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01.Mär.2001
alt.WoA


alt.WoA Bericht von Fleecy Moss (Update)

Nachtrag 03.03.2001:
Mit freundicher Genehmigung von Geoff Milnes, Clubleiter der Huddersfield Amiga User Group (HAUG), ist es uns möglich, eine deutsche Übersetzung von Fleecy Moss' Rückblick auf die alt.WoA zu veröffentlichen. (mj)

Ein persönlicher Rückblick auf die alt.WoA
von Fleecy Moss, CTO, AMIGA, Inc.

Dadurch, dass ich von Philadelphia nach Seattle (4500 km) und, zwecks Besuchen bei potentiellen Partnern für Amiga, häufig durch ganz England fahren musste, wurde ich unbewusst zu einer dieser traurigen Kreaturen, ein Sammler von Straßenkilometern. So war ich, trauriger Weise, froh zur alt.WoA in Huddersfield zu fahren, um auf diese Weise, sofern ich keinen anderen Grund hatte hin zu fahren, die M61 und ein Stück der M62 meiner Sammlung hinzuzufügen, einschließlich der Freude über das am höchsten gelegene Stück Autobahn im Land.

Das ist nicht als Missachtung der Anstrengungen der Huddersfield Amiga User Group (HAUG) gedacht, doch, wie sie selbst eingestehen, sind sie nur eine Gruppe von etwas mehr als einem Dutzend Leuten ohne Erfahrungen im Organisieren einer Messe und sie hatten keine Ahnung, wieviele Leute auftauchen würden. Huddersfield ist entzückend, es ist nur nicht London (zum Glück). Hinzuzufügen ist, dass für diese Freitagnacht schwere Schneefälle angekündigt waren.

Für die, die es nicht wissen, Huddersfield liegt in Yorkshire, ein wunderschöner Landstrich aus sanft geschwungenen Hügeln und tiefen Tälern mit schnellen, steil abfallenden Flüssen. Der Veranstaltungsort war eine schöne, alte, umgebaute Kornmühle, etwa eine Minute von der M62 entfernt und leicht zu finden. Nach einem Blick auf eine Karte von England, glaube ich auch, es ist viel eher das Zentrum des Vereinigten Königreiches, als das häufig angepriesene Birmingham. Doch da passiert es den Engländern immer wieder, dass sie beim Blick über die Grenze nach Schottland ausdruckslos werden.

Ich kam also da an und dachte mir, es würde wohl ganz nett werden. Überzeugte Amiganer leisten ihren Beitrag für die Gemeinschaft und vielleicht so um die 50 Andere werden auftauchen, um ihre Untertützung zu zeigen.

Junge, da lag ich sowas von falsch.

Ich glaube, ich war in über fünf Jahren auf keiner Messe, auf der so viele Leute waren. Alle tauschten Geschichten aus, fragten eifrig nach Neuigkeiten, sahen sich Demos an und was am Wichtigsten ist, sie kauften Alles und Jedes, was zum Verbessern ihrer Amigas zu gebrauchen sein könnte.

Die Leute kamen von Bristol, Nord Devon, der Südküste, London, Wales, den Midlands, Manchester, Blackpool, Leeds, Newcastle, Glasgow, Edinburgh und sogar aus dem hohen Norden von Schottland.

Sie waren nicht gekommen, um den Amiga zu begraben, sondern um ihn zu rühmen und das taten sie auf so vielfältige Weise. Vorführungen des neuen Photogenics, ein Wettkampf dieses wunderbaren Spiels ´Sensible Soccer´ (immer noch das beste Fußball-Spiel aller Zeiten), ein Vorgeschmack auf das, was einem in Heretic 2 erwartet, Eyetechs MP3-Player brüllte House-Musik und eine großartige, neue Amiga-CD von Forematt Home Computing - sie stecken sie in ihren Amiga und haben ein Nachrichtenprogramm über den Amiga nach Art von BBC/CNN. Ein Treffen all dieser ungleichen User-Gruppen, die sich einig sind, zusammenzukommen, Resourcen zu teilen und für die Zukunft zu arbeiten.

...und die Zukunft selbst.

An der Wand des Standes von Eyetech hing das Bild von einem aktuellen AmigaOne 1200 PCB (das jetzt zusammen mit einer kompletten Webseite auf www.eyeteck.co.uk zu finden ist). Ein Prozessorslot, der viele verschiedene Arten von PPC-Karten (einschl. Mac-Beschleunigerkarten) aufnehmen kann, 1 AGP-Slot, 6 PCI-Slots, 2 DIMM-Slots, USB und die A1200-Verbindung.

Die Leute waren so in Aufregung, es schien, als würde über die Hälfte der Teilnehmer auf das Ende der Messe warten, um die ganze Rede von Eyetech zu hören; nicht aber die Manager der Kornmühle, die das Mikrofon ausschalteten.

Gegen Ende der Rede begannen die Leute zu begreifen. Der AmigaOne von Eyetech ist ein vollwertiger AmigaOne-Computer, der den A1200 einfach auf die gleiche Art behandelt, wie eine PCI-Karte. Keine Kompromisse. Keine Workarounds. Nichts, was verlangsamt. Nichts Zusammengeschustertes. Keine Hacks. Keine Vaporware. Keine Träume in guter Absicht. Ein reales Produkt von einer Firma, die ein reales Produkt zum Frühsommer liefert.

Das Gefühl danach war greifbar. Ein Gefühl, auf der letzten Messe der alten Zeiten gewesen zu ein, einen Vorgeschmack auf die neuen Zeiten bekommen zu haben. Nach einer schwierigen Nacht aufgewacht, um die Dämmerung zu begrüßen und man ist glücklich dort zu sein.

Für mich war die Show das Wichtigste. Eine Impfung mit dem wahren Geist der Amiga-Gemeinschaft und deren wahrer Kraft. In der Online-Gemeinde erschöpft man leicht, wo zig sehr laute Individuen, mit ihren verborgenen und nicht so verborgenen Hintergedanken, scheinbar die Kontrolle über die ganze Welt übernehmen. In der Kornmühle in Huddersfield wurde ich wieder zum Amiganer, durch und durch.

Fleecy Moss
CTO
Amiga (ps)

[Meldung: 01. Mär. 2001, 18:04] [Kommentare: 7 - 03. Mär. 2001, 01:44]
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