswegs sehe ich China in der jetzigen Form als Vorbild, sondern ich sage nur, dass es sich dort in die richtige Richtung entwickelt.

Bei uns läuft die Entwicklung natürlich vom entgegengesetzten Ende aus: Eine spätkapitalistische Gesellschaft, wo die Macht monopolistischer Betriebe und Banken erst noch gebrochen werden muss. Die kannst natürlich rumweinen, dass der Karl Marx so böse Dinge über den Kapitalismus schreibt und deshalb gegen die Linke sein, aber das ändert ja nichts daran, dass er Recht hat. Das jetzige Wirtschaftssystem wird an seiner eigenen Gier ersticken, und was fehlt sind halt Antworten für die Zeit danach. Die letzte große Wirtschaftskrise wurde in der Zeit von 1939 bis 1945 durch eine massive Vernichtung von Sachwerten und danach mit einer Entwertung eines großen Teils der Schulden (und auch es Vermögens) beendet. Nicht VWL-er nennen dies auch "Krieg und Währungsreform". Wollen wir wirklich einfach nur einen Reset in dieser Form? Ich nicht.
--
Dr. Zarkov

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17.09.2009, 16:38 Uhr

Holger
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Zitat:
Original von DrZarkov:
Als Einstieglektüre empfehle ich "das kommunistische Manifest", das sind nur rund 100 Seiten und gibt es zur Zeit im Buchhandel für rund 3 EUR. Ist gut geschrieben und auch mal eben so lesbar. Im Gegensatz zum "Kapital", was nicht nur im Wortsinne eher schwere Kost ist.


Für alle, denen mehr als 100 Seiten zu schwere Kost sind.
Für alle, denen mehr als 3 EUR zu viel für ein Buch sind.
Vom Macher von "Das Kapital"
Jetzt im Buchhandel:

"Das kommunistische Manifest"



Im Ernst, hältst Du es wirklich für sinnvoll, jemand ein Buch mit völlig anderem Inhalt zu empfehlen, nur weil es leichter zu lesen ist? Wer wissen will, was Karl Marx über das Kapital geschrieben hat, sollte auch das gleichnamige Werk lesen und nicht das Manifest der Kommunistischen Partei.

mfg

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17.09.2009, 16:44 Uhr

Holger
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Zitat:
Original von DrZarkov:
China ist ein Entwicklungsland, welches aus eigener Kraft von einer rein kommunistischen (maoistischen) Wirtschaftsform versucht, eine Marktwirtschaft überhaupt erst einzuführen, gleichzeitig aber noch den Daumen drauf hält. Mit allen Fehlern, wie sie hier in der Urzeit des Kapitalismus passiert sind, und glücklicherweise auch Gegenmaßnahmen.

Es lebe die gepflegte Illusion. Der einzige Grund, weshalb die politische Führung Chinas irgendwo den Daumen drauf hält, ist, dass sie ihren Anteil haben wollen. Stimmt die Kasse, ist alles erlaubt. Und je weiter man von Peking entfernt ist, desto weniger Einfluss hat die Regierung. In den Bergwerken, wo ein Menschenleben gar nichts wert ist, zum Beispiel, ist ihr Einfluss schon lange gleich null.

mfg

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17.09.2009, 20:48 Uhr

Maja
Posts: 15429
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@DrZarkov:

Du schwärmst von einer Gesellschaft, in der das Kapital allen gehört, in der niemand aus Eigennutz andere übervorteilt? Migriere in einen Ameisenstaat. Denn in der menschlichen Gesellschaft wirst Du das nicht finden.

Was China angeht. Das ist kein Entwicklungsland, denn China ist weit davon entfernt, ein armes Land zu sein China ist ein Schwellenland. Der ehemalige Agrarstaat China mutiert zum Industriestaat, und das ohne Rücksicht auf die eigene Bevölkerung. Die kommunistische Regierung Chinas ist dabei weit davon entfernt, eine Marktwirtschaft einführen zu wollen. Sie hat nur die Marktwirtschaften um sich herum als lukrative Einnahmequelle entdeckt, sprich, als Märkte für ihre und vor allem für aus anderen Gesellschaften geklaute Produkte. Für die Machthaber selbst, nicht für das gemeine Volk. Denn solange den Machthabern nur genug Kohle zufließt, ist es denen sowas von egal, wie es um das Wohl der arbeitenden Bevölkerung steht. Hauptsache die malochen und bringen dem Nationalkapital in Peking immer noch mehr Geld. Dafür schreckt Penking auch nicht davor zurück, Hauseigentümer für lau zu enteignen, um neue Geldquellen bauen zu können. Die Massen zu beschwichtigen gibt es politische Konditionierung satt und das eine oder andere halbherzige "Sozialprogramm" für die arme Landbevölkerung, die überwiegende Mehrheit im Land. Konkret: Man füttert sie satt und sorgt dafür, dass sie nur das wissen, was sie wissen sollen. Mehr aber auch nicht.

Was Marx betrifft. Der hatte sich vor allem mal selbst an seine schön klingenden Theorien halten sollen, statt Wasser zu predigen und Wein zu saufen. Hat er doch als Mitarbeiter und Herausgeber marktwirtschaftlich vertriebener Publikationen nicht schlecht gelebt. Das hat er nur gemacht, um seine Theorien verbreiten zu können? Nur, dass er mit Flugblättern und anderen kostenlosen Schriften allein nichts verdient hätte und schon gar nicht zur besseren Gesellschaft seiner Zeit gehört hätte. Offenbar war er zeitlebens wohl nicht bereit, gemäß seiner gesellschaftlichen Ideale etwas von der Klasse aufzugeben, in die er hineingeboren wurde. Aber so sind sie halt, die Philosphen dieser Welt. An der eigenen Praxis hapert es dann. Tja, hat eben jeder seinen Preis. Wo Geld, Popularität und Status winken, welcher Systemkritiker würde da wohl nicht schwach werden.

Mal eine Frage am Rande. Auf was wärst Du denn bereit zu verzichten, damit es allen besser geht? Hast Du was auf der hohen Kante? Dann fang schon mal an, Dein Kapital zu verteilen. Es gibt Leute, die haben weniger als null auf dem Konto. "I'm starting with the man in the mirror", sang schon Michael Jackson, in einem Song, in dem es um eine besser Welt ging. Oder geht es Dir etwa nur darum, von anderen noch was dazu zu kriegen? ;)


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18.09.2009, 06:37 Uhr

DrZarkov
Posts: 702
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Maja, du hast überhaupt nichts verstanden! Es geht weder darum, dass "alle gleich viel" haben, noch geht es darum, die Marktwirtschaft komplett auszuschalten. Es geht nur darum, dass jeder von seiner Arbeit leben können muss, es ist ein Unding, dass in Deutschland Menschen Vollzeit arbeiten und ergänzend "Hartz IV" benötigen, weil der Arbeitslohn nicht ausreichend, während am anderen Ende des Spektrum sogenannte "Leistungsträger" zusätzlich zu einem ohnehin hohen Lohn noch Millionenboni einstreichen, als Dankeschön dafür, dass der Staat den Laden gerade aus Steuergeldern gerettet hat. Weltweit befindet sich 36 % des Vermögens in der Hand von 1 % der Bevölkerung. Ist das gerecht? Ist es gerecht, dass in Guatemala Kinder verhungern, weil dort die landwirtschaftliche Fläche von Großkonzernen genutzt wird, um dort Pflanzen für "Biosprit" anzubauen? (Die Springerpresse schreibt natürlich, dass die "globale Erwärmung" Schuld hat an der Hungerkatastrophe.) Es geht darum, dass keine Firma oder Bank so groß werden darf, dass sie "Systemrelevant" ist. Es geht darum die Ausbeuterei und Sklaverei abzuschaffen. Oder willst Du ernsthaft behaupten, das jetzige System wäre gerecht?

Deine anderen Behauptungen sind genauso lachhaft. Natürlich sind die Linken gegen "Hartz IV", aber es soll doch nicht sofort ersatzlos abgeschafft werden, das ist wohl eher FDP-Gedankengut, das System soll natürlich ersetzt werden. Und das ist nötig, ich habe lange genug als Teamleiter der Leistungsabteilung einer ARGE gearbeitet. Dort bin ich weggegangen, dass ich bei den Linken eingetreten bin, war mit eine Folge meiner Tätigkeit dort.
--
Dr. Zarkov

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18.09.2009, 06:41 Uhr

DrZarkov
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Zitat:
Im Ernst, hältst Du es wirklich für sinnvoll, jemand ein Buch mit völlig anderem Inhalt zu empfehlen, nur weil es leichter zu lesen ist? Wer wissen will, was Karl Marx über das Kapital geschrieben hat, sollte auch das gleichnamige Werk lesen und nicht das Manifest der Kommunistischen Partei.

Mir ist klar, dass das nicht das Gleiche ist, abr Dir ist auch klar, wie umfangreich "das Kapital" ist? Wenn jemand heute zum erstenmal in seinem Leben von sagen wir Goethe hört, würdest du dem auch das Gesamtwerk um die Ohren hauen, oder erst mal eine Kleinigkeit, sagen wir "Der Erlkönig" lesen lassen? Immer einen Schritt nach dem anderen! Wie wir ja an den Bemerkungen von Maja sehen, hat sie ja nich nicht einmal den Wikipediaeintrag zu Marx gelesen, geschweige denn dass sie überhaupt weiß wovon sie spricht.

--
Dr. Zarkov

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18.09.2009, 09:51 Uhr

DrNOP
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Zitat:
Original von Maja:
Konkret: Man füttert sie satt und sorgt dafür, dass sie nur das wissen, was sie wissen sollen.

Das tut China aber schon immer. Früher vor allem, damit die Bevölkerung nicht auf die Idee kommt, über den Zaun zu schauen ob der Rasen auf der anderen Seite vielleicht grüner ist.

Laut "offizieller Lehre" hat sich China ja alleine entwickelt, ohne Kontakt zu den umliegenden Nationen. Und ebenso sind eh' alle außer den Chinesen Barbaren.
--
Signaturen mit mehr als zwei Zeilen gehen mir auf den Wecker

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18.09.2009, 17:00 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von DrZarkov:
Maja, du hast überhaupt nichts verstanden! Es geht weder darum, dass "alle gleich viel" haben, noch geht es darum, die Marktwirtschaft komplett auszuschalten.


Ich hab nicht gesagt, Du sollst Deine Ersparnisse komplett verschenken. :)

Die Hand voll Millionen-Boni beziehenden Spitzenmanager in Deutshland mögen für Hilfeempfänger ja ein wilkommenes Feindbild sein, diese Boni kürzen zu wollen ist aber nur gefällig wirkender Politpopulismus, denn das Problem eines in der Fläche sinkenden Einkommensniveaus wird das nicht lösen. Ganz einfach, weil diese Boni keine Ursache, sondern eine Wirkung sind. Eine Wirkung, die seit geraumer Zeit aus den falschen Ursachen enstehet. Das Problem sind nicht unterschiedlich hohe Einkommen und Vermögen. Das Problem ist eine gesellschaftliche Mentalität, in der selbst Gut- und Sehrgutverdienende nicht mehr bereit sind, gute Arbeit mit guten Preisen zu entlohnen. Das wirkt sich in vieler Hinsicht auf alle Bereiche des täglichen Lebens aus. Mehr dazu im Folgenden.

In diesem Land betrachtet sich inzwischen alles, was nicht mindestens Millionär ist, als arm und bedauernswert und meint, dauerhaft nur überleben zu können, wenn man möglichst billig einkauft und am Bestgen noch für schlechte Zeiten spart, was einem dann von staatlichen Leistungen abgezogen wird, wenn die schlechte Zeit mal kommen sollte. Das hat die Wirtschaft erkannt und zum Programm gemacht, denn es ist der einfachste, kleinste gemeinsame Nenner in der Wirtschaft: Machs billig und es wird gekauft. Womit sich die Misere immer weiter hochschaukelt. Schau Dich um. Werbung läuft zu 99,9% nur noch über den Preis. Es ist in der Regel keine Rede mehr davon, welche Eigenschaften ein Produkt vom Produkt des Konkurrenten abhebt, wie es vor vielen Jahren mal der Fall war. Es werden keine Produkte mehr beworben sondern nur noch Preise. Das ist fatal. Denn dass das so gut funktioniert, hat nur eines zur Folge. Preise müssen so niedrig wie irgendmöglich sein und immer noch sinken, um der Konkurrenz, die sich eben so verhält, immer eine Naselänge voraus zu sein. DAS führt auf direktem Weg zu Niedriglöhnen und zudem zu einer Reihe anderer, unschöner Folgen für das Arbeitsleben vieler Menschen. Und wenn es hier nicht mehr billiger werden kann, dann geht die Produktion ins Ausland. Wer sich da noch über dauerhohe Arbeitslosenquoten und Niedriglöhne wundert, der hat den Knall noch nicht gehört. Preise haben etwas mit Löhnen zu tun und umgekehrt.

Und jetzt Klartext. Nur Geld, das ausgegeben wird, kommt auch bei Arbeitnehmern an! Wenn nicht ein möglichst niedriger Preis, sondern ein möglichst gutes Preis/Leistungsverhältnis mehrheitlich im Vordergrund von Kaufentscheidungen stehen würde, hätten auch Manager es nicht mehr so leicht, für den Markt Deutschland einfach nur auf möglichst niedrige Kosten zu achten, um Erfolg zu haben und Boni zu bekommen. Sondern sie müssten sich viel mehr um Produktqualität bemühen, was auch die Arbeitsbedingungen, die Umweltbelastung und Gesundheitsgefahren für den Verbraucher in Form von Rückständen betrifft. So lange aber beim Einkauf mehrheitlich kein Wert auf diese Kriterien gelegt wird, sondern nur auf den Preis geschielt wird, beuten auch Verbraucher hier täglich aktiv andere aus, im Inn- und Ausland. Die überweigende Mehrheit der Verbreuchter verhält sich nicht aus finanzieller Not so, sondern nur, um möglichst billig zu konsumieren. Das Motiv Geld ist beim Verbraucher nicht ehrenhafter als bei Managern.

Bevor man den Reichen und der Politik die alleinige Schuld gibt und nach Strafzöllen,'Einfuhrbeschränkungen und Preisdiktaten schreit, solle man bedenken, niemand hat uns jemals gezwungen, immer nach dem billigsten Angebot zu greifen. Das fing an, als es die heutigen Probleme noch nicht gab und es lief immer mehr aus dem Ruder. Wie bei allem, macht auch hier die Dosis das Gift. Sich aber bessere Zeiten durch mehr staatliche Kontrolle und damit noch mehr Bürokratismus zu erhoffen, heißt zu glaube, der Staat könnte erzwingen, was seine Bürger nicht freiwillig zu tun bereit sind. Wir sind das Volk aber der Staat uns gefällist sagen, wie wir uns beim Einkaufen zu verhalten haben? Eine recht bequeme Einstellung, wie ich finde. Muss man sich doch auf diese Weise mit der eigenen Verantwortung gar nicht erst befassen.

"Artikel 14, Abs. 2, Grundgesetzt:
Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."
Glaubst Du, das gilt nur für Reiche und Unternehmen? Jedes Einkommen ist Eigentum, egal wie hoch oder niedrig es ist.

BTW: Du willst nicht wirklich ernsthaft Karl Marx mit Johann Wolfgang von Goethe vergleichen? Falls doch, würde es noch schwerer Fallen, Deine Lobeshymnen auf den Kommunismus höher zu bewerten als ideologische Verirrung.
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