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Archiv 'Neues aus der Geschäftswelt'


12.Aug.2018
Amigaworld.net (Webseite)


3D-Print-Services: Gehäuseteile für Amigas
Mit seinen "3D-Print-Services" bietet der Niederländer Dennis Brink Amiga-Gehäuseteile aus dem 3D-Drucker an. Bislang umfassen die Kategorien die Modelle 500, 600, 1000, 1200, 4000 und CDTV, den Monitor 1084S und das Laufwerk Chinon FZ-354 sowie den Raspberry Pi. (snx)

[Meldung: 12. Aug. 2018, 08:34] [Kommentare: 0]
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08.Aug.2018



Hyperion wieder in belgisches Unternehmensregister aufgenommen
Im Oktober 2017 war Hyperion aus der belgischen Unternehmensdatenbank gelöscht worden, da man seit drei Jahren keine Abschlussberichte bei der Belgischen Nationalbank mehr eingereicht hatte. Um wieder ins Unternehmensregister aufgenommen zu werden, musste Hyperion die fehlenden Berichte nachreichen, was zwischenzeitlich erledigt wurde - und folgerichtig wird man inzwischen bei der KBO ("Kruispuntbank van Ondernemingen") wieder als regulär eingetragenes Unternehmen geführt.

Den Berichten (PDF: 2015, 2016, 2017) ist zu entnehmen, dass Hyperions wesentliche Aktiva nicht näher benannte "immaterielle Güter" im Wert von Anfangs knapp 110.000 Euro sind, auf die jedes Geschäftsjahr knapp 36.000 Euro abgeschrieben werden. Ihr Wert sollte Ende 2018 also noch bei etwas über 1000 Euro liegen.

Demgegenüber stehen Außenstände von knapp 600.000 Euro, von denen rund 90% aus kurzfristigen Krediten bestehen - "Schulden op ten hoogste één jaar", etwa: "zahlbar in einem Jahr". Alle Jahresabschlüsse seit der vorübergehenden Zahlungsunfähigkeit im Februar 2015 weisen negative Bilanzen auf.

Hinweis der Redaktion:

Die Originale der PDF-Dateien sind bei der Bilanzzentrale der Belgischen Nationalbank abrufbar, dazu muss nach der Unternehmens-Nummer 0466.380.552 gesucht werden. Sie werden, soweit wir das beurteilen können, offenbar nicht von einer dritten Partei geprüft. (cg)

[Meldung: 08. Aug. 2018, 22:39] [Kommentare: 16 - 11. Aug. 2018, 15:42]
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06.Aug.2018



Trevor Dickinson erhebt schwere Vorwürfe gegen Ben Hermans (Update)
Im April 2009 wurde das Unternehmen A-EON Technology in Belgien gegründet, um PPC-Hardware für AmigaOS 4 zu entwickeln. Geschäftsführer waren Trevor Dickinson, Anthony Moorley und Ben Hermans. Diese Inkarnation von A-EON wurde aber bereits kurze Zeit später wieder aufgegeben - ein neues Unternehmen namens A-EON Technology Ltd. mit Sitz in Wales ist seit Frühjahr 2012 für den "AmigaOne X1000" und nachfolgende Projekte verantwortlich. Öffentlich kommuniziert oder kommentiert wurde diese Umstrukturierung von offizieller Seite nie.

Hinter den Kulissen kursieren bereits seit Jahren Gerüchte, wonach das ursprüngliche, belgische A-EON aufgegeben worden sei, weil einer der drei Geschäftsführer das Firmenkonto geplündert habe und dies in der Folge mittels gefälschter Kontoauszüge vor seinen beiden Partnern verbergen wollte.

Eine jetzt bei Youtube veröffentlichte Audio-Aufzeichnung, auf der angeblich Trevor Dickinson zu hören ist, scheint diese Gerüchte zumindest in Teilen zu bestätigen: Im Plauderton gibt der Erzähler - andere Personen kommen nicht zu Wort - Folgendes zu Protokoll:

"[…] Money dissappearing to Hyperion and to Ben Hermans […] I mean, at the very least, you could put him out of business – I mean, with his law firm – cause I got the copies of the stuff he sent… faxed to me […] He was denying, denying, denying – and then it turned on a meeting where we were saying: 'This is it – you either sign this. Or we‘re going to the police'. So, I mean… and so we went through a whole bunch of things: free license, free this, free that, access to this, use of that, no royalties... so we got all out of it."

An den mit "[…]" gekennzeichneten Stellen wurde die Aufzeichnung offenbar geschnitten. Wer sich eine eigene Meinung dazu bilden möchte, ob es sich beim Erzähler tatsächlich um Trevor Dickinson handelt, findet bei Youtube diverse Videos mit dem A-EON-Finanzier - bspw. diese Dickinson-Rede von 2017.

Ins Netz gestellt wurde die Aufnahme von Generation Amiga, das in der Vergangenheit bereits mehrfach durch überzogene oder gar komplett falsche Berichterstattung aufgefallen war. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die ursprüngliche Quelle - offenbar hat man es dort lediglich mit der Verschwiegenheit weniger genau genommen als andere, der Redaktion bekannte Besitzer der Aufzeichnung.

Eine ungefähre deutsche Übersetzung von Dickinsons Kommentaren würde folgendermaßen aussehen:

"[…] Geld ist Richtung Hyperion, Richtung Ben Hermans verschwunden […] Ich meine, man könnte ihn mindestens den Job kosten – bei seiner Anwaltskanzlei – denn ich habe ja Kopien der Unterlagen, die er mir geschickt… gefaxt hat […] Er hat abgestritten, abgestritten, abgestritten – bis zu einem Meeting, wo wir dann gesagt haben: 'Das langt jetzt. Entweder unterzeichnest du hier. Oder wir gehen zur Polizei.' Und dann haben wir eine Reihe von Punkten abgearbeitet: Kostenlose Lizenz, kostenlos dieses, kostenlos jenes, Zugang zu diesem, Nutzungsrechte für jenes, keine Lizenzgebühren… So haben wir das Beste daraus gemacht."

Kommentar der Redaktion:

Vorausgesetzt, es handelt sich tatsächlich um Dickinson, erhebt er hier schwere Vorwürfe gegen Ben Hermans: Auch wenn keine Details genannt werden bzw. die entsprechenden Stellen der Aufzeichnung nicht veröffentlicht wurden, behauptet er kriminelles Verhalten belegen zu können: Formulierungen wie "zur Polizei gehen" bzw. die Annahme, Hermans könnte seinen Job oder seine Zulassung als Anwalt verlieren, sind in dieser Hinsicht recht eindeutig.

Gleichzeitig belastet sich Dickinson aber selbst schwer: Die Aussage, man habe Ben Hermans stattdessen zur Unterzeichnung eines Vertrags genötigt, der A-EON kostenlos weitreichende Rechte und Lizenzen einräumt, beschreibt im Grunde den Tatbestand der Erpressung. Nicht zu vergessen, dass ein solcher Vertrag ja hauptsächlich dem Unternehmen Hyperion schaden würde - beispielsweise durch wegfallende Lizenzgebühren - während laut Dickinsons Beschreibung aber lediglich die Privatperson Ben Hermans für die Probleme bei A-EON haftbar zu machen wäre.

Update: (11.08.2018, 14:00, cg)

Die Amiga Future hat Statements von Trevor Dickinson und Ben Hermans eingeholt. Dickinson betont, dass A-EON für die Portierung von AmigaOS 4 auf seine Hardware "erhebliche Zahlungen" an Hyperion leisten müsse. Außerdem werde jeder AmigaOne mit einer lizenzierten und bezahlten Kopie von AmigaOS 4 ausgeliefert - deren Preis man aus vertraglichen Gründen zwar nicht preisgeben könne, der sich aber am ursprünglichen Endkundenpreis einer OS4-CD orientiere und deshalb "deutlich" über dem reduzierten Preis der Final Edition liege. Ben Hermans bestätigt gegenüber der Amiga Future ebenfalls dass "A-EON für seine Lizenzen bezahle".

Die Statements im Wortlaut:

Trevor Dickinson: "A-EON Technology does have a worldwide sub-license granted by Hyperion Entertainment to use the AmigaOne name, AmigaOS name and Boing Ball on products it develops for AmigaOS4. However, A-EON Technology has to make significant payments to Hyperion Entertainment to port AmigaOS4 to the AmigaOne hardware it produces.

This includes payments for porting the kernel, writing any necessary drivers and/or other special utilities that may be required to make OS4 run on A-EON's AmigaOne hardware. As Matthew Leaman wrote on AmigaWorld net, A-EON Technology also pre-pays (in batches) the significant cost of full software licence to Hyperion Entertainment for its AmigaOne machines (X1000, X5000 and the A1222 beta).

Every AmigaOne machine A-EON ships has an AmigaOS4 software license pre-paid to Hyperion Entertainment at the full license price, not the special reduced sales price which Hyperion charged customers for the AmigaOS4 Final Edition release. A-EON is prevented from disclosing the full license price by the terms of its Agreements with Hyperion Entertainment but suffice to say it is far greater that the special one-off AmigaOS4 Final Edition sales price."

Ben Hermans: "That is true, A-EON does pay for licenses which we negotiated." (cg)

[Meldung: 06. Aug. 2018, 12:34] [Kommentare: 71 - 13. Aug. 2018, 07:26]
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