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amiga-news.de Forum > Amiga, AmigaOS 4 > Warum Amiga ? [ - Suche - Neue Beiträge - Registrieren - Login - ]

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16.06.2003, 12:28 Uhr

alexw
Posts: 137
Nutzer
Noch eine Begründung von mir, warum ich das AmigaOS nicht missen möchte:

Ich habe meine Stammbaum-Daten mit dem Programm Scion gesammelt und damit Verwandte auf meine Daten zugreifen können, wollte ich diese Daten im Internet veröffentlichen. Nun bietet Scion zwar HTML-Export, aber der gefälllt mir nicht sonderlich (Design passt nicht mit meiner Seite zusammen, Strukturellen Aufbau mag ich nicht, ich kann nicht angeben, welche Namen ich veröffentlichen darf). Also habe ich dank Arexx-Schnittstelle an einem Vormittag (!) ein kleines Arexx-Skript geschrieben, welches die Datenbank abfragt und HTML-Seiten erstellt, welche meinen Vorstellungen exakt entsprechen. Ich wüsste nicht, wie ich das auf einem anderen OS so schnell und elegant erledigen könnte.

Weiteres Beispiel: YAM hat ja auch eine Arexx-Schnittstelle, da kam ich auf die Idee, die Translator-Library (mit Unterstützung von Deutsch, musste ich allerdings schwer nachbessern) aus dem Aminet zu laden und mir ein Skript zu bauen, das nach dem Holen von Mails die neuen Mails analysiert und und mir die Absender vorliest ("Du hast 4 neue Mails. Zwei sind von xxx, eine ist von yyy und eine ist von zzz."). Auch alles an einem Tag hingekriegt. Wer hat sowas schon mal auf einem anderen OS gemacht? (Kommt mir nicht damit, dass man sowas nicht braucht. Das ist extrem nützlich!)

Und dann sind da außer Arexx noch die ganzen anderen Sachen, wie
- beliebig viele Screens mit verschiedenen Auflösungen,
- die Ram-Disk,
- das Devices-System mit dem Geräte verständliche Namen haben, Verzeichnisse einfach wie Geräte angesprochen werden können, ich eine Postscript-Datei durch Kopieren nach GS: ausdrucken kann (ok, Fremdsoftware, wird aber durch die Devices ermöglicht),
- die Datatypes - neuen Datatype installieren und alle Programme können plötzlich damit umgehen,
- das Locale-System
- die 40MB (von 66MB) freien Speichers, die ich meistens habe, obwohl ich gerade am Arbeiten bin,
- die durchschaubare Strukturierung der System-Dateien, welche auch noch meistens verständliche Namen haben,
- dass sich das System auf meinem 25Mhz 68040 schneller anfühlt als ein mehr als 10x schnellerer PC
- dass ich mein OS das letzte Mal neu installiert habe, als ich mir OS3.9 gekauft habe, was aber sicherlich nicht einmal dann nötig gewesen wäre,
- dass ich gerne am Rechner sitze und nicht ständig "Sch*** Kiste" rufen muss :lach:

mehr fällt mir jetzt so schnell nicht ein :D

Ok, es mag sein, dass andere Betriebssysteme solche Sachen auch haben, aber beim Amiga kommt halt alles zusammen in einer Weise, wie ich sie bei anderen Betriebssystemen vermisse.

Alex.


[ Dieser Beitrag wurde von alexw am 16.06.2003 editiert. ]

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16.06.2003, 12:40 Uhr

Mad_Dog
Posts: 1944
Nutzer
Alles schon 1000x durchgekaut...

Zitat:
Original von mact:

Ein paar konkrete Fragen:

- unterstützt der Amiga heute VON HAUSE AUS mehrere Monitore ohne daß der Anwender irgendwelche Patches installieren muss?

Um zwei Monitore anschließen zu können brauchst Du eine Grafikkarte,
also auch einen entsprechenden Treiber. Dann kannst Du ohne Probleme zwei Monitore anschließen: Einen an der Grafikkarte und einen am Onboard Chipset.

- welche Networking Filesysteme werden von Hause aus unterstützt ohne daß der Anwender irgendwo irgendwelche Erweiterungen installieren muss?

Von "Haus aus" gibts da nix, dafür jede Menge Shareware/Freeware/Opensource.

- unterstützt der Amiga von Hause aus Multi-User Environments ohne ...?

Siehe oben.

- unterstützt der Amiga von Hause aus 3d-Sprachen wie OpenGL?

Schonmal was von StormMesa gehört?

- hat der Amiga von Hause aus eine Multimedia-Schnittstelle wie DirectX oder Quicktime?

Das sind ja wohl zwei völlig verschiedene Sachen. DirectX - siehe Warp3D. Quicktime ist ein Animationsformat. Dafür gibts diverse Tools.

- unterstützt der Amiga von Hause aus Codepages korrekt, d.h. auch Unicode?

Zu was brauchst Du das?

- unterstützt der Amiga von Hause aus USB-Geräte (Maus, Tastatur, EHI Geräte, Scanner)?

"Von Haus aus" hat der Amiga garkeine USB Schnittstelle.
Bei einer entsprechenden Erweiterungskarte ist die Software mit dabei.

- unterstützt das Amiga OS von Hause aus offene Standards wie RTF oder Postscript oder PDF etc?

Das sind Standards, die von Programmen unterstützt werden (z.B. Apdf, TeX, LaTeX, PageStream, etc.) . Das hat nichts mit dem OS zu tun.

- etwas exotischer: unterstützt der Amiga von Hause aus Hot Plugging (Zorro- oder PCI-Karten im Betrieb tauschen, IDE Geräte im Betrieb tauschen)? Warum ist das wichtig? Weil der Dummanwender gerne mal eine IDE-Wechselplatte im Betrieb tauscht...

Für was brauchst Du das? Bei PCs unterstützen das auch nur teure Server-Boards.

- unterstützt der Amiga von Hause aus Load-Balancing für Applikationen (wie Mac und Windows es tun), so daß die jeweils aktive Anwender-Applikation automatisch genug Resourcen erhält?
- unterstützt der Amiga

Die Task-Priorität kannst Du auch von Hand einstellen :)




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16.06.2003, 12:54 Uhr

Jinx
Posts: 2077
Nutzer
ich hab jetzt nicht alles durchgelesen, aber trotzdem hier meine "2 cent"...
ich arbeite jeden tag gezwungenermaßen mit windows, teilweise auch mit macos (9) und ich kann beiden nichts abgewinnen. tut mir leid, ich mag beide einfach nicht. an windows stört mich schon die größe. warum muss ein os so riesig sein? warum muss man es einem benutzer so schwer machen hinter die kulissen zu sehn? wozu brauche ich diese vielen hundert .dlls, die noch dazu manchmal quer über die platte verstreut sind? windows bietet auch ein paar sachen, die ich nützlich finde. kontextsensitive menus zb. aber in der summe bleibt ein os, was langsam (nur kompensiert durch hohe rechenleistung), absturzfreudig und höchst "talkative" ist. ich will nicht behaupten, der amiga stürze nie ab, das wäre gelogen. aber mein amiga fuhr immer schneller hoch als ein windows-rechner. und mal ehrlich.. ist das gepatche beim amigaos sooo schlimm? meiner meinung nach bekam der amiga gerade dadurch erst seine seele ;)
klar.. als reines werkzeug mag ein windows- oder linuxrechner besser geeignet sein. ich für mein teil weigere mich jedoch meine zeit an einem toten allerweltswerkzeug zu vergeuden.
wer sein windows oder macos so toll findet - bitte, ich bin der letzte der euch abhält. aber ich verlange, dass ihr mir meinem spaß an meinem rechner lasst, wie ich euch den eurigen zugestehe. dieses ewige "amiga ist tot, was wollt ihr noch damit" oder besser noch das geheuchelte "was ist das tolle am amiga, ich wills ja so gern wissen" geht mir langsam wirklich auf den keks. wer wissen will wie sich ein amiga anfühlt soll sich einen besorgen. entweder er mag ihn dann oder nicht.
--
eMail: TheJinx@web.de
Homepage: http://www.TheJinx.de

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16.06.2003, 12:54 Uhr

StefanHaegele
Posts: 281
Nutzer
Warum fährt jemand einen Oldtimer ?

Er kostet viel Geld, ist manchmal langsam und überhaupt nicht zeitgemäß. Trotzdem gibt es viele die einen haben.

Genaus ist es doch mit dem Amiga.

DIES ist der Grund warum ich einen Amiga benutze. Er ist mein Oldtimer.

Stefan
--
Faktura.net der neue Meilenstein für Bürosoftware. Mehr unter http://www.faktura-online.net/html/faktura_net.html

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16.06.2003, 13:09 Uhr

eye-BORG
Posts: 1276
Nutzer
Wieder mal die 100. Diskussion in dieselbe Richtung. *GÄHN*

Ich nutze den Amiga, weil ich ihn schon mein halbes Leben lang kenne und weil ich bei ihm einfach mehr Emotionen entwickle als bei einem schöden PC! Das ist es!
--
eye-BORG

Configz:
A1200T, Bliz.1260+SCSI, 128MB, Mediator Z-IV, Voodoo-III 3000 16MB, Prelude1200, 20,4GB Samsung HDD, 52x CD-Rom

A1200T, 68060, 128MB, CV64/3D, Prel1200, 1.6GB WD HDD, 20GB Maxtor HDD, 32x CD-Rom, Fujitsu-Brenner 4x

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16.06.2003, 13:49 Uhr

novamann
Posts: 870
[Ex-Mitglied]
Zitat:
Original von Jinx:
wer sein windows oder macos so toll findet - bitte, ich bin der letzte der euch abhält. aber ich verlange, dass ihr mir meinem spaß an meinem rechner lasst, wie ich euch den eurigen zugestehe. dieses ewige "amiga ist tot, was wollt ihr noch damit" oder besser noch das geheuchelte "was ist das tolle am amiga, ich wills ja so gern wissen" geht mir langsam wirklich auf den keks. wer wissen will wie sich ein amiga anfühlt soll sich einen besorgen. entweder er mag ihn dann oder nicht.
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Dem ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen.

novamann

PS Habe ich schon erwähnt das mir Fanatiker nichts geben?
--
Höher - Weiter - AUAH!!!

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16.06.2003, 14:09 Uhr

ArminHuebner
Posts: 1349
Nutzer
@ eye-BORG

> Ich nutze den Amiga, weil ich ihn schon mein halbes Leben lang kenne und
> weil ich bei ihm einfach mehr Emotionen entwickle als bei einem schöden PC!

Aus ähnlichem Grund hat mein Opa (Gott hab' ihn selig) lange Zeit seinen Rasierapparat benutzt,
bis die Zulieferfirma für die Ersatzklingen pleite gemacht hat und der Rasierapparat
deshalb nicht mehr zu gebrauchen war...

Es ist ja schön zu sehen, dass viele sich auch heute noch mit ihrer Amiga-Hardware
identifizieren und sie aus unterschiedlichen Gründen zu verteidigen versuchen.

Das selbe gilt auch für das Betriebssystem.

Für einen Anwender, der seinen Amiga jedoch nicht nur zum 'Daddeln' nutzt,
sondern eher als Grundlage für ernsthafte Anwendungen (Textprogramme etc.),
ist die Zeit leider vor ca. 5 Jahren stehen geblieben- denn damals haben
sich die meisten wichtigen Anwendungs-Entwickler vom Amiga verabschiedet.

Auch wenn zur Zeit neue Hardware/Betriebssysteme konzipiert werden, weichen
die Verantwortlichen konstant aus, wenn man mal neue Software-Konzeptionen hinterfragt.

Das ist für mich das eigentliche Problem; denn was soll ich mit einem 'neuen, schnellen Amiga'
anfangen, wenn ich dazu verurteilt werde, uralte Programme zu nutzen?


[ Dieser Beitrag wurde von ArminHuebner am 16.06.2003 editiert. ]

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16.06.2003, 14:23 Uhr

alexw
Posts: 137
Nutzer
Zitat:
Original von ArminHuebner:
Für einen Anwender, der seinen Amiga jedoch nicht nur zum 'Daddeln' nutzt,
sondern eher als Grundlage für ernsthafte Anwendungen (Textprogramme etc.),
ist die Zeit leider vor ca. 5 Jahren stehen geblieben- denn damals haben
sich die meisten wichtigen Anwendungs-Entwickler vom Amiga verabschiedet.


Die Anwender, die ihren Rechner nur zum Daddeln nutzen, sind zum größten Teil zum PC abgewandert, als dort die ersten 3d-Shooter erschienen sind, die auf dem Amiga wegen des planaren Bildaufbaus sehr schlecht zu realisieren waren. Und weil das so viele "Anwender" waren, sind auch die Anwendungs-Entwickler nachgefolgt. Mit dem Amiga ging es doch erst seit Doom bergab (passt irgendwie... ;( )
Für ernsthafte Anwendungen ist das AmigaOS schon immer sehr gut geeignet gewesen. Nur interessiert das keinen.

Alex.

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16.06.2003, 14:37 Uhr

novamann
Posts: 870
[Ex-Mitglied]
Zitat:
Original von ArminHuebner:

Auch wenn zur Zeit neue Hardware/Betriebssysteme konzipiert werden, weichen
die Verantwortlichen konstant aus, wenn man mal neue Software-Konzeptionen hinterfragt.

Das ist für mich das eigentliche Problem; denn was soll ich mit einem 'neuen, schnellen Amiga'
anfangen, wenn ich dazu verurteilt werde, uralte Programme zu nutzen?



:shock2: Das wird wohl das größte Problem des "neuen" Amiga OS sein. Ich sehe im Moment leider auch nicht wo die Anwendungen des täglichen Lebens (Briefe schreiben, Videos bearbeiten und auf CD brennen, Bilder von der Digital-Kamera auf die Kiste bringen und bearbeiten und moderne Spiele mit einer schönen Optik) herkommen sollen. Als Emu brauch ich auch keinen AOne.

@MacT
Warum ist MacOS besser? Warum ist Windows XP besser?
Moderner und leistungsfähiger? Völlig unbestritten. Ich hab selbst 2 PCs um Videos zu bearbeiten, Fotos zu bearbeiten und auszudrucken und zum Zocken. Aber den Spaß am Amiga lass ich mir nicht nehmen.
Gerade weil ich mit programmieren nun so garnichts am Hut habe macht mir der Amiga Spaß. Wenn mal was nicht läuft bleiben da nicht viele Stellen an denen man suchen muß. Die Windows-registry ist da für mich viel zu unübersichtlich um irgendwas ändern zu können.

Fazit:
Die Pcs brauch ich weils da (für mich) die bessere Software-Unterstützung gibt. Die Amigas für die "Seele".

Gruß

novamann
--
Höher - Weiter - AUAH!!!

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16.06.2003, 15:59 Uhr

Borut
Posts: 674
Nutzer
Soviel ich weiss braucht man beim Windows für jede Sprache eine eigene CD - man kann nicht einfach mit der Deutschen CD - ein englisches Windows installieren - nochdazu kommt dann die Inkompatibilität von Programmen die man dann einmal auf einem englischen Windows und das andere mal auf einem deutschen Windows installieren möchte. Die Lokalisierungslogik beim Windows ist somit für mich sehr schlecht.
Ich habe hier meine WB CD oder Disketten und installiere meine gewünschte Sprache und alle Programme laufen egal ob ich jetzt eine englische WB fahre oder eine deutsche. (Das Ganze kann ich für WinNt4.0 SP6 und W2k SP2 nur sagen)

Ramdisk wurde schon erwähnt - gibts beim Windows auch nicht.
--
mfg Borut

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16.06.2003, 16:07 Uhr

novamann
Posts: 870
[Ex-Mitglied]
Zitat:
Original von Borut:
Soviel ich weiss braucht man beim Windows für jede Sprache eine eigene CD - man kann nicht einfach mit der Deutschen CD - ein englisches Windows installieren - nochdazu kommt dann die Inkompatibilität von Programmen die man dann einmal auf einem englischen Windows und das andere mal auf einem deutschen Windows installieren möchte. Die Lokalisierungslogik beim Windows ist somit für mich sehr schlecht.
Ich habe hier meine WB CD oder Disketten und installiere meine gewünschte Sprache und alle Programme laufen egal ob ich jetzt eine englische WB fahre oder eine deutsche. (Das Ganze kann ich für WinNt4.0 SP6 und W2k SP2 nur sagen)

Ramdisk wurde schon erwähnt - gibts beim Windows auch nicht.
--
mfg Borut



:D Stimmt auch für Windows ME
novamann

Muß wohl mit Bills Geldbeutel zu tun haben!?
Allerdings kann man Lokaliesierung in der Systemeinstellung ändern.
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Höher - Weiter - AUAH!!!

[ Dieser Beitrag wurde von novamann am 16.06.2003 editiert. ]

[ Dieser Beitrag wurde von novamann am 16.06.2003 editiert. ]

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16.06.2003, 16:10 Uhr

Jinx
Posts: 2077
Nutzer
Zitat:
PS Habe ich schon erwähnt das mir Fanatiker nichts geben?

von einem fanatiker unterscheidet mich, dass ich nicht versuche dir meine sicht der dinge aufzuzwingen. im gegensatz dazu versucht du permanent den amiga schlecht zu machen. weisst du was? du hast recht. der amiga hat gravierende nachteile in technischen belangen. mir ist aber auch noch kein einziges os untergekommen, in das ich mich so einfach und spielerisch "reinfitzen" kann. unix-handbücher kannst du mit nem tieflader transportieren, bei windows und mac halten die jeweiligen hersteller die hand über den einzelheiten. beim amiga brauchte ich selten mal ein handbuch.
wie gesagt: besorg dir einen amiga, benutz ihn - und du wirst sehen was wir so toll dran finden, vorrausgesetzt du wirfst deine vorurteile über bord. falls du aber unbedingt darauf beharren willst - tu das, nur verschone uns dann mit deinen geistigen ergüssen. wir kennen die schwächen unseres systems besser als jeder "außenstehende". meinst du wirklich es gibt auch nur einen amiga-user der nie über die langsame und teure kiste geflucht hat? trotzdem lieben wir ihn. glaubst du wirklich dieser "fanatismus", wie du es bezeichnest, befällt die user völlig grundlos?

p.s.: mein erster rechner war der zx spektrum meines vaters, später in der schule bekam ichs mit dos und win 3.x zu tun, 96 oder so kaufte mein vater sich dann eine windows95-kiste. zum amiga kam ich erst einige jahre später. soviel zu deinem "gewohnheits-argument".
--
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16.06.2003, 16:18 Uhr

novamann
Posts: 870
[Ex-Mitglied]
Zitat:
Original von Jinx:
Zitat:
PS Habe ich schon erwähnt das mir Fanatiker nichts geben?

eMail: TheJinx@web.de
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Hallo Jinx,
damit warst Du garnicht gemeint, denn gerade Deine Antwort hat mir irgendwie völlig aus der Seele gesprochen. Gemeint waren einige der Mac-User und der ganz Harten Jungs
Gruß
novamann
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16.06.2003, 17:21 Uhr

Robin
Posts: 1056
Nutzer
Wenn ich Marcs Auswertung lese (absolut stichhaltig und richtig)
sollte sich bei mir eigenlich ein schlechtes Gewissen breitmachen
und ich muesste meinen Amiga-Kram zusammenpacken und verschrotten.

Aber im Gegenteil. Ich war ganz erstaunt, als ich feststellte,
dass sich in mir fast schon etwas wie Mitleid regte und ein
ebensolches Laecheln trat auf mein Gesicht ...

Muss ich jetzt Grund zur Besorgnis haben ? Ist mein Verhaeltnis
zu meinem Amiga etwas unnatuerliches ? Egal :-) Spass machts trotzdem!

BTW, es gibt sowas wie die RamDisk auch fuer PC. Einige
weitverbreite 98er Startdisketten waren zb damit ausgeruestet.
Hat die Arbeit wirklich erleichtert und beschleunigt.

Und meine Blokade-Haltung (O-Ton Ich will nicht.)ist keine vorweg
genommene, sondern schlicht aus Verzweiflung geboren ...
Meine Ansichten zur intuitiven Bedienung lassen sich noch
lange nicht mit den Windows-Richtlinien in Deckung bringen.

Und wo der Spass aufhoert, faengt Windows meist erst an...
--
Ueber mir ... AMIGAniac!

14 Tage News:AMIGA/MorphOS


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16.06.2003, 18:33 Uhr

Holger
Posts: 8093
Nutzer
Zitat:
Original von Borut:
Soviel ich weiss braucht man beim Windows für jede Sprache eine eigene CD - man kann nicht einfach mit der Deutschen CD - ein englisches Windows installieren - nochdazu kommt dann die Inkompatibilität von Programmen die man dann einmal auf einem englischen Windows und das andere mal auf einem deutschen Windows installieren möchte.


Naja, nicht ganz. Ich kann sehr wohl mit meiner deutschen XP-Installations-CD ein englischsprachiges Windows-System installieren. Den Rechner kann ich dann jemanden in die Hand drücken, der niemals begreifen wird, warum ein englisches Service-Pack das Update verweigert. Man muß natürlich, auf diesem englisch-sprachigen System trotzdem das deutsche Servicepack installieren, schließlich ist es ja immer noch ein deutsches XP, das nur englisch redet. :D

mfg

--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.

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16.06.2003, 19:37 Uhr

mact
Posts: 102
Nutzer
Moin,

zumindest meine Analyse, daß die verbliebenen Amiga-User sich persönlich angegriffen fühlen und irrwitzig überreagieren, wenn man ihnen eine Frage stellt, die nicht mit "Amiga rulez se wörlt" beantworten kann, bestätigt sich ja hier. Sagt mal, seid ihr eigentlich des Lesens völlig unmächtig? Sogar einzelne von euch (Maja z.B.) haben erkannt, daß mir ein "Windows ist besser" völlig banane ist, ich habe nicht nach Vergleichen mit irgendeinem x-beliebigen Windows gefragt sondern nach TATSACHEN.

> beliebig viele Screens mit verschiedenen Auflösungen,

können MacOS, Windows, Linux auch. Bei Windows kannst Du dann zwischen den "Screens" per Alt-Tab hin und her schalten (bei Mac auch). So what?

> die Ram-Disk,

können Windows, Linux und PC auch.

> das Devices-System mit dem Geräte verständliche Namen haben, Verzeichnisse einfach wie Geräte angesprochen werden, ich eine Postscript-Datei durch Kopieren nach GS: ausdrucken kann (ok, Fremdsoftware, wird aber durch die Devices ermöglicht),

Können Windows und Linux auch. Bei Windows "copy datei lptxyz:" und gut. Bei Linux werden die Devices sogar WIRKLICH als Verzeichnisse eingehängt - nicht wie bei Amiga als "Assigns", die auf Gerätetreiber zugreifen und damit NICHT transparent sind.

- die Datatypes - neuen Datatype installieren und alle Programme können plötzlich damit umgehen

kann MacOS z.B. auch (über Quicktime). Windows in weiten Teilen ebenfalls. Linux ebenfalls (MIME-Handler installieren). Ist also kein Vorteil des Amiga sondern "normaler Alltag"

- das Locale-System

Gibt es unter Unix seit Ewigkeiten. Der Amiga war lediglich konsequent, was die anderen Systeme nicht wirklich durchgehalten haben. Letztlich hängt die Lokalisierung aber vom EINZELPROGRAMM ab (beim Amiga), was nur der halbe Weg ist: Standardmeldungen müssen vom Programm immer gleich mit übersetzt werden, weil es keine "Standards" gibt (z.B. "Bitte melden Sie sich mit Ihren Usernamen und Passwort an")

- die 40MB (von 66MB) freien Speichers, die ich meistens habe, obwohl ich gerade am Arbeiten bin,

Das sind rund zwei drittel freier Speicher. Unter Windows XP habe ich VIEL MEHR freien Speicher (mein Hauptrechner hat 1GB RAM, davon sind im Betrieb rund 800MB frei). Wo ist der Vorteil? Ram kostet nichts - warum soll ich, wenn mir RAM Nutzen bringt (bei umfangreichen 3d-Berechnungen z.B.) denn auf RAM verzichten?

- die durchschaubare Strukturierung der System-Dateien, welche auch noch meistens verständliche Namen haben,

hmmm... rxapprld.device ist nicht verständlich. "camd.library" auch nicht. Ok, Du schreibst ja "meistens". Aber: Wer will denn ins System gucken, wenn er den Rechner NUTZEN will? Das sollte unnötig sein.

- dass sich das System auf meinem 25Mhz 68040 schneller anfühlt als ein mehr als 10x schnellerer PC

Grummel. Wenn ich auf dem von Dir angesprochenen PC QNX Neutrino laufen lasse, sieht Dein Amiga verdammt alt aus. IHR vergleicht hier Äpfel mit Birnen! Ihr sagt selbst, das Amiga OS sei auf die Hardware angepasst und verzichte auf "unnötigen" Ballast (Treiber für nicht unterstützte Hardware). Das ist doch kein Vorteil! Das kann jedes skalierbare andere System auch. Schon mal Windows CE auf dem Rechner, den Du hier ansprichst, gefahren? Oder Linux RT in der minimierten Version für RAM-Disk-Betrieb? (Soviel zur Ramdisk ...)

- dass ich mein OS das letzte Mal neu installiert habe, als ich mir OS3.9 gekauft habe, was aber sicherlich nicht einmal dann nötig gewesen wäre,

... klar, weil ihr die Systemfehler mit immer weiteren "setpatch" korrigiert. Windows XP musste ich seit Kauf und Installation nicht einmal neu installieren. Linux ebenfalls nicht (nur mal Kernelupdates). MacOS kann man im laufenden Betrieb updaten (bis auf einige Systemdateien), "neu installieren" ist nie nötig. Die Ammenmärchen, daß moderne Windows-Versionen wie Windows95 liefen, sind Lügen. Selbst mein Windows98SE habe ich vier Jahre lang nicht neu installieren müssen!

> Um zwei Monitore anschließen zu können brauchst Du eine Grafikkarte,
also auch einen entsprechenden Treiber. Dann kannst Du ohne Probleme zwei Monitore anschließen: Einen an der Grafikkarte und einen am Onboard Chipset.

Du willst mich veräppeln, richtig? Zeig mir mal, wie ich die beiden Monitor transparent GLEICHZEITIG im Betrieb halten kann - ZEIG ES MIR am Amiga! Mann, ich kann auch an mein Auto vier Mäuse anschließen - prima, ist das dann besser als Windows, das nur zwei Mäuse unterstützt?
Man will die Hardware auch sinnvoll NUTZEN können!

> Schonmal was von StormMesa gehört?

Klar. Schon mal was von Polarlichtern gehört? Es INTERESSIERT MICH NICHT, was man als Hacks nachinstallieren kann! Ich kann als Entwickler nicht davon ausgehen, daß der Normalanwender damit umgehen kann. Mich interessiert NUR, was das Amiga OS von Hause aus mitbringt, auf was ich mich 100%ig verlassen kann. Das ist doch wohl logisch, wenn ihr davon tönt, daß das (heutige!) Amiga OS ALLEN ANDEREN Betriebssystemen haushoch überlegen sei!

>> - hat der Amiga von Hause aus eine Multimedia-Schnittstelle wie DirectX oder Quicktime?
> Das sind ja wohl zwei völlig verschiedene Sachen. DirectX - siehe Warp3D. Quicktime ist ein Animationsformat. Dafür gibts diverse Tools.

Klar. Und mit Brötchen steuert man Flugzeuge. Mann, das ist doch keine ernstzunehmede Antwort! Quicktime ist eine Multimedia-Bibliothek auf dem Mac, die Codecs für Bild-, Ton- und Video-Formate verfügbar macht. Was Du meinst sind Quicktime Videos, also Videos, die in einem Quicktime-Standard-Codec kodiert sind. Und seit wann ist DirectX mit Warp3d vergleichbar? Das ist ja so, als würdest Du einen Gulli mit den Niagarafällen vergleichen. DirectX bietet DirectPlay, Grafik, Sound, Video, IO-Schnittstellen, DOM etc. Es ist die Standard-Schnittstelle, mit der Du quasi jede Art von Input/Output realisieren kannst - inklusive beinahe allen Multimedia-Anforderungen. Ist das Warp3d heute auch? Das, das ich kennengelernt habe, war ein Workaround, um so was wie OpenGL zu realisieren.

>> - unterstützt der Amiga von Hause aus Codepages korrekt, d.h. auch Unicode?
> Zu was brauchst Du das?

a) geht Dich nichts an ;-)
b) ich ARBEITE (offenbar im Gegensatz zu Dir) mit Computern. Da hat man andauernd mit verschiedenen Codepages zu tun - west european, east european, chinese (wird immer mehr, der Markt ist eine Goldgrube), Mac-Roman und so weiter. Unicode ist seit Jahrzehnten der Standard, um sinnvoll die Codepages kompatibel zu machen. Kann der Amiga das, was seit über 20 Jahren "aktuelle Technik" ist, endlich?

>> - unterstützt das Amiga OS von Hause aus offene Standards wie RTF oder Postscript oder PDF etc?
> Das sind Standards, die von Programmen unterstützt werden (z.B. Apdf, TeX, LaTeX, PageStream, etc.) . Das hat nichts mit dem OS zu tun.

Dann hat auch die Tastatur mit dem OS nichts zu tun, Kollege. Postscript wird beim Mac selbstverständlich seit Ewigkeiten als System-Rendersprache unterstützt. RTF wird bei Mac, Linux und PC von systemimmanenten Konvertern völlig transparent unterstützt. Mac OS X kann PDF ebenfalls "von hause aus" verwalten. Kann Amiga OS das, was andere Systeme teilweise seit vielen vielen Jahren ganz selbstverständlich dem ARBEITENDEN Anwender bieten, nun endlich?

>> IDE Geräte im Betrieb tauschen)?
> Für was brauchst Du das? Bei PCs unterstützen das auch nur teure Server-Boards.

Blödsinn, mein 80-Euro-Board unterstützt das auch. Windows XP tut es ebenfalls. Und wozu man es braucht habe ich erklärt. Lies es, bevor Du rhethorisch zurückfragst.

>> Load-Balancing
> Die Task-Priorität kannst Du auch von Hand einstellen

LIES DOCH WENIGSTENS, wonach ich frage und füll das nicht mit irgendwelchen Albernheiten, nur um die Diskussion, die INFORMATION unmöglich zu machen!

Es wäre schön gewesen, hier technisch sinnvolle, inhaltlich nachprüfbare Antworten zu bekommen. Aber ihr seht mich, nur, weil ich FRAGE, ja als Feind an, den es zu bekämpfen gilt. Ich würde das kindisch nennen, wenn Kinder nicht viel intelligenter wären.

An Robin: Deine Antwort verstehe ich voll und ganz und stehe dahinter! Natürlich ist der Amiga "als Selbstzweck" ein schönes Hobby, das habe ich NIEMALS in Abrede gestellt. Leider sind einige Leute hier offenbar des Lesens so vollkommen unmächtig, daß es wirklich keinen Sinn hat, hier HILFE und INFOS zu bekommen - ihr nehmt euch selbst so wichtig, daß jeder, der nicht eurer Sekte angehört, gleich ein Ungläubiger und des Lebens nicht wert ist.
Dein Spruch "Wo der Spaß aufhört, fängt Windows an" ist schön - den merke ich mir. Auch, wenn er heutzutage nicht mehr stimmt - und ich nicht einfach von Vergleichen mit Windows gesprochen habe, was aber hier nicht klarzumachen scheint.

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16.06.2003, 20:32 Uhr

novamann
Posts: 870
[Ex-Mitglied]
Ich mag keine fanatiker.
novamann
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16.06.2003, 20:38 Uhr

Murmel
Posts: 1457
Nutzer
Zitat:
Original von mact:
Moin,

zumindest meine Analyse, daß die verbliebenen Amiga-User sich persönlich angegriffen fühlen und irrwitzig überreagieren, wenn man ihnen eine Frage stellt, die nicht mit "Amiga rulez se wörlt" beantworten kann, bestätigt sich ja hier. Sagt mal, seid ihr eigentlich des Lesens völlig unmächtig? Sogar einzelne von euch (Maja z.B.) haben erkannt, daß mir ein "Windows ist besser" völlig banane ist, ich habe nicht nach Vergleichen mit irgendeinem x-beliebigen Windows gefragt sondern nach TATSACHEN.

> beliebig viele Screens mit verschiedenen Auflösungen,

können MacOS, Windows, Linux auch. Bei Windows kannst Du dann zwischen den "Screens" per Alt-Tab hin und her schalten (bei Mac auch). So what?

> die Ram-Disk,

können Windows, Linux und PC auch.

> das Devices-System mit dem Geräte verständliche Namen haben, Verzeichnisse einfach wie Geräte angesprochen werden, ich eine Postscript-Datei durch Kopieren nach GS: ausdrucken kann (ok, Fremdsoftware, wird aber durch die Devices ermöglicht),

Können Windows und Linux auch. Bei Windows "copy datei lptxyz:" und gut. Bei Linux werden die Devices sogar WIRKLICH als Verzeichnisse eingehängt - nicht wie bei Amiga als "Assigns", die auf Gerätetreiber zugreifen und damit NICHT transparent sind.

- die Datatypes - neuen Datatype installieren und alle Programme können plötzlich damit umgehen

kann MacOS z.B. auch (über Quicktime). Windows in weiten Teilen ebenfalls. Linux ebenfalls (MIME-Handler installieren). Ist also kein Vorteil des Amiga sondern "normaler Alltag"

- das Locale-System

Gibt es unter Unix seit Ewigkeiten. Der Amiga war lediglich konsequent, was die anderen Systeme nicht wirklich durchgehalten haben. Letztlich hängt die Lokalisierung aber vom EINZELPROGRAMM ab (beim Amiga), was nur der halbe Weg ist: Standardmeldungen müssen vom Programm immer gleich mit übersetzt werden, weil es keine "Standards" gibt (z.B. "Bitte melden Sie sich mit Ihren Usernamen und Passwort an")

- die 40MB (von 66MB) freien Speichers, die ich meistens habe, obwohl ich gerade am Arbeiten bin,

Das sind rund zwei drittel freier Speicher. Unter Windows XP habe ich VIEL MEHR freien Speicher (mein Hauptrechner hat 1GB RAM, davon sind im Betrieb rund 800MB frei). Wo ist der Vorteil? Ram kostet nichts - warum soll ich, wenn mir RAM Nutzen bringt (bei umfangreichen 3d-Berechnungen z.B.) denn auf RAM verzichten?

- die durchschaubare Strukturierung der System-Dateien, welche auch noch meistens verständliche Namen haben,

hmmm... rxapprld.device ist nicht verständlich. "camd.library" auch nicht. Ok, Du schreibst ja "meistens". Aber: Wer will denn ins System gucken, wenn er den Rechner NUTZEN will? Das sollte unnötig sein.

- dass sich das System auf meinem 25Mhz 68040 schneller anfühlt als ein mehr als 10x schnellerer PC

Grummel. Wenn ich auf dem von Dir angesprochenen PC QNX Neutrino laufen lasse, sieht Dein Amiga verdammt alt aus. IHR vergleicht hier Äpfel mit Birnen! Ihr sagt selbst, das Amiga OS sei auf die Hardware angepasst und verzichte auf "unnötigen" Ballast (Treiber für nicht unterstützte Hardware). Das ist doch kein Vorteil! Das kann jedes skalierbare andere System auch. Schon mal Windows CE auf dem Rechner, den Du hier ansprichst, gefahren? Oder Linux RT in der minimierten Version für RAM-Disk-Betrieb? (Soviel zur Ramdisk ...)

- dass ich mein OS das letzte Mal neu installiert habe, als ich mir OS3.9 gekauft habe, was aber sicherlich nicht einmal dann nötig gewesen wäre,

... klar, weil ihr die Systemfehler mit immer weiteren "setpatch" korrigiert. Windows XP musste ich seit Kauf und Installation nicht einmal neu installieren. Linux ebenfalls nicht (nur mal Kernelupdates). MacOS kann man im laufenden Betrieb updaten (bis auf einige Systemdateien), "neu installieren" ist nie nötig. Die Ammenmärchen, daß moderne Windows-Versionen wie Windows95 liefen, sind Lügen. Selbst mein Windows98SE habe ich vier Jahre lang nicht neu installieren müssen!

> Um zwei Monitore anschließen zu können brauchst Du eine Grafikkarte,
also auch einen entsprechenden Treiber. Dann kannst Du ohne Probleme zwei Monitore anschließen: Einen an der Grafikkarte und einen am Onboard Chipset.

Du willst mich veräppeln, richtig? Zeig mir mal, wie ich die beiden Monitor transparent GLEICHZEITIG im Betrieb halten kann - ZEIG ES MIR am Amiga! Mann, ich kann auch an mein Auto vier Mäuse anschließen - prima, ist das dann besser als Windows, das nur zwei Mäuse unterstützt?
Man will die Hardware auch sinnvoll NUTZEN können!

> Schonmal was von StormMesa gehört?

Klar. Schon mal was von Polarlichtern gehört? Es INTERESSIERT MICH NICHT, was man als Hacks nachinstallieren kann! Ich kann als Entwickler nicht davon ausgehen, daß der Normalanwender damit umgehen kann. Mich interessiert NUR, was das Amiga OS von Hause aus mitbringt, auf was ich mich 100%ig verlassen kann. Das ist doch wohl logisch, wenn ihr davon tönt, daß das (heutige!) Amiga OS ALLEN ANDEREN Betriebssystemen haushoch überlegen sei!

>> - hat der Amiga von Hause aus eine Multimedia-Schnittstelle wie DirectX oder Quicktime?
> Das sind ja wohl zwei völlig verschiedene Sachen. DirectX - siehe Warp3D. Quicktime ist ein Animationsformat. Dafür gibts diverse Tools.

Klar. Und mit Brötchen steuert man Flugzeuge. Mann, das ist doch keine ernstzunehmede Antwort! Quicktime ist eine Multimedia-Bibliothek auf dem Mac, die Codecs für Bild-, Ton- und Video-Formate verfügbar macht. Was Du meinst sind Quicktime Videos, also Videos, die in einem Quicktime-Standard-Codec kodiert sind. Und seit wann ist DirectX mit Warp3d vergleichbar? Das ist ja so, als würdest Du einen Gulli mit den Niagarafällen vergleichen. DirectX bietet DirectPlay, Grafik, Sound, Video, IO-Schnittstellen, DOM etc. Es ist die Standard-Schnittstelle, mit der Du quasi jede Art von Input/Output realisieren kannst - inklusive beinahe allen Multimedia-Anforderungen. Ist das Warp3d heute auch? Das, das ich kennengelernt habe, war ein Workaround, um so was wie OpenGL zu realisieren.

>> - unterstützt der Amiga von Hause aus Codepages korrekt, d.h. auch Unicode?
> Zu was brauchst Du das?

a) geht Dich nichts an ;-)
b) ich ARBEITE (offenbar im Gegensatz zu Dir) mit Computern. Da hat man andauernd mit verschiedenen Codepages zu tun - west european, east european, chinese (wird immer mehr, der Markt ist eine Goldgrube), Mac-Roman und so weiter. Unicode ist seit Jahrzehnten der Standard, um sinnvoll die Codepages kompatibel zu machen. Kann der Amiga das, was seit über 20 Jahren "aktuelle Technik" ist, endlich?

>> - unterstützt das Amiga OS von Hause aus offene Standards wie RTF oder Postscript oder PDF etc?
> Das sind Standards, die von Programmen unterstützt werden (z.B. Apdf, TeX, LaTeX, PageStream, etc.) . Das hat nichts mit dem OS zu tun.

Dann hat auch die Tastatur mit dem OS nichts zu tun, Kollege. Postscript wird beim Mac selbstverständlich seit Ewigkeiten als System-Rendersprache unterstützt. RTF wird bei Mac, Linux und PC von systemimmanenten Konvertern völlig transparent unterstützt. Mac OS X kann PDF ebenfalls "von hause aus" verwalten. Kann Amiga OS das, was andere Systeme teilweise seit vielen vielen Jahren ganz selbstverständlich dem ARBEITENDEN Anwender bieten, nun endlich?

>> IDE Geräte im Betrieb tauschen)?
> Für was brauchst Du das? Bei PCs unterstützen das auch nur teure Server-Boards.

Blödsinn, mein 80-Euro-Board unterstützt das auch. Windows XP tut es ebenfalls. Und wozu man es braucht habe ich erklärt. Lies es, bevor Du rhethorisch zurückfragst.

>> Load-Balancing
> Die Task-Priorität kannst Du auch von Hand einstellen

LIES DOCH WENIGSTENS, wonach ich frage und füll das nicht mit irgendwelchen Albernheiten, nur um die Diskussion, die INFORMATION unmöglich zu machen!

Es wäre schön gewesen, hier technisch sinnvolle, inhaltlich nachprüfbare Antworten zu bekommen. Aber ihr seht mich, nur, weil ich FRAGE, ja als Feind an, den es zu bekämpfen gilt. Ich würde das kindisch nennen, wenn Kinder nicht viel intelligenter wären.

An Robin: Deine Antwort verstehe ich voll und ganz und stehe dahinter! Natürlich ist der Amiga "als Selbstzweck" ein schönes Hobby, das habe ich NIEMALS in Abrede gestellt. Leider sind einige Leute hier offenbar des Lesens so vollkommen unmächtig, daß es wirklich keinen Sinn hat, hier HILFE und INFOS zu bekommen - ihr nehmt euch selbst so wichtig, daß jeder, der nicht eurer Sekte angehört, gleich ein Ungläubiger und des Lebens nicht wert ist.
Dein Spruch "Wo der Spaß aufhört, fängt Windows an" ist schön - den merke ich mir. Auch, wenn er heutzutage nicht mehr stimmt - und ich nicht einfach von Vergleichen mit Windows gesprochen habe, was aber hier nicht klarzumachen scheint.



Sorry, Du redest davon das "Wir" unfreundlich sind, aber führst Dich aber selber von Anfang an als aroganter Hmmm auf.
Solche Typen wie Dich findest Du im fast jedem Forum. Wenn Du auf alles eine Antwort hast, warum trollst Du dann rum ?

Das "AmigaOS" ist seiT OS3.1 "kaum" weiterentwickelt worden. Viele Tools, Patches findest Du auch normal im Aminet, und kannst sie auf einem OS3.1 nachinstallieren. Ich behaupte mal das Du auch so (bis auf ein paar kleinigkeiten) locker an ein OS3.9 heranreichst.

Du sprichst immer davon das Du "moderne" Betriebssysteme mitneinander vergleichen willst. Womit denn bitte ? Die ganzen AmigaOS Tool/Utilities kammen in den letzten Jahren ausschlieslich von Freeware/Shareware Programmierern.

Das ist also Die Basis das Du AmigaOS mit WinXP oder MacOSX vergleichen willst ? Ein von "Freaks" weiterentwickelntes OS, gegen "Professionelle Betriebssysteme ?

Für die meisten von Dir angesprochenen Sachen gibt es sehr wohl Lösungen fürs AmigaOS. Sie sind nunmal nicht Bestandteil des Betriebssystemes, sondern müssen eben seperat nachinstalliert werden. Soweit ich mich erinnere gibt es sogar opengl (minigl) für den Amiga, aber was bringts denn ? Schreibt doch eh keiner Soft die das nutzt !

Nur weil für Dich Quicktime das Nonstopultra ist, gibt es keine ander Soft die Mp3 oder Avi abspielen kann ?

Man kann sich die Zeit sparen jemand zu überzeugen zu versuchen, der so eingefahren ist wie Du.

Am AmigaOS sind viele Dinge gut gelöst, aber es ist eben kein OS für Leute die sich nicht damit auseinandersetzen wollen.
Aaber Windows ist für solche Leute auch nix, wie ich an meinem Vater sehe :D


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16.06.2003, 20:38 Uhr

novamann
Posts: 870
[Ex-Mitglied]
Zitat:
Original von Holger:

Naja, nicht ganz. Ich kann sehr wohl mit meiner deutschen XP-Installations-CD ein englischsprachiges Windows-System installieren. Den Rechner kann ich dann jemanden in die Hand drücken, der niemals begreifen wird, warum ein englisches Service-Pack das Update verweigert. Man muß natürlich, auf diesem englisch-sprachigen System trotzdem das deutsche Servicepack installieren, schließlich ist es ja immer noch ein deutsches XP, das nur englisch redet. :D

mfg

--
Good coders do not comment. What was hard to write should be hard to read too.



Ob Amiganer oder sonst was, auf jeden Fall solltest Du in die Politik gehen
:rotate:
Da wirds einem ja schwindelig.
Zur Ram Disk bei Windows: Wie so vieles Gute in diesem OS nur sehr schwer zu finden.
novamann
--
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16.06.2003, 21:07 Uhr

mact
Posts: 102
Nutzer
Moin, Murmel,

Du musst nicht alles quoten.

> Sorry, Du redest davon das "Wir" unfreundlich sind, aber führst Dich aber selber von Anfang an als aroganter Hmmm auf.

Das ist falsch. Schau bitte in den Anfang (Kommentar auf eine News im Forum), da habe ich ganz höflich gefragt und um Information gebeten. Was mir hier geboten wird, sind Unwahrheiten, unhaltbare Behauptungen und Vergleiche, die ABSICHTLICH an der von mir erbetenen Konstellation vorbeigehen (Vergleich des AKTUELLEN Amiga OS, das von euch als besser bezeichnet wird, mit AKTUELLEN anderen Systemen).

Den Quark, den man mir als Antwort auftischt, und den ich teilweise einfach im Detail widerlegt habe, betrachte ich als direkten persönlichen Angriff: Ihr WOLLT mich für dumm verkaufen. Ihr ignoriert absichtlich meine Bitte (s.o.) und erzählt Dinge, die schlicht falsch sind.

Da bin ich nun zuletzt laut geworden - und dafür muss ich mich entschuldigen. Ich wollte nichts mehr als Information und bin, indem man mir Unsinn auftischt, für bescheuert erklärt worden, ja, man macht mir klar, ich solle gefälligst verschwinden, wenn ich den Amiga nicht toll finde. DAS ist euer Auftreten - lies doch den Thread mal durch.

> Das ist also Die Basis das Du AmigaOS mit WinXP oder MacOSX vergleichen willst?

Nein. IHR TUT DAS. Ihr plärrt immer wieder rum, wie toll, modern, modular, skalierbar, flexibel, stabil, schnell das Amiga OS ist. IHR vergleicht es mit aktuellen Alternativen, nicht ich. ICH frage, WAS genau besser ist!

> Schreibt doch eh keiner Soft die das nutzt !
> Man kann sich die Zeit sparen jemand zu überzeugen zu versuchen, der so eingefahren ist wie Du.

Jetzt pass mal auf, Herr Aufpasser.

Ich bin von einer amerikanischen Firma um ein Angebot für die Umsetzung von ARTAS auf eine zukünftige Amiga OS Plattform gebeten worden. Ich habe dieses Angebot gemäß unseren Tagespreissätzen gemacht. Da ich seit einigen Jahren keinen intensiven Kontakt zur Amiga-Plattform mehr habe, wollte ich wissen, WAS die Basis für ein "neues Amiga OS", das besser als die Alternativen sein sollen, denn sein könnte. Um DIESE Information habe ich euch gebeten.

Eure Antwort darauf ist: Amiga OS ist besser als Windows 98, weil ich mit Windows 98 nicht klar komme.

Wenn ich frage, ob es eine BASIS für Multimedia gibt (z.B. DirectX, Quicktime etc), dann ist der Grund der, daß ich wissen will, was meine Jungs für ARTAS noch bauen müssten und was rudimentär da ist. Eure Antwort auf meine Frage, was es gibt, ist "was willst Du damit".

Da soll man nicht laut werden, wenn man auf eine einfache Frage solchen STUSS zu lesen bekommt wie teilweise hier in diesem Thread? Es ist für mich interessant gewesen, ob ein erneutes Investment in ein Amiga OS attraktiv ist. Nach eurer Antwort ist die Antwort klar: AUF GAR KEINEN FALL. Wenn ihr - als "Community" - SO auf die Frage reagiert, WAS für euch die Vorteile des Amiga OS gegenüber anderen Systemen ausmacht, verstehe ich, warum es nicht voran geht.

Ok. Ich entschuldige mich noch einmal in aller Form bei all denen hier, die VERSUCHT haben, mir eine Antwort zu geben. Ich tue mit dieser Mail einigen unrecht, was mir ernsthaft leid tut. Aber schaut euch bitte mal die Behauptungen an, die hier aufgestellt wurden - schaut euch mal die Reaktionen auf meine KONKRETEN Fragen an. Das ist einfach unzumutbar.

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16.06.2003, 21:13 Uhr

novamann
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Ich mag keine arroganten Fanatiker.
novamann
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16.06.2003, 21:21 Uhr

alexw
Posts: 137
Nutzer
Zitat:
Original von mact:
> beliebig viele Screens mit verschiedenen Auflösungen,

können MacOS, Windows, Linux auch. Bei Windows kannst Du dann zwischen den "Screens" per Alt-Tab hin und her schalten (bei Mac auch). So what?


Ich habe noch nie ein Linux-Programm einen eigenen Screen aufmachen sehen, geschweige denn mit einer eigenen Auflösung. Und ich benutze Linux ständig in der Uni. Z.B. macht der Acrobat-Reader für eine Vollbild-Präsentation einfach ein bildschirmfüllendes Fenster auf. Sehr elegant ist das nicht...

Zitat:
- die Datatypes - neuen Datatype installieren und alle Programme können plötzlich damit umgehen

kann MacOS z.B. auch (über Quicktime). Windows in weiten Teilen ebenfalls. Linux ebenfalls (MIME-Handler installieren). Ist also kein Vorteil des Amiga sondern "normaler Alltag"


MacOS ok.
Windows kenne ich nur bis 98 und da musste ich auf jeden Fall mal mehrere Grafikprogramme ausprobieren, bis ich eines gefunden hatte, das das gewünschte Format darstellen kann.
Linux: Mit MIME-Handlern bin ich jetzt nicht so firm, aber bieten die Funktionalität, dass ein Programm nur diese verwenden braucht, um sämtliche unterstützten Formate darstellen zu können?

Zitat:
- das Locale-System

Gibt es unter Unix seit Ewigkeiten. Der Amiga war lediglich konsequent, was die anderen Systeme nicht wirklich durchgehalten haben.


Ich sag's doch: Vorteil :)

Zitat:
Letztlich hängt die Lokalisierung aber vom EINZELPROGRAMM ab (beim Amiga), was nur der halbe Weg ist: Standardmeldungen müssen vom Programm immer gleich mit übersetzt werden, weil es keine "Standards" gibt (z.B. "Bitte melden Sie sich mit Ihren Usernamen und Passwort an")

Wie viel Prozent der Meldungen eines Programms machen denn Standart-Meldungen aus? Ich bin Programmierer, und sowas macht mir jetzt wirklich nichts aus. Außerdem gibt es zumindest solche Sachen wie Wochennamen, Monatsnamen und Ja/Nein.
Nützlich ist hingegen, wenn das OS Zahlen und Datums-Angaben in das Landesformat konvertieren kann. Ich weiß jetzt nicht, wie's bei anderen Betriebssystemen aussieht.

Zitat:
- die 40MB (von 66MB) freien Speichers, die ich meistens habe, obwohl ich gerade am Arbeiten bin,

Das sind rund zwei drittel freier Speicher. Unter Windows XP habe ich VIEL MEHR freien Speicher (mein Hauptrechner hat 1GB RAM, davon sind im Betrieb rund 800MB frei). Wo ist der Vorteil? Ram kostet nichts - warum soll ich, wenn mir RAM Nutzen bringt (bei umfangreichen 3d-Berechnungen z.B.) denn auf RAM verzichten?


Der Vorteil ist, dass das AmigaOS nicht einfach so 200MB :shock2: verbrät. Ein Betriebssystem sollte eigentlich als Plattform dienen um andere Programme zu starten, ihnen und dem Benutzer nützliche Funktionalitäten zur Verfügung zu stellen und sich selbst in Punkto Ressourcen möglichst zurückzuhalten.
Oh Mann, wofür verbrauchst du bloß 200MB??!!

Zitat:
- die durchschaubare Strukturierung der System-Dateien, welche auch noch meistens verständliche Namen haben,

hmmm... rxapprld.device ist nicht verständlich. "camd.library" auch nicht. Ok, Du schreibst ja "meistens". Aber: Wer will denn ins System gucken, wenn er den Rechner NUTZEN will? Das sollte unnötig sein.


rxapprld.device kenne ich nicht, camd.library ist sehr wohl verständlich, weil es halt ein MIDI-System ist, das CAMD heißt.
Und ich bin eben froh, dass in meinem System Ordnung herrscht und dass ich weiß, welche Datei für was zuständig ist. Wenn es dir nicht so geht, deine Sache.

Zitat:
- dass sich das System auf meinem 25Mhz 68040 schneller anfühlt als ein mehr als 10x schnellerer PC

Grummel. Wenn ich auf dem von Dir angesprochenen PC QNX Neutrino laufen lasse, sieht Dein Amiga verdammt alt aus. IHR vergleicht hier Äpfel mit Birnen! Ihr sagt selbst, das Amiga OS sei auf die Hardware angepasst und verzichte auf "unnötigen" Ballast (Treiber für nicht unterstützte Hardware). Das ist doch kein Vorteil! Das kann jedes skalierbare andere System auch. Schon mal Windows CE auf dem Rechner, den Du hier ansprichst, gefahren? Oder Linux RT in der minimierten Version für RAM-Disk-Betrieb? (Soviel zur Ramdisk ...)


Ich habe aber hier nicht das Gefühl, ein abgespecktes OS fahren zu müssen. Ich benutze die Workbench schon seit langer Zeit, installiere Software, deinstalliere andere Software, habe schon ziemlich unnötigen grafischen Schnickschnack dazugetan (Birdie, MagicMenu und VisualPrefs seit OS3.9 nicht mehr weil ich sie nach der Neuinstallation nicht wirklich vermisst hatte). Jedoch ist dadurch nie das Handling so langsam geworen, dass es stören würde.

Und zu guter Letzt habe ich erstens schon zugegeben, dass es diese Dinge bei anderen Betriebssystemen gibt und zweitens habe ich gesagt, dass beim Amiga alle diese Dinge zusammenkommen. Nenne mir ein anderes OS, bei dem dies der Fall ist. Bei den Betriebssystemen, die du bei den verschiedenen Punkten aufgeführt hast, war jedenfalls keines bei jedem Punkt dabei.

Alex.

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16.06.2003, 22:30 Uhr

Murmel
Posts: 1457
Nutzer
[quote]
Original von mact:
>Moin, Murmel,

>Du musst nicht alles quoten.

> Sorry, Du redest davon das "Wir" unfreundlich sind, aber führst Dich aber selber von Anfang an als aroganter Hmmm auf.

>>Das ist falsch. Schau bitte in den Anfang (Kommentar auf eine News >>im Forum), da habe ich ganz höflich gefragt und um Information >>gebeten. Was mir hier geboten wird, sind Unwahrheiten, unhaltbare >>Behauptungen und Vergleiche, die ABSICHTLICH an der von mir >>erbetenen Konstellation vorbeigehen (Vergleich des AKTUELLEN Amiga >>OS, das von euch als besser bezeichnet wird, mit AKTUELLEN anderen >>Systemen).

Schau mal. Wenn Du normal Fragen stellst, oder gleich rauskommst mit dem was Du willst, dann wirst Du auch Antworten nach bestem Gewissen bekommen.
Leider schwirren hier um AMiganews schon genug Nervensägen rum, die nichts besseres zu tun haben als Amigauser bekehren zu wollen. Sorry, aber mit Deiner Art fällst Du genau in die Richtig.

Woher weisst Du was unwahr oder nicht richtig ist. Hast Du im Moment ein OS3.9 oder Mos am laufen ? Ich würde mich erstmal mit einem Betriebssystem intensiv beschäftigen, und dann die Fragen stellen.

Ich muss sagen das ich mir die Fragen von Dir nichtmal genau durchgelesen habe, eben weil es so oft passiert.

>>Den Quark, den man mir als Antwort auftischt, und den ich teilweise >>einfach im Detail widerlegt habe, betrachte ich als direkten >>persönlichen Angriff: Ihr WOLLT mich für dumm verkaufen. Ihr >>ignoriert absichtlich meine Bitte (s.o.) und erzählt Dinge, die >>schlicht falsch sind.

Sorry siehe oben. Ich denke mal das sich keiner wirklich die Mühe gemacht hat auf Dich einzugehen. Du schreibst halt wie der übliche WinXP oder MacOSX-User :D

>>Da bin ich nun zuletzt laut geworden - und dafür muss ich mich >>entschuldigen. Ich wollte nichts mehr als Information und bin, indem
>>man mir Unsinn auftischt, für bescheuert erklärt worden, ja, man >>macht mir klar, ich solle gefälligst verschwinden, wenn ich den >>Amiga nicht toll finde. DAS ist euer Auftreten - lies doch den >>Thread mal durch.

Ich denke das habe ich oben beantwortet.

> Das ist also Die Basis das Du AmigaOS mit WinXP oder MacOSX vergleichen willst?

>>Nein. IHR TUT DAS. Ihr plärrt immer wieder rum, wie toll, modern, >>modular, skalierbar, flexibel, stabil, schnell das Amiga OS ist. >>IHR vergleicht es mit aktuellen Alternativen, nicht ich. ICH frage, >>WAS genau besser ist!


Wer Ihr ? AmigaOS ist auf WinUAE und wohl auch Amithlon unglaublich schnell. Das stimmt. Es ist schnell, Modular würde ich auch sagen, und flexibel denke auch. Und stabil auch. Ist das jetzt ein Problem ?

Was ist genau besser ? Hm, ich glaube das ist eine schwierige Frage. Ich habe MacOS9,2 benutzt, teilweise sehr gute Soft, aber das OS kann keine zwei dinge gleichzeitig machen.Hör mal ne CD an, und surfe im Netz. Du verstehst dann was ich meine ;) Oder wirf nen Brenner an. Am Amiga kein Problem. Aber MacOS9.2 ist für Dich ja schon wieder alt.

Ich benütze WinUAE, und Win98 brauche ich zum gamen. Eigendlich gefällt mir Win98 ganz gut, aber beim AmigaOS habe ich Kontrolle über alles. Fehlt was einfach nachinstallieren. Ist beim Win die Reg kaputt, dann heisst es ohne Kopie - Neuinstallation.
Die Treiberinstallation manchmal will ich gar nicht erwähnen. Gäbe es die Soft für AmigaOS, würde Win von der Platte purzeln. Aber Win 98 ist für Dich schon wieder alt.

> Schreibt doch eh keiner Soft die das nutzt !
> Man kann sich die Zeit sparen jemand zu überzeugen zu versuchen, >der so eingefahren ist wie Du.

>>Jetzt pass mal auf, Herr Aufpasser.

>>Ich bin von einer amerikanischen Firma um ein Angebot für die >>Umsetzung von ARTAS auf eine zukünftige Amiga OS Plattform gebeten >>worden. Ich habe dieses Angebot gemäß unseren Tagespreissätzen >>gemacht. Da ich seit einigen Jahren keinen intensiven Kontakt zur >>Amiga-Plattform mehr habe, wollte ich wissen, WAS die Basis für >>ein "neues Amiga OS", das besser als die Alternativen sein sollen, >>denn sein könnte. Um DIESE Information habe ich euch gebeten.

Ja wie oben schon geantwortet. Ist aber nicht jeder selber auch ein bißchen in der Pflicht sich Informationen zu beschaffen ? Wenn Du rüberkommst, und sogar ein paar Programme schon kennst, dann haben die Leute auch mehr Lust sich mit Dir zu unterhalten ?
Außerdem dürfte Dir ja nicht entfallen sein das Hyperion an OS4.0 schraubt ? Sollten die nicht der kompetentere Ansprechpartner sein ?

Mir fällt nur auf Du wieder unfreundlicher wirst.

>>Eure Antwort darauf ist: Amiga OS ist besser als Windows 98, weil >>ich mit Windows 98 nicht klar komme.

Das ist aber wohl eine Antwort die Du von jedem typischen USer bekommen würdest, egal ob BeOS,Linux,Onx usw.
Weiss der normale WinXP User warum er so gerne WinXP benutzt, oder benutzt er es weil es einfach installiert war, und die Programme drauf laufen ?

>>Wenn ich frage, ob es eine BASIS für Multimedia gibt (z.B. DirectX, >>Quicktime etc), dann ist der Grund der, daß ich wissen will, was >>meine Jungs für ARTAS noch bauen müssten und was rudimentär da ist. >>Eure Antwort auf meine Frage, was es gibt, ist "was willst Du >>damit".

Also Sorry, aber Quicktime kommt von Appelund läuft auf Win nur weil Microsoft mal wieder mit dem Geld gefuchtel hat. Wie soll es das auf dem Amiga geben ? Das heisst aber nicht das es keine anderen Tools zu abspielen dieser Formate gibt. Aber diese sind eben meisten Shareware, und müssen "extra" gekauft werden. Genauso wie USB und Browser usw.

Und DirectX gibts ja nichtmal fürs MacOS.


>>da soll man nicht laut werden, wenn man auf eine einfache Frage >>solchen STUSS zu lesen bekommt wie teilweise hier in diesem Thread? >>Es ist für mich interessant gewesen, ob ein erneutes Investment in >>ein Amiga OS attraktiv ist. Nach eurer Antwort ist die Antwort >>klar: AUF GAR KEINEN FALL. Wenn ihr - als "Community" - SO auf die >>Frage reagiert, WAS für euch die Vorteile des Amiga OS gegenüber >>anderen Systemen ausmacht, verstehe ich, warum es nicht voran geht.

Wenn Du Deine Schlüsse so ziehst ohne Dich selbst mit dem System befasst zu haben, dann weiss ich nicht wie lange ihr Lust gehabt hättet was zu portieren ?
Ich werde jetzt nicht alles nachlesen was Du gefragt hast, aber es gibt verschiedene Filesysteme für den Amiga. Aber beim Amiga muss man vieles eben "seperat" nachinstalieren. Dafür ist das Smartfilesystem z.b. Freeware unterstützt mehr Zeichen als Win 98, selbstreparierend usw.
Es gibt beim AmigaOS keinen PDF-Betrachter, Nein den muss man nachinstallieren usw.

Vieleicht gefällt mir am AmigaOS auch das man nur das installieren muss was man auch braucht. Keinen unötigen Ballast mitschleppen muss.

>>Ok. Ich entschuldige mich noch einmal in aller Form bei all denen >>hier, die VERSUCHT haben, mir eine Antwort zu geben. Ich tue mit >>dieser Mail einigen unrecht, was mir ernsthaft leid tut. Aber >>schaut euch bitte mal die Behauptungen an, die hier aufgestellt >>wurden - schaut euch mal die Reaktionen auf meine KONKRETEN Fragen >>an. Das ist einfach unzumutbar.

Sorry, aber wie gesagt. Es gibt genug Leute die AmigaOS-Benützer bekehren wollen, und bevormundet will keiner werden. Aber ich denke das Du jetzt auch "vernüftige" Antworten bekommen wirst.



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16.06.2003, 23:11 Uhr

Ippo
Posts:
[Ex-Mitglied]
Ich finde die Beiträge von mact hier absolut sachlich und höflich.
Mein A1200 voll aufgerüstet steht hier seit einem halben Jahr nutzlos herum da ich mir für 135 ? einen Pc zugelegt habe. Darauf sind Mandrake Linux, Amithlon, Win2k, AmigaForEver5, und Qnx 6.. (exzellent) :) installiert. Vom Feeling her ist der Unterschied zwischen dem Duron 1,3 für 38 ? und der Blizzard 060/210 der , daß nun alles ruckelfrei läuft sonst keiner. Zudem bekomme ich alle Software die ich will. Ich mag den Amiga hier sehr & habe viel Arbeit, Geld und Geduld reingesteckt aber wenn ich zeitgemäße Dinge machen möchte, muß ich den PC nehmen. Dieses Amiga rulez Geschwätz macht auf mich einen ziemlich dummen Eindruck. - 1990 hat er noch gerad so gerult. Seither rulen andere.

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16.06.2003, 23:26 Uhr

novamann
Posts: 870
[Ex-Mitglied]
Zitat:
Original von Ippo:
Ich finde die Beiträge von mact hier absolut sachlich und höflich.
Mein A1200 voll aufgerüstet steht hier seit einem halben Jahr nutzlos herum da ich mir für 135 ? einen Pc zugelegt habe. Darauf sind Mandrake Linux, Amithlon, Win2k, AmigaForEver5, und Qnx 6.. (exzellent) :) installiert. Vom Feeling her ist der Unterschied zwischen dem Duron 1,3 für 38 ? und der Blizzard 060/210 der , daß nun alles ruckelfrei läuft sonst keiner. Zudem bekomme ich alle Software die ich will. Ich mag den Amiga hier sehr & habe viel Arbeit, Geld und Geduld reingesteckt aber wenn ich zeitgemäße Dinge machen möchte, muß ich den PC nehmen. Dieses Amiga rulez Geschwätz macht auf mich einen ziemlich dummen Eindruck. - 1990 hat er noch gerad so gerult. Seither rulen andere.



Komisch, hab ich einen anderen Thread gelesen?
novamann
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17.06.2003, 00:05 Uhr

Palgucker
Posts: 1341
Nutzer
@ mact

Du unterstellst so ziehmlich jeden User, der sein Amiga-OS auch nur
im geringsten gutheisst, er sei ein Fanatiker.

Ich lese die Threads hier im Forum schon eine ganze Weile, aber von
Fanatismus gegenüber anderen Betriebssystemen habe ich hier im Forum
selten was mitgekriegt. Wenn irgendwer Probleme mit Win, Mac-OS,Linux
o.s. im zusammenhang mit dem Amiga hat, wird hier schon lange keiner
mehr "ausgebuht". Und so soll es auch sein.

Du fragst, warum AmigaOS besser ist, als andere Systeme, und bekommst natürlich
nur Antworten von Usern (wohlgemerkt Usern, denn die meisten Entwickler
winken bei diesen Thema wahrscheinlich ab), um Dir ihre Erfahrungen
zu schildern. Danach lässt Du die Katze aus dem Sack, um zu verkünden,
das Du oder Deine Firma ein Angebot zur Weiterentwicklung von ARTAS
bekommen hat.

Hui, was für eine Wendung, natürlich nicht, ohne zu erwähnen, das die
meisten User, die geantwortet haben, totale Niethämmer sind.

quote:
- die 40MB (von 66MB) freien Speichers, die ich meistens habe, obwohl ich gerade am Arbeiten bin,

Das sind rund zwei drittel freier Speicher. Unter Windows XP habe ich VIEL MEHR freien Speicher (mein Hauptrechner hat 1GB RAM, davon sind im Betrieb rund 800MB frei). Wo ist der Vorteil?


Frage:

Lässt Du in Deine Entwicklungen auch solch mathematischen Geniestreiche
einfliessen? Wenn ja, kannst Du das Angebot noch zurückziehen?

Nagut, das ist wohl recht sarkastisch. Hoffe, das Du jetzt keinen
Herzanfall bekommst, aber ich würde mir ehrlich gesagt etwas mehr
Herzblut bei einem Entwickler für das jeweilige BS wünschen.

mfg





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17.06.2003, 00:58 Uhr

McFly
Posts: 586
Nutzer
>Thema: Warum Amiga?

>Frage danach: Was den Amiga überlegen macht?

Überlegen macht den Amiga mit 3.9 heute nichts mehr.

>Warum Amiga?
Schon besser ;-)

Ich arbeite mit WinXP und Amiga. WinXP beruflich, mit dem Amiga konnte ich Hobby zum Beruf machen. Benutze also täglich beide OS'e.

Leider kann ich mit den Amiga bzw. dem jetzigen OS 3.9 nicht alles das bewerkstelligen, was ich für meinen Job brauche. Also arbeite ich mit beiden Systemen Hand in Hand. Klar WinXP hat eigentlich alles, aber dennoch macht es mir, das was ich auf 3.9 erledigen kann, mehr Spaß auf dem Amiga zu bewältigen, auch weil ich es gewohnt bin.
Hört sich vielleicht blöd an, aber es ist irgendwie so, als ob ich zwei Autos habe, eines mit Automatik und eines mit 5-Gang-Getriebe.
Mit dem Automatik (Amiga) lässt es sich prima gemütlich und bequem fahren. Mit dem 5-Gang (PC) fahre ich schwierige Strecken, die der Automatik nicht schafft. Trotz allem, haben beide ihre Berechtigung, was der eine nicht kann, kann der andere, so einfach ist das.
Dieses hin und her, welches oder welcher besser ist, meine Güte ich weiss nicht, was das soll.
Jeder sollte für sich sein Ding machen, ob mit zwei, drei oder weiss ich wievielen Autos ;-)
Ich kann für mich sagen, das die Systeme die ich kenne, alle ihre Vor- und Nachteile haben, aber einen Vergleich stelle ich nicht an, weil sie trotz allem irgendwie unterschiedlich sind.
Eigentlich wollte ich nie ein Win-System im Hause haben, aber wie gesagt, durch den Amiga bzw. das OS wurde das Hobby zum Beruf und dann setzt man sich damit auseinander.
Oh Wunder es geht, man kann mit beiden Systemen wirklich (wenn man es möchte) sehr gut zusammen arbeiten.

Amen ;-)


regards
McFly

--
PPS for Amiga on

http://www.McFly.de.sr




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17.06.2003, 01:59 Uhr

Askane
Posts: 850
Nutzer

Zitat:
Original von mact:
Moin, Askane,

da Du mir im Detail antwortest, will ich ebenfalls kurz reagieren:


Danke. Aber kennst Du die Geschichte vom König, der sich als Händler
unter das Volk mischt und sich wundert, das er nicht die eines Königs
würdigen Antworten erhält? ;) Sowas ähnliches habe ich auch lernen müssen.
Hier sind nur User, bringe Dein Anliegen an die eigentlichen Entwicklern
heran, dann wird man Dir auch antworten. Weil nunmal jedes Steinchen
das Fundament für das kommende AmigaOS sicherer macht.
Lese dazu bitte auch das PDF-Dokument auf der Amiga.com Seite durch.
Ich bin jetzt zu faul zum suchen, aber Hyperion könnte Dir das selbst sagen.
Es gibt eine Firma, die für OS2 ein Grafikkartentreibersystem hat, welches
alle vorhandenen und zukünftigen Grafikkarten für 2D unterstützt. Dieses
wird für das kommende AmigaOS genutzt. Hyperion entwickelt, hilft dafür
bei den 3D Treibern. Ich glaube, dies spricht für sich.

Zitat:
> Soweit ich das immer erklärt bekommen habe, muß ich beim Amiga nicht extra für das Programm, der Anwendung Fenster u.s.w. neu schreiben.

Das muss man für kein System.


So, wie Du meinst ja. Aber hier könnte das ein Entwickler Dir fachgerecht erklären.
Du mußt Dir nur mal die Dateigrößenunterschiede der Programme ansehen.
Der Vergleich hinkt jetzt vielleicht. Das PDF-Anzeigeprogramm selbst für das
AmigaOS ist 91 512 byte groß. Bei Adobe hat die exe ne Größe von 3.891.268
Das sieht jetzt vielleicht blöd aus, aber der Aufwand scheint bei Windows größer
zu sein beim entwickeln. ;)

Zitat:
> Ein Vorteil ist für mich, das die Daten der einzelnen Partionen nicht am Anfang der Festplatte stehen.

Das war aber beim Amiga immer der Fall: Irgendwo müssen die Partitionsdaten ja hin. Ob sie nun am Anfang, Ende oder mittendrin stehen, ist ziemlich egal. Der Amiga hat halt einen RDB verwendet. Ich weiß noch, welche Katastrophe es am Amiga war, wenn die Partitionsdaten mal weg waren. Da sehe ich weder einen Unterschied zu anderen Systemen noch einen Vorteil.

Ist heutzutage Eigenverschulden oder die Festplatte ist kaputt. Aber für das Erstere
gibt es Tools und im allgemeinen sollte jeder ein aktuelles BuckUP haben.

Zitat:
> Das kommende FastFilesystem ist stark erweitert wurden und bietet eine PlugIn Schnittstelle u.a. Siehe auch den Text bei Amiga.com

- netzwerkfähig?
- journaling?
- selbstreparierend?
- Multi-User fähig?

Wenn nein: Warum wird nicht eine bestehende funktionierende Lösung genommen, mit der man dann sogar KOMPATIBEL zu anderen Systemen wäre? Auch da (Insellösung) sehe ich keinen Vorteil. Wenn Du es für einen Vorteil hälst, zu nichts kompatibel zu sein (d.h. auch z.B. Repair-Tools von anderen Systemen für das lokale Filesystem nutzen zu können), dann wäre ich für eine Erklärung dankbar. Ich halte es für nachteilig.


Also, Erfahrungsgemäß muß ich sagen, das beim einrichten der Festplatte am PC
kein Programm des jeweiligen OS 100% kompatibel zum anderen war. QNX,WIN und Linux. Eine Erklärung, das Filesystem ist die Basis für jedes OS. und wer gibt schon
die Basis auf. Trotzdem Deine Ansicht natürlich sinnvoller ist. Hat dies WIN XP
getan?

Zitat:
> Mit dem Befehl setpatch in der Startup-Sequence werden Fehler des KickROM und anderer Hardware korrigiert.

Bei anderen Systemen kann der Kernel direkt in Ordnung gebracht werden, so daß ein nachträgliches Patchen nicht nötig ist. Wo ist der Vorteil, wenn man sich im Lauf der Zeit eine "Riesen-Patch-Sammlung" zulegen muss, um die Fehler eines hard-coded Kernels zu korrigieren?

Und: Andere Systeme bieten OPTIONAL das Patchen. Nicht als einzige Möglichkeit.


Also muß ich hier genauer werden. Das der Kernel in Ordnung gebracht wird, ist
zumindest bei WIN XP ne Lachnummer. Was da an Patchs andauernd nachgereicht
wird. Und was dann für neue Fehler entstehen. Und die Größenordnungen dabei,
mein reines OS, Betriebsystem mit Librarys, Befehlen, Treibern und Bildern für Rahmen
Gadgets und Hintergründe usw und den Patch für das AmigaOS und Amithlon ist
knapp 100 MB groß. Dazu gehören auch noch verschiedene Programme. Mein TV Programm auch. Ich weiß, wir haben ja heute 60 GB Festplatten, da können wir
das OS so richtig fett machen. Hyperion hat es deutlich gesagt, die Reaktionszeit
des AmigaOS ist wohl das Schnellste, schneller wie QNX sogar. Frage bitte nach.
Aber ich schweife ab.
Wir haben hier keine Riesenpatchsammlung. Zu AmigaOS 3.5 gab es einen ROM Kernel
Update und zum AmigaOS 3.9 einen verbesserten. Macht einen. Das andere ist nur
eine reine ASII Datei, die die jeweilige Geräteeinstellung ändert. Bei Amithol sind
es nur 6 Dateien. Wie schon geschrieben, die Größenordnungen sind lachhaft und das
System bootet ein Zehntel Sekunde langsamer. Bei AmigaOS4 soll alles auf Festplatte
sein?? Wie war das doch gleich?

Zitat:
Beim Amithlon lädtst Du zwei Kernels: Linux und Amiga OS. Warum, wozu? Wo ist der Vorteil von zwei Kernels gegenüber einem?

Dann erkläre ich es Dir hier. UAE kennst Du, gibt es auch für Linux, nehme von Linux
nur das notwendige um Festplatten u.a. anzusprechen und ne Grafik auf dem Schirm
zu bringen. Von UAE nehme nur die 68k Emulation und biege das inialisieren der PC Hardware zum Amiga um. Vereinfacht geschrieben.
Der Linuxkernel ist nur ne Starthilfe und gaukelt meinem AmigaOS die 68k CPU vor.
Worauf heute jedes AmigaOS läuft.

Zitat:
> Windows oder MAC starten am Anfang alles, was Sie brauchen.

Das stimmt nicht. Beide Systeme laden Komponenten nach, wenn sie gebraucht werden.

Aber ich denke doch, nur, wenn Sie dem OS vorher mitgeteilt werden. Also ein Warte-
zustand, richtig?

Zitat:
> Deswegen ist die Workbench der Amithlon-CD nur knapp 10 MB groß.

Und wie groß ist die CD, auf der alle Treiber für alle potentielle Hardware ist, die Du am Amiga betreiben WILLST (ich spreche nicht von "kannst", ich spreche von "willst")? Es ist doch Augenwischerei, hier wieder das Fehlen von Funktionen als Vorteil hinzustellen: Wir HABEN keine Treiber für jeden beliebigen Scanner, also verkaufen wir das komplette Weglassen einer Twain-Simulation als Vorteil.


Das wäre ja beim MAC nicht anders. ;)
Es werden viele Scanner unterstützt, komplett ist als Bsp. meine Druckeranwendung.
Fremdsoftware. :(
Mit Treibern für sehr viele aktuelle Druckern, einem Grafikprogramm und dem Verzeichnis Ghostscript komme ich auf 21 537 804. Ghostscript wird genutzt, um jeden
beliebigen Drucker im Postscriptmodus drucken zu lassen.
Schaue Dir mal selbst ein heutiges Amithlon-System an.

Zitat:
> Und wie schon geschrieben, ich habe hier Speicher übrig, weil das
AmigaOS insgesamt damit sparsam umgeht.

Das stimmt technisch nicht. Das Amiga OS hat einfach zu wenig Funktionen, als daß der Speicher genutzt würde. Fahr' mal eine große Applikation auf dem Amiga hoch, die Funktionen anbietet, die andere OS bereits "von Hause aus haben". Dann siehst Du, wie schnell die 16MB RAM oder was auch immer flöten sind, weil die Applikation nämlich alle Funktionen selber nachbauen muss, die andere Systeme von Haus aus haben. Als Beispiel nimm 3d-Sprachen. Oder nimm so etwas wie DirectX.

Du benutzt doch ein System nicht nur im OS (wobei das bei Linux ja sogar teilweise sinnvoll wäre) sondern willst Programme nutzen. Wenn das OS NICHTS anbietet, muss jedes Programm alles einzeln implementieren. Das ist kein Vorteil sondern ein erheblicher Nachteil: Es macht Entwicklung unnötig teuer und vor allem fehleranfällig. Und Kompatiblität erreicht man dadurch auch nicht, von Modularität ganz zu schweigen.


Ich habe mal aus Spass DrawStudio gestartet, ein Vektorzeichenprogramm. Das benutzt für die Oberfläche das Fremdsystem MUI. Es verbraucht ohne irgendein geöffnetes Projekt 7 000 kB. Ein Soundprogramm, was AmigaOS-GUI benutzt, braucht
nur 4 000 kB. Tut mir leid, ich müßte wohl die ganze Nacht Programme starten,
um mein Speicher auszulasten. :)

Zitat:
> Amithlon, was ohne Hostsystem gestartet wird.

Du sagst doch selber, Amithlon läuft auf Linux. Also wird es MIT Hostsystem gestartet.


Habe es oben korrekt beschrieben, sorry, wenn ich da ungenau war. Dachte ja nur,
Du seiest nur ein User.
Zitat:
> Deswegen kann ich mehrere Soundkarten, TV-Karten gleichzeitig nutzen u.a. Was andere Systeme nicht können

Was für ein Quark!

Macs können seit x Jahren mehrere Grafikkarten, TV Karten, Soundkarten nutzen. Sogar auf meinem Windows98-Testsystem kann ich das. Unter Windows XP noch viel bequemer. Wer hat Dir erzählt, Linux könnte nicht mehrere Soundkarten verwalten?


Du hast mich falsch verstanden. Ich spiele mit meinen AmigaOS zur selben Zeit
2 verschiedene Musiktitel über 2 verschiedene Soundkarten ab. Nicht verwalten!
Zur selben Zeit nutzen, Bei WIN98, Sorry, wird mir gesagt, ich nutze den primären
Soundtreiber schon, wenn ich ein 2tes Programm starte, was Sound ausgibt.
Ich kann einen anderen auswählen, aber nicht zu der selben Zeit nutzen.

Zitat:
> Ich öffne Dir hier mehrere Programme auf verschiedenen Screens, ohne das hier was langsam wird. :)

Falsch, das tust Du nicht. Mehrere Programme, die ETWAS TUN, machen das System IMMER langsamer. Du steckst ja nicht CPUs nach, wenn Du ein weiteres Programm startest.


Ein anderer User schrieb es schon. Die Programme befinden sich im Ruhezustand.
Da ich aber die Priorität einstellen könnte, wer am ehesten mit Rechenzeit bedacht
wird, könnte ich mit dem Hauptprogramm flüssig weiterarbeiten.

Zitat:
> Aber bei WIN98 muß ich immer neu starten.

Du musst bei Win98 neu starten... aha. Und das gilt dann auch für alle anderen Anwender? Und alle anderen Systeme? Und für MODERNE Systeme wie Win XP?

> Linux kenne ich nicht richtig.

... kannst aber beurteilen, daß Amiga OS BESSER als Linux ist (Deine Aussage!!!).

Ich danke Dir für Deine Meinung. Aber eine Antwort auf meine Frage, was denn am Amiga OS nun so nachweislich besser ist als bei anderen (MODERNEN, verdammt!) Systemen, habe ich noch nicht erhalten. Daher halte ich meine Zusammenfassung zunächst aufrecht ;-)


Ich muß bei WIN 98 nicht neu starten, das wird nach einer Installation verlangt. ;)
Was auf jeden Fall ausschlaggebend ist, für mich, das ich beim AmigaOS keinen
Kernel habe, wo ich alles reinschreiben muß an vorhandener Hardware.
Will ein Programm, TV-Anwendung, ne TV-Karte nutzen, sollte diese auch ohne
Fremdtreiber können. Als Beispiel.

Gehe, im sinnbildlichen Sinn zu Hyperion, und bilde Dir dort ein Urteil über das kommende AmigaOS. Bleibe trotzdem kritisch.

MnG Askane


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17.06.2003, 02:04 Uhr

Maja
Posts: 15429
Nutzer
@Murmel

Selbst auf die Gefahr hin, das du mir böse sein wirst. Das Quoten solltest du noch üben. Und Quoten sollte man nur die Sätze und Textpassagen, auf die man direkt antwortet. Ansonsten reicht ein "@Name".

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Jetzt wird's richtig lang. Ihr müsst das aber nicht lesen! ;)

Zu Mact und seiner Frage:

Mact, vielleicht erklärt die Zeit dir, was du wissen willst.

Ich versuche mal eine Geschichte zu erzählen, meine Geschichte.

Wer hier mitliest, und gegen Ende 1999 Mitglied im "Amiga Club im BTX und Internet" war, der wird sich vielleicht noch an mich (ACElfe) erinnern. Der wird sich vielleicht noch daran erinnern, mit wieviel Mühe und Zeitaufwand ich mich um die FAQ auf der Webseite kümmerte, ellenlange ExUPs und Intervies für "AIDA" übersetzte. Der wird sich vielleicht noch daran erinnenr, wie ich mit Zähnen und Klauen den Amiga verteidigt habe.

Ich war so sehr von Amiga überzeugt, dass ich kein positives Argument für ein anderes System gelten lies. "Amiga rulez" gab mit ein gutes Gefühl. Wenn ich heute darüber nachdenke, war dieser Computer lange Zeit so ziemlich das Einzige, was neben meiner Arbeit meine Tage ausfüllte. Ich konnte mir absolut nicht vorstellen, mich mit anderen System zu befassen. Wenn ich jetzt so zurückblicke; ich war fanatisch. Ich hatte ja den Amiga, der alles konnte was ich brauchte.

Konnte er das?

Ereignisse stapelten sich. Amiga bekam einen neuen Rechteinhaber nach dem anderen. Visionen, Ankündigungen, herroische Reden, Revolutionen, Leere. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Amiga riss mich emotional vom Gipfel der Welt hinab in tiefste Jammertäler und wieder zurück. Wieder Visionen, wieder Ankündigungen, wieder nichts.

Wer das liest und nicht weiß, dass Amiga-User mit ihrem System fühlen, fiebern, leiden, der wird mich für völlig verrückt halten. Warum hatte sie nicht längst gewechselt, wenn da nichts Neues kam?

Warum habe ich nicht? Ich habe mir diese Frage im Laufe der vergangenen 3 Jahre auch schon häufiger gestellt. Es gibt keine plausible, keine rationale Antwort darauf.

Darum kann ich jeden insgeheim verstehen, der hier alle vertreiben will, die versuchen ihrer Liebe zum System Amiga rationale Erklärungen abzuverlangen. Die gibt es nicht. Und genau das verursacht ein ungutes Gerfühl in der Magengrube. Robin hat es treffend formuliert:

Zitat:
Original von Robin
Muss ich jetzt Grund zur Besorgnis haben ? Ist mein Verhaeltnis
zu meinem Amiga etwas unnatuerliches ?


Und gleich darauf gibt er die einzig richtige Antwort auf diese Selbstfrage:

Zitat:
Original von Robin
Egal :-) Spass machts trotzdem!


Robin, ich danke dir dafür. Denn das ist der springende Punkt. Und ich glaube, Mact, das ist die einzige Antwort, die ich dir auf deine Frage wirklich geben kann. Techisch hat AmigaOS heute, in einer Zeit da große Speichermedien welcher Art auch immer preislich für jeden erschwinglich geworden sind, Komplettsysteme einen Bruchteil dessen kosten, was seiner Zeit ein Nagelneuer A4000T kostete, keinerlei greifbare Vorteile mehr. Schon gar nicht, wenn man als User-Basis den viel zitierten Normal-User voraussetzt. Und du als Entwickler für eine Firma, die selbstverständlich mögliche Gewinnspannen sondieren muss, kann nichts anderes voraussetzen.

AREXX ist eine gute Sache. Aber nur für Leute, die das System aus dem FF kennen und diese Skript-Sprache beherrschen. Die meisten Amiga-User kennen ihre System aus langjähriger Erfahrung. Ich wage aber zu bezeifeln, das die alle auch AREXX beherrschen. Ich hatte knapp 16 Jahre lang Amigas in Betrieb (bis 2001) und kenne dieses System sehr gut. Ich kann kein AREXX. Warum, weil ich mich mit AmigaOS, aber nie mit AREXX beschäftigt habe.

Warum habe ich mich mit AmigaOS beschäfigt? Dazu später mehr.

Ich hab ja auch immer gedacht, ich würde das Alles, was der Amiga nicht kann auch nicht brauchen. Ich habe sogar mal felsenfest behauptet, dass ich keine 24Bit-Grafikkarte brauche. Ja, die echten Hardcore-Amigans haben auch solche Erweiterungen dereinst kategorisch abgelehnt. Nicht zu fassen, was? ;) War aber so, zumindest einige im Club, einschließlich mir. Ich kann mich da an zähe Diskussionen zu dem Thema erinnern. :)

Ich kaufte mir dann aber doch irgendwann eine BVision zu meiner BlizzardPPC 603e+ (richtig, ein 1200er). Und zum ersten Mal stellte ich fest, dass ich an meinem alten Amiga lange Zeit etwas sehr angenehmes vermisst hatte. Wahrscheinlich ein Schlüsselerlebnis. Ganz sicher bin ich mir da aber nicht.

Recht bald danach kam dann ein größerer Monitor, VGA, weil der alte 1438s die Grafikkarte zu sehr einschänkte, dann eine Soundkarte, zwei Mal das Busboard im Tower gewechselt, alles auf SCSI umgestellt. MUI war natürlich schon lange da, MWB auch. Ist ja Beides Quasi-Standard und muss sein. AOS 3.5, AOS 3.9, VisualPrefs, MagicMenue, eine Start-Bar, etc. pp.. Hey, das sah richtig gut aus!! Fast wie die "Großen"! :lach:

Ich habe neben der FAQ, AIDA und später noch den englischen Übersetzungen für amiga-news.de an meiner WB rumgebastelt, verschönert, verschlimmert, wieder zurück gesetzt und ganz von vorn, wie viel andere Amigans. Ich hab Programme installiert und deinstalliert; sofern diese Begriffe in dem Fall immer treffend sind. Echtes Deinstallieren (automatisches Löschen der zu einem Programm gehörenden Dateien und Einstellungen gibt das OS von Hause aus nicht her, diverse Third-Party Lösungen konnten mich nicht überzeugen). Das es so etwas wonanders gibt, habe ich erst viel später gelernt. Wobei ich hier nicht in Frage stellen will, wie gut oder weniger gut das im Einzelnen funktioniert.

Irgenwann wurde mir aber das WB-Aufmotzen, Bilder Pixeln (kann sich noch jemand an Pixel erinnern? ;) ), Bildbearbeitung mit FXPaint, Patches und Hacks ausprobieren, etc. langweilig. Wir erinnern uns: AREXX konnte ich ja nicht. :D

Es kam nichts Neues. Diverse Sofwareupdates brachten auch nichts wirklich Prikelndes mehr. FX Paint, ein excellentes Programm, war mir für große Projekte auf dem Amiga zu langsam. Ich wollte mehr als nur immer 640x480 in 16Bit bearbeiten, damit der Rechner nicht total in die Knie geht. Das schränkte mein DigiCam ein. Ja, ich weiß, dass einge jetzt schreien werden, dass ich da wohl sicher etwas falsch gemacht habe. Hab ich nicht, das war halt so, trotz PPC. 604 im A4k ist schneller? Ich weiß. ;)

Dann störte mich noch etwas auf die Dauer, und zwar gewaltig. Um ein Programm restlos vom Rechner zu entfernen, inklusive der dazu gehörenden Libraries (keine Shared!), ENV-Variablen und ggf. User-Startup-Einträge war Handarbeit angesagt. Wie gesagt, Uninstaller konnten mich auch nicht überzeugen. Dazu noch die Einträge in der User-Startup entfernen.

Nur wenige Programme waren so konsequent Amiga, dass sie alle ihre Dateien in ihr eigenes Verzeichnis schrieben. Klar, gibt es anderswo auch. Doch gerade auf dem Amiga hielt ich das für besonders übel.

Dann wurde es eng. Die 1000ste verheißungsvolle Ankündigung war im Sande verlaufen, der xte CEO hatte das "Ruder" übernommen und predigte von der Kanzel herunter, und ich saß immer noch mit meiner alten Hardware da und polierte mein AmigaOS 3.9 auf.

Wenn es damals Pegasos, AmigaOne und/oder AmigaOS4 gegeben hätte, ich hätte sofort und ohne jeden Zweifel gekauft. Da war nix. Nix außer meiner betagten Hardware im niegelnagelneuen Elbox Tower mit Z-IV. Wenigstens etwas.

Aber mir ging was durch den Kopf. Es gab Pläne für G3/G4 Turbokarten für existierende Amigas. Es gab Pläne für Zorro-Erweiterungen, PCI, etc. Im Grunde hätte ich mich ja darüber freuen müssen. Wenn da nicht dieser Gedanke gewesen wäre, dieses ungute Gefühl das sich breit zu machen anschickte. Wieder neue Addons für das olle Mainboard? Das A1200er-MoBo diente schon länger eigentlich nur noch als Träger und Schnittstelle für Erweiterungen, die jetzt der eigentliche Rechner waren. Nur Maus und Tastatur waren noch Amiga. Und selbst das nicht mehr so richtig; Topolino.

Ob diese Sichweise nun technisch absolut richtig ist, lasse ich mal dahingestellt sein. Ich empfand es jedenfalls so. Mir war das etwas suspekt, irgendwie war's auch paradox. Wofür strengte ich mich da eingentlich so an?

Und warum muss ich immer alles hinterfragen? :rotate:

Dann habe ich weiter hinterfragt. Habe geschaut was es auf anderen Plattformen gab. Hab mit anderen über Computer gesprochen - was ich bis dahin vermied, da hier eh niemand wußte was Amiga ist und man belächelt wurde. Ich kannte jemanden, der nie Amigas hatte, aber immer schon PCs verschiedener Systeme. Ein wirklich guter Freund in meinem Alter, der meine Amiga-Manie immer locker genommen hatte.

"24Bit-Grafikkarte mit Permedia2. Ganz neu."
Ein müdes Grinsen...
'Was hast du dafür bezahlt?'
"300und."
'??? Dafür bekommst du......'

Ich wurde neugierig. Habe mich mal schlau gemacht, was ich so für 300und alles bekommen hätte und bekam große Augen. Und mir ging ein Licht auf. Ich verglich weiter "aktuelle" Amiga-Hardware mit Standardkomponenten für andere Systeme. Mir viel eines auf. Eigentlich war die Hardware für Amigas nie wirklich aktuell, auch wenn sie "neu" war.

Klar, Chiphersteller setzten eine Mindeststückzahl für die Abnahme voraus. Aktuelle Chips sind teurer als alte Lagerbestände oder Auslaufmodelle. Der Amiga-Markt war damals schon sehr klein, darum höhere Preise. Irgendwie alles erklärbar. Obwohl mir die Preise mancher Hardware aus heutiger Sicht trotzdem suspekt vorkommt. Und, irgendwie muss ich für mein Geld hart arbeiten, körperlich arbeiten unter hoher Belastung (Hitze, Staub). (STOP: Wer von euch nicht körperlich arbeitet, arbeitet selbstverständlich auch hart!!!) Dann will ich auch einen realen Gegenwert für mein Geld, wenn irgend möglich. Ich empfand es nicht mehr so. Irgendwie empfand ich das nicht mehr so, wenn es um Amiga-Hardware ging.

Den letzten Rest gab mir dann Software für fast 500 DM, die so buggy war, dass damit absolut nicht zu 'arbeiten' war, und sich dann herausstellte, dass schon ein Jahr vor meinem Kauf keiner der Entwickler mehr auffindbar war, Entwicklung und Support eingestellt waren, und der Händler, von dem ich die Software kaufte, dies sehr genau wusste.

Ich fühlte mich vollends abgezockt. Trotzdem hat es dann noch mal fast 9 Monate gedauert, bis ich mir den ersten PC kaufte. Davor habe ich mir MacOS, Linux und Windows bei anderen angesehen, mir Erfahrungen mit den Systemen erklären lassen.

Ein Mac war mir schlicht zu teuer, obwohl das OS mir ganz gut gefiel. Linux sagte mir aus zwei Gründen nicht zu: Es war mir damals noch nicht Anwenderfreundlich genug (ich wollte nicht schon wieder die meiste Zeit mit dem OS beschäfitgt sein), es gab zu wenig Software (Angebotspalette war mir zu klein). Außerdem gab es nicht für jede denkbare Hardware Treiber. Die Hardware hätte demnach wieder auf das OS reduziert werden müssen. Nicht so extrem wie mit Amiga, vielleicht nicht mal wirklich tragisch. Aber egal, der Gedanke störte mich.

Ich wollte etwas preisgünstiges und flexibles. Ich wollte überall und nirgendwo Soft- und Hardware kaufen können, ohne lange darüber recherchieren zu müssen, ob das in meiner Kiste läuft. Und, ja, und ich wollte auch Zocken! :D

So warf ich alle Vorbehalte über Board und kaufte ein Windows-Komplett System, damals noch mit Win98SE. Nun ja..... Seeeehr ungewohnt. Irgendwie aber doch nicht wirklich schlecht. Als alter Amiganer fing ich an, mich da durch zu wuseln. Natürlich hab ich am Anfgang alle bekannten Newbie-Fehler gemacht und musste Win98SE mehr als ein Mal neu installieren.

Auf meinem aller ersten Amiga mit AOS1.3 gings mir 1986 aber nicht anders. Ich kreig jedes OS klein. :look:

Was mir als blutiger Neuling vom Amiga kommend am meisten wohl tat war, dass ich Programme nicht mehr von Hand von der Festplatte entfernen musste. Dass dabei nicht immer alles gelöscht wird, und wie ich damit umgehen muss, sprich, wie ich die "Reste" auch noch weg bekomme, fand ich schnell heraus. Mit meinem "Amiga-Spürsinn". ;)

Auch die Registry war nach ein paar Monaten kein Buch mit sieben Siegeln mehr. Wenn's da hapert, weiß ich was ich machen muss und wie ich störende Einträge finde und entferne oder so abändere, dass es nicht mehr stört. Ich sage nicht, dass ich da 100% durchblicke. Aber ich komme gut zurecht.

Tja, so bin ich dann im Laufe von 3 Jahren von 98SE über ME bei XP gelandet. XP läuft jetzt seit 1,5 Jahren, ohne Neutinstallation, ohne Probleme. ACHTUNG: Ich will damit nicht sagen, das AmigaOS weniger stabil ist oder häufiger neu installiert werden muss. Ich vergleiche nicht, weil man Äpfel mit Birnen nicht vergleichen kann. Ich beschreibe lediglich Erfahrungen.

Ich habe mich an Windows gewöhnt und eines festgestellt. Ich vermisse nichts. Im Gegenteil. Wenn ich WinUAE starte und mich dann wieder auf AmigaOS bewege, dann vermisse ich die Bedienung von Windows. Das fängt schon damit an, dass ich zum Fensterschließen mit der Maus über den Bildschirm nach links fahren muss. Unter AOS klicke ich Fenster immer zuerst in den Hintergrund, wenn ich sie eigentlich schließen will :D , und dass, ohne MagicMenu, sich bei einem Rechtklick nur in der Titelleiste was tut. ;)

Gewohnheit halt, und sagt in sich gar nichts über das Pro und Contra zu einem Betriebssystem aus.

Ich beschäftige mich mit Windows genauso intensiv, wie ich es mit AmigaOS tat. Ich habe allerdings aktuell keine Veranlassung dazu, außer meinem Interesse dafür. Denn in der Regel funktioniert alles so, wie ich es erwarten. Ja, der Rechner tut, was ich will. Natürlich tut er auch andere Dinge im Hintergrund. Aber darüber weiß ich bescheid (diverse nicht benötigte Dienste deaktiviert, ZoneAlarm, Antivirusprogramm, RegDone 1, etc.). Und das Windows sich ansonsten selbst verwaltet, stört mich nicht. Dann muss ich es nicht machen. ;)

Auf dem Amiga war ich schon mal (öfter) gezwungen diverse Vorgänge zu ergründen (Stichwort SnoopDos, Scout), weil irgend eine Software nicht tat, was ich von ihr wollte. Meist lag es daran, dass die Software eine Datei brauchte, die in ihrem Archiv gar nicht vorhanden war oder sie war da, wurde vom Install-Skript aber nicht installiert. MUI Libraries, Datatypes, CLI-Befehle. Oder es fehlte ein Assign. Unter Windows passiert mir das hin und wieder auch noch. Eher selten. Dafür hab ich dann NT-Filemon (so was wie SnoopDos).

Viel Share- und Freeware für Amiga. Das stimmt. Aber manche davon, und ich hatte den Eindruck nicht wenige und immer mehr, legten keinen so großen Wert auf Vollständigkeit ihrer Software Pakete. Nicht selten gab es nicht mal einen Hinweis im Readme-File, dass noch andere Komponenten gebraucht werden. Dann war langes suchen angesagt.

So, jetzt könnt ihr mich teeren, federn und vierteilen. Ich kann als mein Fazit nur eines sagen, der Amiga hat sachlich betrachtet keinen Vorteil anderen Systemen gegenüber. Einzig als Vorteil zu betrachten ist der Spaß, dem er denen bringt, die heute noch ihre Freude daran haben. Darum denke ich, sollte jeder, der seinen Amigan noch so lange wie möglich nutzen oder sich einen Pegasos oder AmigaOne kaufen will seine Freude daran haben. Ohne erklären zu müssen, warum er/sie glaubt, dass AmigaOS das beste OS aller Zeiten ist.

Ob das nun richtig oder falsch ist. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Und, Mact, Hand auf's Herz. Für eine Marktstudie ist das hier wohl nicht der richtige Ort. Die Leute nutzen dieses OS, weil sie es lange kennen und mögen. Du hast es ja gelesen. Amiga hat eine Seele.

Ja...., ich weiß.... :rotate:

In diesem Sinne.....

--
__________________________________________________

Lebe den Tag!

http://www.jacobs.privat.t-online.de/

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17.06.2003, 04:05 Uhr

Gonozal
Posts: 778
Nutzer
Hi Leute,

@ Mact:

Mal anders herum. Nenne mir bitte einen Vorteil anderer Systeme FÜR DEN ANWENDER, der sich NICHT durch den Zeitvorsprung anderer Systeme, die immer von ihren Firmen weiterentwickelt wurden, erklären ließe.

Du lässt einerseits AOS 3.9 + BoingBags + Patched + System-Addons nicht gelten - wo diese doch tatsächlich die EINZIGE nennenswerte Entwicklung der letzten JAHRE (5-10, je nachdem, wo man ansetzt) im Amigamarkt sind.
Andererseits bestehst Du darauf, modernste OSes als Vergleich zu wählen. WinXP, MacOS X und Linuxe mit Kernel 2.6.xx .

Beta war auch mal viel besser als VHS, aber keine Frage, daß der
Praxisnutzen eines Beta-Abspielers gegenüber einem VHS-Player schon seit Jahrzehnten begrenzt ist.
Und stell Dir vor; mitlerweile gibt es schon DVD! Was man da alles machen kann...
Logisch, daß Beta dagegen nicht anstinken kann!

Und zurück zu Betriebssystemen.
Linux kannst Du vergessen! Wenn Du darauf bestehst, nur wirkliche OS-Bestandteile zu nutzen, dann bleibt Dir nur der Kernel.
Und zeig mir mal, was Du ohne das ganze Zubehör (shells, GUIs, tausende Programme, YAST etc.) mit Linux anfangen willst.
Besonders als Anwender!

Und Win95 hat damals nicht gewonnen, weil es das beste OS war, sondern weil der Absatzmarkt am größten war.
Und MacOS wäre trotz seiner vielen Anhänger schon lange tot, wenn Bill Gates kein Geld gegeben hätte.

Ich persönlich nutze das AmigaOS nicht mehr seit mein Amiga kaputt ist. Warum? Weil meine Hauptanwendungen für den Computer mitlerweile das Internet und Office sind.
Ich bin jahrelang mit Win98SE klargekommen, obwohl es instabil war und meiner Meinung nach wesentlich weniger nachvollziehbar als AmigaOS 3.x.
Genutzt habe ich es wegen der Software dafür, nicht weil es so ein tolles OS war. Dann wäre ich viel eher zu Win2000 oder XP gewechselt. Aber da geht nicht alle Software!

Und für mich als Anwender bietet WinXP auch nicht viel mehr als Win98SE. Was auch der Grund für den anfänglich schwachen Absatz von XP war.

Es geht nicht darum, ob das OS besser ist; es geht darum, wo ich mehr gute Software finde.

Und natürlich ist Windows für Entwickler interessanter.
Aber doch nicht bloß wegen der Entwicklerwerkzeuge!
1. Mehr Kundschaft.
2. Wo kann man sonst so viele Patches für ein OS VERKAUFEN?
3. Eine Nutzerschaft, welche zu einem großen Teil aus (halb-)professionellen Entwicklern besteht, wie die Amiganutzer, braucht nicht so viele kommerzielle Programmierer zur Problemlösung. Und DAS ist keine gute Voraussetzung für Softwareentwickler!

Also, bitte lass doch die Amiganutzer hier in Frieden. Ich bin auch kein aktiver Nutzer mehr. Aber ich hoffe trotzdem auf den Durchbruch.
Auch wenn ich ihn nicht kommen sehe...

Daß Du als Windows-Softwareentwickler gut mit Windows klarkommst sagt garnichts! Ich meine, das ist doch Voraussetzung!
Die meisten Nutzer kommen nicht damit klar, wenn es ernsthafte Probleme gibt. Und das schließt mich ein.
Nicht, weil 70% der Menschen zu blöd sind, sondern weil Windows viel zu kompliziert gestrickt ist!

Und das ist der Vorteil des AmigaOS. Es ist nicht so komplex. Ein versierter Anwender kann Fehler innerhalb einiger Stunden finden durch probieren! Bei Windows braucht es einen IT-Spezialisten um kniffligere Probleme ohne Neuinstallation zu lösen!
Und das hat sich mit WinXP nicht gebessert!

Laß einen (Hobby-) Mechaniker mal ohne Testsoftware an einen modernen Motor ran, wenn er nicht richtig will! Soll heissen, wenn er spinnt, aber nicht ganz kaputt ist.
Keine Chance ohne Meßgeräte.

Der gleiche (Hobby-) Mechaniker kann Dir einen älteren Motor im Schlaf reparieren, weil er einfach weniger komplex ist. D.h. ohne komplexe Elektronik.

Und bitte, tu doch nicht so, als wolltest Du wirklich etwas für Amiga entwickeln! Das ist doch Heuchelei. Wenn, dann hättest Du doch Kontakt zu einem aktiven Entwickler aufnehmen können, der Dich viel besser über die Moglichkeiten und Beschränkungen aufklären könnte.

Aber nein, Du willst es ja dieser Freaks zeigen! Boah eh! Bin echt beeindruckt von Deinem Fachwissen...

Ciao,
Gonozal.

Ciao,
Gonozal.

--
Grüsse aus Detroit.

[ Dieser Beitrag wurde von Gonozal am 17.06.2003 editiert. ]

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