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amiga-news.de Forum > Amiga, AmigaOS 4 > Minimig und alte Spiele [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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21.01.2009, 00:02 Uhr

Reth
Posts: 1812
Nutzer
Hallo allerseits,

hab mir mal die Kompatibilitätsliste für den Minimig angesehen. Aus allen Anmerkungen darauf werde ich noch nicht schlau, aber das sei hier mal dahingestellt.

Ich würde gern wissen, ob hier jmd. Erfahrung mit folgenden alten Spielen auf dem Minimig hat, also sagen kann, ob sie laufen bzw. welche Probleme es gibt:

  • Battle Isle
  • MegaLoMania
  • Mir fallen bestimmt bald noch mehr ein

Vielen Dank schon einmal!

Ciao

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22.01.2009, 12:09 Uhr

Reth
Posts: 1812
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Wirklich keiner?

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22.01.2009, 18:17 Uhr

AmigaPapst
Posts: 980
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@Reth:
Ich könnte die Spiele evt. am Wochenende mal testen, aber versprechen will ich nichts. Ich hab hier noch genügend zu tun. ;)
--
:boing: AmigaOne XE G3 750FX 800Mhz/Sil0680/512MB + Radeon 9000 128 MB + AmigaOS 4.1
:dance1: A4000T CyberstormPPC 604e 200Mhz/060/128MB + CybervisionPPC 8MB + AmigaOS 4
und viele Amigas mehr...

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14.02.2009, 18:54 Uhr

Reth
Posts: 1812
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@AmigaPapst:

Gibt's schon was Neues?

Ciao

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25.02.2009, 16:54 Uhr

68kassembler
Posts: 60
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Ich habe gerade Mega Lo Mania gespielt. Zwar nur angezockt, aber es lief. Benötigt aber, unter der neuesten Firmware, die Einstellung 1mb Chip/5125Kb Fast.

Bei der Ursprungseinstellung von 512kb Chip funktioniert es nicht.

Bevor ich es vergesse, ich hatte Folgende Firmware benutzt:

minimigJ_build_04_08_2008.zip Jakub's improved Minimig firmware and core builds.



[ Dieser Beitrag wurde von 68kassembler am 25.02.2009 um 16:56 Uhr geändert. ]

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11.10.2012, 17:59 Uhr

Minimig1
Posts: 2
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Auch wenn der Thread schon uralt ist...

Inzwischen läuft so gut wie jedes Spiel und Demo auf dem Minimig.
Nur ganz wenige Ausnahmen laufen nicht und das iegt am DSKBYTR Register, was im Minimig Core nicht ausgewertet wird. Grund ist, dass die "virtuelle Floppy" im PIC/ARM Controller sich nicht "dreht", wenn das _MOTOR Signal aktiv ist.
Deswegen wird kein Bit/Byte Stream von der Floppy an den Chipset gesendet und der Loader hängt.

In Sachen Chipset, CIA und 68k Kompatibilität bleibt beinah nichts zum Fixen oder Verbessern übrig. Es gibt nur noch 2 Demos, die eine leichte Abweichung zum echten Amiga Chipset zeigen, doch das ist beinah egal... aber ich suche trotzdem nach dem Grund um ihn zu beheben ;)

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26.10.2012, 16:41 Uhr

68kassembler
Posts: 60
Nutzer
Zitat:
Original von Minimig1:
Auch wenn der Thread schon uralt ist...

Inzwischen läuft so gut wie jedes Spiel und Demo auf dem Minimig.
Nur ganz wenige Ausnahmen laufen nicht und das iegt am DSKBYTR Register, was im Minimig Core nicht ausgewertet wird. Grund ist, dass die "virtuelle Floppy" im PIC/ARM Controller sich nicht "dreht", wenn das _MOTOR Signal aktiv ist.
Deswegen wird kein Bit/Byte Stream von der Floppy an den Chipset gesendet und der Loader hängt.


Kann man das dann nicht leicht ändern und das einfach nachbauen?

Zitat:
In Sachen Chipset, CIA und 68k Kompatibilität bleibt beinah nichts zum Fixen oder Verbessern übrig. Es gibt nur noch 2 Demos, die eine leichte Abweichung zum echten Amiga Chipset zeigen, doch das ist beinah egal... aber ich suche trotzdem nach dem Grund um ihn zu beheben ;)

Das ist ja Toll. Dann haben die ganzen Menschen, die dafür gearbeitet haben, sehr viel geleistet. Ich hoffe mal, das dies bei anderen Projekten dann genauso erfolgreich sein wird.

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26.10.2012, 23:23 Uhr

Miging
Posts: 21
Nutzer
Zitat:
Original von 68kassembler:
Kann man das dann nicht leicht ändern und das einfach nachbauen?


Das geht so einfach nicht, sonst wäre es schon geschehen ;)
Der Aufwand ist ziemlich hoch und für die 2 oder vielleicht maximal 3 Spiele nicht gerechtfertigt, wahrscheinlich ist WHDLoad dann die bessere Wahl.
Zum Glück nutzten nur sehr wenige Coder diese Art Daten vom Floppy zu lesen.

Zitat:
Das ist ja Toll. Dann haben die ganzen Menschen, die dafür gearbeitet haben, sehr viel geleistet. Ich hoffe mal, das dies bei anderen Projekten dann genauso erfolgreich sein wird.

Jakub und meine Wenigkeit haben sehr intensiv an den Bugs zusammen gearbeitet. Aktuell ist wegen Zeitmangel und Gesundheit weniger los, aber das kann sich auch wieder ändern.
Für andere Amiga Projekte wäre eine solche Zusammenarbeit wirklich toll :)

[ Dieser Beitrag wurde von Miging am 26.10.2012 um 23:32 Uhr geändert. ]

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26.10.2012, 23:24 Uhr

Miging
Posts: 21
Nutzer
Doppelpost, bitte löschen ;)

[ Dieser Beitrag wurde von Miging am 26.10.2012 um 23:33 Uhr geändert. ]

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28.10.2012, 12:31 Uhr

68kassembler
Posts: 60
Nutzer
Hallo,

wie sieht das eigentlich mit den FPGA Arcade aus? Sind die Source Codes auch wieder frei? Wie weit ist da die Entwicklung. Ich habe nur gelesen, das man sich das Teil wohl mittlerweile kaufen kann. Aber mehr weiß ich da gerade nicht.

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28.10.2012, 16:53 Uhr

Miging
Posts: 21
Nutzer
Die Entwicklung läuft noch.
Der Minimig-AGA Core funktioniert aber und ich konnte eins der Prototype Boards hier testen. Es war auch auf dem Amiga Event in Essen zu sehen.

Der Core wird auch wieder open-source sein, sobald es eine fertige Release gibt.

Mehr Infos gibt es im a1k.org Forum zu lesen :)


[ Dieser Beitrag wurde von Miging am 28.10.2012 um 16:55 Uhr geändert. ]

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28.10.2012, 18:21 Uhr

Doc
Posts: 355
Nutzer
Hallo Miging,

mich interessiert das Ding als Ersatz für meine defekte A4K Platine. Kannst Du kurz schildern, welche Ports unterstützt werden, wieviel Speicher man zur Verfügung hat und wie schnell so etwas im Vergleich zum A4000/30 wäre?

Ein paar Vorerfahrungen habe ich bezgl. AVR-Interface für den Tastaurcontroller und könnte sicher einiges selbst machen, aber-es muss natürlich theoretisch möglich sein.

VG

Thomas
--
Ex Amiga-Computerist

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28.10.2012, 19:22 Uhr

Miging
Posts: 21
Nutzer
Das reine FPGA Arcade Replay Board bietet 64MB SD-RAM.
Davon kann man per OSD bis 2.0MB Chipram, 1.5MB Slowram, 8.0MB Fastram und weitere 48MB als erweiteter Chipram oder Fastram am Stück nutzen.
Die 48MB Chipram sind natürlich sehr interessant und nützlich. Das wird vom AmigaOS auch vollkommen reibungslos unterstützt.
Zumindest was die Workbench Programme angeht. Spiele und Demos kennen meisst nur die ersten 2MB oder weniger.

Die CPU Geschwindigkeit ist nicht so leicht benennbar.
Im FPGA läuft der TG68k.C CPU Core, der soweit ich weiss mit 14MHz betrieben wird. Intern arbeitet der Core aber schneller und ist daher leistungsfähiger als ein echer 68000 bei gleicher Taktrate.
Zudem werden beinah alle 68020 Befehle unterstützt und es laufen die meissten AGA Spiele und Demos.

In Zukunft wird dann noch das 68060+RAM+NIC+USB Board erscheinen.
Damit hat man dann einen echten 68060 mit 128MB 32Bit Fastram, einen Netzwerk Chip und einen USB Chip.
Der 68060 kann mit 100MHz (oder sogar mehr?) betrieben werden und hat extrem schnelles Fastram zur Verfügung.
Damit ist das Ganze dann sicher auf dem Nivau eines A4000 :)

[ Dieser Beitrag wurde von Miging am 28.10.2012 um 19:22 Uhr geändert. ]

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29.10.2012, 07:22 Uhr

Doc
Posts: 355
Nutzer
Ich seh' schon, an der Prozessor-Option wird die Leistbarkeit zerschellen. Ein Interface für Original Prozessorkarten wäre gut ;-).
--
Ex Amiga-Computerist

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29.10.2012, 10:37 Uhr

Miging
Posts: 21
Nutzer
Welche CPU würdest Du denn für einen Classic Amiga haben wollen?
Ein 68060 ist schon die obere Grenze.

PPC ist nur ein Stiefkind im Amiga. Unter OS4 kann man auch keine Custom Chips mehr benutzen, also wäre die ganze Arbeit am OCS/ECS/AGA Chipset umsonst gewesen. Wenn man mehr Power braucht, gibt es ja die NG Amiga Modelle ;)

[ Dieser Beitrag wurde von Miging am 29.10.2012 um 12:49 Uhr geändert. ]

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30.10.2012, 17:39 Uhr

68kassembler
Posts: 60
Nutzer
Hallo,

naja, so weit ich das gesehen habe, gibt es auch FPGAs, die mit bis zu 1 Ghz getaktet werden können. Wenn damit der 68k Core läuft, dann kann man davon ausgehen, das man da eine Menge schon raus holen kann. Dann hast du garantiert einen Amiga, der sehr schnell ist.

Beim Minimig ist es ja schon so, das wenn man dort den Original 68k CPU auf 50 Mhz übertaktet, das man dann durchaus an die Rechenleistung eines 68030 ran gekommen ist.

Daher, ich kann dir dann nicht sagen, wie schnell das Teil dann wird, aber es wird garantiert schneller sein, als ein 68060.

Und wenn man dann den Core Optimiert und Verbesserungen einbaut, die man heute so schon Verwendet, dann lässt sich da garantiert noch einiges raus holen, wenn man mag.

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30.10.2012, 18:39 Uhr

Miging
Posts: 21
Nutzer
Ja, es gibt FPGAs mit einer maximalen Schaltfrequenz von 1GHz.
Doch das gilt nur für ein einzelnes Gatter wie einen Inverter oder eine einfaches AND/OR Schaltung.
Wenn man komplexe Schaltungen aus vielen Gattern aufbaut, verringert sich die Taktrate schnell dramatisch, denn die Laufzeiten addieren sich und im FPGA selbst muss immer alles synchron bleiben.

Es gibt auch maximal Taktraten für die Implementation eines CPU Type.
So kann man einen Z80, 6502 oder 68000 nicht beliebig hoch "clocken", weil die Komplexität einfach zu hoch ist.
Zudem würde man einen 68060 nie vollständig in einem FPGA unter bekommen, daher wird es beim 68020 bleiben müssen.

Aus dem Grund ist auch das angesprochene Extender Board mit echtem 68060 + RAM in der Entwicklung bzw. Fertigstellung. Damit hat man einen realen und Zyklus genauen Prozessor, auf dem auch alle Software genau so wie im echten Amiga funktioniert.

Bitte keine Vergleiche zum Natami mit 68070 CPU... Das Projekt ist scheinbar sowieso nicht umsetzbar.

[ Dieser Beitrag wurde von Miging am 30.10.2012 um 18:43 Uhr geändert. ]

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31.10.2012, 09:48 Uhr

Holger
Posts: 8076
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Zitat:
Original von Miging:
Wenn man komplexe Schaltungen aus vielen Gattern aufbaut, verringert sich die Taktrate schnell dramatisch, denn die Laufzeiten addieren sich und im FPGA selbst muss immer alles synchron bleiben.

Das gleiche Problem haben ASICs auch. Die maximale Taktfrequenz wird mit Sicherheit nicht erreicht, wenn man erwartet, dass ein Signal innerhalb eines Takts von einer Ecke des Chips in die andere wandert. Die Lösung sind kleinere, unabhängige Einheiten, die parallel arbeiten.
Zitat:
Zudem würde man einen 68060 nie vollständig in einem FPGA unter bekommen, daher wird es beim 68020 bleiben müssen.
Was heißt „nie“?

Die FPGAs werden immer größer und leistungsfähiger, während die Technik des 68060 mangels Weiterentwicklung eine Konstante bleibt. Ziehe die richtige Schlussfolgerung…

Zitat:
Damit hat man einen realen und Zyklus genauen Prozessor, auf dem auch alle Software genau so wie im echten Amiga funktioniert.
Der 68060 ist nicht Zyklus genau. Nicht mal zu sich selbst.

--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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31.10.2012, 09:57 Uhr

Holger
Posts: 8076
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Nachtrag: ich denke, wenn man die FPU und MMU weglässt (wie bei den meisten anderen Softcores auch), evtl. auf die zweite Integer-Einheit verzichtet, dafür aber z.B. die bei vielen FPGAs mitgelieferten hartverdrahteten Multiplizierer mit einbindet und ansonsten eine dem 68060 ähnliche Architektur mit mehreren Verarbeitungsstufen implementiert, könnte man durchaus schon mit heutigen FPGAs CPUs eine Integer-Performance weit jenseits des 68060 erreichen.

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31.10.2012, 11:49 Uhr

Miging
Posts: 21
Nutzer
Zitat:
Was heißt „nie“?

Die FPGAs werden immer größer und leistungsfähiger, während die Technik des 68060 mangels Weiterentwicklung eine Konstante bleibt. Ziehe die richtige Schlussfolgerung…


OK das Wort nie, sollte man nie(mals) benutzen ;)

Was ich damit meinte war, dass man einen 68060 nicht vollständig im FPGA/ASIC nachstellen sollte, weil die CPU alleine schon viele "Verzichte" gegenüber einem 68030 hat.
Die fehlenden FPU Befehle werden dann per Software (Library) nachgebildet, was eigentlich schon kontra produktiv ist.
Daher sollte man beim 68020 oder 68030 Konzept bleiben, dann braucht es auch keine Umwege über die Software.

Einen grossen Cache kann man trotzdem im FPGA nachbilden, denn sogar auf dem MinimigV1 Board mit 68SEC000 CPU kommt ein 4KB grosser direct mapped unified Cache zum Einsatz. Dadurch wird bei einem Hit in etwa die Integer Leistung eines 68030@25MHz erreicht, denn die CPU arbeitet im Turbo Modus mit 49.63MHz.

Zitat:
Damit hat man einen realen und Zyklus genauen Prozessor, auf dem auch alle Software genau so wie im echten Amiga funktioniert.

Der 68060 ist nicht Zyklus genau. Nicht mal zu sich selbst.


Auch hier meinte ich, dass man einen realen, tatsächlichen 68060 hat, der genau wie im echten Amiga arbeitet und sich bei gleichem Code auch gleich verhält.
Nur halt bis zu 100MHz oder knapp darüber mit sehr schnellem RAM Zugriff ;)


[ Dieser Beitrag wurde von Miging am 31.10.2012 um 11:51 Uhr geändert. ]

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01.11.2012, 12:02 Uhr

68kassembler
Posts: 60
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Zitat:
Original von Miging:

Was ich damit meinte war, dass man einen 68060 nicht vollständig im FPGA/ASIC nachstellen sollte, weil die CPU alleine schon viele "Verzichte" gegenüber einem 68030 hat.
Die fehlenden FPU Befehle werden dann per Software (Library) nachgebildet, was eigentlich schon kontra produktiv ist.
Daher sollte man beim 68020 oder 68030 Konzept bleiben, dann braucht es auch keine Umwege über die Software.


Das ist so eine Sache. Alle Modernen CPUs (z.b. X86) Unterstützen eigentlich den Befehlssatz auch nicht mehr, sondern übersetzen den per Mikrocode. Daher, alle haben heute eine kleine RISC CPU, die den Mikrocode ausführen kann. Der Eigentliche Befehlssatz wird dann per Mikrocode Emuliert. Daher, kann man auch ohne Probleme, wenn man so einen Mikrocode hat, auch alle Befehle Unterstützen. Ob das aber dann immer Sinn macht, ist eine andere Frage.

Zitat:
Einen grossen Cache kann man trotzdem im FPGA nachbilden, denn sogar auf dem MinimigV1 Board mit 68SEC000 CPU kommt ein 4KB grosser direct mapped unified Cache zum Einsatz. Dadurch wird bei einem Hit in etwa die Integer Leistung eines 68030@25MHz erreicht, denn die CPU arbeitet im Turbo Modus mit 49.63MHz.

Das ist Cool.

Zitat:
Auch hier meinte ich, dass man einen realen, tatsächlichen 68060 hat, der genau wie im echten Amiga arbeitet und sich bei gleichem Code auch gleich verhält.
Nur halt bis zu 100MHz oder knapp darüber mit sehr schnellem RAM Zugriff ;)


Das ist dann die Frage, was man will. Will man möglichst Kompatibel zu den alten CPUs bleiben, was Taktzyklen angeht, oder will man viel Rechenleistung haben. Hypothetisch kann man ja die Kerne austauschen, so das man sich Entscheiden kann, was man gerade will. Und wenn noch Genug platz da sein sollte, würde sogar beides gehen und man kann während des Betriebs Umschalten. Oder man baut noch einen 68000 wie beim Minimig dazu.

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02.11.2012, 10:18 Uhr

Holger
Posts: 8076
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Zitat:
Original von 68kassembler:
Das ist dann die Frage, was man will. Will man möglichst Kompatibel zu den alten CPUs bleiben, was Taktzyklen angeht, oder will man viel Rechenleistung haben.

Bei allem jenseits des 68EC020 macht Taktzyklen-Kompatibilität überhaupt keinen Sinn. Es gibt keine Software, die davon abhängt, dass eine Operation die exakte Anzahl von Zyklen benötigt, es gibt allenfalls veraltete Software, die von dem daraus resultierenden Timing abhängt.

Das bedeutet eben auch, wenn man eine Original-CPU schneller taktet, funktionieren solche Machwerke auch nicht mehr, obwohl die CPU immer noch dieselbe Anzahl Taktzyklen pro Befehl benötigt.

Software, die vom Taktzyklen-genauen Timing abhängt, läuft nur auf dem jeweiligen unaufgerüsteten Amiga, ist also zu keiner besseren CPU kompatibel und verkraftet nicht mal die Verwendung von echtem Fast-RAM, denn auch das verändert ja das Timing (und zwar deutlich).

Deshalb schrieb ich ja auch „es gibt keinen Taktzyklen-genauen 68060“. Die Ausführungsgeschwindigkeit eines 68060 hängt von extrem vielen Faktoren ab und ist schon auf den verschiedenen originalen Turbokarten ganz unterschiedlich (und selbst auf der gleichen, wenn man anderes RAM verwendet). Zudem besitzt der 68060 Stromsparfunktionen und kann gerade nicht verwendete Teile runtertakten u.ä.

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03.11.2012, 20:10 Uhr

68kassembler
Posts: 60
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Zitat:
Original von Holger:

Deshalb schrieb ich ja auch „es gibt keinen Taktzyklen-genauen 68060“. Die Ausführungsgeschwindigkeit eines 68060 hängt von extrem vielen Faktoren ab und ist schon auf den verschiedenen originalen Turbokarten ganz unterschiedlich (und selbst auf der gleichen, wenn man anderes RAM verwendet). Zudem besitzt der 68060 Stromsparfunktionen und kann gerade nicht verwendete Teile runtertakten u.ä.


Ich hatte mir mal sagen lassen, das Demo Scene Coders durchaus ihre Software auf einen 68060 Optimiert haben und dadurch noch einiges raus bekommen haben. In wie fern aber solche Probleme aber eine rolle spielen, kann ich nicht sagen. Es kann aber durchaus sein, das dann so was eine Rolle spielen kann und dann die Software nicht mehr richtig oder gar nicht mehr läuft.

Aber das sind dann sehr deutliche Spezialfälle und da ist dann die Frage, ob vielleicht dann es nicht besser ist, gleich einen Original 68K CPU zu verwenden, oder ob UAE oder WHDLoad die bessere Wahl sind. Oder der 68K Wird einfach per Software nachgebildet. Was man ja auch auf einen 68K CPU machen kann. Und dann kann man solche Probleme leichter beheben.

Aber wie gesagt, ich bin mir ziemlich sicher, das dies nur Spezialfälle sind, die garantiert kaum Relevant sind und daher einfach Ignoriert werden können.

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04.11.2012, 09:21 Uhr

Doc
Posts: 355
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Zitat:
Original von Miging:
Welche CPU würdest Du denn für einen Classic Amiga haben wollen?

Ich habe einen 68EC30, der mir vollauf gereicht hat.
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05.11.2012, 10:28 Uhr

Holger
Posts: 8076
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Zitat:
Original von 68kassembler:
Ich hatte mir mal sagen lassen, das Demo Scene Coders durchaus ihre Software auf einen 68060 Optimiert haben und dadurch noch einiges raus bekommen haben.

Das kann man für jede CPU tun, das heißt aber nicht, dass man auf taktzyklengenaues Timing angewiesen ist. Die Mehrheit solcher optimierten Software läuft sogar trotzdem noch auf einem 68030+FPU ohne Probleme, nur halt viel langsamer.

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05.11.2012, 11:08 Uhr

Miging
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Zitat:
Original von Holger:
Die Mehrheit solcher optimierten Software läuft sogar trotzdem noch auf einem 68030+FPU ohne Probleme, nur halt viel langsamer.


Es reicht sogar ein 68020 + 68881 FPU, nur dann ist es halt noch langsamer.
Wahrscheinlich nutzt kein "060-AGA" Demo spezielle 060 CPU Funktionen.

Trotzdem finde ich, dass eine reale CPU Vorteile gegenüber einem Softcore hat. Auch wenn es nur die Tatsache ist, dass alle Befehle unterstützt werden und wie im original funktionieren.
Zudem kommt noch hinzu, dass man die CPU sehen und berühren kann, was für einen Hardware-Freund immer etwas eigenes ist :)

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06.11.2012, 12:13 Uhr

68kassembler
Posts: 60
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Zitat:
Original von Miging:
Trotzdem finde ich, dass eine reale CPU Vorteile gegenüber einem Softcore hat. Auch wenn es nur die Tatsache ist, dass alle Befehle unterstützt werden und wie im original funktionieren.
Zudem kommt noch hinzu, dass man die CPU sehen und berühren kann, was für einen Hardware-Freund immer etwas eigenes ist :)


Und wenn man noch eine FPU dazu baut, wo nur der Softcore läuft, hat man ja auch das gleiche. Es sei denn, du willst auf jedenfall eine CPU von Freescale habe. Und wenn der Softcore ausreichend ausgereift ist, kann man dann immer noch das ganze in Silizium Ätzen, wenn man mag und das Geld hat.

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06.11.2012, 17:11 Uhr

Holger
Posts: 8076
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Zitat:
Original von Miging:
Zudem kommt noch hinzu, dass man die CPU sehen und berühren kann, was für einen Hardware-Freund immer etwas eigenes ist :)

Den FPGA kannst Du auch berühren. Jedenfalls genauso(wenig) wie die CPU. Schließlich berührst Du nur das Gehäuse und nicht den tatsächlichen Chip.

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