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31.Mai 2002
Mirko Naumann (E-Mail)


Workshop: Einbau - Busboard Mediator PCI 3/4000T
Autor: Mirko Naumann

Mit dem Mediator PCI 3/4000T Busboard bietet Elbox eine sehr gute Lösung für Besitzer eines A4000-T oder A3000-T, ihren Amiga mit modernen PCI-Schnittstellen zu erweitern. Die technische Ausstattung an sich lässt eigentlich keine Wünsche offen - sieht man mal von einem fehlenden AGP-Slot ab, den aber bisher keine der verfügbaren PCI-Erweiterungen hat.

Der Einbau ist jedoch weitaus schwieriger, als in der Anleitung von Elbox beschrieben. Zunächst einmal muss nämlich das Board auf der Hauptplatine befestigt werden. Dafür liefert Elbox insgesamt zehn messingfarbene Abstandsbolzen mit Gewinde mit, von denen fünf zum Festschrauben benötigt werden. Dumm nur, dass die Gewindesteigung der Schrauben in meinem A4000-T nicht mit der der Bolzen übereinstimmte.

Tja, da ist guter Rat teuer. Passende Schrauben habe ich bei keinem PC-Händler finden können, und Gewinde schneiden wollte ich nicht. Bleibt eigentlich nur, die Schrauben zu entfernen und die Abstandsbolzen mit geeigneten Muttern an der Hauptplatine zu befestigen. Ärgerlich ist auch, dass das Board die Anschlüsse für die Uhrenbatterie und den internen Lautsprecher überdeckt. Mit ein bisschen Umbiegen der Kontakte geht das zwar, aber von einer professionellen Lösung sollte man sowas nicht erwarten müssen.

Wenn das Board einmal eingebaut ist, sitzt es direkt auf den ISA-Slots und lässt gerade noch so den Videoslot frei. Je nachdem wie man den belegen möchte, kann es dabei ziemlich knapp werden. Ein weiteres Problem ergibt sich mit langen Zorro-Karten. Auf dem Board befindet sich eine Buchse, über die die PCI-Karten vom Netzteil aus mit Strom versorgt werden. Will man Karten wie die IOBlix, die X-Surf oder ähnlich gebaute benutzen, so muss man sie notgedrungen in einen anderen Zorro-Slot umquartieren, da die Buchse im Weg ist. Von den vier verbliebenen Zorro-Slots sind jedoch nur zwei geeignet. In den anderen beiden finden dann nur noch kurze Karten wie die Catweasel ZII, Repulse oder andere Platz. Bei der Repulse ist jedoch zu beachten, dass der I/O-Teil am Slotblech direkt auf der Oberfläche des Busboardes aufsitzt. Um die Leiterbahnen nicht zu beschädigen, habe ich etwas Isolierband auf die betroffene Stelle geklebt. Beim Verschrauben sollte man sehr vorsichtig sein, da der I/O-Teil einen hohen Druck auf das Board ausübt.

Bei den PCI-Karten geht auch nicht alles so reibungslos, wie sich das Elbox so gedacht hat. Dadurch, dass das Board direkt auf den ISA-Slots sitzt, verschieben sich natürlich auch die Slotbleche der PCI-Karten, und zwar genau um die Länge der Abstandsbolzen. Das kann ziemlich nervig werden, wenn man Karten mit vielen Anschlüssen verwenden will. Bei meiner WinTV-Karte z.B. wird der Anschluss für die Radioantenne etwa zur Hälfte verdeckt. Da muss dann wieder der Bastler ran, damit das doch noch funktionert.

Damit man die Karten aber festschrauben kann, wird je ein Abstandsbolzen anstelle der Slotschraube montiert und daran wird das Blech mit der Slotschraube befestigt. Jetzt ist es aber so, dass die PCI- und die Zorro-Karten in Reihe liegen. Will man eine lange Zorro-Karte mit Slotblech benutzen, so muss man entweder auf den daneben liegenden PCI-Slot verzichten, man setzt sie in Reihe mit dem Videoslot. Kurze Zorro-Karten vertragen sich jedoch meistens mit den PCI-Karten. Bei der Repulse kann man zur Not eventuell den I/O-Teil anderweitig montieren.

Beim Einbau kann es aber auch manchmal vorkommen, dass sich Karten wie z.B. die Voodoo5 5500 PCI bauartbedingt nicht mit anderen Karten in Reihe vertragen. So befinden sich auf der Voodoo5 Kondensatoren, die so hoch sind, dass sie nicht zur Repulse passen, zur Catweasel dagegen schon. Das gleiche gilt aber auch für PCI-Karten. Die Voodoo5 verfügt über zwei Graphikchips auf denen Lüfter mit Kühlkörpern sitzen. Die dürfen natürlich nicht verdeckt werden. Somit ist der PCI-Slot davor für breite Karten wie die WinTV verboten. Zum Glück gibt es auch schmale Karten. Ich habe dort eine etwa 3 cm breite 100 MBit Netzwerkkarte eingebaut, die der Voodoo5 genug Platz zum Atmen lässt.

Wenn man mal von den Problemen beim Einbau absieht, so erhält man ein sehr gutes Board, das auf jeden Fall mit seiner Leistung überzeugen kann. Bei einer nächsten Version sollte aber das Design noch mal überdacht werden. Die Stromversorgungsbuchse kann genauso gut auf die Unterseite gelegt werden und eine Aussparung für die Anschlüsse der Uhrenbatterie und des Lautsprechers sind allemal drin. Vielleicht denkt auch mal jemand an einen AGP-Slot - wie wärs?

Hier noch die dazugehörigen Links:

Anmerkung der Redaktion:
Lesen Sie in diesem Zusammenhang unbedingt den Absatz ´Haftungsausschluss´ in unseren Legal Infos. (ps)

[Meldung: 31. Mai 2002, 16:49] [Kommentare: 11 - 02. Jun 2002, 14:32]
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