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29.Jan.2017



Podcast: AmiCast 20 - Zusammenfassung des Interviews mit Trevor Dickinson
In der zwanzigsten Ausgabe seines Podcasts spricht Krzysztof Radzikowski mit Trevor Dickinson von A-EON Technology (amiga-news.de berichtete). Unser Redakteur Daniel Reimann hat sich das Interview angehört und die wesentlichen Aussagen zusammengefasst:
  • Trevor Dickinson benutze aktuell einen AmigaOne X5000 jeden Tag, da er schnell und stabil laufe. Es sei ihm bewusst, dass der Preis hoch sei - dies liege jedoch nicht daran, dass A-EON Technology soviel Geld damit verdiene, sondern daran, dass die Produktions- und Entwicklungskosten für Hardware mit geringer Auflage hoch seien. Einschränkungen in der Benutzung seien auf die Vorabversion von AmigaOS 4.1 zurückzuführen.
  • Auf Krzysztof Radzikowskis kritische Anmerkung hin, dass es für den AmigaOne X5000 kein Handbuch gebe und dies insofern problematisch sei, als dass etwa die Erstellung von einzelnen Partitionen schwierig wäre, führt Trevor Dickinson an, dass es für den AmigaOne X1000 ein Quickstart-Handbuch und ein AmigaOS-4-Booklet gegeben habe, diese seiner Meinung nach aber etwas verwirrend und nicht sehr verständlich gewesen seien. Da der Verkauf des AmigaOne X5000 nicht über A-EON Technology selbst, sondern über Vertriebspartner laufe, die prinzipiell ihre eigenen Systeme zusammenbauen könnten, seien demzufolge auch diese für die Dokumentation verantwortlich. Da diese Regelung neu sei, müsse in jener Hinsicht noch dazugelernt werden.
  • Auf Krzysztof Radzikowskis Frage, warum der AmigaOne X5000 bislang nur sehr schwer erhältlich sei, heißt es, dass das in erster Linie selbstverschuldet sei: Um einen "Flaschenhals" zu vermeiden, werde der AmigaOne X5000 nicht nur über einen Partner, sondern über viele vertrieben - da jedoch der Haupt-Vertriebspartner AmigaKit für die Belieferung der anderen verantwortlich sei, habe dieser selbst keine mehr übrig. Man wisse, dass dies ein Problem sei, das man lösen müsse.
  • Auf das Tabor-Bord angesprochen führt Trevor Dickinson aus, dass er vor kurzem in Brüssel gewesen sei und sich mit den Verantwortlichen von Hyperion getroffen habe - konkret mit Timothy de Groote, Costel Mincea und den Frieden-Brüdern. Er sei sehr erfreut gewesen, dass Timothy de Groote ein Tabor-Bord hatte, auf dem AmigaOS 4.1 lief, und habe selber darauf PersonalPaint und den AmiStore ausprobiert. Zwar müsse sich noch um den Feinschliff gekümmert werden und es bestünden noch Treiberprobleme (erwähnt wird der Ethernet-Anschluss des Boards), aber die Anpassung des Betriebssystems befinde sich auf einem guten Weg. Konkreter, als dass dieses Jahr mit einem Erscheinen fest zu rechnen sei, wolle er sich jedoch nicht festlegen.
  • Auf der Software-Seite habe die Entwicklung eines modernen Web-Browsers eine der obersten Prioritäten - hier sehe er NetSurf auf einem guten Wege und eventuell müsse man sich auch Timberwolf nochmal ansehen. Bei letzterem sei das Problem seiner Meinung nach, dass die Entwicklung an einer bestimmten Stelle gestoppt wurde, weil die Entwickler sich um andere Dinge hätten kümmern müssen.
  • Angesprochen auf die Krzysztof Radzikowskis Meinung nach nicht zufriedenstellende Öffentlichkeitsarbeit von Hyperion meint Trevor Dickinson, dass er in den letzten zwölf Monaten eng mit Hyperion zusammengearbeitet habe und auch weiterhin versuche, sich nicht nur mit den AmigaOS-4-Programmierern, sondern auch mit den MorphOS- und AROS-Entwicklern besser zu vernetzen. Davon abgesehen sei er jedoch optimistisch, dass Hyperion in nächster Zeit besser mit der Öffentlichkeit kommunizieren werde.
  • Auf ein Handbuch für Hollywood angesprochen, sehe er dafür ebenfalls Bedarf. Zwar habe er konkret keine Lösung dafür parat, werde aber darüber nachdenken, was man tun könnte.
  • Hinsichtlich des Amigas werde A-EON Technology auch in Zukunft Hard- und Software für 68k-Rechner in Zusammenarbeit mit AmigaKit entwickeln. Die Prisma Megamix sei ein erster Schritt gewesen und er sei überzeugt, dass z.B. die fehlende AHI-Unterstützung durch baldige Updates und Upgrades gelöst werde. Und die Enhancer Software werde in der nächsten Version auf jeden Fall für AmigaOS/68k verfügbar werden.
  • Hinsichtlich des Bedarfs an einer Office-Lösung habe er gehofft gehabt, dass nach der AmiWest die Betatestphase für LibreOffice hätte beginnen können - nun sei damit im nächsten Monat zu rechnen. Mit der Entwicklung habe er Hans-Jörg und Thomas Frieden beauftragt.
  • Der AmiStore solle prinzipiell in Zukunft für alle Plattformen verfügbar sein, dafür müsse man aber noch am Interface feilen. Außerdem müsse man auch berücksichtigen, dass er in Hollywood geschrieben sei und gewisse Sicherheitsstandards auf allen Plattformen umzusetzen seien.
  • Für die Entwickluing neuer Spiele sei der Markt einfach zu klein, weshalb man sich auf die Portierung vorhandener Spiele konzentriere.
  • Die für A-EON Technology tätigen Entwickler arbeiteten alle nur in ihrer Freizeit; da Vollzeit-Entwickler teuer sind, werde sich daran auch in absehbarer Zeit nichts ändern.
  • Um Kräfte zu bündeln, erwäge A-EON Technology, AmigaKit zu erwerben.
(snx)

[Meldung: 29. Jan. 2017, 07:51] [Kommentare: 62 - 03. Feb. 2017, 08:53]
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