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amiga-news.de Forum > Amiga, AmigaOS 4 > OS4.1 FE vs. MorphOS 3.7 [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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17.04.2015, 20:28 Uhr

Musicman
Posts: 540
Nutzer
@ton

Der Ansatz ist gut und stimmt auch weitesgehend. Nur was ist eine KillerApp? Was muss sie können? Reicht es einen Amigauser zum staunen zu bewegen oder soll es doch mehr der jennige sein der mal vor 20 Jahren einen Amiga hatte. Mein Bruder und ich haben uns früher immer um den Amiga gestritten bis ich ihm den dann für viele Matchbox und Co abgeluxt hatte. Gespeielt haben wir gemeinsam weiter, aber er ist mein.

Wenn ich ihm heute erzähle was alles geht mit dem Amiga schaut er interessiert, aber fragt wozu man soetwas heute noch brauch. Selbst Kumpels reagieren so.

Man sollte wirklich her gehen und wie @ton es schreibt eine Croudfunding einrichten und genau sagen was gemacht werden soll, dann denke ich wird aus der Plattform eventuell mehr als nur ein Hobby.

So kämpft jedes Lager nur vor sich her um am Ende sagen zu könne ich war dabei.

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17.04.2015, 21:12 Uhr

ton
Posts: 630
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Ich habe immer gelächelt wenn jemand mit diesem Argument kam.
Killer Applikation soll wohl ein unheimlich unschlagbares Programm sein. Eine Office Suite, ein super Browser, etwas noch nie da gewesenes. Naja, heutzutage redet keiner mehr davon. Ja, woran das wohl liegen mag. ;)

Ich glaube eher, egal wie AOS oder sein Gegenpart Morphos sich entwickeln werden, kaufen oder sich so ein System zu legen, wird sich so gut wie keiner mehr.

Schau bei Ebay. Da bekommst du Rechner von Privat, super in Schuß für 150 – 300 Euros eventl. mit Zusatz wie Monitor o. Tastatur. Da musst du im Laden über das Doppelte hinblättern. Ist aber nicht jedermanns Sache.

Was interessiert einem da ein Amiga so und so. Das ist die Realität.
Es sei, man ist AmigaFreak oder hängt den alten Zeiten hinter her. Nicht zu vergessen, das nicht jeder zig von Taler in seinem Portmonaie hat oder sein erspartes dafür ausgibt.

Ich glaube keiner von euch kann genau sagen, weshalb sich jemand ein amigähnliches System kaufen sollte. Einiges bestimmt, aber nicht, was denjenigen wirklich überzeugen könnte. Und selbst wenn......wie lange wird es dauern bis er es wieder verkauft.

Da bin ich mir 100% sicher.

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17.04.2015, 22:39 Uhr

Cego
Posts: 1560
Nutzer
Ich denke die Amiga Systeme von heute müssen keine KillerApp haben. Sie müssen einfach nur die Standard Sachen bieten können was die anderen haben, eben Office, Browser, Email, Multimedia, Verfügbarkeit, Hardware, etc.
Die Amiga Systeme hatten z.b. mit dem Rasperry Pi eigentlich einen ganz lukrativen Markt, den sie hätten nutzen können. Ich denke der Amiga muss sich an solchen Stellen einnisten und seinen Platz sichern im Markt, um Bedeutung zu erlangen. Das Betriebssystem alleine wird nichts reißen, auch nicht mit selbsgemachter Hardware. Es muss gekoppelt werden mit eine Hardware die angesagt ist (wie eben dem RaspPi). Denn wenn es mal so weit kommen sollte, dann wird dem Enduser vor allem die Schlankheit und Effizienz des Systems stärker ins Gewicht fallen. Da zählt es dann z.B. nicht mehr ob es auch tausend alternative Software zu bestimmten Aufgaben gibt. Schlechter als ein RiscOS oder sonstiges wäre es auf keinen Fall gewesen und es würde auf jeden Fall eine große Bekanntheit erreichen.

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18.04.2015, 08:22 Uhr

DrZarkov
Posts: 702
Nutzer
Das predige ich seit Jahren. ARM wäre die einzige Nische, die noch Sinn ergibt. Gegen Linux, Windows oder MacOS X auf x86 besteht keine realistische Chance. PPC ist genauso tot wie 680x0. Es ergab überhaupt keinen Sinn von einem toten Pferd auf ein anderes totes Pferd umzusatteln. Natürlich werden jetzt wieder einige rumschreien von wegen "Grundsatzdiskussion", "ohne PPC ist ein Amiga kein Amiga" und ähnlichem Stuss. Aber Commodore hatte niemals einen Amiga mit PPC gebaut oder auch nur geplant, das ist auf dem Mist von Phase5 gewachsen. 1995 erschien der PPC auch noch als vernünftige Alternative. Aber heute kann ein Rechner mit weniger Leistung als ein Raspberry Pi zum Preis eines guten Spiele-PC (und damit rede ich nur vom SAM460) einfach nicht überzeugen. Ebenso wenig übrigens wie die "Alternative" über 10 Jahre alte Hardware von Apple einzusetzen. Das sehen Hardliner natürlich anders, aber die Verkaufszahlen von AmigaOS 4.1 und Morphos geben mir recht. Im wirklichen Leben kann man so keinen Blumentopf gewinnen. Ich wäre nicht überrascht, wenn die UAE-taugliche Version von 4.1FE inzwischen die Verkaufszahlen von allen anderen Versionen von AmigaOS 4.x und Morphos zusammen gerechnet übertrifft.

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18.04.2015, 08:48 Uhr

AMike
Posts: 496
Nutzer
Ich kann den Frust von cego verstehen, man hofft Jahre und hört viele Versprechungen die manchmal gar nicht, verspätet oder ungenügend eingehalten werden. Irgendwann reißt einem der Geduldsfaden und man "rächt" sich für diese Enttäuschungen mit solchen Beiträgen. Habe ich auch schon gemacht, im Frust lässt man sich gerne hinreißen.

Ich glaube aber nicht, dass dahinter böse Absicht liegt oder Abzockversuche - das sind einfach die Limitationen des Teams, oder wie sich das Projekt über Jahre entwickelt hat. Geld war nie groß vorhanden und ich glaube es hat an kompetenten Projektleitern gemangelt hat. Damit meine ich nicht unbedingt technisch, sondern eher Basics im Projektmanagment. Ein Betriebssystem braucht eine Roadmap auf Jahre die antizipiert welche Hardware wird zu welchen Zeitpunkt State of the Art sein und welche Software wird gefragt sein und wie passe ich mit meinem Produkt da rein. Am Ende leite ich davon die Prios ab und verteile die Ressourcen. Diesen Prozess kann man demokratisch fast nicht lösen, jeder hat eigene Interessen und Vorstellungen und möchte diese verwirklichen. Das kann man im Töpferkurs gerne machen, aber bei so einem Monsterprojekt ist das nicht möglich. Darin liegt vermutlich der "Erfolg" von MorphOS - da gibt es ein kleines Kernteam das die Richtung vorgibt und klare Standards die man für sich definiert hat - von denen wird nicht abgewichen. Das kann kurzfristig schmerzhaft sein, hilft aber langfristig.

@cego
Deine Ausführungen sind teilweise persönliche Angriffe, finde ich nicht gut. Jemand hat es hier eh schon mal geschrieben, solche "flammenden" Reden reißen nur noch weitere Gräben in die Community und das hilft niemanden. Man muss ja OS4 nicht kaufen oder lieben, man soll auch Kritik äußern, aber verbale Rundumschläge helfen nicht.

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18.04.2015, 10:14 Uhr

ChrisP
Posts: 980
Nutzer
Zitat:
Original von DrZarkov:
Das predige ich seit Jahren.

Wie wahr...
Zitat:
PPC ist genauso tot wie 680x0.
Nur wird es dadurch nicht richtiger.
Zitat:
Das sehen Hardliner natürlich anders, aber die Verkaufszahlen von AmigaOS 4.1 und Morphos geben mir recht.
Die Verkaufszahlen haben nichts mit der Entscheidung PPC/nicht PPC zu tun.

Schlussendlich: es gibt bereits ein Amiganoides System auf X86-Basis (AROS), da sind die Verbreitungszahlen eben auch nicht besser. Es liegt nicht an einer Diskussion PPC/non PPC, die Gruende liegen ganz woanders.


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18.04.2015, 14:01 Uhr

Kris
Posts: 650
Nutzer
@ChrisP:

AROS hat sich bisher nicht verbreitet, weil das OS derzeit noch schlicht und einfach unbrauchbar ist.
--
-= ixnay on the hombre =-

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18.04.2015, 16:09 Uhr

jochen22
Posts: 1139
[Benutzer gesperrt]
Zitat:
Original von DrZarkov:
Das predige ich seit Jahren. ARM wäre die einzige Nische, die noch Sinn ergibt.
. . .

Oh, und ich hätte jetzt gesagt AMD64 wäre die einzig sinnvolle
Plattform. Gibt es überhaupt noch ARM-Desktopprozessoren.
Meines Wissens sind das doch eher SoCs mit sehr mäßiger
Doku und eher auf Tablets,Eembedded oder Smartphones ausgerichtet.

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18.04.2015, 19:28 Uhr

DrZarkov
Posts: 702
Nutzer
Zitat:
Oh, und ich hätte jetzt gesagt AMD64 wäre die einzig sinnvolle
Plattform. Gibt es überhaupt noch ARM-Desktopprozessoren.
Meines Wissens sind das doch eher SoCs mit sehr mäßiger
Doku und eher auf Tablets,Eembedded oder Smartphones ausgerichtet.


Das kommt darauf an, was man unter "maßig" versteht. Ein Raspberry Pi2 hat 900 MHz (Quadcore), 1 Gb Ram, liefert FullHD, und kostet 39 Euro. Was kostet doch gleich ein SAM460 mit ähnlichen Eckdaten? Und das ist keineswegs das obere Ende der Fahnenstange.

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19.04.2015, 01:11 Uhr

Murmel
Posts: 1457
Nutzer
Ich frage mich immer wer auf solchen Schmarn kommt das AmigaOS auf dem x86er keine Chance hätte ? Nun es hat "auch" auf x86er keine Chance, aber auf PPC 1000 mal mehr nicht mehr!

Die Entwicklung ist tod, teure Spezialhardware braucht keine "Sorry" keine Sau mehr, ist sowieso fraglich wer das kaufen soll. Selbst Sony und Microsoft verkaufen als Konsolen nur noch normale PCs.

OS4/Morphos wären genauso verloren auf x86er, aber trotzdem weniger verloren als auf PPC!. Die Chance aber das Leute dort das OS kennenlernen und nutzen ist um den Faktor X höher als bei PPC. Man könnte nun argumentieren das dieses X = 0 ist. wenn man mal im Web sucht
sieht man was die Leute einsetzen vom Win3.1 mit Win95 Aufsatz bis was weiss ich, wird es sicherlich mehr interessierte dorz geben, als die die sich nen X 5000er kaufen werden.






[ Dieser Beitrag wurde von Murmel am 19.04.2015 um 01:15 Uhr geändert. ]

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19.04.2015, 07:48 Uhr

DrZarkov
Posts: 702
Nutzer
Eben! Wenn sich schon angeblich niemand für nicht einmal für 29 Euro Amiga4.1FE für einen x86 PC kaufen würden, warum sollte jemand dann noch mal zwischen 1000 und 3000 Euro für eine vollkommen lächerliche Hardware drauflegen wollen und es dann kaufen?
Und wie gesagt: Die Zahl der Nutzer von AOS 4.1FE für WinUAE zeigt doch überdeutlich, dass es sehr wohl einen Markt für AOS 4.x für x86 gibt.

MorphOS verkauft sich am besten für alte Schrömmelmacs mit PPC. Nicht weil alte Schrömmelmacs so gut sind oder auch nur im Entferntesten was mit Amiga zu tun hätten, sondern weil sie ein gutes Preis/Leistungsverhältnis bieten. Leider gibt es MorphOS nicht für x86 oder ARM, es würde sich ohne Zweifel noch besser verkaufen.

[ Dieser Beitrag wurde von DrZarkov am 19.04.2015 um 07:50 Uhr geändert. ]

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19.04.2015, 10:23 Uhr

ton
Posts: 630
Nutzer
Weshalb gibt es den sogenannten vielbeschworenen Markt für x86???

Wegen WinUAE! Ohne diesen Emulator würde keiner nicht mal einen Blick riskieren. Wer Roms hat kann auch AOS4.1 testen und sehen. Dazu braucht es keine extra Hardware die man sich zusätzlich irgendwo hinstellt. Das ist günstiger und einfacher.
Aber selbst dann ist es nur ein probieren, neugierig schauen und das war es auch schon. Verkaufszahlen hin oder her.

Ist ja klar, wer immer argumentiert er wolle richtige Hardware und eine emulierte ist nicht das selbe, blablabla, wird immer dem Traum eigenständige Hardware hinterrennen.

Wenn eine Firma vor sich hintrödelt, die Entwicklung die Zeit verschläft, war es das. Die Computerwelt ist so schnellebig, das alles tot oder in einer immer kleiner werden Nische hängen bleibt.

Selbst wenn es einen Investor mit Millionen gibt, wird das dem "Amiga" im allgeminen nichts mehr groß bringen. Es sei es geschieht ein Wunder. Doch der Nostalgiefaktor ist eben einfach zu groß als das man den überwinden kann und dann ist ja nicht mehr der Amiga das was er einmal war und bewundert wurde.

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19.04.2015, 10:44 Uhr

Rotzloeffel
Posts: 219
Nutzer
Was ist denn hier für großes Kino ? :shock2:

Geht das Theater schon wieder los.....

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19.04.2015, 10:59 Uhr

jochen22
Posts: 1139
[Benutzer gesperrt]
Zitat:
Original von DrZarkov:
Ein Raspberry Pi2 hat 900 MHz (Quadcore), 1 Gb Ram,
liefert FullHD, und kostet 39 Euro.

In der ct steht auch Bericht, in dem die Alltagstauglichkeit eines
RP2s als PC-Ersatz untersucht wird. Ergebnis : Mit ausgewählten
Programmen alltagstauglich. (Leistungsfressende Software-Boliden
gehen aber nicht).

Und das ist schon der Hammer. Wenn jetz mal ein mutiger Unternehmer
auf die Idee kommt und einen BüroPC mit Linux, Internet, Textv. und
Tabcalc für 100-200 Euro anbietet . . .

Zitat:
Original von DrZarkov:
Was kostet doch gleich ein SAM460 mit ähnlichen Eckdaten?
Und das ist keineswegs das obere Ende der Fahnenstange.

Der AmigaOne500/Sam460 ist einfach deutlich zu teuer.

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19.04.2015, 12:30 Uhr

Kris
Posts: 650
Nutzer
So eine Raspberry Pi2 wäre sicher eine spaßige, vor allem aber erschwingliche Sache. Das könnte durchaus viele User dazu bewegen, AmigaOS auf den Plattform auszuprobieren. Gerade weil das OS so wenige Ressourcen verbraucht, wäre die kleine Hardware interessant. Vielleicht würde das einige Entwickler mobilisieren um Software für AmigaOS auf dem Pi2 zu entwickeln.
--
-= ixnay on the hombre =-

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19.04.2015, 12:38 Uhr

Rotzloeffel
Posts: 219
Nutzer

Zitat:
Original von DrZarkov:

Und das ist schon der Hammer. Wenn jetz mal ein mutiger Unternehmer
auf die Idee kommt und einen BüroPC mit Linux, Internet, Textv. und
Tabcalc für 100-200 Euro anbietet . . .


Ich benutze die Himbeeren in der Produktion als Terminals... Die gehen dann auf ne VM-Maschine auf der die ERP-Software läuft:-)

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19.04.2015, 15:21 Uhr

cgutjahr
Posts: 2702
[Administrator]
Zitat:
Original von Kris:
So eine Raspberry Pi2 wäre sicher eine spaßige, vor allem aber erschwingliche Sache. Das könnte durchaus viele User dazu bewegen, AmigaOS auf den Plattform auszuprobieren.

AmigaOS taugt für keines der typischen RPi-Anwendungsgebiete. Media-Center? Hardware-Steuerung? Software-Entwicklung? Webserver? Für nichts davon ist AmigaOS besonders geeignet. Dazu kommt, dass die meisten von diesen SoC-Rechnern teile proprietäre (Grafik-)Hardware einsetzen, nicht gerade AmigaOS-freundlich.

Dass die meisten User am Pi vermutlich nicht ihre bevorzugte Monitor/Maus/Keyboard-Kombination hängen haben, wird dem Erlebnis "AmigaOS auf Pi" auch nicht wirklich zuträglich sein.

AmigaOS (AROS, MorphOS) auf ARM-Rechnern ist m.E. kompletter Unsinn. AmigaOS ist ein Desktop-System und sollte deswegen möglichst auf dem jeweiligen Hauptrechner des Benutzers laufen: Bester Arbeitsplatz, hochwertigste Peripherie, leichter Zugang. Entweder als Dual-Boot oder - so lange die Software-Situation so erbärmlich ist - in einer VM.

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19.04.2015, 18:36 Uhr

DrZarkov
Posts: 702
Nutzer
Hier ist ein Umbau von einem Beagleboard xM (im Prinzip dem Reaspberry Pi sehr ähnlich) umgebaut als Desktop-Rechner (für RISC OS). Dieser Umbau wird so auch kommerziell vertrieben, inzwischen auch mit dem Raspberry Pi als Innenleben: http://home.arcor.de/raik_fischer/Bilder_Hardware.htm

Damit gibt es erschwingliche Hardware in Fertigform mit Tastatur und Maus, die Händler haben weiterhin was zu verkaufen (Vesalia hat den RPi ja auch bereits im Programm), und für die Bastler gibt es auch noch genug. Früher war mal Acorn die teuerste Heimcomputerplattform, jetzt ist es die preiswerteste Neuware. Für uns heißt es nur "das wäre ihr Preis gewesen", da Motorola es nicht geschafft hat, etwas vergleichbares mit PPC zu bauen. Da kam nach dem Efika nichts mehr, der Ansatz war aber richtig. Da die PPC-Front nicht will, bleibt nichts mehr übrig als zu wechseln. Oder auch Amiga NextGen zu Classic 2.0 zu erklären.

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20.04.2015, 07:03 Uhr

Doc
Posts: 355
Nutzer
Zitat:
Original von Kris:
So eine Raspberry Pi2 wäre sicher eine spaßige, vor allem aber erschwingliche Sache. Das könnte durchaus viele User dazu bewegen, AmigaOS auf den Plattform auszuprobieren. Gerade weil das OS so wenige Ressourcen verbraucht, wäre die kleine Hardware interessant. Vielleicht würde das einige Entwickler mobilisieren um Software für AmigaOS auf dem Pi2 zu entwickeln.

Das hat mit RISC OS offenbar nicht funktioniert, obwohl das System recht gut zu einigen der von der Foundation propagierten Anwendungen passt, mehr oder weniger kompatibel zum SoC ist und ab Verkaufsstart verfügbar war.
--
Ex Amiga-Computerist

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20.04.2015, 09:40 Uhr

DrZarkov
Posts: 702
Nutzer
@Doc: Das verstehe ich nicht. Was meinst du mit "das hat mit RISC OS offenbar nicht funktioniert"? Die RISC OS User sind nahezu geschlossen auf den Rapsberry Pi (bzw. Pandaboard und Beagleboard) gewechselt. Die Entwicklung von ROOL findet praktisch nur noch für diese Plattformen statt, nur noch am Rande ein bisschen für die schnelleren klassischen RiscPC. Die Entwicklungen für die anderen "NextGen" RiscOS Computer ist eingestellt. Und nicht nur dass: Die Userbasis konnte wieder deutlich vergrößert werden, nachdem sich jahrelang nichts tat. Allerdings laufen auch nicht gerade scharenweise die User über zu RISCOS, dafür gibt es einfach zu wenige sinnvolle Anwendungen, bzw. selbst popeliges Zeug wie ein E-Mailprogramm ist kostenpflichtig, obwohl es weniger leistet als Simple Mail oder YAM. Für Neueinsteiger ist die "Killerapplikation" das BBC-Basic, mit dem man ziemlich leistungsfähige Software schreiben kann. Allerdings ist das System auch sehr stark anders als Linux, AmigaOS oder DOS.
Für AmigaOS gibt es eine wesentlich breitere Softwarebasis und das OS selbst ist einfacher. Natürlich gibt es damit ebenfalls keinen neuen Massenmarkt zu erobern, aber zumindest können User bei der Stange gehalten werden und ehemalige User kommen eher zurück bei geringen Kosten für neue Hardware.

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20.04.2015, 12:36 Uhr

Doc
Posts: 355
Nutzer
Zitat:
Original von DrZarkov:
@Doc: Das verstehe ich nicht. Was meinst du mit "das hat mit RISC OS offenbar nicht funktioniert"?

[...]

Allerdings laufen auch nicht gerade scharenweise die User über zu RISCOS [...]

Ganz genau. Dass sich die Nutzerzahlen überhaupt erhöht haben, war mir nichtmal aufgefallen.
--
Ex Amiga-Computerist

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20.04.2015, 12:57 Uhr

DrZarkov
Posts: 702
Nutzer
Die RISC OS Szene war kurz vor Scheintot. Durch das Beagleboard und vor allem durch das Raspberry Pi hat sie sich wieder bekrabbelt. Sie war ja nie sonderlich groß, in Deutschland schon gar nicht. Man muss nur mal bei ROOL ins Forum schauen, um zu sehen, dass es dort deutlich bergauf ging in den letzten Jahren.

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20.04.2015, 15:52 Uhr

OlafSch
Posts: 72
Nutzer
@Kris:

Ehrlich? Gut zu wissen :D Danke für die Info

Was die mangelnde Verbreitung auf X86 angeht, für Amiga-User war es nicht "amigaish" genug (z.B. 68k-Integration) und viele Anwender und Entwickler hatten sich vor vielen Jahren bereits festgelegt. Meiner Erfahrung nach so stark dass die meisten eher die Plattform aufgeben als von AmigaOS zu MorphOS zu wechseln (z.B. wenn die Hardware den Geist aufgegeben hat). Unter X86 gibt es jede Menge Konkurrenz, wenn jemand keinen Amiga-bezug hat warum dann etwas amigaoides einsetzen auf dem z.B. die gewohnten Entwicklungstools fehlen. So einfach ist das.

Dieses "AROS-bashing" das mittlerweile in Mode gekommen zu sein scheint ist ziemlich dumm und falsch. Aber wenn ich mit meiner eigenen X86-Distro weiter bin können wir ja gerne weiterdiskutieren.

[ Dieser Beitrag wurde von OlafSch am 20.04.2015 um 16:04 Uhr geändert. ]

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20.04.2015, 16:33 Uhr

Kris
Posts: 650
Nutzer
Ich stehe zu meiner Meinung. AROS auf x86 ist heute einfach noch unbrauchbar. Deine 68k Distribution ist etwas anderes.Das ist eine fantastische Sache. Die zwei würde ich nicht miteinander vergleichen.
--
-= ixnay on the hombre =-

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20.04.2015, 16:37 Uhr

OlafSch
Posts: 72
Nutzer
@Kris:

Worauf bezieht sich "unbrauchbar"?

Stabilität? Bedienung?

Hast du Icaros Desktop 2.0 schon probiert? Ist das immer noch der Fall?

z.B. hat es geheissen dass Windows hosted instabil ist aber nachdem ich Magellan verwende läuft es wie eine eins, kein einziger Absturz

Eventuell ist das mit dem aktuellen Icaros (wenn Magellan verwendet wird) auch der Fall

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20.04.2015, 20:00 Uhr

Holger
Posts: 8076
Nutzer
Zitat:
Original von DrZarkov:
ARM wäre die einzige Nische, die noch Sinn ergibt. Gegen Linux, Windows oder MacOS X auf x86 besteht keine realistische Chance.

Was lässt Dich glauben, dass gegen Linux, Windows oder MacOS X auf ARM eine realistische Chance besteht?

Zitat:
PPC ist genauso tot wie 680x0.
Im Sinne von in Silikon gegossener und am Markt angebotener Produkte, besteht durchaus noch ein Unterschied. Das ist aber gar nicht der Punkt. Die entscheidende Frage ist doch, was man dem interessierten Kunden abverlangt, um das Produkt nutzen zu können. Also ob man eine Software einfach kaufen und benutzen kann oder ob man einen absurd teuren Staubfänger dazu kaufen muss.

Zitat:
Ich wäre nicht überrascht, wenn die UAE-taugliche Version von 4.1FE inzwischen die Verkaufszahlen von allen anderen Versionen von AmigaOS 4.x und Morphos zusammen gerechnet übertrifft.
Ich auch nicht.

Zitat:
Original von ChrisP:
Schlussendlich: es gibt bereits ein Amiganoides System auf X86-Basis (AROS), da sind die Verbreitungszahlen eben auch nicht besser. Es liegt nicht an einer Diskussion PPC/non PPC, die Gruende liegen ganz woanders.

Wow, es scheint, wir haben den einen Mann gefunden, der, von wo auch immer, die tatsächlichen Zahlen bezüglich der Verbreitung kennt. Basiert Deine Aussage auf den Verkaufszahlen, resp. Download-Zahlen im Falle von AROS, oder auf der Anzahl Nutzer, die AROS und AOS4 im realen täglichen Einsatz haben?

Zitat:
Original von jochen22:
Gibt es überhaupt noch ARM-Desktopprozessoren.

Was heißt noch? Sie versuchen doch gerade erst, auf Server und Desktop Fuß zu fassen.

Zitat:
Original von jochen22:
Und das ist schon der Hammer. Wenn jetz mal ein mutiger Unternehmer
auf die Idee kommt und einen BüroPC mit Linux, Internet, Textv. und
Tabcalc für 100-200 Euro anbietet . . .

Das wäre in der Tat verdammt mutig. Für den Preis kann man auch einen Wald-und-Wiesen x86-PC bekommen…

Zitat:
Original von OlafSch:
Was die mangelnde Verbreitung auf X86 angeht, für Amiga-User war es nicht "amigaish" genug (z.B. 68k-Integration) und viele Anwender und Entwickler hatten sich vor vielen Jahren bereits festgelegt. Meiner Erfahrung nach so stark dass die meisten eher die Plattform aufgeben als von AmigaOS zu MorphOS zu wechseln (z.B. wenn die Hardware den Geist aufgegeben hat).

Wo wäre Apple heute, wenn sie sich jemals um die Hardliner (68k oder PPC oder MacOS9) geschert hätten? Man gewinnt keine neuen Kunden, wenn man den Fokus auf die alten legt.

Im übrigen würde vermutlich selbst ein CPU-unabhängiges AmigaOS kein Bein auf die Erde bekommen. Das Problem ist und bleibt die Software. Und ich meine damit keine Killerapplikationen, sondern schlichtweg, dass es schon interdisziplinäre Experten benötigt, um nur mal eben OpenSource-Software xyz zu portieren, oder auch nur eine stabile Entwicklungsumgebung aufzusetzen, von aktuellen Compiler-Versionen will ja gar keiner anfangen.

Man kann auch niemanden dazu überreden, in die Programmierung einzusteigen. Zu AmigaOS1.x Zeiten lag ein Basic bei. Heute ist das einzige, was nach einsteigerfreundlicher Programmierung aussieht, ein kommerzielles Produkt, für das ein Anwender noch mal Geld extra hinblättern muss. Man vergleiche das mal mit anderen Systemen…

--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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21.04.2015, 10:59 Uhr

DrZarkov
Posts: 702
Nutzer
Zitat:
Original von Holger:
Zitat:
Original von DrZarkov:
ARM wäre die einzige Nische, die noch Sinn ergibt. Gegen Linux, Windows oder MacOS X auf x86 besteht keine realistische Chance.

Was lässt Dich glauben, dass gegen Linux, Windows oder MacOS X auf ARM eine realistische Chance besteht?

Gegen Windows und MacOS X auf ARM spricht die schiere Tatsache, dass diese Systeme nicht auf ARM existieren. (Windows 10 soll ja kommen, hätte aber zunächst keinen Vorteil, da es ja nicht zu x86 kompatibel ist, während "unsere" 68k-Emu sehr flott läuft.) Linux ist auf dem Raspberry Pi unglaublich lahm (ähnlich wie sich auch Debian auf einem SAM anfühlt), während RISC OS oder auch AROS auf ARM völlig normal nutzbar sind, ohne ständig die Sanduhr zu sehen.

[ Dieser Beitrag wurde von DrZarkov am 21.04.2015 um 11:01 Uhr geändert. ]

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21.04.2015, 12:06 Uhr

OlafSch
Posts: 72
Nutzer
@Holger:

Für Leute außerhalb ohne Amiga-Hintergrund war AROS einfach nicht interessant da es genug bessere Alternativen gab. Dazu kamen Schwächen von AROS, z.B. denke ich dass "Wanderer" mit seinen Bugs zu vielen eher negativen Meinungen beigetragen hat. Um 2002-2004 als sich (wenn ich die Foren richtig gelesen habe) haben sich AmigaOS/MorphOS etabliert und die meisten Anwender und Entwickler für eines davon entschieden. AROS war zu diesem Zeitpunkt noch weit dahinter, ich glaube es gab noch nicht einmal 68k-Emulation. Ich denke dass heute die Chancen besser sind, insbesondere außerhalb der existierenden Community. Aber selbst wenn nicht... mir macht es einfach Spass mich damit zu beschäftigen :)

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21.04.2015, 12:11 Uhr

OlafSch
Posts: 72
Nutzer
@DrZarkov:

MacOS X auf ARM?

zum Thema: es gibt keinen Automatismus dass billige Hardware automatisch neue Anwender und Entwickler bringt, letzten Endes entscheidet die Software. Aber etwas auf teurer exklusiver Hardware laufen zu lassen genausowenig, insbesondere wenn die Hardware zwar teuer aber nicht besser ist. Raspberry 2 klingt auf jeden Fall interessant, keine Rakete aber eben billig. Bin schon gespannt wenn AROS native darauf läuft.

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21.04.2015, 12:43 Uhr

Kris
Posts: 650
Nutzer
Zitat:
Original von OlafSch:
@Kris:

Worauf bezieht sich "unbrauchbar"?

Stabilität? Bedienung?

Hast du Icaros Desktop 2.0 schon probiert? Ist das immer noch der Fall?

z.B. hat es geheissen dass Windows hosted instabil ist aber nachdem ich Magellan verwende läuft es wie eine eins, kein einziger Absturz

Eventuell ist das mit dem aktuellen Icaros (wenn Magellan verwendet wird) auch der Fall


Von der Bedienung her ist AROS wie jedes andere Amiga Betriebsystem auch. Die Stabilität finde ich noch nicht gut. Es ist zwar besser als noch vor einigen Jahren aber besser heißt nicht gut. Ich mag Wanderer nicht und Magellan ebenso wenig, auch wenn letztere schon eine Alternative darstellt. Die müßige nicht intuitive Installation finde ich nicht gut. Auch besteht nicht die Möglichkeit AROS parallel zu einem anderen OS zu installieren. Die virtuelle maschine ist für mich keine Option.
--
-= ixnay on the hombre =-

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1 -2- 3 [ - Beitrag schreiben - ]


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