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Archiv 'Neues aus der Geschäftswelt'


14.Nov.2018



Weitere Abmahnungen bezüglich AmigaOS 3.1.4
Wie der Autor der Amiga Documents-Reportage bei Twitter bekannt gibt, sei ihm aus "zuverlässigen Quellen" zugetragen worden dass nicht nur die beiden eCommerce-Dienstleister Avangate und Digital River Abmahnungen ("Cease and Desist") von Amiga Inc., Itec und Amino erhalten hätten, sondern auch die beiden Amiga-Händler "Amiga on the Lake" und Alinea. Die genannten Händler waren die einzigen, die nach den Querelen um den Vertrieb der digitalen Variante die "anaologe" Edition mit Disketten und tatsächlichen ROMs in ihr Angebot aufgenommen hatten.

Dies deckt sich mit Aussagen unserer eigenen Quellen, die wir um Bestätigung der genannten Behauptung gebeten hatten. Wenig überraschend versuchen die Amiga-Parteien offenbar jegliche Distribution von AmigaOS 3.1.4 zu unterbinden, das aus ihrer Sicht eine Verletzung ihrer Rechte darstellt. Einzelne Kunden des deutschen Händlers Alinea haben die ROMs und Disketten bereits erhalten, ob die Auslieferung zwischenzeitlich gestoppt wurde, ist derzeit nicht bekannt - einige Besteller berichten (erneut) von E-Mail-Benachrichtigungen, dass das Produkt erst in einigen Tagen wieder verfügbar sei. (cg)

[Meldung: 14. Nov. 2018, 01:08] [Kommentare: 42 - 17. Nov. 2018, 17:41]
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08.Nov.2018
Amiga Documents (Twitter)


Rechtsstreit: Itec antwortet auf Hyperions Klage
Im Rahmen des Rechtsstreits mit Cloanto hatte Hyperion im März nicht nur Cloanto verklagt, sondern auch alle sogenannten "Amiga-Parteien" - also alle Unternehmen, die seit dem Jahr 2000 im Besitz der Amiga-Rechte sind oder waren und die alle Vertragspartner von Hyperion sind: Amino (ehemals Amiga Inc., Washington), Itec LLC und Amiga Inc. (ehemals KMOS, Delaware).

Nachdem dies bereits zur Wiederauferstehung von Amiga Inc. geführt hat, liegt - wiederum dank des Amiga-Documents-Autors - unter dem Titellink nun auch die Stellungnahme von Itec LLC vor, die inhaltsgleich zu derjenigen von Amiga Inc. ist.

Entsprechend behauptet auch Itec unter anderem, dass Hyperion die Streitbeilegungsvereinbarung gebrochen habe, indem das Unternehmen ohne entsprechende Rechte zu besitzen bspw. das Warenzeichen AmigaOS für Werbeartikel genutzt, AmigaOS 3.1 und 3.1.4 sowie Kickstart 1.2 und 1.3 vermarktet, letztere auch an Individual Computers lizenziert und die Cloanto gewährten Rechte beeinträchtigt habe. Auch habe Hyperion falsche Copyright-Angaben bei Software getätigt, die es gar nicht besitze.

Weiterhin heißt es, der frühere Hyperion-Direktor und heutige Anteilseigner Benjamin Hermans habe gegenüber diversen Personen damit angegeben, die Amiga-Parteien durch eine geschickte Formulierung der Streitbeilegungsvereinbarung übers Ohr gehauen zu haben, welche es ihm später erlauben würde, umfangreichere Rechte als beabsichtigt geltend zu machen. Aus Sicht der Amiga-Parteien seien Hyperion nämlich nur diejenigen Rechte an AmigaOS 3.1 gewährt worden, die erforderlich sein würden, AmigaOS 4.0 zu entwickeln, vermarkten und verkaufen.

Vor diesem Hintergrund beantragt Itec LLC, wie zuvor bereits Amiga Inc., dass das Gericht Hyperions Klage abweisen und/oder feststellen möge, dass die Streitbeilegungsvereinbarung nichtig sei. (snx)

[Meldung: 08. Nov. 2018, 21:45] [Kommentare: 37 - 17. Nov. 2018, 19:31]
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26.Okt.2018



Rechtsstreit: Amiga Inc. von den Toten auferstanden
Im Rahmen des Rechtsstreits mit Cloanto hatte Hyperion im März nicht nur Cloanto verklagt, sondern auch alle sogenannten "Amiga-Parteien" - also alle Unternehmen, die seit 2000 im Besitz der Amiga-Rechte sind oder waren und die alle Vertragspartner von Hyperion sind: Amino (ehemals Amiga Inc., Washington), Itec LLC und Amiga Inc. (ehemals KMOS, Delaware).

Zumindest Amino und Amiga Delaware waren schon seit Jahren in den Unternehmensregistern der zuständigen Bundesstaaten als inaktiv bzw. "void" geführt worden. Amiga Delaware hatte zuletzt keinerlei Anstrengungen mehr unternommen die verbliebenen registrierten Marken zu verlängern, weswegen u.a. die wichtige Registrierung von "Amiga" in den USA verloren gegangen war - was die aktuellen Auseinandersetzungen erst losgetreten hatte.

In Folge von Hyperions Klage sind aber beide Unternehmen offenbar wieder aktiv geworden. Letzte Woche hatte Amino per Unterlassungsaufforderung versucht, den Vertrieb von AmigaOS 3.1.4 zu unterbinden. Bereits zu beginn des Jahres waren erstmals seit Jahren auch zwei eingetragene Marken verlängert worden, deren Registrierung abgelaufen war: Die EU-Warenzeichen Amiga und powered by Amiga sind weiter als aktive Marken des Unternehmens Amiga Inc. eingetragen.

Wie der Autor der Amiga Documents-Reportage jetzt öffentlich macht, wird Amiga Inc. Delaware inzwischen wieder mit "Status: Good Standing" in der Unternehmensdatenbank des Staates Delaware geführt, während dort in den Vorjahren "void" (etwa: "ungültig") zu lesen war. Interessantes Detail der beiden auf Twitter veröffentlichten Screenshots (die entsprechenden Informationen sind nur zahlenden Kunden von Delawares Unternehmensdatenbank zugänglich): 2017 hatte Amiga Inc. noch 540.000 USD Steuerschulden, die inzwischen komplett getilgt scheinen.

Die Aktivitäten der beiden Unternehmen zeigen bereits Wirkung: Wie erst in den letzten Tagen bekannt wurde, hat Hyperion nicht nur durch den Wechsel des eCommerce-Dienstleisters auf Aminos Unterlassungsaufforderung reagiert - auch die Copyright-Hinweise in 3.1.4 wurden geändert: Wo im About-Dialog der Workbench und dem Kickstart-Screen ursprünglich noch "Copyright 2018 Hyperion Entertainment. All Rights Reserved" zu lesen war (Screenshot aus einem Youtube-Video), heißt es jetzt "Copyright 2018 Hyperion Entertainment CVBA. Developed under License".

Kommentar der Redaktion:

Sollte tatsächlich jemand mehr als eine halbe Million Dollar Steuerschulden getilgt haben nur um Amiga Inc. wieder komplett handlungsfähig zu machen, gibt es hinter den Kulissen offenbar doch noch Parteien, die gesteigertes Interesse an einer Verwertung der bei Amiga Inc. verbliebenen Rechte haben.

Ben Hermans nutzt den Nachrichtendienst seines Geschäftspartners APC&TCP zwar für ein gewohnt markiges Statement in dem er erläutert, dass es "wenig Spielraum für Zweifel" gebe, dass in Wahrheit Cloanto hinter der Unterlassungsaufforderung des "verwaltungstechnisch [bereits] aufgelösten Amino" (Hermans) stecke - dass der Europäer Battilana sechsstellige Summen in die Reaktivierung halbseidener US-Unternehmen steckt, erscheint uns aber reichlich unwahrscheinlich. (cg)

[Meldung: 26. Okt. 2018, 23:53] [Kommentare: 66 - 07. Nov. 2018, 16:23]
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