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amiga-news.de Forum > Get a Life > Wie schnell vergeht die Zeit? [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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02.06.2003, 12:46 Uhr

eye-BORG
Posts: 1276
Nutzer
Mal eine Frage, weil ich gerade von einem Kollege was aufgeschnappt habe: Wie schnell vergeht die Zeit? Ist es echt so, daß sie immer schneller vergeht, je älter man wird oder ist das von der persönlichen Empfindung abhängig? Also, ich finde, daß 2000 recht schnell verging, während 2001 etwas langsamer war.

Begründet hat das mein Kollege damit, daß der Herzschlag im Alter immer schneller werden würde und sich das Zeitempfinden diesem Umstand anpassen würde. Das wäre ja beängstigend. Flupp, und das Leben ist rum!

Kann es nicht sein, daß das Zeitempfinden vorwiegend mit Streß zusammenhängt? Wenn man jeden Tag nix zu tun hätte und sich nur in die Sonne legen würde, dann würde die Zeit doch nicht so rasen wie wenn man jeden Tag einen Streß-Job ausübt, oder?
--
eye-BORG

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02.06.2003, 13:08 Uhr

Solar
Posts: 3674
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Einem Kind scheint es, als ob beim Spielen die Zeit schnell vergeht; beim Aufräumen, Warten auf das Christkind o.ä. geht sie quälend langsam.

Als Erwachsener hat man dann immer mehr zu tun. Beruf, Familie, Hobbies... selbst beim Ausspannen im Liegestuhl blickt man schon wieder auf die Uhr, der nächste Termin kommt.

Daher scheint die Zeit subjektiv schneller zu vergehen. Hat mit dem Herzschlag rein gar nix zu tun. (Sag' ich jetzt mal, mit Streß-Job und Bio-Studium nicht ganz aus dem hohlen Bauch.)

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02.06.2003, 13:12 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
Nutzer
Also das mit dem Herzschlag halte ich für vollkommenen Quatsch.

Streß vs. Sonne liegen: Naja ich weiß nicht ... das kann sich so oder anders auswirken.
Der Effekt dabei ist wohl eher der, daß sich jeder Vorstellungen macht, was er (neben dem, was er gerade tut) gerne irgendwann noch tun möchte. So kann es dir passieren, daß du dein Haus renovieren möchtest es aber nicht tust, weil du entweder so im Streß bist oder durch ausgedehntes Sonnenbaden keine Lust hast.
Dann kannst du beidesmal nach einem Jahr feststellen: "Huch, wo ist denn meine Zeit hin!?"

Aber auch ohne diese eher extremen Beispiele empfindet man "Zeit" mit fortschreitendem Alter schneller. Das liegt aber meiner Meinung nach an der Menge Erinnerungen, die wir haben.
Als kleines Kind hast du noch kaum Erinnerungen, deshalb wird jede Kleinigkeit in Deinem Gedächtnis abgelegt - und Deine ersten Sommerferien kommen dir unendlich lange vor.
Wenn Du älter bist hast du schon soundsoviele Sommerferien erlebt, und irgendwie gleichen sie sich doch ein wenig, deshalb wirst du dich an genau *diese* Sommerferien nicht mehr so gut erinnern: Sie kommen dir kürzer vor, weil Du nicht so viel Neues erlebt hast.

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02.06.2003, 13:49 Uhr

hjoerg
Posts: 3820
Nutzer
Hi,

das Problem "Zeit" gibt es eigentlich nicht 8o

Ist eben eine Erfindung der modernen Menschen.
Somit bleibt es wohl auch ein Empfinden.


Mit dem Herz/Pulsschlag im Alter, das habe ich auch noch nicht gehört.
Das erscheint mir aber unwahrscheinlich, da mein Puls immer noch bei 60 Schlägern in der Minute liegt. Und Renter meines Wissens auch nicht doppelt so schnell laufen :D


Übrigends geht bei mir der Tag am Strand schneller vorbei :lach:
--


_______________________________

by
AMIGA-DREAM z.Z. only WinUAE
hjörg :dance2:
_______________________________
Nethands


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02.06.2003, 14:02 Uhr

hillking
Posts: 242
Nutzer
Nun, das die Zeit manchmal langsame vergeht und zum Teil manchmal auch stehen bleibt ist ganz natürlich.

Bestes Beispiel ist z.B. Matrix 2 wo in bestimmten Szenen die Zeit scheinbar still zu stehen scheint oder unendlich langsam vergeht.



































Etwa bei sämtlichen Sprechszenen von Morpheus und Neo ;)

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02.06.2003, 14:15 Uhr

Jinx
Posts: 2077
Nutzer
wie schnell die zeit vergeht? hm.. ich würde sagen mit etwa 60 sekunden pro minute...
--
eMail: TheJinx@web.de
Homepage: http://www.TheJinx.de

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02.06.2003, 23:32 Uhr

Orgon
Posts: 234
Nutzer
@Jinx

Ja genau!
Ich schaue auch immer auf meine Armbanduhr, wenn ich wissen will,
wie schnell die Zeit vergeht!
Auch bei meinen anderen Uhren ist nach 60 Sekunden eine Minute vergangen ... 8)
Außer die Uhr von meinem A 2000, die hat seit längerer Zeit immer wieder
ein anderes Zeitgefühl. :(

Gruß von Orgon




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02.06.2003, 23:35 Uhr

Askane
Posts: 850
Nutzer
Rein biologisch ist das richtig, das die Zeit scheinbar schneller
vergeht. Da der Erneurungsprozeß der Zellen auch immer schneller
vonstatten geht. Also geht die innere Uhr mit höheren Alter auch
schneller. Ist wie mit einem Motor der sich überdreht und dann am
Ende kaputt geht. ;)

Was ich aber nicht erklären kann, bei der Arbeit, die man eigentlich
immer gleich verrichtet, vergeht manchmal die Zeit schneller, aber
manchmal auch langsamer. Dreht da der liebe Gott an der Zeit? :)

MnG Askane

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03.06.2003, 08:49 Uhr

ylf
Posts: 4101
Nutzer
Ich habe da eine andere Theorie, was diesen subjektiven Eindruck betrifft.
Je älter man wird, desto mehr Erinnerungen hat man. Dadurch verliert das gerade erlebte im Verhältnis zu den Erinnerungen an Bedeutung, weil es einfach ein immer kleiner werdender Teil davon ist.

bye, ylf

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03.06.2003, 10:10 Uhr

Tehej
Posts: 59
Nutzer
Ist da nicht irgendwie ein denkfehler drin?
Wenn deine innere Uhr schneller geht, dann muesste dir, jetzt nur mal als beispiel, 10 sekunden wie eine minute vorkommen. Da ja "deine uhr" schneller laeuft. In diesem falle um den faktor 6. Schaust du jetzt allerdings auf die uhr ist nicht etwa eine minute vergangen, sondern erst 10 sekunden.
Es ist aber doch meistens so, dass man auf die Uhr schaut und sich denkt:"Naja jetzt muesste es so 14 Uhr sein" oder sowas, jedenfalls denkt man sich ja meistens, wie spaet es ungefaehr ist. Allerdings steht der Zeiger dann auf kurz vor feierabend (mal angenommen man hat um 16 Uhr feierabend). Dann ist doch deine innere Uhr langsamer gelaufen, als die richtige uhr und du denkst dir dann:"Man wie die zeit doch vergeht!"
Ich hab letztens mal mit meiner mutter telefoniert und wir hatten das gleiche problem. Auch sie bestaetigte mir, dass fuer sie in der kindheit die zeit langsamer verging, als heute.
Wir kamen allerdings auf folgendes:
Als Kind vergeht die Zeit langsamer, weil man in die, meist verhasste, schule muss. Man kann nicht draussen spielen und muss sich die ödesten themen von den lehrern vorquatschen lassen. Am nachmittag muss man schulaufgaben machen und kann wieder nicht raus zum spielen.
Die zeit bis zum spielen scheint langsam zu vergehen. Spielt man dann allerdings, kommt es einem so vor, dass man vor 10 minuten angefangen hat (tatsaechlich sind aber stunden vergangen) und die mutter ruft zum abendessen.
Mir selber fiel auch auf, dass die schulstunden meiner lieblingsfaecher viel zu schnell rum waren. Ich haette noch doppelt so lange machen koennen. Verhasste faecher wollten allerdings nie ein ende nehmen :(
In der Lehre war es bei mir genauso. Die schule war fuer mich das beste. Die zeit verging schnell, es hat mir allerdings auch wirklich spass gemacht. Auf der arbeit war bei mir leider nur mobbing angesagt und die zeit verlief quaelend langsam. Somit war die schule das einzige fuer mich, wo ich etwas gelernt und meinen spass hatte.
Momentan habe ich einen Job der mir (meistens) wirklich spass macht. Wenn ich dann etwas mache und auf die uhr schaue sind ploetzlich zwei stunden um und ich hatte das gefuehl, dass es erst eine halbe stunde gewesen waere.
Das passiert mir auch bei guten Computergames. Ich setze mich morgens nach dem aufstehen dran am wochenende (ca. 8-9 uhr) und schaue dann irgendwann auf die uhr, weil mein magen knurrt und stelle fest, dass ich glatt mein fruehstueck und mittag verspielt habe und schon an das abendessen denken kann :D
Das naechste problem ist fuer mich diese nervtoetende sommer- und winterzeitumstellung. Ich brauche monate, bis ich einigermassen wieder im rythmus bin.

Ciao...
Sabine


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03.06.2003, 20:08 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
Nutzer
Zitat:
Original von Askane:
Rein biologisch ist das richtig, das die Zeit scheinbar schneller
vergeht. Da der Erneurungsprozeß der Zellen auch immer schneller
vonstatten geht.

Äh!?!
Geht die Erneuerung der Zellen nicht immer langsamer, daher der Effekt des Alterns??

@ylf: Full Ack!

@Tehej: "Zeit" fängt nicht erst mit der Schule an zu vergehen. Was ist mit dem Kindergarten, oder sogar vor dem Kindergarten?
Den Effekt mit den Spielen kenn ich allerdings auch :D

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03.06.2003, 21:04 Uhr

ArminHuebner
Posts: 1349
Nutzer
Ich denke, dass die Zeit für jeden Menschen und jede Uhr gleich ist-
abhängig von der Relation zur Lichtgeschwindigkeit (Einstein).

Wie manche den Zeitverlauf erleben, hängt wohl eher vom subjektiven Empfinden ab.

[ Dieser Beitrag wurde von ArminHuebner am 03.06.2003 editiert. ]

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03.06.2003, 22:44 Uhr

Tehej
Posts: 59
Nutzer
@DrNOP:
Also an den kindergarten erinnere ich mich nicht mehr genau. Allerdings spielen die kinder da ja auch meistens und singen etc. Ich denke mal, dass dort auch die zeit schneller vergeht. Schliesslich ist spielen ja eine lieblingsbeschaeftigung von kindern ;)
Tatsache ist jedoch, dass die schule einen derben einschnitt bedeutet. man MUSS jeden morgen frueh aufstehen, in die schule und sich vollsabbeln lassen. danach MUSS man hausaufgaben machen. Dafuer sorgen a) die eltern und b) die lehrer :)
Davor konnte man so ziemlich machen was man wollte. Entweder man blieb zu hause und spielte mit anderen kindern oder man ging in den kindergarten. Nicht alle kinder sind ja in einem kindergarten. Soweit ich weiss, faengt der aber nicht so frueh an wie die schule. Ich mein, dass der hier um 9 Uhr anfaengt und die schule faengt um 7:45 an.
Ein weiterer unterschied ist, dass man vor der schule keinen aufpasser hatte, der einem andauernd sagte, was man zu tun und zu lassen hat. Klar passierte das auch, aber nicht jeder erzieher oder die eltern haben andauernd ein auge auf einen. In der schule heissts dann stillsitzen, nicht reden, nicht essen etc. somit ist es etwas, was ein kind nicht gerade zur lieblingsbeschaeftigung zaehlt. Und wie ich schon sagte, hatten wir (meine mutter und ich) das gefuehl, dass bei verhassten dingen die zeit langsamer lief.

Meine theorie zum thema kindergarten :) wie gesagt ich hab null erinnerung daran. Das einzige was ich noch weiss, dass ein regal mit musikinstrumenten irgendwo dort stand. Diese wurden aber nie benutzt und wir wollten alle so gerne musik machen. Demnach gabs oefters eins auf die finger. Weil: was man nicht darf ist umso interessanter ;)
Wofuer die instrumente da lagen, weiss ich allerdings bis heute noch nicht.

Ciao...
Sabine

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04.06.2003, 08:43 Uhr

dandy
Posts: 2552
Nutzer
Mir ist aufgefallen, daß, wenn ich konzentriert an irgendetwas arbeite, die Zeit wie im Flug zu vergehen scheint - habe ich jedoch Langeweile oder warte auf etwas bestimmtes, dann scheint sie fast stillzustehen.
Unabhängig von meinem Alter.
--
Wenn es jemandem Spaß mach, zu Marschmusik in Reih' und Glied zu marschieren, so verachte ich ihn schon.
Er hat sein Großhirn nur aus Versehen bekommen - bei ihm hätte auch schon das Rückenmark gereicht!
(Albert Einstein)

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04.06.2003, 15:16 Uhr

Guderian
Posts: 4
Nutzer
Hi,

also um festzustellen, wie schnell die Zeit vergeht, sollte man erst einmal überlegen, was Zeit eigentlich ist. Aber heutzutage wird ja meistens über das Wie gesprochen, ohne das Was zu berücksichtigen...

Existenzialistisch ergibt sich die Zeit aus dem So-Sein, d.h. wir stellen fest, dass es eine Vergangenheit und eine Gegenwart definitiv gibt, so dass sich daraus auch eine Zukunft vermuten und ableiten lässt. Diese Zeitebenen fassen einige auch als 4. Dimension auf, aber dann verwischt sich die Betrachtungsweise wieder mit den vorigen 3 Dimensionen, zumal es wahrscheinlich insgesamt über 20 Dimensionen gibt.
Physikalisch lässt sich die Zeit ebenfalls beweisen, z.B. anhand der Geschwindigkeitsgrößen.
Oder man definiert wie Einstein Zeit als "das, was man der Uhr abliest."

Wie schnell die Zeit vergeht, ist relativitätstheoretisch unterschiedlich. Sie hängt von der auf sie wirkenden gravitativen Kraft ab. Ist sie unendlich, z.B. in einem Schwarzen Loch, dann bleibt die Zeit stehen. Je schwächer die Gravitation, desto schneller vergeht die Zeit. Ein Problem, das sich eigentlich nur in der Raumfahrt, bzw. bei Satellitensteuerung auswirkt und miteinberechnet werden muss. Auf der Erde gibts die Riesengravitationsunterschiede nicht, so dass sich für den Menschen nur ein subjektives Zeitempfinden einstellt. (In der Tat gehen wir hier auf der Erde von einer absoluten Zeit und von einem absoluten Raum aus, was im Universum eigentlich so gut wie unmöglich ist. )

Was aber das subjektive Zeitempfinden angeht, so ist die Umwelt der entscheidende Faktor. Alles ist relativ. Lebst Du auf dem Land oder in der Stadt? Die Menschen auf dem Land altern langsamer, gehen langsamer als in der Stadt, der komplette Lebensrythmus ist meistens nicht so hektisch. Umgekehrt in der Stadt: Stress und Hektik bestimmen oft das Bild, Verkehrskollaps und Umweltvergiftung sind auf dem Land seltener.
Hast Du viel zu tun, ist die Zeit viel zu knapp. Langweilt man sich, zieht sich die Zeit wie Kaugummi.
Allgemein wird das Zeitempfinden also immer schneller, da mit zunehmendem Alter sich die Kenntnisse erweitern und mehr zu tun ist. Ein Grund, warum die Rentner es im Supermarkt immer so eilig haben, denke ich mal.
Fragt der PC den Amiga: "Wie schnell vergehen für Dich 1000 Jahre?" "na wie ne Sekunde" "Und was sind für Dich 1 Mio. Dollar?" "ach, 10 cent" "Leih mir mal 10 cent" "Sekunde!"

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04.06.2003, 20:00 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
Nutzer
Zitat:
Original von Guderian:
Diese Zeitebenen fassen einige auch als 4. Dimension auf, aber dann verwischt sich die Betrachtungsweise wieder mit den vorigen 3 Dimensionen, zumal es wahrscheinlich insgesamt über 20 Dimensionen gibt.

Nun ja ... "über 20" kann auch heißen "unendlich viele"; von daher kann ich dir keinesfalls widersprechen. Allerdings drängt mich doch die Frage: Wieso nennst du ausgerechnet über 20 Dimensionen?? Und, nachdem du schon vermutest daß es so viele gibt, haben die alle einen griffigen Namen oder eine Eigenschaft, in der sie sich jeweils unterscheiden?

Zitat:
Original von Guderian:
Oder man definiert wie Einstein Zeit als "das, was man der Uhr abliest."

Das ist das einzige, was uns wirklich als Anhaltspunkt bleibt - aber völlig an der initialen Frage vorbei ... ;)

Zitat:
Original von Guderian:
Sie hängt von der auf sie wirkenden gravitativen Kraft ab. Je schwächer die Gravitation, desto schneller vergeht die Zeit.

Das is' bis jetzt nur Theorie...

Zitat:
Original von Guderian:
In der Tat gehen wir hier auf der Erde von einer absoluten Zeit und von einem absoluten Raum aus, was im Universum eigentlich so gut wie unmöglich ist.

Das ist richtig, unterscheidet sich aber in keiner Weise von unseren anderen Ansichten. Bewegungen zum Beispielen, Entfernungen, auch Lebensweisen ...

Zitat:
Original von Guderian:
Die Menschen auf dem Land altern langsamer...

Ach, echt? Wieso?
Ist ein 80jähriger auf dem Land jünger als einer in der Stadt? Ist die Wahrscheinlichkeit höher mit höherem Alter zu sterben als bei dem in der Stadt?

Zitat:
Original von Guderian:
Ein Grund, warum die Rentner es im Supermarkt immer so eilig haben, denke ich mal.

Hm, ich hab noch keinen eiligen Rentner gesehen ... eher im Gegenteil. Und das nicht nur im Supermarkt.

Zitat:
Original von Guderian:
Fragt der PC den Amiga: "Wie schnell vergehen für Dich 1000 Jahre?" "na wie ne Sekunde" "Und was sind für Dich 1 Mio. Dollar?" "ach, 10 cent" "Leih mir mal 10 cent" "Sekunde!"

:lach:

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05.06.2003, 08:11 Uhr

Tehej
Posts: 59
Nutzer
Zitat:
Original von DrNOP:
Zitat:
Original von Guderian:
Die Menschen auf dem Land altern langsamer...

Ach, echt? Wieso?
Ist ein 80jähriger auf dem Land jünger als einer in der Stadt? Ist die Wahrscheinlichkeit höher mit höherem Alter zu sterben als bei dem in der Stadt?

Wuerde mich auch mal interessieren. Ich koennte mir das nur so vorstellen, dass auf dem Land frueher hauptsaechlich bauern waren, die bis ins hohe alter auf ihrem hof gearbeitet haben. Die Kinder haben den Hof dann uebernommen usw. Allerdings ist dies schwere koerperliche arbeit gewesen. Man denke nur an diverse andere berufe frueher. Heutzutage haben wir hilfsmittel fuer alles. Alles in allem sind die menschen frueher nicht ganz so alt geworden oder mussten frueh aufhoeren zu arbeiten.
Jedenfalls wuerde ich nicht sagen, dass die menschen auf dem land nicht so schnell altern. Ich kenne grosseltern die sind ca. 80, leben seit ewig in der stadt und sind immer noch fit. Abgesehen vom koerperlichen. Die bandscheiben machen nicht mehr so mit, genauso wie sonstige gelenke. Mit einem 20 jaehrigen koennen diese leute nicht mehr mithalten, aber das ist ja auch normal und dies wird man auch auf dem Land erleben.

Zitat:
Zitat:
Original von Guderian:
Ein Grund, warum die Rentner es im Supermarkt immer so eilig haben, denke ich mal.

Hm, ich hab noch keinen eiligen Rentner gesehen ... eher im Gegenteil. Und das nicht nur im Supermarkt.
Also eilig haben es die alten leute immer. Nur bringts nicht mehr viel ;) Wenn ich im supermarkt in der fruehstueckspause stehe, weil ich irgendwas vergessen habe, kommen die meistens an und beschweren sich, dass wieder zig junge leute vor ihnen stehen und sie nicht vorgelassen werden. Dass viele sich aber was zu essen fuer die arbeit kaufen, weil gerade fruehstueck ist und die chefs ihnen sonst den hals umdrehen sehen sie nicht und wollen sie auch nicht verstehen.
Wenn man sieht, dass jemand aelteres nicht mehr gut stehen kann oder auch juengere wegen eines unfalls probleme mit dem ruecken haben oder eine schwangere ansteht, macht man auch schonmal platz, bzw. laesst denjenigen dann vor. Wer aber fuer sein alter noch gut zu fuss ist und dann noch meckert, wird von mir nicht vorgelassen. schliesslich haben diese leute alle zeit der welt, waehrend ich gleich wieder auf die arbeit muss und ausserdem kann man hoeflich fragen. Aber wie heisst es so schoen? Rentner und arbeitslose haben nie zeit ;)
Ich finds auch immer wieder klasse, wenn die alten leute hier ueber die dreispurige strasse gehen, die auch arg befahren ist. 5m weiter ist eine unterfuehrung. Aber nein, man muss ja versuchen, diesmal nicht 10 minuten, sondern nur 5 minuten zum ruebergehen zu brauchen ;)

Ciao...
Sabine

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05.06.2003, 16:53 Uhr

gunatm
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Die Zeit verging in Matrix RL nur so langsam, weil der Fil f***ing langweilig ist. Ich wäre fast eingeschlafen!
--
... trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!
_a2000/060_a2000_a1200/030_a1200_a500_cdtv_cd32_winUAE_mac4400_

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06.06.2003, 00:59 Uhr

Maja
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In der Tat gewinnt man mit zunehmendem Alter den Eindruck, die Jahre flögen nur so dahin.

Das liegt aber nicht an der Zeit selbst. Die Uhren gehen nicht schneller. Der Mensch betrachtet seine Lebensumstände mit anderen Augen, ist tief eingebunden in den alltäglichen Ablauf, wälzt Sorgen, schmiedet Pläne, ist mit ständig neuen Problemlösungen befasst.

Der Jahresablauf richtet sich nicht mehr so stark nach den großen Festen. Andere Dinge lassen uns "keine Zeit". ..... was denn, schon wieder Pfingsten??!!

Perioden der Entspannung werden seltener. Entspannung aber ist notwendig, um bewußt Leben zu können. Ständiger Zeitdruck, Problemdruck und Stress verhindern, dass wir bewußt wahrnehmen, wie die Zeit vergeht. So ist dann - schupp - wieder ein Jahr vorbei, ohne dass wir es "bemerkt" haben.

Eine andere Frage ist, ob es "die Zeit" überhaupt gibt. Am Ende ist das wieder nur so eine Erfindung des Menschen. Weil, man muss ja schießlich alles erklären und messen und benennen können. ;-)
--
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Lebe den Tag!

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06.06.2003, 01:02 Uhr

Maja
Posts: 15429
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Zitat:
Original von hillking:
Nun, das die Zeit manchmal langsame vergeht und zum Teil manchmal auch stehen bleibt ist ganz natürlich.

Bestes Beispiel ist z.B. Matrix 2 wo in bestimmten Szenen die Zeit scheinbar still zu stehen scheint oder unendlich langsam vergeht.

Etwa bei sämtlichen Sprechszenen von Morpheus und Neo ;)


Du weißt aber schon, dass Matrix 2 ein vorwiegend synthetisch hergestellter Film ist? 8o ;)
--
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06.06.2003, 09:22 Uhr

Jinx
Posts: 2077
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weiss gar nicht was ihr alle gegen matrix rl habt.. ich fand den film aber sowas von genial!
--
eMail: TheJinx@web.de
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16.06.2003, 14:14 Uhr

Guderian
Posts: 4
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@DrNOP
Zitat:
Nun ja ... "über 20" kann auch heißen "unendlich viele"; von daher kann ich dir keinesfalls widersprechen. Allerdings drängt mich doch die Frage: Wieso nennst du ausgerechnet über 20 Dimensionen?? Und, nachdem du schon vermutest daß es so viele gibt, haben die alle einen griffigen Namen oder eine Eigenschaft, in der sie sich jeweils unterscheiden?
Jepp, die Beweisführung geht von ca. 20 aus, da die rechnerisch für die Berechnung der Kräfte und Übertragungswege herauskommen. Können aber auch +- unendlich mehr sein.
Zitat:
Oder man definiert wie Einstein Zeit als "das, was man der Uhr abliest."
Das ist das einzige, was uns wirklich als Anhaltspunkt bleibt - aber völlig an der initialen Frage vorbei ... ;)

Nöö, denk ich nicht, wer lesen kann is klar im Vorteil...

Zitat:
Original von Guderian:
Sie hängt von der auf sie wirkenden gravitativen Kraft ab. Je schwächer die Gravitation, desto schneller vergeht die Zeit.

Zitat:
Das is' bis jetzt nur Theorie...
Nein, ist mittels Atomuhrenversuchen bereits eindeutig bewiesen. Ist momentan glaub ich mal wieder in anglizistischen Raum Diskussionsthema.


Zitat:
Original von Guderian:
Die Menschen auf dem Land altern langsamer...

Ach, echt? Wieso?[/quote]
Jepp, weil die Zeit dem empfinden nach langsamer vergeht. Ausnahmen bestätigend die Regel, aber die Seele lebt nunmal mit.

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16.06.2003, 16:05 Uhr

DrNOP
Posts: 4118
Nutzer
@Guderian:

Was mich an deinen Antworten verwirrt, um nicht zu sagen "stört", ist, daß du zum Zwecke der Beweisführung sowohl durch wissenschaftliche Aspekte als auch durch subjektive Empfindungen eierst, wie's dir grade paßt.
Deshalb laß' mich den Ball mit dem "Wer lesen kann..." einfach zurückschlagen: In der initialen Frage ging es um das subjektive Empfinden der Zeit.
Darauf kommst du am Ende deines Beitrags wieder zurück, weil die Seele mitlebt - alles andere davor begründest du aber (pseudo-)wissenschaftlich?

Laß mich auch gleich noch auf deine ca. 20 +/- unendlich viele Dimensionen zurückkommen:
Wie, wo und welche Beweisführung von wem ist zu finden? Was sind die beteiligten Kräfte und Übertragungswege?

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16.06.2003, 17:06 Uhr

thomas
Posts: 7679
Nutzer

Ich denke, die subjektive Zeitempfindung hängt davon ab, wieviel Zeit man bewußt empfindet, und in welchem Rahmen man sie betrachtet.

Folgendes Beispiel:

Angenommen jemand hat einen Job, den er überhaupt nicht mag und er hat dabei nicht viel zu tun, sondern muß häufig auf irgendwas warten.

Während der Wartezeiten nimmt er jeden Augenblick bewußt wahr. Die Zeit scheint unendlich langsam vorbeizugehen.

Dann kommt eine Periode, in der er viel zu tun hat. Er arbeitet konzentriert und nimmt die Zeit nicht wahr. Wenn er fertig ist schaut er auf die Uhr und meint "oh, schon Feierabend", obwohl subjektiv gar nicht viel Zeit vergangen ist.

Jetzt der größere Rahmen. Da ihm sein Job keinen Spaß macht, wartet er immer ungeduldig auf das Wochenende. Er lebt quasi nur für die Wochenenden, an denen er machen kann, was ihm Spaß macht. Dadurch werden Monate und Jahre unendlich kurz. Es sind nicht mehr 30 Tage pro Monat, sondern nur noch 4 Wochenenden. Und Termine wie Ostern, Weihnachten und Geburtstage fliegen nur so heran, daß man kaum Zeit hat, Geschenke zu besorgen.

Genauso verhält es sich mit Lebensjahren und -jahrzehnten. Wenn man ein abwechslungsreiches, erfülltes Leben hat, das einem viel Spaß macht, dann ist es kein Problem, älter zu werden. Man schaut immer zufrieden auf die vergangenen Ereignisse zurück. Die Zeit scheint zu vergehen, aber nicht zu schnell.

Aber wenn man, wie oben, immer nur auf das Wochenende wartet und man erwartungsgemäß an zwei Tagen in der Woche (knapp 30% der Gesamtzeit) kaum etwas schafft, was einem Spaß macht, dann kommt der Punkt an dem man meint, "mann, ich bin schon 40 und habe noch gar nichts vom Leben gehabt" (Midlife-Crisis). Die Zeit ist scheinbar wie im Flug vergangen.

Hat natürlich auch alles etwas mit der Fülle der Erinnerungen zu tun. An um so weniger man sich pro Zeiteinheit erinnert, um so schneller ist scheinbar die Zeit vergangen. Klar, daß die Zeit für ein Kind da langsamer vergeht, denn es kommt ja gar nicht auf so große Zeiteinheiten. Um so älter man wird, um so weiter kann man zurückblicken, aber um so weniger kann man sich erinnern. Um so weiter man zurückblicken kann, um so schneller ist scheinbar die Zeit vergangen.

Ich glaube, da bin ich auf einen wichtigen Gedanken gestoßen: daß die Zeit schnell vergeht, bemerkt man immer erst hinterher. Wenn man sich auf den Augenblick konzentriert (z.B. beim Warten), vergeht die Zeit langsam.

Gruß Thomas

--
Email: thomas-rapp@web.de
Home: home.t-online.de/home/thomas-rapp/

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