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29.05.2011, 23:53 Uhr

_PAB_
Posts: 3016
Nutzer
@Maja:
Es ist unumstößlicher Fakt, dass man mehr Rente bekommt, wenn man bis 67 arbeitet, als wenn man mit 65 aufhören würde.
Nichts anderes hat der Politiker (bei genauem Hinsehen) gesagt.
Natürlich ist es hinterrum eine Kürzung... trotzdem hat der Politiker nichts falsches gesagt.
Das ist eben die "Kunst" in der Politik (=Leute verarschen).

Hmpf, letzter Beitrag von mir zu diesem Thema, letzter Beitrag von mir auf diesem Server...

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30.05.2011, 09:14 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
Nutzer
Zitat:
Original von _PAB_:
Es ist unumstößlicher Fakt, dass man mehr Rente bekommt, wenn man bis 67 arbeitet, als wenn man mit 65 aufhören würde.

Nein, das ist kein unumstößlicher Fakt! Was er nämlich weggelassen hat ist das Bezugssystem. Deshalb gibt es zwei Möglichkeiten der Interpretation dieser Aussage:

a) Wenn man (in ein paar Jahren) gezwungen ist bis 67 zu arbeiten bekommt man mehr Rente als jemand, der heute schon mit 65 in Rente gehen darf, oder

b) Wenn man (in ein paar Jahren) gezwungen ist bis 67 zu arbeiten bekommt man mehr Rente als jemand, der (in ein paar Jahren) trotzdem schon mit 65 in Rente geht und deswegen Abschläge in Kauf nehmen muß.


Für Lösung a) gibt es keine Anzeichen und Lösung b) ist nun wirklich trivial.

Zitat:
Nichts anderes hat der Politiker (bei genauem Hinsehen) gesagt.
"Bei genauerem Hinsehen" hast du deine Interpretation gewählt und dich spontan für Lösung b) entschieden.
--
Signaturen mit mehr als zwei Zeilen gehen mir auf den Wecker

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30.05.2011, 10:25 Uhr

Holger
Posts: 8090
Nutzer
Zitat:
Original von _PAB_:
@Maja:
Es ist unumstößlicher Fakt, dass man mehr Rente bekommt, wenn man bis 67 arbeitet, als wenn man mit 65 aufhören würde.

Und das vollkommen unabhängig davon, ob der Gesetzgeber Rente mit 65 oder Rente mit 67 als Standard festgelegt hat.
Zitat:
Nichts anderes hat der Politiker (bei genauem Hinsehen) gesagt.
Warum hat er es denn gesagt? Selbstverständlich hat er es deshalb gesagt, weil er a) den Leuten einreden will, ein per Gesetz höher gelegtes Rentenalter hätte damit etwas zu tun und/oder b) die Leute ihm jetzt auch noch dankbar dafür sein sollen, dass sie jetzt zum höheren Renteneintrittsalter gezwungen werden.
Zitat:
Das ist eben die "Kunst" in der Politik (=Leute verarschen).
Unter diesem Gesichtspunkt hat der Politiker wohl versagt, wenn man erst einmal jemanden wie Dich braucht, der den Leuten erklärt, wie die Rede zu verstehen ist, damit sie wirksam verarschen kann, statt, zumindest Deiner Meinung nach missverständlich, sofort durchschaut zu werden.

--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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30.05.2011, 19:57 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von _PAB_:
@Maja:
Es ist unumstößlicher Fakt, dass man mehr Rente bekommt, wenn man bis 67 arbeitet, als wenn man mit 65 aufhören würde.
Nichts anderes hat der Politiker (bei genauem Hinsehen) gesagt.

Fein. Dann sehen wir doch mal ganz genau hin.

Es gibt nur eine Konstellation, auf die diese Aussage unumstößlich zutrifft: 65 Jahre alt plus 45 Beitragsjahre in der gRV, die Gruppe der "besonders langjährig Versicherten".

Daraus folgt:

1. Wer mit 65 noch keine 45 Jahre "geklebt" hat und keinen Rentenabzug für vorzeitige Inanspruchnahme hinnehmen will oder kann, dem bleibt und wird keine andere Wahl bleiben, als bis zum Erreichen der Altersgrenze für die Regelaltersrente zu arbeiten. Erwerbsfähigkeit bis ins hohe Alter vorausgesetzt, wovon in vielen Bereichen per se nicht ausgegangen werden kann.

2. Rente mit 67 ist nicht automatisch gleichbedeutend mit 2 Jahren längerer Beitragszahlung als bisher mit 65 Jahren erreicht wurde und teils noch werden wird. Von der heutigen Schülergeneration wird eine Mehrheit nicht mal in die Nähe einer Rente für "besonders langjährig Versicherte" kommen, denn nicht nur die Lebenserwartung ist gestiegen, auch Berufsanfänger sind immer älter geworden. Mit etwas Glück werden zukünftige Rentner mit 67 in die Nähe von 40 Beitragsjahren kommen. Vorausgesetzt sie schaffen es, bis dahin ununterbrochen erwerbstätig zu bleiben. Denn ein ganzes Arbeitsleben im selben Betrieb - früher keine Seltenheit, gehört ebenfalls der Verangenheit an.

Kurzum: Berufanfänger kommender Jahre werden keine längeren Beitragszeiten in der gRV zürücklegen und daher auch keine höheren Renten - in X v.H. des Erwerbseinkommens - beziehen, als der heutige Durchschnittsrenter. Eher das Gegenteil wird der Fall sein. All das war dem Gesetzgeber und Versicherungsträger bei Verabschieden dieser "innovativen" Rentenreform bewusst.

Insbesondere die Rente für besonders langjährig Versicherte ist daher eine Mogelpackung sondergleichen, allenfalls als halbseidener "Vertrauensschutz" für heutige Erwerbstätige mittleren Alters geeignet, sofern sie Glück haben, bis 65 die erforderlichen 45 Beitragsjahre vollzubekommen. Und nein, es lohnt nicht, dann noch bis zur Altergrenze weiterzuarbeiten. Das bißchen Mehr an Rente steht in keinem vernünftigen Verhältnis zur verlängerten Lebensarbeitszeit, was - genau hingesehen - nicht Zuletzt auch eine verkürzte Rentenbezugsdauer bedeutet. Um meine Ausführungen mit dem, der Sachlage angemessenen Sarkasmus zu enden.

Zitat:
trotzdem hat der Politiker nichts falsches gesagt.
Das wird auch durch konsequente Wiederholung nicht richtig.
--
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[ Dieser Beitrag wurde von Maja am 30.05.2011 um 19:59 Uhr geändert. ]

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30.05.2011, 23:22 Uhr

_PAB_
Posts: 3016
Nutzer
@Maja, Holger:
Ich denke, es ist offensichtlich, dass diese umstrittene Äußerung hier im Kontext der geplanten Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 geführt wurde - unter Vorwergnahme der geplanten Anhebung ist die Argumentation schlüssig und richtig.
Ebenso ist diese Äußerung auch volkswirtschaftlich richtig, wenn man bedenkt, dass es mehr auszuzahlen gibt, wenn länger eingezahlt wird. (Angenommen die Anhebung erhöht tatsächlich die Einzahlungen.)

Egal, das war hier sowieso nicht das Thema.

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31.05.2011, 11:56 Uhr

Holger
Posts: 8090
Nutzer
Zitat:
Original von _PAB_:
Ebenso ist diese Äußerung auch volkswirtschaftlich richtig, wenn man bedenkt, dass es mehr auszuzahlen gibt, wenn länger eingezahlt wird. (Angenommen die Anhebung erhöht tatsächlich die Einzahlungen.)

Ja, unter der Annahme ist das natürlich zweifelsohne richtig. Solange wir aber keine Vollbeschäftigung haben, kann man genausogut immer annehmen, dass für einen in Rente gehenden ein Ersatz zur Verfügung stünde, der dann, statt HartzIV zu beziehen, in die Rentenkasse einzahlen würde.
Unter dieser Betrachtung wäre eine Anhebung des Rentenalters volkswirtschaftlich eher kontraproduktiv.

In Wahrheit ist natürlich weder das eine noch das andere ausreichend, um alle zu erwartenden Effekte wirklich vorherzusagen. Ich würde es halten, wie in der Medizin: wenn man weder vorhersagen kann, ob und welcher Schaden ohne einen Eingriff zu erwarten ist, noch ob und welcher Nutzen wirklich durch den Eingriff entsteht, dann lässt man den Eingriff, der immer mit einem Risiko behaftet ist, bleiben.

Und nutzt die gesparten Ressourcen für Änderungen, die wirklich etwas bringen.

--
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31.05.2011, 21:16 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von Holger:
Ich würde es halten, wie in der Medizin: wenn man weder vorhersagen kann, ob und welcher Schaden ohne einen Eingriff zu erwarten ist, noch ob und welcher Nutzen wirklich durch den Eingriff entsteht, dann lässt man den Eingriff, der immer mit einem Risiko behaftet ist, bleiben.

Wohl wahr, so sollte es in der Medizin gehalten werden. ;)
--
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12.06.2011, 15:54 Uhr

Begeisterter_Amiga_User
Posts: 665
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was hat eigendlich "rente mit 67" und das ursprungsthema miteinander zu tun?
--
if ($GLOBALS['FORUM']->forumuser->mitglied['ahnung'] == 0) {
$this->besserKlappeHalten / nachDenken= 1;}

Inside Windows-Kernel: if(everything_is_ok==1) { crash(); }

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12.06.2011, 17:56 Uhr

Wolfman
Posts: 3666
Nutzer
@Begeisterter_Amiga_User:

Ganz einfach: wer früher in Rente geht, hat mehr Zeit SG:U anzusehen ;) .
--
God forgives - who forgives God ?

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12.06.2011, 22:11 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Original von Wolfman:
@Begeisterter_Amiga_User:

Ganz einfach: wer früher in Rente geht, hat mehr Zeit SG:U anzusehen ;) .


Oder alte Threads rauszusuchen, in denen OT diskutiert wurde, und nachzufragen, was das diskutierte Thema mit dem Topic zu tun hat. :O
--
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13.06.2011, 00:07 Uhr

Wolfman
Posts: 3666
Nutzer
@Maja:

Oder das :D
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God forgives - who forgives God ?

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