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amiga-news.de Forum > Get a Life > Täuschung vor den Wahlen [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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18.06.2009, 11:32 Uhr

Holger
Posts: 8050
Nutzer
Zitat:
Original von cgutjahr:
Naja, das ist jetzt aber eine arg vereinfachte Sichtweise. Den Globalisierungsgegnern geht es ja in der Regel um die negativen (und praktisch unkontrollierten) Auswüchse der Globalisierung - und die werden nunmal hauptsächlich bei globalen Konzernen sichtbar, auf die Begriffe wie "Import/Export" kaum noch anzuwenden sind.

Kann man so nicht stehen lassen. Wenn es Leuten um die "negativen Auswüchse der Globalisierung" gehen würde, dann würden sie sich auch als "Gegner der negativen Auswüchse der Globalisierung" und nicht als "Globalisierungsgegner" bezeichnen. Schaut man genauer hin, sind sehr wohl viele von denen ernsthaft davon überzeugt, die Globalisierung aufhalten zu wollen, zu müssen und zu können.
Insbesondere die rechtsradikalen Agitatoren, deren Gewäsch wir ja nicht nur in diesem Thread erleben durften, meinen es exakt so.

Wenn es ernsthaft darum gehen würde, nur bestimmte negative Auswüchse der Globalisierung zu bekämpfen, bzw. in kontrollierte Bahnen zu lenken, könnte man auch ernsthaft darüber diskutieren. Das setzt eben voraus, dass man auch die Vorteile, bzw. für unsere Gesellschaft schon lebensnotwendigen Aspekte der Globalisierung, die es zu erhalten gilt, kennt.
Zitat:
Ein solcher "globalisierter" Konzern zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass er nicht mehr im traditionellen Sinne im-/exportiert, sondern Produktionsstätten, produzierte Güter, zu versteuernde Gewinne oder giftige Produktionsabfälle immer genau dorthin verschiebt, wo maximale Rendite zu erwarten ist.
Genau. Alle Welt schimpft über die Globalisierung, weil sie es einem Konzern wie Nokia möglich macht, Produktionsstandorte aus Deutschland in andere Länder zu verlagern.
Und wirklich keiner spricht den klitzekleinen Widerspruch dabei an, dass die Globalisierung überhaupt erst möglich gemacht hat, dass ein finnischer Konzern einen deutschen Produktionsstandort samt den anhängenden Arbeitsplätzen geschaffen hat.

Und solange die Diskutanten solcherlei Fakten in ihrer Wahrnehmung ausblenden, braucht man überhaupt nicht erst über die "negativen Auswüchse der Globalisierung" zu diskutieren.

mfg

--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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18.06.2009, 11:55 Uhr

Lord_Helmchen
Posts: 522
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Zitat:
Original von DrZarkov:
1863 gab es kein deutsches Kaiserreich. Zumindest nicht in dieser Dimension.


Es gab nicht mal ein Reich, sondern den Deutshcen Bund.
Hm, mal sehen, es gab einen preußischen König und Dutzende verschiedener Fürsten. Der preußische König hatte noch (neben Bayern und afaik Oldenburg) das größte Staatsgebiet, und selbst das war - je westlicher, desto schlimmer, ein Flickenteppich - wie das ganze übrigen "Reichsgebiet" Einen Kaiser gab es aber erst ab 1871. Und der Witz am DB: Österreich und Preußen waren nur zur Hälfte mit ihrem Staatsgebiet drin, die andere war außerhlab des Bundes.

Sehr verwirrend...

Edit: Es war gar nicht Oldenburg, sondern das Königreich Hannover. Naja, fast dasselbe. :D Und Österreich hatte einen Kaiser.

--
Anagramm von Regierung = Genug Irre

[ Dieser Beitrag wurde von Lord_Helmchen am 18.06.2009 um 11:57 Uhr geändert. ]

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18.06.2009, 13:13 Uhr

DrZarkov
Posts: 702
Nutzer
Dimension bezog sich auch nicht auf die Ausdehnung, sondern auf Dimension im Sinne von Parallelwelt;-)

Übrigens gibt es aus den Globalisierungsgegnern, die "ziemlich unüberlegt" argumentieren durchaus die stärkere Gegner der Globalisierungskritiker, welche sich mit den negativen Auswüchsen beschäftigen. Diese sind beispielsweise in "Attac" zu finden, das sind nun wirklich absolut keine Nazis. Und wenn man an den G8 Gipfel in Heiligendamm zurückdenkt, dann sieht man auch sehr genau, wo die gegen demonstrieren.

Nokia war übrigens ein schlechtes Beispiel. Bevor Nokia den Laden übernommen hat, war dort eine Fabrik für Fernseher, Graetz, eine deutsche Edelmarke. Diese sind kaputt gegangen, weil es billiger war aus Japan Fernseher einzuführen als selber welche zu bauen.
--
Dr. Zarkov

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18.06.2009, 15:28 Uhr

cgutjahr
Posts: 2648
[Administrator]
Zitat:
Original von Holger:
Kann man so nicht stehen lassen. Wenn es Leuten um die "negativen Auswüchse der Globalisierung" gehen würde, dann würden sie sich auch als "Gegner der negativen Auswüchse der Globalisierung" und nicht als "Globalisierungsgegner" bezeichnen. Schaut man genauer hin, sind sehr wohl viele von denen ernsthaft davon überzeugt, die Globalisierung aufhalten zu wollen, zu müssen und zu können.

Mir ging es ja nur darum, dass "Import-/Export" nicht mit dem gleichzusetzen ist, was man (Gegner oder nicht) unter Globalisierung versteht, ansonsten bin ich deiner Meinung.

Zitat:
Genau. Alle Welt schimpft über die Globalisierung, weil sie es einem Konzern wie Nokia möglich macht, Produktionsstandorte aus Deutschland in andere Länder zu verlagern.
Und wirklich keiner spricht den klitzekleinen Widerspruch dabei an, dass die Globalisierung überhaupt erst möglich gemacht hat, dass ein finnischer Konzern einen deutschen Produktionsstandort samt den anhängenden Arbeitsplätzen geschaffen hat.

Gottseidank vereinfachen immer nur die anderen ;) Den deutschen Produktionsstandort hat nicht die Globalisierung möglich gemacht, sondern die Qualifikation der Arbeitnehmer, das rechtliche und steuerliche Umfeld etc.

[polemik] Die Globalisierung hat es lediglich ermöglicht, dass der Produktionsstandort einem finnischen Konzern gehört - und nicht einem der deutschen Technologie-Konzerne wie Mannesmann, Grundig, Telefunken, AEG oder der Handysparte von Siemens.[/polemik]
--
Delirium BBS

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18.06.2009, 15:49 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
[quote]
Original von cgutjahr:
Zitat:
Original von Holger:
[polemik] Die Globalisierung hat es lediglich ermöglicht, dass der Produktionsstandort einem finnischen Konzern gehört - und nicht einem der deutschen Technologie-Konzerne wie Mannesmann, Grundig, Telefunken, AEG oder der Handysparte von Siemens.[/polemik]


Passt wie die Faust aufs Auge.

Allerdings gab es Wirstschaftsstandorte in landesfremdem Besitz im Ausland auch vor der Globalisierung schon sehr lange. Nannte sich früher Kolonialherrschaft. Viel hat sich seither nicht geändert. Immer noch werden die Schätze fremder Länder ausgebeutet. Früher primär Rohstoffe. Heute primär Arbeitskräfte. Und immer noch profiteren davon auch Verbraucher in Deutschland.

Globalisierung abschaffen? Zurück zum Protektionismus des ersten Drittels des vergangenen Jahrunderts? Alles was in Deutschland konsumiert wird nur noch in Deutschland herstellen lassen? Dann hätten wir ganz schnell 10 Mio. Arbeitslose und mehr. Deutschland als Absatzmarkt würde höchstens ein Dritte der Erwerbsfähigen im Land beschäftigen können. Die wären aber auch bald Arbeitslos oder müssten für ausländische Hungerlöhen unter menschenunwürdigen Bedinungen ihre Gesundheit runieren müssen weil keiner hier die hohen Preise zahlen würde, die das aktuelle Lohnniveau erfordert.
--
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18.06.2009, 19:45 Uhr

dandy
Posts: 2552
Nutzer
Zitat:
Original von Andreas_B:

@dandy:
> Verstehe

Nein, tust Du nicht.


8o
Du kannst meine Gedanken lesen? Erzähl mal...

Zitat:
Original von Andreas_B:

Die Welt hat sich weiterentwickelt.


Jo - nur leider in eine falsche Richtung. Darum sollte schnellstmöglich eine Kurskorrektur stattfinden, ehe es in einer Katastrophe endet...

Zitat:
Original von Andreas_B:

Wer da in der Entwicklung stehen bleibt und sich mit Gesetzen abkapselt, der stellt sich selbst ins Abseits.


Soll ich dem entnehmen, daß Du der Ansicht bist, wir sollten die Gestze abschaffen?
Anarcho...
;)

Zitat:
Original von Andreas_B:

Das wird ganz sicher nicht dazu führen, dass sich der Lebensstandard erhöht oder gleich bleibt. Da kannst Du eher mit Effekten wie in der ehemaligen DDR rechnen: Irgendwann funktioniert das einfach nicht mehr und dann sinkt der Lebensstandard deutlich ab, bis es zum Zusammenbruch kommt.


Eben.
Aber nicht wegen mehr staatlicher Eigenständigkeit, sondern wegen der unnatürlich schnellen Globalisierung.

Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht - ich bin nicht dagegen, wenn sich die Globalisierung mit natürlichem Tempo (wie inder Zeit vor dem 2. Weltkrieg, oder meinetwegen wie vor der Jahrhundertwende) entwickelt.

Bei einer "natürlich gewachsenen" Globalisierung bliebe den Menschen auch die Zeit, sich darauf einzustellen und sich anzupassen.

Wie ich aber bereits ausgeführt habe, hat sich das Tempo der Globalisierung wegen der revolutionären Entwicklungen im Transportsektor und bei den Kommunikationsmedien unnatürlich beschleunigt.

Die Auffassungsgeschwindigkeit der Menschen hat sich aber nicht im gleichen Maße erhöht.

Betrachten wir doch mal das Transportwesen - in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam die Eisenbahn auf. Dann entwickelte sich innerhalb eines dreiviertel Jahrhunderts die Eisenbahn zum Massentransportmittel und ließ erstmals die Entfernungen für die Massen schrumpfen.

Ein dreiviertel Jahrhundert = 75 Jahre = rund menschliche 3 Generationen.

1886 baute Carl Benz das erste (brauchbare) Automobil.

1914 wurden Autos durch die Einführung des Fließbandes in der Produktion durch Henry Ford I. für immer mehr Menschen erschwinglich und führten so zum Massen-Individualverkehr mit all seinen Problemen.

Von 1886 bis 1914 sind es nur noch 28 Jahre - das ist mal grade noch so in etwa eine menschliche Generation.

Um die Jahrhundertwende wurde das Flugzeug erfunden und der Funk (anfangs noch als Morserei).

1913 bis 1914 konstruiert Igor Iwanowitsch Sikorski die ersten „Großflugzeuge” (2- und 4-motorig). Diese Flugzeuge waren ursprünglich als komfortable Passagierflugzeuge konstruiert und begründen diese Ära.

Das sind grade noch 10 Jahre vom ersten bemannten, gesteuerten Motorflug bis zur zivilen (Passagier-)Luftfahrt und 31 Jahre bis zum ersten Flug einer gesteuerten und flugstabilisierten Großrakete im Jahr 1942. Nur 15 Jahre später kreist bereits der erste von Menschenhand geschaffene Trabant mit Namen "Sputnik" um die Erde und macht "piep-piep".

Nur 4 Jahre später - am 12. April 1961 - wird das Zeitalter der bemannten Raumfahrt von Juri Gagarin eingeläutet, der mit einem Wostok-Raumschiff als erster Mensch die Erde umkreiste. Nochmals 7 Jahre später ist der erste Mensch am 20. Juli 1969 auf dem Mond.

Was den Funk anbetrifft, waren es etwas mehr als 20 Jahre von der ersten Funkübertragung bis zum kommerziellen Hörfunk. 16 Jahre danach begann die Ära des Fernsehns mit der Übertragung der olympischen Spiele 1936.

Nur fünf Jahre danach - 1941 - baut Konrad Zuse seinen dritten Rechner - den Z3 - der als erster programmierbarer und turingmächtige (die Eigenschaft einer Programmiersprache oder eines anderen logischen Systems, sämtliche Funktionen berechnen zu können), sowie als der erste auf dem binären Zahlensystem basierende Computer gilt.

Bereits 21 Jahre nach der ersten Fernsehübertragung beginnt das Satelliten-Zeitalter und nur nochmals 7 Jahre später das Zeitalter der bemannten Raumfahrt - bedenke nur die unzähligen Erfindungen, die nötig waren, um diese "Quantensprünge" in immer schnellerem Takt zu ermöglichen.

Wenn man dann noch berücksichtigt, daß all diese Erfindungen keine Einzelstücke blieben, sondern durch Massenproduktion möglichst allen (ständig mehr werdenden) Menschen zugänglich gemacht wurden - oft mehrere pro Nase (Autos, Fernseher, ...) - und auch die Tatsache mit einbezieht, daß die Erde in der Zwischenzeit nicht mitgewachsen ist,
dann muss man schon ein unglaublicher (ich drücke es mal wohlwollend aus) Optimist sein, um zu glauben, das könne immer so weiter gehen - und das mit ständig steigendem Tempo.

Heutzutage wird diese Massenproduktion von großen Konzernen durchgeführt, die, wie Christian Gutjahr schon völlig richtig anmerkte, nicht mehr im traditionellen Sinne im-/exportieren, sondern Produktionsstätten, produzierte Güter, zu versteuernde Gewinne oder giftige Produktionsabfälle immer genau dorthin verschieben, wo maximale Rendite zu erwarten ist - und damit ist die Brücke zu den negativen Begleiterscheinungen der Globalisierung geschlagen, die mich und viele andere extrem beunruhigen und die wir kompromisslos ablehnen - wie gesagt, die negativen Auswüchse und Begleiterscheinungen. Um diese eindämmen zu können, bedarf es entsprechender Gesetze.

Man muss das alles "ganzheitlich" betrachten - ich könnte jetzt noch unzählige Beispiele bringen - aber ich will ja hier kein Buch schreiben.

Zitat:
Original von Andreas_B:

> deswegen waren in den Jahrtausenden vor dem 2. Weltkrieg
> auch alle Staaten permanent Pleite...

Ist Dir schonmal aufgefallen, dass Deine Beispiele in der Regel ziemlich unpassend sind?


:D
Ist schon klar, daß für die Argumentation von Globalisierungs-Befürwortern meine "Beispiele in der Regel ziemlich unpassend sind"...
I-)

Zitat:
Original von Andreas_B:

Aufwachen! Die Rahmenbedinungen auf der Welt haben sich verändert, die sind nicht gleich geblieben.
...


Richtig.
Aber leider haben sich "die Rahmenbedinungen" (die Anpassungsgeschwindigkeit) der Menschen nicht im gleichen Maß mitgeändert.

Die von merkantiler Pervertiertheit geleiteten Großkonzerne diktieren die Geschwindigkeit, bei der immer mehr Menschen nicht mitkommen.
Hier geht die Schere - genau wie zwischen Armen und Reichen - immer weiter auseinander und ein kontrolliertes "einpegeln" durch Gesetze ist ist für mich noch nicht wirklich erkennbar.

Es gehört meines Erachtens keine Hellseherei dazu, um zu erkennen, daß, wenn immer mehr Menschen immer schneller und drastischer and die Wand gedrückt werden, es denen irgendwann reicht - und ich fürchte, dann kommt der große Knall - in welcher Form auch immer.

Und der dürfte allen Beteiligten ziemlich weh tun...
:(
--
Ciao,

Dandy

Wenn es jemandem Spaß macht, zu Marschmusik in Reih' und Glied zu marschieren, so verachte ich ihn schon.
Er hat sein Großhirn nur aus Versehen bekommen - bei ihm hätte auch schon das Rückenmark gereicht!
(Albert Einstein)

[ Dieser Beitrag wurde von dandy am 18.06.2009 um 21:36 Uhr geändert. ]

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18.06.2009, 19:49 Uhr

dandy
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Nutzer
Zitat:
Original von DrZarkov:
>Ich denke, da kann man wohl von ausgehen, daß das zu der von mir erwähnten Gründungszeit der Fa. Bayer im Jahre 1863 im deutschen Kaiserreich im Großen und Ganzen so war.



1863 gab es kein deutsches Kaiserreich. Zumindest nicht in dieser Dimension.
--
Dr. Zarkov


Ja - O.K. - sorry - ich habe die Gründung des Deutschen Reiches um sechs Jahre vorverlegt...

[EDIT]
Au Mann - die Tipperei hat mich ganz Banane gemacht - es sind natürlich acht Jahre!
[/EDIT]

Mea culpa - Asche auf mein Haupt!
:D


--
Ciao,

Dandy

Wenn es jemandem Spaß macht, zu Marschmusik in Reih' und Glied zu marschieren, so verachte ich ihn schon.
Er hat sein Großhirn nur aus Versehen bekommen - bei ihm hätte auch schon das Rückenmark gereicht!
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[ Dieser Beitrag wurde von dandy am 18.06.2009 um 20:04 Uhr geändert. ]

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18.06.2009, 20:07 Uhr

dandy
Posts: 2552
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:

...
Und immer noch profiteren davon auch Verbraucher in Deutschland.
...


Hmmmm - mir scheint, den weitaus größeren Profit machen die Konzerne, [EDIT]womit sich die Schere noch weiter öffnet...
--
Ciao,

Dandy

Wenn es jemandem Spaß macht, zu Marschmusik in Reih' und Glied zu marschieren, so verachte ich ihn schon.
Er hat sein Großhirn nur aus Versehen bekommen - bei ihm hätte auch schon das Rückenmark gereicht!
(Albert Einstein)

[ Dieser Beitrag wurde von dandy am 18.06.2009 um 20:31 Uhr geändert. ]

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18.06.2009, 20:21 Uhr

Holger
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Zitat:
Original von cgutjahr:
Gottseidank vereinfachen immer nur die anderen ;) Den deutschen Produktionsstandort hat nicht die Globalisierung möglich gemacht, sondern die Qualifikation der Arbeitnehmer, das rechtliche und steuerliche Umfeld etc.

Was Du vollkommen korrekt aufzeigst, ist, dass nicht die Globalisierung der Grund war, warum Nokia dort einen Standort hatte. So wie eben auch die Globalisierung nicht der Grund war, warum sie jetzt keinen mehr dort wollen.
Globalisierung hat es lediglich möglich gemacht, sowohl eine Standort dorthin zu verlagern, wie auch wieder von dort weg.
Zitat:
[polemik] Die Globalisierung hat es lediglich ermöglicht, dass der Produktionsstandort einem finnischen Konzern gehört - und nicht einem der deutschen Technologie-Konzerne wie Mannesmann, Grundig, Telefunken, AEG oder der Handysparte von Siemens.[/polemik]
[genauso polemik]Wenn die deutschen Firmen unfähig zum wirtschaften sind, sollten die deutschen Arbeitnehmer froh sein, dass ausländische das in die Hand nehmen[/genauso polemik]
Ernsthaft: wenn auch nur ansatzweise ein wahrer Kern enthalten wäre, dann hätten ja die deutschen Firmen Schlange stehen müssen, um nach Nokia den Standort zu übernehmen. Aber offensichtlich ist die Alternative zu einem finnischen Besitzer eben doch nicht "ein deutscher Besitzer", sondern eher "gar kein Standort".
Zitat:
Original von Maja:
Allerdings gab es Wirstschaftsstandorte in landesfremdem Besitz im Ausland auch vor der Globalisierung schon sehr lange. Nannte sich früher Kolonialherrschaft. Viel hat sich seither nicht geändert. Immer noch werden die Schätze fremder Länder ausgebeutet. Früher primär Rohstoffe. Heute primär Arbeitskräfte.

Hui, da tun Politiker und Gewerkschaften (und auch viele Arbeitnehmer) so, als wären Arbeitsplätze ein wertvolles, erhaltenswertes Gut, und deren möglicher Wegfall durch outsourcing oder Pleiten eine totale Katastrophe, dabei sind es doch nichts weiter als Plätze, an denen Arbeitskräfte, Rohstoffen gleich, ausgebeutet werden. Sollte man doch in Zukunft bei jedem verschwindenden Arbeitsplatz "hurra, wieder eine Ausbeutung weniger" rufen...

mfg

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18.06.2009, 20:29 Uhr

dandy
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Zitat:
Original von Holger:

...
Hui, da tun Politiker und Gewerkschaften (und auch viele Arbeitnehmer) so, als wären Arbeitsplätze ein wertvolles, erhaltenswertes Gut, und deren möglicher Wegfall durch outsourcing oder Pleiten eine totale Katastrophe, dabei sind es doch nichts weiter als Plätze, an denen Arbeitskräfte, Rohstoffen gleich, ausgebeutet werden. Sollte man doch in Zukunft bei jedem verschwindenden Arbeitsplatz "hurra, wieder eine Ausbeutung weniger" rufen...



:lach:
Der war gut!
:D

--
Ciao,

Dandy

Wenn es jemandem Spaß macht, zu Marschmusik in Reih' und Glied zu marschieren, so verachte ich ihn schon.
Er hat sein Großhirn nur aus Versehen bekommen - bei ihm hätte auch schon das Rückenmark gereicht!
(Albert Einstein)

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19.06.2009, 04:18 Uhr

Maja
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Zitat:
Original von Holger:
Original von Maja:
Allerdings gab es[Wirstschaftsstandorte in landesfremdem Besitz im Ausland auch vor der Globalisierung schon sehr lange. Nannte sich früher Kolonialherrschaft. Viel hat sich seither nicht geändert. Immer noch werden die Schätze fremder Länder ausgebeutet. Früher primär Rohstoffe. Heute primär Arbeitskräfte.
Zitat:
Hui, da tun Politiker und Gewerkschaften (und auch viele Arbeitnehmer) so, als wären Arbeitsplätze ein wertvolles, erhaltenswertes Gut, und deren möglicher Wegfall durch outsourcing oder Pleiten eine totale Katastrophe, dabei sind es doch nichts weiter als Plätze, an denen Arbeitskräfte, Rohstoffen gleich, ausgebeutet werden. Sollte man doch in Zukunft bei jedem verschwindenden Arbeitsplatz "hurra, wieder eine Ausbeutung weniger" rufen...


Verstehendes Lesen ist echt nicht Dein Ding, Holger.
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[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 19.06.2009 um 04:21 Uhr geändert. ]

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19.06.2009, 11:04 Uhr

Holger
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Zitat:
Original von Maja:
Verstehendes Lesen ist echt nicht Dein Ding, Holger.

Schon klar. Wenn wir Arbeitsplätze im "landesfremden Ausland" schaffen, ist es Ausbeutung, wenn Firmen aus dem "landesfremden Ausland" hier bei uns Arbeitsplätze schaffen, ist das was ganz anderes.

Logik ist echt nicht Dein Ding, Maja.

mfg

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19.06.2009, 16:22 Uhr

Maja
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Zitat:
Original von Holger:
Zitat:
Original von Maja:
Verstehendes Lesen ist echt nicht Dein Ding, Holger.

Schon klar. Wenn wir Arbeitsplätze im "landesfremden Ausland" schaffen, ist es Ausbeutung, wenn Firmen aus dem "landesfremden Ausland" hier bei uns Arbeitsplätze schaffen, ist das was ganz anderes.

Bullshit.

Zitat:
Logik ist echt nicht Dein Ding, Maja.

Deine Logik scheint zu sein, dass andere blöd sind, wenn Du was nicht versteht. Lies den Absatz einfach noch ein paar mal, lasse nichts weg, füge nichts hinzu, und denk mal scharf nach.
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19.06.2009, 22:10 Uhr

dandy
Posts: 2552
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@Maja & Holger:

Zankt Euch nicht - haut Euch lieber ('ne Stunde aufs Ohr)...
;)
--
Ciao,

Dandy

Wenn es jemandem Spaß macht, zu Marschmusik in Reih' und Glied zu marschieren, so verachte ich ihn schon.
Er hat sein Großhirn nur aus Versehen bekommen - bei ihm hätte auch schon das Rückenmark gereicht!
(Albert Einstein)

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