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20.12.2010, 00:13 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von _PAB_:
@Maja:
> Zur Gesamtheit der Faktenlage gehört auch der Hinweis auf einen zwischenzeitlichen Personalwechsel bei der Staatsanwaltschaft

Ja, genau das habe ich ja geschrieben - und zwar in dem Beitrag, auf den Du mir geantwortet hast... :-)

Angedeutet und dabei entsprechend einer bestimmten, über die Medien vorgefertigt gelieferten Meinung herumspekuliert, was die Motive einer uns nur facettenweise bekannten Person gewesen sein mögen, zu entscheiden, was nunmal in ihrer Entscheidungskompetenz lag. Diese Spekulation kann zutreffend sein, muss aber nicht.

Abgesehen davon, ich wiederhole, erlassen Staatsanwälte keine Haftbefehle, weder allgemein noch inhaltlich, und entscheiden auch nicht über die Frage, ob jemand in Untersuchungshaft (bleiben) muss. So what?

Diese schwedische Staatsanwältin erfreut sich hier größerer Aufmerksamkeit als Assagne selbst. Irgendwas macht der Mann falsch. 8)

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20.12.2010, 18:37 Uhr

hjoerg
Posts: 3824
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Zitat:
Original von Maja:
...
Abgesehen davon, ich wiederhole, erlassen Staatsanwälte keine Haftbefehle, weder allgemein noch inhaltlich, und entscheiden auch nicht über die Frage, ob jemand in Untersuchungshaft (bleiben) muss. So what?
...


Klick mich mal ;)
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by WinUAE
hjörg :dance2:
Nethands

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20.12.2010, 19:25 Uhr

Maja
Posts: 15429
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@hjoerg:

Wer hatte den Haftbefehl gegen Assagne erlassen?
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21.12.2010, 15:27 Uhr

Holger
Posts: 8093
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Zitat:
Original von Maja:
... rechtfertig auch nicht, dieser anhand lückenhafter Informationen einfach mal juristisch zweifelhafte Aktionen im Fall Assagne zu unterstellen.

Was an ihren Aktionen juristisch zweifelhaft ist, wurde bereits hinreichend diskutiert.
Zitat:
Welchen Nutzen hat Wikileaks bisher für wen gebracht?
Ich wollte schon immer mal wissen, was in gewissen Geheimverträgen zwischen unserer Regierung und einigen ausgesuchten Konzernen steht, beispielsweise dem Mautkonsortium. Genauso wie mich durchaus interessierte, was unsere Regierung über gewisse CIA-Operationen in Deutschland tatsächlich wusste. Da ich dies nun weiß, hat Wikileaks mir bereits einen Nutzen gebracht.

Und ich bin nicht der einzige.

Außerdem konnten bestimmte Presseerzeugnisse durch ihre Wikileaks-basierten Veröffentlichungen mehr Umsatz generieren. Diese hatten also auch einen Nutzen und außerdem damit auch das öffentliche Interesse an diesen Informationen bewiesen.

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21.12.2010, 16:19 Uhr

Maja
Posts: 15429
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@Holger:

Ah ja. Wikileaks befriedigt also Sensationsgier und dient kapitalistischen Begehrlichkeiten. Also nur ein weiterer Vertreter aus der Gattung Gesprächsstofflieferant für Stammtisch und Kaffeklatsch in unserer überbunten, überfüllten Medienlandschaft. Den Nutzen haben wieder nur die, die es ohnehin gut getroffen haben. Maul-Revoluzionäre und die Medienindustrie.
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21.12.2010, 16:29 Uhr

Holger
Posts: 8093
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Ah ja. Wikileaks befriedigt also Sensationsgier und dient kapitalistischen Begehrlichkeiten. Also nur ein weiterer Vertreter aus der Gattung Gesprächsstofflieferant für Stammtisch und Kaffeklatsch in unserer überbunten, überfüllten Medienlandschaft. Den Nutzen haben wieder nur die, die es ohnehin gut getroffen haben. Maul-Revoluzionäre und die Medienindustrie.

Ja ja, alle Scheiße außer Dir.

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21.12.2010, 17:33 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
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Zitat:
Original von Maja:
Wikileaks befriedigt also Sensationsgier [...]

Äh? Also die meisten Dokumente auf Wikileaks sind stinklangweilig zu lesen. Um daraus eine Sensation zu machen, mußt du teilweise schon eine Weile darüber nachdenken was du gerade gelesen hast. Bis zum Ergebnis dieses Nachdenkens ist die "Gier" an der Sensation schon wieder eingeschlafen.
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21.12.2010, 19:38 Uhr

Maja
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@DrNOP:

Och, bestimmte Presseerzeugnisse sorgen mit ihren Wikileaks-basierten Vorankündigungen und Veröffentlichungen schon für die nötige Kurzweil. ;)
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22.12.2010, 00:55 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
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@Maja:
Ich dachte, Presseerzeugnisse seien unter "kapitalistischen Begehrlichkeiten" zusammengefaßt? Denn wenn nicht, dann trifft es ja nicht zu, daß Wikileaks die Sensationsgier befriedigt. Das machen ja die Presseerzeugnisse...
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22.12.2010, 17:13 Uhr

Maja
Posts: 15429
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@DrNOP
Zitat:
Denn wenn nicht, dann trifft es ja nicht zu, daß Wikileaks die Sensationsgier befriedigt. Das machen ja die Presseerzeugnisse...
Den Stoff dafür liefert ihnen Wikileaks. Tu nicht so, als hättest Du nicht kapiert, was ich meine.
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22.12.2010, 22:04 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
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Zitat:
Original von Maja:
Den Stoff dafür liefert ihnen Wikileaks. Tu nicht so, als hättest Du nicht kapiert, was ich meine.

Genauso wie du, ich und alles andere auf dieser Welt, sofern ein Bus von der Straße kippt oder eine Stadt überflutet wird oder irgendwas anderes passiert. Kein Grund, Wikileaks hervorzuheben - außer, man hat einen gewissen Bias.
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23.12.2010, 16:08 Uhr

Maja
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@DrNOP:

Keine Ahnung welche Ausrichtung Du hast. Von Verkehrsunfällen, Naturkatastrophen und anderen ohnehin öffentlichen Ereignissen erfährt die Öffentlichkeit jedenfalls auch ohne inkontinente Wiki, die - nebenbei angemerkt - nicht mal eine Wikipedia ist.

Ich gehe übrigens immer noch davon aus, dass man sich den delikaten Informationsfluss vergüten lässt. Denn ich glaube nicht an menschlichen Altruismus dort, wo Einnahmen in Millionenhöhe winken.
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23.12.2010, 21:15 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
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@Maja:
D.h., ein weiteres mal wird Wikileaks nur als eine Quelle von vielen beschrieben, aus denen sich Zeitungen bedienen. Ein weiteres mal also kein Grund, es besonders hervorzuheben.

Ich bin mir jetzt nicht sicher, was du alles unter "delikatem Informationsfluß" zusammenfaßt. Es gab auf jeden Fall auch schon genügend Dokumente auf Wikileaks, die in keiner Zeitung abgedruckt wurden.
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23.12.2010, 21:31 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von DrNOP:
Es gab auf jeden Fall auch schon genügend Dokumente auf Wikileaks, die in keiner Zeitung abgedruckt wurden.

Ist das denn ein Grund, Wikileaks hervorzuheben? Als eine Quelle von vielen unterscheidet es sich damit auch nicht von andere Quellen.
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24.12.2010, 12:03 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
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Das ist richtig. Und jetzt?
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24.12.2010, 12:25 Uhr

Maja
Posts: 15429
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@DrNOP:

Fröhliche Weihnachten.
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03.01.2011, 22:49 Uhr

Commodor
Posts: 44
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...und Frohes Neues.

Heute neu -
Warum kommt diese Info jetzt erst: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,737553,00.html ?
Das Thema ist doch seit Monaten frei im Internet von den Projektverantwortlichen nachzulesen. Ist wohl wieder Sauregurkenzeit. Welche Sensation, man plant auch in Deutschland, Satelliten zu bauen, die es schon lange im Weltall mit höherer Auflösung(GeoEye, WorldView2...) gibt. Also die angeblich heißen Depeschen auf Aftenposten sagen nicht viel dazu - keiner will es bezahlen - und die sind auch noch von den Amibotschaftern geschrieben.
Demnächst kommt Google Earth auf Wikileaks als Sensation...

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18.01.2011, 23:09 Uhr

tommya4k
Posts: 52
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Zitat:
Original von Holger:
Mit Verlaub, das ist Blödsinn. Es wurden schon so manche Skandale von Journalisten aufgedeckt, die zu internationalen Verwicklungen führten oder hätten führen können.
Und jeglicher Journalismus wäre sinnlos, wenn er von vornherein solche Freifahrtscheine für diejenigen beinhalten würde, gegen die man recherchiert.
Ein internationaler Konzern schüttet Giftmüll aus einem Land in den Fluss eines anderen? Prima, vor der Presse müsste sich dieser Konzern nach dem von Dir behaupteten Kodex ja nicht fürchten. Die dürfte ja nach Deiner Logik selbst dann nichts veröffentlichen, wenn die Polizei es aufdeckt. Könnte ja zu "internationalen Verwicklungen" führen.

Deine Logik verwechselt leider Äpfel mit Birnen. Enthüllungen über global operierende Konzerne (Wirtschaft) sind kein Stoff der internationale Verwickungen (Politik) auslösen könnte. Frag Dich doch mal, warum es überhaupt für erforderlich gehalten wurde, Wikileaks zu gründen. Scheinbar hat sich nirgendwo ein Chefredakteur gefunden, der bei diesem gefährlichen "Spiel" in dieser extremen Form mitmachen wollte. Es ist schon noch ein großer Unterschied, ob militärische Gewalt, ob ein Krieg ursächlich von der Politik eines Landes ausgeht oder von profilneurotischen möchtegern Journalisten, die investigativen Journalismus mit Skandalgier verwechseln. Da ist jemand scharf auf den Pulizer-Preis und bereit, dafür über Leichen zu gehen.
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Dumm nur, dass Dir wie zu oft Logik und Menschenverstand abhanden geht. Wie schrieb ich Dir vor Langem: so schlimm kann ein Gehirn doch nicht manipuliert sein ! Du heißt ja dann den Krieg der USA und ihrer Willigen "...." weil erlogen, aber Staatsgeheimnis als rechtens und dann auch die im Gefolge geschehenen Verbrechen als "schützenswerte Staatsgeheimnisse !?", PFUI


[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 08.12.2010 um 19:59 Uhr geändert. ]




[ Dieser Beitrag wurde von tommya4k am 18.01.2011 um 23:10 Uhr geändert. ]

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18.01.2011, 23:21 Uhr

tommya4k
Posts: 52
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Zitat:
Original von _PAB_:
Ermittlungen sind auch nichts ungewöhnliches, wenn jemand jemanden anzeigt, deshalb ist man noch nicht gezwungen, sich irgendwo zu melden oder zu kooperieren.

Das ist absolut richtig. Wenn jemand zu Unrecht beschuldigt wird, spricht jedoch kaum etwas dagegen, zu kooperieren; im eigenen Interesse. Von der Strafanzeige wird er relativ zeitnah Kenntnis genommen haben.
Zitat:
Morddrohungen (laut Assanges Anwalt).
Wegen erzwungenem ungeschütztem Verkehr mit zwei Frauen in Schweden?!? Hm... Anwälte, insbesondere Staranwälte tendieren zur Theatralik.
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langsam tut es weh !!!

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18.01.2011, 23:29 Uhr

tommya4k
Posts: 52
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Zitat:
Original von _PAB_:
Das ist doch mal ein Aussage!

Eine von mehreren in diesem hier so gern zitierten Artikel.
Zitat:
Ich finde es echt schade, dass immer wieder Leute sich stundenlang das Maul zerreißen, ohne den blassesten Schimmer zu haben, wie die Faktenlage aussieht. (Gilt auch für viele Medienvertreter.)
Zur Gesamtheit der Faktenlage gehört auch der Hinweis auf einen zwischenzeitlichen Personalwechsel bei der Staatsanwaltschaft aus selbigem Presseartikel. Das nur der Vollständigkeit halber zum Vorwurf der Unentschhlossenheit gegen die Staatsanwältin.

Im Übrigen kann niemand von uns mehr über die Faktenlage wissen, als veröffentlicht wurde. So kennen wir z. B. die Akte Assagne der Staatsanwaltschaft nicht.
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das wird gewiß alles auf Wikileaks eines Tages veröffentlicht ...

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24.01.2011, 16:43 Uhr

tommya4k
Posts: 52
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
@DrNOP:

Dass es Massenvernichtungswaffen im Irak geben könnte, daran glaubte die geschätze Weltöffentlichkeit nach 9/11 nur zugern. Außerdem weichtst Du vom Thema der Frage ab. Es geht um erfundene Anklagepunkte gegen natürliche Personen in Ländern, in denen Ermittlungen in Strafsachen keineswegs ein Problem darstellen. Dort würde es nich so lange dauern, bis konstruierte Vorwürfe entlarft wären.
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[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 10.12.2010 um 19:52 Uhr geändert. ]


Jedem, der damals die Eskalation der Konfontation, der immer neuen Anschuldigungen ohne Beweis und darauf folgender Sanktion bis zur Agression aufmerksam verfolgte, war schnell klar, dass es wieder nur um einen Vorwand zum Krieg ging; wie immer ... : "Versenkung von Kriegsschiffen 1909 vor Havanna, später im Golf von Tonking, Gleiwitz ... . Alle Agressionen und Eroberungen wurden mit Lügen begonnen.



[ Dieser Beitrag wurde von tommya4k am 24.01.2011 um 16:47 Uhr geändert. ]

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12.02.2011, 14:20 Uhr

_PAB_
Posts: 3016
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@Maja:
Vielleicht schaust Du Dir eines der Videos von US-amerikanischen Hubschraubereinsätzen in Bagdad an, bei denen zumindest ein US-Journalist und ein unbeteiligter irakischer Familienvater (der Erste Hilfe leisten wollte!) gezielt erschossen wurden. Die zynischen Kommentare über die Kinder im Auto geben dem ganzen den Rest. Einem Soldat, der die Kinder in ärztliche Obhut bringen wollte, wird befohlen, "sich um seinen Job zu kümmern" (frei übersetzt).

Der Informant war der damals 22-jährige Soldat Bradley Manning, der als Idealist zur Armee ging und mit geheimen Dokumenten aus dem Irak zu tun hatte. Aus Betroffenheit und Gerechtigkeitsempfinden (was jeder empfinden müsste, wenn er sich dieses Video auf WikiLeaks mal ansieht!) hat er seine Geheimhaltungspflicht verletzt und sitzt jetzt deswegen für 52(!) Jahre in Haft in einem Marine-Stützpunkt und wird dort menschenunwürdig behandelt.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-07/wikileaks-militaer-geheimvideo

So, und dem Jungen sowie WikiLeaks willst Du jetzt also finanzielle Interessen unterstellen?
Ich denke, man muss wirklich kein Altruist sein, um die Veröffentlichung dieses Videos unter gleichzeitigem restriktiven Schutz des Informanten vorzunehmen. Es ist eine Frage von Humanismus und Gerechtigkeit!

Wenn WikiLeaks tatsächlich auch nur die geringsten finanziellen Interessen hätte, könnten sie sich auch von den Geheimdiensten ein 10-faches des Geldes geben lassen, damit die Informationen nicht veröffentlicht werden!

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12.02.2011, 16:08 Uhr

analogkid
Posts: 2393
Nutzer
Zitat:
Original von _PAB_:
Wenn WikiLeaks tatsächlich auch nur die geringsten finanziellen Interessen hätte, könnten sie sich auch von den Geheimdiensten ein 10-faches des Geldes geben lassen, damit die Informationen nicht veröffentlicht werden!


Vielleicht haben sie das ja auch und die US-Regierung hat aus diesem Grund ein starkes Interesse daran Wikileaks bzw. Assange mundtot zu machen ;)

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12.02.2011, 16:43 Uhr

Maja
Posts: 15429
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@_PAB_:

Du argumentierst jetzt in der Richtung, dass es keine vernünftige Legitimation für Krieg gibt, um mir Wikileaks schmackhaft zu machen. Doch was hat das mit Wikileaks zu tun? Das herauszufinden, braucht niemand Wikileaks.

Krieg ist graumsam und abscheulich. Manche Soldaten tun als Individuum Verachtungswürdiges. Soldaten aller Nationen, in allen Kriegen, zu allen Zeiten. Das wissen die Kriegsherren aller Länder und die Öffentlichkeit weiß es auch (wenn sie sich nicht gerade etwas anderes vormacht). Kurzum, dieses Video zeigt nichts bahnbrechend Neues. Nichts, wo man nicht von selbst hätte daruf kommen können.

Videos wie dieses Zeigen das Alltagsgesicht des Krieges, jedes Krieges. Alles, was es bringen könnte, wären Disziplinarmaßnahmen gegen die im Video gezeigten Soldaten. Und dann? Nichts weiter, sondern weiter wie gehabt. Bis die Öffentlichkeit von Videos dieser Art so abgestumpft sein wird, dass sie keine besondere Aufmerksamkeit mehr erregen. Das Verhalten der Protagonisten an der Front zu outen wird keinen Krieg beenden und keinen verhindern. Denn die sind es nicht, die Kriege führen.

Und Wikileaks selbst? Wie ernst kann man eine Plattform nehmen, die abgeblich für rückhaltlose Informationsfreiheit seht, sich aber gleichzeitig zur Auflage gemacht hat, eigene, interne Chatprotokolle nicht zu veröffentlichen? Man soll also mit Hile von Wikileaks alles über alle erfahren, nur über Wikileaks selbst nichts. Wie konsequent und so altruistisch.

Im Übrigen ist der "Altruist" Assagne seit geraumer Zeit ausschließlich damit beschäftigt, für ihn medenwirksam - wie es halt so seine Art ist - seine eigene Haut zu retten. Unlängst bettelte er die australische Premierministerin per Videobotschaft an, ihn nach Hause zu holen, quasi in politiches Asyl zu nehmen. Und natürlich muss die Weltöffentlichkeit davon erfahren, neh. Dazu gab er sogar seine Videobotschaft an die Ministerin der Presse.

Frei nach dem Motto, "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" ;)
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[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 12.02.2011 um 16:45 Uhr geändert. ]

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13.02.2011, 18:25 Uhr

Valwit
Posts: 750
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@harryfisch:
Zitat:
Es wäre ja schön wenn es um die Frauenrechte gehen würde aber bitte mit welcher Begründung und auf welcher rechtlichen Grundlagen gehen diese Institutionen vor? Das riecht doch nach Druck aus Washington.

bei PP ist es einfach: WikiLeaks hat selbst nicht gesammelt, die Wau-Holland-Stiftung hat für WL gesammelt. Und eben dass ist nicht zulässig. Entweder fiel es nicht auf oder es wurde toleriert, bis jemand bei PP Angst bekamm dass es eventuell Ärger mit Washington gibt. Da es eine private Ami-Firma ist hat man eben halt der Wau-Holland-Stiftung gekündigt. Für uns in Europa eine Riesensauerei und Feigheit, für Amis ganz normal. Ich denke bei Amazon war es sehr ähnlich.
--
Viele Grüsse
Valwit

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14.02.2011, 13:11 Uhr

Holger
Posts: 8093
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Zitat:
Original von Maja:
Das Verhalten der Protagonisten an der Front zu outen wird keinen Krieg beenden und keinen verhindern. Denn die sind es nicht, die Kriege führen.

Entschuldige bitte, wer sind "die", die es Deiner Meinung nach nicht sind, die Kriege führen?

Die "Protagonisten an der Front" kannst Du ja wohl unmöglich meinen, auch wenn es grammatikalisch so aussieht. Die sind es ja schließlich, die definitiv den Krieg führen.

Die Bevölkerung im Heimatland, gegenüber denen diese Videos das Verhalten der Protagonisten an der Front outen würde, kannst Du auch unmöglich meinen, denn die sind es natürlich auch, die den Krieg führen, in dem sie ihre Verwandten und Freunde in den Krieg ziehen lassen und die Kriegstreiber wiederwählen.

Also, wen meinst Du mit "die"?

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14.02.2011, 16:14 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von Holger:
Entschuldige bitte, wer sind "die", die es Deiner Meinung nach nicht sind, die Kriege führen?

Die "Protagonisten an der Front" kannst Du ja wohl unmöglich meinen, auch wenn es grammatikalisch so aussieht.

Das sieht nicht nur so aus.
Zitat:
Die sind es ja schließlich, die definitiv den Krieg führen.
Das ist genau die fatale Fehleinschätzung, auf Grund der manche Leute Soldaten pauschal als Mörder bezeichnen.
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14.02.2011, 16:34 Uhr

Holger
Posts: 8093
Nutzer
Zitat:
Original von Maja:
Zitat:
Die sind es ja schließlich, die definitiv den Krieg führen.
Das ist genau die fatale Fehleinschätzung, auf Grund der manche Leute Soldaten pauschal als Mörder bezeichnen.
Lass mich mal kurz überlegen: sie haben sich freiwillig gemeldet, ohne sie würde der Krieg nicht durchführbar sein, sie sind es, die die Waffe in der Hand halten, die auf die Zivilisten schießt, mmh, tut mir leid, aber ich kann nicht erkennen, an welcher Stelle Deine Realitätsverdrehung, nach der sie nicht diejenigen sind, die den Krieg führen, jetzt ansetzen soll.

--
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14.02.2011, 18:13 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
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Zitat:
Original von Holger:
tut mir leid, aber ich kann nicht erkennen, an welcher Stelle Deine Realitätsverdrehung, nach der sie nicht diejenigen sind, die den Krieg führen, jetzt ansetzen soll.

Vielleicht wollt ihr "führen" etwas genauer definieren? Mir fiele da spontan der Unterschied zwischen "ausführen" und "anführen" ein ...

Meine persönliche Meinung ist, daß derjenige der irgendeinen Krieg anführt, ganz sicher nicht an der Front zu finden ist.
--
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14.02.2011, 18:20 Uhr

Holger
Posts: 8093
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Zitat:
Original von DrNOP:
Meine persönliche Meinung ist, daß derjenige der irgendeinen Krieg anführt, ganz sicher nicht an der Front zu finden ist.

Vollkommen richtig. Und genau deswegen könnte niemand einen Krieg anführen, ohne Unterstützung derjenigen, die ihn ausführen.

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