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20.Apr.2002



Deutsche Übersetzung des Interviews mit Thendic und Petro Tyschtschenko
In einer bis jetzt noch nie dagewesenen Teamarbeit mit einigen unserer Leser entstand die Übersetzung des Interviews ins Deutsche. Allen, die sich daran beteiligt haben, übermitteln wir an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön!

Interview mit Bill Buck, Raquel Velasco und Petro Tyschtschenko
von Petra Struck - 17.04.2002 (English)
Übersetzung: Teamarbeit mit amiga-news.de Lesern!

amiga-news.de: Auf ANN haben Sie beide in Kommentaren einige Fakten und Details bekannt gegeben. Petro gab an, dass Bill and Raquel sehr hart für VisCorp kämpften (deren seinerzeitiger Arbeitgeber), um AMIGA in Zeiten des Escom-Bankrotts zu kaufen. Petro sagte außerdem, er glaubt an die Fähigkeit bPlans, die Zukunft zu managen. Bill gab an, dass Thendic-France einen Vertrag mit bPlan hat, um etwas Entwicklungsarbeit zu tun. Speziell, um Eclipsis zu entwickeln. Bill, Sie sagten außerdem, dass Ihre Firma 1995 und 1996 sehr eng mit Petro zusammen gearbeitet hat. Was genau meinten Sie damit?

Thendic France: Das stimmt. Raquel und ich haben von Juni bis November 1996 die Gehälter, Steuern und Sozialabgaben des Amiga Inc. Personals aus eigener Tasche bezahlt, (so we had some "bucks" too ...). [Anmerkung zum besseren Verständnis: Es ist ein Anspielung auf ein Wortspiel. Nachdem VisCorp Amiga Technologies doch nicht gekauft hatte, machte Petro Tyschtschenko in einem Interview folgende Anspielung auf ´Bill Buck´: "There were a lot of bills, but no bucks", was soviel heißt, wie "Es gab einen Haufen Rechnungen, aber kein Geld".] Dieses Arrangement trafen wir zugunsten VisCorp mit dem Konkursverwalter Hembach, es war der einzige Weg, Amiga am Leben zu halten. Die Geschäftsleitung von VisCorp stimmte zunächst zu, zogen ihre Zusage jedoch zurück, als mehr Details des Escom-Bankrotts in der Öffentlichkeit bekannt wurden.

Es wurde sehr kompliziert und letztendlich sorgte sich VisCorp mehr um ihren kurzzeitigen Aktienkurs und gab die ganze Settopbox-Strategie völlig auf. Wir haben diese Gelder nie erstattet bekommen, obwohl wir später einen Vergleich mit Viscorp erstreiten konnten (die rechtlichen Angelegenheiten zu dieser Zeit hielten uns von der Veröffentlichung von Details ab). Petro arbeitete mit uns zusammen und wir arbeiteten hart daran, den Amiga Lagerbestand abzuverkaufen (was dabei half, die Übernahmekosten zu drücken, aber nicht dazu genutzt werden konnte, Personalkosten zu begleichen). Zu guter Letzt beschloss der VisCorp-Vorstand die Übernahme doch nicht abzuschließen und wir kündigten. Petro ging zu Gateway; VisCorp starb letzten Endes.

Wir sind sicher, dass Petro zugeben wird, dass ohne unser Geld zu der Zeit er persönlich und auch Amiga selber als Komplettpaket (das geistige Eigentum und der beträchtliche Lagerbestand an A1200 und Komponenten) es sehr schwierig gehabt hätten, zu überleben. Herr Hembach, der Konkursverwalter, wollte alles auf jede Art die er konnte verkaufen. Er hätte das geistige Eigentum in kleine Stücke aufgeteilt und dies hätte dann einen zukünftigen Erfolg für Amiga unmöglich gemacht. Petro gebührt der Dank dafür, dass er Herrn Hembach überzeugen konnte, das Paket zusammengeschnürt zu lassen. Auch Helmut Jost gebührt etwas Dank, weil er der letzte Geschäftsführer unter Escom war und von Herrn Hembach gehalten wurde, um ihm zu assistieren, während Petro die Verkaufskanäle offen und "Amiga" lebendig hielt. Vielleicht ist es schließlich mal an der Zeit, dass diese Informationen besser bekannt werden.

Petro Tyschtschenko: Ja, es waren wilde Zeiten... Raquel und Bill waren für uns natürlich eine große Chance, unseren Amiga am Leben zu erhalten. Das schlimmste, was passieren konnte, war wirklich, dass Herr Hembach die restlichen Amigainventuren als Konkursmasse verschleudert. Gott sei Dank konnte ich ihn davon abhalten... Anfangs arbeiteten wir, das heißt Axel Krämer, Andreas Steep und ich ohne Gehalt und ohne Zukunft. Bill Buck und Raquel Valesco waren zusammen mit unserem geliebten Amiga eine große Zukunftshoffnung.... Und als Bill Buck und Raquel unsere Gehälter übernahmen, war die Welt wieder fast in Ordnung... Leider zog am Ende VisCorp nicht mit. Eines Tages tauchte dann zu guter Letzt und als Retter in der Not Gateway auf, der uns dann übernahm. Hätte VisCorp damals auf Raquel Valesco und Bill Buck gehört, wären sie meiner Meinung nach nicht in Konkurs gegangen und AMIGA wäre heute ein nicht mehr wegzudenkender Player in der Computer-Industrie.

amiga-news.de: Bill, in Ihrem Kommentar merkten Sie an, dass Almathera Systems Ltd. unter merkwürdigen Umständen geschlossen wurde. Bitte erklären Sie das.

Thendic France: So haben wir das nicht gesagt. Wir sagten, dass, so wie wir sie zur der Zeit verstanden haben, deren Entscheidung darin bestand, das Geschäft aufzugeben, weil der Amiga-Markt zu klein geworden war. Der Markt war nicht groß genug, um ihre Tätigkeit zu tragen und sie machten eine Geschäftsentscheidung, die Firma zu schließen.

amiga-news.de: Bill, Sie haben auf ANN eine E-Mail von Fleecy Moss an Sie veröffentlicht. Unserer Meinung nach ist das nicht professionell. Was versprechen Sie sich davon?

Thendic France: Ich habe das nicht gemacht. Fleecy und ich haben uns deswegen danach per E-Mail ausgetauscht und die Geschichte unter uns geklärt. Mit Fleecy´s Worten war es: "Ein bedauerlicher Vorfall". Wir sehen es auch so.

amiga-news.de: Bill Buck (Thendic France), seit wann arbeiten Sie mit Petro Tyschtschenko (Power Trading) zusammen?

Thendic France: Raquel und ich arbeiteten mit Petro zum ersten Mal 1995 direkt zusammen, als VisCorp Verhandlungen über ein Lizenzabkommen mit Escom begann. Als die Lizenz-Vereinbarung unterschrieben war, zahlte VisCorp und Escom erhielt Tantiemen im Wert von $650.000 im Voraus. Allerdings hatte ich Petro schon zuvor bei dem Konkurs von CBM (Commodore Business Machines, Anm. des Übersetzers) getroffen. Manfred Schmidt, Firmengründer und Geschäftsführer von ESCOM, und ich saßen auf der Gläubigerveranstaltung beinander. ESCOM und VisCorp waren Partner. ESCOM wäre mit 7% an VisCorp beteiligt gewesen, und hätte ED (Settop-Box, Anm. des Übersetzers) europaweit vertrieben, wären sie nicht in Konkurs gegangen. Es war ein guter Plan. Man schaue nur, wieviele Firmen und Einzelpersonen sich später daran versuchten, dasselbe umzusetzen! Im Laufe der Zeit holte Microsoft unglücklicherweise auf, erwarb WebTV für mehrere hundert Millionen Dollar und warf es auf den Markt. Das AmigaOS hätte in Verbindung mit einer Settop-Box WebTV überragt. Man erinnere sich, Paul Allen war einer der Anteilseigner von VisCorp. Wer weiß, was eine Internet-XBOX heutzutage oder besser noch, schon früher, hätte sein können!... :) Amiga-Entwickler hätten Zugang zu einem gigantischen Markt gehabt haben!

amiga-news.de: Bill, wann kam die Idee auf, mit bPlan zusammenzuarbeiten?

Thendic France: Wir bewunderten schon immer ihr technisches Verständnis und führten mit ihnen 1996 erste Gespräche, kontaktierten jedoch etwas später im Jahr 2000 schließlich Gerald direkt im Anschluss an die Amiga-Messe in Köln. Wir lernten ihn sehr zu schätzen. Ralph und Thomas sind ebenso exzellente Techniker und Ingenieure. Jeder von ihnen hat einzigartige Stärken. Wir sind stolz darauf, mit ihnen zu arbeiten. Wir mögen sie.

amiga-news.de: Wie sieht diese Zusammenarbeit bPlan genau aus?

Thendic France:
  1. Wir wollen, dass der Pegasos erfolgreich wird.
  2. Wir promoten das Produkt für verschiedenen Märkte, die Bedarf an PPC-basierter Hardware haben.
  3. Wir möchten, dass bPlan den Pegasos für uns miniaturisiert, um den Eclipsis herzustellen.
  4. Wir denken, dass MorphOS ein einzigartiges und ausgereiftes OS ist.
  5. Wir wollen, dass Pegasos die Entwicklungsmaschine für den Eclipsis wird.

amiga-news.de: Als was für ein Gerät ist der Eclipsis gedacht (Subnotebook oder PDA) und welche CPU werden Sie nutzen?

Thendic France: Dies ist veröffentlicht worden und steht online auf unserer Eclipsis-Seite. (Anm. der Redaktion: Eclipsis soll ein kleines Gerät (Device) für ein Handheld werden, welches den vorhanden Kundenwünschen nach Mobilität zum Durchbruch verhelfen wird.) Sie werden desweiteren bemerken, dass sich die neuesten Versionen der Gx-Prozessorfamilie auch am niedrigen Stromverbrauch orientieren, der durch den Mobil-Markt verlangt wird. Dies ist ein Wachstumsmarkt und dies ist ein neuer Absatzmarkt. Natürlich könnte Eclipsis auch für einen Laptop angepasst werden. Wir planen eine Eclipsis-Basisstation, so dass das Paket zusammen in einem Laptop untergebracht werden kann. Laptopverkäufe sind stärker als Desktopverkäufe in der heutigen Welt.

amiga-news.de: Welche Einsatzmöglichkeiten (Applikationen) soll er bieten?

Thendic France: Alles! Selbstverständlich wird das auch ein Problem, weil Sie dem Verbraucher auf unkomplizierte Weise erklären müssen, was das Eclipsis ist. Dieses ist die Herausforderung. Hier die grundlegende Meldung: Wir möchten den Leuten die Gelegenheit geben, das, was sie heute schon tun, auf eine bessere, bequemere Weise zu tun, mit mehr Spaß und das überall. Das ist es.

amiga-news.de: Wie sind die Abmessungen von Eclipsis?

Thendic France: So klein wie irgend möglich!...:)

amiga-news.de: Was ist Ihr Ziel, wo sehen Sie Ihre große Erfolgschance?

Thendic France: Langfristig im mobilen Handheld-Markt. Dies ist ein wachsender Markt, und Mobilität ist der Schlüssel dazu, wobei unser Schwerpunkt bei Kommunikation und Unterhaltung liegt. Aber dennoch werden wir in der Zwischenzeit alle unsere Produkte verkaufen. Wir sind in einer Reihe von wachsender und profitreichen Geschäften involviert.

Das bedeutet, jeder kann einen Pegasos kaufen und dann damit machen, was auch immer er will.

amiga-news.de: Bill, seit wann sind Rakesh ind Sharwin Raghoebardayal, besser bekannt als Coyote Flux im Boot?

Thendic France: Die Zusammenarbeit mit Coyote Flux begann im Dezember 2000.

amiga-news.de: Ist Coyote Flux nach Paris übergesiedelt, um bei den bPlan Produkten zu helfen?

Thendic France: Hauptsächlich ja, aber die beiden haben auch noch andere Produkte entwickelt, inklusive der JMiner professional photogrammetry software und der i-Cam sowie Tri-Cam viewing software, woran großes Interesse besteht. Die i-Cam ind die Tri-Cam (eine Version von der ComCam) sind großartige Produkte, die auch auf PowerPC laufen.

Wir bauen die ComCams für unsere Distributionsbereiche bei Cobra Electronic GmbH in Ingolstadt, Deutschland. Sie fertigen auch die xTri-Cam. Sharwin und Rakesh waren da eine große Hilfe, indem sie mit den Cobra-Ingenieuren zusammen arbeiteten, um sicherzustellen, dass unsere ComCams perfekt sind.

Ach ja, der CEO von ComCam ist Don Gilbreath, der ehemalige VisCorp CTO und ein früherer CBM CD32 Projekt-Manager. ComCam hat eine große Zukunft, und wir sind froh, wieder mit Don zu arbeiten. Carolyn Scheppner ist ebenfalls bei ComCam. Carolyn hat einiges für VisCorp programmiert, aber sie ist eher bekannt durch ihre Arbeit am CATS-Projekt bei CBM. Thendic-France ist Exklusiv-Distributor der ComCam Produkte in Europa, der ehemaligen Sowjetunion und Indien (wo Petro bald ein großes erfolgreiches Projekt ankündigen wird!). Ebenso sind wir der weltweite ComCam-Distributor für die Flugzeug-Industrie. Da gibt es schon einige ComCams in sehr interessanten Lokalitäten....:)

amiga-news.de: Was genau sind die Titel und die Aufgaben von Rakesh und Sharwin?

Thendic France: Wir halten nicht viel von Titeln. In einfachen Sätzen: Rakesh sieht sich nach den besten Applikation für die Geräte, Fehlerbeseitigung und Prüfung um. Rakesh ist die kreative Person und hat außerdem einen wichtigen Forschungsbeitrag bezüglich der Urheberrechte bei der P2P Kommunikation und dem Datenaustausch über das Internet geleistet. Sharwin schreibt Code und bringt diesen auf dem Produkt zum Laufen, damit das Produkt das tut, was wir möchten. Zusammen machen sie eine Menge Sachen, die der Firma helfen, neue Einkommensquellen zu erschließen, und erfolgreich eine Menge Sachen zu implementieren, die unsere Kunden schätzen. Sie leisten beide harte Arbeit und sind talentiert. Wir schätzen sie außerordentlich -- obwohl wir Sharwin sagten, dass er seinen Hut in Holland lassen soll (http://www.coyoteflux.tmfweb.nl/ dann auf "Contract" klicken ...:)

amiga-news.de: Warum halten Sie das Pegasos-Board für eine gute Lösung?

Thendic France: Es läuft sehr schnell. Es ist skalierbar. Es ist erweiterbar. Der Pegasos gibt uns etwas, auf dem wir eine große Zukunft aufbauen können. Wir freuen uns auf die bald kommenden G4e Muster von Motorola.

Aus Ingenieurperspektive gesehen, sind die besten Indikatoren von der gesamten Entwicklungsqualität des Pegasos am besten durch einen ehemaligen Siemens Vizepräsidenten zusammengefasst, der uns sagte: "Das ist das beste Dritthersteller Hardware-, Software- und Dokumentations-Paket, was ich jemals in 30 Jahren gesehen habe".

amiga-news.de: Es gibt immer wieder Gerüchte zur rechtlichen Lage von MorphOS. Einige Leute (z.B. Ben Hermans von Hyperion, Fleecy Moss von Amiga Inc. und vielleicht auch Bill McEwen von Amiga Inc.) denken, dass MorphOS kein Recht hat, verkauft zu werden, weil geistiges Eigentum von Amiga Inc. enthalten sei. Wenn Sie sich entscheiden, dass Sie nicht mit Amiga Inc. arbeiten (sei es nun, weil Sie nicht können oder wollen, oder sei es, weil Amiga Inc. nicht kann oder will), sind Sie dennoch bereit, Pegasos mit MorphOS auf der Markt zu bringen?

Thendic France: Wir werden die Produkte herausbringen und bewerben, ob da eine Zusammenarbeit mit Amiga Inc. ist oder nicht. Sie haben ihre grundsätzliche Richtung mit AmigaDE gewählt. Großartig. Wir haben versucht, mit ihnen zu arbeiten, aber wir wollen das tun, was wir wollen - und nicht das, was sie uns zwingen wollen zu tun. Es wäre wundervoll, wenn wir zusammenarbeiten könnten, aber das ist keine Vorbedingung für uns, um vorwärts zu kommen. Wir würden gerne mit Amiga zusammenarbeiten. Wir (Thendic-Germany) waren die erste Organisation, die eine AmigaDE-Lizenz erreichte (unsere Anwälte entwarfen die Lizenz-Übereinkommen), und wir würden glücklich sein, unsere gegenwärtige Lizenz auszuweiten - und Tantiemen vorzuschießen - aber wir können sie unglücklicherweise nicht dazu bewegen, die Dinge aus unserer Sicht zu sehen. Amiga gehört ihnen, das ist ihr Recht. Wir gehen auf jeden Fall vorwärts.

amiga-news.de: Wie schätzen Sie persönlich die rechtliche Lage von MorphOS ein?

Thendic France: Nun, wir haben die rechtlichen Fragen seit ein paar Monaten untersucht und haben jemand ausdrücklich die Akten für Europa vorbereiten lassen. Wie wir alle wissen, werden rechtliche "Fragen" letztendlich in einer geeigneten Rechtsprechung entschieden - und die ist nicht im Internet. Wir denken, es gibt keine rechtlich schwierigen Aufgaben und es werden natürlich auch keine rechtlich schwierigen Aufgaben da sein, wenn wir einmal ein fertiges Produkt haben. Wenn jedoch jemand gegensätzlicher Meinung sein sollte, werden wir vorbereitet sein, und den nötigen finanziellen Hintergrund haben, um einen Rechtsstreit durchstehen zu können. Wir glauben nicht, dass es irgendwelche ernsthaften Schwierigkeiten geben wird, sobald die Dinge deutlich werden, werden alle diese "Gerüchte" verstummen.

Wenn ich Amiga wäre, würde ich niemandem mit einer rechtlichen Verbindung zu Amiga Inc. erlauben, diese speziellen Fragen öffentlich online zu diskutieren. Bill oder Fleecy sollten es tun, wenn sie denken, dass es notwendig ist. Jeder andere verdirbt ihnen die Sache. Wir wissen ganz genau, was sie jetzt denken und wie falsch informiert sie sind. Das wird ihnen nicht helfen, wenn die Lage schlechter wird. Es ist wiklich eine Schande. Bill und Fleecy verdienen aufgrund ihrer anfänglichen Leistungen wahrlich mehr Erfolg, als was bislang dabei herausgekommen ist. Diese "Gerüchte" helfen ihnen nicht, sondern trennen sie in Wirklichkeit genau von den Leuten, die sie anlocken wollten.

amiga-news.de: Bill, hat Thendic-France etwas mit Thendic.de zu tun?

Thendic France: Ja, sie sind im Besitz der selben Aktionäre, wenn auch in unterschiedlichen Anteilen (näheres auf der Über Pretory Seite). Raquel ist die Vorstandsvorsitzende von Pretory und die größte Einzelaktionärin. Ich sollte erwähnen, dass Helmut Jost seit 1997 Anteilseigner von Pretory war und zurzeit ein wichtiger Manager bei Thendic Deutchland ist. 1996 wurde Helmut Jost von den Banken bei Escom eingesetzt, als Manfred Schmidt gehen musste. Helmut war auch der Hauptgeschäftsführer von Commodore Deutschland, als Commodore Deutschland allein für über 500 Millionen $ in den jährlichen CBM Einkünften Anfang der 90er Jahre verantwortlich war. Helmuts Forderung war seine Idee, den Amiga über Supermärkte zu verkaufen. CBM war der meistverkaufte Rechner in Deutschland und Helmut hatte viel damit zu tun (genau wie Petro!). Er war ebenso für PC-Verkäufe im europäischen Markt, bei IBM und später Fujitsu, tätig. Wir denken, dass er uns eine grosse Hilfe sein wird, den Pegasos erfolgreich zu machen, und er hat bereits eine Menge exzellenter Ideen ins Spiel gebracht. Helmut kam 1999 zu Thendic.

amiga-news.de: was wurde aus dem angekündigten SmartBoy?

Thendic France: Das wurde in dem Schreiben auf der Thendic-France Webseite, das nun auch auf amiga-news.de nachgelesen werden kann, angesprochen. Dazu eine Zeile: Wir konnten aufgrund der Kosten des Erwerbs der Marktbasis für Komponenten mit den Großen in der ARM- und CE-Umgebung nicht mithalten. Für den Fall, dass sich jemand findet, der diese Entwicklung kaufen möchte, halten wir entsprechende Information auf der Thendic-Deutschland Website bereit ...:)

Ein weiteres wichtiges Anliegen...

Ich möchte auch erwähnen, dass Dr. Allan Havemose in unserem Team ist. Allan, der gerade (14. April 2002) zum ersten Mal stolzer Vater geworden ist, war bei CBM Direktor der Entwicklungsabteilung für Software, verantwortlich für die Betriebssysteme Amiga OS 2.1, OS 3.0 und OS 3.1 auf A1200, A3000, A4000, AmigaCD und verschiedene andere Plattformen.

Wie sie wissen, war Allan seinerzeit in Gateways Bemühungen, den Amiga wiederzubeleben, involviert. Allan entwickelt die Java VM-Umgebung für den Pegasos/Eclisis und wird auch an der Linux-Seite unserer Projekte arbeiten. Er bringt professionelle Produktentwicklung und Produktmanagement in unser Team.

amiga-news.de: Petro, worin liegt der Antrieb, dass Sie sich nach wie vor mit dem Amiga beschäftigen?

Petro Tyschtschenko: Die Idee und die Vision Amiga hält mich bis heute in Faszination. Was Jay Miner 1980 hier entwickelt hat, ist für mich immer noch die ideale Antwort auf die Herausforderung "Computerentwicklung". Seit Oktober 1982 habe ich unentwegt für diese Idee mein gesamtes Arbeitspotential eingesetzt. Wie oft musste meine Familie darunter leiden? Leider wurden in der Vergangenheit immer wieder vom verantwortlichen Management Dinge übersehen, die Zukunftchancen zunichte machten. Meine Hinweise und Ratschläge wurden häufig nicht gehört..... Mein Antrieb ist immer noch meine Überzeugung, dass die AMIGA-Vision verwirklicht wird....

amiga-news.de: Petro, Sie haben öfter von Ihrem Buch "Amiga - Mein Leben" gesprochen, ist das in Arbeit?

Petro Tyschtschenko: Die AMIGA-Story ist eine so interessante Geschichte aus der Entwicklung der Computerwelt, in der wir heute leben. Ich möchte meine Kenntnisse aus dieser Zeit gerne der interessierten Computerwelt erhalten und übermitteln. "Amiga - meine Leben" ist in Arbeit! Hier ein kleiner Auszug: "Im Sommer 1982 abends um 19.30 Uhr habe ich mit Harald Speyer, dem damaligen Vice President Europa meinen Arbeitsvertrag geschlossen." Das war der Start.

amiga-news.de: Bill, möchten Sie noch etwas anderes anmerken?

Thendic France: Vielen Dank für die Gelegenheit, mich "der Community" mitteilen zu können. Wir haben ein tolles Gespann aus Mensch und Produkt und wir werden die Kräfte aller Firmen heranziehen, um dem Pegasos und der Eclipsis zum Erfolg zu verhelfen. Wir hoffen, dass jeder die Zusammenhänge jetzt besser verstehen wird.

amiga-news.de: Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihre offene Gesprächsbereitschaft und wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Geschäften.

Kontakt Informationen

Thendic France
182 rue des Pyrénées
F - 75020 Paris

http://www.thendic-france.com/
Information

Tel : +33 (0)1 43 66 28 00
Fax : +33 (0)1 43 66 28 55

Power Trading GmbH
Robert-Bosch-Str. 11b
D - 63225 Langen

http://www.power-trading-gmbh.com/
Information

Tel. +49 (0) 6103 58785
Fax +49 (0) 6103 587888

bplan GmbH
Georg-Wolff-Str. 8
D - 60439 Frankfurt am Main

http://www.bplan-gmbh.de/
Information (ps)

[Meldung: 20. Apr. 2002, 13:14] [Kommentare: 21 - 24. Apr. 2002, 12:08]
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