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amiga-news.de Forum > Amiga, AmigaOS 4 > Amiga 4000 Probleme mit A3640 - evtl. weil nur 4,60 Volt an C188 [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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23.12.2014, 22:19 Uhr

Tekkle
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Hallo zusammen,

mein A4000D lief bisher problemlos mit einer A3630 TK. - Jetzt habe ich mir eine A3640 "geleistet" und bekomme den 4000er damit einfach nicht zum laufen.

Selbstverständlich habe ich mich im Web schlau gemacht, J100 & J104 auf EXT gestellt und auch alle anderen Tipps ausprobiert die ich finden konnte. Alle Karten entfernt, MAPROM (j/n), ROM-Speed, Fast-RAM ausgebaut, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Zum System: A4000D Rev.B, 16 MB Fast-RAM, Buster 11, Kick 3.1, Indivision AGA MK1, keine sichtbaren Säureschäden

Der Indi-VGA-Port zeigt den Startbildschirm der Indivison und schaltet danach auf blackscreen. Mangels Anschlussmöglichkeit an RGB habe ich die Indivision bisher auch noch nicht ausgebaut und kann daher momentan auch noch nicht mehr zum Thema "Farbdiagnose" sagen. Aber auch sonst zeigt der A4000 mit der A3640 keine Reaktion, kein Disketten-Klick, kein HDD-Zugriff.

Bei meiner Recherche im Web bin ich darauf gestoßen, dass die A3640 mehr Strom braucht als die A3630 und habe auf Empfehlung die Spannung am C188 geprüft. Diese beträgt nur 4,60 Volt, was deutlich zu wenig zu sein scheint. Für einen fehlerfreien Betrieb werden wohl mindestens ca. 4,85 Volt (?) benötigt, wahrscheinlich liegt also dort der Hund begraben.

Spannung an C188 mit A3640: 4,60 Volt (startet nicht)
Spannung an C188 mit A3630: 4,70 Volt (startet und läuft problemlos)

An den Molex-Steckern des (Original-) Netzteils liegen (im Betrieb) 4,95 Volt an, woher also kann nun dieser Spannungsabfall kommen? - Soweit ich über das Mainboard informiert bin, wurden dort 2008 alle ELKOs ausgetauscht. An welcher Stelle ist es sinnvoll zu suchen bzw. zu "reparieren"? - Sollte ich mit einem Austausch der "mittelalten" ELKOs gegen (wenn dann) "neue KERKOs" beginnen? - Ich befürchte, irgendwas zu übersehen und würde mich daher über jeden Hinweis oder Tipp von Euch Experten freuen.

Allen vielen Dank fürs "zuhören", schöne Feiertage und einen guten Rutsch in's Jahr 2015! :boing:

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23.12.2014, 22:54 Uhr

Thore
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Zunächst: 4,60V sind nicht unbedingt ein Fehler, könnte aber eine Ursache sein. Eine Spannungsänderung kann entstehen, wenn zum Beispiel in einem anderen Bauteil der Widerstand sich ändert (z.B. durch einen Defekt auf unendlich geht).
Schau Dir mal die Elkos auf der 3640 an, sind welche oben gewölbt? Diese kannst gleich tauschen.

Es ist auf jeden Fall kein Fehler, die Elkos durch Keramic-Caps auf dieser Platine zu tauschen.


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23.12.2014, 23:18 Uhr

Tekkle
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@Thore: Danke für Deinen Beitrag!

Laut Vorbesitzer sollte die A3640 problemlos laufen (gestestet in A3000 und A4000), womit ich eher auf ein Problem meines A4000 tippe.

Anbei ein paar Bilder der ELKOs der A3640:

Bild: http://www.jmk-it.de/_DOWNLOADS/_FOREN/A3640ELKOs.png

Kann man dazu was sagen? :dance3:

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24.12.2014, 10:17 Uhr

ylf
Posts: 4075
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350mV Spannungsabfall sind schon ordentlich. Wo hast du denn die 4.95V am Netzteilstecker gemessen? Am Stecker vom Netzteil oder Mainboardseitig? Wenn ich mich recht erinnere, dann sind die Kontakte der A4000 Netzteilstecker ein bekannter Schwachpunkt.

Mess doch mal am C187 direkt beim PowerStecker.

Das ganze Mainboard wird über einen einzelnen Pin mit 5V versorgt. Masse sind auch nur zwei. Das kann nicht lange gut gehen.

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24.12.2014, 15:27 Uhr

ciVic
Posts: 131
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Ich habe ein sehr ähnliches Problem. Ein ATX Adapter war minderwertig und durch schlechten Kontakt hatte ich fast 5V am Netzteil gemessen, im Betrieb direkt nach dem Adapter auch deutlich zu wenig, der Stecker wurde auch richtig schwarz durch den Spannungsabfall. Dummerweise war zwar die Spannung gut, nachdem ich die Kabel einfach zusammen lötete. Nur lief die Cyberstorm zusammen mit einer Piccolo Grafikkarte trotzdem nicht stabil.
--
ciVic

A4000D - CSPPC 060/50 604e/200 - Piccolo SD 64 - 40 GB IDE - CD-ROM - 146 MB RAM - X-Surf 2 - A2320

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24.12.2014, 15:31 Uhr

Thore
Posts: 2266
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Sorry bin beim Verfassen meines Beitrags eingeschlafen und habs nicht abgeschickt :D

So: Das sind Blechgehäuse, denen siehs leider nicht an, ob sie schon teilweise kaputt sind, das sieht man dann erst wenn sie auslaufen.
Um die durchzumessen, sollte man sie vorher auslöten, erst dann hast Du vernünftige Ergebnisse. Eingebaut kann der gemessene Wert variabel sein, je nach dem, wieviele und welche Bauelemente sich parallel und seriell davon befinden (Spannung wird aufgeteilt etc pp.).

Leider fand ich keinen vernünftigen Schaltplan und kann daher nicht sagen wo C188 verbaut ist und wieviel Spannung dort anliegen muss. Daher kann man auch nicht drauf schließen, ob die 4,6 V dort ausreichen oder nicht. Aber der Vergleich mit der anderen Karte lässt diese Vermutung teilweise zu.

Schau mal obs auch ein Bauteil gibt, das mit F bezeichnet ist, z.B. F100 oder sowas? Das ist dann eine Sicherung (z.B. ein variabler Widerstand). Das wäre im Normalfall mit den Kondensatoren das erste Teil das man testet und ggf tauscht.

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24.12.2014, 17:25 Uhr

ylf
Posts: 4075
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Der C188 liegt auf den 5V und ist räumlich auf der dem PowerConnector gegenüberliegenden Seite des Mainboards angesiedelt.

Schaltpläne gibt es hier:
http://www.amigawiki.org/doku.php?id=en:service:schematics


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26.12.2014, 00:35 Uhr

Thore
Posts: 2266
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Danke.
Interessanter Hinweis mit dem Netzteil, dem würd ich auch mal nachgehen. Ansonsten eben das übliche. Kondensatoren sind oft die Übeltäter bei Spannungsproblemen oder "zufälligen" Phänomenen.

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21.01.2015, 14:02 Uhr

Tekkle
Posts: 50
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Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für Eure vielen Hinweise! - Ich habe leider momentan wenig Zeit mich dem Hobby Amiga zu widmen und bitte Euch um Verständnis wenn es wieder mal etwas länger dauert bis ich was von mir hören lasse.

Heute habe ich ihn mal wieder "zerlegt" und bin der Sache mit dem Stromstecker für das Mainboard nachgegangen. Tatsächlich scheint auch bei meinem Stecker der Kontakt für 5V etwas "verrust" womit ein guter Kontakt nicht sichergestellt sein kann. Ich habe die Kontaktflächen auf die Schnelle ein wenig gereinigt und bekam auch direkt bessere Messwerte.

Werte vorher:
C187 am Stromstecker: 4,70 bis 4,73 Volt
C188 am "Akku": 4,64 Volt

Werte nach der provisorischen Reinigung:
C187 am Stromstecker: 4,88 Volt
C188 am "Akku": 4,88 Volt

Bei beiden Messungen war die A3640 eingesteckt, welche allerdings leider immer noch nicht läuft. Für mich ergeben sich daraus gleich mehrere Fragen und ich wäre Euch sehr dankbar wenn Ihr mir dabei etwas weiter helfen könntet.

1.) Wie kann ich das Problem am Stromstecker möglichst dauerhaft und hochwerig lösen? - Direktes anlöten des Netzgerätes gefällt mir überhaupt nicht, es sollte alles steckbar und wenn möglich kompatibel bleiben. - Wie habt Ihr das gelöst, bzw. wurde das vielleicht schonmal erfolgreich diskutiert? Konnte bisher leider nichts brauchbares dazu finden.

2.) Woran kann es liegen, dass die A3640 immer noch nicht laufen will? Reichen 4,88 Volt etwa immer noch nicht aus? Oder sollte es vielleicht doch an den Jumper-Settings liegen? - Ich habe bisher relativ wahllos alle Kombinationen von J100, J104, J151 (A4000) und J100 & J400 (A3640) erfolglos ausprobiert. Gibt es eine Art Grundsetting mit der man sich bei Erfolg weiter rantasten kann?

3.) Sagt die Tatsache, dass die Werte auf meinem Board nach der Steckerreinigung am C187 und C188 keinen Abfall mehr haben, etwas über den Zustand der Elkos aus? Kann man einen Fehler evtl. jetzt sogar nahezu ausschließen?

4.) Welche anderen Bauteile des Mainboards könnten sonst noch schuldig sein? Evtl. Quarze, etc?

?( ?( ?( Fragen über Fragen ... ?( ?( ?(

Leider werde ich aus beruflichen Gründen vor anfang März nicht mehr dazu kommen mich mit dem Thema wieder praktisch zu beschäftigen. Aber ich würde mich vorher schon gerne theoretisch weiter darum kümmern um den A4000 dann im März auch endlich zum laufen zu bekommen. Freue mich daher über jeden Hinweis!

Vielen dank und viele Grüße
Tekkle

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21.01.2015, 15:03 Uhr

Thore
Posts: 2266
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Bei gravierenden Probleme am Stecker ist die Empfehlung, den Stecker durch einen neuen zu tauschen, und die Kabel gleich mit. Ist der Stecker soweit okay, reicht es, auch nur betroffene Kabel des Steckers zu tauschen. Da es sich wohl um Elektronik des Netzteils handelt, sollte das jemand machen, der sich damit auskennt. Die Kondensatoren im Netzteil sind gefährlich, auch wenn der Stromstecker gezogen ist.

Ob 4,88V ausreichend sind, wird Dir wohl nur jemand sagen können, der die gleiche Konstellation hat, und es nachmessen kann.

Nein, der Reinigungsstatus sagt nichts über die Kondensatoren aus, sondern eher den Widerstand an bestimmten Punkten.

Erscheint das Board im Early Startup Menu?

[ Dieser Beitrag wurde von Thore am 21.01.2015 um 15:05 Uhr geändert. ]

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21.01.2015, 15:45 Uhr

ylf
Posts: 4075
Nutzer
Mir kommen die 4,88V immer noch etwas wenig vor. Die Netzteile liefern eigentlich immer ziemlich genau 5V oder etwas mehr. Also 4,95V würde ich als O.K. betrachten, vom Gefühl her. Es gibt aber noch einen anderen Aspekt, außer der Spannungshöhe, nämlich deren Sauberkeit. Die kannst du mit einem Multimeter nur schlecht beurteilen. Hier spielt auch das bereits angesprochene Thema Kondensatoren eine Rolle. Wenn diese durch Alterung an Kapazität verlieren, sind sie irgendwann nicht mehr in der Lage, die Lastspitzen abzufedern, was sich durch Spannungseinbrüche bemerkbar macht. Digitale Schaltungen sind hierbei zwar bei weitem nicht so empfindlich, wie analoge, trotzdem kann dies bei extremeren Fällen zu Fehlfunktionen führen. Schlechte Kontakte oder unterdimmensionierte Stromversorgung verstärken das Ganze noch.

Kommen wir zum Power-Anschluß.
Nicht nur den Kontakt für 5V kontrollieren, sondern auch den oder die für GND. Strom, der über 5v hinein fließt, muss über GND wieder zurück. Beide (eigentlich alle) Kontakte müssen in Ordnung sein.
Direkt einlöten wäre aus (funktions)technischer Sicht natürlich optimal, aber zugegebenermaßen wartungsunfreundlich. Fakt ist aber auch, die gewählte Steckverbindungsart ist hier auf Dauer aber überfordert. Bleibt eigentlich nur die Variante, die Kompatiblität über den Haufen zu werfen und eine andere Steckverbindung, die deutlich mehr Strom verträgt, einzubauen. Nötlösung wäre, die verbrutzelten Kontakte durch neue auszutauschen. (Reinigen ist zwar gut und schön, bringt aber bei entsprechend ausgeprägter Beschädigung / Überbeanspruchung / Verschleiß der Kontakte nur mittelfristig Abhilfe. Beispiel, wenn bei vergoldeten Kontakten das Gold weg gebrannt ist, ist es logischerweise nutzlos. Im Übrigen werden Steckkontakte nur vergoldet, damit sie nicht oxidieren, nicht damit sie einen besseren Kontakt haben. Der Leitwert von Gold ist nämlich nicht so gut.)

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22.01.2015, 13:44 Uhr

Lippi
Posts: 1243
Nutzer
Moin zusammen Bild: http://www.open-reel.de/images/smilies/hi.gif

Bei ELKOs reicht es nicht, die Kapazität zu messen, im Gegenteil: Es gibt viele Fälle, in denen der Kapazitätswert sogar noch in Ordnung ist, die Schaltung aber nicht mehr funktioniert.
Wichtiger als der C-Wert ist bei ELKOs der ESR.

Hier gibts Näheres dazu....

Tester gibts in einem grossen Preisspielraum.
Hier meiner als Beispiel: Bild: http://www.open-reel.de/images/smilies/floet.gif

Bild: http://www.infokanal-tv.de/daten2014/tester_02.jpg





--
mfg Lippi
Bin ich froh, dass ich weg vom Fenster bin! AmigaOS3.9/Ubuntu10.04

Infokanalmeine Arbeit


[ Dieser Beitrag wurde von Lippi am 22.01.2015 um 13:48 Uhr geändert. ]

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23.01.2015, 02:08 Uhr

Camiga
Posts: 174
Nutzer
zu 1.
Wie oft passiert dir das denn, dass der Stecker schwarz wird??? Bisher nur 1x in 20 Jahren. Finde das ziemlich "dauerhaft"

zu 2.
- Könnte defekt sein
- Kontaktproblem am CPU Slot oder der Karte
- An der 3640 sind die Elkos wohl nicht getauscht? -> Habe schon schlimme Elkos an 3630 und 3640 gesehen. Vielleicht ein Schaden entstanden.
- falsche Jumpersettings, siehe Jumpersetting A4000
http://www.zimmers.net/cbmpics/cbm/amiga/a4000jumpers.html

> Ich habe bisher relativ wahllos alle Kombinationen von J100,
> J104, J151 (A4000) und J100 & J400 (A3640) erfolglos ausprobiert
> Gibt es eine Art Grundsetting mit der man sich bei
> Erfolg weiter rantasten kann?

Wahllos ist keine gute Idee. Du brauchst nur Standardsetting (ggf. im Manual/auf der HP nachsehen) und 2x Jumper zu EXT statt INT. Sonst nichts. Funktioniert seit 1994 auf vielen Tausenden A4000 :)


zu 3.
Nicht wirklich, wie kannst du vom Stecker auf Elkos schließen? Das einzige, was du weißt ist: Der Kontakt ist besser und es kommt mehr Strom an das Board und demnach auch an die Elkos. Die Elkos sind ja hauptsächlich da, um die Spannung zu "glätten", d.h. Instabilitäten aus dem Stromnetz bzw. Netzteil zu "filtern", damit das System nicht abstürzt zB (siehe auch die Meldung oben, dass es zu seltsamen Problemen führen kann). Du hast kein seltsames Problem, sondern dein System startet nicht (kaputt).


zu 4.
Langsam, das Mainboard funktioniert doch mit 3630 Karte - wieso sollte es nun kaputt sein? Der Quarz (INTERN bei 3630) funktioniert somit und du hast doch den Takt auf EXTERN gestellt - wie sollte der Quarz dann am Mainboard kaputt sein?

Maximal der auf der 3640 kann kaputt sein.



Andere Frage:
Hast du gesehen, dass die Karte funktioniert?
Funktioniert sie in einem anderen A4000?

Elkos: Kann jetzt nicht 100% beurteilen ob die Original sind, vermute aber schon. Sehen aber nicht schlimm aus. Daran wird es aber auch nicht liegen. Der A4000 funktioniert auch komplett ohne Elkos.

Vermutlich defekt, Kontaktproblem (Stecker oder SMD Lötstelle) oder Jumper falsch.

Welche Rev des A4000 hast du? Rev B oder D?
Hast du Karten eingesteckt, die ggf. nicht kompatibel sind?
Hat der A4000 irgendwelche Schäden (Akkubereich)?


Viel Erfolg, vielleicht klappts ja doch noch !



[ Dieser Beitrag wurde von Camiga am 23.01.2015 um 02:11 Uhr geändert. ]

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18.03.2015, 22:27 Uhr

Tekkle
Posts: 50
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So, da bin ich wieder mit meinem leidigen Thema. So langsam verzweifle ich echt über der A3640. Zur Erinnerung, mit der 030-Karte läuft er ja problemlos.

Ich habe heute die Mainboard Stromkontakte komplett zerlegt und mit "Kontakt 60 & WL" ordentlich gesäubert. Zu meiner Überraschung sind die Kontakte noch in sehr gutem Zustand, keinerlei "Verbrennungen" oder abgenutzte Bereiche. Leider hat es bezüglich der Spannung nicht viel gebracht, so habe ich jetzt 4,90V am C188 (vorher 4,88V).

Ich würde daraus schließen, dass es weniger an den Kontakten und mehr am Netzgerät liegt, evtl. bricht dort die Spannung zusammen wenn das System angeschlossen ist. Leider habe ich vegessen die Spannung direkt am Netzteil zu messen (und wieder zusammen gebaut), aber ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die da auch nicht besser sein wird. - Woran könnte das liegen? In dem A4000 ist ja jetzt nicht soviel drin was tierisch Saft ziehen könnte.

Wie Thore geschrieben hatte, könnten es ja evtl. auch die Netzgeräte-Kabel sein. Kann das tatsächlich solche Auswirkungen haben? Oder könnten evtl. auch irgendwelche Bauteile im Netzgerät an Altersschwäche leiden?

An der A3640 habe ich CPU- und Schnittstellenkontakte (auch Amiga-seitig) ebenfalls mit "Kontakt 60 & WL" "poliert". Leider komme ich, trotz richtigen Jumper-Settings (bin diesbezüglich mittlerweile voll im Thema), nicht in's Early-Startup-Menü. Nach dem Einschalten erscheint der Startbildschirm der Indivision und danach direkt kein Signal mehr (wirklich kein Signal, nicht nur Blackscreen). - Lohnt es sich denn vielleicht, den Amiga an einen 1084 anzuschließen um über eventuelle Farbcodes noch was zum Fehler zu erhalten?

@Camiga zur Frage: "Hast du gesehen, dass die Karte funktioniert?"
Nein, habe ich nicht. Aber aufgrund des netten Kontakts habe ich daran bisher auch nicht gezweifelt. Ich werde den Verkäufer nochmals kontaktieren um das auch wirklich ausschließen zu können.

@Camiga zur Frage: "Funktioniert sie in einem anderen A4000?"
Mangels eines anderen A4000/3000 kann ich das leider nicht testen. An wen könnte ich mich denn bzgl. eines Tests der A3640 wenden? Kommt zufällig jemand aus dem Raum Stuttgart und würde sich mir erbarmen? :glow:

Ach ja, wollte noch nachreichen, dass es sich um ein Rev. B-Board von 1992 handelt.

Any ideas? - Bin langsam echt gefrustet. :(

Vielen Dank und viele Grüße

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19.03.2015, 13:04 Uhr

MagicPocket
Posts: 888
Nutzer
Korrigiert mich wenn ich mich irre aber:

die 3640 hat doch 3-4 Elkos die ab Werk falsch herum aufgelötet wurden.

Sprich da wo Plus ist liegt Minus an.

Das könnte der Fehler bei Dir sein!

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19.03.2015, 14:09 Uhr

Thore
Posts: 2266
Nutzer
@MagicPocket
Gut aufgepasst. Hier ist ein Bild wies richtig aussieht:
http://www.amigawiki.org/lib/exe/fetch.php?media=de:service:upgrades:a3640_cap_orientation.jpg

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21.03.2015, 23:51 Uhr

Camiga
Posts: 174
Nutzer
> evtl. bricht dort die Spannung zusammen wenn das
> System angeschlossen ist.

Die Spannung "bricht" ja nicht zusammen, es läuft doch und das nach 20 Jahren innerhalb der Toleranz würde ich sagen. Das Stromnetz ist auch nicht 24/7 230V sondern schwankt und das sogar innerhalb einer Toleranz: Seit 2009 darf die Netzspannung um ±10 % abweichen, damit sind 207 Volt bis 253 Volt erlaubt!!! Und ähnlich ist es auch beim Netzteil, das muss dem abkönnen und es so gut wie möglich (inkl. der Elkos am Board) glätten, ist aber nie und nimmer dauernd perfekt. Nicht mal am Tag nach der Produktion.


> Leider habe ich vegessen die Spannung direkt am Netzteil
> zu messen

Nur mit Last dran, sonst kann es Schaden nehmen und/oder falsche Ergebnisse bringen.


> Wie Thore geschrieben hatte, könnten es ja evtl. auch die
> Netzgeräte-Kabel sein.

Das kann ich mir nicht vorstellen. Er meinte wohl die Enden der Kabel, sprich die Kontakte im Steckergehäuse der betroffenen (sprich abgenutzten) Kontakte.


> In dem A4000 ist ja jetzt nicht soviel drin was
> tierisch Saft ziehen könnte.

Dazu brauchst ja eher Ampere statt Volt, wenn du stärkere oder mehrere Karten einbauen willst - die Volt bleiben ja immer gleich (5 und 12V üblicherweise und -12V für den Ton). Aber das ist mal nicht dein Problem, das Netzteil ist stark genug für viele Erweiterungen, außerdem wurde die A3640 ja mit dem A4000 ausgeliefert, d.h. es muss ja geeignet dazu sein ;)


> Oder könnten evtl. auch irgendwelche Bauteile im Netzgerät
> an Altersschwäche leiden?

JA, natürlich. Ist aber beim A4000 kein bekanntes Problem. Beim A2000 - die sind dauernd defekt, aber A4000 ist nichts außergewöhnliches bekannt. Kann natürlich trotzdem sein, aber wie gesagt, es ist mMn in der Toleranz und gemessen am anderen Ende der Platine kein so schlechter Wert.


> Leider komme ich, trotz richtigen Jumper-Settings (bin
> diesbezüglich mittlerweile voll im Thema), nicht in's
> Early-Startup-Menü.

Warst du schon mal im Early Startup mit der 3640? Ich dachte "sie funktioniert nicht"?!?! Das schließt das Early Startup mit ein.

Was passierte und passiert nun wenn du mit der 3640 einfach einschaltest?
Was passierte und passiert nun wenn du mit der 3640 ins Early Startup willst?

Müsste laut deiner Beschreibung in allen 4 Fällen immer im "nicht funktionieren" resultieren.


> Nach dem Einschalten erscheint der Startbildschirm
> der Indivision und danach direkt kein Signal mehr

Raus mit dem, das Indivision Logo wird vom Indivision erzeugt, das schafft er vermutlich ohne Amiga nur mit Strom am Indivision. Das hat nix mit dem Amiga zu tun in den ersten Sekunden. Gar nix.

Testen immer mit Direktanschluss und ohne zusätzliche Hardware.


> Lohnt es sich denn vielleicht, den Amiga an einen 1084
> anzuschließen

Ja


> um über eventuelle Farbcodes noch was zum Fehler zu erhalten?

Kaum, weil ohne CPU = kein Farbcode


> An wen könnte ich mich denn bzgl. eines Tests der A3640 wenden?

Bin leider zu weit weg aber das wäre wohl die einzige Sache die dich weiterbringt. Vermutlich ist die Karte einfach kaputt.



> die 3640 hat doch 3-4 Elkos die ab Werk falsch herum aufgelötet wurden.

Naja, das funktionierte aber 20 Jahre super, also wird das kaum der Fehler sein. Aber klar, sollte man austauschen und richtig einsetzen aber ich glaube die Karte funktioniert mit defekten oder fehlenden Elkos auch. Kann natürlich sein, dass die Leiterbahnen beschädigt sind.

Würde es mal jemanden senden, der es testen und ansehen kann, aber vermutlich ist etwas gröberes kaputt, denn so einfach bringt man eine 3640 nicht um. Laut den Fotos ist da nix aufregendes zu sehen.


LG

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22.03.2015, 08:21 Uhr

Thore
Posts: 2266
Nutzer
Na klar meine ich die Kontakte, und nicht die Kabel als ganzes. Wenn der Molex schon schwarz war, hätten die ja auch was abbekommen können.

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23.03.2015, 14:36 Uhr

Rotzloeffel
Posts: 217
Nutzer
Zitat:
Any ideas? - Bin langsam echt gefrustet. :(

Vielen Dank und viele Grüße


Das kann schon nerven..... Oft denkt man nicht an die einfachsten Dinge... ich hatte sowas auch schon mal -> Grund einer der beiden Jumper, die von INT auf EXT gesteckt werden war nicht mehr in Ordnung... kannst die mal tauschen?

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15.06.2015, 21:52 Uhr

Tekkle
Posts: 50
Nutzer
Gelöst:

Wobei mit „gelöst“ weder das diskutierte Problem gemeint ist, es noch auf meine Stimmung dazu passt. Aber nachdem ich keine Möglichkeit gefunden habe die A3640 andersweitig zu testen und die Faxen endgültig dicke hatte, habe ich mir schweren Herzens eine weitere A3640 bei AmiBay gekauft. Und wie zu befürchten (oder vielleicht auch zu hoffen), lief diese auf Anhieb in meinem A4000D ohne Probleme.

Was also bleibt, ist ernüchternd:
  • Die "elektronische Bucht" ist manchmal wohl nicht der beste Platz um solche Produkte zu erwerben.
  • Sich auf den netten Kontakt und die Aussagen des Verkäufers zu verlassen kann auch mal nach hinten los gehen.
  • Etwa 200,- EUR sind zwar nicht weg, gehören jetzt aber jemandem anderen.
  • Unbezahlbar: Das beschämende Gefühl, aus Gutgläubigkeit hier das ganze Forum verrückt gemacht zu haben.
Aber es bleiben auch positive Punkte:
  • Eine funktionierende A3640 läuft problemlos mit den in diesem Thread behandelten Spannungen und Hinweisen.
  • Die Erfahrung zu machen solche Retro-Hardware besser in der Community zu kaufen um faire Geschäfte sicher zu stellen.
  • Mein A4000D ist nicht die Fehlerquelle! - Yippie!
Vielen Dank an Thore, ylf, ciVic, Lippi, Camiga, MagicPocket & Rotzlöffel für Euren Support und die Hilfestellung!

Bleibt noch die Frage, was ich mit der vermeintlich defekten A3640 mache. Reparieren (lassen), oder als defekt verkaufen? - Was denkt Ihr?

Nochmals vielen Dank an alle beteiligten und viele Grüße an alle!

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17.06.2015, 01:48 Uhr

Camiga
Posts: 174
Nutzer
@Tekkle:
Hauptsache ist, du kannst nun mit deinem Amiga Spaß haben. Willkommen im Club der edlen A4000-Besitzer. :D

Eine kaputte 3640 wird wohl nicht sehr gesucht sein (obwohl die Preise steigen, angeblich kann man es mit einem 060 ausrüsten nun).

Teils bekannt sind auch Karten, die nur an bestimmten Amigas laufen (an anderen aber nicht) - die Ursache ist unbekannt und wird wohl auch keiner so schnell rausfinden. John Hertell (macht auch viele Reparaturen und Diagnose-ROM) hat solche Fälle dokumentiert, daher gehe ich mal davon aus, dass er sich damit auskennt. Ich glaube aber _nicht_, dass das dein Problem ist/war (da die Karte ja in der Kombination hätte laufen sollen).

> Etwa 200,- EUR sind zwar nicht weg, gehören jetzt
> aber jemandem anderen.

:shoot2: guter Spruch :D Trotzdem schade für dich - hoffe aber nicht, dass die 3640 200 Euro gekostet hat - das wäre etwas übertrieben. Wenn es der A4000 mit defekter 3640 war, dann war das sogar ein guter Kurs (wenn natürlich mit Beigeschmack, da als funktionierend verkauft).



Anyways: :bounce:

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amiga-news.de Forum > Amiga, AmigaOS 4 > Amiga 4000 Probleme mit A3640 - evtl. weil nur 4,60 Volt an C188 [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]


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