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amiga-news.de Forum > Get a Life > Titel für 99 Cent aus dem Internet [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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09.08.2002, 22:53 Uhr

Askane
Posts: 850
Nutzer
Ist nicht direkt Amiga-Thema...

Universal Music startete heute als erster in Deutschland den
Online Music Vertrieb. Zunächst 5000 Titel, bis Ende
des Jahres 15.000 Titel. Kosten pro Titel 0,99¤.
Abrechnung per Telefonrechnung oder über ein Guthabenkonto.

Die per Download auf der Festplatte kopierten Titel können
auf CD gebrannt werden. Dabei sind die Musikdateien elektronisch
geschützt. Beim brennen werden die Daten des Nutzer's in Form
eines digitalen Wasserzeichen erfasst und auf die CD übertragen.

Die Dateien selbst sind mit einem so genannten Digital Rights
Management von Microsoft gesichert

http://www.popfile.de


MnG Askane

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09.08.2002, 23:54 Uhr

TriMa
Posts: 2793
[Ex-Mitglied]
0.99 Sonnen? Wer solldas Tragen?;)

Ich denk mal das setzt sich nicht durch, sowas hat sich noch nie durchgesetzt wenn man anderswo sowas kostenlos bekommt, also, ich geb dem wenig chancen.

--
MfG TriMa
--
#AmigaFun IRC Kanal unter http://amigafun.trimaweb.de


Look there -> http://www.trimaweb.de

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10.08.2002, 10:52 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
Nutzer
Aber es hätte immerhin schon mal den Vorteil, daß man nicht - wie in einem anderen Thread schon bemerkt wurde - sich einen Sampler mit 30 Liedern oder so kaufen muß, nur weil man eines davon haben will. So kann man sich jetzt seinen Sampler selbst zusammenstellen (auf das der dann besser ist ;) )

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10.08.2002, 11:42 Uhr

DaxB
Posts: 1412
Nutzer
So ein Quatsch.... wer für Musik bezahlt ist selber schuld ! Man kann so ziemlich alles legal bekommen, ein bissel arbeit vorausgesetzt :D

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10.08.2002, 11:49 Uhr

TriMa
Posts: 2793
[Ex-Mitglied]
NOP:
Das stimmt auch wieder, aber genauso gut kannste die gewünschten Songs dann auch woanders saugen.
--
MfG TriMa
--
#AmigaFun IRC Kanal unter http://amigafun.trimaweb.de


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10.08.2002, 12:21 Uhr

Neppomuk
Posts: 419
Nutzer
Lol, digital geschützt, so'n Käääääse!
Zahl ich halt die 99Cents, somit habich den Titel rechtlich erworben. Lad mir dann das mp3 runter, was ich dann ja darf und kann damit anstellen was ich will. Brenns auf ne CD und legs unters Kopfkissen...

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10.08.2002, 13:52 Uhr

Murmel
Posts: 1457
Nutzer
Naja ich halte von diesem Konzept überhaupt nichts. Wenn man
sich wirklich für eine Gruppe interessiert dann möchte man doch
wissen:

- wann wurde der Song eingespielt.
- von wem wurde er geschrieben.
- auf welchem Album zu finden.
. in welcher Besetzung eingespielt.

Das sind zumindest Sachen die mich als Rockfan interessieren.
Was nützt mir ein guter Song von dem ich in 2 Jahren nicht mehr
weiß von welcher Gruppe der ist. Dann muß ich die Songs noch
selber auf CD brennen, und ein Cover habe ich dann auch noch nicht. Sorry, aber man kann seine Zeit auch sinnvoller einsetzen.

Dann lieber auf CD-Börsen oder im Secondhandladen das
gesuchte erstehen.

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10.08.2002, 14:02 Uhr

OEmer
Posts: 336
Nutzer
Zitat:
Original von TriMa:
Das stimmt auch wieder, aber genauso gut kannste die gewünschten Songs dann auch woanders saugen.



So ein Angebot braucht ganz klar einen Mehrwert gegenüber den freien Systemen, ansonsten hat das keine Zukunft.
Das wäre (für mich) u.a. etwa:
- grosse Auswahl an Liedern, darunter auch internationales, das hier im Laden nicht erhältlich ist.
- sehr gute Qualität der heruntergeladenen Lieder
- hervorragende Verfügbarkeit und sehr gute Downloadgeschwindigkeit

Bis jetzt sieht es leider so aus, das kaum Musik verfügbar ist. Die Seite ist, wohl durch regen Zugriff, arg langsam. Der client ist arg gross und alles andere als ausgereift, dazu kommt noch das gruselige wma-format...
Ganz davon abgesehen, das ich bis jetzt bei jedem Download-Versuch lustige und null aussagekräftige Fehlermeldungen zu sehen bekommen habe...

Fazit: Leider ist das Angebot atm Schrott.
--
bigfinger@bigfoot.de

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10.08.2002, 14:04 Uhr

OEmer
Posts: 336
Nutzer
Zitat:
Original von DaxB:
So ein Quatsch.... wer für Musik bezahlt ist selber schuld ! Man kann so ziemlich alles legal bekommen, ein bissel arbeit vorausgesetzt :D



Erklär bitt mal, würde mich interessieren :)
--
bigfinger@bigfoot.de

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10.08.2002, 14:21 Uhr

Bugz
Posts: 25
Nutzer
Wenn man da die vollen Musikdaten laden könnte ( Wave ) dann wäre das
O.K. aber nur WMA oder MP3 rechtfertigen den Preis nicht.
Wer Musik in voller Qualität hören will wird die Finger von diesem
Angebot lassen.

Die Datenreduzierten Formate sind nett, wenn man keinen Wert auf
Qualität legt.
Wenn man die kompletten Daten laden kann, wird es erst interessant.

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10.08.2002, 16:03 Uhr

Anitech
Posts: 36
Nutzer
Zu teuer - pro Song 2.- DM !! - macht bei 15 Songs satte 30 Quäken -
Deshalb völlig uninteressant !

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10.08.2002, 16:57 Uhr

DaxB
Posts: 1412
Nutzer
Zitat:
Original von OEmer:
Erklär bitt mal, würde mich interessieren :)


Ganz einfach: Suche dir den Sender der deine Musik spielt möglichst ohne werbung und im mix. Dann HD- oder Ram recording. Funzt prima :D



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10.08.2002, 17:05 Uhr

gunatm
Posts: 1418
Nutzer
Ich schließe mich an ...

ich stelle den Rohling für die CD ...
ich habe die Arbeit ...
ich habe kein Cover ...
ich habe denen den Vertriebsweg abgenommen ...
ich habe den Download bezahlt ...
ich habe ein DRM-Produkt erworben ...

... und soll CD-Preise zahlen, die sowieso dank Preisabsprachen der großen Konzerne Wucher sind?

Nö!
--
... trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!
_a2000/060_a2000_a1200/030_a1200_a500_cdtv_cd32_winUAE_mac4400_

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11.08.2002, 06:09 Uhr

OEmer
Posts: 336
Nutzer
Zitat:
Original von DaxB:
Ganz einfach: Suche dir den Sender der deine Musik spielt möglichst ohne werbung und im mix. Dann HD- oder Ram recording. Funzt prima :D



Naja, das ist dann doch mit argem Zeitaufwand verbunden, nur damit der DJ am Ende Das Lied abwürgt um irgendeinen Dummfug zu labern ;)
Leider gibts hier ohnehin keine Sender, die meine Musik spielen, und auch sonst dürften die eher dünn gesäht sein :/
--
bigfinger@bigfoot.de

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12.08.2002, 00:55 Uhr

AndiW
Posts: 298
Nutzer
Na, ich denke mal nicht, dass es einen Mehwert gegenüber den sog. "freien" Musiktauschbörsen haben muss, denn immerhin sind diese illegal, ob man das nun schönredet oder nicht. Ich finde einen Service, bei dem man nur die Lieder runterladen kann, die man will, super, und wenn man dafür bezahlen muss, ist das auch kein Problem (Musiker sind auch Menschen, und machen Musik nicht, um sie danach gratis unters Volk zu werfen).

Was den Preis und den kopierschutz angeht, ist es was anderes. Kopierschutz ist nicht ok, da ich als Besitzer damit machen können darf, was ich will. Was den Preis anbetrifft: bisherige Musik ist schlichtweg zu teuer! Als ich noch Jung war (haha) haben meine Mitschüler z.T. ihr ganzes Taschengeld nur für CD's ausgegeben. Normale CD's sollte billiger werden, sind doch die Herstellungskosten im Vergleich zur Anfangszeit extrem gesunken, der Verkauspreis ist gleich geblieben. Andererseits sind aber auch die Prämien der Musiker gestiegen. Und natürlich könnte man auch hier eine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, in etwa analog zu Free Software, d.h Musiker sollten ihre Stücke sehr günstig anbieten, um so Höhrer an sich zu ziehen, und ihr Geld hauptsächlich mit Live-Konzerten verdienen z.B.

Nur meine Meinung, Andi

[ Dieser Beitrag wurde von AndiW am 12.08.2002 editiert. ]

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12.08.2002, 15:17 Uhr

MagicSN
Posts: 238
Nutzer
Hi!

Also ich find grad fuer "schwer auftreibbare Titel" oder wenn man nur einen Titel von ner CD haben will, ist das mit dem knappen Eure schon okay :)

Allerdings dass man es nur mit Microsoft-Software nutzen kann, ist definitiv nicht okay. Ich hab hier nen Amiga, nen Mac, ein LinuxPPC-System und einen Linux-x86-Rechner, auf dem nicht genug Plattenplatz fuer ein X-Window-System (geschweige denn fuer Windows) ist, ich koennte einen solchen Service also gar nicht nutzen, falls nicht entweder ne Mac-, Amiga- oder LinuxPPC-Version (oder Linux-x86 mit Shell-Interface) verfuegbar ist.

Und es geht sicher auch anderen so, dass sie kein Windows nutzen.

Sicher, die meisten Computer-Nutzer nutzen Windows, aber ich denke,
da die Musik-Industrie sich ja gegen die "illegalen" durchsetzen will, was MP3s angeht, sollte sie nirgendswo irgendwelche "Einschraenkungen"
fuer ihr Angebot in Kauf nehmen - dadurch schmaelern sie schon gleich wieder ihre Chancen, dass sich das Ding durchsetzt.

Innovativ waere etwa eine Veroeffentlichung der Spezifikation des Protokols oder des Source-Codes des Clients.

Steffen

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12.08.2002, 15:23 Uhr

Yvan
Posts: 294
Nutzer
@ MagicSN

> - dadurch schmaelern sie schon gleich wieder ihre Chancen, dass sich
> das Ding durchsetzt.

Ich denke mal, die 5% User die sie mehr hätten interessiert die Musikindustrie vermutlich gar nicht, leider. Das Problem gabs ja schon bei den DVD Playern, unter Linux mussten die zuerst gehackt werden.
--
Eigenschaften
------------------------------------
engstirnig, schlechtes Sprachverständnis

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12.08.2002, 15:32 Uhr

Solar
Posts: 3674
Nutzer
Ein Punkt wurde hier noch gar nicht angesprochen: Aufgrund der genialen "Middleware" bin ich als Käufer, genauso wie bei "kopiergeschützten" CDs, der Gekniffene: Auf meinem MP3-Player, meinem PDA etc. läuft die Mucke nämlich gar nicht...

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12.08.2002, 20:20 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
Zitat:
Dann lieber auf CD-Börsen oder im Secondhandladen das
gesuchte erstehen.


Wirklich gute Musik gibt es ohnehin nur noch in Secondhand-Läden oder auf dem Trödelmarkt!! :D

Da kann mir die ganze INet-Downloaderei gestohlen bleiben. Absolut stillos, wenn's um wirklich guten Rock geht.

"Only the good die young."

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12.08.2002, 21:00 Uhr

Wolfman
Posts: 3666
Nutzer
[quote]
Original von Maja:
Zitat:
Da kann mir die ganze INet-Downloaderei gestohlen bleiben. Absolut stillos, wenn's um wirklich guten Rock geht.



"Only the good die young."



So pauschal würde ich das nicht sagen, sowohl bei Napster als auch speziell bei Audiogalaxy hab ich ein paar nette alte Sachen, z.B. von Lone Star (nicht die unsägliche Country-, sondern die Hard/Prog/Bombastrockband aus den 70ern), Steel Mill, Omega, Mott The Hoople, Grand Funk etc. gefunden. Leider gehn ja nun beide nicht mehr (jaja, ich weiß von Open Napster, krieg da aber meist keine Verbindung ;) )

--
Bikers Amigas and good Whiskey get better with age :bounce:


[ Dieser Beitrag wurde von Wolfman am 12.08.2002 editiert. ]

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13.08.2002, 00:04 Uhr

OEmer
Posts: 336
Nutzer
Zitat:
Original von AndiW:
Na, ich denke mal nicht, dass es einen Mehwert gegenüber den sog. "freien" Musiktauschbörsen haben muss, denn immerhin sind diese illegal, ob man das nun schönredet oder nicht.


Naja, da bin ich anderer Meinung. Wenn ich für etwas Geld ausgebe, erwarte ich einen Gegenwert, und wenn der in qualitativ miesen Musikstücken besteht, die ich mir umständlich besorgen muss und die noch weitere Nachteiel haben, ist mir das zu wenig. Natürlich wird das tauschen von geschützten Liedern dadurch nicht legal (Tauschbörsen sind nicht illegal).

Zitat:
Normale CD's sollte billiger werden, sind doch die Herstellungskosten im Vergleich zur Anfangszeit extrem gesunken, der Verkauspreis ist gleich geblieben.

Du übersiehst da einiges... eine CD besteht schliesslich nicht nur aus dem Plastikscheibchen. Die Aufnahmen allein können schon Unsummen verschlingen, dazu noch die Kosten für Instrumente, generell die Zeit, die für das Schreiben und Einüben der Lieder gebraucht wurde... u.U. auch Werbung usw...

Zitat:
Und natürlich könnte man auch hier eine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, in etwa analog zu Free Software, d.h Musiker sollten ihre Stücke sehr günstig anbieten, um so Höhrer an sich zu ziehen, und ihr Geld hauptsächlich mit Live-Konzerten verdienen z.B.

Genauso halte ich das auch selbst, ich freue mich sogar, wenn meine Musik per Tauschbörse Verbreitung findet :)
Allerdings kannst du das Konzept nicht pauschal anwenden. Schau dir die Bühnen-Show von grossen Bands an. Dieser Aufwand kostet, und ist von den Fans sogar erwünscht. Oft ist eine Tour dann mehr eine Promotion-Aktion, um die aktuelle CD zu verkaufen. Auch für kleine Bands ist das kalkulieren auf ner Tour schwierig, z.B. durch Hotel/Fahrtkosten, grade im Ausland können diese schnell explodieren...
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13.08.2002, 00:55 Uhr

AndiW
Posts: 298
Nutzer
@OEmer

Natürlich sind nicht die Tauschbörsen illegal sondern nur das Tauschen geschützer Stücke, sorry. Aber ich bin nicht der Meinung, dass ein Anbieter mehr bieten muss als Napster, wenn Du für die Stücke bezahlst. Denn es geht hier immer noch um die Frage: ist es legal oder nicht! Wenn man sich gratis Musikstücke ziehen will, dann sollte man sich auch entscheiden, für welches System man nun schlussendlich ist. Wir leben im Kapitalismus, und haben uns dafür entschieden, und in dem gilt der Grundsatz Ware gegen Geld. Wenn jeder Waren "klaut" oder gratis kopiert, wird das System unterwandert und gerät aus dem Gleichgewicht. Man kann nun mal nicht einfach den "Föifer unds Weggli" haben, wie man bei uns in der Schweiz so schön sagt, also das Geld behalten aber die Ware trotzdem mitnehmen. Kommerzielle Musikanbieter haben sich nicht gegenüber illegalen zu legitimieren, es sind die illegalen Tauschgeschäfte, die betrieben werden (ich meine jetzt nicht die Tauschbörse selber sondern die Geschäfte darin), die nicht legitim sind.

Zu den schlechten Stücken: Du musst Dir ja auch nicht die schlechten Saugen, sondern nur das was Du willst, denn das ist ja das Ziel dieses Services.

Natürlich bin ich auch dagegen, dass ein Closed-Source Non-Free Format gewählt wird, und natürlich bin auch dafür, dass die Stücke noch ein Quentchen günstiger sein könnten. Aber wie Du weiter unten selber schreibts, das Plattengeschäft ist nicht günstiger geworden, Aufnahmen sind teuer, und müssen natürlich amortisiert werden, was durch illegales kopieren der Stücke im Netz sicher nicht geschieht.

Ich bin auch der Meinung, dass für die Fans, die ein Album inkl. Cover usw. möchte, dies auch als CD angeboten wird. Und natrülich sollte dies dann preislich etwas teurer sein, als wenn man einfach die gleichen Stücke runterladen würde, dann wäre die Preisgerechtigkeit hergestellt und es gibt keine Quersubventionierung, d.h. jeder zahlt nur für das, was er schliesslich bekommt.

Dazu, dass es billiger geworden ist, ein CD zu produzieren: das stammt nicht von mir, sondern habe ich vor kurzer Zeit in einem Report in der Zeitung gelesen. Du darfst mich aber gerne korrigieren. Dieses Argument besagt aber eben auch, dass es nicht allzu gut für die Musiker ist, wenn ihre Musik nur noch kopiert werden, eben, solange sie ihre Tours als Promo-Tours sehen, und damit nicht vorwärts sondern eher rückwärts machen.

Verstehe dies bitte nicht als persönlichen Angriff, aber ich mag diese "ja, es ist halt zu teuer, das gibt mir das Recht es einfach zu kopieren" Attitüde nicht mehr hören.

Gruss, Andi

[ Dieser Beitrag wurde von AndiW am 13.08.2002 editiert. ]

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13.08.2002, 02:57 Uhr

ensu
Posts: 19
Nutzer
@ AndiW
Zitat:
Original von AndiW:

Wenn man sich gratis Musikstücke ziehen will, dann sollte man sich auch entscheiden, für welches System man nun schlussendlich ist. Wir leben im Kapitalismus, und haben uns dafür entschieden, und in dem gilt der Grundsatz Ware gegen Geld.

'Wir' haben uns höchstwahrscheinlich genausowenig für den Kapitalismus entschieden wie seinerzeit die DDR-Bürger für den Sozialismus. Abgesehen davon bin ich dennoch grundsätzlich gegen Raubkopiererei. Trotzdem sollten 'wir' bald mal schnallen, dass Kapitalismus nur eine Wirtschaftsform ist und keine Philosophie. Und Wirtschaften bedeutet Mangel verwalten. Dummerweise herrscht aber bei digitalen Waren kein Mangel. Ergo hat in diesem Bereich der Kapitalismus eigentlich ausgedient. m.E. liegt die so genannte (Musik-)'Indusrie' quasi in den letzten Atemzügen. Alle Kopierschutzversuche und sonstige Bemühungen werden diesen Prozess höchstens ein paar Jahre hinauszögern.
Open-source ist im Kommen und ebenso bald Open-music.

ciao...



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13.08.2002, 12:01 Uhr

AndiW
Posts: 298
Nutzer
@ensu

Nö, Kapitalismus ist nicht nur eine Wirtschaftsform, sondern auch eine Philosophie. Und solange Du dieses System untegräbst, indem Du Dich nicht an die Spielregeln hälts, die simpel sind, nämlich Ware gegen Geld, schadest Du dem System und damit Dir selber nur. Es sind nicht zwei Systeme, nämlich, das, dem man möglichst viel abkürzen soll, wenn man nämlich versucht, etwas unter seinem Wert zu erstehen, und dem System, von dem Du ende Monat dein Geld erhälts, sondern es ist ein und das selbe System, das Du fütterst und das Dich füttert.

Ausserdem scheinst Du mit Open-Source und Open-Music etwas durcheinander zu bringen. Open-Source ist Free Software im Sinne von Free Speech, und nicht Free Beer, wie oft muss denn das noch betont werden. Ich empfehle als Lektüre "The Cathedral and the Bazaar" von Eric S. Raymond. Nur weil etwas Open-Source und Free Software ist, ist es noch lange nicht gratis. Aber es untersteht bestimmten Lizenregeln, und die möchtest Du bei Open-Music wohl gleich ganz abschaffen, d.h. die Künstler sollen von mir aus eine einzige CD einem Dummen verkaufen, der lädt sie dann hoch, und der Rest der Welt kopiert sie, und der Künstler hat dann mit einm Album sage und schreibe 0.5 cent verdient. Es gibt nunmal einfach nicht Ware ohne Geld!

Du sagst, die Musikindustrie liegt in den letzten Zügen: ja, bei dieser Raubkopiererei sehe ich das auch so. Aber leider hängen die Musiker an der Musikindustrie, und es hat nicht jede Band genügend Ressourcen, um sich ein eigenes Aufnahmestudio zu leisten. Aber wir können ja Musikkolchosen gründen oder soetwas, wenn Du in die Richtung gehts..

[ Dieser Beitrag wurde von AndiW am 13.08.2002 editiert. ]

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13.08.2002, 12:15 Uhr

westpdmkids
Posts: 168
Nutzer
Zitat:
Original von Wolfman:
So pauschal würde ich das nicht sagen, sowohl bei Napster als auch speziell bei Audiogalaxy hab ich ein paar nette alte Sachen, z.B. von Lone Star (nicht die unsägliche Country-, sondern die Hard/Prog/Bombastrockband aus den 70ern), Steel Mill, Omega, Mott The Hoople, Grand Funk etc. gefunden. Leider gehn ja nun beide nicht mehr (jaja, ich weiß von Open Napster, krieg da aber meist keine Verbindung ;) )

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[ Dieser Beitrag wurde von Wolfman am 12.08.2002 editiert. ]



Sorry, aber ein Album wie In Utero von Nirvana kommt NUR auf Vinyl richtig geil.

Für mich sind solche Angebote(Audiogalaxy, weiss der Kuckuck, was es da noch gibt :-) ohnehin nur für Raries oder Live Aufnahmen zu gebrauchen...

--
Windows crashes to provide us with fresh air ...

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13.08.2002, 16:50 Uhr

Wolfman
Posts: 3666
Nutzer
[quote]
Original von westpdmkids:
Zitat:
Sorry, aber ein Album wie In Utero von Nirvana kommt NUR auf Vinyl richtig geil.



Für mich sind solche Angebote(Audiogalaxy, weiss der Kuckuck, was es da noch gibt :-) ohnehin nur für Raries oder Live Aufnahmen zu gebrauchen...


--
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Nicht, dass das falsch rüberkam - ich kauf mir wenns geht, auch die Originale - wobei ich zwar auch noch jede Menge Vinyl rumstehen hab :) , aber eben das Kratzen nach dreimaligem Abspielen (und ich behaupte, meine Platten zu pflegen) irgendwann nervig fand - schon allein wegen Infos über Lineup, Veröffentlichung etc., aber so einiges hab ich hierzulande ewig gesucht und nicht gefunden und konnte es schließlich wenigstens als MP3 saugen (wo bei ganz alten Sachen wie z.B. Chilliwack eindutig ne Vinylplatte gesampelt worden war ;) ) - besser als nix :D


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13.08.2002, 17:44 Uhr

ensu
Posts: 19
Nutzer
Zitat:
Original von AndiW:
@ensu

Und solange Du dieses System untegräbst, indem Du Dich nicht an die Spielregeln hälts, die simpel sind, nämlich Ware gegen Geld, schadest Du dem System und damit Dir selber nur.


Vorsicht mit solchen Aussagen über 'meine' Verhaltensweise von der Du nämlich garnichts weißt und über die ich auch nichts geschrieben habe! Nochmal für Dich zur Klarstellung: ich war und bin gegen Raubkopiererei, und ich verwende auch keine Raubkopien (weder Software noch Musik).
Die Kernaussage meines Postings - egal, über welche Wirtschaftsform wir reden - sollte aber sein:

Zitat:
Original von ensu:
Und Wirtschaften bedeutet Mangel verwalten. Dummerweise herrscht aber bei digitalen Waren kein Mangel. Ergo hat in diesem Bereich der Kapitalismus eigentlich ausgedient.


Zitat:
Original von AndiW:
Ausserdem scheinst Du mit Open-Source und Open-Music etwas durcheinander zu bringen. Open-Source ist Free Software im Sinne von Free Speech, und nicht Free Beer, wie oft muss denn das noch betont werden.


Okay, mit dem Vergleich von Open-Source mit Open-Music meinte ich eher folgendes: es wird immer viele Menschen auf dieser Welt geben, die etwas tun (z.B. Programmieren, Musikmachen), weil sie es leidenschaftlich gerne tun und dann oft auch sehr gut. Und viele dieser Menschen haben bereits einen Job, mit dem sie ganz zufrieden sind und wollen auf keinen Fall mit ihrem Hobby Geld verdienen. Was das Programmieren angeht, gehörte ich mal zu dieser Gruppe Menschen. Ich weiß also wovon ich rede. Diese Gruppe von Menschen (ich behaupte frech, dass diese ziemlich groß ist) wird dafür sorgen, dass digitaler Content nie versiegen wird, im Gegenteil, er wird die Welt überfluten (wofür sonst sollte das Internet gut sein?).
Und dann Ade Musikindustrie...

Zitat:
Original von AndiW:
Es gibt nunmal einfach nicht Ware ohne Geld!


Eben doch, siehe meine vorhergehende Aussage.
Wann werden diese Strunz-Kapitalisten endlich begreifen, dass wir Menschen sind und keine reinen Leistungserbringer/einforderer? Dass viele Menschen auch mal gerne etwas ohne GEGENLEISTUNG tun (An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Petra und ihre Truppe :-)?
Und dass sich diese Marotte ;-) immer mehr verbreitet, ja sich erst ungehemmt verbreiten kann, gerade seit/weil wir uns am Anbeginn des digitalen Zeitalters befinden?
(Stell' Dir mal vor, Petra müsste so ein News-Magazin nebst Foren ohne digitale Hilfsmittel [also mit Papier, Bleistift, Druckerei, Porto etc.] kostenlos betreiben)

Zitat:
Original von AndiW:
Du sagst, die Musikindustrie liegt in den letzten Zügen: ja, bei dieser Raubkopiererei sehe ich das auch so.


Es mag zwar für einige traurig sein aber mit gewöhnlichem, digitalem Content lässt sich kein Geld verdienen, siehe auch den Zusammenbruch der New Economy. Da hilft auch keine künstliche Verknappung mittels Kopierschutz. Sobald ich Musik mit meinen Ohren hören kann, kann ich sie heutzutage auch mit wenig Aufwand kopieren. Die erste Kopie (analog) ist vielleicht nicht ganz so gut wie das Original aber danach gibt's keine Verluste mehr; gleiches gilt für Movies (und mit Ogg vorbis wird auch die Verbreitung [Musik] problemlos möglich).

Zitat:
Original von AndiW:
Aber leider hängen die Musiker an der Musikindustrie, und es hat nicht jede Band genügend Ressourcen, um sich ein eigenes Aufnahmestudio zu leisten.


Diese 'Musikindustrie' wird eigentlich garnicht mehr benötigt (siehe meine Aussage zu GEGENLEISTUNG), nur noch für den aussterbenden Otto-Normalverbraucher ohne Computer und Internet und diejenigen, die unbedingt mit Musikmachen Geld verdienen wollen. Letztere werden sich halt einen anderen Job suchen müssen, so wie z.B. die Heerscharen von Kohlebergbauarbeitern im letzten Jahrhundert. So ist nun mal der Lauf der Welt. Vor ca. 50 bis 80 Jahren (kenne mich da nicht so genau aus) gab es keine Musikindustrie und in ca. 10 Jahren wird es wohl keine mehr geben, so what...

Zitat:
Original von AndiW:
Aber wir können ja Musikkolchosen gründen oder soetwas, wenn Du in die Richtung gehts..


Nochmal für Dich: dass ich gegen Kapitalismus bin, heißt noch lange nicht, dass ich für Kommunismus oder Planwirtschaft oder Sozialismus oder, oder... bin.
Meine Grundüberzeugung ist vielmehr diese: das Leistungsprinzip ist der größte Irrglaube der Menschheit.
Diese These ist übrigens nicht neu und auch nicht meine Erfindung, vor ca. 2000 Jahren wurde schon mal davon gesprochen. Aber das ist jetzt wirklich völlig off topic.

ciao...

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13.08.2002, 18:32 Uhr

OEmer
Posts: 336
Nutzer
Zitat:
Original von AndiW:
Aber ich bin nicht der Meinung, dass ein Anbieter mehr bieten muss als Napster, wenn Du für die Stücke bezahlst.
[...]
Zu den schlechten Stücken: Du musst Dir ja auch nicht die schlechten Saugen, sondern nur das was Du willst, denn das ist ja das Ziel dieses Services.


Gut, die musikalische Qualität stimmt bei vielen aktuellen Liedern wirklich nicht, aber ich meinte eigentlich etwas anderes ;)

Beispiel Napster:
Ich lade mir ein Lied herunter, und weiss nicht, in welcher Klangqualität ich das bekomme. Als groben Anhaltspunkt habe ich meist die kbps und khz, aber die sagen mir immer noch nicht, welche Qualität die ursprüngliche Quelle hatte. Ich habe per Napster öfters Lieder mit Aussetzern, Rauschen/'Knacken oder sogar unvollständige bekommen.
Wenn der, von dem ich das Lied grade Lade, die Übertragung unterbricht, muss ich selbst wieder aktiv werden, um eine andere Quelle zu finden. Die ist dann womöglich noch arg langsam...

Von einem kommerziellen Produkt erwarte ich eben mehr...
unter anderem auch, das nicht _weniger_ Musik als mit Napster & Konsorten verfügbar ist, genau das ist aber der Fall.

--
bigfinger@bigfoot.de

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14.08.2002, 00:10 Uhr

AndiW
Posts: 298
Nutzer
Zitat:
Original von ensu:
Zitat:
Original von AndiW:
@ensu

Und solange Du dieses System untegräbst, indem Du Dich nicht an die Spielregeln hälts, die simpel sind, nämlich Ware gegen Geld, schadest Du dem System und damit Dir selber nur.


Vorsicht mit solchen Aussagen über 'meine' Verhaltensweise von der Du nämlich garnichts weißt und über die ich auch nichts geschrieben habe! Nochmal für Dich zur Klarstellung: ich war und bin gegen Raubkopiererei, und ich verwende auch keine Raubkopien (weder Software noch Musik).


Dann tut es mir leid, dass ich das behauptet habe. Ich habe aus Deiner nicht ablehnenden Haltung gegnüber (illegaler) Musiktauscherei geschlossen, dass Du damit einverstanden bist. Sollte dies nicht so sein, möchte ich mich bei Dir entschuldigen!

Zitat:
Die Kernaussage meines Postings - egal, über welche Wirtschaftsform wir reden - sollte aber sein:

Zitat:
Original von ensu:
Und Wirtschaften bedeutet Mangel verwalten. Dummerweise herrscht aber bei digitalen Waren kein Mangel. Ergo hat in diesem Bereich der Kapitalismus eigentlich ausgedient.


Zitat:
Original von AndiW:
Ausserdem scheinst Du mit Open-Source und Open-Music etwas durcheinander zu bringen. Open-Source ist Free Software im Sinne von Free Speech, und nicht Free Beer, wie oft muss denn das noch betont werden.


Okay, mit dem Vergleich von Open-Source mit Open-Music meinte ich eher folgendes: es wird immer viele Menschen auf dieser Welt geben, die etwas tun (z.B. Programmieren, Musikmachen), weil sie es leidenschaftlich gerne tun und dann oft auch sehr gut. Und viele dieser Menschen haben bereits einen Job, mit dem sie ganz zufrieden sind und wollen auf keinen Fall mit ihrem Hobby Geld verdienen. Was das Programmieren angeht, gehörte ich mal zu dieser Gruppe Menschen. Ich weiß also wovon ich rede. Diese Gruppe von Menschen (ich behaupte frech, dass diese ziemlich groß ist) wird dafür sorgen, dass digitaler Content nie versiegen wird, im Gegenteil, er wird die Welt überfluten (wofür sonst sollte das Internet gut sein?).
Und dann Ade Musikindustrie...


Ich glaube, man sollte aber hier doch Musik und Free Software nicht miteinander vermischen. Zwar stimmt es, dass die beiden aus Hobby betrieben werden, aber Free Software wird die Softwareindustrie nicht zum Verschwinden bringen, sondern nur dahingehend verändern, dass die Einnahmequellen nicht mehr der Softwareverkauf selber ist, sondern die Individualisierung der Software sowie Schulung und Planung.

Es gibt heute bereits die Theorie, dass mit der Konzentration auf den Use-Value der Software im Prinzip mehr verdient werden kann, als mit dem bisherigen Modell des Sale-Values. Leider gibt es erst wenige Firmen, die dieses Modell anwenden, aber es wird sich mithilfe von Free Software definitiv durchsetzen (auch wenn es wohl ein paar Firmen kosten wird).

Zitat:
Zitat:
Original von AndiW:
Es gibt nunmal einfach nicht Ware ohne Geld!


Eben doch, siehe meine vorhergehende Aussage.
Wann werden diese Strunz-Kapitalisten endlich begreifen, dass wir Menschen sind und keine reinen Leistungserbringer/einforderer? Dass viele Menschen auch mal gerne etwas ohne GEGENLEISTUNG tun (An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Petra und ihre Truppe :-)?


Free Software-Programmierer kriegen sehr wohl Gegenleistung, siehe weiter oben empfohlenes Buch, dass den ganzen Prozess der Free Software Entwicklung sehr genau umschreibt.

Ach übrigens, in diesem Falle wirst Du mich wohl auch zu den "Haifischkapitalisten" zählen.

Zitat:
Und dass sich diese Marotte ;-) immer mehr verbreitet, ja sich erst ungehemmt verbreiten kann, gerade seit/weil wir uns am Anbeginn des digitalen Zeitalters befinden?
(Stell' Dir mal vor, Petra müsste so ein News-Magazin nebst Foren ohne digitale Hilfsmittel [also mit Papier, Bleistift, Druckerei, Porto etc.] kostenlos betreiben)


Das wäre sehr unangenehm, aber so ein Forum könnte dann gar nicht existieren, da die Interaktion zu wenig spontan ist.

Zitat:
Zitat:
Original von AndiW:
Du sagst, die Musikindustrie liegt in den letzten Zügen: ja, bei dieser Raubkopiererei sehe ich das auch so.


Es mag zwar für einige traurig sein aber mit gewöhnlichem, digitalem Content lässt sich kein Geld verdienen, siehe auch den Zusammenbruch der New Economy. Da hilft auch keine künstliche Verknappung mittels Kopierschutz. Sobald ich Musik mit meinen Ohren hören kann, kann ich sie heutzutage auch mit wenig Aufwand kopieren. Die erste Kopie (analog) ist vielleicht nicht ganz so gut wie das Original aber danach gibt's keine Verluste mehr; gleiches gilt für Movies (und mit Ogg vorbis wird auch die Verbreitung [Musik] problemlos möglich).


Aber eben um das geht es ja. Dies ist nicht legal, und nur weil die technischen Hilfsmittel vorhanden sind, heisst dies noch lange nicht, dass man es auch tun muss. Die Musikindustrie hat bis jetzt nur logisch darauf reagiert, indem sie sich nämlich nicht ihre Grundlagen entziehen lassen will.

Zitat:
Zitat:
Original von AndiW:
Aber leider hängen die Musiker an der Musikindustrie, und es hat nicht jede Band genügend Ressourcen, um sich ein eigenes Aufnahmestudio zu leisten.


Diese 'Musikindustrie' wird eigentlich garnicht mehr benötigt (siehe meine Aussage zu GEGENLEISTUNG), nur noch für den aussterbenden Otto-Normalverbraucher ohne Computer und Internet und diejenigen, die unbedingt mit Musikmachen Geld verdienen wollen. Letztere werden sich halt einen anderen Job suchen müssen, so wie z.B. die Heerscharen von Kohlebergbauarbeitern im letzten Jahrhundert. So ist nun mal der Lauf der Welt. Vor ca. 50 bis 80 Jahren (kenne mich da nicht so genau aus) gab es keine Musikindustrie und in ca. 10 Jahren wird es wohl keine mehr geben, so what...


Was Du hiermit sagst, ist, es wird keine Berufmusiker merh geben. Nur noch Hobbymusiker. Wenn das gewünscht ist, ok, dann bin ich dabei. Die Berufsmusiker werden sich aber mit Händen dagegen sträuben, dass es soweit kommt.

Zitat:
Zitat:
Original von AndiW:
Aber wir können ja Musikkolchosen gründen oder soetwas, wenn Du in die Richtung gehts..


Nochmal für Dich: dass ich gegen Kapitalismus bin, heißt noch lange nicht, dass ich für Kommunismus oder Planwirtschaft oder Sozialismus oder, oder... bin.
Meine Grundüberzeugung ist vielmehr diese: das Leistungsprinzip ist der größte Irrglaube der Menschheit.
Diese These ist übrigens nicht neu und auch nicht meine Erfindung, vor ca. 2000 Jahren wurde schon mal davon gesprochen. Aber das ist jetzt wirklich völlig off topic.


Nun gut, es scheint mir, als sollten wir es lassen, uns über Politische Systeme und Überzeugnungen zu streiten. Es tauchen aber alle paar Jahre Ideen auf, die dann nach ihren Fürsprechern selbstverständlich immer die bisher besten je dagewesenen sind..

Abschliessend zu sagen bleibt wohl nur, dass die Musikindustrie tatsächlich noch tiefer in die Krise stürzen wird, da ein absoluter Kopierschutz nicht machbar ist. Es wird also sehr wahrschienlich zu einem Systemwechsel in der Musikbranche kommen, Berufsmusiker wird es ausser bei klassischer Musik nicht mehr geben, und wie kleine Bands ihre Aufnahmestudios finanzieren sollten, bleibt auch in den Sternen.

Gruss, Andi

[ Dieser Beitrag wurde von AndiW am 14.08.2002 editiert. ]

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14.08.2002, 00:18 Uhr

AndiW
Posts: 298
Nutzer
Zitat:
Original von OEmer:
Zitat:
Original von AndiW:
Aber ich bin nicht der Meinung, dass ein Anbieter mehr bieten muss als Napster, wenn Du für die Stücke bezahlst.
[...]
Zu den schlechten Stücken: Du musst Dir ja auch nicht die schlechten Saugen, sondern nur das was Du willst, denn das ist ja das Ziel dieses Services.


Gut, die musikalische Qualität stimmt bei vielen aktuellen Liedern wirklich nicht, aber ich meinte eigentlich etwas anderes ;)

Beispiel Napster:
Ich lade mir ein Lied herunter, und weiss nicht, in welcher Klangqualität ich das bekomme. Als groben Anhaltspunkt habe ich meist die kbps und khz, aber die sagen mir immer noch nicht, welche Qualität die ursprüngliche Quelle hatte. Ich habe per Napster öfters Lieder mit Aussetzern, Rauschen/'Knacken oder sogar unvollständige bekommen.
Wenn der, von dem ich das Lied grade Lade, die Übertragung unterbricht, muss ich selbst wieder aktiv werden, um eine andere Quelle zu finden. Die ist dann womöglich noch arg langsam...

Von einem kommerziellen Produkt erwarte ich eben mehr...
unter anderem auch, das nicht _weniger_ Musik als mit Napster & Konsorten verfügbar ist, genau das ist aber der Fall.


Ah, ok, sorry, so hast Du das vertanden, haben wir wohl etwas aneinander vorbeigeschrieben, aber dsa mit der schlechten aktuellen Musik habe ich für genau so plausibel gehalten..

Ja, wenn Du das obige natürlich als value added gegenüber den "freien" Musiktauschbörsen bezeichnest, ok. Ich würde es aber nicht unbedingt als Zusatzwert bezeichnen, da ich dies bei einem komerzeillen Service natürlich als selbstverständlichkeit verstehe, dass die Musikstücke in vom gewählten Format her bestmöglicher Qualität vorhanden sind! Denn schliesslich erwarte ich von so einem Service, dass er eine CD (natürlich ohne Hülle und Inlet usw, und darum auch etwas günstiger), komplett ersetzt. Der Fokus sollte also tatscählich auf mehr Verkäufe per Runterladservice als auf Verkauf per CD gelegt werden. Das wird wohl auch zum einem beträchtlichen Händlersterben führen dann..

Grüsse, Andi

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