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25.Jul.1999
Aaron Digulla in AROS-ML


Betriebssystem AROS V1.12B
Am 24. Juli 1999 hat AROS die Beta-Version 1.12b, der systemunabhängigen, Open Source Neuimplementierung des AmigaOS veröffentlicht. Neben dem Quelltext wurden ausführbare Versionen für Linux/i386, FreeBSD/i386 und die Standalone-Version für IBM kompatible PCs veröffentlicht.

Zusätzliche Informationen (sd)
(beim Datenbank-Import in die Meldung integriert, 28.07.2011, cg)

Betriebssystem: AROS V1.12b
24. Juli 1999, 21:30 GMT+1

Am 24. Juli 1999 hat AROS die Beta-Version 1.12b, der systemunabhängigen, Open Source Neuimplementierung des AmigaOS veröffentlicht. Neben dem Quelltext wurden ausführbare Versionen für Linux/i386, FreeBSD/i386 und die Standalone-Version für IBM kompatible PCs veröffentlicht.

Im 2. AROS-Status-Report[1] schreibt Aaron Digulla: "Die letzten Wochen waren sehr aufregend im Bezug auf die Nachrichten, die wir über die Zukunft des Amigas erhalten haben. Amiga Inc. hat sich dazu entschlossen, ihre neue Operating Environment auf dem Linux-Betriebssystem aufzubauen. Ebenso hat uns Linux, in den letzten Jahren, als Hilfe für die Entwicklung von AROS gedient. So sind wir in der glücklichen Position, sagen zu können, daß wir in der Lage sein werden eine Emulation-Schicht für die Software der "klassik" Computerlinie zur Verfügung stellen zu können, sobald AROS entsprechend weit fortgeschritten ist."

Derzeitiger Status von AROS

Seit der letzten öffentlichen Bekanntmachung, im März, schritt die Entwicklung stetig voran. Es wurde neuer Quelltext hinzugefügt sowie verbliebene Fehler gefunden und korrigiert. Der Quelltext hat um 2MB zugenommen und nun eine Größe von 30,8MB erreicht. 57% aller Funktionen sind implementiert und 12% sind in Arbeit.

AROS läuft nun auch mit Linux 2.2.x Kerneln auf i386er kompatiblen Rechnern.

Die Commodities-Library wurde kürzlich hinzugefügt und die Libraries, die mit der GUI in Zusammenhang stehen(Intuition, Layers, Graphics) befinden sich jetzt in einem guten Zustand. Die dringend benötigen Menü-Funktionen stehen kurz vor ihrer Fertigstellung, so daß AROS auch bald Applikationen vorstellen kann, die Menüs verwenden. So werden sich bald größere Programme compilieren und unter AROS starten lassen, die ursprünglich für den Amiga geschrieben worden sind.

Neue Lizenz

Die Lizenz hat sich geändert. AROS benutzt nun eine Variation der MPL, der Lizenz des Mozilla-Projekts. Diese Lizenz erlaubt AROS, die Arbeit unbehindert fortsetzen und Open-Source-Distributionen erstellen zu können. Firmen ermöglicht die Lizenz, die Erstellung und den Verkauf eigener Produkte auf Grundlage des AROS-Quelltextes.

Die Absichten von AROS

Auch wenn AmigaOS V3.5 bald erscheinen wird, wird sich AROS weiterhin auf die Version 3.1 des Betriebssystems konzentrieren. Der Grund hierfür ist, daß AROS nicht mehr als alle anderen über OS 3.5 weiß.

AROS ist fast komplett in C geschrieben und lediglich für die Linux/M68k-Version müssen noch einige wenige Assembler-Zeilen implementiert werden.

Linux wird als Entwicklungssystem benutzt, weil es frei erhältlich und stabil ist und eine recht bequeme Entwicklung des eigenen Quelltextes gestattet. Unabhängig davon besteht ein Ziel darin, AROS-Versionen zu erstellen, die nicht Linux als Basis benötigen. Als Zielplattformen sind derzeit i386er-, M68k- und PPC-Rechner angestrebt. Auf i368er kompatibeln Rechnern läuft der AROS-Kern, die Exec-Library, bereits direkt. Dabei wurde von Anfang an, bei der Entwicklung, darauf geachtet, daß hardwareabhängige Quelltextbereiche sauber vom übrigen Quelltext getrennt sind.

Ein weiteres Ziel besteht darin AROS und UAE zusammenzuführen, so daß die original Amiga-Hardware emuliert werden kann und Mixed Binaries ausgeführt werden können. Dies bedeutet, daß dann Programme, die für den Amiga compiliert worden sind und Programme, die für andere Prozessoren compiliert sind, zur gleichen Zeit laufen können.

Unterstützung für AROS

Ähnlich wie Linux sucht auch AROS Hilfe bei der Community. Gesucht werden:
  • Leute, die Zeit in die Weiterentwicklung ihres bevorzugten Teils des OS stecken können.
  • Leute, die Informationen darüber bereitstellen können wie bestimmte Dinge auf dem Amiga ablaufen und die bereit sind, Applikationen auf dem Amiga zu compilieren und zu testen(einige von AROS haben keinen Zugriff auf einen Amiga).
  • Leute, die bereit sind, ihren Amiga-Code AROS für Test- und Präsentationszwecke zur Verfügung zu stellen.
  • Leute, die Lust haben AROS auf eine weitere CPU zu portieren und und diese Portierung zu pflegen.

Wer Lust hat sich an AROS zu beteiligen, kann sich an Aaron Digulla(digulla@hepe.com) wenden.

Neue Features gegenüber der vorigen Version
  • Erste Hardware-(genauer gesagt Linux-)Treiber, die die neue HIDD-Technologie nutzen.
  • Neue Lizenz(Quelltext ist Freeware, Firmen können kommerzielle Produkte auf Basis des Quelltext erstellen).
  • Viele neue Quelltextzeilen, ca. 10MB seit der letzten Veröffentlichung.
  • Ebenfalls viele neue Fehler ;-)
  • Einige Fehler wurden behoben.
  • Eigenständig laufende Version für IBM PCs(macht nicht viel, sieht aber vielversprechend aus).
  • Viele Demos wurden von den Fish-Disks portiert.
  • Neues Namensmuster für die Archive.

Hersteller

AROS-Team
Aaron Digulla
Haldenweg 5
78464 Konstanz
Germany
E-Mail: digulla@hepe.com
WWW: http://www.aros.org/

Bezugsadressen

Die Archive sind in drei Kategorien eingeteilt:
  • AROS-source.tgz - kompletter Quelltext
  • AROS-docs.tgz - Kopie der Dokumente der Website
  • AROS-<key>-bin.tgz - Ausführbare Version fürs jeweilige System
    • amiga - Binaries für 680x0 Hardware
    • lx86 - Binaries für Linux/i386
    • fx86 - Binaries für FreeBSD/i386
    • ibmpc - Binaries für IBM compatible PC standalone

Aminet:
misc/emu/AROS-docs.tgz (763K), AROS-docs.readme
misc/emu/AROS-source.tgz (3.4M), AROS-source.readme
misc/emu/AROS-ibmpc-bin.tgz (27K), AROS-ibmpc-bin.readme
misc/emu/AROS-lx86-bin.tgz (1.9M), AROS-lx86-bin.readme

Quelle
(ps)

[Meldung: 25. Jul. 1999, 08:00] [Kommentare: 0]
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