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01.Jan.2008



Projekt Moana: Mitteilung des Entwicklers
Nachdem im Dezember ein CD-Abbild in Umlauf gebracht worden war, von dem es geheißen hatte, dass es den Betrieb von AmigaOS 4 auf bestimmten PowerPC-Modellen des Mac mini von Apple ermögliche, hat sich mit dem AmigaOS 4-Entwickler Andrea Vallinotto nun der Urheber zu Wort gemeldet und deutlich vor der weiteren Verbreitung und Nutzung dieser auf Moana basierenden CD gewarnt.

Nach ersten Andeutungen, die nicht viel mehr als die Existenz eines Projektes namens Moana im Umfeld von ACube Systems preisgegeben hatten (amiga-news.de berichtete), war der Inhalt dieses Unterfangens einer breiteren Öffentlichkeit erst im Zuge der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Amiga Inc. und Hyperion Entertainment bekanntgeworden: In einem der Gerichtsdokumente ist ein E-Mail-Wechsel sowie der Mitschnitt eines Chats zwischen Nicola Morocutti von Virtual Works, einer der drei an ACube Systems beteiligten Firmen, und Bill McEwen von Amiga Inc. festgehalten, der enthüllt, dass es sich beim Projekt Moana um die Macintosh-Portierung von AmigaOS 4 handelt (Gerichtsverfahren Amiga Inc. vs. Hyperion, Dokument 35, Beweisstücke O und R). Zugleich wurde hierin allerdings auch deutlich, dass eine Fertigstellung und Veröffentlichung dieses Vorhabens offenbar nicht die Zustimmung von Amiga Inc. fand (Beweisstück 35-O).

Nachdem sich das im vergangenen Monat aufgetauchte CD-Abbild entgegen ersten Vermutungen inzwischen doch als echt herausgestellt hat (Video), wurde nun mit Genehmigung des Autors eine Mitteilung des Moana- und AmigaOS 4-Entwicklers Andrea Vallinotto veröffentlicht, in der dieser deutlich darauf hinweist, dass die Verbreitung und Benutzung dieser Software ausdrücklich illegal ist.

In seinen Ausführungen bestätigt er zunächst, dass es sich bei der CD in der Tat um das Moana-Projekt handelt und diese Dateien bereits über ein Jahr alt sind. Allerdings führe der Micro-Kernel in der vorliegenden Fassung nach wenigen Minuten intensiver Nutzung ohnehin zum Absturz, was einer der Gründe dafür sei, dass er sich erst jetzt zu Wort gemeldet habe.

Dessen ungeachtet aber enthalte die CD nicht nur Teile von AmigaOS 4, was das ISO-Abbild somit also bereits für sich genommen zur Raubkopie macht, sondern darüber hinaus auch Module, die nicht Bestandteil von AmigaOS 4 seien, sondern deren Urheberrechte vollständig bei ihm, Andrea Vallinotto, liegen. Und da er niemandem die Genehmigung zur Verbreitung dieser Dateien gegeben habe, verstoße der Besitz und die Benutzung dieser Module gegen seine Rechte am geistigen Eigentum und stelle somit ganz klar einen Akt der Produktpiraterie dar.

Dass diese Raubkopie überhaupt habe in Umlauf kommen können liege zudem daran, dass das ISO-Abbild auf einem Laptop abgespeichert worden war, der später gestohlen wurde. Ein Polizeibericht hierüber liege in den USA vor. Entsprechendes Unverständnis äußert Andrea Vallinotto daher für den Umstand, dass manche Anwender die Verbreitung der Moana-CD begrüßen - schließlich handele es sich bei dem Verbreiter nicht um einen Wohltäter, sondern ganz klar um einen Kriminellen.

Abschließend lässt der Entwickler daher auch keinen Zweifel daran, dass er nur allzu bereit ist, sein geistiges Eigentum gegen Piraterie oder jede andere Form unautorisierter Nutzung zu verteidigen - wie man beispielsweise auch an der von ihm sowie Hans-Jörg und Thomas Frieden in Belgien eingeleiteten Feststellungsklage gegen Hyperion und Amiga Inc. sehen könne (Gerichtsverfahren Amiga Inc. vs. Hyperion, Dokument 82, Beweisstück W). (snx)

[Meldung: 01. Jan. 2008, 09:35] [Kommentare: 130 - 08. Jan. 2008, 16:33]
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