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02.Sep.2000



Classic Computing 2000
Die erste Classic Computing fand in gemütlicher Atmosphäre statt. In aller Ruhe konnten unglaublich viele 8-bit-Computer besichtigt werden. Es ist wirklich erstaunlich, was die Computer seinerzeit schon leisten konnten. Besonders in Erinnerung ist mir der VC 20 geblieben, der nach dem Start noch satte 3583 Bytes für Basic frei hatte, der Commodore plus/4 immerhin noch 60671 Bytes. Unglaublich, dass damit dann noch Programme gestartet und ausgeführt werden konnten.

Interessant war der Next-Computer, der von dem Power-User Mark Nowiasz vorgeführt wurde. Der Rechner hat einen 68040 Prozessor, der mit 25 MHz getaktet ist. Nextstep, das Betriebssystem setzt auf Unix auf und ist als Graustufen- und Farbversion verfügbar.

Jens Schönfeld hat am Stand von 8-Bit-Nirvana seinen Prototypen von "Flash Gordon", einer Betriebssystem-Erweiterungskarte für den C-64 vorgeführt. Die Besonderheit: Der Speicher der "unter" dem Kernel-Rom liegt, bleibt verfügbar, ohne dass Lötarbeiten am Computer vorgenommen werden müssen. 32K Flashrom können ein Kernel-Rom, ein Basic-Rom und ein Cartridge-Rom enthalten, und wahlweise ein- oder ausgeblendet werden. So können Programmierer sehr einfach neue Roms oder Cartridges ausprobieren, oder man kann klassische Module von Disk im Flash installieren und spielen. Die Kompatibilität ist bereits mit allen Versionen des C-64 sichergestellt.

Beim Home Computer Museum (HCM) konnte man unter vielen alten Rechner einen der A500 bewundern, die seinerzeit mit bedrucktem Gehäuse verkauft wurden.

Neben all den vielen alten Rechnern ist aber auch die Zukunft nicht zu kurz gekommen. Telemar Rosenberger (Entwicklung, Programmierung, Grafik), Andreas Weyrauch (Koordination, Grafik) und Christian Zwang (Musik, Sound) stellten ihr in Entwicklung befindliches Spiel "Mission in Time" vor. Es handelt sich um ein Click and Point-Adventure, in welchem der Prototyp einer Zeitreisemaschine die Hauptrolle spielt. Ein Wissenschaftler will die Weltherrschaft an sich reissen und haut mit dem Prototypen ab. Der zweite Wissenschaftler (Spieler) muss versuchen, ihn durch die verschiedenen Zeitzonen zu verfolgen und aufzuspüren.

Sebastian Brylka von der Fun Time World hat das neue Amiga SDK vorgeführt. Es ist wirklich beeindruckend, was dieses System selbst auf einem eher schlecht ausgestatteten PC vollbringen kann.

Die großen Besucherströme sind zwar ausgeblieben, aber das hat die Stimmung nicht getrübt. In eher familiärer Atmosphäre hat sich aus der Börse ein übergeordnetes Clubtreffen entwickelt.

Zum Abschluss noch einige Bilder von der Classic Computing 2000:













































(ps)

[Meldung: 02. Sep. 2000, 11:39] [Kommentare: 0]
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