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09.Jan.2003
Petra Struck


Interview mit Urban Müller (Aminet-Administrator)

Interview mit Urban Müller
geführt von Petra Struck - 09.01.2003 (In English)

Wir wir Anfang Januar 2003 vermelden mussten, wurde die Aminet-CD-Serie eingestellt. Die Aminet-CD Nr. 52 ist somit die letzte CD, die zusammengestellt wurde. Wir haben diese Meldung zum Anlass genommen, Urban Müller, den Zusammensteller der CD und einer der Aminet-Aministratoren ein paar Fragen zu stellen.

Amiga-News: Wer ist Urban Müller?

Urban Müller: Amigafan der ersten Stunde. Dieser Leidenschaft habe ich zuerst neben meinem Informatikstudium und dann neben meiner Beschäftigung als Suchmaschinenprogrammierer gefrönt.

Amiga-News: Wie ist das Aminet entstanden und was ist das Aminet?

Urban Müller: Aminet war der Versuch, das ständig überlastete Amiga-Archiv an unserer Uni durch Mirrors zu entlasten, was dank genügend freiwilliger Helfer auch gelang.

Amiga-News: Seit wie vielen Jahren bist du mit dem Aminet beschäftigt?

Urban Müller: Oh mein Gott, das sind ja schon fast 10 Jahre :)

Amiga-News: Wie wird das Aminet organisiert (wer hat welche Aufgaben und wie groß ist der Zeitaufwand)?

Urban Müller: Die beiden Moderatoren - Matthias Scheler und ich - überprüfen alle Uploads auf korrektes .readme, auf Virenfreiheit, auf passenden Inhalt und auf korrekten Verzeichnisvorschlag. Im Normalbetrieb ist der Aufwand nicht sehr groß, neue Features (wie z. B. das neue Webinterface von Andrea Kareth) und die Betreuung der vielen Mirrors verursachen aber einen beträchtlichen Arbeitsaufwand.

Amiga-News: Mit welchen Schwierigkeiten habt ihr bei der Organisation zu kämpfen?

Urban Müller: Inzwischen ist eigentlich fast alles gut eingespielt. Nur gelegentlich sind Mirror-Admins schwer zu erreichen, und ich selber habe gerade ein Netzwerkkartenproblem am Amiga :)

Amiga-News: Wie wird das Aminet finanziert?

Urban Müller: Der Finanzbedarf für Aminet ist zum Glück nicht mehr sehr groß, da uns Plattenplatz und Bandbreite von Universitäten zur Verfügung gestellt werden.

Amiga-News: Die Einstellung der Aminet-CD Serie hinterlässt eine so schnell nicht füllbare Lücke. Welche genauen Gründe dafür gibt es?

Urban Müller: Die Absatzzahlen sind stetig gesunken, was natürlich auch zum Teil daran liegt, dass heutzutage fast jeder Zugriff auf das Internet hat und somit die CD nicht mehr braucht.

Amiga-News: Unter welchen Umständen würde es eine Möglichkeit geben, die CD-Serie doch noch weiterzuführen (würde z. B. eine Abo-Aktion helfen, bei der wir 500 neue Abonnenten auftun)?

Urban Müller: Ich glaube, das würde die Einstellung nur noch etwas aufschieben.

Amiga-News: Könntest du dir vorstellen, das Recht, diese CDs zu machen, an jemand anderen weiterzugeben?

Urban Müller: Das schließe ich nicht aus, wenn es Interessenten gibt.

Amiga-News: Mit welchen Gefühlen betrachtest du die derzeitige Amiga-Situation?

Urban Müller: Es wird schwierig für den Amiga, nach so langem Stillstand noch mal vom Fleck zu kommen, ich lasse mich gerne von positiven Entwicklungen überraschen.

Amiga-News: Hast du noch einen Amiga?

Urban Müller: Sicher, aber mehr Zeit verbringe ich unter Linux.

Amiga-News: Was möchtest du unseren Lesern noch abschließend sagen?

Urban Müller: Ich danke allen Leuten, die zu Aminet beigetragen haben, insbesondere den Software-Autoren, welche zahllose Stunden investiert haben. Ohne sie wäre der Amiga niemals so lange so nützlich geblieben.

Amiga-News: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, unsere Fragen zu beantworten. (ps)

[Meldung: 09. Jan. 2003, 22:41] [Kommentare: 10 - 29. Jan. 2004, 16:49]
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